Carla Berling Königstöchter

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 9 Rezensionen
(5)
(6)
(2)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Königstöchter“ von Carla Berling

Ein Geheimnis, das von vier Frauen über Jahrzehnte gehütet wurde. Und ein Mörder, der mitten unter ihnen ist. Eine idyllische Kleinstadt? Mitnichten. ?Vier alte Damen kennen sich seit Kindertagen. Zwei von ihnen kommen innerhalb kurzer Zeit auf entsetzliche Weise um. Reporterin Ira Wittekind findet heraus, dass sie durch ein grauenvolles Geheimnis untrennbar verbunden waren. Stück für Stück rollt sie Ereignisse aus der Vergangenheit auf und bringt Licht in eine unfassbare Tragödie, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen. Und dann: Der dritte Mord. Die Polizei tappt im Dunklen, der Mörder läuft frei herum. Ira ermittelt auf eigene Faust weiter. Alle Fäden scheinen in der Stiftung Morgenstern zusammenzulaufen, und dort entdeckt sie hinter dem Geheimnis der Frauen ein noch viel schlimmeres Drama. Der erste Fall war spannend. Dieser raubt Ihnen den Atem.

Kurzweilige Lektüre.

— Argent

Ein spannendes Buch und eine würdige Fortsetzung von "Sonntags Tod".

— JoJansen

Stöbern in Krimi & Thriller

Niemals

Grandios

BlueVelvet

The Ending

Sehr philosophisch veranlagter, kurzer Thriller

Hortensia13

Origin

Weniger Rätsel, trotzdem im klassischen Dan Brown-Stil spannend.

Alienonaut

Die Attentäterin

Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum.

Odenwaldwurm

Im finsteren Eis

Fängt toll an, liest sich spannend und lässt dann leider stark nach, ohne dass der merkwürdige Verlauf überhaupt aufgelöst wird.

HarIequin

Die Kinder

Gruselig, flüssig und doch nur Gut

Bucherverrueckte

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Das geht unter die Haut

    Königstöchter

    Anja_Seb

    26. July 2015 um 14:42

    Die Rezension * * * * * gelesen und rezensiert von Anja Sebastian “Königtöchter” ist ein bewegender Kriminalroman, bei dem man wieder mal merkt, das Carla Berling einfach eine Künstlerin auf diesem Gebiet ist und feststellt, dass ihre Krimis nicht unbedingt zur leichten Kost gehören. Dieser Fall ist sehr tiefgründig und es geht heftig zur Sache, so dass einen die tödlichen Ereignisse und deren Hintergründe erschauern lässt und teils Abscheu und Schrecken hervorruft. Zunächst scheint es sich hier nur um Unfälle zu Handeln, doch nachdem Ira wichtige Details aus der Vergangenheit kennt, glaubt sie nicht mehr daran und startet ihre eigenen Ermittlungen. Die Charaktere in diesem Buch sind wieder sehr authentisch und lebhaft beschrieben, was einem das Gefühl gibt, die Figuren zu kennen und sich auch in sie hineinversetzen zu können. Dazu kommt die flüssige und zielgerichtete Schreibweise, die einen im Geschehen gefangen hält, so dass man kaum die Chance hat, das Buch aus den Händen zu legen, wenn man nicht unbedingt muss. Fazit: Ein sehr spannender, aber auch teils hefitiger Kriminalroman, den man jeder Krimifan gelesen haben sollte und natürlich Lust auf einen neuen Ira-Wittekind-Fall macht.

    Mehr
  • Es waren einmal….

