Carlo Feber

 3,9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor*in von 1946: In den Ruinen von Babylon, Das Spiel der Anderen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Carlo Feber arbeitet als freier Schriftsteller, Creative Writing-Dozent, Script Doctor und Schreib-Coach. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Berlin und Paris war er zunächst als Arbeitswissenschaftler und Projektmanager im Medienbereich tätig. Seit 1995 schreibt er Kriminal- und historische Romane.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Carlo Feber

Cover des Buches 1946: In den Ruinen von Babylon (ISBN: 9783492504331)

1946: In den Ruinen von Babylon

 (5)
Erschienen am 01.02.2021
Cover des Buches Das Spiel der Anderen (ISBN: 9783894254728)

Das Spiel der Anderen

 (3)
Erschienen am 09.05.2016
Cover des Buches Der tote Champagner-Präsident (ISBN: 9783311125556)

Der tote Champagner-Präsident

 (2)
Erschienen am 10.03.2022
Cover des Buches Der Tote im Winterhafen (ISBN: 9783863586843)

Der Tote im Winterhafen

 (1)
Erschienen am 21.04.2016
Cover des Buches Die letzten Tage von Tsingtau (ISBN: 9783492505925)

Die letzten Tage von Tsingtau

 (1)
Erschienen am 31.03.2022
Cover des Buches Die Tochter des Mandarins (ISBN: 9783646800067)

Die Tochter des Mandarins

 (2)
Erschienen am 08.08.2013
Cover des Buches Die leinenweiße Braut (ISBN: 9783897059221)

Die leinenweiße Braut

 (1)
Erschienen am 16.02.2012
Cover des Buches Blutroter Champagner (ISBN: 9783311125716)

Blutroter Champagner

 (0)
Erschienen am 12.10.2023

Neue Rezensionen zu Carlo Feber

Cover des Buches Die letzten Tage von Tsingtau (ISBN: 9783492505925)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Die letzten Tage von Tsingtau" von Carlo Feber

Tsingtau im Jahre 1911, Hafenstadt in China, und ein deutscher Marinestützpunkt.
dunkelbuchvor 10 Monaten

Eine faszinierende Welt mit alten Tempeln und neuen Villen, heiligen Bergen und verrufenen Spelunken. Hier will der Marinearzt Heinrich Renau Karriere machen, um seiner reichen Verlobten im fernen Berlin ebenbürtig zu werden. Doch dann bricht die Pest aus und in Peking wird die Revolution ausgerufen. Inmitten der Wirren verliebt Renau sich in Chou-Li, die faszinierende Tochter des Gouverneurs des chinesischen Umlands. Doch die Tage der Deutschen in Tsingtau sind gezählt und eine Zukunft für ihre verbotene Liebe zu finden scheint aussichtslos ... 

Der Roman begleitet Heinrich Renau  über mehrere Jahre, bis hin zum Beginn des ersten Weltkrieges. Dies soll dann auch das Ende der deutschen Kolonie darstellen; mit Kriegsbeginn wird Tsingtau von den Japanern angegriffen, und die Hafenstadt wird fallen.

Die Liebesgeschichte nimmt nur einen kleinen Teil des Buches ein (ist aber der rote Faden), weit mehr wird das Leben der stationierten Soldaten, und aller Bewohner der Stadt, die das Leben nach Asien getrieben hat, und die fern von der Heimat ihr Glück suchten dargestellt.

Hier wird das Leben vor und bis zum Untergang der deutschen Kolonie in China erzählt.  

Episch angelegt, vielschichtig, spannend.

Cover des Buches 1946: In den Ruinen von Babylon (ISBN: 9783492504331)
katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "1946: In den Ruinen von Babylon" von Carlo Feber

Schieber, Verbrecher und zwei gewitzte Jungs
katikatharinenhofvor 3 Jahren

Die Vorbereitungen zur ersten freien Wahl in Berlin wir vom Mord an der Politikerin Döring überschattet. Die beiden Kommissaranwärter Lanke und Steinert müssen in den Trümmern ermitteln und bekommen nicht ganz unerwartet Schützenhilfe von zwei gewitzten Jungs, die ihnen mit manch gutem Tipp helfen. Berlin ist ein Umschlagplatz für Schieber, Verbrecher und zwielichtige Gestalten, die den beiden Kommissaranwärtern die Ermittlungen nicht gerade einfach machen...


Der Auftakt zur neuen Nachkriegs-Krimi-Reihe von Carlo Ferber kann sich wirklich sehen lassen, denn mit seinem bildhaften Schreibstil lässt er die grauen Gerippe der zerbombten Stadt aus den Seiten gen Himmel steigen, der feine Aschestaub ist allgegenwärtig und irgendwie fühlt es sich immer so an, als würde hinter der nächsten Häuserruine jemand stehen und den Leser beobachten. Die Atmosphäre wird sehr gut transportiert und vermittelt dem Leser das Gefühl, sich mit Atze und Günni zwischen all den Schuttbergen zu bewegen, um auf "Schatzsuche" zu gehen.

Die beiden Kommissaranwärter sind ebenfalls gut gelungen und erinnern mich ein wenig an Derrick und Harry, denn sie ergänzen sich perfekt und haben es faustdick hinter den Ohren.

Der Fall baut sich langsam auf, hat einen dauerhaft gestrafften Spannungsbogen und mir gefallen besonders die Szenen von Hellas Flucht über die Dächer von Berlin und von der Jagd nach dem Baron. Spannende und dramatische Szenen, in den der Puls rast, das Herz gegen den Brustkorb hämmert und der Atem angehalten wird, weil man es vor Anspannung kaum noch aushält.

Die weitverzweigten Netze der Schieber sind für den Leser vom Schreibenden gut aufgedröselt, nachvollziehbar offengelegt und man bekommt einen sehr guten Einblick in den Schwarzmarkthandel.

Die Klüngeleien im Nachkriegsberlin , die neue politische Situation, die noch auf recht jungfräulichen Beinen steht und das noch sehr lückenbehaftete Netz an unbelasteten Polizisten sind vom Autor sehr gut recherchiert und bieten, neben den Kriegstrümmern der Stadt, eine perfekte Kulisse für das personifizierte Böse.

Cover des Buches 1946: In den Ruinen von Babylon (ISBN: 9783492504331)
Philienes avatar

Rezension zu "1946: In den Ruinen von Babylon" von Carlo Feber

Verbrechen in Trümmern
Philienevor 3 Jahren

Spannung pur.

Berlin liegt in Trümmern, nur langsam geht der Aufbau voran. Ob es nun die Gebäude geht, oder um die Versorgung mit Lebensmitteln. Der Schwarzmarkt buhmt...

Mittendrin.ist  Curt ein junger Polizeianwärter, zusammen mit seinem Kollegen soll er den Mord an einer Apothekerin, die sich politisch angariert, aufklären. Der Fall entwickelt sich immer verzwickter und es treten ständig neue Fragen auf. Als Leser ist man die ganze Zeit am mitfiebern, rätseln und ermitteln. 


Aber auch das Leben in der zerbombten Stadt ist sehr lebhaft und glaubhaft dargestellt. Tolle Figuren machen die Geschichte lebendig. Da ist zum Beispiel Günnie, ein Junge der mit Schwarzmarkt und Entbehrungen aufwächst, sich aber gewitzt durchs Leben schlägt. Oder die Näherin Hellen, die nebenbei als Tänzerin arbeitet.


Ein spannender Krimi der uns einen Blick in die harte Zeit nach dem Krieg ermöglicht.

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