Carlos Fuentes

 3,6 Sterne bei 56 Bewertungen
Autor von Aura, Terra nostra und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carlos Fuentes

Carlos Fuentes, am 11. November 1928 in Panama geboren, studierte Jura und schlug zunächst die diplomatische Laufbahn ein, um sich dann vor allem dem Schreiben und der Literatur zuzuwenden. In den 70er Jahren war er mexikanischer Botschafter in Paris, lehrte in Harvard und lebte in den USA. 1987 erhielt Carlos Fuentes die höchste Auszeichnung der spanischsprachigen Welt: den Cervantes-Preis. 2008 wurde ihm der Premio Internacional Don Quijote de la Mancha verliehen. Carlos Fuentes starb am 15. Mai 2012 in Mexiko-City.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Carlos Fuentes

Cover des Buches Aura (ISBN: 9783596139880)

Aura

 (8)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Unheimliche Gesellschaft (ISBN: 9783596168620)

Unheimliche Gesellschaft

 (7)
Erschienen am 01.11.2008
Cover des Buches Der alte Gringo (ISBN: 9783518222843)

Der alte Gringo

 (3)
Erschienen am 01.05.1998
Cover des Buches Landschaft in klarem Licht (ISBN: 9783866157927)

Landschaft in klarem Licht

 (3)
Erschienen am 19.06.2010
Cover des Buches Die gläserne Grenze (ISBN: 9783596146468)

Die gläserne Grenze

 (4)
Erschienen am 01.12.2000
Cover des Buches Diana oder Die einsame Jägerin (ISBN: 9783596137145)

Diana oder Die einsame Jägerin

 (2)
Erschienen am 01.02.1998
Cover des Buches Die Jahre mit Laura Díaz (ISBN: 9783596148110)

Die Jahre mit Laura Díaz

 (3)
Erschienen am 01.05.2002
Cover des Buches Alle glücklichen Familien (ISBN: 9783596178698)

Alle glücklichen Familien

 (2)
Erschienen am 09.12.2010

Neue Rezensionen zu Carlos Fuentes

Cover des Buches Unheimliche Gesellschaft (ISBN: 9783100207524)Nymphenbads avatar

Rezension zu "Unheimliche Gesellschaft" von Carlos Fuentes

Phantastik aus Mexiko
Nymphenbadvor 9 Monaten

Als einer der grundlegenden Autoren des "Booms" hat der Mexikaner Carlos Fuentes in seinen wichtigsten Romanen - "Nichts als das Leben" (1962), "Terra Nostra" (1975), "Die Jahre mit Laura Diaz" (1999) u.a. - eine interessante Reflexion über die kulturelle Vielfalt und Geschichte seines Landes angestellt. Gleichzeitig hat Fuentes, wie jeder Autor von Rang, mit Erzählungen wie jenen, die in seinem ersten Buch "Verhüllte Tage" (1954) dargeboten werden, den Kurzromanen "Aura" (1962) und "Das gläserne Siegel" (2001), die Phantastik in seine Erzählungen einfließen lassen.

In diesem Sinne ist "Unheimliche Gesellschaft" (2004) eine Sammlung von Rätsel- und Horrorgeschichten, ein Band mit sechs Geschichten und einer Schlüsselfrage: "Ist Leben diese kurze Spanne, dieses Nichts zwischen Wiege und Grab?" 

Das Ergebnis spaltete die Kritiker in jene, die sagen, die Sammlung sei nicht mehr als "ein Haufen mittelmäßiger Geschichten" (vornehmlich aus dem Schubladenlager des bürgerlichen Realismus), und jene, die sie als Beispiel für technisches Können, poetisches Staunen und nicht immer gelinden Horror sehen, und das - mit Verlaub - sollten alle sein, die zumindest ein kleines bisschen im Bilde sind.