    Königstöchter

    abuelita

    07. April 2015 um 19:38

    Es waren einmal….vier kleine Mädchen – und diese haben ein Geheimnis, das sie über Jahrzehnte gehütet haben. Aber dann kommen zwei innerhalb kürzester Zeit ums Leben. Unfall? Mord? Reporterin Ira Wittekind findet heraus, dass diese Frauen durch die Ereignisse in ihrer Kindheit unvertrennbar verbunden waren.  Stück für Stück rollt die Reporterin Ereignisse aus der Vergangenheit auf und bringt Licht in eine unfassbare Tragödie, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen. Dann passiert der dritte Mord. Von der Polizei bekommt der Leser kaum etwas mit – die tappt wohl brav im Dunklen herum….*g* aber es reicht ja auch, wenn Ira Wittekind von den Beteiligten soviel herausbekommt… Nun –es war nett zu lesen, aber nichts Besonderes und auch nicht sonderlich spannend in meinen Augen. Manches fand ich doch recht unrealistisch (kann das aber nicht näher erläutern ohne zu spoilern), vieles leider ziemlich klischeehaft. Unglaubwürdig finde ich auch, dass die ganzen Personen so freiwillig alles erzählen . Sicher, die Figur Ira Wittekind hat sich wohl einen guten Ruf erarbeitet – aber: Presse ist Presse…..

    Mehr
  • Königstöchter...

    Königstöchter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    „Königstöchter“ war mein erstes Buch, von der Autorin, Carla Berling. Ich habe bisher noch nicht allzu viele Krimis gelesen, aber dieses Buch hat mich nun auf den Geschmack gebracht. Die Journalistin Ira ist in ihrem Beruf sehr engagiert und geht förmlich darin auf. Sie führt eine harmonische Beziehung mit ihrem Lebensgefährten Andy, der sie in ihrem Tun unterschützt, wo er nur kann. Auch hier, in der Aufklärung dieses Falles, steht er ihr fest zur Seite. Ira arbeitet nicht nur journalistisch, sondern will auch zur Aufklärung des Falles beitragen und auf eigene Gefahr herausfinden, was sich wie zugetragen hat. Die Geschichte ist sehr tiefgründig, sehr spannend und hat es gewaltig in sich. Der Fall, der in diesem Buch geklärt werden muss lässt einen erschauern, man will es eigentlich nicht lesen, geschweige dem sich vorstellen müssen. Nichts desto trotz, schreibt Carla Berling hier einen Kriminalroman, der von der ersten Seite an sehr spannend ist und den man trotz der heftigen Ereignisse die darin vorkommen nicht aus der Hand legen will/kann…Man will „diese Drecksäcke“ bestraft wissen...!! Eigentlich soll Ira „nur“ über einen schrecklichen und grausigen Unfall berichten, aber diesem Unfall, mit Todesfolge folgen noch zwei, die keinen Gedanken an Zufall zulassen… Erst die Recherche um diese Fälle bringen die grausamen Hintergründe zutage, mit denen sich Ira in dieser Geschichte auseinander setzen muss. Wird sie der Sache auf den Grund gehen können? Wird sie diesen Fall noch vor der Polizei aufklären können? Lesen sie es und finden es selbst heraus! Es lohnt sich!! Alle Charaktere in diesem Buch werden sehr authentisch und lebhaft beschrieben, sodass man sich zum Bsp. zu gern in der Kate, der alten zwei Schwestern mit an den Tisch setzen und über „die guten (schlechten) alten Zeiten" reden möchte… Fazit: Für mich ein sehr spannender, teils aber in den Geschehnissen sehr heftiger Krimi, den man aber unbedingt gelesen haben sollte! Klare Buch-/Leseempfehlung! © Rezension - Manja A.

    Mehr
    • 5

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. October 2014 um 08:49

    ;-)

  • Kurzweilige Lektüre mit unerwartetem Ausgang

    Königstöchter

    Argent

    18. October 2014 um 19:48

    Nach dem ich bereits den ersten Ira Wittekind Roman gelesen habe, wollte ich den Zweiten nicht verpassen. Carla Berling liefert einen soliden Roman ab mit einer sympathischen Protagonistin, der sich angenehm liest und mehrheitlich spannend ist.   Die Geschichte um die Königstöchtern erschien mir hier und da etwas too mutch, andererseits gab es in der Realität auch schon Fälle, von denen ich nicht gedacht hätte das sie möglich sind.  Motiv und Täter sind nicht vorhersehbar wodurch man das Buch unbedingt fertig lesen will.  Alles in allem gute Unterhaltung zu einem ernsten Thema.

