Carlo Fruttero

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Lebenslauf von Carlo Fruttero

siehe auch unter Autorenseite: »Fruttero & Lucentini«

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Das Geheimnis der Pineta

Das Geheimnis der Pineta

 (10)
Erschienen am 01.07.2005
Frauen, die alles wissen

Frauen, die alles wissen

 (2)
Erschienen am 17.04.2009
Ein Herr mit Zigarette

Ein Herr mit Zigarette

 (1)
Erschienen am 15.01.2013
Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz

Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz

 (2)
Erschienen am 15.10.2007
Der rätselhafte Sinn des Lebens

Der rätselhafte Sinn des Lebens

 (7)
Erschienen am 01.12.1998
Wie weit ist die Nacht

Wie weit ist die Nacht

 (3)
Erschienen am 01.08.1998
Der unsichtbare Zweite

Der unsichtbare Zweite

 (2)
Erschienen am 01.01.2001

Neue Rezensionen zu Carlo Fruttero

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MilenaSchleuderhonigs avatar

Rezension zu "Du bist so blaß. Eine Sommergeschichte." von Carlo Fruttero

Eine Novelle über die Oberflächlichkeit
MilenaSchleuderhonigvor 9 Tagen

"Eine Sommergeschichte", ja, eine kleine Etüde über die italienische High Society und ihre Ferienkultur. Man merkt schnell, auch eine Satire über die Oberflächlichkeit und Sinnlosigkeit dieser Snobs. Und auf einmal ist es auch eine Gruselgeschichte mit philosophischen Hintergedanken, und dann ist sie auch schon wieder vorbei.
Ich bin auf dieses Büchlein, was man leicht auf dem Flug in den Italienurlaub lesen könnte, aufmerksam geworden durch eine philosophische Reflexion des Films "Mulholland Drive" von David Lynch. Dieser soll nämlich Frutteros & Lucentinis Novelle gelesen haben, und wenn man das auch hat, sieht man seinen rätselhaften Film noch einmal mit anderen Augen.

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Rezension zu "Ein Herr mit Zigarette" von Carlo Fruttero

Rezension zu "Ein Herr mit Zigarette" von Carlo Fruttero
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Geschichten eines Lebens

Nicht unbedingt in chronologischen Abläufen und nicht in einem strikt durchlaufenden Text erzählt Carlo Fruttero aus seinem Leben, sondern durchaus auch ein Stück assoziativ legt er kleinere und größere Begebenheiten, Erinnerungen, Reminiszenzen an Freunde in diesem Band vor. So entsteht eine Form der Autobiographie, die dem Leser den Zugang zur inneren Welt, zur Persönlichkeit und zum Denken Frutteros eher eröffnet, als dass äußere Lebensstationen und äußere Ereignisse vorrangig nachgezeichnet werden würde.

In dieser Form aber gelingt es Fruttero durchaus ins einer eleganten, treffenden Sprache, den Leser mitzunehmen auf einzelne Momente und Stationen seiner Lebensreise. Gelingt es ihm spielerisch leicht, z.B. den ganz einfachen Hintergrund seiner Skepsis dem Faschismus gegenüber zu erläutern. Der hauptsächlich darin beruht, dass er selbst an einer entsprechenden Parade teilnahm und sich, nach dem ersten Defile, hinten wieder anstellen musste für einen zweiten Vorbeimarsch, damit eben die „jubelnde Parade“ auch wirklich gefüllt und lange erscheint. Was Fruttero umgehend zur Frage führt, ob all diese „Duce-Großveranstaltungen“ nichts anderes als aufgebauscht und getürkt sind.

Ebenso mit bildreicher Kraft findet sich die Beschreibung von Prägungen der Kindheit, die gemeinsame Weinlese auf dem Land, das ein oder andere verschrobene Familienmitglied (der Vater, der Telefone und Automobile als „neumodisch“ eher ablehnt). Ereignisse, die den Leser die Mentalität, die Atmosphäre des damaligen Italien spüren lassen.

Nicht fehlen dürfen natürlich auch (durchaus Raum einnehmend im Buch) Erinnerungen an seinen Freund, Mitautoren und Pendant Franco Lucentini. Texte, die zeigen, dass Fruttero nicht nur sich hintergründig und fassbar darzustellen vermag, sondern die schriftstellerische Gabe besaß, Personen in ihrem Wesen zu erfassen und dies in genau beobachteten und ebenso präzise niedergeschriebenen Ereignissen vor die Augen des Lesers zu führen.

Im Plauderton nimmt Fruttero den Leser mit auf die Reise in vergangene Zeiten, in das Italien zu Anfang des letzten Jahrhunderts, in das Paris der großen Journalisten und Schriftsteller, in das „sich nach oben schwimmende“ Leben (wunderbar geschildert, wie er in Paris ankommend „in die Lücken der Stadt“ zu schlüpfen hat und keineswegs in noblen Herbergen residierte wie die damals schon bekannten „Sterne“ der schreibenden Zunft).

Fast mehr aber noch als das, was Fruttero erzählt, beeindruckt es, wie er es erzählt. Ein großer Sprachschatz, wunderbar gesetzte und formulierte Sätze, nicht künstlich verziert und dennoch elegant, durchaus auch einmal breiter schildernd und dennoch nie den gemeinten Punkt aus den Augen verlierend. Man könnte sagen, ein kultivierter Vertreter der „alten Schule“ zeigt hier noch einmal sein schriftstellerisches Können. Und macht keinen helhl daraus, dass er als Person durchaus auch energischer, lauter konnte. Ein „ehrwürdiger Greis“ oder ein ständig kontrollierter Mensch, das war Fruttero bei Weitem nicht.

Insgesamt ergibt die Lektüre ein interessantes, schön zu lesendes, Kaleidoskop aus „Lebensbildern“ und Entwicklungen, die diesen Schriftsteller noch einmal (nach seinem Tod 2012) elegant und fassbar in den Raum stellen.

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M

Rezension zu "Das Geheimnis der Pineta" von Carlo Fruttero

Rezension zu "Das Geheimnis der Pineta" von Carlo Fruttero
moussellavor 6 Jahren

Absolut empfehlenswert. Spannende und geistreiche Unterhaltung ist garantiert. Das Buch ist fein und witzig geschrieben, die Story ist intelligent und überraschend konstruiert. Man fühlt sich mitten im Geschehen, und es ist sehr italienisch, maremmanisch. Donna Leon kann sich eine Scheibe vom Können der beiden Meister abschneiden. Die Pineta ist Kriminalliteratur der Sonderklasse!

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Carlo Fruttero wurde am 19. September 1926 in Turin (Italien) geboren.

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