Carla Federico Im Land der Feuerblume

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Inhaltsangabe zu „Im Land der Feuerblume“ von Carla Federico

Hamburg 1852: Im Hafen begegnen sie sich das erste Mal: die junge abenteuerlustige Elisa, der nachdenkliche Cornelius und ihre Familien, die das Wagnis eines neuen Lebens in Chile eingehen wollen. Jeder erhofft sich etwas anderes von dem Land seiner Träume. Bereits auf dem Schiff, das sie in die ferne neue Heimat bringen soll, entbrennt Elisa in glühender Liebe zu dem oft so melancholischen Cornelius. Doch stets scheint dem Glück des jungen Paares etwas im Wege zu stehen: die unerbittliche Natur, die sie vor immer neue Herausforderungen stellt, aber auch Missgunst und Eifersucht … Auszeichnung: Das Buch wird am 23.11.2010 mit dem Internationalen Buchpreis CORINE in der Kategorie „Klassik Radio Publikumspreis“ ausgezeichnet.

Auswanderer Roman wo viele FAmilien ums überleben kämpfen und wo es um hoffnungslose Liebe geht.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Drama folgt dem nächsten..... Man möchte wissen, ob es gut endet......

— kuschelwuff2504
kuschelwuff2504

Schön angefangen, leider im Laufe der Geschichte meiner Meinung nach immer schlechter geworden ...

— Minni
Minni

Eine tolle Auswanderersaga.

— Moni 3007
Moni 3007

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  • ....sehr farbenprächtig...

    Im Land der Feuerblume
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    09. August 2017 um 14:38

    Ein historischer Roman der sehr spannend zu lesen war. Spielt im 19. Jahrhundert in Chile. Ein Abenteuerroman den man sehr empfehlen kann!

  • Die Chile-Saga beginnt

    Im Land der Feuerblume
    BlueNa

    BlueNa

    03. July 2014 um 11:07

    Hamburger Hafen 1852: Hier treffen Elisa, Cornelius und Poldi das erste Mal aufeinander. Alle drei wollen mit ihren Familien das Schiff Hermann III. besteigen, um jenseits des Meeres in Chile ein neues Leben zu beginnen. Ein besseres Leben, als es ihnen in Deutschland vergönnt sein würde. Nach der langen beschwerlichen Überfahrt landen die deutschen Siedler in Chile und die Wege von Elisa und Cornelius trennen sich, doch die beiden jungen Menschen geben sich ein Versprechen: Sie werden sich wiedersehen und solange aufeinander warten. Doch nun beginnen beschwerliche und entbehrungsreiche Jahre für die Siedler und ihre Familien, in denen sie zahlreiche Verluste zu beklagen haben und nicht nur Cornelius hat ein Auge auf die schöne Elisa geworfen. Werden sie sich rechtzeitig wiederfinden? „Im Land der Feuerblume“ ist ein typischer Auswanderer-Roman, genau wie ich erwartet habe. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn außer dem Schicksal der Auswandererfamilien, die dem wilden Land fruchtbaren Boden abtrotzen müssen, gibt es jede Menge schöner Landschaftsbeschreibungen, die ich ja sehr liebe. Elisa und die Siedler müssen einige Schicksalsschläge und vor allen Dingen auch Rückschläge in Kauf nehmen, bevor ein richtiges Leben in Chile überhaupt möglich wird. Allerdings habe ich einen Kritikpunkt an diesem Buch, weshalb ich auch einen Stern abziehen musste: Die Geschichte war einfach vorhersehbar. Ich wusste gerade in der zweiten Hälfte, des knapp 800 Seiten starken Buches genau, was als Nächstes passieren würde. Trotzdem hat es mich jetzt nicht so arg gestört, als dass ich das Buch nicht hätte genießen können. Der Schreibstil der Autorin war zu Beginn an manchen Ecken und Enden nicht ganz ausgegoren, dies wurde aber recht schnell besser und ich konnte in den schönen Landschaftsbeschreibungen versinken und an Elisas Schicksal teilhaben. Schon auf der Überfahrt von Hamburg nach Chile gibt es einige sehr spannende Szenen, die atemlos verfolgt habe. Nach dem rasanten ersten Viertel des Buches, ebbt die Spannungskurve leider ein wenig ab und steigt auch erst später wieder an. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und ich konnte mir jeden Baum, jeden Stein und jede Blume Chiles sehr gut vorstellen. Die Protagonisten haben viel Raum, um sich zu entfalten. Hauptperson ist die junge Elisa, die wir bis in hohe Alter bei ihrer Besiedlung und Arbeit begleiten. Ich habe großen Anteil an ihrem Schicksal genommen, hätte sie manchmal gerne so richtig durchgeschüttelt, aber sie war mir die meiste Zeit sympathisch. Cornelius ist ein liebenswerter ruhiger junger Mann, der seine Pflicht vor allem darin seiht, für seinen Onkel, einen Pfarrer, da zu sein. Auch, wenn er dadurch sein eigenes Lebensglück verspielt. Poldi ist ein quirliger Junge, der schnell zum Mann heranwächst und Elisa ein sehr guter Freund wird. Elisas Familie und vor allem ihre Stiefmutter Annelie heimsen erstmal nicht so viele Sympathiepunkte ein, genau wie Cornelius‘ Onkel. Natürlich gibt es noch viele, viele weitere Siedler, deren Schicksal mit Elisas verknüpft ist. Das Cover des Taschenbuchs ist schön anzusehen und weckt das Fernweh in mir. Man sieht den See, an dem Elisa leben wird und den schneebedeckten Gipfel eines chilenischen Berges vor einem orangenen Hintergrund. Im Oberen Bereich sind ein Hafen und Schiffe aus der Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts zu sehen. Insgesamt gefällt mir das Cover sehr gut. Fazit: „Im Land der Feuerblume“ von Carla Federico ist der Auftakt zur Chile-Saga, die insgesamt drei Bände umfasst. Das Buch besticht durch seine schönen Landschaftsbeschreibungen des fremden Chile und lässt einen großen Anteil an Elisas Schicksal nehmen. Leider ist die Handlung ein wenig vorhersehbar, aber wer sich daran nicht stören mag, der findet hier ein wundervolles Buch, das einen in ein fremdes Land entführt. Ich vergebe vier von fünf Sternen und freue mich auf den zweiten Teil „Jenseits von Feuerland“.

