Carlo Adolfo Martigli

 4 Sterne bei 7 Bewertungen

Alle Bücher von Carlo Adolfo Martigli

999 - Der letzte Wächter

999 - Der letzte Wächter

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Erschienen am 16.09.2011
Das Vermächtnis des Ketzers

Das Vermächtnis des Ketzers

 (2)
Erschienen am 18.11.2013
Das Vermächtnis des Ketzers: Roman

Das Vermächtnis des Ketzers: Roman

 (0)
Erschienen am 18.11.2013
999 - Der letzte Wächter: Roman

999 - Der letzte Wächter: Roman

 (0)
Erschienen am 13.10.2011

Neue Rezensionen zu Carlo Adolfo Martigli

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GaranceLovesBagss avatar

Rezension zu "999 - Der letzte Wächter" von Carlo Adolfo Martigli

Ein gelungener Roman zur Zeit der Renaissance
GaranceLovesBagsvor 3 Jahren

Zur Zeit der italienischen Renaissance verfasst Pico della Mirandola 900 Thesen zu Gott und der Menschheit. Natürlich lässt die Kirche sich dies nicht gefallen und beschuldigt ihn der Ketzerei. Viel gefährlicher für die Kirche sind jedoch Mirandolas 99 geheimen Thesen - würden diese ans Licht kommen, wären die Tage der Kirche gezählt. Jahrhunderte später setzen die Nazis alles daran, in den Besitz jener Thesen zu kommen...

Das Grundkonzept dieser Geschichte finde ich sehr interessant - ein Mann, der die Wahrheit über Gott entdeckt hat und somit das Schicksal der Kirche in der Hand hält. Außerdem die skrupellosen Nazis, die alles dafür tun würden, um an diese geheimen 99 Thesen zu gelangen. Somit wurden in "999 - Der letzte Wächter" mehrere Zeitebenen miteinander verbunden, was dem Autor auch sehr gelungen ist.

Die Protagonisten - Pico della Mirandola und seine Freunde - sind sehr sympathisch. Die Antagonisten jedoch sind "typisch dumm" und machen viele Fehler, was ich manchmal etwas unrealistisch fand. Teils wurde das Buch für meinen Geschmack aus zu vielen verschiedenen Sichten erzählt, einige Perspektiven hätte der Autor meiner Meinung nach weglassen können.

Die Spannung in "999 - Der letzte Wächter" war zum Ende hin sehr gut, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zwischendrin gab es jedoch auch langweiligere Stellen im Buch. Das Ende wirft einige Fragen auf, weswegen ich mich über einen zweiten Band oder ein aufklärendes, abschließendes Kapitel gefreut hätte.

Ein weiterer Pluspunkt ist das schön gestaltete Cover meiner Ausgabe aus dem Goldmann Verlag.

Fazit: Empfehlenswert für jeden, der sich für die Renaissance und die Machenschaften der Kirche zu jener Zeit interessiert.

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SigiLovesBookss avatar

Rezension zu "999 - Der letzte Wächter" von Carlo Adolfo Martigli

Einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe!
SigiLovesBooksvor 4 Jahren

Das cover weckte sofort mein Interesse (schlicht, aber schön gestaltet) und die kurze Inhaltsangabe auf der Rückseite des TB weist präzise auf die Romanhandlung hin. Im Anhang ist ein Personenregister sowohl des 15./16. Jhd. als auch de 20./21. Jhd. zu finden.
Der junge Adlige Giovanni Pico Graf de Mirandola betrieb Studien zur Natur Gottes und der Menschheit, wobei die Würde des Menschen und seine Willensfreiheit im zentralen Mittelpunkt stehen, die er in 900 Thesen (und weiteren 99 als deren Quintessenz) niederschreibt. Als er diese veröffentlichen will, wird er von der kath. Kirche der Ketzerei und Häresie beschuldigt, da die Thesen eine große Gefahr für die mächtige "Heilige Römische Kirche", personifiziert durch den Pontifex Innozenz sowie den nach Macht strebenden Kardinal Borgia darstellen. Somit muss das Manuskript der 99 Thesen, das unter größter Gefahr für den (jüdischen) Buchdrucker gedruckt wurde, gehütet und sorgsam versteckt werden.
Die erste Zeitebene spielt in Rom und Florenz Ende des 15. Jahrhunderts, die zweite 1938 und ff im faschistischen Italien; hier spielen auch die deutschen Nationalsozialisten eine Rolle, die sich des Buches bemächtigen wollen, um es für ihre Zwecke zu nutzen.
Das Buch ist in einer bildhaften und sehr schönen, detailreichen Sprache geschrieben (Ein Dank auch an dieser Stelle an die Übersetzerin!) und zeigt deutlich und mit größter Spannung, ja Dramatik, das Einwirken der Kath. Kirche, das Denunziantentum, die Machtgier und Intrigen des Klerus auch auf die politisch Mächtigen und Reichen wie z.B. den Medici's in Florenz oder dem spanischen Königspaar. Deutlich wird, wie sich Päpste anhand von Erlassen die Kassen füllten (Judenverfolgungen, deren Ermordung und das Einziehen all ihrer Besitztümer); auch die unsägliche Jagd auf vermeintliche Hexen in ganz Europ und deren wahrhafte Hintergründe wird geschildert - ein "Feindbild des Bösen", den die Kirche brauchte, war gefunden worden: Die Frau! Dies steht auch in direktem Zusammenhang mit den 99 Thesen. Das sog. "Böse" (meist kräuterkundige Frauen) musste mit allen (Folter!-)methoden "bekämpft" werden...
Die Spannung ist während des gesamten Romanverlaufs von Beginn an - dermaßen groß, dass es einem historischen "Thriller" gleichkommt. Ich habe selten ein Werk solcher Explosivität gelesen und gebe daher 100 Punkte.
Ein literarisches Meisterwerk, das einem die Augen öffnet (was zuweilen schmerzhaft sein kann) und das ich uneingeschränkt sehr empfehlen kann! 

Kommentare: 1
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Bellexrs avatar

Rezension zu "Das Vermächtnis des Ketzers" von Carlo Adolfo Martigli

Das Buch Isas und die Thesen des Grafen von Mirandola
Bellexrvor 5 Jahren

Italien im Jahr 1497: Der Borgia-Papst Alexander VI. herrscht über Rom wie ein König und dies ist auch sein Ziel. Sein Sohn Cesare soll ihm auf den Papstthron folgen. Korruption, Intrigen und Morde sind an der Tagesordnung. Da erfährt der Heilige Vater von einem seltsamen Paar, welches auf den Weg in die ewige Stadt wäre und das Tagebuch Jesus Christus bei sich hätte. Dieses enthielte Wahrheiten, welche die katholische Kirche in seinen Grundfesten erschüttern könnte. Die Veröffentlichung dieses Tagebuchs muss somit um jeden Preis verhindert werden und hierfür lässt sich der Papst auf eine heikle Verschwörung ein.

 

Wo verbrachte Jesus oder Isa, wie er im Buch auch genannt wird, seine Jugend? Mit dieser Frage befasst sich das Buch und Carlo A. Martigli greift hierbei die These auf, dass Jesus während seiner Jugend in Tibet und Indien lebte. Im Alter von 12 Jahren widersetzte sich Jesus den Befehlen des Sanhedrins und wurde als Sklave in den fernen Orient verschleppt. Dort traf er auch auf Al Sayed Nasir-du-Din, der fasziniert von dem wissbegierigen Jungen ist. Bald soll Sayed der beste Freund von Jesus werden und ihn bis nach Indien und Tibet begleiten, wo Jesus bei den Mönchen in den Bergen lebte und deren Weisheiten erlernte. Nach einem Schicksalsschlag kehrte Jesus mit seinem Sohn nach rund 15 Jahren nach Palästina zurück und der Rest ist Geschichte. Doch ist Jesus wirklich am Kreuz gestorben oder kehrte er gar zu den Mönchen zurück und verstarb dort?

 

Die junge Gua Li ist zusammen mit ihrem Meister, dem tibetanischen Mönch Ada Ta auf den Weg nach Rom, um die Geschichte von Jesus Jugend zu verbreiten. Zur gleichen Zeit herrscht der Dominikanermönch Girolamo Savonarola mit eiserner Hand über Florenz. Kardinal Giovanni de Medici lebt währenddessen versteckt in Rom und sorgt durch Erpressung dafür, dass Giovanni Pico della Mirandolas bester Freund Ferruccio de Mola ihn dabei unterstützt, dass Gua Li und Ada Ta sich sicher in Rom aufhalten können. Und der Borgia-Papst Alexander VI. versucht gleichzeitig um jeden Preis zu verhindern, dass das geheime Tagebuch von Jesus, welche die beiden Fremden bei sich führen, an die Öffentlichkeit gelangt.

 

Carlo A. Martigli erzählt seine opulente, farbenprächtige Geschichte mithilfe verschiedener Erzählstränge. Zum einen begleitet man den schlitzohrigen, weisen Ada Ta und seine Tochter im Geiste Gua Li auf ihrer abenteuerlichen Reise von Tibet nach Rom, zum anderen ist man aber auch immer wieder bei den Machenschaften der Borgias dabei. Der machthungrige Papst treibt Inzucht mit seiner Tochter Lucrezia, bewusst darüber, dass sein unberechenbarer Sohn Cesare ebenfalls mit seiner eigenen Schwester eine Beziehung pflegt. Giovanni de Medici, Sohn des verstorbenen Lorenzo, agiert dagegen mehr aus dem Verborgenen und setzt hierbei geschickt den Ritter de Mola unter Druck, sich um die Neuankömmlinge zu kümmern und ihnen Schutz zu bieten. Aber auch die Geschichte über die aufregenden wie abenteuerlichen und lehrreichen Jugendjahre von Jesus lernt man im Verlauf des Buches kennen. Denn Gua Li kennt diese Wort für Wort auswendig und erzählt die Geschichte um die Jugendjahre Isas bei vielen Gelegenheiten, unter anderem so auch Bayezid II. Während seines Sultanats lebten Christen, Juden und Muslime friedlich nebeneinander in Istanbul.

 

Der historische Roman von Carlo A. Martigli ist gespickt voller Informationen über die Zeit der Renaissance, dem Leben der Borgias und de Medici, Leonardo da Vinci spielt eine kleine, aber entscheidende Rolle und auch die Kenntnisse des Autors über die katholische Kirche sind mehr als beeindruckend. Dem Autor gelingt es mühelos, sein schier unerschöpfliches Wissen geschickt, unterhaltsam und äußerst interessant in seine fesselnde wie äußerst vielschichtige Geschichte um die Jugendjahre Jesus einfließen zu lassen. Stellenweise ist die Story so spannend erzählt wie ein Thriller.

 

Geschickt vermischt Carlo A. Martigli zudem historische Fakten und Persönlichkeiten mit fiktiven Geschehnisse und Charakteren. Und obwohl wirklich eine Fülle von Personen in der Geschichte mitwirken, gelingt es dem Autor problemlos, diesen nach kurzer Zeit Profil zu geben und so eine Verwechslung auszuschließen.

 

Fazit: Eine faszinierende, wie spannend erzählte Geschichte über die These, wie Jesus seine Jugendjahre verbracht haben könnte.

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