Carla Berling Vom Kämpfen und vom Schreiben

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Inhaltsangabe zu „Vom Kämpfen und vom Schreiben“ von Carla Berling

Welche Erfahrungen macht eine, die loszieht, um Schriftstellerin zu werden?

Carla Berling ist diesen Weg gegangen, mit viel Naivität, unerschütterlichem Mut und großem Einsatz. In "Vom Kämpfen und vom Schreiben" erzählt sie von den Höhen und Tiefen eines langen Weges. Rückschläge waren vorprogrammiert und haben sie dennoch nicht aufgehalten. Seit der Zeit, in der dieses Buch beginnt, hat Carla Berling nicht nur ihr Schriftstellerhandwerk von der Pike auf gelernt, sondern 13 weitere Bücher geschrieben.

"Vom Kämpfen und vom Schreiben" - Jetzt in der dritten Auflage. Mit neuen Kapiteln und unglaublichen Wendungen.

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  • Manchmal reicht es nicht für die Miete

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    juergen_schmidt

    29. December 2015 um 18:55

    Bei über 90 Rezensionen ist vermutlich bereits alles gesagt worden. Von daher wollte ich zunächst nichts schreiben oder vielleicht ein, zwei Zeilen als Leseempfehlung für jene, die hinter die Kulissen des Literaturbetriebs schauen wollen. Aber dann fiel mir doch noch einiges ein! Unter anderem auch deshalb, weil es viele Parallelen mit der Autorin gibt, die ich nicht persönlich, sondern nur flüchtig über ein soziales Netzwerk kenne. Vergleichbare Erlebnisse begannen damals schon beim täglichen Kampf mit der eigenwilligen Schreibmaschine. Bei der Autorin war es beispielsweise das fehlende E. Die Konsequenz daraus lautete, in stets großen Mengen alle Variationen an Tipp-Ex vorrätig zu haben. Das sah oft nicht schön aus mit den neuen, strahlend weiß unterlegten, jetzt aber zu fetten Buchstaben – aber die qualitative Verarbeitung der meisten kleineren Literaturzeitschriften war schließlich auch nicht vom Feinsten. Uns reichte es, man war unter sich! Wie Carla Berling war auch ich von meinem ersten Manuskript überzeugt und rechnete täglich mit einem attraktiven Vertragsangebot. Diese Hoffnung wurde irgendwann durch Ernüchterung abgelöst, schließlich war man Realist, bevor plötzlich auftauchende DKZ-Verlage für neue Adrenalinschübe sorgten. Vor fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahren war die Verlockung, den Mut machenden Briefen dieser „Verlage“ zu erliegen, um einiges größer als heute, wo es um die Aufklärung allgemein besser bestellt ist. Mit der Autorin teile ich das Glück, die unseriösen Machenschaften von Druckkostenzuschuss-Verlagen noch rechtzeitig durchschaut zu haben. Interessant war auch zu lesen, dass wir uns 2002/03 in zahlreichen Wiederholungen im Nachtprogramm von tv.nrw mit einigen anderen NRW-Autoren abgewechselt haben müssen. Mitunter war man da drei Mal im Monat für eine Stunde auf Sendung. Freunde und Bekannte dachten in der Tat, dass man als Autor damit schon richtig gut im Geschäft gewesen sei. Das galt vielleicht für die halbnackten Girls in den Werbeblöcken, aber für uns Autoren gab es nicht viel zu verdienen. Carla schreibt, wie es war! Das Buch von Carla Berling ist kompetent, gut verständlich und ohne erhobenen Zeigefinger geschrieben. Eigentlich ein kumpelhafter Ratgeber, ein lockeres Sachbuch; aber irgendwie auch nicht, denn als Leser möchte man ständig wissen, wie es weitergeht mit der Autorin und der Karriere. Die übrigens demnächst im Heyne Verlag ihre Fortsetzung findet. Spätestens beim Interesse der Random-House-Gruppe an den neuen Manuskripten enden dann auch unsere Gemeinsamkeiten, aber das sei einer Autorin gegönnt, die einen sehr schwierigen, und oft auch demütigenden Weg gegangen ist.

