Und nachts die Angst

von Carla Norton 
4,1 Sterne bei116 Bewertungen
Und nachts die Angst
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (89):
V

Beinahe ohne Pause durchgelesen.

Kritisch (6):
unfabulouss avatar

Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, aber insgesamt konnte mich dieser Thriller nicht überzeugen. Dafür fehlte einfach zu viel.

Alle 116 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Und nachts die Angst"

Die unbeschwerte Kindheit der 12-Jährigen Reeve LeClaire fand ein jähes Ende an dem Tag, an dem sie ein perfider Triebtäter entführte und misshandelte. Erst nach Jahren der Gefangenschaft konnte Reeve fliehen und ihr Peiniger gefasst werden. Doch Jahre nach ihrer Flucht werden in Kalifornien erneut drei Mädchen entführt, von denen schließlich eins entkommen kann: Tilly. Sie ist das jüngste Opfer, schwer traumatisiert und verweigert jegliche Aussage. Schließlich bitten die Eltern des Mädchens Reeve um Hilfe. Immer tiefer gerät Reeve in die aktuellen Ermittlungen und ins Visier des brutalen Killers, der sie keine Sekunde unbeobachtet lässt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426513774
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.06.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.06.2013 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne43
  • 4 Sterne46
  • 3 Sterne21
  • 2 Sterne5
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Miiis avatar
    Miiivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es war ganz in Ordnung, jedoch nicht fesselnd. Bin beim Lesen immer wieder abgeschweift...
    Ganz in Ordnung

    Es ist ein wenig schwer dieses Buch zu beurteilen. Das Thema war eigentlich ziemlich gut gewählt. Entführung, sexueller Missbrauch und Folter und all das an Kindern, was dem Buch natürlich schonmal eine gewisse Wirkung verleit. Und auch die  Idee mit Reeve, die nun dabei beitragen soll, einem Entführungs- und Missbrauchopfer beizustehen, nachdem sie selber schonmal im gleichen Problem gesteckt hat.
    Aber dennoch fand ich, dass dort ein zu starkes Auf und Ab war und irgendwie hat die Spannung gewählt. Man wusste ja schon ungefähr, wer der Täter war. Der Leser hatte also kaum die Möglichkeit zum Knobeln. Höchstens nach der Frage, ob und wenn ja, wie der Täter wohl gefasst werden könnte.
    Mit Reeve konnte ich irgendwie nicht warm werden. Ich fand sie teilweise sehr widersprüchlich. Einerseits ganz schüchtern und nach wie vor verstört von dem, was sie erlebt hat, weshalb sie starke Probleme mit persönlichen Kontakten hat (was ich ja auch absolut verständlich finde) aber in einigen Momenten dann plötzlich total tough, offen und so konsequent, dass man das Sprichwort "Mit
     dem Kopf durch die Wand" plötzlich wortwörtlich nehmen könnte.

    Das Ende wurde ja mit beschleunigter Geschwindigkeit eingeleitet... Das Buch hat sich teilweise unglaublich gezogen und plötzlich hat man geblinzelt und alles war wieder vorbei. Schade.
    Insgesamt ganz in Ordnung das Buch, aber fesselnd jetzt nicht unbedingt.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    V
    vivimchlxvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Beinahe ohne Pause durchgelesen.
    Spannend!

    Es sind bereits 6 Jahre vergangen, Reeve macht große Fortschritte. Die Erlebnisse zu vergessen ist unmöglich, aber sie kämpft sich fleißig in einem neuen Wohnort und unter neuem Namen zurück ins Leben. Regelmäßig geht sie noch zur Therapie, bis ihr Therapeut sie bittet ihm zu helfen. Die Eltern von Tilly, ein weiteres Mädchen welches ähnliches durchmachen musste wie Reeve, möchten sie kennen lernen.Sie glauben Reeve könnte eine Beziehung zu ihrer völlig verstörten Tochter aufbauen. Sie willigt ein und Tilly vertraut ihr ein schreckliches Geheimnis an, welches sie mit sich rumschleppt. Der Täter ist noch auf freiem Fuß und hat nicht nur Tilly, sondern auch Reeve genau im Auge. Noch dazu werden zwei weitere Mädchen vermisst. Reeve nimmt ihre Rolle als "Mentorin" sehr ernst und möchte dabei helfen auch die anderen beiden Mädchen zu finden. Doch dabei kommt sie in große Schwierigkeiten.
    Meiner Meinung nach geht dieses Buch eher in Richtung Psycho Thriller und ist nichts für schwache Nerven. Ich denke vorallem wenn man Töchter hat wird man das ein oder andere Mal schwer schlucken müssen, selbst wenn ich noch keine Kinder habe, die Vorstellung das solche Geschichten wirklich irgendwo passieren haben mich mehrere Male schockiert. Carla Norton erzählt die Geschichte aus verschieden Perspektiven, bei denen man auch die Seite/Vorlieben des Täters erfährt/versteht. Der Leser ist dem Protagonisten somit immer mehr oder weniger einen Schritt voraus. Man fiebert durchgehend mit und hofft das alle unverletzt davon kommen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    steffi5437s avatar
    steffi5437vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr aufwühlende Geschichte!
    Geschichte um ein traumatisierte Kindheit

