Carlos María Domínguez

 3,8 Sterne bei 281 Bewertungen
Autor*in von Das Papierhaus, Das Papierhaus und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Carlos María Domínguez wurde 1955 in Buenos Aires geboren und lebt seit Ende der 1980er Jahre als Autor und Journalist in Montevideo. Seine 2002 veröffentlichte Langerzählung Das Papierhaus wurde in 20 Sprachen übersetzt und war in Deutschland ein großer Erfolg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Carlos María Domínguez

Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)

Das Papierhaus

(248)
Erschienen am 20.10.2014
Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458363798)

Das Papierhaus

(11)
Erschienen am 12.11.2018
Cover des Buches Wüste Meere (ISBN: 9783453351738)

Wüste Meere

(10)
Erschienen am 04.02.2008
Cover des Buches Der verlorene Freund (ISBN: 9783518423615)

Der verlorene Freund

(6)
Erschienen am 15.04.2013
Cover des Buches Die blinde Küste (ISBN: 9783518421819)

Die blinde Küste

(2)
Erschienen am 16.08.2010

Neue Rezensionen zu Carlos María Domínguez

Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
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Rezension zu "Das Papierhaus" von Carlos María Domínguez

_MiriamAnne_
Buchliebhaber

Das Papierhaus ist eine stille, tief berührende Liebeserklärung an die Bücher – an ihre Macht, unser Denken zu formen, unser Inneres zu füllen und unser Leben nachhaltig zu verändern. Carlos María Domínguez erzählt mit großer Poesie davon, was Bücher uns lehren und wie eng sie mit unseren Erinnerungen, Gefühlen und Identitäten verwoben sind. Dieses schmale Werk regt zum Nachdenken an: über Besitz und Verlust, über Lesen als Lebensform und über die Beziehung, die wir zu unseren Büchern aufbauen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies in dem Zitat:

„Niemand hat es gern, wenn ihm ein Buch abhandenkommt. Lieber verlegen wir einen Ring, eine Uhr oder unseren Schirm als ein Buch, das wir vielleicht nicht mehr lesen werden, das aber mit dem vertrauten Klang seines Titels ein altes, vielleicht verloren gegangenes Gefühl in uns wachruft.“

Hier wird spürbar, dass Bücher weit mehr sind als bloße Gegenstände, sie sind emotionale Anker, Erinnerungsräume und Begleiter durch verschiedene Lebensphasen.

Auch das zweite Zitat hat mich tief bewegt:

„Ich habe Bücher gekauft solange ich denken kann. Wer sich eine Bibliothek aufbaut, der baut sich ein ganzes Leben auf. Sie ist nämlich nie die Summe ihrer einzelnen Exemplare.“

Diese Worte fassen das Wesen des Buches perfekt zusammen: Eine Bibliothek ist kein Regal voller Papier, sondern ein Spiegel des eigenen Lebens, der Gedanken, der Träume und der Entwicklung eines Menschen.

Das Papierhaus ist poetisch, klug und leise ein Buch, das nachhallt und den Blick auf das eigene Lesen verändert. Ich empfehle es jedem, der Bücher liebt und der spüren möchte, warum sie für viele von uns unverzichtbar sind.

Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
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Rezension zu "Das Papierhaus" von Carlos María Domínguez

Albert2024
Ein Muss für Buchliebhaber – atmosphärisch, kurz & eindrucksvoll

Das Papierhaus ist eine kurze, aber tief berührende Geschichte über die Magie der Bücher und ihre Wirkung auf unser Leben. Die Sprache ist poetisch, ohne kitschig zu sein, und zieht Leser sofort in ihren Bann. Besonders beeindruckend sind die bildhaften Beschreibungen der Orte und die authentischen Dialoge, die das Buch leicht und doch bedeutungsvoll machen. Ideal für alle, die Bücher nicht nur lesen, sondern leben – mit Sammlerherz, Liebe zum Buchgeruch und Sinn für Ästhetik im Regal. In 1–2 Stunden gelesen, aber mit langanhaltender Wirkung.

Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
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Rezension zu "Das Papierhaus" von Carlos María Domínguez

Kerstin_aus_Obernbeck
eine Geschichte über das Leben, die Liebe und Bücher

Das Papierhaus / Carlos María Domínguez

 

88 Seiten sind nicht gerade ein riesiger Wälzer, aber bei dem Buch „Das Papierhaus“ ist ganz klar Qualität statt Quantität das Motto! 

 

„Im Frühjahr 1998 kaufte Bluma Lennon in einer Buchhandlung in Soho eine alte Ausgabe der Gedichte von Emily Dickinson und wurde an der nächsten Straßenecke, als sie gerade beim zweiten Gedicht angelangt war, von einem Auto überfahren.

Bücher verändern das Schicksal der Menschen.“

 

Ein ungewöhnlicher Einstieg in ein Buch und ich war neugierig, wie es weitergeht. 

 

Erzählt wird die Geschichte durch einen Kollegen von Bluma Lennon, der ihre Aufgaben an der Universität Cambridge übernimmt und einige Zeit nach ihrem Tod ein an sie adressiertes Paket aus Uruguay erhält. In diesem Paket findet sich ein zerlesenes, verdrecktes, mit Zement verunreinigtes Exemplar von Joseph Conrads „Schattenlinie“ mit einer rätselhaften Widmung von Bluma Lennon an einen dem Erzähler unbekannten Carlos.

 

Neben dem Wunsch, das Buch an den Absender zurückzubringen und zu erklären, dass Bluma verstorben ist, ist auch die Neugier des Erzählers geweckt, mehr über das Buch, warum es sich in diesem Zustand befindet und den Absender zu erfahren. Zu diesem Zweck macht er sich auf eine aufregende Spurensuche nach Südamerika. Dort erfährt er, wie die Liebe zu Büchern und zur Literatur aussehen können und welche Auswirkungen eine Bücherobsession haben kann – und die Frage der optimalen Sortierung der Druckwerke im Regal ist dabei nur ein Teilaspekt. 

 

Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und zum Ende der Geschichte mehr und mehr nachdenklich gemacht. Es ist eine Liebeserklärung an Bücher, es erzählt vom Leben und vom Lesen und einer großen Leidenschaft für Literatur. „Das Papierhaus“ ist ein Buch mit viel Gefühl. 

 

Ein wunderbares Buch für einen zeitlich überschaubaren Lesemoment, ein feines Geschenk für einen Buchmenschen und eine schöne Geschichte, wenn man Bücher liebt. 

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