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  • Wenn das Schreiben zum Kampf wird

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    MonaSilver

    02. July 2015 um 21:02

    Carla Berling berichtet über ihren Kampf, endlich als Autorin die Anerkennung zu bekommen, die sie sich wünscht. Und der Weg ist ein steiniger, war es und ist es eigentlich auch  immer noch. Doch ihre Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Ein Buch, das durch seinen Blick hinter die Kulissen der schreibenden Zunft erschreckt, aber das auch Mut macht, dran zu bleiben. Nachdem ich dieses Buch als E-Book selbst gelesen hatte, habe ich es bei der Autorin in zweifacher Ausfertigung selbst als signiertes Taschenbuch bestellt. Ein tolles Geschenk für Freunde, die glauben, als Autor wäre man auf Rosen gebettet und verdiene ein Vermögen. Ich wünsche Carla, dass der zweite Teil dieses Buches eines Tages "Vom Schreiben und vom Genießen" heißt, sie hätte es verdient! 

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  • Das Ziel ist der Weg

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    monja1995

    06. April 2015 um 19:12

    Klappentext: Carla Berling ist diesen Weg gegangen, mit viel Naivität, unerschütterlichem Mut und großem Einsatz. In "Vom Kämpfen und vom Schreiben" erzählt sie von den Höhen und Tiefen eines langen Weges. Rückschläge waren vorprogrammiert und haben sie dennoch nicht aufgehalten. Seit der Zeit, in der dieses Buch beginnt, hat Carla Berling nicht nur ihr Schriftstellerhandwerk von der Pike auf gelernt, sondern 13 weitere Bücher geschrieben. Mein Umriss: Carla Berling hat hier ihre Geschichte, nachdem sie und ihr Mann die Zeit der Rattenfänger überlebt haben, an die weitere biografische Geschichte ihrer Karriere als Autorin angeknüpft. Den Anfang nimmt diese Biografie, als Carla Berling und ihr Mann samt Kindern ganz unten angekommen ist. In einem kleinen Haus, für das sie die Heizkosten nicht zahlen können, mit einer Schreibmaschine vom Flohmarkt, bei der das e nicht funktioniert, einem zum Schreibtisch umfunktionierten Nähmaschinentischchen und einem Wäschekorb, auf dem die leeren Blätter liegen, die mit ihrer Geschichte gefüllt werden wollen. Sie erzählt von ihrer tiefen Verzweiflung, ihrer Sorge um ihre Familie und ihrem Kampf um einen Job, mit dem sie ihre Familie mit ernähren kann, nachdem ihr Mann seinen Job verloren hat. Anerkennung ist ihr in dieser Anfangszeit nicht gegönnt. Sogar ihre Familie belächelt sie, als sie erzählt, dass sie ein Buch schreiben möchte. Irgendwann ist der Punkt erreicht und dieses unfertige Buch wandert in irgendeine Kiste. Aber sie schreibt weiter. Unter anderem die satirischen Geschichten um Maria Jesse, die bei vielen Vorlesungen für Stimmung sorgen. Auf ihrer Suche nach einem Verlag stößt sie entweder auf Widerstand, oder sie wird über den Tisch gezogen. Also kümmert sie sich um alles selber. Sie schreibt, macht Werbung, kümmert sich um den Verkauf der Bücher, versucht Termine für Lesungen an Land zu ziehen und erleidet immer wieder herbe Rückschläge. Aber nicht nur beruflich wird sie immer wieder von Niederlagen zurück geworfen, auch im privaten Bereich hat es die Autorin nicht leicht… Mein Eindruck: Als ich den Klappentext dieses Buch las, war für mich klar, dass ich es einfach lesen muss. Zumal ich vor einiger Zeit „Die Rattenfänger“ von Carla Berling verschlugen hatte und sofort sah, dass es sich hier um eine Fortsetzung handeln muss. Ich war bereits von „Die Rattenfänger“ total gefangen und jeder, wie auch ich, irgendjemanden kennt, der diesen Leuten zum Opfer fiel. Hier traute sich eine Betroffene darüber zu schreiben. Und nicht nur das, im aktuell von mir gelesenen Buch „Vom Kämpfen und vom Schreiben“ wird die Biografie fortgesetzt. Berling schreibt lebendig und in einem flüssigen Stil, der sehr gut zu lesen ist. Weil die Geschichte jedem anderen auch passiert sein könnte, versinkt man darin, ohne es selbst so wahrzunehmen. Die Realität zeigt sich in dieser Biografie mit all ihrer Härte. Man erkennt jedoch, dass sich die Autorin davon nicht unterkriegen ließ, sondern immer mit ihrem Ziel vor Augen ihren Weg ging. Und dieses nach langen Jahren des Kämpfens endlich erreicht hat. Nein, eine Bestsellerautorin, die im Spiegel genannt wird ist sie noch nicht, aber nach ihrer Biografie, in der sie ihre Kraft und ihr Durchsetzungsvermögen gezeigt hat, kann man sich für die Zukunft dieser sympathischen Frau der schreibenden Zunft alles vorstellen. Mein Fazit: Wer denkt, dass sein Leben ein einziger Kampf ist, sollte sich von dieser Autorin zeigen lassen, dass er nicht allein ist und dass man alles schaffen kann. Daher erhält dieses Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir. Danksagung: Mein herzlicher Dank geht an Carla Berling dafür, dass sie mir ein Rezensionsexemplar und das dazu gehörige Cover zur Veröffentlichung in Verbindung mit meiner Rezension zur Verfügung stellte.

