Carl Zuckmayer

 3.4 Sterne bei 419 Bewertungen
Autor von Der Hauptmann von Köpenick, Des Teufels General und weiteren Büchern.
Carl Zuckmayer

Lebenslauf von Carl Zuckmayer

Carl Zuckmayer ist der zweite Sohn des Weinkapselhersteller. Als Carl vier Jahre alt war zog die Familie nach Mainz. Dort besuchte er das Gymnasium. Zuckmayer war kein guter Schüler undh atte häufig Ärger mit seinen Lehrern. Kurz vor dem Abitur entging er nur knapp einem Schulverweis. Als die Familie in Holland Urlaub machte brach der erste Weltkrieg aus. Zurück machte Zuckmayer ein Notabitur und trat, angestachelt durch die patriotische Stimmung der Armee bei. Nach dem Krieg studierte er Jura, Literaturgeschichte und Soziologie in Frankfurt und Heidelberg. Er machte in keinem Fach einen Abschluss. Durch seine Kriegserlebnisse wurde Zuckmayer ein strenger Pazifist. 1920 heiratete Zuckmayer seine Jugendliebe Annemarie Ganz, ließ sich jedoch ein Jahr später schon wieder von ihr scheiden, da er zahlreiche Affären hatte. Sein erstes aufgeführtes Theaterstück "Kreuzweg" floppte und er schlug sich mit zahlreichen Gelegenheitsjobs durch, als Sänger, Anwerber für Shows und kurze Zeit auch als Drogendealer. Nach einer kurzen Zeit am Kieler Stadttheater wurde er gemeinsam mit Berthold Brecht ans Deutsche Theater in Berlin geholt. Sein Stück, "Der fröhliche Weinberg" wurde ein voller Erfolg und von seinem Geld konnte er sich ein eigenes Haus in der Schweiz leisten, welches später als er ins Exil ging, eine Begegnungsstätte für Schriftsteller wurde. Seinen größten Erfolg hatte er mit seinem Stück "Der Hauptmann von Köpenick." 1933 wurden seine Stücke verboten, da er ein Halbjude war und da er öffentlich Stellungnahme gegen die Nationalsozialisten genommen hatte. Er konnte in letzter Sekunde über Paris nach Amerika fliehen. Nach Ende des Krieges, reiste er als Sachebrater nach Deutschland. Später beantragte er sogar die amerikanische Staatsbürgerschaft. Übernimmt aber später die schweizerische, nachdem er dort ein schönes Haus gefunden hat. Er stirbt am 18. Januar 1977 in Visp/Schweiz und ist in Saas-Fee begraben.

Alle Bücher von Carl Zuckmayer

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Carl ZuckmayerDer Hauptmann von Köpenick
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Der Hauptmann von Köpenick
Der Hauptmann von Köpenick
 (254)
Erschienen am 01.03.2008
Carl ZuckmayerDes Teufels General
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Des Teufels General
Des Teufels General
 (53)
Erschienen am 01.04.1988
Carl ZuckmayerDie Fastnachtsbeichte
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Die Fastnachtsbeichte
Die Fastnachtsbeichte
 (29)
Erschienen am 01.09.2000
Carl ZuckmayerDer fröhliche Weinberg / Schinderhannes
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Der fröhliche Weinberg / Schinderhannes
Der fröhliche Weinberg / Schinderhannes
 (5)
Erschienen am 23.11.1988
Carl ZuckmayerDes Teufels General: Drama in drei Akten (Fischer Klassik PLUS)
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Des Teufels General: Drama in drei Akten (Fischer Klassik PLUS)
Carl ZuckmayerAls wärs ein Stück von mir: Horen der Freundschaft
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Als wärs ein Stück von mir: Horen der Freundschaft
Carl ZuckmayerKatharina Knie
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Katharina Knie
Katharina Knie
 (3)
Erschienen am 01.10.1995
Carl ZuckmayerDer fröhliche Weinberg
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Der fröhliche Weinberg
Der fröhliche Weinberg
 (3)
Erschienen am 01.06.1995

Neue Rezensionen zu Carl Zuckmayer

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Felices avatar

Rezension zu "Die Fastnachtsbeichte" von Carl Zuckmayer

Am besten zur Fastnachtszeit
Felicevor 9 Monaten

Für mich als Mainzerin, die mit der Fastnacht aufgewachsen ist, ist dieses Buch natürlich Pflichtlektüre. Ein Krimi, der zur Fastnachtszeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg spielt und die damaligen Gegebenheiten, wie Fastnacht gefeiert wurde, die Maskenbälle und den Rosenmontagsumzug  meiner Meinung nach hervorragend beschreibt.

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W

Rezension zu "Als wär's ein Stück von mir" von Carl Zuckmayer

Ein persönlicher Rückblick des Carl Zuckmayer auf sein langes Leben
Waschbaerinvor 2 Jahren

In diesem Buch beschreibt "Zuck", wie viele ihn nannten, seinen Lebensweg. Als aktiver Kriegsteilnehmer des 1. Weltkrieges trieb es ihn von seinem Geburtsort Nackenheim über Mainz (dort machte er Abitur),  über Berlin, Salzburg, die Schweiz nach Vermont in den USA, bis hin nach Saas Fee in die schweizer Berge im Wallis, wo noch heute sein damaliges Haus zur Besichtigung einlädt.

