Carlo Bernasconi Helvetia Vegetaria

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Inhaltsangabe zu „Helvetia Vegetaria“ von Carlo Bernasconi

Wie alle bäuerlich-landwirtschaftlich geprägten Gebiete verfügt die Schweiz über eine lange Tradition vegetarischer Gerichte. Jahrhundertelang kochte man vor allem das, was Gemüsegarten, Feld und Wald hergaben, ergänzt durch reichlich Käse, Milch, Butter und Rahm. Daraus sind Klassiker wie Rösti, Fondue, Älplermagronen und Capuns, Aufläufe, Gratins und Wähen in unzähligen Varianten und natürlich auch süsse Leckereien wie Rüeblitorte, Merängge, Spanischbrödli, Torta di pane, Toétché und Cuchaule entstanden. Carlo Bernasconi hat alte Kochbücher, Archive und die traditionelle Landfrauenküche durchforstet, einen reichen Schatz an Rezepten gehoben und sie für die heutige Zeit sanft aufgefrischt. 150 Rezepte, nach Regionen unterteilt, begleitet von informativen Texten über die Herkunft der Gerichte und die vegetarische Tradition der Schweiz.

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    Helvetia Vegetaria

    katze102

    05. November 2017 um 14:36

    Carlo Bernasconi 150 traditionelle, vegane Rezeptklassiker aus der Zeit vor der Massentierhaltung aus allen Regionen der Schweiz zusammengetragen, dabei u.a. Landfrauen oder alte Kochbücher zu Rate gezogen.Die Kapitel des Kochbuches entsprechen einzelnen Regionen, zu denen man ein Foto, eine kleine Einführung und die landestypischen Rezepte erhält:- Westschweiz ( Wallis, Waadt, Genf, Freiburg):z.B. gefüllte Artischocken, Chalet-Suppe, Karden-Gratin, Tomatenfondue, Kartoffelkuchen,Freiburger Käsekuchen ( herzhaft), Genfer Birnenkuchen, Weinkuchen, Sii, RoggenbrotNordwestschweiz ( Neuenburg, Jura, Basel, Basel-Land):- z.B. Baseler MehlsuppeNeuenburger Spinatkuchen, Kohlgratin, Mandeltorte, Kartoffel-Apfel-Püree, St. Martins-Kuchen, Baselbieter Kirschkuchen, Basler Leckerli- Mittelland ( Bern, Solothurn, Aargau, Zürich):z.B. Emmentaler Kartoffelsuppe, Linsensuppe, Sauerkrautsuppe, Weinsuppe, Kappeler Milchsuppe, Berner Rösti, Binätschtätschli, Bircher Müsli, Meringues, Aargauer Rüblitorte- Zentralschweiz ( Luzern, Zug Schwyz):z.B. Luzerne Kräuterrahmsuppe, Eierrösti, Süßmostcreme, Birnenweggenkuchen, Zuger Chabisbünteli, Ofeturli, Zuger Kirschtorte- Ostschweiz ( Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Appenzell):z.B. Rieslingsuppe, Appenzeller Gsöödsoppe, Chässuppe, Sankt Galler Sammetsuppe, Schaff- hauser Zwiebelwähe, Spinatwähe, Gerösteter Maisgriess, Mandelfisch, St. Galler KlostertorteSüdostschweiz und Alpenbogen ( Graubünden, Uri, Glarus, Ob- und Nidwalden):- z.B. Zigersuppe, Zwiebel-Brot-Suppe, Pizzoccheri di Poschiavo, Käse-Brot-Auflauf, Glarner Spinat-Zoggle ( Knöpfli), Birnenhonigkuchen, Engadiner Nusstorte- Südschweiz ( Tessin und Bündner Südtäler):- z.B. Karfreitagssuppe mit Gemüse und Nüssen,, Tessiner Pilzsuppe, Brotsuppe, Schwarze Polenta, Polenta mit Kräutern und Käse, Kastanienfladen, Brotkuchen, KürbiskuchenDie Rezepte sind gut erklärt, zu vielen gibt es ein Foto, das man auch in einem Designer-Magazin finden könnte. Man merkt den Rezepten an, dass sie einst, auch in ärmeren Zeiten, lecker satt machen sollten und so entsprechen sie mit Zutaten aus der eigenen Region ganz genau auch den heutigen Ansprüchen. Viele Rezepte verfügen neben dem Orginalnamen auch über einen übersetzten – bei etlichen war das wohl nicht wirklich möglich und man rätselt auf den ersten Blick. Jedes Rezept wird ergänzt durch einen ganzen Abschnitt mit Erklärungen beispielsweise zur Geschichte, zu den Zutaten oder zur Abwandlung zum vegetarischen Gericht.Viele der Gerichte sind auf Grund ihrer Zutaten oder Zusammenstellungen ganz neu und spannend für mich, ob die Verwendung von Karden, Esskastanienmus, verschiedene Zubereitungen mit Wein oder landestypischen Zutaten wie z.B. Birnenhonig. Jedesmal, wenn ich das Buch durchblättere, entdecke ich wieder neue, aufregende Rezepte, die ich noch nachkochen möchte. Auch die Einstimmungen in die jeweiligen Regionen haben mir ausgesprochen gut gefallen.

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    Helvetia Vegetaria

    ForeverAngel

    15. October 2017 um 14:14

    Immer mehr Menschen werden zu Vegetariern und ich merke, dass auch ich immer öfters keine Lust auf Fleisch habe. Richtige Vegetarierin werde ich vermutlich nie, dafür gibt es einfach zu viele Lebensmittel, auf die ich nicht verzichten möchte, aber vegetarische Tage finde ich toll. Als Inspirationsquelle habe ich mir nun Helvetia Vegetaria besorgt, ein Kochbuch voller vegetarischer Rezepte aus der Schweiz. Allerdings ist mir recht schnell aufgefallen, dass Helvetia Vegetaria nichts für die tägliche Küche ist, zumindest nicht, wenn man die minimalistischen Fotos betrachtet. Ein einzelnes auf einer Seite des Tellers platziertes Käsesoufflé ohne Beilage, ohne Dekoration, ohne irgendetwas? Tatsächlich ist auf diesem Foto nichts weiter außer einem grauen Untergrund, einem schwarzen Teller und einem (unförmigen) Käsesoufflé. Nicht gerade das, was mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Und so minimalistisch sind eigentlich alle Fotos gestaltet. Helvetia Vegetaria ist definitiv kein Kochbuch, bei dem ich beim Durchblättern Lust zum Kochen bekomme. Hier muss man schon genau wissen, wonach man sucht, und die Fotos außen vor lassen. Aufgeteilt sind die Rezepte in diesem Fall zunächst einmal geographisch und erst dann nach Gang. Eine originelle Idee, die das Stöbern im Buch allerdings erschwert. Rezepte aus der Westschweiz sind etwa Chalet-Suppe oder Tomatenfondue, aus der Nordwestschweiz kommen Gerichte wie Krautstiel mit Kümmel un Safran oder Kirschkuchen, in der Mitte der Schweiz finden sich Rezepte wie Dörrbohnensalat, Bäits Chruutstielbrot oder Funggi. In der Zentralschweiz isst man Luzerner Kräuterrahmsuppe, Ofeturli oder Süßmostcreme, im Osten Spargel-Mangold-Pastete, Zwiebelwähe oder Weinkekse, im Südosten Zigersuppe, Älplermagroonä oder Cholermues und im Süden Brotsuppe, Buchweizenspätzli mit Gemüse und Kastanienfladen. Auf den ersten Blick hat mich kein einziges dieser Rezepte sofort angesprochen, aber das liegt vermutlich ebenfalls an den Foodfotos, die bei mir einfach keinen Appetit wecken und die Fotos sind für mich beim Kochbuch nun einmal mit das Wichtigste. Wenn ich das Buch noch zwei- oder dreimal durchblätter, ist bestimmt die eine oder andere Suppe und das eine oder andere Dessert dabei, das ich einmal nachkochen werde. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht muss man ein großer Schweizfan sein, um dieses Buch zu schätzen zu wissen. Vielleicht muss man dort mal gelebt haben oder die Schweiz lange Zeit bereist haben. Vielleicht bin ich auch einfach nicht der Typ, der auf minimalistische Foodfotografie steht. Vielleicht habe ich einfach etwas anderes erwartet. Meinen Geschmack trifft es - vor allem optisch - jedenfalls nicht und bei dem Preis habe ich leider mehr erwartet. (c) Books and Biscuit

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