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  • Ein Buch voller Erfahrungen

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    Buchdaisy

    31. March 2015 um 17:20

    Ich habe mir die neue, 3. Auflage, geladen und es auch noch am selben Tag fertig gelesen. Das sagt eigentlich schon viel über das Buch von Carla Berling aus. Jeder, der ernst haft schreibt, träumt so ein bisschen vom tollen Bestseller, der den armen Schreiberling über Nacht wohlhabend werden lässt. So ergeht es auch der Autorin. Doch während viele den Traum wieder aufgeben, kämpft sie sich durch alle Widrigkeiten, vornehmlich finanzieller Art, und kommt so Stück für Stück ihrem Traum näher. Ob man das Buch lesen sollte, wenn man selbst zu schreiben beginnt, weiß ich nicht. Ich bin eher froh, es erst jetzt, lange nach meinen ersten Veröffentlichungen, gelesen zu haben. Ich entdecke schon Parallelen darin, bin aber auch froh, manche Erfahrungen nicht machen zu müssen. Carla Berlings Buch ist mutig und interessant, sogar ein wenig humorvoll. Daher von mir 5 Sterne!

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  • Der Traum vom Schreiben

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    BeaMilana

    31. January 2014 um 15:50

    "Vom Kämpfen und vom Schreiben" ist der biografische Bericht einer Frau, die besessen davon ist, Autorin zu sein und davon leben zu können. Sie träumt die "Vom Tellerwäscher zum Millionär"-Story, doch die Wirklichkeit lehrt sie das absolute Gegenteil. Ihre Lebensgeschichte liest sich schnell, sie ist lebensnah, echt, traurig. Sie berührt und fesselt die meisten Leser. Warum?Weil Carla eine Kämpfernatur ist und es um ihre Heldenreise geht. Ein Bestseller soll das rettende Boot sein, um den ärmlichen Verhältnissen ihrer Kindheit und dem Sozialhilfeniveau samt ständiger Schulden zu entfliehen. Hartnäckig ihr Ziel vor Augen, steht sie trotzt aller Niederlagen immer wieder auf. Sie schreibt fleissig, lernt, hat viele gute Marketingideen und integriert ihr gesamtes soziales Umfeld auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Leider trifft sie auf viele Abzocker im Literaturbetrieb, wird krank - überlebt, irgendwie. Carla ist das Gegenstück der erfolgreichen Verlagsautorin des elitären deutschen Literaturbetriebes, zu dem oft nur eine gewisse intellektuelle Oberschicht Zugang mit einer Veröffentlichung findet. Nicht von ungefähr erinnert ihr Titel an Stephen Kings grandiose Autobiografie "Das Leben und das Schreiben". Doch Carlas Kampf scheint sich ausschließlich auf den Broterwerb durch das Schreiben zu richten und weniger auf das Ringen beim Erlernen der Schreibkunst, weniger auf die Erfüllung und den inneren Reichtum, den das Schreiben schenken kann. Das finde ich bedauerlich! Für den Inhalt gebe ich deshalb vier Sterne, für die Umsetzung einen weniger. Ich verstehe das Buch als einen durchaus lesenswerten Erfahrungsbericht (mir persönlich psychologisch zu einseitig und sehr auf die Tränendrüse drückend) - vor allem aber als eine Warnung an alle, die der irrigen und von den Medien geschürten Meinung anhängen, man müsse "nur schreiben" um in den ach so leuchtenden Schriftstellerhimmel gehoben zu werden, und die damit ihr Leben (und das ihrer Familien) in Gefahr bringen. Dennoch wünsche ich Carla von ganzem Herzen Erfolg!