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  • abentäuerliche bewegende Geschichte

    Im Land der Feuerblume
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. May 2014 um 12:35

    Das Buch unterteilt sich in vier Geschichten, wobei ich die erste und die letzte am interessantesten und am spannensten fand. Die Familien haben schon viel durchgemacht. Buch kann man gut lesen und viel Spannung drin. Etwas zog es sich auch, aber das geht vorrüber. Verschiedene Familien wollen von Hamburg nach Chile auswandern. Dazu nahmen sie das Schiff. Mit dem Schiff waren sie über drei Monate unterwegs. Auf dem Schiff war schon viel los gewesen und auch vor der Reise. Unterwegs waren die Grabergs die eine Tochter namens Elisa haben. Dann noch die Steiners mit 6 Kindern. Ein Sohn von denen heißt Poldi, den Elisa vor der REise kennen lernt. Der Poldi wurde von dem Lambert Mielhan als Dieb bezeichnet. Elisa hat ihn beschützt und sich als Schwester ausgegeben. Daraufhin hat Lambert die beiden festgenommen und eingesperrt. Durch zufall kam Cornelius vorbei, der Neffe von dem Pfarrer Zacharias, die mit auswandern wollten und haben die beiden befreit. Lambert hat noch eine Frau und zwei Kinder. Die es bei diesem Mann nicht einfach haben. Dann fährt noch Jule mit ohne Familie. Sie hat ihre Familie im Stich gelassen und wanders alleine aus. Es war schon ein Abenteuer auf dem Schiff. Annelie die Stiefmutter von Eilsa hatte eine Fehlgeburt. Später drohte das Schiff zu versinken und alle mussten sich in Sicherheit begeben und zum Schluss fing das Schiff durch eine Fackel von einem Matrosen Feuer. So mussten sie alles auf dem Schiff lassen ihr ganzes Gepäck und mussten durch die Rettungsbote das Schiff verlassen. Angekommen in Chile ohne Gepäck standen sie dort alle ahnungslos. Das jüngste Kind der Steiners das Katherl fiel aus dem Rettungsbot. Cornelius und Fritz der älteste Sohn der Steiners hatten es gerettet. Mit großem Glück hat die Kleine überlebt. Konrad Weber nahm die Einsiedler entgegen. Sie erwarteten ein Dorf mit Plantagen, wo man anpflanzen kann. Herr Weber sagte, dass sie nur zu dem Zweck angelockt wurden. So waren einzigen Zeit lang die Deutschen die Sklaven von Konrad Weber. Eines Tages kam die Tiroler Familie Glöckner auf sie zu und versuchten den Auswanderen zur Flucht zu verhelfen wo sie besser leben konnten. Mussten sie heimlich machen. Die Mielhans wollten sie nicht informieren. Lamberts Frau Emma ist schon auf dem Schiff gestorben. Er und seine Kinder haben überlebt. Viktor der Sohn bekam etwas von der Flucht mit und hat es gleich Lambert gesagt und der wiederum Konrad Weber. Der verhinderte die Flucht der Auswanderer, aber dann hat Viktor seinen Vater erschlagen mit einer Axt und nahm seine Schwester Lisa mit zur Flucht. Die Auswanderer bauten jeweils Plantagen und Häuser und schließlich eine Schule in dem die Jule die jüngeren unterrichtet. Cornelius hat die Auswanderer leider nicht begleitet. Er ist mit seinem Onkel in eine andere Stadt gegangen. Elisa schrieb ihm einen Brief, den sein Onkel Zacharias entgegen nahm. Gab er den Brief Cornelius? Nee, er nahm den Brief an sich und erzählt statdessen Cornelus, dass Elisa tot ist. Bis Cornelius den Brief gefunden hat. Mit seinem Onkel hat er gebrochen. Er schrieb Elisa einen Brief zurück. Elisa hat sich viel mit Lukas, der zweite Sohn der Steiners gut verstanden und viel