Carla Berling Sonntags Tod

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Inhaltsangabe zu „Sonntags Tod“ von Carla Berling

Lokalreporterin Ira Wittekind ist gerade erst in ihre westfälische Heimat zurückgekehrt, als eine schreckliche Nachricht sie erreicht: Ihre Schulfreundin Verena ist tot, ermordet von ihrem Mann Richard. Direkt nach dem Mord hat der angesehene Hotelier sich selbst das Leben genommen. Kurz darauf ist Ira Zeugin, als ein Toter in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Durch ein kleines Detail wird sie auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den Todesfällen aufmerksam. Und ihr wird klar, dass hinter der idyllischen Fassade der Provinz ungeahnte Abgründe lauern ...

"Sonntags Tod" von Carla Berling ist ein gut durchdachter, unterhaltsamer Krimi mit sehr abwechslungsreichen Elementen.

— LisaLiebeskind

Sehr spannend und interessant ! Präzise recherchiert, schnell durchgelesen. Ich möchte gern noch die anderen Teile von Carla Berling lesen.

— Mamaofhannah07

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Leider gibt es ungefähr in der Mitte des Buches eine Wendung, die ich sehr seltsam und unrealistisch fand.

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  • Nicht die typische Ermittlungsarbeit

    Sonntags Tod

    LisaLiebeskind

    20. November 2017 um 12:59

    Meine Meinung  Als Thriller-Fan haben es Kriminalromane bei mir meistens nicht so leicht, weil sie für mich einfach auf der Spannungsebene nicht mithalten können und sich oft durch die eintönige Verfolgung der Ermittlungsarbeit auszeichnen.Bei "Sonntags Tod" von Carla Berling ist zwar auch keineswegs die Spannungskurve mit einem Thriller vergleichbar, aber trotzdem hat sie es geschafft mich in die Geschichte hineinzuziehen.Schon die Aufmachung des Buches hat mir gut gefallen. Das Cover ist toll, die Innengestaltung ebenso und auf Vorder- und Rückseite ist die Haptik des Buches durch teilweise ribbelige Erhebungen (ähnlich einem Schleifpapier) verändert.Mir hat an diesem Buch besonders gut gefallen, dass es nicht aus der sonst so typischen Sicht eines meist frustrierten, außenseiterischen Ermittlers erzählt wird, sondern wir an der Seite von Ira Wittekind, einer Lokalreporterin, durch die Geschichte geführt werden. Ira ist eine eigenständige und sehr sympathischen Figur, die versucht diverse Todesfälle aufzuklären und die dabei eine Vielzahl dunkler Geheimnisse aufdeckt.Ob es nun wirklich so realistisch ist, dass eine solche Frau einen Mord untersucht und dabei dieselben Dinge tut, die wir sonst von Polizisten kennen, ist meiner Meinung nach fraglich, aber es war trotzdem schön sich darauf einzulassen.Der Schreibstil von Carla Berling ist sehr angenehm, auch wenn ich an manchen Stellen das Gefühl hatte, dass sie sich ein wenig zu stark in Beschreibungen verliert, die an gewissen Stellen nicht von Nöten waren.Bei einigen Textpassagen musste ich wirklich schmunzeln, weil die Autorin manchen Figuren einen starken westfälischen Dialekt verleiht. Dieses Stilmittel lockert die Dialoge ziemlich auf und verleiht ihnen einen gewissen Charme.Was mich persönlich gestört hat, was aber tatsächlich nur mein persönliches Problem und kein allgemeines an der Geschichte ist, ist die... Dödömm... Liebesgeschichte. Es war vorhersehbar, dass sie kommt und ich bin immer froh, wenn ein Buch auch einfach mal ohne eine solche auskommt, vor allem wenn sie keinen nennenswerten  Mehrwert für die Geschichte bietet. Zuerst habe ich gehofft, dass sie der Handlung noch eine andere Wendung gibt, aber leider war dem nicht so. Fazit "Sonntags Tod" von Carla Berling ist ein gut durchdachter, unterhaltsamer Krimi mit sehr abwechslungsreichen Elementen. Wer sich gerne einmal auf ein anderes Ermittlungsverfahren einlassen möchte und eher zart besaitet ist, der ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Carla Berling besticht vor allem durch ihre gut gezeichneten Figuren, ein gut platziertes Spannungsniveau und den ein oder anderen Überraschungsmoment. Eine schöne und seichte Lektüre für Zwischendurch. 

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  • Getarnte Familienidylle

    Sonntags Tod

    Anja_Seb

    20. May 2015 um 21:59

    Die Rezension * * * * * gelesen und rezensiert von Anja Sebastian Mit diesem Kriminalroman schafft es die Autorin den Leser wahrhaftig zu fesseln und gleichzeitig so zu beeindrucken, dass man am liebsten selbst direkt mit ermitteln möchte und sich parallel zum gelesenen Geschehen auf die Spurensuche begibt. Die Geschichte um die Reporterin Ira Wittekind ist sehr gut recherchiert und authentisch bis ins Detail aufgebaut, weshalb man sofort in ihren Bann gezogen wird und das Buch nicht mehr zur Seite legen mag. Hinzu kommt der wirklich gute Schreibstil der Autorin, inklusive passendem Dialekt, der das Lesen sehr angenehm gestaltet. Man fliegt förmlich durch das Buch und kommt hier und da sogar mal zum Schmunzeln. Geschickt werden einige Wendungen und Irrwege in die Geschichte eingebaut, die dem Leser viel Raum für Spekulationen lassen. Von mir gibt es eine absolute Lese- und Kaufempfehlung, denn hinter dem idyllischen ersten Eindruck lauerte eine unglaubliche tiefgründige Geschichte.