    Das Buch handelt von Reeve,die in ihrer Jugend sexuell missbraucht und misshandelt wurde! Dank psychologischer Hilfe geht es ihr wesentlich besser! 
    Als sie die kleine Tilly kennenlernt fühlt sie eine starke Verbindung zu ihr!
    Tilly trägt die gleichen seelischen Narben wie sie! 
    Reeve möchte Tilly helfen, aber dafür muss Tilly ihr Geheimnis verraten!


    Ich konnte sehr mit den Protagonisten mitfühlen und mochte auch den Psychiater der Reeve und später auch Tilly therapiert hat, sehr gerne!
    Er war wahnsinnig sympathisch und feinfühlig!
     
    Diese Buch ist einen absolute Leseempfehlung! 



    Kommentieren0
    1
    Teilen
    StefanieFreigerichts avatar
    StefanieFreigerichtvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, aber ich finde den Folgeband (den ich zufällig zuerst gelesen hatte) besser. Als Ergänzung, um Reeve zu verstehen. Teils hart
    Debüt der True-Crime Autorin mit fesselndem Thriller über Kampf gegen Sexualsadisten

    Die dreizehnjährige Tilly Cavanaugh wurde nach 13 Monaten befreit aus Randy Vanderholts Keller – eigentlich nur durch Zufall, weil eine aufmerksame Maklerin einen seltsamen Umbau des davor von Vanderholt benutzten Hauses bei der Polizei meldete.
    Zwei weitere, optisch ähnliche Mädchen, sind noch vermisst.

    „Und nachts die Angst“ heißt im Original „The Edge of Normal“ und ist das zweite Buch, das ich von Carla Norton  lese. Das erste Buch von ihr habe ich im englischen Original gelesen, „Hunted“ (UK-Titel) bzw. „What does not kill her“ (US-Titel), in deutscher Sprache „Und morgen dein Tod“. Zeitlich liegt „Und nachts die Angst“ vor dem anderen Buch, beide lassen sich auch ohne Kenntnis des anderen lesen.

    Die Autorin schreibt in Kapiteln von etwa vier bis zehn Seiten, jeweils in der dritten Person, aber aus der Perspektive wandelnder Protagonisten, vor allem aus der Sicht von Reeve, die früher Reggie hieß, und von der Presse „Edgy Reggie“ getauft wurde, weil sie sich gegen die Presse-Aufdringlichkeiten nachhaltig wehrte: Sie war drei Jahre, zehn Monate, zwölf Tage in der Gefangenschaft des Sexualsadisten Daryl Wayne Flint, kam ebenfalls durch Zufall frei. Immer noch geht Reeve regelmäßig wöchentlich zu ihrem Psychiater Dr. Lerner, mit dessen Unterstützung sie weitestgehend wieder ins Leben zurück gefunden hat. Weitestgehend:
    „Sie war vergewaltigt, geschlagen, verbrannt, gepeitscht, ausgehungert und fast ertränkt worden. Sie hatte geglaubt, sterben zu müssen. Sie hatte es sich gewünscht. Und als es vorbei gewesen war, hatte sie sich seltsam andersartig empfunden, als hatte man etwas in ihr abgetötet, das für das Menschsein notwendig war.“
    „Die plötzliche Geborgenheit ihres Zuhauses, sogar die Umarmungen ihrer Familie hatten in ihr Orientierungslosigkeit erzeugt. Sie war in eine Welt gekommen, die sich wie ein fremder Planet anfühlte. Keiner sprach ihre Sprache. Niemand verstand sie.“ S. 51
    Als Dr. Lerner hinzugezogen wird, um nun auch Tilly zu therapieren, fühlt deren Mutter sich damit unwohl – sie wünscht eine Art Rückversicherung, ein anderes, weibliches Opfer, dem er, als Mann, hat helfen können. So spricht Lerner Reeve an – sie fühlt sich damit zuerst unwohl, lässt sie doch immer noch enge Beziehungen nicht zu, will nicht berührt werden, schämt sich ihrer zahlreichen Narben. Reeve lebt in den Tag hinein, kellnert in einem japanischen Restaurant, wofür sie perfekt japanisch gelernt hat. Als sie den Job verliert und durch Zufall eine Unterhaltung zwischen ihrem Vater und ihrer älteren Schwester mitbekommt, entscheidet sie sich spontan, Tilly zur Seite stehen zu wollen.