unternommen. Lukas machte ihr einen Heiratsantrag, den sie erst nicht annehmen wollte, weil sie Cornelius liebt. Annelie, die Stiefmutter von Elisa nahm den Brief entgegen, sie hatte gerade den dritten Sohn verloren durch eine Frühgeburt. Sie denkt, dass sie keine Kinder bekommen kann, aber Elisa könnte welche bekommen und kann Richard ihrem Vater wenigsens einen Enkelsohn geben. Sie las den Brief, indem stand, dass Cornelius sie bald besucht und sie nimmt. Das dauert Annelie so lange also zerriss sie den Brief und warf ihn ins Meer. Elisa und Lukas haben geheiratet und haben drei Söhne bekommen. Poldie verliebte sich in Barbara die Mutter der Glöckners. Die hat die Liebe erwiedert aber kann keine Kinder mehr bekommen und beschließt mit der Tochter Theresa eine Familie zu gründen. ER hat drei Töchter bekommen. Christl, die älteste Tochter der Steiners vierliebte sich in Viktor, der aber keinerlei Interesse an ihr weckte sondern nur an Lisa seiner Schwester. Er machte Lisa das Leben zur Hölle, wie es auch der VAter mit ihm gemacht hat. Konrad Weber wollte Rache und somit forderte er seinen Männern auf das aufgebaute Land zu zerstören. Die ganzen Fälder, die Ställe und die Tiere. Die Männer sollten sie töten und die Frauen verschleppen. Getötet wurden Thadäus, der Mann von Barbara Glöckner und Richard von Graberg, der Vater von Elisa. Lukas hatte es auch erwischt, aber hat überlebt. Entfürt wurden drei Frauen. Chritl Lernerl und Elisa. Lernerl, eigentlich Magdalena war die zweite Tochter von den Steiners. Cornelius kam noch an dem Tag der Hochzeit von Elisa und Lukas. Aber nun versucht er Elisa und die anderen zu retten und hat es geschafft. Da kamen wieder Gefühle hoch. Unglücklicher Weise starb der dritte Sohn durch eine Krankheit, während es Lukas wieder besser ging. Elisa und Cornelius liebten sich. Aber dann erfuhr dass Lukas einen Unfall hatte, er hatte sich nicht erholt und ist vom Dach gefallen. Da konnte sie unmöglich was mit Cornelius anfangen, nur dass sie von ihm schwanger war. Lisa wollte auch was von Cornelius und erzählte Elisa dass sie heiratetn und ein Kind bekommen. Aber Lisa war schwanger von Viktor, der sie missbraucht hatte. Der sich aber dann erhängt hatte. Elisa brachte wieder einen Jungen zur Welt, der Manuel hieß und Lisa ein Mädchen das Emilia hieß. Die beiden lernten sich kenne und lieben, was aber alle verhindern. Daraufhin hauen die beiden ab, wo Emilia entfürt wurde. Cornelius und Elisa suchten die beiden, haben erst nur Manuel gefunden. Manuel hatte Emilia gefunden die gefangen gehalten wurde. Dann kamen sie wieder zurück. Elisa erzählte Cornelius, dass Manuel sein sohn ist und Emilia nicht lieben darf. Aber dann sagte Cornelius, dass Emilia nicht seine Tochter ist, sondern die von Viktor. Als sie wieder ins Dorf kamen hatte Lisa einen schweren Unfall. Sie wurde zusammen geschlagen. Annelie und Jule hatten sich um sie gekümmert. Aber dann kam sie zusich bis sie hörte was Elisa gesagt hatte, das Cornelius nicht mehr zurück kommt. Lisa sagte, er kommt zurück und nur zu mir. Dabei liebt Cornelius sie gar nicht. Elisa versuchte mit ihr vernümpftig zu reden. Vorher hat Lisa ihre Tochter geschnappt und wieder eingesperrt. Lisa hörte Elisa nicht zu und zündete mit einer Fackel ihr haus an. In dem Lisa starb aber Elisa wurde von Poldie gerettet. Cornelius und Elisa beschlossen gemeinsam wieder auszuwandern.

