Carla Montero

 4 Sterne bei 27 Bewertungen

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Das Mädchen mit den Smaragdaugen

Das Mädchen mit den Smaragdaugen

 (27)
Erschienen am 18.01.2016

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KasiaJaeckels avatar

Rezension zu "Das Mädchen mit den Smaragdaugen" von Carla Montero

Kunstraub & Läuterung
KasiaJaeckelvor 2 Jahren

Steigen wir gleich ins Eingemachte ein:
Nach einem Prolog, in dem dem Leser die Vorgeschichte des berühmten Bildes nähergebracht wird, erlebt der Leser einen Sprung in die Gegenwart und lernt eine der Hauptfiguren kennen – Ana, eine Kunsthistorikerin.
Sehr einnehmend ist dieser Charakter nicht, die eigene Meinung von sich selbst zu Beginn der Geschichte nicht sehr gut. Selbst in einer kunstaffinen Familie groß geworden, lässt sie sich und ihr Leben zu 99 % von ihrem Verlobten diktieren. Dies ist der dubiose, dafür unglaublich wohlhabende, Geschäftsmann Konrad. Das eigene künstlerische Selbst lebt Ana nur noch versteckt und am Rande aus.

Konrad ist es auch, der ihr einen Brief zuspielt, in dem von einem geheimnisvollen wertvollen Bild die Rede ist, welches dem Renaissancemaler Giorgione zugeschrieben wird – „Der Astrologe“.

Im 2. Weltkrieg wurde es endgültig für verschollen oder gar zum Mythos erklärt. Letzter angeblicher Aufenthaltsort: Paris.
Nach einigem Beziehungsgeplänkel macht sich Ana auf den Weg nach Paris und durchforstet die dortigen Museen und historischen Dokumentationscenter nach Hinweisen zum Verlauf der Geschichte und dem potentiellen Aufenthaltsort des Bildes.

Sprung nach 1942

Parallel hierzu läuft die Geschichte des SS-Sturmbannführer Georg von Bergheim und der jungen Jüdin, Sarah Bauer, los. Der Leser – bzw. Zuhörer im Falle eines Hörbuchs – macht einen Sprung ins kriegsgebeutelte Paris von 1942. Mit wechselnder Perspektive lernen wir die Sicht von Georg von Bergheim und der, gerade so der Deportation entkommenen, Sarah Bauer kennen.
Es wird schnell klar, dass Sarah tatsächlich mit dem Bild in Verbindung steht bzw. ein Mitglied einer generationenwährenden Wächterfamilie ist, deren ein und alles „Der Astrologe“ ist.

Entwicklung

Wie genau sich die beiden Protagonisten des Jahres 1942 über den Weg laufen und ihr gegenseitiges Schicksal bestimmen, möchte ich nicht verraten. Es sei zur Figur Ana nur noch gesagt, dass sich ihre Suche relativ schnell als nicht so gefahrlos herausstellt, wie man sich das als Kunsthistoriker vorstellt. Wertvolle Bilder locken nicht nur Lichtgestalten an…
Ob Ana durch ihr Abenteuer als Persönlichkeit gestärkt hervorgeht, um an ihrer einseitigen und fremdbestimmten Beziehung etwas zu ändern? Überlasse ich ebenfalls Eurer Fantasie… oder ihr lest einfach das Buch...

Kritisches

Einige kritische Anmerkungen hätte ich dennoch:
Die Zeit des 2.Weltkriegs ist mir zu weichzeichnerisch porträtiert und die Entwicklung eines SS-Manns, so wie es Carla Montero gewählt hat, ist wirklich nicht sehr glaubwürdig. Schliesslich konnte man bei SS-Mitgliedern kaum von „von Zweifeln gebeutelten“ Mitläufern sprechen, denen nur mal die „Scheuklappen von den Augen fallen müssten“.

Die Hauptfigur Ana ging mir zeitweise etwas auf die Nerven, auch wenn ich die Idee einer nicht-perfekten Heldin grundsätzlich gut finde und auch ihre menschlichen Schwächen realistisch beschrieben finde. Fazit wäre also: Zuviele Klischees und mangelhafte Figurenzeichnung. Daher auch nur 3 Sternchen...trotz der Spannung.
LG Eure Kasia von nichtohnemeinbuch.com

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Das_Leselebens avatar

Rezension zu "Das Mädchen mit den Smaragdaugen" von Carla Montero

rasant und spannend
Das_Leselebenvor 3 Jahren

„Das Mädchen mit den Smaragdaugen“ist ein Buch von dem ich schon sehr viel Gutes gelesen hatte. Als im Januar das Taschenbuch veröffentlicht wurde, wurde es mir vom Blanvalet - Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der historische Roman ist mit 736 Seiten nicht ganz schlank, aber die merkt man die meiste Zeit gar nicht.


Inhalt:
Ana García Brest ist Kunsthistorikerin aus Madrid. Eines Tages bekommt sie einen Brief in die Hände, der sie auf die Spur eines sensationellen Kunstfundes bringen soll und auf eine Liebe die so hätte nicht sein dürfen.
Die junge Jüdin Sarah Bauer ist auf der Flucht, mit im Gepäck ein Gemälde, das nur ein Gerücht ist. Ihr auf den Fersen der SS-Sturmbannführer Georg von Bergheim. Der schlimmste Feind, soll bald ihre einzige Rettung werden. 