    Die Autorin schildert die junge Frau glaubwürdig, zeigt auf, wie sie versucht, vom Verstand her das Unfassbare zu verarbeiten. Reeve kennt alle Fachliteratur, aber „Trost hat sie in all diesen Texten nicht gefunden. Zu versuchen, die Wahrheit über das Böse im Menschen aufzuspüren, ist, als atme man giftige Dämpfe ein.“ S. 157

    Im Folgenden fällt Reeve als erster auf, dass Tilly zwar mit Zigaretten verbrannt wurde, aber der gefasste Täter Nichtraucher ist. Sie beginnt, aktiv zu werden. Dadurch findet sie sich schnell im Kreuzfeuer der Ermittler wieder, die die Einmischung durch „Zivilisten“ fürchten – allerdings auch im Fokus ganz anderer Personen…
    Durchgängig ist das Buch sehr spannend, man merkt der Autorin die Herkunft aus „True Crime“-Romanen an – die Abschnitte über den Missbrauch sind ziemlich heftig, besonders die Kapitel aus Tätersicht. Insgesamt toll geschrieben, durchgängig spannend, ich fand das Folgebuch allerdings noch „einen Tick“ spannender.

     

    Passendes Folgebuch:

    Der Folgeroman mit gleicher Autorin und Protagonistin:

    http://www.lovelybooks.de/autor/Carla-Norton/What-Doesn-t-Kill-Her-1140845657-w/rezension/1248019541/

    Keine Sexualsadisten, dafür persönlicher Bericht.

    http://www.lovelybooks.de/autor/Jan-Philipp-Reemtsma/Im-Keller-143881500-w/rezension/1254785867/

     

    Kommentare: 1
    13
    Teilen
    H
    HK1951vor 3 Jahren
    Reeve LeClaire

    „Hart wie Stevens, spannend wie Slaughter, psychologisch wie Hoffman!“

    Dem kann ich wirklich nur so beipflichten; viel treffender kann man es nicht mehr ausdrücken. Als Fan dieser drei Schriftstellerinnen war ich wirklich sehr gespannt, ob dieser große Vergleich dem Buch standhält; ist es doch das Erstlingswerk der Autorin... Da bin ich auch schon oft enttäuscht worden... Doch Carla Norton macht ihre Sache wirklich gut, wenn sie auch nicht ganz an die drei vorgenannten, hervorragenden Autorinnen heranreicht, aber ich finde, das braucht ein Erstlingswerk auch noch nicht zu schaffen und sie kann sich noch weiterentwickeln..!

    Die Geschichte um die entführten Mädchen ist nicht neu, aber die Autorin schreibt so spannend, so dass man darüber leicht hinwegsehen kann. Von Anfang an hat mich die Geschichte gefesselt und berührt zugleich.

    Reeve LeClaire ist als Protagonistin sympathisch und wirkt authentisch. Dass ihr die Flucht gelungen ist und nun noch ein Mädchen gefunden wurde, das evtl. vom selben Täter entführt wurde, und das noch lebt, bringt wieder Schwung in den „alten“ Fall, denn Reeve´s Entführung ist ja schon zehn Jahre her.

    Dass so schnell ein Sündenbock präsentiert wird, ist typisch Amerika – mal wieder schnell mit der Vorverurteilung... Aber das muss man halt in Kauf nehmen bei amerikanischen Autoren.