Die sechs Geschichten in diesem Buch gehen von alltäglichen Situationen aus, um ins Unwirkliche zu führen, aber nicht in der Art der Phantastik von Borges und Julio Cortázar, sondern durch die Aktualisierung der alten Tradition der Schauergeschichte mit seinen Villen, Gespenstern und düsteren Geheimnissen. (Der ganze Artikel auf phantastikon.de

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Cover des Buches Aura (ISBN: 9783596139880)Beusts avatar

Rezension zu "Aura" von Carlos Fuentes

Eine meisterhafte Miniatur - buchstäblich zeitlos!
Beustvor 3 Jahren

Eine der schönsten Liebensgeschichten, die ich kenne; eine Geschichte voller geheimnisvollem Zauber, liebesblinder Hingabe und rauschhaftem vergessen. Besonders gelungen finde ich die Aufhebung von Zeit und Raum, die Einebnung der Frage, wie alt man selbst ist, wie alt der Partner oder welchen Unterschied dies macht, Liebe Ist zeitlos.

Ich habe kein Buch häufiger verschenkt, als dieses Bändchen.

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Cover des Buches Landschaft in klarem Licht (ISBN: 9783866157927)

Rezension zu "Landschaft in klarem Licht" von Carlos Fuentes

Rezension zu "Landschaft in klarem Licht" von Carlos Fuentes
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Das 1958 erschienene Erstlingswerk Carlos Fuentes', _Landschaft in klarem Licht_, ist kaum in einer kurzen Inhaltsangabe zusammenzufassen. Figuren tauchen auf und verschwinden wieder, man springt von einem Schauplatz zum nächsten und wird zwischen Jahrzehnten mexikanischer Geschichte hin und her geschleudert. Am treffendsten lässt sich vielleicht sagen, dass _Landschaft in klarem Licht_ vor allem das Porträt Mexiko-Stadts und seiner Bewohner ist. Das Spektrum reicht dabei vom neureichen Bankier, dekadenten wie idealistischen Intellektuellen, dem alten, fast vergessenen Adel, über die Ureinwohner bis zur untersten Schicht der Bevölkerung, deren Geschichten durch eine der wenigen wirklich beständigen Figuren, dem rätselhaften Ixca Cienfuegos, immer wieder verbunden werden.

Fuentes versteht es, in seinem Buch gleichermaßen die harte Realität der Metropole, mit ihren Gegensätzen zwischen arm und reich, wie auch die träumerischen, im Stream-of-Consciousness verfassten Gedanken und Wünsche der einzelnen Akteure darzustellen. Die raschen Wechsel des Schauplatzes und der Personen sorgen zwar mitunter für leichte Verwirrung bishin zu zwischenzeitlicher Orientierungslosigkeit, schaffen zugleich aber ein komplexes Bild, das bald über die dargestellte Handlung hinausgeht und dem Leser tiefe Einblicke in das Innenleben zumindest des mexikanischen Volkes und seiner Geschichte, wenn nicht menschlicher Gesellschaften im Allgemeinen, gewährt. So wissen wir oft nicht mehr, wer da wirklich denkt; ist es die gerade beschriebene Prostituierte, der im nächsten Kapitel auftauchende Anwalt, oder der nahezu omnipräsente Cienfuegos? Jener Cienfuegos, die Hauptfigur des Buches, sofern man denn eine benennen will, bleibt gleichermaßen verschwommen, mag den Autor selbst oder vielleicht sogar das Bewusstsein der Stadt darstellen. Aus jenen Gründen eine Stärke des Buches, ist er zugleich auch die größte, möglicherweise einzige echte Schwäche. Zu allwissend kommt er gelegentlich daher, zu früh reißt er manche Szene an sich, die man gerne länger beobachtet hätte. Dennoch ändert dieser Wehrmutstropfen wenig daran, dass man es mit einem äußerst intelligenten, lebendigen Werk zu tun hat, welches völlig zu Recht den Startschuss für die steile Karriere Fuentes' darstellte.

_Landschaft in klarem Licht_ ist sicherlich kein Buch, welches sich mal eben beim Warten in der Arztpraxis lesen lässt. Der Stream of Consciousness ist nicht jedermanns Sache und wer mit dieser Technik nichts anfangen kann, sollte besser auch die Finger von diesem Buch lassen. Wer sich aber für die südamerikanische Literatur interessiert, der wird in diesem Buch eine genauso facettenreiche Darstellung und Analyse der dortigen Gesellschaft finden, wie beispielsweise in Márquez' _Hundert Jahre Einsamkeit_.

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