Carlos Rasch Das unirdische Raumschiff

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Inhaltsangabe zu „Das unirdische Raumschiff“ von Carlos Rasch

Die Heloiden im Planetensystem der Sonne Epsilon im Sternbild „Fluss des Eridanus“, zwölf Lichtjahre von der Erde entfernt, entdecken ein fremdes Raumschiff in ihrem Planetensystem. Über Teleportation gelingt ihnen der erste Kontakt mit einem Erdbewohner. Doch bald befindet sich das photonenbetriebene Raumschiff mit den vier Erdbewohnern in allerhöchster Gefahr. In dem spannenden Buch wird auch Bezug genommen auf die Science-Fiction-Erzählungen „Der Untergang der Astronautic“, „Asteroidenjäger“ und „Die Umkehr der Meridian“. LESEPROBE: Die „Trans-Sol 1“, das erste interstellare Raumschiff der Erde mit Photonenantrieb, raste mit vier Kosmonauten an Bord durch das Weltall. Heute war laut Schiffszeit der vierte Jahrestag des Antritts der Reise und zugleich auch der Tag, an dem die Grenze des Ziels, des Planetensystems der Sonne Epsilon im Sternbild „Fluss des Eridanus“, zwölf Lichtjahre von der Erde entfernt, erreicht wurde. Der Auftrag der Erde lautete, das benachbarte Planetensystem in weitem Bogen zu umrunden und in groben Zügen zu erkunden. Von einer Landung war ausdrücklich abgeraten worden, da das System vermutlich von verstandbegabten Lebewesen bewohnt war. Jedenfalls gab eine außersolare Sendung, die von dem Raumschiff „Astronautic“ vor rund drei Jahrzehnten aus diesem Bereich des Kosmos aufgefangen worden war, Anlass zu einer solchen Vermutung. Erst die Photonenschiffe „Trans-Sol 2“ und „Trans-Sol 3“, die folgten, sollten versuchen, Kontakt aufzunehmen. Hid Largo und seine Frau Pela Torsen saßen im Konzertsaal. Sie lauschten heute der Musik des Klassikers Händel, dessen Kompositionen sie bei all ihrer ungewohnt antik-barocken Monumentalistik ergriff. Hid Largo und Pela Torsen waren die einzigen lebenden Menschen in diesem Konzertsaal voller Zuhörer. Alles andere, einschließlich des großen Orchesters, war nichts weiter als eine dreidimensionale Illusion. Aber sie nahmen es als echt hin. In der Enge des Raumschiffes und in der Weite des Weltalls hatten sie es gelernt, sich in das Eigenleben solcher Trugbilder, von denen sie ein ganzes Archiv mitführten, willig einzuordnen. Plötzlich brach der Dirigent das Konzert ab und gab das Zeichen zu einem Schlussakkord. Kommandant Hassan el Nur trat mit einem ironischen Lächeln auf die Konzertbühne und entschuldigte sich vor dem „Auditorium“ für die gewaltsame Beendigung der Veranstaltung. Dann wischte er das ganze Trugbild mit einer Handbewegung weg und ging auf Hid Largo und Pela Torsen zu.
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  • Die Erben der ‚Astonautic‘ und der ‚Meridian‘

    Das unirdische Raumschiff

    buchwanderer

    14. July 2016 um 08:21

    „Wer mit dem Gedanken an die Unsterblichkeit spielt, ist gewöhnlich geisteskrank.“ (S.19)1) Zum Inhalt: Drei Jahrzehnte sind seit dem Disaster mit der ‚Astronautic‚ vergangen, deren einziger Überlebender – der legendäre Raumfahrer Nor – den umissverständlichen Beweis mit zur Erde brachte, dass die Erdenbewohner nicht alleine als intelligenzbegabte Wesen im All existierten. Wie es der Menschheit in der von Rasch gezeichneten Zukunft eigen ist, lässt ihr Forschergeist nicht nach, bis sie es endlich schaffen mit der ‚Trans-Sol 1‘ eine photonengetriebenes Raumschiff zu konstruieren, welches es den Irdischen ermöglicht den Sprung dorthin zu wagen, wo die Quelle der von der ‚Astronautic‘ aufgezeichneten außersolare Sendung liegt. Dabei ist weniger das Factum überraschen, die Galaktischen anzutreffen, als vielmehr vor der Erkenntnis zu stehen, dass man bereits hoffnungsvoll erwartet wurde. „Diese ungewöhnliche Wendung der Dinge war beinahe unbegreiflich. Wie kompliziert hatte man sich die erste Begegnung mit einer anderen Intelligenz vorgestellt. Dabei war sie im Handumdrehen und mit keinen nennenswerten Schwierigkeiten erfolgt.“ (S.41) Fazit: Carlos Rasch spinnt den Faden, den er mit den Erzählungen ‚Der Untergang der Astronautic‘, sowie ‚Die Umkehr der Meridian‘ bereits entwickelt hatte in dieser Erzählung weiter, wobei der Schwerpunkt auf der Tuchfühlung – sowohl des Lesers, wie auch der Trans-Sol-Besatzung – mit einer andersartigen, unirdischen Gesellschaft hochentwickelter Wesen liegt. Erfrischend eutopisch, ganz der Einstellung des Autors entsprechend, schildert er dabei die enthusastische Überwindung von kommunikativen, technischen sowie ethischen Untiefen, wenn denn nur beide Seiten gewillt sind, einen wertschätzenden Kontakt herzustellen. Spannung ist nicht gerade die hervorstechendste Eigenschaft des Textes, wobei es Rasch auch nicht primär um reißerische Stilmittel geht, sondern vielmehr um die Promotion einer zutiefst humanistisch sozialistischen Einstellung, deren sich seine Charaktere befleißigen. SF-historisch gesehen eine vielversprechende Lektüre und ein Gegenpol zu effektheischenden Space Operas. Buchdaten: Titel: „Das unirdische Raumschiff“, Autor: Carlos Rasch , Ausgabe: EBook Edition Digital 2015 2), Verlag: Edition digital ®, Sprache: Deutsch, ASIN: 978-3-95655-496-4 (E-Book), Dateigröße: 810kb (1) Alle Angaben, sowohl Seiten-/Positionsnummern, wie auch technische Details, beziehen sich auf die PDF-Ausgabe des Rezensionsexemplares (2) Die Druckausgabe erschien erstmals 1963 im Verlag Neues Leben, Berlin (Das Neue Abenteuer, Heft 258)

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