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  • Rezension zu "Im Land der Feuerblume" von Carla Federico

    Im Land der Feuerblume
    JuliaDrosten

    JuliaDrosten

    30. January 2013 um 11:16

    Ein interessant geschriebener Auswandererroman, der die Nöte der Menschen, die ihre Heimat für eine ungewisse Zukunft verlassen mussten, anschaulich schildert. Auch die gefährliche Schiffsreise und der mühevolle Anfang in einem Land, das so ganz anders ist als die Heimat werden deutlich. Bei einem Buch mit so einem feurigen Titel hätte ich mir allerdings eine feurigere Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren gewünscht.

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  • Rezension zu "Im Land der Feuerblume" von Carla Federico

    Im Land der Feuerblume
    Lalapeja

    Lalapeja

    28. March 2012 um 22:05

    Zu Beginn der Geschichte befinden wir uns im Jahr 1852 im Hamburger Hafen. Hier wollen viele deutsche Auswandererfamilien ihr altes Leben in Deutschland hinter sich lassen, um mit einem Schiff nach Chile aufzubrechen und dort neu zu beginnen. Die Hauptperson ist Elisabeth von Graberg, genannt Elisa, eine ehemals Adlige. Leider besitzt ihre Familie keine Reichtümer mehr und nur noch der Name lässt auf eine gehobenere Herkunft schließen. Sie trifft auf die Mittelklasse-Familie Steiner und freundet sich mit den Kindern an. Außerdem lernt sie den charmanten Cornelius und seinen Onkel, der Pastor ist, kennen. Sie alle und noch viel mehr, erhoffen sich ein neues und spannendes Leben von Chile. Wir erleben die beschwerliche Reise in das unbekannte Land und die vielen Hürden, die sie anfangs meistern müssen, um überhaupt erst einmal Fuß zu fassen. Die Charaktere sind wirklich sehr gut beschrieben, man hat sie sofort vor Augen und lernt sie lieben und hassen. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind der Wahnsinn, als wäre man selbst auf See und in Chile. Hier wurde wirklich umwerfend recherchiert! Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, weil mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat. Ich liebe Bücher, die im 18. oder 19. Jahrhundert spielen, mit einer Frau in der Hauptrolle und wenn es sich dann noch um Auswanderer handelt, umso besser. Und natürlich gibt es in historischen Büchern meist harte Schicksalsschläge, die die Personen aushalten müssen. Ich finde jedoch, dass sie sich hier zu sehr gehäuft haben. An einer Stelle im Buch sagt Elisa in etwa: "So viele Jahre, die wir verloren haben." Und ja! Manche Handlungen waren mir unbegreiflich, anstatt die Wahrheit zu sagen und damit sein Glück einzufordern, wird geschwiegen und man verschwendet seine Zeit mit Eifersucht, Gram und Missmut. Dennoch finde ich "Im Land der Feuerblume" wundervoll, trotz harter Zeiten für die Protagonisten. Den zweiten Band der Autorin habe ich schon im Regal, der dritte folgt sicher auch bald. :)

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  • Rezension zu "Im Land der Feuerblume" von Carla Federico