    Alles in allem ein für mich wirklich gelungener Thriller einer Autorin, die, wenn sie sich weiterentwickelt, dann auch mit den tollen anderen Autorinnen-Stars mithalten kann. Für ihr Erstlingswerk erhält sie von mir vier Sterne.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    unfabulouss avatar
    unfabulousvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, aber insgesamt konnte mich dieser Thriller nicht überzeugen. Dafür fehlte einfach zu viel.
    Es wäre viel mehr drin gewesen!

    Reeve LeClaire wurde als 12-Jährige entführt und über Jahre hinweg gefangen gehalten und vergewaltigt. Sie ist aus ihrer Gefangenschaft entkommen, als ihr Peiniger sie an einen anderen Ort bringen wollte und in einen Verkehrsunfall geraten ist.
    Reeves Psychiater bittet sie, ihn bei seiner Arbeit zu begleiten, da er ein Mädchen betreuen soll, die gerade etwas ähnliches wie Reeve durchgemacht hat. Auch Tilly wurde entführt, gefangen gehalten und missbraucht. Reeve freundet sich mit Tilly an und versucht, dem Mädchen so gut es geht zu helfen.

    Was ich an diesem Thriller gut fand, ist die Tatsache, dass er nicht nur aus einer Perspektive erzählt wird. Es ist meist ein Wechsel zwischen Reeve und dem Täter, aber immer wieder gibt es auch Einblicke in andere Personen dieser Geschichte. Allerdings gab es auch Kapitel, die meiner Meinung nach gerne gestrichen werden können.
    Es gab trotzdem immer wieder Situationen beziehungsweise Wendungen, die spannend waren und mich dann doch dazu gebracht haben, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.

    Insgesamt finde ich persönlich allerdings, dass man aus dieser Geschichte viel mehr hätte machen können. Die einzelnen Personen haben nicht immer so gehandelt, wie es eigentlich in ihrer jeweiligen Situation normal wäre. Vor allem Reeve. Einerseits ist sie noch traumatisiert, hat ihre eigene Entführung nicht überwunden und dann vertraut sie einfach fremden Personen.

    Kommentieren0
    10
    Teilen
    bblubbers avatar
    bblubbervor 4 Jahren
    Ein guter Psychothriller

    Und nachts die Angst - ein schöner Titel - auch wenn ich nicht genau weiß, warum das Buch so heißt, denn Angst hat Reeve eigentlich immer ein bisschen. Vor allem vor Männern. Vor maskulinen Männern, Männern mit Bärten oder Hüten, auch vor Menschenansammlungen und bestimmten Geräuschen. Vor Gerüchen, die sie an ihr jahrelandes Marthyrium bei einem perversen Entführer erinnern. Nur durch einen glücklichen Zufall konnte sie damals entkommen und es hat lange gedauert, bis sie wieder ein einigermaßen normales Leben führen konnte. Was man halt so normal nennt. Sie hat keine Freunde, und keinen Freund, sie verliert mal wieder ihren Job, sie hat nie ihre Schule fertiggemacht und also keine Ausbildung, sie geht noch immer einmal die Woche zum Psychater und mag es immer noch nicht, wenn sie berührt wird - nicht mal von Familienangehörigen. Auch die vielen Narben auf ihrem Körper erinnern sie immer wieder an die Gefangenschaft und die Quälereien und Schmerzen.
    Eines Tages wird sie gebeten einem gerade aus einer ähnlichen Situation befreiten Mädchen, Tilly, mit Gesprächen ein bisschen ins Leben zurückzuhelfen.
    Schnell gerät das Ganze aus dem Ruder. Der vermeintlich verhaftete Täter ist nicht alleine gewesen. Es werden zwei weitere Mädchen vermisst und ein gewisser Duke beobachtet alles und hört alles.
    Man weiß ziemlich schnell, wie alles gelaufen ist und noch läuft, man kennt den Täter und der kennt seine Verfolger und Reeve.
    Der Schreibstil war angehnehm. Die psychologischen Hintergründe werden gut und ausführlich erklärt, Reeve ist glaubwürdig und sympathisch. Genervt hat mich allerdings sehr, dass sämtliche Ermittler und die Staatsanwaltschaft und eigentlich alle anderen Leutchen auch, Reeve wie eine Kranke behandeln, die sich gefälligst nicht einmischen soll und die ja sowieso nicht weiß, wovon sie spricht. Als Reeve eines der Mädchen findet wird es noch schlimmer und sie wird fast mitverdächtigt. Keiner hilft ihr - zumindest die meiste Zeit und das nervte mich schon sehr.
    Außerdem passiert ziemlich lange nichts wirklich spannendes und in der Mitte musste ich mich etwas zum Lesen zwingen, da ich am liebsten vorgeblättert hätte. Vielleicht lag das auch daran, dass man sehr viel schon sehr schnell als Leser erfahren durfte. Diese Art von Geschichtenaufbau mag ich nicht so. Ich rate lieber mit den Leuten mit, als alles schon zu wissen.
    Also ein gutes aber nicht geniales Thrillerbuch. Empehlenswert und guter Erstling.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    NiliBine70s avatar
    NiliBine70vor 4 Jahren
    Mein Überraschungshighlight!

