Die Intelligenz der Tiere

von Carl Safina 
5,0 Sterne bei4 Bewertungen
Die Intelligenz der Tiere
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Bewusstsein- Gefühle- Menschen- Tiere- sind wir wirklich so unterschiedlich? Informativ und fesselnd zu lesen

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Ein wunderbares Buch, dass den Blick auf unsere Umwelt und unsere Tiere verändern wird. Spannend und vielschichtig. Absolut lesenswert.

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Inhaltsangabe zu "Die Intelligenz der Tiere"

Was geht im Inneren von Tieren vor? Können wir wissen, wie sie fühlen und denken? Carl Safina nimmt uns mit auf abenteuerliche Entdeckungsreisen in die unbekannte Welt der Elefanten, Wölfe und Orcas. Sein spannend zu lesendes Buch erzählt außergewöhnliche Geschichten von Freude, Trauer, Eifersucht, Angst und Liebe und ist voll von erstaunlichen Einsichten in die Persönlichkeiten der Tiere.
Der vielfach ausgezeichnete Naturschriftsteller und Ökologe Carl Safina begegnet den von ihm beobachteten wilden Tieren mit Liebe, Respekt und umfassenden Kenntnissen. Sein Wissen ist genauso groß wie sein Einfühlungsvermögen; er versteht es meisterhaft, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit wundervollen Erzählungen zu verweben. Die verblüffende Ähnlichkeit von menschlichem und nichtmenschlichem Bewusstsein, Selbstbewusstsein und Mitgefühl fordert uns dazu auf, unser Verhältnis zu anderen Arten zu überdenken - und auch das Verhältnis zu uns selbst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783406707902
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:C.H.Beck
Erscheinungsdatum:25.10.2017

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Bewusstsein- Gefühle- Menschen- Tiere- sind wir wirklich so unterschiedlich? Informativ und fesselnd zu lesen
    Bewusstsein- Gefühle- Menschen- Tiere- sind wir wirklich so unterschiedlich?

    Tiere, die sich selbst bewusst sind. Die sich im Spiegel erkennen, die trauern, die Freunde zeigen, die miteinander interagieren, die sich verständigen. Ich muss sagen, ich habe einmal mit diesem Thema angefangen und mich hat das nun wirklich gefangen genommen. Jeder Besitzer oder Halter eines oder eher mehrere Haustiere wird es wohl bestätigen können, dass die Tiere eigene nennt man es Persönlichkeit, Eigenschaften haben?
    Es werden vorwiegend 3 Tiergruppen angesprochen. Elefanten, Wölfe und Wale. Aber innerhalb dieser Blöcke finden sich auch viele weitere Beispiele aus dem Tierreich, wie auch Menschenaffen und Insekten, aber auch auf die Pflanzenwelt geht der Autor ein.
    Eine Frage wird dabei immer wieder aufgeworfen- ist der Mensch wirklich so anders? Kann man uns Menschen abgrenzen von den Tieren?
    Das Vorwort des Autors nimmt den Leser mit auf die spannende Reise, auf der Suche nach den Gefühlen von Tieren. Haben auch sie eine Art Seele, eine Psyche? Spannende Fragen, wie ich finde.
    Vorne im Buch findet der Leser ein Inhaltsverzeichnis, das eine gute Übersicht über das Buch bietet.
    Das Lesen des Buches war für mich wirklich fesselnd. Der Autor berichtet begeistert von den Elefanten in Afrika. Es ist sei man als Leser hautnah dabei, als er eine Forscherin in ihrem Camp besucht, die hier in Kenia, die Elefanten erforscht, beobachtet in ihre natürlichen Umgebung. Der Autor hat einen sehr gelungen Erzählstil. Er beschreibt die Umgebung so, dass man als Leser das Gefühl hat, dabei zu sein, mitten in Afrika und durch die Fotos kann ich als Leser die Elefanten vor mir sehen. Ihre Interaktion. Auch dass sie Namen haben, bekommen von den Forschern, bringt sie mir noch näher.
    Ich fand es total faszinierend, wenn ich lese, dass sie untereinander zu kommunizieren scheinen. Ihr Verhalten, der Umgang miteinander, die Neugier, die sie dann aber auch den menschlichen Beobachtern gegenüber zeigen, das zieht mich als Leser in den Bann des Buches und es lässt mich darüber hinaus nachdenklich und fasziniert zurück.
    Der Abschnitt mit den Wölfen, auch das fand ich spannend. Diese werden in den USA beobachtet, bekommen nur Nummern, da spürte ich ein wenig Distanz. Aber auch dieses Verhalten der Tiere ist spannend und auch faszinierend zu lesen.
    Für mich am spannesten und interessantesten war für mich der Abschnitt mit den Walen. Ihre Neugier auch in Bezug auf Menschen, ihr Verhalten, aber auch ihre Haltung in Zoos oder Aquarien. Was ich auch mochte, dass der Autor mich als Leser manchmal anspricht, mich anregt zum Nachdenken.
    Ich fand es auch sehr interessant, dass der Autor auch auf die Gehirnstrukturen eingeht. Gerade in Bezug auf das Bewusstsein. Ich mochte die verschiedenen Beispiele aus dem Tierreich, die hier immer wieder angeführt werden und besonders aber auch die Gedanken an die Pflanzenwelt.
    Der Text ist sehr gut lesbar. Auch für Laien, die sich für diese Themen interessieren, ist der Text sehr gut gestaltet und vor allem auch verständlich dargestellt und es macht mich als Leser unheimlich neugierig mich weiter mit diesem spannenden Thema zu beschäftigen.
    Bewusstsein- Gefühle- Menschen- Tiere- sind wir wirklich so unterschiedlich?
    Ich mag diese kleinen schönen Buchdetails, wie hier ein farblich abgestimmtes Lesebändchen.
    Immer wieder sind in den Text Landkarten und Fotos der Tiere abgebildet. Das lockert nicht nur das Lesen des Textes auf, es ist auch eine wirklich gelungene Erweiterung des Textes.
    Im Text verteilt sind kleine Zahlen, die dann hinten im Anhang eine kurze Erklärung finden, oder auch den Hinweis auf weiterführende Literatur, das hat das Buch sehr gut abgerundet. Hier findet sich auch noch eine zweiseitige Literaturübersicht und eine Seite mit den Nachweisen der Fotos und Abbildungen im Buch.
    Ein Buch, das nachhallt. Das mich unheimlich begeistert hat und das ich sehr interessant fand und das mich inspiriert weitere Sachbücher zu dem Thema zu lesen.