    Im Land der Feuerblume
    jansdarling2002

    jansdarling2002

    09. October 2011 um 20:38

    o9o Story o0o 1852 – ein Aufruf aus Chile schwappt über den großen Teich nach Deutschland. In Chile wurden händeringend Leute gesucht, die ein Handwerk beherrschen sowie Kraft und willens sind, Land urbar zu machen sowie sich dort niederlassen zu wollen. Von dem Aufruf lassen sich einige anstecken, zumal sie in Deutschland durch Missernten und Kälte eine Zukunft sehen … so wird alles zu Geld gemacht, was nicht mehr benötigt wird. Von diesem Geld wird Proviant aber auch Saatgut gekauft, auch wenn keiner weiß, ob ihre Pflanzen dort überhaupt wachsen. Auch Werkzeuge werden besorgt, denn man weiß ja nie. Jeder Auswandererwillige packt seine Truhe mit allem, was er meint und kleidet sich in den seinen besten aber auch zweckmäßigen Kleidungsstücke. Am Hamburger Hafen versammeln sich alle, um der Dinge zu harren, die da kommen. In diesem Getümmel von Menschen, Truhen und Vorräten treffen die abenteuerlustige Elisa sowie der ruhige und leicht eigenbrötlerische Cornelius aufeinander. Die Blicke gehen hin und her, aber mehr Mut bringt erst mal keiner auf. Mit Ihnen warten unter anderem auch die Familie Steiner mit ihren sechs Kindern, die Mielhahns, aber auch noch andere Familien. Und als allein reisende Frau: Jule Eiderstett. Endlich erklingt das Signal, das Segelschiff darf betreten werden. Kaum an Bord werden alle von der Besatzung gemäß ihrer bezahlten Passage den jeweiligen Plätzen zugewiesen. Dass das nicht ohne Streitereien abgeht, ist mehr als logisch, vor allem wenn die roße Familie wie die Steiners mit einer resoluten Jule Eiderstett aufeinander trifft. Das sie später noch einmal auf Jule angewiesen sein könnten, kommt ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht in den Sinn. Endlich sind alle Auswanderwilligen an den zugedachten Plätzen und die Reise kann losgehen. Ein letztes Winken zu den Daheim gebliebenen … . Nicht nur in den Unterdecks zwischen den Truhen und dem Proviant ist die Stimmung angespannt, auch in der Kajüte von Cornelius , welcher mit seinem Onkel Zacharias – seines Zeichens Pastor – in Chile das Glück suchen will. Pastor Zacharias ist nicht freiwillig auf diese Reise gegangen, nein er wurde von seinem Landesvater gezwungen und klagt nun bitterlich darüber, sowie darüber, was ihnen auf der Reise so alles passieren kann … ein Grund für Cornelius sich aufs Deck zu flüchten. Aber auch Elisa ist nicht sonderlich angetan von der Reise-Konstellation, wobei sie sehr gespannt auf Chile ist. Auf ihren Vater Richard hingegen ist sie nicht gut zu sprechen, denn er hatte kurz nach dem Tode von Elisas Mutter erneut geheiratet: Annelie. Es eskaliert, als Elisa erfährt, dass Annelie schwanger ist. Aber nicht nur um Elisa herum wird die Stimmung übellauniger, sondern generell an Bord – die Vorräte neigen sich langsam und unaufhaltbar dem Ende hinzu, immerhin ist man schon wochenlang unterwegs. Das eine oder andere Leben wurde aufgrund von Krankheit ausgehaucht – Annelie erleidet eine Fehlgeburt, die sie aber nur dank Jule Eiderstett übersteht. Eine neue Krankheit und ein Sturm beuteln den Segler, alles wäre nicht so schlimm, wenn die Besatzung nicht meinen würde, dass man diese Krankheit ausräuchern müsste. In Verbindung mit dem Sturm kommt es zu Tumulten an Bord, in deren Verlauf das Schiff Feuer fängt. Ein Teil der Passagiere kann den sich ausbreitenden Flammen entkommen und sich in Rettungsboote flüchten, für einen Teil der Passagiere kommt die Rettung aber zu spät. So landen die Auswanderer dann kurze Zeit später und vollkommen entkräftet am Strand der chilenischen Küste. . Ein Willkommensempfang sieht allerdings anders aus. Sie geraten nicht an den Menschen, der ihnen eigenes Land versprochen hat, sondern bei einem Ausbeuter auf einer Hacienda, wo sie für wenig Lohn, Essen und einer marginalen Unterkunft mehr als schuften müssen. Streitereien sind an der Tagesordnung – insgeheim reift in allen der Plan, die Hacienda heimlich zu verlassen und ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen. Nach einiger Zeit schwerer Arbeit – gepaart mit dem einen oder anderen suspekten Unfall ist es so weit: Die gesamte Auswanderergruppe macht sich auf den Weg – tagelange Märsche durch Schlamm und unwegsame Wälder zermürbt sie beinah, doch sie haben ein Ziel vor den Augen: den Llanquihue-See, wo es nach "Hörensagen" fruchtbares Land geben soll. Bald ist der See erreicht, der Gruppe leuchtet schnell ein, ,dass nun doch noch ein hartes Stück Arbeit vor ihnen liegt. Denn hier ist nichts außer von Bergen gesäumtes und zugewuchertes Land. Angespornt durch die traumhafte Lage entsteht bald das erste Haus – komplett geschaffen von Menschenhand … Wird die Gruppe von Auswanderern hier sesshaft werden? Werden sie Ackerbau und Viehzucht betreiben können – vor allem mit dem wenigen, was sie nach der Strandung sowie der Zeit auf der Hacienda mitnehmen konnten?? . o0o Leseeindrücke o0o 780 Seiten pure Auswanderer-Saga –aufgeteilt in insgesamt 45 einzelne Kapitel sind ausgelesen und haben Eindruck hinterlassen. Als ich das Buch anfing, war ich ein wenig skeptisch, ob sich