"Aller Anfang ist schwer", heißt es und auch Carl Zuckmayer brauchte Zeit, seine Verleger von seinem Talent des Schreibens zu überzeugen. Doch nach und nach stellten sich die Erfolge ein. Seine Stücke kamen auf die Theaterbühnen. Seinen ersten Erfolg feierte er bereits 1925 mit "Der fröhliche Weinberg".

Ein jäher Bruch gab es während der braunen Herrschaft der Nationalsozialisten. 1933 wurde ein Aufführungsverbot über ihn verhängt und "Zuck" trieb es mit seiner Familie in die USA, bewirtschaftete dort  eine Farm und hätte ohne die Hilfe seiner Frau wohl nur mäßigen Erfolg als Farmer gehabt.

Nach dem Krieg kam er zurück nach Europa, in das zerstörte Deutschland. Doch dort wollte er nicht mehr leben. Zuck pendelte zwischen der Schweiz und den USA hin und her. 1958 zog es ihn ins Wallis in die südliche Schweiz, direkt vor der italienischen Grenze. In Saas Fee, einem damals noch recht unbekannten Ort, den man lediglich auf schmalen, unbefestigten Wegen zu Fuß erreichen konnte, ließ er sich mit seiner Familie nieder.

Als wir vor einigen Jahren Urlaub im Saastal machten, gehörte eine Besichtigung seiner Wohnstätte dazu. Mitten in diesem modernen Wintersportort, in dem die Skifahrer schon mal die Nacht zum Tage machen, steht noch immer dieses Haus wie ein Relikt aus vergangenen Tagen und lädt den Besucher zum Verweilen ein. Winzig klein erscheinen einem die Zimmer, aber gemütlich. Sein Arbeitszimmer mit dem Schreibtisch, die Bank vor dem Haus geben dem Besucher eine Vorstellung über das  beschauliche Leben, das er später dort oben, abseits des pulsierenden Lebens führte. Dass für ihn auch immer ein gutes Gläschen Wein dazu gehörte, steht nach der Lektüre außer Frage.

An diesem alten Schreibtisch, der immer noch an seinem angestammten Platz stand und wohl auch noch steht, verfasste er wohl auch dieses Buch, "Als wär's ein Stück von mir" als Rückblick auf sein langes Leben.

Ende der Fünfziger des letzten Jahrhunderts drehte Helmuth Käutner nach einer Vorlage von C. Zuckmayer den Film "Schinderhannes" mit Curd Jürgens und Maria Schell.

1966 wurde C. Zuckmayer schweizer Staatsbürger. Am 18. Januar 1977 verstarb er in Visp/Wallis.


Kommentare: 2
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Bibliomaries avatar

Rezension zu "Vermonter Roman" von Carl Zuckmayer

Eine Geschichte aus dem Exil
Bibliomarievor 3 Jahren

Zu diesem Buch einige Vorbemerkungen:


Nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland wurde Carl Zuckmayer ausgebürgert, seine Bücher wurden nicht mehr gedruckt und seine Theaterstücke durften nicht mehr aufgeführt werden. Die Familie ging, unterstützt von Freunden, ins amerikanische Exil. Dort stellte sich aber bald die Existenzfrage – wovon leben ? So entschlossen sich die Familie in Vermont zu farmen. Das waren harte Jahre, von den Frau Herdan-Zuckmayer in ihrem Buch Die Farm in den grünen Bergen berichtet. Dort ist auch zu lesen, wie schwer es Carl Z. fiel, zu schreiben. Das harte Alltagsleben ließ wenig Zeit, oft schrieb er mit offenen Blasen an den Fingern auf der Schreibmaschine. In dieser Zeit entstand sein „Vermonter Roman“.


Für die Handlung sind nur drei Personen wichtig: Thomas, ein junger Mann, deutsch-österreichisch-böhmischer Herkunft, der entwurzelt und rebellisch ist. Oliver Paine, der an einem Schicksal leidet, sich aus der Welt zurückzog und einer einsamen Blockhütte lebt. Silvia, ein Mädchen an der Schwelle zur Frau, elternlos aber liebevoll beim Großvater aufgewachsen, die sich ihrer Wirkung auf die beiden Männer nicht richtig bewusst ist.
Die beiden Männer sind Suchende, heimatlos, innerlich zerrissen und erhoffen sich durch Silvia Heilung, Festigkeit und Lebenssinn. Aber kann Silvia diesen Erwartungen gerecht werden und vor allem, was erwartet sie selbst von ihrem Leben.
Man merkt diesem Buch die Heimatlosigkeit Zuckmayers an. Natürlich gibt es grandiose Beschreibungen der Vermonter Landschaft und des Winters. Man fühlt sich in diese harte Bergwelt versetzt, aber die Menschen bleiben blass. Ihr Anliegen, ihr Leben und ihr Schicksal bleibt mir fremd. Es wirkt unfertig.
Ich spürte bei zweimaligen Lesen, den unbedingten Willen Zuckmayers auch im Exil zu schreiben, aber das Ergebnis hat mich nicht berührt.

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Zusätzliche Informationen

Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim (Deutschland) geboren.

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