    Inhalt:

    Reeve LeClaire, nunmehr 22 Jahre, hat als 12jährige selbst das Martyrium einer Entführung erleben müssen und befindet sich mit Hilfe eines Therapeuten auf dem Weg in ein Leben mit dieser Vergangenheit. Und dieser Therapeut bittet sie nun in einem Fall von Entführung um Hilfe. Das Mädchen Tilly, im gleichen Alter wie damals Reeve, verschließt sich komplett, lässt niemanden an sich heran und schon gar nicht tiefer in ihre Gefühlswelt blicken. Da kommt ihm die Idee, Reeve es versuchen zu lassen. Doch ist dies wirklich für alle Beteiligten gut? Oder werden da Geister der Vergangenheit erschreckend lebendig. Reeve lässt sich auf dieses gefährliche Experiment ein, erkennt sie sich doch in Tilly und möchte ihr helfen. Und zwei weitere Mädchen befinden sich noch in der Gefangenschaft des Entführers. Ob er sich damit zufrieden gibt, oder sein nächstes Opfer schon längst ausgespäht hat, kann keiner sagen…

    Meine Meinung:

    Mein Überraschungshighlight!

    Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass ich dieses Buch für CrimeThrill auf Facebook lesen durfte und dann kam erst mal alles anders. Umso besser, dass ich hinterher dieses Buch nicht vergessen habe und mich dann zu einem späteren Zeitpunkt ganz schnell habe gefangen nehmen lassen. Gelockt durch kurze Lesehäppchen, die einem eine Gänsehaut verpassten, den Mund trocken werden lassen, konnte der Irrtum, dass dieses Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben sei, schnell ausgeräumt werden und einer Spannung Platz machen, die sich wirklich durchgängig gehalten hat.

    Das Grauen der Thematik rund um die Entführung junger Mädchen ist uns allen wohl durch bekannte Fälle aus den Medien bekannt und weckt bei jedem schon von Vorneherein gewisse Gefühle, mit denen man sich so einem Buch nähert. Man möchte dem Ungeheuer, dem Täter gern selbst Einhalt gebieten, daran glauben, dass einer weniger in Freiheit uns allen mehr Sicherheit vermittelt, uns den Glauben erhält, dass das Gute auch noch über das Böse siegen mag.

    Die Autorin hat hier eine Figur, die Figur der Reeve, geschaffen, die viel Potenzial hat, sie kann sich noch entwickeln, wenn man sie lässt. Für den Anfang erfährt man –ganz wie bei einer Therapie!- noch lange nicht alles, sie lässt einen noch nicht gänzlich in alle Schubladen ihres Wesens, ihres Lebens blicken. Das macht für mich persönlich einen Teil der Spannung aus, mich auf sie einzulassen, ihr die Chance zu geben, nicht nur den entführten Mädchen in dieser Story zu helfen, sondern sich vielleicht in Zukunft noch weiter auszubreiten, den Leser Stück für Stück an sich ranzulassen und somit auch für sich einzunehmen.

    Ich vermute und hoffe mal, dass die Autorin nach diesem wirklich mitreißenden Beginn auch so denkt und uns weiter an Reeves Seite durch Fälle gehen lässt, die uns, die sie an Grenzen bringt, an denen wir entscheiden müssen, ob wir mitgehen oder stehen bleiben. Ich für meinen Teil gehe gerne mit!

    „Und nachts die Angst“ hat mich wirklich überrascht, ich habe nicht gerechnet, dass dieses Buch mich so mitnimmt und wahrscheinlich hat es mich genau deswegen so sehr beeindruckt hinterlassen. Auch wenn man wirklich schon sehr früh Bescheid weiß, wer der Täter ist, man fiebert mit, aus ganz anderen Gründen…

    Fazit:

    Ein brisantes Thema hochspannend und manchmal an die Substanz gehend verpackt. Ich habe es schon empfohlen und werde es weiter empfehlen!