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  • Starke Frau, starkes Buch

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    Argent

    05. June 2013 um 11:14

    Durch einen Zufall bin ich zu diesem Buch gekommen. Ein glücklicher Zufall. Carla Berling schreibt flüssig, spannend, emotional und ohne im Selbstmitteild (obwohl ihr so mancher Stein in den Weg gelegt wurde) zu schwelgen von ihrem harten Alltag als Autorin. Einem Beruf der eine einzige Achterbahnfahrt ist und trotzdem glücklich macht. Das Buch kann ich an alle empfehlen die selbst schreiben, aber auch an Leser die mehr über den Beruf Autor erfahen wollen. Ich danke Carla Berling herzlich für dieses ehrliche Buch, das für mich sehr wichtig war zu lesen.

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  • Beeindruckend, fesselnd und authentisch

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    BodoManstein

    31. May 2013 um 19:40

    'Bis zum Jahresende gebe ich mir noch.' - 'Danach ist Schluss. Wenn ich nach so vielen Jahren noch immer nicht vom Schreiben leben kann, dann soll es eben nicht sein.' Der Leser zuckt an dieser Stelle in Carla Berlings Autobiografie kurz zusammen. Diese Aussage passt so gar nicht zu der Carla Berling, die er bis dahin kennen gelernt hat. Ja, sie hatte von einem Bestseller geträumt, als sie vor vielen Jahren mit Schreiben begann und sie hat sich immer gewünscht von dem Beruf auch leben zu können. Eindrucksvoll erfahren wir von ihrem Kampf mit Verlagen, Schriftsteller'kollegen' und den nie enden wollenden Rückschlägen. Doch da ist auch noch diese Leidenschaft. Eine unbändige Leidenschaft sich in ihren Werken mitzuteilen, Menschen zu erreichen und zu unterhalten. Und das schafft Carla Berling auch mit diesem Buch. Mit einfachen Worten, einem mitreißenden Tempo und einer subtilen Tiefe schafft sie eine vertraute Nähe. Wer Carla Berling bis dahin nicht kannte, der kennt sie spätestens jetzt. Und so macht dieses Werk neugierig und, ja, man will sich von ihr unterhalten lassen. Mit ihren Büchern und in ihren Lesungen. Daneben macht diese Biografie auch Mut. Mut für Jung- und Altautoren, die können und wollen, und die Bücher nicht nur verkaufen, weil ihr Name auch in der Spielerliste einer Nationalmannschaft auftaucht. 'Mein Mann sagt: »Du kannst doch gar nicht ohne Schreiben leben.«' Zustimmend möchte der Leser hier auf die Schulter klopfen. - 'Mädchen, die pfeifen, und, Hühner, die krähen, . . .!' - Kämpferinnen dürfen pfeifen.