das Werk nicht ein wenig als schnulzig entpuppen könnte, aber schnell wurde ich eines bessern belehrt. Auch wenn ich gleich zu Anfang ein wenig irritiert war, denn zu Beginn des Werkes war gleich eine Passage aus dem Jahre 1880 zu lesen, welches ja eigentlich das vorläufige Ende dieser Saga ist. Im Mai 2011 erscheint übrigens der Folgeroman "Jenseits von Feuerland" Die Irritation verschwand aber schnell, als ich weiter las und in die Saga im Jahr 1852 einstieg. Schon zu Anfang wird man als Leser mit einer immensen Anzahl an Charakteren konfrontiert, die man zuerst gar nicht so recht zu zuordnen weiß, zumal in der Schiffszene noch weitere Namen dazu kommen. Aber mit der Zeit entdeckte man die Verbindungen der in der Handlung spielenden Charaktere. . Hier möchte ich schon mal anmerken, dass die Charaktere sehr facettenreich dargestellt sind – halt so, wie man sie sich vorstellt, wenn man an die Zeit denkt. Sehr gut kommen Emotionen und Empfindungen herüber, aber auch Atmosphäre , da die Autorin einen sehr lebhaften und bildreichen Schreinstil hat. Zumeist der jeweiligen Szenerie angepasst – mal neutral und bündig , aber auch mal eben ausführlicher und umfangreicher. Dieses gefällt mir so sehr gut, denn dadurch kann man sich beim Lesen in die Charaktere hineinversetzen und vergisst sein reales Umfeld ein wenig. Gestützt wird dieses dadurch, dass die agierenden Charaktere sehr menschlich erscheinen , ärmlich aber menschlich. Das passt gut zur Handlungszeit sowie auch gut in die Handlung hinein. Je weiter die Handlung fortschreitet, desto mehr ist der Leser in der Handlung eingebunden. Auch wenn ein Teil der hier agierenden Personen [ so schreibt die Autorin hier im Nachwort] rein fiktiver Natur sind, obwohl sie darauf bedacht war, sich an geschichtliche Fakten zu halten und auch die eine oder andere Person realer geschichtlicher Natur einzubauen. Das gibt einen besonderen Reiz und übt ein gewisses Spannungsambiente aus. . Als sich die Handlung vom Schiff aufs Festland verlagerte, hatte man beinah alle Charaktere kennen gelernt und meinte ihnen beim Lesen über die Schulter beim Arbeiten zu zuschauen. Auch hier merkt man, dass die Autorin sich mit der Thematik beschäftigt hat – zumal sie das Land auch bereist hat und somit eigene Erlebnisse und Erfahrungen einbringen konnte. Wohl auch dadurch bleibt der Schreibstil schön gleichmäßig , aber dennoch zeigt sie innerhalb der Handlung eine Problematik auf , die zur Handlungszeit des Romans schon sehr ausgeprägt aber auch heute noch sehr aktuell ist (und gerne in den sinnfreien, volksverdummenden und niveaulosen Auswanderungs-Dokusoaps des Berieselungsfernsehens gerne vergessen wird): Wer auswandert bekommt nichts geschenkt, sonder muss hart dafür arbeiten und muss auch Rückschläge einstecken. Immer wieder stellt sich beim Leser die Frage: "Na, werden sie aufgeben oder weiter machen?" Dadurch ist der Leser noch mehr in diese Saga eingebunden. Auch wenn man meinen könnte – und bei einigen kann ich mir das gut vorstellen, dass sie meinen: Diese Saga hätte Dschungel-Camp-Charakter. Naja, im entfernten Sinne trifft dieses vielleicht minimal zu. Aber die Faszination , wie sich die Charaktere im Laufe der hier abgehandelten 28 Jahre entwickeln, wie sie die Natur mit anderen Augen sehen und sich bzw. ihre Fähigkeiten eben mit Unterstützung der Natur weiter entwickeln, ist mehr als unterhaltsam . Vor allem sorgt dieses auch für Spannung. Da keimt sich einem doch ansatzweise der Gedanke auf, dass man sich selber auch gerne mal auf die Probe stellen möchte, um zu sehen, ob man selber auch aus dem Nichts etwas aufbauen kann. Ich denke aber mal, so technikverwöhnt wie wir sind, würden wir gnadenlos scheitern. Neben einer guten Handlungsthematik sowie einer dazu passenden Charakterkonstruktion kommt durch den überwiegend neutralen Schreibstil ein guter Unterhaltungswert bei rum, welcher schnell die Zeitlücken des Alltags auffrisst. . Zusammenfassend möchte ich mir das Urteil erlauben, dass Im Land der Feuerblume zwar überwiegend auf fiktiven Charakteren basiert, diese aber sehr realistisch wirken. Die Autorin hat hier durch ihre eigenen Reiseerfahrungen viel beisteuern können. Ferner hat sie ihren einfachen Schreibstil um die bildliche Kunst erweitert, dieses merkt man aber erst im Verlauf des Buches. Unterhaltungstechnisch ist das Werk eher oder vielmehr im Zeitvertreibenden Unterhaltungs-Genre anzusiedeln, es ist nichts Triviales aber auch nichts Anspruchsvolles, sondern einfach ein packender Zeitvertreib. . Alles in allem eine gut recherchierte sowie unterhaltsame Saga , die sich dank ihrer Stimmigkeit in Bezug auf Charaktere und Schreibe auch noch flüssig lesen lässt. Ferner bringt Im Land der Feuerblume eine gewisse Bandbreite an thematischen Aspekten aber auch ein wenig Nachdenkpotenzial mit sich. Zu guter Letzt möchte ich noch die beiden Karten am Anfang des Buches erwähnen, die beim Lesen und in der Handlung orientieren gute Dienste leisten. Im Land der Feuerblume gehört nicht unbedingt zu den anspruchsvollen Büchern, sondern eher zu denen, die die Zeit vertreiben, aber dennoch möchte ich eine Empfehlung mit 5 Sternen aussprechen.