    Kommentare: 5
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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 10 Monaten
    ‚Manchmal messen Menschen mit zweierlei Maß [...].'

    ‚Manchmal messen Menschen mit zweierlei Maß: Wir gehen von der Annahme aus, dass andere Tiere weniger intelligent sind als Menschen, aber dann werden sie nach höheren Leistungsstandards beurteilt.‘

    Der Meeresbiologe, Ökologe und Naturschriftsteller Carl Safina wollte beobachten, was Tiere tun, und nach dem Grund für ihr Verhalten fragen, weshalb er sich eingehend mit einigen der meist geschützten Tierarten beschäftigte: mit Elefanten in Kenia, Wölfen in den USA und Orcas im nordwestlichen Pazifik. Obwohl der Fokus auf diesen drei Tierarten liegt, erwähnt der Autor zwischendurch unzählige andere Beispiele aus dem Tier- und Pflanzenreich, bietet so einen ebenso breiten wie in die Tiefe gehenden Überblick über das Verhalten und die Intelligenz von Tieren und versucht, Tiere nicht am Menschen zu messen und nicht zu vermenschlichen:

    ‚Ich betrachte sie immer als das, was sie sind, nämlich Elefanten. [...] Mein ganzes Interesse gilt den Elefanten. Den Vergleich zwischen Elefanten und Menschen finde ich nicht besonders hilfreich. Der Versuch, ein Tier als Tier zu verstehen, ist in meinen Augen viel interessanter. Wie kann ein Vogel, etwa eine Krähe, mit einem solch kleinen Gehirn derart erstaunliche Entscheidungen treffen? Die Krähe neben ein dreijähriges Kind zu halten - das ist nicht mein Ding.‘ [Cynthia Moss, eine amerikanische Forscherin und Naturschützerin, Seite 25]