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  • Rezension zu "Vom Kaempfen und vom Schreiben" von Carla Berling

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    Norbert_Krueger

    08. March 2012 um 14:49

    Kein Tagebuch, sondern einen Abriss ihrer ganzen Schreibkarriere vom ersten Manuskript bis in die Gegenwart liefert Carla Berling mit ihrem aktuellen Sachbuch "Vom Kämpfen und vom Schreiben". Sie berichtet darin von Erfahrungen mit Verlegern und Verträgen, von Ablehnungsschreiben und von ersten, zögernden Erfolgen. Der tatsächliche Informationsgehalt dieses 180-Seiten-Bandes ist gering. Vielmehr entsteht ein Stimmungsbild vom Beruf des Autoren in einer Zeit der Klein- und Kleinstverlage. Gnadenlos und zuweilen hart am Rand der Karikatur erzählt Berling von den Fallen, denen sich werdende Autoren gegenübersehen. Ihre Beschreibung sind gelegentlich exhibitionistisch, vielleicht aber auch einfach gut konstruiert. Des Öfteren habe ich beim Lesen das Gefühl, weniger einem Ratgeber - wie es der Klappentext behauptet - als einem Roman über das Schreiben zu folgen. Ihre Freundin Marita beispielsweise eignet sich genauso gut als Prototyp des ewig vom Erfolg träumenden Autors wie auch als Alter Ego für die eigenen Phasen der Depression. Tut es der Geschichte einen Abbruch, wenn es diese Marita nie gegeben hat? Ins Konzept dieses Buchs passt sie zumindest ganz wunderbar. Selten in den letzten Monaten habe ich einen Band derart in einem Rutsch verschlungen wie Carla Berlings „Vom Kämpfen und vom Schreiben“. Das hat sicher mit ihrer Sprache zu tun, aber auch mit dem Plot, dem sie ihrem „Tagebuch eines Romans“ zugrunde legt. Dieser Plot ist sorgsam strukturiert. Das Buch endet, wo es anfängt. 15 Jahre, nachdem sie die erste Textfassung ihrer Liebesgeschichte um Rena und Mike auf der alten Schreibmaschine zu Papier gebracht hat, nimmt sie sich des Romans wieder an. Überarbeitet ihn. Wird ihn veröffentlichen. Dessen ist sich der Leser sicher. Komplette Kritik unter: http://rezensionen-sam.blogspot.com/2012/01/carla-berling-vom-kampfen-und-vom.html

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  • Rezension zu "Vom Kaempfen und vom Schreiben" von Carla Berling

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Auf der Suche nach einem Autorenratgeber bin ich über dieses Buch gestolpert. Den Kaufpreis hätte ich mir besser gespart. Statt vom Kämpfen und Schreiben sollte dieses Buch besser vom Hauen und Stechen (unter Zicken) heissen und statt Tagebuch eines Romans besser Tagebuch einer frustrierten Abrechnung mit dem deutschen Literaturbetrieb. Fazit: Wenn zwanzig Jahre Schreiben als Quintessenz solch ein niveauloses Buch hervorbringen, geht es mit der Kunst wirklich bergab.

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  • Rezension zu "Vom Kaempfen und vom Schreiben" von Carla Berling

    Vom Kämpfen und vom Schreiben

    hproentgen

    01. January 2012 um 17:37

    »Ich nicke eifrig und erzähle ihr, dass ich schon immer gern geschrieben habe, dass ich in der Schule in Deutsch immer eine Eins hatte, dass ich zu Geburtstagen und Hochzeiten Gedichte schreibe, die immer sehr gut ankommen, dass ich an einem Roman schreibe. Später werde ich oft solche Sätze von werdenenden Schriftstellern hören und später werde ich genauso mitleidig lächeln, wenn die Redaktionsleiterin jetzt.« 1994 beschliesst Carla Berling ein Buch zu schreiben. Sie hat Geldsorgen und die soll ein Bestseller beheben. Doch bald muss sie erkennen, dass es auch nicht einfacher ist, Bestseller zu schreiben, als einen Bundesligavertrag zu erhalten. Dass Bücher schreiben gelernt werden will, wie alles andere auch, und dass es Hundertausende Möchtegern-Autoren gibt, die sich um die wenigen Verlagsplätze prügeln. Doch die Autorin gibt nicht auf. Und über die Höhen und Tiefen, die sie erlebt, schreibt sie. Wer Bücher schreiben will, sollte das Buch lesen. Weil es sagt, wie der Buchmarkt wirklich aussieht, welchen Schweiß, wieviele Tränen und wieviel Herzblut es kostet und wieviele Jahre, bis endlich der erhoffte erste Verlagsvertrag auf dem Tisch liegt. Und wieviel Talent es erfordert: Das Talent, nicht aufzugeben, sich immer aufs neue in Texte zu verbeißen. Jeder, der schreibt, jedenfalls dann, wenn er ernsthaft schreiben will, kennt das: Die Selbstzweifel, warum tust du dir das an, deine Texte will doch niemand lesen, dann der Rausch, wenn es plötzlich doch einen Erfolg gibt, auch wenn der Erfolg zwar groß ist, das Geld dafür aber klein. Und Berling schreibt es schonungslos offen, ohne Selbstmitleid; eine Odysse des Autors durch die Welt der Worte und der Verlage; niemand kann verstehen, dass eine Autorin, die in der Zeitung steht, nicht die Miete von ihren Erfolgen bezahlen kann. Von Verlagen, die Zusagen nicht einhalten, von Mitautoren, die sich neidisch beäugen, von lokalen Schriftstellervereinigungen, die sich selbst bauchpinseln, in obskuren Verlagen mit Mini-Auflagen veröffentlichen und dafür noch eine Mindestabnahme von Büchern unterschreiben müssen; die sich selbst aber als "Literaten" feiern und voll Verachtung auf die hinaufschielen, die eben "Schund" schreiben, den aber jeder lesen will. Auch wenn ich (Gott sei Dank) die wirtschaftliche Not nicht kenne, die die Autorin immer wieder erlebt: All das andere habe ich auch erlebt, dass ich aufgeben wollte, niemals wieder eine Tastatur anrühren, was für einen Stuss hast du wieder verfasst und Gott, du machst dich doch lächerlich, wenn du das an einen Verlag schickst. Die Autorin lässt dieses eigentlich trockene Thema lebendig werden, indem sie einfach aus ihrem Leben erzählt, keine Hemmung hat, auch ihre Niederlagen zu beschreiben, weswegen der Leser ihr die Erfolge um so mehr gönnt. So habe ich das Buch verschlungen wie einen Thriller von Stieg Larsson und kann es nur jedem empfehlen, der von der Karriere des erfolgreichen Autors träumt. Und mittlerweile hat der Verlag auch eine aussagekräftige LEseprobe eingestellt. Leseprobe: http://kulturmaschinen.com/index.php?page=shop.productdetails&flypage=flypage.tpl&productid=60&categoryid=14&option=comvirtuemart&Itemid=71 Homepage der Autorin: http://www.carla-berling.de Vom Kämpfen und vom Schreiben, Sachbuch, Carla Berling, Verlag Kulturmaschinen, Oktober 2011 ISBN-13: 978-3940274403, Tb, 183 Seiten, Euro 16,80

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