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  • Rezension zu "Im Land der Feuerblume" von Carla Federico

    Im Land der Feuerblume
    Moni 3007

    Moni 3007

    07. January 2011 um 23:06

    Die tolle Auswanderersaga beginnt im Jahre 1852 in Hamburg. Im Hafen begegnen sich das erste Mal die junge und abenteuerlustige Elisa und der nachdenkliche Cornelius samt ihrer Familien, die das beeindruckende Wagnis eines neuen Lebens in Chile eingehen wollen. Bereits auf dem Schiff entbrennt die erste Liebe zwischen den Beiden. Die Schiffahrt zu der neuen Heimat in Chile beginnt schon recht abenteuerlich mit einem Schiffsbrand...... Sehr schön abenteuerlich und spannend sowie fesselnd wird die Auswanderersaga von Carla Federico weitergeführt. Auf 780 Seiten hat sie nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt, sondern es geht darin u.a. auch um Überlebenskampf, Entbehrungen, Konflikte, harte Arbeit, Sorgen, Nöte der deutschen Auswanderer. Dies hat sie sehr gut nachvollziehbar sowie sehr lebendig beschrieben. Ich habe jedenfalls diesen Schmöcker sehr gerne gelesen, weil er, für mich, sehr mitrreissend und unterhaltsam ist. Die Autorin hat auch eine Fortsetzung dieser Auswanderersaga angekündigt, die ich mir bestimmt kaufen werden. Die Personen sind mir doch ein bisschen ans Herz gewachsen und ich möchte sehr gerne noch etwas über ihr weiteres Schicksal lesen. Carla Federico werde ich im übrigen auch, erst Mal ,als Schriftstellerin im Auge behalten. Sie hat einen sehr guten leichten lesbaren Schreibstil.

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  • Rezension zu "Im Land der Feuerblume" von Carla Federico

    Im Land der Feuerblume
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. August 2010 um 08:22

    Carla Federico hat in ihrem Roman "Im Land der Feuerblume" die Auswanderungswelle vieler Deutscher nach Chile im 19. Jahrhundert zum Thema gemacht. Basierend auf diesem historischen Hintergrund begleitet der Leser nahezu mittellose Menschen mit großen Erwartungen und Wünschen auf ihrem Weg in ein fremdes Land und nimmt teil an ihren Bemühungen und Anstrengungen, dort Fuß zu fassen. Voller Hoffnung auf eigenes Land, Selbstständigkeit und ein besseres Leben treten die Auswanderer die Reise von Deutschland nach Chile an und müssen recht schnell erkennen, dass Versprechungen nicht eingehalten werden und die Realität erheblich von ihren Vorstellungen und Träumen abweicht. Trotzdem entwickeln sie sich zu einer Gemeinschaft mit Stärken und Schwächen, machen Schritte nach vorne, müssen zwar immer wieder Rückschläge in Kauf nehmen, verlieren aber nie den Mut, weiter für ihr Ziel zu kämpfen. Carla Federico schildert eindrucksvoll den Fortgang der Siedler über drei Jahrzehnte lang. Ihre Sorgen, Nöte, Ängste, ihre Freude und ihr Leid werden auf besondere Art und Weise dargestellt, so daß man mitfühlt und mitempfindet. Auf dem Klappentext des Buches heißt es, es gehe in diesem Roman um ein Frauenschicksal, nämlich um das von Elisa, die sich in Cornelius verliebt, in meinen Augen jedoch ist diese Liebesgeschichte nur eingebettet in nicht weniger dramatische Schicksale mehrerer interessanter Personen. Durch einen bildhaften und einprägsamen Erzählstil versteht es die Autorin zu fesseln und jede Art von Langatmigkeit zu unterbinden. Der Roman umfasst 779 Seiten, was auf mich zunächst abschreckend wirkte. Hat man aber erst angefangen, fliegt man nahezu durch das Buch, denn die Geschichte liest sich einfach und flüssig, ständig passiert etwas, zum Teil überschlagen sich die Ereignisse und sind stellenweise fast des Guten zu viel. Im Verlauf der Erzählung haben mir besonders die perfekt herausgearbeiteten Charakteren der einzelnen Protagonisten gefallen. Sie haben Ecken und Kanten, man kann sie ins Herz schließen oder ablehnen. Ihre Verhaltensweisen mögen für manchen verständlich, für manchen weniger verständlich erscheinen und doch leidet man mit ihnen. Auch die Beschreibung Chile's wohl einzigartiger Natur und Landschaft ist der Autorin in dem Maße gelungen, dass der Vorstellungskraft des Lesers keine Grenzen gesetzt sind. Zur besseren Orientierung befinden sich im Buch zwei Landkarten und ein Personenverzeichnis. Am Schluß äußert sich die Autorin in einer historischen Anmerkung. Fazit: Wer in die Geschichte und die Schicksale deutscher Auswanderer im 19.Jahrhundert eintauchen und dabei Chile aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen will, liegt mit diesem Buch genau richtig. Obwohl ich kein Freund von Fortsetzungsromanen bin, freue ich mich in diesem Fall auf den bereits verfassten Folgeband, der nächstes Jahr veröffentlicht wird. Außerdem sind weitere Bände geplant, auf die ich sehr gespannt bin. Kommentar Kommentar | Kommentar als Link