    Danke an Knaur und CrimeThrill für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

    Bewertung: 5 von 5 Nilpferden

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    makamas avatar
    makamavor 4 Jahren
    Die Angst bleibt

    Revve ist mittlerweile 22 - als 12jährige wurde sie entführt und  über Jahre vergewaltigt und gefoltert.
    Sie ist in Therapie und macht Fortschritte...
    Doch nun soll sie der kleinen Tilly helfen - ihr ist ähnliches passiert. Sie konnte als einziges Kind ihrem Peiniger entkommen ---- doch sie hat ANgst, große Angst - deshalb hat sie der Polizei nicht alles erzählt...
    Wird Reeve es schaffen, das Vertrauen des Mädchen zu gewinnen und wird sie dann erzählen was wirklich war???
    Spannender Psychothriller von der ersten bis zur letzten Seite.
    Volle 5 Sterne

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 4 Jahren
    Toller und spannender Schreibstil

    Inhalt: Die unbeschwerte Kindheit der 12-Jährigen Reeve LeClaire fand ein jähes Ende an dem Tag, an dem sie ein perfider Triebtäter entführte und misshandelte. Erst nach Jahren der Gefangenschaft konnte Reeve fliehen und ihr Peiniger gefasst werden. Doch Jahre nach ihrer Flucht werden in Kalifornien erneut drei Mädchen entführt, von denen schließlich eins entkommen kann: Tilly. Sie ist das jüngste Opfer, schwer traumatisiert und verweigert jegliche Aussage. Schließlich bitten die Eltern des Mädchens Reeve um Hilfe. Immer tiefer gerät Reeve in die aktuellen Ermittlungen und ins Visier des brutalen Killers, der sie keine Sekunde unbeobachtet lässt …

    Cover: Das Cover finde ich ziemlich interessant gemacht. Man versteht es natürlich nicht, wenn man das Buch nicht kennt, aber nachdem man den Inhalt kennt, ist es genial. Auf dem Cover zu sehen ist eine Glühbirne, die sich in Rauch auflöst. Das symbolisiert zum einen die Dunkelheit, in der die eingesperrten Mädchen sitzen. Zum anderen symbolisiert der Rauch das, was ihnen angetan wird. Hier merkt man, dass sich der Covergestalter wirklich mit dem Buch beschäftigt hat und das finde ich toll.

    Schreibstil: Der Schreibstil von Carla Norton hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es insbesondere immer gerne, wenn eine Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird und man somit auch die Chance hat, den Täter und seine Sichtweise kennenzulernen, ohne, dass direkt verraten wird, wer der Täter ist. Das Buch war durchgehend spannend geschrieben und ich fand auch, dass die Charaktere weitestgehend gut und realistisch dargestellt waren. Einzig Tilly fand ich nicht ganz so überzeugend. Ich hätte sie mir nach ihren Erlebnissen wesentlich traumatisierter vorgestellt. Trotzdem mochte ich ihren Charakter sehr gerne.

    Die Story: Die Idee der Geschichte fand ich total super. Also, dass ein ehemaliges Opfer einem neuen Opfer hilft und dabei in einen neuen Fall gerät. Auch die Umsetzung der Geschichte war gut und spannend gemacht. Man konnte das Geschehen zum einen aus Reeves, zum anderen aus Tillys Sicht sowie aus der Sicht der beiden anderen vermissten Mädchen verfolgen. Und nicht zu vergessen aus Tätersicht. Dadurch entwickelte sich die Story von verschiedenen Seiten aus immer weiter und man konnte sie schön mitverfolgen. Es war spannend zu beobachten, wie die Ermittler und Reeve Stück für Stück die Puzzleteile zusammen setzten. Leider wurde es dann auf den letzten 50 Seiten extrem unglaubwürdig. Hier hätte die Autorin es einfach gut sein lassen sollen und auf andere Art und Weise für die Verhaftung des Täters sorgen sollen.

    Fazit: Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich habe es voller Spannung gelesen. Einzig die letzten 50 Seiten waren meiner Meinung nach etwas über. Das war dann einfach too much und zu viel des Guten. Da hat die Autorin einfach zu viel gewollt und ihre gute Story ein wenig kaputt gemacht. Ich vergebe vier Punkte und definitiv eine Leseempfehlung.

    Kommentieren0
    11
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks