Carlo Ancelotti

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Rezension zu "Quiet Leadership – Wie man Menschen und Spiele gewinnt" von Carlo Ancelotti

Interessante aber etwas untypische Biografie
AntjeDomenicvor einem Jahr

"Quiet Leadership - Wie man Menschen und Spiele gewinnt"
Carlo Ancelotti mit Chris Brady und Mike Forde
 Taschenbuch


Verlag: Penguin
Seitenzahl: 316
ISBN: 978-3-328-10115-4
Erstausgabe: 10. April 2017
Preis: 10,00 Euro

Klappentext:
"Ich habe mit den besten Trainern gearbeitet. Und Carlo ist der allerbeste." Zlatan Ibrahimovic

Carlo Ancelotti gehört zu den erfolgreichsten Fußballtrainern der Welt, fünf Champions-League-Siege gehen auf seinen Namen. Dabei könnte sich sein Ansatz nicht stärker unterscheiden vom aggressiven Führungsstil anderer Trainerlegenden. In „Quiet Leadership“ gibt der neue Cheftrainer des FC Bayern Einblick in seine Führungsphilosophie: Worauf kommt es Ancelotti an, wenn er ein Team übernimmt und an die Spitze führt? Wie baut er Talente auf? Wie geht er mit den Topstars um? Und wie schafft er es, die Leidenschaft für den Fußball trotz Erfolgsdruck und Professionalisierung immer weiter brennen zu lassen?

Ancelotti nimmt den Leser mit in die Kabine, auf eine Spurensuche zu Vorbildern, Herausforderungen und wichtigen Entscheidungen seiner internationalen Laufbahn. Mit exklusiven Beiträgen von David Beckham, Cristiano Ronaldo, Zlatan Ibrahimovic, John Terry, Sir Alex Ferguson u.a.

Meine Meinung zum Buch:
Ich finde, das es keine typische Biografie ist. Viel mehr ist es ein Buch über den Werdegang von Carlo Ancelotti verbunden mit vielen Tipps. Diese Tipps kann man nicht nur für den Fußball verwenden sondern auch im täglichen Leben sowie im Arbeitsleben.
Herr Ancelotti strahlt nicht nur auf dem Cover eine Ruhe aus sondern auch beim Arbeiten. Ich finde solche Leute wie Ihn sollte es mehr geben. Der Alltag usw ist einfach bei vielen viel zu hektisch und laut.
Besonnenheit und Ruhe sind daher das Türchen zum Erfolg, zumindest bei Herrn Ancelotti. Und das spricht meiner Meinung auch für Ihn als Menschen.
Kleine private Eindrücke sind in diesem Buch selten, aber dafür kann man wichtige Dinge lesen und davon vielleicht auch lernen.
Eine für mich untypische, aber sehr gelungene Biografie.

Meine Bewertung:
5 von 5 *
Vielen Dank an das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares!

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Rezension zu "Quiet Leadership – Wie man Menschen und Spiele gewinnt" von Carlo Ancelotti

Nicht nur was für eingefleischte Fussballfans___!
CaPiTvor 2 Jahren

Ich bin gerade dabei an meinen ersten Buch zuschreiben, in dem Fussball auch eine Rolle spielt. Da sich mein Interesse überwiegend nur auf das Zuschauen im Fernsehen beschränkte, wenn es um die Spiele der Europa- und Weltmeisterschaften ging, ist es nur klar das mein Wissen über Fussball nicht allzu gross war. 
Doch in meiner Geschichte geht es nicht um irgendwelche Fussballregeln, sonders mir war es wichtig zu begreifen wie es sich für Spieler und Trainer anfühlt auf dem Platz. Wie manche von ihnen aus schweren oder einfachen Verhältnissen etwas Grossartiges, aus ihrem Leben machten.
Dieses Buch, in dem es um das  aufregende Leben des weltberühmten Carlo Ancelotti geht, beschreibt es ganz genau. Und nicht nur das, er gibt  auch hilfreiche Tips für's Leben die meine teilweise eingeschränkte Sichtweise über das Leben, veränderte.

Danke dafür!

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M

Rezension zu "Quiet Leadership – Wie man Menschen und Spiele gewinnt" von Carlo Ancelotti

Ausführliche Erläuterung der Grundsätze als Trainer
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Ausführliche Erläuterung der Grundsätze als Trainer

„Kultur frisst Strategie“.

„Kein Spieler, der für Carlo spielt, sollte seinen entspannten Stil missbrauchen und seine Pflichten vernachlässigen“.

Diese beiden Sätze bilden den Kern dessen ab, was Carlo Ancelotti als „Leader“, als Führer einer Mannschaft darstellt und auch dem Verein, in dem er arbeitet, verinnerlichen möchte.

Intensive Beziehungen, eine „Kultur der Zusammengehörigkeit“, die auf Geduld, Empathie, Aufmerksamkeit und Zuwendung beruht, das ist der „familiäre Teil“ der Handschrift Ancelottis.

Einordnung in die Gemeinschaft, absolut professionelles Verhalten seinerseits und seitens der Spieler, die „Rollenzuweisung“ innerhalb einer „Familie“ verstehen und Einhalten, dabei auf bewährte, durchaus aber abwechslungsreiche Mittel des Trainings vertrauend und (so gut wie) keine Trainingseinheit ohne Ball, darin drückt sich die Arbeitshaltung des Trainers aus und die Arbeitseinstellung, die er von seinen Spielern erwartet.

Klar strukturiert legt Ancelotti diese Spiel- und Lebensphilosophie mit seinen Co-Autoren im Buch vor, unterfüttert seine sehr umgängliche Grundhaltung mit seinen vielfachen Erfahrungen als Trainer großer und größter Vereine und lässt, zur Illustration der einzelnen Elemente, ebenfalls große Spieler mit persönlichen Statements (die allesamt ungekünstelt und authentisch wirken) je zu den verschiedenen Themen zu Wort kommen.

Wie da Ibrahimowitsch, dessen Neigung zur Reibung gerade auch mit Trainern bekannt ist, eindeutig schwärmt, wie Christiano Ronaldo das interne „Gesicht“ des Trainers beschreibt (und damit auch einen Teil der eigenen, echten Person mit einbringt), das ist gut und flüssig zu lesen und erholsam anders als so manch andere Versuche aus der Welt des Sports.

Gerade weil Ancelotti sich selbst ein stückweit zurücknimmt und die „Methode“, die Haltung, die Leitkultur seiner Arbeit in den Vordergrund stellt, schärft sich sein eigenes Profil beim Lesen umso mehr, eben ohne den Eindruck von aufdringlichem Selbstbewusstsein oder gar Überheblichkeit zu vermitteln. Wobei ohne Zweifel (und sonst wäre Ancelotti nicht da, wo er ist) ein mangelndes Selbstbewusstsein keinesfalls im Raume steht. Aber eben nicht auf „Sprüche-Ebene“ oder weil er die Aufmerksamkeit und „Huldigung“ unbedingt für sich brauchen würde, sondern aus Erfahrung gereift, sich in seiner Art nicht verbiegen zu wollen (und dies auch nicht nötig zu haben).

Das, ganz nebenbei, nicht nur die Arbeitsweise und Person des neuen Trainers von Bayern München dabei dem Leser nahekommt und bekannt wird, sondern auch die Regeln und Gesetzte des Profi-Fußballs hinter den Kulissen nebenbei mit in den Blick rückt (sowohl die zu Wort kommenden Spieler streifen Vergleiche mit anderen, bekannten Trainern, als auch Ancelotti selbst seine Zusammenarbeit mit den Besitzern der Clubs und den Sportdirektoren immer wieder einmal erwähnt), rundet die Lektüre zusätzlich ab.

Informativ vermittelt das Buch einen nachhaltigen Eindruck der reflektierten Haltung Ancelottis und seiner Grundsätze als Trainer, „Anführer“, Mensch und Freund (mancher Spieler).

Eine interessante und gut zu lesende Lektüre.

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