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  • Rezension zu "Im Land der Feuerblume" von Carla Federico

    Im Land der Feuerblume
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    25. July 2010 um 10:18

    Auf über 700 Seiten wird hier die Geschichte deutscher Auswanderer sehr lebendig erzählt. Im Jahr 1852 beginnt die Reise nach Chile. Mit dabei sind die junge Elisa mit ihrem Vater Richard und ihrer Stiefmutter Annelie. Schon im Hamburger Hafen begegnet Elisa dem ruhigen und besonnenen Cornelius, der zusammen mit seinem Onkel nach Chile aufbricht. Bereits auf der langen Schifffahrt in die neue Heimat verlieben sich Elisa und Cornelius ineinander, aber ihrer Liebe werden viele Steine in den Weg gelegt. So müssen sie viel Leid und Not überstehen, bis sie endlich wieder zueinander finden! Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! Obwohl es so ein dicker Schmöker ist, ist mir beim Lesen niemals langweilig geworden. Die Autorin hat es geschafft, die Geschichte aller hier auftauchender Charaktere sehr ausführlich und einfühlsam zu schildern. Man konnte mitleiden und -fühlen, hoffen und bangen, und es war einfach eine Freude, diesen Roman zu lesen!

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  • Rezension zu "Im Land der Feuerblume" von Carla Federico

    Im Land der Feuerblume
    marreh

    marreh

    02. July 2010 um 20:09

    Carla Federico: Im Land der Feuerblume Hamburg 1852. Mehrere deutsche Familien warten am Hamburger Hafen auf ihr Schiff nach Chile, unter ihnen Elisa von Graberg, die Hauptfigur des Buches, ihr Vater und ihre Stiefmutter. Erste Kontakte zu den anderen Mitreisenden werden geknüpft. Schon hier wird dem Leser vor Augen geführt, in welch schwieriger Situation sich die Auswanderer befinden. Dann folgt die sehr beschwerliche Reise auf dem Schiff, ein Sturm, dann am Ende auch noch ein Brand. Sie kommen in Chile völlig entkräftet und ohne Hab und Gut an - und finden auch nichts vor. Die versprochene staatliche Hilfe Chiles bleibt aus. Sie sind auf sich selbst gestellt. Und dann werden fast 30 Jahre ihres Lebens dort, ihres täglichen Kampfes, ihrer Not und Angst, aber auch ihrer Freuden und Erfolge erzählt. Und am Ende scheint Elisa doch noch ihr wirkliches Glück zu finden, sich ihr Lebenswunsch zu erfüllen, das Zusammenleben mit dem Mann, den sie seit der Überfahrt liebt. Das Buch hat mich unglaublich gefesselt. Ich fühlte mit den Auswanderern, nahm an ihrem Schicksal teil, war von deren täglichem Kampf fasziniert. Die Autorin beschrieb das Leben der Familien, ihre Gefühle und Ängste, ihre Wünsche, so real und einfühlsam, dass man einfach mit hineingezogen wurde. Am Ende war ich sogar etwas traurig, nicht weiterverfolgen zu können, was aus Elisa und ihrem Cornelius nun wird, ob sie ihr Glück finden. Und was wird aus ihren beiden Kindern und den anderen Familien, die einem so vertraut wurden? Doch am Ende der Lichtblick! Die Autorin kündigt die Fortsetzung des Romanes an! Ich hoffe nur, dass es nicht zu lange bis dahin dauert!! Diese Familiensaga ist wirklich nur zu empfehlen und erhält von mir die höchste Bewertung!

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