Carla Del Ponte , Chuck Sudetic Im Namen der Anklage

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Inhaltsangabe zu „Im Namen der Anklage“ von Carla Del Ponte

Die brisanten Memoiren der furchtlosen Anklägerin

Von der Wirtstochter aus einem kleinen Ort im Tessin hin zur international gefürchteten Anklägerin: Carla Del Ponte schildert überraschend offen ihren ungewöhnlichen Werdegang und ihren resoluten Kampf gegen das Verbrechen. Ob sie als Staats- und Bundesanwältin gegen die Mafia kämpfte, was ihr den Spitznamen 'Carlita la pesta' eintrug, russischen Oligarchen oder dem Bhutto-Clan das Geld einfror, ob sie die gefährlichsten Kriegsverbrecher jagte, die USA offen kritisierte oder sich allein gegen die NATO stellte, immer forderte sie für die Justiz ein, auch dann zu richten, wenn es gegen sämtliche Spielregeln der Politik und Diplomatie ging.

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  • Rezension zu "Im Namen der Anklage" von Carla Del Ponte

    Im Namen der Anklage

    bogi

    17. June 2010 um 23:15

    Das Buch einer überaus beeindruckenden Frau (Fehler im Bild: Autor ist natürlich Carla del Ponte. Frau Gockel ist die Übersetzerin). Als Chefanklägerin des Kriegsverbrechertribunals von Den Haag zeigt sie äusserste Konsequenz, Zähigkeit und Härte. Ihre Arbeit bei der Aufklärung der Greueltaten im ehemaligen Jugoslawien hat Massstäbe gesetzt. Sie war hier übelsten Beschimpfungen, ja Bedrohungen ausgesetzt. Eindrucksvoll wie sie in schier endloser Reihung die serbische Führung der Nach-Milosevic Zeit bedrängt kooperativ mit dem Tribunal zusammenzuarbeiten um speziell auch den damaligen Armeechef Mladic dingfest zu machen (was ja bis zum heutigen Tag nicht gelungen ist). Frau del Ponte nimmt auch kein Blatt vor den Mund und geisselt die mangelnde Unterstützung zahlreicher EU-Staaten. Diesen gingen lange Zeit Fortschritte auf diplomatischer Ebene vor Verfolgung übelster Kriegsverbrecher. Man muss bei dieser Gelegenheit nochmal daran erinnern dass es sich um die mit Abstand schlimmste Form des Völkermordes in Europa nach dem zweiten Weltkrieg handelte. Das Buch stellt ein absolutes Muss für jeden geschichtlich Interessierten dar. Definitiv empfehlenswert. Ach ja, der fehlende fünfte Stern ist den teilweisen Überlängen (speziell in der Darstellung der Bemühungen zur Kooperation der ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken) geschuldet. Dies liegt aber sicherlich eher in der Natur der Sache.

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