Meine Meinung:
Die 736 Seiten lesen sich größtenteils super schnell durch, oft hatte ich das Gefühl ich lese einen Thriller der in schnellen Wechseln zwischen Historischen- und Gegenwartsereignissen wechselt. Dabei ist der Aufbau des Buches, mal etwas anders, aber logisch. Die Gegenwartskapitel werden in Form von kurzen Kapitelüberschriften, die meist die Handlung zusammenfassen, dargestellt. Die Kapitel in der Vergangenheit werden mit Zeitangabe und einen kurzen historischen Abriss eingeleitet. Gemeinsam haben alle Kapitel, das die Kapitel nicht länger als zehn Seiten sind, eher kürzer und oft endet ein Kapitel mit einem Cliffhanger, daraus entsteht ein Pageturner bei dem man einfach nur wissen möchte wie es weitergeht, zumindest bis fast zum Schluss. Dieser ist ärgerlich, wenn man die vorigen 630 Seiten so sehr gesuchtet hat wie ich. Ohne zu viel zu verraten haben sich die letzen hundert Seiten unnötigerweise zogen und Dinge geschehen die mich sehr ärgerlich gestimmt haben, weil sie so unreflektiert stehen blieben und so manche Fragen neu aufgekommen sind, die dann nicht beantwortet wurden. Um zu wissen, was ich meine müsst ihr das Buch lesen ;-).
Aber sind überhaupt die Personen, die uns während der Handlung begleiten? In der Gegenwart lernen wir Ana García Brest kennen, sie eine Kunsthistorikerin, deren Spezialgebiet sehr wichtig für die Handlung ist. Sie hat selber kaum eine Ahnung von dem zweiten Weltkrieg und das macht sie für mich so sympathisch, weil sie diese Person ist, die den Leser begleitet, führt und Entdeckungen mit ihm gemeinsam macht. Ihre leichte Ausdrucksweise machen ihre Kapitel, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, besonders flüssig zu lesen. Nur das Verhältnis zu ihrem Lebenspartner Konrad fand ich sehr nervig.
In der Vergangenheit lernen wir Georg und Sarah gleichermaßen kennen. Ihre Kapitel werden aus der Draufsicht erzählt. Im ersten Moment wirkt Sarah etwas trist und langweilig, aber das ändert sich im Laufe der Geschichte sehr. Georg entsprach, ähnlich wie es Sarah ergeht, nicht meinen Vorstellungen oder auch meinen Vorurteilen, eines hohen SS-Mitglied. Durch Georg lernen wir den historischen Inhalt viel besser kennen, so habe ich vieles neues gelernt. Die Geschichtsfakten werden, dabei so erzählt das es sehr einfach fällt die historischen Begebenheiten zu verstehen und vor allem werden sie reflektiert.

„Das Mädchen mit den Smaragdaugen“ ist ein historischer Roman für alle die rasante Bücher lieben und dabei nicht auf eine wundervolle Liebesgeschichte verzichten wollen. Dieser Pageturner ist ebenso das ideale Buch für Leser die sich gerne mal in diesem Genre versuchen wollen.

(Original auf meinem Blog: das-leseleben.webnode.com)

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Charleas avatar

Rezension zu "Das Mädchen mit den Smaragdaugen" von Carla Montero

Gute Anfänge, leider nicht sehr zu Ende gedacht....
Charleavor 3 Jahren

Leider konnte ich dem Buch nur teilweise etwas abgewinnen. Es ist sehr flüssig geschrieben und man merkt, dass die Autorin durchaus weiß, was sie tut. Doch in vielen Bereichen wirken die Charaktere nicht immer durchdacht und einige Handlungen erscheinen mir irgendwie unlogisch, so dass ich immer wieder das Gefühl hatte, dass etwas nicht passt.

Spoiler
Allen voran erscheint mir die Darstellung des Antagonisten nicht wirklich gut gelungen. Von Anfang an habe ich nicht verstanden, was Ana an dem prolligen Mann findet. Sie hat ihren eigenen Stil, immer wieder weist die Autorin darauf hin, dass Ana sich eigentlich nur von ihm mit Schmuck, Kleidung und Ansehen verkleidet wie eine Puppe, was genau ihre Liebe ausmacht abgesehen von ihrem Interesse an Geschichte und Kunst, habe ich während des ganzen Buches nicht verstanden. Dass er dann am Ende der große Widersacher ist, hat daher nicht überrascht.
Was mich aber richtig geärgert hat ist sein Ende. Ich konnte nicht verstehen, dass man einen Charakter über knapp 800 Seiten aufbaut und am Ende einfach bei einem Autounfall sterben lässt. Das ist um ehrlich zu sein, billig. Wie, wenn man eine tolle Geschichte schreibt und am Ende wacht der Protagonist einfach auf. Das ist kein Ende eines Charakters, hier hat jemand keine Lust mehr gehabt, die Geschichte zu Ende zu denken.

Aber auch die anderen Charaktere waren mir zu oberflächlich beschrieben

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