    Mehr
  • Wenn man aufhört zu kämpfen....

    Königstöchter

    monja1995

    30. September 2014 um 19:22

    Klappentext: Ein Geheimnis, das von vier Frauen über Jahrzehnte gehütet wurde. Und ein Mörder, der mitten unter ihnen ist. Eine idyllische Kleinstadt? Mitnichten. Vier alte Damen kennen sich seit Kindertagen. Zwei von ihnen kommen innerhalb kurzer Zeit auf entsetzliche Weise um. Reporterin Ira Wittekind findet heraus, dass sie durch ein grauenvolles Geheimnis untrennbar verbunden waren. Stück für Stück rollt sie Ereignisse aus der Vergangenheit auf und bringt Licht in eine unfassbare Tragödie, deren Folgen bis in die Gegenwart reichen. Und dann: Der dritte Mord. Die Polizei tappt im Dunkeln, der Mörder läuft frei herum. Ira ermittelt auf eigene Faust weiter. Alle Fäden scheinen in der Stiftung Morgenstern zusammenzulaufen, und dort entdeckt sie hinter dem Geheimnis der Frauen ein noch viel schlimmeres Drama. Ira Wittekind ermittelt in ihrem zweiten Fall. Mein Umriss: Ira Wittekind wird Zeugin, als eine alte Dame auf grauenhafte Weise unter den Bürsten einer Strassenkehrmaschine ums Leben kommt. Alles sieht nach einem tragischen Unfall aus, woran Ira nach ihrem Gespräch mit Tilly Jacobsen nicht mehr so recht glauben kann. Zumal ihr dann auch noch in der Stiftung Morgenstern, wo die Verbindungsfäden der Verunglückten und drei weiteren Frauen zusammenlaufen, eine scheinbar verwirrte Frau sagt, dass es ein Mord war. Durch intensive Recherche und einer besprochenen Musikkassette, die ihr von Konstanze Deppendorf zugespielt wird, stößt Ira auf unsägliche Verbrechen, an Kindern. Begangen zur Zeit der Umsiedlungen nach dem zweiten Weltkrieg. Diese Verbrechen schweißten die vier Frauen zusammen, die die Stiftung Morgenstern, die sich zum Ziel setzte, Frauen und Mädchen in Not zu helfen, gründeten. Als die zweite dieses Kleeblattes auf tragische Weise ihr Leben verliert, setzt Ira sich zum Ziel, die Morde und die rätselhafte Vergangenheit der Frauen im Palais aufzuklären und rechnet nicht damit, dass es noch schlimmer kommen könnte…. Mein Eindruck: Carla Berling lieferte hier einen spannungsgeladenen Kriminalroman ab, der ausgefeilter nicht sein kann. Sie befasst sich mit an Kindern begangenen Verbrechen, die leider zu keiner Zeit an Aktualität verlieren. Die Morde an den alten Damen stellt sie sehr realistisch dar, sodass man ihr glaubt, dass diese für die ermittelnden Beamten erstmal nicht nach Morden, sondern eher nach Unfällen aussehen. Die Autorin bringt den Leser nicht mit unsinnigem Geplänkel oder langweiliges Um-den-Brei-Gerede zum Gähnen. Nein, sie zieht den roten Faden zielgerichtet durchs Geschehen, sodass man mit jeder gelesenen Seite gespannt zur nächsten blättert. Sehr gut hat sie die Unterhaltungen zwischen Ira und den alten Tanten auf dem Hof ihres Freundes gestaltet. Hier zeigte sie, dass sie den Westfälischen Dialekt mit einem Augenzwinkern ins Geschehen einbauen kann, ohne den Ablauf ins Lächerliche zu rücken. Die flüssige und zielgerichtete Schreibweise hält einen im Geschehen gefangen, sodass es fast unmöglich scheint, das Buch zur Seite legen zu können, bevor man die letzte Seite erreicht hat. Auch wenn dies der zweite Ira-Wittekind-Fall ist, so war es für mich der erste und sicherlich nicht der letzte, den ich gelesen habe. Mein Fazit: Ein vollends gelungener Krimi aus deutscher Feder, den ich sehr guten Gewissens jedem Krimifan ans Herz lege Danksagung Mein besonderer Dank geht an Carla Berling, die mir für meine Rezension das Cover zur Verfügung stellte

    Mehr
  • Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen!