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  • Authentische Unterhaltung für Krimiliebhaber

    Sonntags Tod

    janett_marposnel

    08. November 2014 um 16:44

    Richard bringt erst seine alkoholabhängige Frau Verena um und anschließend sich selbst. Ira, freie Journalistin und ehemalige Freundin der verstorbenen Verena, kehrt zur Beerdigung des Ehepaars in ihre alte Heimatstadt zurück und dringt, anfänglich aus beruflichen Gründen, tief in die tragische Familiengeschichte ein. Es ist möglich, dass man „Sonntags Tod“ von Carla Berling nicht ohne größere Pausen lesen sollte, weil man sonst dem Verlauf der Handlung mit den zahlreichen Familienmitgliedern, Verstrickungen und anderen Bewohnern von Bad Oyenhausen nicht mehr folgen kann. Dieses Problem löst sich aber von selbst, denn die Geschichte ist so unterhaltsam und flott geschrieben, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will und wenn es unbedingt sein muss, dann nur für kurze Zeit. Was diese Geschichte sympathisch macht, ist der Umstand, dass der Leser eine konkrete Vorstellung, die man fast schon voyeuristisch bezeichnen kann, vom Flair der Stadt erhält, sodass man sich in Bad Oyenhausen irgendwie heimisch fühlt beim Lesen. Aber nicht nur die Ortsbeschreibungen tragen zur Authentizität des Kriminalromans bei, auch die Figuren werden hervorragend zum Leben erweckt. Die Autorin macht es dem Leser leicht, sich in das Leben der mitwirkenden Charaktere hineinzuversetzen und schafft es nahezu mühelos, sich mit ihnen verbunden zu fühlen. Besonders die alten Schwestern vom Hof Eskendor Tante Friedchen und Tante Sophie mit dem Zigarrenstummel im Mundwinkel und dem ostwestfälischen Dialekt auf den spröden Lippen sind mir ans Herz gewachsen. Stets schmunzelnd hatte ich die beiden gestandenen Bäuerinnen haargenau vor Augen. Den letzten Schliff erhält der Krimi durch die gut gelungene Auseinandersetzung mit dem Verdrängen und Todschweigen unangenehmer Tatsachen innerhalb der eigenen Familie. Immer nach dem Motto: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Wahrscheinlich ist diese fragwürdige Taktik in vielen Familien üblich, sodass die meisten Leser sich gut in die geschilderte Situation hineinversetzen können und somit noch stärker in die Handlung gezogen werden. Alles in allem bekommt der Leser ein breites Spektrum an Unterhaltung geboten: Von Mord über Familientwist bis hin zu knisternder Liebelei ist alles dabei. Da bleibt einem nichts weiter übrig, als viel Spaß beim Lesen und Erleben zu wünschen.

