Im Geschirrspüler der Brandenburger Landtagskantine steckt die Leiche einer Frau, fasst zeitgleich wird im Park Sanssouci eine weitere Leiche entdeckt. Genug zu tun für Kriminalrat Maik von Lilienthal und sein Team. Natürlich kann auch Enne, Maiks Mutter und pensionierte Fallanalytikerin, die Finger nicht vom ermitteln lassen, zumal Richard Körner – Ex Chef und Vorgänger von Maik, inzwischen bei ihr lebt und auch von seinem ehemaligen Job nicht ruhen lässt. Natürlich führt diese Konstellation schnell zu Spannungen, aber die Ermittlungen gestalten sich kompliziert und da ist eigentlich jede Hilfe brauchbar. Schon früh wird klar, dass die Lösung des Falles in der Vergangenheit der Opfer zu finden ist und diese war alles andere als sauber – Stasi, Mord, Justizirrtümer, Kindesentzug – von allem etwas. Bis die vielen Fäden entwirrt sind, erweist sich so mancher vielversprechende Ansatz als Sackgasse und die Ermittlungen nehmen mehrfach eine überraschende Wende – bis sich in einem furiosen Finale alles aufklärt.
Somit hält die Autorin auch im 5. Band ihrer Reihe um die Potsdamer Ermittler am bewährten Konzept fest, Ereignisse aus der Vergangenheit mit dem aktuellen Geschehen zu vermengen. Auch die sympathischen Ermittler und ihre persönliche Entwicklung spielt eine wichtige Rolle im Buch. Leider scheinen intakte Beziehungen bei keinem Akteur zu den Kernkompetenzen zu gehören, aber es macht trotzdem Spaß dem Gerangel und Gestichel zu folgen.
Spannung, überraschende Wendungen, viel Lokalkolorit und angenehme Protagonisten zeichnen das Buch aus, einzig der Schluss wirkt für mich ein wenig überzogen. Trotzdem eine klare Leseempfehlung für Freunde des Regionalkrimis.