    Königstöchter

    Chiawen

    22. September 2014 um 14:10

    „Königstöchter“ von Carla Berling ist ihr zweiter Krimi-Roman um Ira Witteking. Ein brutaler Todesfall und Ira Witteking soll wieder einen Bericht darüber schreiben. Die Tote ist unter eine Kehrmaschine gekommen. Die Frage ist war es ein Unfall oder Mord? Und wie hängen die drei Freundinnen der Toten da mit drin? Ira ist wieder in ihrem Element. Auch wenn ihr der Tatort doch sehr zugesetzt hat, geht sie voll auf. Sie versucht als erste die besten Fakten abzustauben, nimmt aber auch Rücksicht auf die Betroffenen. Der Fall lässt sie nicht los und dies spürt man. Wobei es schon auch negativ auf sie auswirkt. Auch kommt ihr Privatleben nicht zu kurz. Es wird aber auch nicht breit getreten. Da hat Carla Berling eine gute Balance gefunden. Neben alten bekannten Charakteren gibt es natürlich auch jede Menge neue!  Dabei hat jeder so seine ganz persönlichen Kanten und Ecken, Geheimnisse und Vergangenes, welche prägend sind. So ist eine der alten Damen etwas schrullig und skurril, eine andere die totale Geschäftsfrau und nett und die Letzte etwas zurückgezogen. Carla Berling nimmt hier nicht nur bei den Morden kein Blatt vor den Mund, sondern spricht auch ein heikles Thema an. Nämlich den Missbrauch von Schutzbefohlenen! Wie genau sie dies eingebaut verrate ich nicht. So muss man nicht nur über den Fall nachdenken, sondern auch über das Thema an sich. Die Autorin hat sich klar gesteigert. Im letzten Fall gab es doch mal die ein oder andere Durststrecke und Iras Liebesleben wurde dem Leser nahe gebracht. Hier rückt der Fall mehr in den Fokus und ihr Privatleben ist schmückendes Beiwerk. Es gibt zwar Phasen, die nicht so spannend sind, aber in denen kann der Leser etwas aufatmen und hat Zeit die Geschichte etwas sacken zu lassen. Das Cover zeigt den Tatort und das verworrene Geäst, passt zu der ebenfalls verworrenen Geschichte.   Der Krimi hat es in sich. Nicht nur der Todesfall am Anfang sondern der ganze Fall. Ich musste viel nachdenken und mich mit dem Thema auseinander setzten. Zum anderen wollte ich wissen wie es weiter geht. Deswegen war es ganz gut, dass Carla Berling kleine „Spannungslöcher“ eingebaut hat. Denn genau da konnte ich Luft holen. Es gibt 4 von 5 Wölfen!  

    Mehr
  • Grandioser Krimi

    Königstöchter

    fraeuleinbuecherwald

    14. September 2014 um 13:12

    “Sonntags Tod” war der erste Krimi, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und der mich richtig gefesselt hat. Nun hat die Autorin Carla Berling nachgelegt und ihre Journalistin Ira Wittekind erneut auf Spurensuche in Ostwestfalen geschickt. Diesmal geht es zunächst um einen Unfallbericht: Eine alte demenzkranke Frau ist unter eine Kehrmaschine geraten. Hört sich eklig an, ist es auch. Aber scheinbar ein tragischer Unfall. Ira Wittekind stößt bei den Nachforschungen zu ihrem Artikel auf eine Viererclique von älteren Damen, die fast ihr gesamtes Leben miteinander verbracht haben. Unabhängig von dem Unfall interessiert Ira sich für diese Geschichte. Dann stirbt die zweite der Damen und diesmal war es eindeutig ein Mord: Die Dame trank Gift aus einer Schnapsflasche. Und schließlich geschieht auch noch ein dritter Mord. Nun bleibt natürlich die Frage: Wer sollte diese alten Damen umbringen? Und warum? Ira lässt nicht locker und erfährt ein ungeheuerliches Geheimnis, das die vier seit ihrer Kindheit mit sich herumtragen und das so schrecklich ist, dass jemand scheinbar deswegen heute noch Morde begehen würde… Carla Berling ist meiner Meinung nach einfach eine Künstlerin im Fach des Krimischreibens. Irgendwie (und ich habe keine Ahnung wie) schafft sie es, einen konstant bei der Stange zu halten, weil man immer genug versteht, um mitzukommen, aber man hat nie das Gefühl, die Lösung schon vor der Hauptfigur zu kennen. Am schlimmsten ist es bei Krimis, wenn man nach der Hälfte schon weiß, wer der Täter ist und sich dann noch 200 Seiten durchquälen muss, bis der / die Ermittler das auch endlich kapieren. Aber bei Carla Berling hatte ich das noch nie. Ich ziehe die Schlüsse immer genau an der Stelle, an der Ira sie auch zieht, mir kommt seltsam vor, was ihr seltsam vorkommt und insgesamt ist dieser Fall einfach eine so runde, so emotionale und spannende Geschichte, dass ich sofort das nächste Buch von ihr lesen könnte. “Königtöchter” ist ein bewegender Krimi, der einen neben Iras Ermittlungen auch weiterhin an ihrem Privatleben teilhaben lässt. Sie kam am Ende von “Sonntags Tod” ja mit Andy Weyer zusammen und nun sind die beiden seit einiger Zeit ein Paar und müssen auch immer mal wieder ihre Beziehungsprobleme ausdiskutieren, was die Geschichte erfrischend auflockert, da diese Teile nie zu lang werden, aber einem immer mal wieder Verschnaufpausen gönnen von der schrecklichen Geschichte, die Ira aufdeckt. Ein tolles Buch und ich fiebere jetzt schon auf den nächsten Krimi hin.

    Mehr
  • Königlich geschrieben!

