Carlo Adolfo Martigli 999 - Der letzte Wächter

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Inhaltsangabe zu „999 - Der letzte Wächter“ von Carlo Adolfo Martigli

Drei Zeitebenen, ein Giftmord und 99 geheime Thesen Italien, zur Zeit der Renaissance: In Florenz verfasst der Philosoph und Theologe Pico della Mirandola 900 Thesen zur Natur Gottes und der Menschheit – und wird dafür der Ketzerei beschuldigt. Was niemand weiß: Nicht von den offiziellen 900, sondern von 99 zusätzlichen Thesen geht die eigentliche Gefahr für den einzig wahren Glauben aus. Und so wird das ketzerische Manifest an ein sicher geglaubtes Versteck gebracht – bis Jahrhunderte später sich ein mörderisches Regime Mirandolas Thesen zu nutze machen will und dafür über Leichen geht ...

Die volle Punktzahl und einer der besten historischen Romane, die ich in den letzten Jahren las - EMPFEHLUNG!!!

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Fazit: Die Idee der Geschichte ist nicht neu und hat man so ähnlich auch schon bei Dan Brown gelesen. Allerdings hat Carlo A. Martigli eine ganz andere Herangehensweise gewählt, die durchweg spannend und unterhaltsam umgesetzt ist.

— Bellexr
Bellexr

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  • Ein gelungener Roman zur Zeit der Renaissance

    999 - Der letzte Wächter
    GaranceLovesBags

    GaranceLovesBags

    11. June 2015 um 16:17

    Zur Zeit der italienischen Renaissance verfasst Pico della Mirandola 900 Thesen zu Gott und der Menschheit. Natürlich lässt die Kirche sich dies nicht gefallen und beschuldigt ihn der Ketzerei. Viel gefährlicher für die Kirche sind jedoch Mirandolas 99 geheimen Thesen - würden diese ans Licht kommen, wären die Tage der Kirche gezählt. Jahrhunderte später setzen die Nazis alles daran, in den Besitz jener Thesen zu kommen... Das Grundkonzept dieser Geschichte finde ich sehr interessant - ein Mann, der die Wahrheit über Gott entdeckt hat und somit das Schicksal der Kirche in der Hand hält. Außerdem die skrupellosen Nazis, die alles dafür tun würden, um an diese geheimen 99 Thesen zu gelangen. Somit wurden in "999 - Der letzte Wächter" mehrere Zeitebenen miteinander verbunden, was dem Autor auch sehr gelungen ist. Die Protagonisten - Pico della Mirandola und seine Freunde - sind sehr sympathisch. Die Antagonisten jedoch sind "typisch dumm" und machen viele Fehler, was ich manchmal etwas unrealistisch fand. Teils wurde das Buch für meinen Geschmack aus zu vielen verschiedenen Sichten erzählt, einige Perspektiven hätte der Autor meiner Meinung nach weglassen können. Die Spannung in "999 - Der letzte Wächter" war zum Ende hin sehr gut, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zwischendrin gab es jedoch auch langweiligere Stellen im Buch. Das Ende wirft einige Fragen auf, weswegen ich mich über einen zweiten Band oder ein aufklärendes, abschließendes Kapitel gefreut hätte. Ein weiterer Pluspunkt ist das schön gestaltete Cover meiner Ausgabe aus dem Goldmann Verlag. Fazit: Empfehlenswert für jeden, der sich für die Renaissance und die Machenschaften der Kirche zu jener Zeit interessiert.

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  • Einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe!

    999 - Der letzte Wächter
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    Das cover weckte sofort mein Interesse (schlicht, aber schön gestaltet) und die kurze Inhaltsangabe auf der Rückseite des TB weist präzise auf die Romanhandlung hin. Im Anhang ist ein Personenregister sowohl des 15./16. Jhd. als auch de 20./21. Jhd. zu finden. Der junge Adlige Giovanni Pico Graf de Mirandola betrieb Studien zur Natur Gottes und der Menschheit, wobei die Würde des Menschen und seine Willensfreiheit im zentralen Mittelpunkt stehen, die er in 900 Thesen (und weiteren 99 als deren Quintessenz) niederschreibt. Als er diese veröffentlichen will, wird er von der kath. Kirche der Ketzerei und Häresie beschuldigt, da die Thesen eine große Gefahr für die mächtige "Heilige Römische Kirche", personifiziert durch den Pontifex Innozenz sowie den nach Macht strebenden Kardinal Borgia darstellen. Somit muss das Manuskript der 99 Thesen, das unter größter Gefahr für den (jüdischen) Buchdrucker gedruckt wurde, gehütet und sorgsam versteckt werden. Die erste Zeitebene spielt in Rom und Florenz Ende des 15. Jahrhunderts, die zweite 1938 und ff im faschistischen Italien; hier spielen auch die deutschen Nationalsozialisten eine Rolle, die sich des Buches bemächtigen wollen, um es für ihre Zwecke zu nutzen. Das Buch ist in einer bildhaften und sehr schönen, detailreichen Sprache geschrieben (Ein Dank auch an dieser Stelle an die Übersetzerin!) und zeigt deutlich und mit größter Spannung, ja Dramatik, das Einwirken der Kath. Kirche, das Denunziantentum, die Machtgier und Intrigen des Klerus auch auf die politisch Mächtigen und Reichen wie z.B. den Medici's in Florenz oder dem spanischen Königspaar. Deutlich wird, wie sich Päpste anhand von Erlassen die Kassen füllten (Judenverfolgungen, deren Ermordung und das Einziehen all ihrer Besitztümer); auch die unsägliche Jagd auf vermeintliche Hexen in ganz Europ und deren wahrhafte Hintergründe wird geschildert - ein "Feindbild des Bösen", den die Kirche brauchte, war gefunden worden: Die Frau! Dies steht auch in direktem Zusammenhang mit den 99 Thesen. Das sog. "Böse" (meist kräuterkundige Frauen) musste mit allen (Folter!-)methoden "bekämpft" werden... Die Spannung ist während des gesamten Romanverlaufs von Beginn an - dermaßen groß, dass es einem historischen "Thriller" gleichkommt. Ich habe selten ein Werk solcher Explosivität gelesen und gebe daher 100 Punkte. Ein literarisches Meisterwerk, das einem die Augen öffnet (was zuweilen schmerzhaft sein kann) und das ich uneingeschränkt sehr empfehlen kann! 

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  • Rezension zu "999 - Der letzte Wächter" von Carlo Adolfo Martigli

    999 - Der letzte Wächter
    smutcop

    smutcop

    12. September 2012 um 18:23

    1486, Florenz. Ein Gelehrter verfaßt 900 Thesen über die Gemeinsamkeiten der großen Weltreligionen und plant ein Konzil in Rom!! Klar, das das die herrschende, katholische Kirche nicht hinnimmt. In den Abhandlungen ist soviel Sprengstoff, dass die Kirche, bei Veröffentlichung vor dem Ende stehen würde. So vertraut der Theologe Pico della Mirandola einem Wächer sein Manuskript an, mit der Auflage es zu veröffentlichen, wenn die Zeit dazu gekommen sei. Ein paar hundert Jahre später. Noch immer gibt es Wächter und noch immer ist der Stoff brisant. Nun sind es die Nationalsozialisten, die hinter den Thesen her sind, um die Macht der KIrche zu brechen.

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  • Rezension zu "999 - Der letzte Wächter" von Carlo Adolfo Martigli

    999 - Der letzte Wächter
    Bellexr

    Bellexr

    02. November 2011 um 17:22

    Die Macht des geschriebenen Wortes oder das göttliche Urprinzip . Ende des 15. Jahrhunderts in Rom verfasst der Philosoph Graf Pico della Mirandola 999 Thesen über den Glauben an Gott. Obwohl er sich durchaus bewusst ist, dass diese die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttern würde, lässt er 900 der Thesen drucken und veröffentlichen. Von den restlichen 99 Thesen lässt er jedoch nur drei Bücher anfertigen. Diese hält er vorerst unter Verschluss, da er der Überzeugung ist, dass für diese Thesen die Welt noch nicht bereit ist. Allerdings bleibt Papst Innozenz VIII. dieses Vorgehen nicht verborgen und er setzt alles daran, in den Besitz des ketzerischen Manifests zu gelangen. Fortan ist das Leben von Pico della Mirandola nicht mehr sicher und er flieht aus Rom. Nichtsdestotrotz setzt er weiterhin alles daran, auch seine restlichen 99 Thesen den Menschen zukommen zu lassen. . Im Jahr 1938 in Florenz. Die Nationalsozialisten haben von den 99 Thesen des Mirandola Kenntnis erhalten und setzen nun alles daran, in deren Besitz zu gelangen. Doch ein geheimer Orden bewacht schon seit Jahrhunderten das geheime Buch. Allerdings gibt es einen Schwachpunkt in dem Orden, der von den Nazi-Schergen gnadenlos ausgenutzt wird. . Geschickt verknüpft Carlo A. Martigli historische Gegebenheiten und Personen mit fiktiven Ereignissen und erzählt so einen schlüssigen und zumeist auch sehr spannenden historischen Kirchenthriller, den ich allerdings eher als Kirchenkrimi bezeichnen würde. Man merkt schon nach wenigen Seiten, dass dem Roman eine fundierte Recherche zugrunde liegt und hierdurch gelingt es dem Autor mühelos, einem die politischen Intrigen und Machenschaften im Umfeld der römisch-katholischen Kirche und hier besonders durch Papst Innozenz VIII. näher zu bringen. . Die Wechsel der Erzählstränge zwischen dem 15. Jahrhundert und der Zeit kurz vor dem 2. Weltkrieg sind gut gelegt, wobei der Schwerpunkt jedoch auf der Geschichte rund um Giovanni Pico della Mirandola liegt. Da bereits im Prolog erwähnt wird, dass der letzte Wächter des Buches der 99 Thesen diese Geschichte erzählt, ist natürlich der Ausgang des Romans vorhersehbar. Allerdings gestaltet sich der Weg dahin zumeist spannend, unterhaltsam und auch informativ. . Dazu trägt natürlich hauptsächlich der flüssige, bildhafte und lebendige Sprachstil von Carlo A. Martigli bei, wobei es ihm sehr gut gelingt, historische Informationen gut dosiert und verständlich in seine Geschichte mit einfließen zu lassen. So wirkt der Roman von Anfang an rund und schlüssig umgesetzt. . Mit den Charakteren hatte ich anfangs etwas meine Schwierigkeiten, doch mit der Zeit nehmen sie dann problemlos Konturen an und auch an die italienischen Namen, die wirklich zuhauf auftreten, gewöhnt man sich mit der Zeit. . Fazit: Die Idee der Geschichte ist nicht neu und hat man so ähnlich auch schon bei Dan Brown gelesen. Allerdings hat Carlo A. Martigli eine ganz andere Herangehensweise gewählt, die durchweg spannend und unterhaltsam umgesetzt ist.

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