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  • Nacht der Geständnisse

    Sonntags Tod

    monja1995

    10. October 2014 um 19:22

    Klapptentext: Ein Achtjähriger erschießt versehentlich seinen Großvater. Kurz darauf verschwindet der jüngste Sohn des Toten spurlos. Niemand weiß, warum er ohne ein Wort geht und sich nie wieder bei seiner Familie meldet. Vierzehn Jahre später: Die Welt im westfälischen Bad Oeynhausen scheint in Ordnung zu sein - bis der Hotelier Richard seine Frau Verena und sich selbst tötet. Ira Wittekind kehrt zur Beerdigung an den Ort ihrer Kindheit zurück. Als Reporterin ist sie dabei, als eine halb verweste Leiche in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Und dann entdeckt sie einen tragischen Zusammenhang zwischen dem Tod von Verena und Richard, dem Toten im Dreck und dem Unglück in der Vergangenheit. Mein Umriss: Ira Wittekind fährt nach Bad Oeynhausen, um an einer Beerdigung teilzunehmen. Es ist die Beerdigung ihrer Kindheits- und Jugendfreundin Verena. Diese war ihre engste und einzige richtige Freundin, die sie durch Kinderzeit und Jugend begleitete. Erst später trennten sich ihre Wege aus beruflichen Gründen. Jetzt ist Verena tot. Sie wurde von ihrem Ehemann getötet, der unmittelbar danach auch sich selbst tötete. Auf der Trauerfeier, über die sie für ihre Zeitung bei der sie als Reporterin beschäftigt ist, berichten soll, trifft sie auf Bekannte aus ihrer Jugendzeit. Als es zu Unstimmigkeiten, die die Feier stören kommt, beschließt Ira auf eigene Faust weiter zu ermitteln, was auf Hof Eskendor im Argen liegt. Da sie in der Gegend aufgewachsen ist, weiß sie, wie sie die Menschen zum sprechen bringen kann und stößt auf unsägliche Geschichten, die sich innerhalb eines Familienclans in den letzten Jahrzehnten abgespielt hatten und letztendlich durch 3 Tote nicht mehr geheim bleiben dürfen. Mein Eindruck: Dies ist Carla Berlings Erstling im Krimi-Genre und damit hat sie einen Schritt in eine Richtung gewagt, aus der nun hoffentlich mehr von ihr zu erwarten ist. Sie versteht es, den Leser ins Geschehen voll und ganz einzubinden, setzt Spannungsspitzen genau dort, wo sie hingehören und schreibt mal laut, aggressiv und dann wieder voller Leidenschaft, Gefühl und Sanftheit. In diesem Buch prangert sie in erster Linie die allgemeine, althergebrachte Intoleranz gegenüber Menschen an, die nicht ins Schema F der Allgemeinheit passen, ebenso zeigt sie, wie viel im Verborgenen einer Dorf- und auch Familiengemeinschaft passieren kann und welchen Schaden die davon betroffenen, meist minderjährigen und hilflosen Kinder tragen und wie sich deren Kindheitserlebnisse auf deren späteres Erwachsenenleben im Positiven, wie auch im Negativen auswirken können. Nein, Carla Berling schreibt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sie schreibt so, wie die Geschichte millionenfach überall auf der Welt geschehen sein könnte und wie eine Reporterin durch geschickte Fragen und Feingefühl für Emotionen hinter die dunkelsten Geheimnisse kommt. Auch wenn die Autorin zu Beginn darauf hinweist, dass außer den Örtlichkeiten alles frei erfunden ist, so ist es doch so realistisch dargestellt, als wäre man als Leser mitten im Geschehen und würde die Personen und Örtlichkeiten vor sich sehen und kennen. Mein Fazit: Ein perfekt ausgearbeiteter Krimi einer deutschen Autorin, von der sicherlich noch viel in dieser Richtung zu erwarten sein wird. Ich persönlich freue mich darauf. Danksagung: Vielen herzlichen Dank Carla Berling für zur Verfügung gestelltes Cover und den Klappentext und die somit erteilte Erlaubnis, beides in Verbindung mit meiner Rezension veröffentlichen zu dürfen.

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  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    Sonntags Tod

    Argent

    18. June 2014 um 11:15

    Vom Schreibstil, zu den Figuren bis hin zur Geschichte selbst eine gelungene Lektüre. Nach drei, vier Seiten hat mich die Story gepackt, so dass ich das Buch innerhalb von wenigen Tagen gelesen haben.

    Fazit: Ein spannender Krimi der ohne reisserische Action, Verfolgungen etc. auskommt.

  • ein Krimi - so ganz nach meinem Geschmack

    Sonntags Tod

    ulla_leuwer

    04. March 2014 um 20:43

    Meine Meinung: Ich kann jetzt gar nicht mehr sagen, was mich veranlasst hat, dieses Buch auf meinen Kindle zu laden. Aber eins weiß ich, es war eine gute Entscheidung. Es spielen so viele Dinge eine Rolle, die mich begeistert haben. Die Protagonistin ist ungefähr in meinem Alter. Die Geschichte spielt in Ostwestfalen und der Dialekt kam mir sehr bekannt vor. Zu gerne habe ich manches Mal einen Schlürschluck zu mir genommen, wenn ich in Ostwestfalen-Lippe zu Besuch war. ;) Natürlich hat mit das Thema auch gepackt. Ich mochte die Protagonistin Ira gleich von Anfang an gut leiden. Die Autorin hat sie so gut beschrieben, dass ich sofort an ihrer Seite war und sie begleitet habe. Aber auch die anderen Mitwirkenden fand ich sehr interessant, jedem wurde ein eindrucksvoller Charakter zugeordnet. Von der Familie Weyer haben mir neben Andy natürlich am besten die beiden alten Tanten gefallen. Ich fand sie köstlich. Nun vergesse ich ganz, etwas über den Inhalt dieses Krimis zu schreiben. Wie erwähnt, hat mich das Buch gefesselt. Es geht nicht einfach nur darum, dass innerhalb einer sehr kurzen Zeit drei Tote betrauert werden. Nein, Ira findet bei ihren Nachforschungen sehr viel mehr heraus, was manchem der Angehörigen gar nicht so recht ist. Ich hätte auch gerne einige mal kräftig geschüttelt und gesagt, Mensch Leute, hättet Ihr doch mal miteinander gesprochen. Aber ich kann das leicht sagen, ich konnte ja alles aus der Ferne betrachten. Man weiß nicht, wie man handeln würde, steckte man selber in dieser Situation. Aber es zeigt doch mal wieder, was alles unter dem Deckmantel, es darf keiner wissen, was sollen die Leute sagen, passiert. Carla Berling hat es geschafft und mich wirklich mit diesem Buch so gefesselt, dass ich es mal wieder nicht aus der Hand legen konnte. Ihr Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Geschichte war sehr spannend geschrieben und manches Mal wurde ich auf eine falsche Fährte geführt. Ich habe genau wie Ira und Andy gerätselt und war überrascht, wie sich alles auflöste. Fazit: Das war mal wieder ein Krimi so ganz nach meinem Geschmack und ich freue mich schon auf den nächsten. Und wer jetzt wissen will, was ein Schlürschluck ist, sollte sich das Buch kaufen. ;)

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  • anders , aber gut

    Sonntags Tod

    loewe

    06. February 2014 um 22:55

    Verlagsinfo, Klappentext “In der kleinen Stadt scheint die Welt in Ordnung zu sein – bis der Hotelier Richard seine Frau Verena und sich selbst tötet. Ira Wittekind kehrt zur Beerdigung der Freundin an den Ort ihrer Kindheit zurück. Die Reporterin wird wenig später Zeugin, als eine halb verweste Leiche in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Und dann entdeckt sie den tragischen Zusammenhang zwischen dem Tod von Verena und Richard, dem Toten im Dreck und einem schrecklichen Unglück in der Vergangenheit.” Mein Eindruck vom Buch Hier ist die Story mal ganz anders aufgebaut. Wir haben es nicht mit dem typischen klassischen Stil zu tun. Hier gibt es keinen Kripobeamten der den Mord aufklärt. Das hier ist eher eine Mischung aus Familientragödie und Mordermittlung durch eine Reporterin. Wir finden uns in der ländlichen Gegend in und um Bad Oeynhausen wieder und es klingt der Autorin sehr gut Landschaft und Menschen zu beschreiben. Die Sprache ist klar und schlüssig und so nimmt uns die Autorin auch mit in die Geschichte. Ira Wittekind, die Reporterin, kehrt wegen einer Beerdigung zurück in ihren Heimatort. So ganz kann sie nicht an den Selbstmord ihrer ehemaligen Freundin glauben und sie fängt an für sich selbst der Sache nachzugehen. Sie besucht den Hof Eskendor den sie aus Kindertagen noch gut kennt. Irgendwas ist hier nicht so wie es sein sollte… Als Ira später für einen Artikel eine Polizeistreife begleitet und dann in einer total verwahrlosten Wohnung eine Leiche entdeckt wird, ist dies der einzige eklige Teil in diesem Krimi. Schnell stellt sich heraus das der Tote in einer Verbindung zu Iras Freundin stand. Und nun beginnt das eigentliche Geschehen. Ira dringt immer tiefer in die Geheimnisse des Eskendor Hofes ein. Hinter jeder Tür kommt ein neues Drama zum Vorschein. Mitunter hat man beim lesen den Eindruck das die Familie das doch alles gar nicht aushalten kann, doch ich befürchte das es in  Wahrheit manchmal noch grausiger zu geht. Der Autorin gelingt es ganz unblutig die Spannung auf einem hohen Niveau zu halten. Mich hat dieser etwas andere Krimi bestens unterhalten. Es fiel mir allerdings zuweilen etwas schwer die in Dialekt gehalten Szenen zu lesen, aber ich denke nach einer gewissen “Eingewöhnung” ist auch das dann kein Thema mehr.

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  • Rezension

    Sonntags Tod

    Chiawen

    21. December 2013 um 11:29

    „Sonntags Tod“ von Carla Berling ist ein  westfälischer Krimi. Die Reporterin Ira Wittekind kehrt auf Grund des Todes ihrer Schulfreundin in ihr Heimatdorf zurück.  Und stellt fest was sich dort alles geändert hat.  Durch ihre Arbeit darf sie ein paar Tage später eine Streife der Polizei während der Nachtschicht begleiten. Diese rücken als erstes zu einem Todesfall aus. Ein Nachbar hat einen strengen Verwesungsgeruch gemeldet. Was Ira noch nicht ahnt ist, das dieser Fall sie wieder in ihr Heimatdorf bringen wird.   Wenn man einen typischen Krimi mit Ermittlern oder Hobbiedetektiven erwartet, ist man hier falsch. Ira ist durch und durch Reporterin. Sie recherchiert ihre Artikel und genau so geht sie auch an diesen Fall heran. Denn eigentlich möchte sie der Familie nur helfen den Todesfall zu klären. Das da ein Mord dahinter steckt kommt erst später ans Tageslicht. So deckt sie das Leben  des Opfers auf, der lange als vermisst galt. Dabei kommen einige Familientragödien zu Tage. Sie geht strukturiert an das ganze Unterfangen heran doch fehlt ihr der Spürsinn eines richtigen Ermittlers. Dies macht sie aber durch ihre hilfsbereite und herzliche Art wieder Wett. Am Anfang fragt, man sich, warum ist sie da eigentlich auf der Beerdigung, das hat doch gar nichts mit dem Toten zu tun. Doch hat dieser Fall neben der Familientragödie auch einige andere Wendungen parat und deswegen passt die Beerdigung auch super als Anfang. Der Dialekt und der Schreibstil der Autorin sind sehr angenehm und deswegen lässt sich das Buch super gut in einem Lesen. Nur manchmal hätte die Familiengeschichte etwas abgekürzt werden können. Auch die Beschreibung des Tatorts und andere Begebenheiten sind super gelungen und lassen den Leser diese als Bilder vor den Augen erscheinen. Zu erstmal  müsste ich über das Cover und den Tite grübeln.  Warum gerade das? Aber es passt genau. Auch sonst ist dieser Krimi durchausgelungen. Mir war zwar die ein oder andere Familiengeschichte zu lang und die Liebesgeschichte hätte nicht sein müssen. Sonst hat es viel spaß gemacht und ich verteile 4 von 5 Wölfen.  

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  • Carla Berling - Sonntags Tod

    Sonntags Tod

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. December 2013 um 17:07

    Kurzbeschreibung:  Die Welt in der kleinen Stadt scheint in Ordnung zu sein – bis der Hotelier Richard seine Frau Verena und sich selbst tötet. Ira Wittekind kehrt zur Beerdigung ihrer Freunde an den Ort ihrer Kindheit zurück. Die Reporterin wird wenig später Zeugin, als eine halb verweste Leiche in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Und dann entdeckt sie den tragischen Zusammenhang zwischen dem Tod von Verena und Richard, dem Toten im Dreck und einem schrecklichen Unglück in der Vergangenheit. *Quelle* Zur Autorin:  Carla Berling, im Norden von Ost-Westfalen-Lippe geboren, lebt in Köln. Nach verschiedensten Tätigkeiten, u.a. als Verkäuferin, Mannequin, Versicherungsvertreterin und Seminarreferentin, gelingt ihr 1995 der Seiteneinstieg bei einer auflagenstarken Regionalzeitung. Bis 2005 verfasst sie als Journalistin mehr als 7.000 Artikel, außerdem vier Bücher. Sie beginnt kabarettistische Lesetouren mit jährlich etwa 30 Auftritten. Im Juni 2007 erscheint ihr erster Roman, Im Netz der Meister, es folgen Im Netz der Meister 2, die kabarettistische Jesses-Maria-Trilogie und der Roman Die Rattenfänger. Der Durchbruch gelingt ihr 2011 mit Ihrem Buch Vom Kämpfen und vom Schreiben. Im September 2013 erschien ihr erster Kriminalroman Sonntags Tod, der in ihrer Heimatstadt Bad Oeynhausen spielt. Meinung:  Die Zeitungsjournalistin und Endvierzigerin Ira Wittekind kehrt an ihren Geburtsort Rehme in der Nähe von Bad Oeynhausen zur Beerdigung ihrer Kindheitsfreundin Verena zurück. Diese wurde von ihrem Mann Richard vergiftet, bevor er sich selbst das Leben nahm. Doch niemand weiß den Grund hierfür. Ein paar Tage später geht Ira beruflich bedingt mit der Polizei auf Streife und sie werden an einen Tatort gerufen, der Ira schockiert: Eine verweste Leiche liegt in einer Wohnung, die völlig verwahrlost ist. Hierbei stellt sich schnell heraus, dass es sich um Michel Sonntag handelt, den Sohn einer Bauernfamilie aus Rehme, der jahrelang als verschollen galt. Ira beginnt zu ermitteln, nicht nur aus beruflicher Neugier, sondern auch, weil sie Michels Familie seit ihrer Kindheit kennt und somit begibt sie sich auf "Hof Eskendor", dem Wohnsitz. Dort kochen bald alte, wohlgehütete Familiengeheimnisse hoch und es wird klar, dass die Tode von Verena, Richard und Michel in irgendeiner Weise zusammenhängen müssen... Ich bin ein großer Fan von den sogenannten Regionalkrimis und daher war ich auch infolge der Kurzbeschreibung sehr auf Carla Berlings ersten Krimi gespannt. Am Ende des Buches angelangt, war mir klar, dass ich mit diesem einen wahren Glücksgriff getan hatte. Denn Carla Berling hat mit Sonntags Tod eine sehr tiefgreifende Geschichte ersonnen, die vollkommen auf blutige Details und Gemetzel verzichtet, sondern sich vielmehr mit der Psyche und Physis des Menschen beschäftigt. Iras Recherchen auf "Hof Eskendor" bringen viele ungesagte und totgeschwiegene Geheimnisse innerhalb der Familie zutage, die den Leser betroffen machen. Über Jahrzehnte hat sich in dieser Familie soviel angestaut, sodass Iras Fragen nahezu ein Ventil öffnen und man merkt, dass die Betroffenen froh sind, nun endlich über all ihr Erlebtes reden zu können. Von traurigen Schicksalsschlägen erfährt der Leser genauso wie von Vorurteilen, Ablehnung und auch gewalttätigen Akten. Die aufkommenden Fragen, die den Leser beschäftigen, kann Carla Berling sehr schlüssig beantworten, doch dies nicht, ohne auch manch geschickte Wendungen und Irrwege in den Roman miteinzubauen, sodass man beim Lesen auch ein wenig mitknobeln kann. Die einzelnen Familienmitglieder der Weyers werden tiefgängig und vielschichtig von der Autorin charakterisiert, sie versuchen zwar, die Fassade einer glücklichen Großfamilie zu erhalten, doch diese bricht nach und nach ein, was sehr anschaulich dargestellt wird. Ich kann Sonntags Tod jedem geneigten Krimi-Leser ans Herz legen, der auch ohne drastisch geschilderte Szenen auskommt und mehr Wert auf die Charakterisierung der Personen legt. Dieser Roman verläuft zwar in eher ruhigen Bahnen, doch konnte mich gerade dies bei der Handlung überzeugen, denn die Familiengeheimnisse, die nach und nach zutage treten, sind Spannung und auch Drama genug. Carla Berling ist mit ihrem Krimi ein Buch gelungen, das im Leser nachzuhallen vermag. Fazit:  Ein Krimi, der ohne blutige Brutalität auskommt und eher auf die Psyche und Physis der Personen setzt - sehr empfehlenswert! Ich hoffe, Carla Berling wird sich auch weiterhin dem Krimigenre widmen, das Zeug dazu hat sie auf jeden Fall.

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  • Gelungenes Krimidebüt

    Sonntags Tod

    scrittore

    07. December 2013 um 13:33

    Menschliche Tragödien, ausweglose Lagen und folgerichtig Mord und  Selbstmord. Carla Berling verknüpft die tragischen Ereignisse, die auf sich unter anderem auf einem Hof im Sauerland zutragen mustergültig und hält die Spannung dieses Krimis immer aufrecht. Keine Effekthascherei oder ein vom Leben gezeichneter Ermittler werden bemüht. Die Personen sind liebevoll und mit großer Einfühlsamkeit detailliert gezeichnet, man leidet mit ihnen mit. Das ist kein herkömmlicher Nullachtfünfzehn Krimi, sondern ein sauber gezeichneter Handlungsbogen, der auch ohne großes Blutvergiessen auskommt und die menschlichen Tragödien, die sich hier abspielen glaubhaft abbildet und aufdeckt. Der Film spielt sich dem Leser im Kopf ab. Man fiebert mit der symphatischen Reporterin Ira mit, die den Tod ihrer Freundin recherchiert und lernt nebenbei die Örtlichkeiten kennen. Ein gelungenes Krimidebüt der Autorin Carla Berling, man darf gespannt auf eine Fortsetzung sein.

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  • Auch wenn ich mich mit den 5 Sternen in den Mainstream-Strom bewege...

