Carlo Feber

 3,9 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von 1946: In den Ruinen von Babylon, Das Spiel der Anderen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carlo Feber

Carlo Feber arbeitet als freier Schriftsteller, Creative Writing-Dozent, Script Doctor und Schreib-Coach. Nach dem Studium der Politikwissenschaft in Berlin und Paris war er zunächst als Arbeitswissenschaftler und Projektmanager im Medienbereich tätig. Seit 1995 schreibt er Kriminal- und historische Romane.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Carlo Feber

Cover des Buches 1946: In den Ruinen von Babylon (ISBN: 9783492504331)

1946: In den Ruinen von Babylon

 (4)
Erschienen am 01.02.2021
Cover des Buches Das Spiel der Anderen (ISBN: 9783894254728)

Das Spiel der Anderen

 (3)
Erschienen am 09.05.2016
Cover des Buches Die Tochter des Mandarins (ISBN: 9783646800067)

Die Tochter des Mandarins

 (2)
Erschienen am 08.08.2013
Cover des Buches Der Tote im Winterhafen (ISBN: 9783863586843)

Der Tote im Winterhafen

 (1)
Erschienen am 21.04.2016
Cover des Buches Die leinenweiße Braut (ISBN: 9783897059221)

Die leinenweiße Braut

 (1)
Erschienen am 16.02.2012
Cover des Buches Die letzten Tage von Tsingtau (ISBN: 9783426216330)

Die letzten Tage von Tsingtau

 (0)
Erschienen am 02.11.2017

Neue Rezensionen zu Carlo Feber

Cover des Buches 1946: In den Ruinen von Babylon (ISBN: 9783492504331)katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "1946: In den Ruinen von Babylon" von Carlo Feber

Schieber, Verbrecher und zwei gewitzte Jungs
katikatharinenhofvor einem Monat

Die Vorbereitungen zur ersten freien Wahl in Berlin wir vom Mord an der Politikerin Döring überschattet. Die beiden Kommissaranwärter Lanke und Steinert müssen in den Trümmern ermitteln und bekommen nicht ganz unerwartet Schützenhilfe von zwei gewitzten Jungs, die ihnen mit manch gutem Tipp helfen. Berlin ist ein Umschlagplatz für Schieber, Verbrecher und zwielichtige Gestalten, die den beiden Kommissaranwärtern die Ermittlungen nicht gerade einfach machen...


Der Auftakt zur neuen Nachkriegs-Krimi-Reihe von Carlo Ferber kann sich wirklich sehen lassen, denn mit seinem bildhaften Schreibstil lässt er die grauen Gerippe der zerbombten Stadt aus den Seiten gen Himmel steigen, der feine Aschestaub ist allgegenwärtig und irgendwie fühlt es sich immer so an, als würde hinter der nächsten Häuserruine jemand stehen und den Leser beobachten. Die Atmosphäre wird sehr gut transportiert und vermittelt dem Leser das Gefühl, sich mit Atze und Günni zwischen all den Schuttbergen zu bewegen, um auf "Schatzsuche" zu gehen.

Die beiden Kommissaranwärter sind ebenfalls gut gelungen und erinnern mich ein wenig an Derrick und Harry, denn sie ergänzen sich perfekt und haben es faustdick hinter den Ohren.

Der Fall baut sich langsam auf, hat einen dauerhaft gestrafften Spannungsbogen und mir gefallen besonders die Szenen von Hellas Flucht über die Dächer von Berlin und von der Jagd nach dem Baron. Spannende und dramatische Szenen, in den der Puls rast, das Herz gegen den Brustkorb hämmert und der Atem angehalten wird, weil man es vor Anspannung kaum noch aushält.

Die weitverzweigten Netze der Schieber sind für den Leser vom Schreibenden gut aufgedröselt, nachvollziehbar offengelegt und man bekommt einen sehr guten Einblick in den Schwarzmarkthandel.

Die Klüngeleien im Nachkriegsberlin , die neue politische Situation, die noch auf recht jungfräulichen Beinen steht und das noch sehr lückenbehaftete Netz an unbelasteten Polizisten sind vom Autor sehr gut recherchiert und bieten, neben den Kriegstrümmern der Stadt, eine perfekte Kulisse für das personifizierte Böse.

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Cover des Buches 1946: In den Ruinen von Babylon (ISBN: 9783492504331)Philienes avatar

Rezension zu "1946: In den Ruinen von Babylon" von Carlo Feber

Verbrechen in Trümmern
Philienevor 3 Monaten

Spannung pur.

Berlin liegt in Trümmern, nur langsam geht der Aufbau voran. Ob es nun die Gebäude geht, oder um die Versorgung mit Lebensmitteln. Der Schwarzmarkt buhmt...

Mittendrin.ist  Curt ein junger Polizeianwärter, zusammen mit seinem Kollegen soll er den Mord an einer Apothekerin, die sich politisch angariert, aufklären. Der Fall entwickelt sich immer verzwickter und es treten ständig neue Fragen auf. Als Leser ist man die ganze Zeit am mitfiebern, rätseln und ermitteln. 


Aber auch das Leben in der zerbombten Stadt ist sehr lebhaft und glaubhaft dargestellt. Tolle Figuren machen die Geschichte lebendig. Da ist zum Beispiel Günnie, ein Junge der mit Schwarzmarkt und Entbehrungen aufwächst, sich aber gewitzt durchs Leben schlägt. Oder die Näherin Hellen, die nebenbei als Tänzerin arbeitet.


Ein spannender Krimi der uns einen Blick in die harte Zeit nach dem Krieg ermöglicht.

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Cover des Buches 1946: In den Ruinen von Babylon (ISBN: 9783492504331)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "1946: In den Ruinen von Babylon" von Carlo Feber

„Im Frieden gelten andere Regeln.“ „Jetzt darf man töten wieder Mord nennen“
Bellis-Perennisvor 3 Monaten

„Im Frieden gelten andere Regeln.“ „Jetzt darf man töten wieder Mord nennen“

Carlo Feber, Autor zahlreicher historischer Roman entführt die Leser in das Berlin des Jahres 1946.  

Die Stadt liegt in Trümmern, die Menschen sind teilweise demoralisiert, teilweise haben sie Hoffnung auf einen Neubeginn. Fast allen ist die Jagd nach Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs gemeinsam. Doch es ist kaum etwas auf Bezugsscheine erhältlich, weswegen der Schwarzmarkt floriert und sich große und kleine Gauner breit machen. 

Atze und Günni, zwei Kinder, finden auf einer ihrer Suche nach brauchbaren Resten die Leiche von Margarete Döring, einer Apothekerin und angehenden Politikerin. Sie klauen deren Ohrringe, melden aber die Tote bei der Polizei. Damit setzen sie eine Ermittlung in Gang, deren Dimension nicht abschätzbar ist.  

Kommissar Oskar Brenner beauftragt Curt Lanke und Hajo Steinert, zwei Kommissaranwärter, mit den Ermittlungen. Schnell stoßen sie auf zahlreiche Ungereimtheiten im Leben der Apothekerin. Warum interessiert sich die Polizei der französischen Besatzer für den Fall? Was hat es mit der chemischen Analyse der Tabletten „Cibazol“ auf sich? Will die Apothekerin in den Handel mit gefälschten Medikamenten einsteigen? Hat sie deswegen eine große Menge Devisen in ihrem Tresor? 

Lanke und Steinert sind nicht die Einzigen, die in diesem Mordfall Nachforschungen anstellen. Da ist neben Günni, noch die Näherin Hella, die das Abendkleid für Margarete Döring genäht hat. Als sie entdeckt, dass ihre Chefin das eine oder andere Geheimnis hat, beginnt sie Nachforschungen anzustellen, die sie in große Gefahr bringen. 

Meine Meinung: 

Das zerstörte Berlin, wenige Monate nach Kriegsende, bietet eine ideale Kulisse für diesen Krimi. Die vier Besatzungsmächte müssen erst die Strukturen wieder errichten, was angesichts der Trümmer nicht so leicht zu bewerkstelligen ist. Es ist schwierig, Menschen zu finden, die keine Anhänger des Regimes waren. Zu den wenigen gehören Lanke und Steinert, die nun in die neue Kriminalpolizei aufgenommen werden sollen. 

Die Charaktere sind gut gelungen und die Atmosphäre wirkt authentisch.  

Wir lernen zahlreiche Menschen kennen, die unterschiedlicher nicht sein können. Lanke und Steinert, die Jungs Atze und Günni, die nichts anderes als HJ, Parolen, Bombenhagel kennen und vaterlos aufwachsen müssen, Sigrid und Hella, die neben ihrer Arbeit in der Schneiderei als Tänzerinnen auftreten.  

Eine schillernde Figur ist die ermordete Pharmazeutin: Man versucht ihre Reputation zu untergraben und dichtet ihr an, die Apotheke auf unredliche Art erworben zu haben, um ihre Kandidatur zu verhindern.  

Wir Leser bekommen einen guten Eindruck vom Leben der Menschen im Berlin des Jahres 1946. Jeder ist sich selbst der Nächste und viele versuchen rücksichtslos, Vorteile zu lukrieren. Wir begleiten Atze und Günni bei ihrer Jagd nach braubaren Gütern aus den Trümmern, die sie auf dem Schwarzmarkt eintauschen und dürfen Sigrid und Hella bei ihren Auftritten als Tänzerinnen zusehen. 

Die Ermittlungen der beiden Kommissar-Anwärter gestalten sich komplex. Mehrmals werden sie nicht ernst genommen. Durch den krankheitsbedingten Ausfall von Oskar Brenner, sind sie auf sich allein gestellt und müssen improvisieren. Sie ermitteln in verschiedene Richtungen. Autor Carlo Feber schickt nicht nur seine Ermittler in diverse Sackgassen, sondern auch die Leser, denn nichts ist, wie es scheint.  

Fazit: 

Ein gut gelungener, spannender Reihenauftakt aus dem Berlin 1946, wo das Alte nicht mehr gilt und das Neue noch nicht etabliert ist. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

 

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Gespräche aus der Community

Instant Books – Thrill und Romance digital!


Carlsens neues digitales Label steht für schnelle, süffige Lektüre in den Genres Thrill und Romance und richtet sich vor allem an erwachsene Leser.

Carlo Feber ist einer der ersten 10 Autoren die bei Instant Books ihr Buch veröffentlicht haben.

"Die Tochter des Mandarin" würde ich euch deswegen gerne in einer Leserunde

vorstellen.

Tsingtau 1911. Eine schillernde Welt zwischen Pagoden und Trabrennbahnen, zwischen heiligen Bergen und mondänen Tennisplätzen, zwischen Preußen und China. Hier will der Marinearzt Heinrich Renau Karriere machen. Doch die Idylle wird jäh zerstört: Erst bricht die Pest aus, dann wird in Peking die bürgerliche Revolution ausgerufen. Mitten in den gesellschaftlichen Wirren verliebt sich Renau in die kluge Chou-Li, die schöne Tochter des chinesischen Gouverneurs – eine unmögliche Verbindung. Die beiden geraten in einen Strudel aus Intrigen, Verrat und Machtgier, der ihre Liebe auf eine harte Probe stellt. Als Japan dann noch den Krieg erklärt, sind die Tage von Tsingtau gezählt. Renau und Chou-Li kämpfen um ihre Welt. Und um ihre Liebe.

Eine große Liebe in Tsingtau


Zum Autor


© privat

Carlo Feber, geboren in der Pfalz, studierte Politologie in Berlin und Paris. Seit 1995 arbeitet er als Schriftsteller und schreibt Krimis und Historische Romane. Er leite außerdem Creative-writing-Seminare und Roman-Coachings.

Weitere Infos gibt es auch in der "Carlsen Fan-Lounge"

und Carlo Feber findet man auch auf Facebook.

Autor Carlo Feber wird aus beruflichen Gründen nicht an der Leserunde teilnehmen, aber über das Unterthema Fragen an den Autor, habt ihr die Möglichkeit den Autor auszuhorchen. Ich gebe die Fragen/Antworten weiter!

Wir suchen nun 20 Leser, die das Buch gerne in der Leserunde besprechen und anschließend rezensieren möchten.

Das Buch gibt es nur als E-Book im mobi oder ePub Format.

Nach Möglichkeit sollte das Buch anschließend auch bei Amazon oder einer ähnlichen Verkaufsplattform rezensiert werden.

Wir freuen uns nun auf eure Bewebungen!

Viel Glück wünschen Euch

Carlo & Katja


124 BeiträgeVerlosung beendet

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in 33 Bibliotheken

auf 9 Wunschzettel

von 5 Lesern aktuell gelesen

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