Carlos Gamerro Der Traum des Richters

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Inhaltsangabe zu „Der Traum des Richters“ von Carlos Gamerro

Eines Morgens lässt Urbano Pedernera, früherer Militärkommandant und mittlerweile Richter in Malihuel, den Gaucho Rosendo Villalba verhaften, weil dieser ihn in seinen Träumen zutiefst beleidigt hatte. Erst sorgenvoll, dann leidenschaftlich träumt er Nacht für Nacht von den Verbrechen, die die Bewohner des Dorfes an der argentinischen Grenze inmitten der Pampa begehen und die er tags darauf mit despotischer Härte bestraft. Für die Bewohner von Malihuel beginnt ein Albtraum am helllichten Tag, der den Richter am Ende selbst einholt.

Kein Buch, das es einem leicht macht

— Annette69
Annette69

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    Der Traum des Richters
    Annette69

    Annette69

    15. October 2015 um 16:54

    Carlo Gamerros Roman spielt im 19. Jahrhundert, in einem kleinen Ort in Argentinien. Malihuel ist eigentlich nur eine winzige Ansammlung von Hütten in der Pampa, angesiedelt um ein ehemaliges Fort, das von ausgemusterten Soldaten und deren Familien bewohnt wird. Der frühere Miltiärkommandant Urbano Pedernera ist dort inzwischen Richter und hat als solcher weiterhin die Befehlsgewalt. Diesem Richter geraten Traum und Wirklichkeit durcheinander. Kaum ist Pedernera eingeschlafen, sieht er, wie mal der eine Bewohner, dann ein anderer das Gesetz übertritt, mal ist es eine Sachbeschädigung, dann eine Schmuggelgeschichte. Und kaum aufgewacht, waltet er seines Amtes und verhängt die entsprechenden Strafen. Das ist grotesk, schlimmer noch: Von den Untergebenen traut sich niemand, dem Richter zu widersprechen. Das In-Die-Welt-Träumen breitet sich aus. Und so nimmt jeder, was er nachts durchlebt, irgendwann für bare Münze und diverse Gerüchte machen zusätzlich die Runde. Doch als der Richter den Gaucho Musurana erschießen lässt, kippt die Handlung. Auch Rosendo Villalba entkommt nur knapp dem Tod und beschließt zu fliehen. Nach einem tagelangen Ritt durch die Pampa (sehr schön beschrieben) findet er ausgerechnet Zuflucht an einem noch ungemütlicheren Ort, einem Zeltlager am Rande der Wüste, in dem er auf fast verhungerte Gestalten trifft. Hier hält Rosendo es eine Zeit lang aus, bevor er beschließt, in sein altes Leben zurückzukehren. Im dritten Teil verliert sich seine Spur, man kann aber davon ausgehen, dass der Plan, mit dem der Richter Urbano Pederna am Ende bezwungen wird, von Rosendo stammt. Er schlägt den Richter mit seinen eigenen Waffen. Meine Meinung zu dem Buch ist zweigeteilt: Gut gefallen hat mir das skurile erste Kapitel und die Flucht Villalbas. Mit dem zweiten Kapitel hatte ich große Probleme, und habe dann auch nicht wieder in den Roman hineingefunden. Mein Hauptkritikpunkt: die Sprache. Über weite Strecken zu derb, zu brutal, zu gewollt. Die vielgerühmte Komik des Autors trat da für mich in den Hintergrund. Der Roman von Carlo Gamerro ist im österreichischen SEPTIME-Verlag erschienen, der Autor zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern Argentiniens.

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