    Sonntags Tod

    inflagrantibooks

    07. November 2013 um 13:48

    ....aber die Autorn ist selbst schuld, wenn sie so gut schreiben kann. ^^ Das Cover ist eher unscheinbar und um ehrlich zu sein, im Laden würde ich wohl daran vorbeilaufen. Nach dem Lesen wird aber schnell klar, dass es perfekt auf den Inhalt abgestimmt ist und durchaus auch die Grundstimmung der Protagonisten widerspiegelt: Während des „ermitteln“ tappen sie meistens wie im Nebel umher. An dieser Stelle erst einmal ein Dankeschön an Carla Berling für das Rezensionsexemplar. Außerdem verzichte ich hier auf die gesonderte Inhaltsangabe, da der Klappentext meines Erachtens schon genug verrät. Wie bin ich zu „Sonntags Tod“ gekommen? Das haben wir einzig und allein Facebook zu verdanken. Ich hab die Werbung um dieses Buch mitverfolgt und als ich dann von Rezensionsexemplaren las, musste ich zugreifen. Ich muss zugeben, Krimis sind eigentlich nicht mein bevorzugtes Genre. Wenn ich dann aber mal einen lese, greife ich gerne zu Agatha Christie, Stephan Ludwig oder Jussi Adler-Olsen. Carla Berling hatte es also nicht leicht bei mir. Ob sie mich dennoch in Krimi-Rätsel-Stimmung versetzen konnte? Ermitteln wir zusammen … Die Geschichte beginnt mit einer Trauerfeier auf einem Friedhof. Ich als Leser begleite die Hauptprotagonistin Ira Wittekind bei der Beerdigung ihrer Schulfreundin Verena und deren Mann. Während Ira die seltsamsten Gedanken durch den Kopf gehen, „stellte“ sie mir die Trauergäste vor. Aufgrund der vielen Namen und Familienverhältnisse innerhalb der Szene alles etwas verwirrend, ist der Ort als erste Bekanntmachung der ganzen agierenden Personen aber dennoch sehr gut gewählt. Zudem fand ich schnell einen direkten Zugang zu Ira und konnte während der Geschichte jeden ihrer Gedankengänge und ihre Handlungen nachvollziehen. Sie ist die Frau von nebenan. Genau so jemanden möchte ich als Freundin haben. Dieses Gefühl vermittelte mir die Autorin und schaffte somit eine klare Verbindung zwischen mir als Leser und ihrer Figur. Ira ist bodenständig, weiß was sie will und wie sie es bekommt. Ich merkte, dass sie Spaß hat an dem was sie macht und das die Autorin Spaß hatte, während sie diese Protagonistin erschuf. Natürlich hat Ira auch ihre Ecken und Kanten. Sie steht mitten in der Blüte ihres Lebens, hat schon viel erlebt und das merkt man einfach. An ihren Handlungen, Überlegung und daran, wie sie sich selbst gibt. Und genau dieses Bild von Ira fand ich super erfrischend. Weg mit den 16-jährigen Schulmädchen, weg mit den üblichen verkorksten Frauenbildern! Carla Berling erschafft hier ein vollkommen neues Protagonistenbild, so frisch wie eine gerade erschossene Leiche. Sie servierte mir hier eine Protagonistin die einfach „nur“ ihr Leben gelebt hat und damit war sie so verdammt glaubhaft, dass ich mit guten Gewissen sagen kann: Besser hätte es das Leben nicht als Vorlage liefern können. Neben Ira gibt es den zweiten, meiner Ansicht nach heimlichen Hauptprotagonisten. Andy Weyer, cooler Typ in Lederjacke, alter Schulkollege von Ira und oftmals der Stein des Anstoßes wenn es um Iras Überlegungen geht. Mir kam er ein bisschen wie die treibende Kraft hinter den Ermittlungen vor, auch wenn Ira das natürlich niemals zugeben würde. Er ist ebenfalls ein Mann, der weiß was er will. Der schon ein halbes Leben gelebt hat und trotzdem, oder gerade deswegen, gute Gelegenheiten beim Schopf packt. Zwischenzeitlich sieht es zwar so aus, als würde er sich das Leben ganz schön einfach machen, aber in meinen Augen gehörte das zur Figurenentwicklung dazu. Auch wenn Andy Weyer ein gestandener Mann mittleren Alters ist, vollzieht er innerhalb der Geschichte dennoch eine kleine Wandlung, die letztendlich nicht offensichtlich aber vorhanden ist. Die Autorin setzt ihrer weiblichen Leserschaft hier ein sympathisches, nicht unbedingt neues, aber durchaus ansehnliches Bild eines Protagonisten vor. Wo wir gerade bei Männern und Frauen sind. Natürlich war von Anfang an klar, dass sich zwischen den beiden vielleicht etwas anbahnen könnte. Das dieser oder jener Flirt im Bereich des Möglichen liegt, aber das kam so natürlich in den einzelnen Szenen rüber, dass sich dieser Umstand nie unliebsam in den Mittelpunkt gedrängt hat. Was ich wiederum als sehr angenehm empfand. Ich möchte fast von einer zarten Gefühlsentwicklung sprechen. Weg mit den plötzlichen Verliebt sein, weg mit der kaum zu wiederstehenden Anziehungskraft zwischen Fremden. Zarte Gefühle, Flirts die dann passieren, wenn es Zeit ist. Genau das will man Lesen. Carla Berling baut das so gekonnt zwischen das ganze Rätseln und Raten, dass ich am Ende dachte, es wäre mir selbst passiert. Obwohl ich dazu neige, gerne alle möglichen Figuren aufzuzählen verzichte ich hier. Erstens würde das den Rahmen sprengen (erstaunlich, dass ich das mal schreibe) und zweitens ist es nun mal ein Krimi. Ich hatte wirklich eine ganze Menge Spaß beim Lesen und Raten. Den würde ich damit anderen potenziellen Lesern nehmen. Die Figuren sind alle durch die Reihe weg glaubhaft, lebendig und trotz der Menge an agierenden Personen, kommt keine zu kurz. Carla Berling verzichtet auf den rauchenden Ermittler, der eigentlich keine Lust auf seine Arbeit hat. Sie verzichtet auf offensichtlich Tatverdächtige, die es dann doch nicht sind. Sie verzichtet auf übertrieben blutige Morde. Keine unnötigen Knalleffekte. Und trotzdem fragte ich mich die ganze Zeit „Warum?“. Carla Berling hatte mich am Haken. Einfach so. Gerade weil sie auf dieses ganze Drumherum verzichtet und ihre Geschichte auf die Essenz eines Krimis reduziert. Das Mutmaßen, das Raten und Rätseln. Als ich ungefähr ein Drittel der Geschichte gelesen hatte, bekam ich Zweifel, dass die Geschichte bis zum Ende hin so bleibt. Die Autorin legte von Anfang an ein rasantes Tempo in die Geschichte, dass ich zwischenzeitlich aufhören musste zu lesen, damit ich mal Luft holen konnte. Es geht alles Zack Zack, ein Ereignis folgt auf das Nächste. Dadurch sind die wenigen, ruhigen Szenen ein richtiger kleiner Ruhepol in einem Wirbel von Geheimnissen und Lügen. Im Großen und Ganzen gesehen ist diese Erzählgeschwindigkeit aber genau richtig. Ist schließlich ein Krimi und keine Kaffeefahrt. Carla Berling schafft es ohne Probleme, so viele Ereignisse auf den Tisch zu bringen, dass ich das Bedürfnis unterdrücken musste, mir die Zusammenhänge aufzumalen. Das meine ich jetzt durchaus positiv. Ich wollte mitraten. Ich habe die ganze Zeit meine eigenen Vermutungen aufgestellt und immer wenn eine widerlegt wurde, habe ich das gedanklich abgestrichen, war frustriert und habe die Geschichte wieder in einem anderen Blickwinkel betrachten. Ich habe die Geschichte nicht einfach nur gelesen, ich war mittendrin und habe sie erlebt. Die Autorin hat meinen gesamten Respekt für das Verfassen dieses Krimis. Ich hatte schon lange nicht mehr das Vergnügen, während des Lesens so angestrengt zu Rätseln. Um dann am Ende eine wirklich interessante und vollkommen unerwartete Überraschung zu erleben. Der Schreibstil der Autorin ist wie die ganze Geschichte so herrlich normal, als hätte sie mir das ganze bei einem Kaffee auf dem Sofa erzählt. Ich hätte ihr genauso gespannt gelauscht, wie ich gefesselt gelesen habe. Sie passt sich den Figuren an, wodurch diese ihr eigenes Leben entwickeln. Die Orte der einzelnen Szenen kommen mit einfachen und klaren Beschreibungen aus. Nicht zu viel und nicht zu wenig, sodass ich als Leser noch genug selbst hineininterpretieren kann. Ich bin mir sicher, dass am Anfang bei jedem Tante Erna anders aussah, als sich im Verlauf herausstellte. Genau das macht in meinen Augen eine gute Geschichte aus: Jeder einzelne Leser „erlebt“ eine eigene Fassung der gleichen Geschichte. Aber ich wäre nicht ich, wenn es dann nicht doch etwas gab, was mich gestört hat. Im letzten Drittel nimmt das Ganze arg zu, sonst wäre es mir wahrscheinlich gar nicht ins Auge gefallen. Direkt vor der wörtlichen Rede kommt öfters ein „Ira sagte“ … (lachte, überlegte, nickte, zögerte, fragte, … ), dass gleiche mit Andy oder wer eben gerade spricht. Ich will nicht sagen, dass es mich arg gestört hat, nur hat es mich immer mal wieder aus meinem Lesefluss geworfen und dadurch ist es mir eben aufgefallen. Mag Geschmackssache sein, aber ich wollte es dennoch erwähnen. Beispiele: „Ira lachte. »Weil es gleich dunkel wird…“ „Ira nickte. »Hatte ich total verdrängt,…“ „Andy schmunzelte. »Solche Gedankengänge können…“ „Ira sagte: »Deswegen bat ich Sie,…“ „Monika nickte. »Ich kannte sie eigentlich…“ (Copyright: Autor/Carla Berling) Desweitern gab es genau eine Sache, die ich nicht nachvollziehbar fand. Allerdings werde ich die hier nicht erwähnen, denn es hat im Großen und Ganzen mit der Auflösung zu tun. Und ich will ja nicht erschossen werden, weil ich vielleicht hier den Entscheidenden Hinweis für das Enträtseln des Mörders liefere. ;-) Ich war wirklich gespannt, was mich bei diesem Krimi erwartete. Weder mein bevorzugtes Genre, noch ein Cover, dass mich ansprach. Dennoch bat ich um ein Rezensionsexemplar. Ich war neugierig und Carla Berling hielt diese Neugierde bis zum Ende der Geschichte aufrecht. Auch ohne blutrünstigen Axtmörder und total kaputten Polizei Hauptkommissar schafft die Autorin es, hier einen Spannungsbogen zu erzeugen, der von Anfang bis Ende straff gespannt ist. Wer auf miträtseln und die guten alten Miss Marple-Krimis alá „Wer ist der Mörder?“ steht, ist bei „Sonntags Tod“ genau richtig! Eine klare Leseempfehlung, und das nicht nur für Krimi-Fans. Natürlich und ohne lange Diskussion, bekommt Carla Berling für ihren Krimi „Sonntags Tod“ von mir 5 von 5 Marken. Liebe Grüße

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  • Spannende Aufklärung ohne Polizei

    Sonntags Tod

    Buchdaisy

    06. November 2013 um 15:26

    Nein, bei Carla Berlings Kriminalroman „Sonntags Tod“ kommt kein smarter Kommissar daher und entlarvt messerscharf den Mörder! Wer das erwartet, ist hier falsch. Wer aber spannende Einblicke in das ganz normale Leben und die Aufklärung von Familiengeschichten mag (wie ich!), der ist hier goldrichtig! Es hat mich wirklich gefesselt, der Protagonistin Ira, keiner Polizistin sondern einer Journalistin, zu folgen, wie sie den Ursachen der drei Todesfälle auf den Grund geht. Eigentlich nur zur Beerdigung einer Schulfreundin angereist beginnt sie schon bald das Geflecht aus Lügen und Schweigen, dessen Ursache in einem 14 Jahre zurück liegenden Unglücksfall begründet ist, zu entwirren. Und schlussendlich wird der wenig in Erscheinung tretenden Polizei die Lösung ihres Mordfalles frei Haus geliefert. „Sonntags Tod“ ist das beste Buch, was ich von Carla Berling bisher gelesen habe. 5 Sterne!

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