    ‚Ihr [Cynthia Moss‘] Kommentar warf alles über den Haufen, nicht nur meine Fragestellung, sondern auch meine ganze Denkweise. Ich war davon ausgegangen, dass meine Aufgabe darin bestand, den Tieren die Möglichkeit zu geben, zu zeigen, wie sehr sie uns Menschen ähneln. Nun war die Angelegenheit schwieriger und komplexer geworden: Ich musste erforschen, wer sie sind - wie wir oder auch nicht.‘ [Carl Safina, Seite 26]

    In ‚Die Intelligenz der Tiere‘ erzählt Safina von Bewusstsein und dem ‚Verständnis der Beziehung Dritter‘, Evolution und Anthropozentrismus, Freundschaft und Liebe, Angst und Empathie, Tod und Trauer, Elfenbein und Profitgier, Kommunikation und Syntax, Alpha-Wolf und Alpha-Wölfin, Raben und Werkzeugnutzung, Prosodie und Musik, Rudel und Gruppendynamik, Domestizierung und Zahmheit, Theory of Mind und Laborstudien, Täuschung und Gerechtigkeitssinn, Transients und Residents, Spielen und Babysitten, Spindelzellen und Spiegelneuronen, Lehren und Nachahmen, Walfang und SeaWorld.

    Safina ist ein neugieriger Mensch und Autor, der davon überzeugt ist, dass wir uns alle irgendwie ähneln. Aus diesem Grunde empfand ich die Lektüre als sehr angenehm, denn man merkt auf jeder Seite, wie fasziniert Safina von Tieren ist, und sein Buch ist auch ein Plädoyer für Respekt und Empathie. Dabei ist das Buch nicht nur lehrreich, sondern auch fesselnd geschrieben - es liest sich meiner Meinung nach eher wie ein Abenteuerroman und nicht wie ein Sachbuch.

    Das Buch steckt voller Anekdoten und immer wieder stößt man beim Lesen auf faszinierende Details, und so habe ich das Gelesene oft mit meinen Mitmenschen teilen müssen, da Safinas Einblicke so einzigartig, so wunderbar und oft wunderlich sind.

    ‚Die Intelligenz der Tiere‘ ist ein kluges und wichtiges Buch, das ich jedem ans Herz lege, der sich intensiver mit dem Verhalten, der Gefühlswelt und der Intelligenz unserer Erdmitbewohner beschäftigen will.

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    Artemis77s avatar
    Artemis77vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch, dass den Blick auf unsere Umwelt und unsere Tiere verändern wird. Spannend und vielschichtig. Absolut lesenswert.
    Ein wunderbares Buch

    Ich lese sehr gerne Sachbücher, die sich trauen, Fragen zu stellen, denen wir uns lieber verschliessen Und genau darum geht es in diesem Buch. Carl Safina hat mich auf eine abenteuerliche Reise zu den unterschiedlichsten Tieren dieser Erde mitgenommen. In seinen Geschichten und Erlebnissen geht es um Freude, Trauer, Eifersucht, Angst und Liebe und zeigt uns mitunter erstaunliche Einsichten in das Wesen und Persönlichkeiten der Tierwelt.

    Das Buch liest sich spannend und süffig. Es ist wissenschaftlich fundiert (soweit das beim Thema Gefühle überhaupt geht) aber doch so geschrieben, dass es auch Laien mit Genuss und ohne Wörterbuch lesen können. Die Sprache ist schnörkellos und auch der Aufbau sinnvoll. Was ich besonders toll finde, ist die Tatsache, dass man es auch ohne Probleme häppchenweise lesen kann, wenn es zu viel wird.

    Man merkt dem Buch an, dass es eine Herzensangelegenheit des Autors ist, und das ist auch gut so. Ich musste während dem Lesen öfter mal zum Taschentuch greifen, weil es einfach so rührend, traurig oder auch mal lustig war, was Safina erzählt. Aber auch, weil das Buch einem bewusst macht, wie falsch wir Menschen liegen, wenn wir den Tieren die Intelligenz und Gefühle absprechen. Vielleicht fühlen sie sogar mehr als wir, wer weiss.
    Auf jeden Fall verändert das Buch die eigene Sicht auf unsere Umwelt, und deshalb möchte ich es jedem ans Herz legen. Ein absolutes Frühlingshighlight im Sachbuch für mich.

    Für jeden, der sich für das Thema interessiert oder offen dafür ist, seinen Horizont zu erweitern.

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    Viktoria_Annas avatar
    Viktoria_Annavor 7 Monaten

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