    Königstöchter

    JoJansen

    Nachdem mir "Sonntags Tod" bereits sehr gut gefallen hatte, MUSSTE ich den zweiten Ira-Wittekind-Krimi unbedingt lesen. Es ging gleich heftig los - so einen Tod wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. Liebe Carla Berling, wie kommt man auf eine solche Idee? Manchmal ist automatisches Kopfkino etwas, das ich lieber abschalten würde. Die Handlung entwickelt sich krimitypisch. Erste Verdächtigungen fallen, noch jemand stirbt. Und mittendrin Ira Wittekind, die eigentlich für ihre Zeitung nur die Geschichte hinter den Schlagzeilen sucht. Man merkt beim Lesen, dass die Autorin selbst jahrelang für Zeitungen recherchiert und berichtet hat. Ira Wittekind wirkt einerseits routiniert, kennt sich aus. Anderseits fällt es ihr schwer, sich von den grausamen Ereignissen zu distanzieren, denen sie nach und nach auf die Spur kommt. Das macht die Protagonistin so sympathisch. Ich selbst habe mich eins ums andere Mal geschüttelt. Wie abartig und krank können Menschen doch sein! Gut, dass die Autorin uns Details erspart. Es ist auch so schlimm genug. Gefallen hat mir, dass alte Bekannte aus dem ersten Teil wieder in Erscheinung traten. Andy, die beiden alten Tanten und die Königspudeldame. Iras Mutter bleibt eine Karikatur, würde meiner Meinung nach besser in "Jesses Maria" passen. Ich finde sie ein wenig überzeichnet, zu negativ. Aber solche Menschen soll es ja geben. Die Polizei agiert diesmal für meine Begriffe ein wenig zu unauffällig im Hintergrund. Wenigstens eine kleine "klischeehafte" Reiberei zwischen Presse und Kripo hätte ich mir gewünscht. Aber all das ist "Jammern auf hohem Niveau". Der Krimi ist gut durchkonstruiert, es wird Spannung aufgebaut und gehalten. Bis zum Schluss tappte ich im Dunkeln, wer die Morde begangen haben könnte. Die Lösung ist für mich nur teilweise logisch, weil meiner Meinung nach die Mittel, also die Morde und das damit einhergehende Leid für die Hinterbliebenen in keinem Verhältnis zu einer rein theoretischen Gefahr stehen. (Ich hoffe, ich habe das jetzt spoilerfrei verschlüsselt formuliert)  Was mich gefühlsmäßig wirklich stört, ist der Widerspruch zwischen realer Welt (Bad Oeynhausen) und fiktiver Handlung, die dieser realen Welt angedichtet wird. Auch wenn im Vorwort des Buches betont wird, dass die Handlung, das Palais im Park und selbst Hof Eskendor frei erfunden sind, bleibt für mich ein schaler Nachgeschmack zurück. Dass die Innenstadt damals evakuiert und zum Sperrgebiet erklärt wurde, ist Wirklichkeit. Der Gedanke drängt sich auf: "Wer weiß, ob da nicht wirklich auch, in einer Villa ... " und damit auch ein leiser Verdacht gegen damals angesehene Bürger.  Ich vergebe 4 von 5 Sternen und bedanke mich für das wochenendliche Lesevergnügen. Meine Kritik ist sicher auch der eigenen Lernbereitschaft geschuldet. Früher habe ich unkritischer gelesen, heute stoße ich mich wahrscheinlich an Details, die sonst kaum jemand als störend empfindet. Auf jeden Fall freue mich auf weitere Ira-Wittekind-Krimis.

    Mehr
    • 2

    Floh

    11. September 2014 um 07:08
  • Ein Krimi, der unter die Haut geht

    Königstöchter

    Buchdaisy

    05. September 2014 um 17:59

    Nachdem ich den ersten Krimi von Carla Berling gelesen hatte, war der nächste ein Muss! Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman um die Journalistin Ira, die nicht nur journalistische Recherche betreibt, sondern sich die Aufklärung des Falles zur Aufgabe gemacht hat, ist absolut lesenswert! Schon wie in „Sonntags Tod“ ist die Handlung sehr vielschichtig und spannend bis zuletzt. Wieder dringt die Autorin tief in die Geschichte ein, wo die Ursache des gegenwärtigen Geschehens zu finden ist. Spätestens mit diesem Buch dürfte feststehen, Krimis von Carla Berling sind keine leichte Kost. Es geht heftig zur Sache, was die tödlichen Ereignisse und deren Hintergründe betrifft. Es ist der "Fall hinter dem Fall", der Abscheu und Schrecken hervorruft. Und die Beschreibungen lassen ein Kopfkino entstehen, das man nicht unbedingt vor dem Einschlafen haben muss. Aber auch die Personen und die Orte sind so bildhaft beschrieben, dass man glaubt, alles selbst zu kennen. Und gerade diese Art zu schreiben, zu beschreiben, gefällt mir immer wieder. Manche Figuren kennt man nun schon; liebevoll gezeichnet mit ihrer westfälischen Mundart sind die beiden Tanten. Die Handlung entwickelt sich, nachdem Ira den Auftrag erhält, über einen grausigen Unfall zu berichten. Dem ersten Todesfall folgt ein nächster und dann noch einer, an Zufall glaubt nun keiner mehr, und Verdächtige gibt es auch zuhauf. Dabei kommt Ira dem Mörder schon zeitig sehr nahe, doch noch nicht auf die Spur. „Königstöchter“ ist ein Krimi, der unter die Haut geht, der mir mitunter die Haare regelrecht zu Berge stehen ließ, der aber wie ein Sog ist, einmal angefangen ist ein aufhören nicht möglich. So wünsche ich mir ein gutes Buch! Deshalb verdiente 5 Sterne.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks