Carlo Ginzburg

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Carlo GinzburgDer Käse und die Würmer
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Der Käse und die Würmer
Der Käse und die Würmer
 (5)
Erschienen am 01.02.2007
Carlo GinzburgHexensabbat
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Hexensabbat
Hexensabbat
 (1)
Erschienen am 07.03.2005
Carlo GinzburgHolzaugen
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Holzaugen
Carlo GinzburgSpurensicherung
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Spurensicherung
Spurensicherung
 (0)
Erschienen am 21.09.2011
Carlo GinzburgDie Wahrheit der Geschichte
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Die Wahrheit der Geschichte
Die Wahrheit der Geschichte
 (0)
Erschienen am 01.04.2001
Carlo GinzburgDas Schwert und die Glühbirne
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Das Schwert und die Glühbirne
Das Schwert und die Glühbirne
 (0)
Erschienen am 22.07.1999
Carlo GinzburgErkundungen über Piero
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Erkundungen über Piero
Erkundungen über Piero
 (1)
Erschienen am 01.01.1999
Carlo GinzburgDer Käse und die Würmer. Die Welt eines Müllers um 1600
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Der Käse und die Würmer. Die Welt eines Müllers um 1600

Neue Rezensionen zu Carlo Ginzburg

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Rezension zu "Hexensabbat" von Carlo Ginzburg

Von der Kontinuität kultureller Ideen
Sokratesvor 4 Jahren

Das Buch hat mich ein wenig an Hans Peter Duerrs „Die Fahrt der Argonauten“ erinnert: Gegenstand ist die Suche nach den historischen Fakten hinter ethnologisch-mythologischen Motiven und Erzählungen. Ginzburg beschäftigt sich im vorliegenden Buch mit der Frage, warum gegen Ende des 14. Jahrhunderts eine auffällige Häufung von Erzählungen angeblicher nächtlicher Ritte von Frauen inkl. Gelagen die Akten der Inquisition bzw. Gerichte bevölkern. Dass es magische Praktiken im Volksglauben gab, war bereits zu jenen Zeiten aktuelles Wissen – ein Grund, warum die Inquisition zu Beginn der Frühen Neuzeit in verstärktem Maße vermeintlicherweise gegen „Hexen“ vorgehen müsse. Ginzburg interessiert hierbei jedoch vor allem, ob nicht die Geschichten von „Hexen“ und insbesondere dem sogenannten „Hexensabbat“ nicht erst durch die Aufnahme und Verarbeitung in Gerichts- und Inquisitionsakten ihre Verbreitung gefunden hat. Und: was ist eigentlich die Basis dieser Metapher? Wo kam sie ethymologisch her, in welchen Gegenden Europas trat das Motiv insbesondere auf? Ginzburg arbeitet im Laufe seines Buches eine Vielzahl an Schrift- und Kulturquellen auf. Seine Suche nach dem historischen Kern des „Hexensabbat“ führt ihn nicht nur in die Antike und deren Mythen und Sagen, sondern auch zu den Kelten und Skythen, deren Kultur- und Sagenschatz gleichermaßen in europäischen Ideen bis heute Verarbeitung fand. Das Buch dokumentiert in eindringlicher Weise die Kontinuität von Gedanken und Ideen, über Kulturkreise und -grenzen hinweg.  Es zeigt auch, wie sehr sich Mythen und Vorstellungen bis heute über die Jahrhunderte hinweg erhalten haben und dass wir noch heute mit deren Bedeutungsinhalt arbeiten – gleichsam wie unsere Vorfahren zu Beginn der Frühen Neuzeit.

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