Carlos Ruiz Zafón Das Labyrinth der Lichter

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Inhaltsangabe zu „Das Labyrinth der Lichter“ von Carlos Ruiz Zafón

Packend, rasant und voller Magie - der neue Zafón!Carlos Ruiz Zafón, Autor des Weltbestsellers ›Der Schatten des Windes‹, ist zurück! Mit seinen Romanen rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher schuf der spanische Bestsellerautor eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten. Die Verheißung, die mit ›Der Schatten des Windes‹ begann, findet mit seinem neuen großen Roman ›Das Labyrinth der Lichter‹ ihre Vollendung. Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt. Meisterlich verknüpft Carlos Ruiz Zafón die Erzählfäden seiner Weltbestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ zu einem spannenden Finale.

ich lese Zafon nicht, ich erlebe seine Bücher.

— chillipeppa
chillipeppa

Zafón ist ein brillanter Erzähler.

— SATZZEICHEN
SATZZEICHEN

Leider kam der bisher von mir geliebte spanische Zafón-Zauber erst am Ende des Buches auf. Ein trauriger schwacher Abschluss der Reihe.

— Poesiesoso
Poesiesoso

Alles in allem ein überzeugender Zafón, den ich am liebsten gleich nocheinmal beginnen möchte.

— LieLu
LieLu

Ein Roman der mir immer noch schwer im Magen liegt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Man sollte jedoch die vorherigen Bücher lesen.

— Mitchel06
Mitchel06

Ein schwer zu greifender Roman, man muss wahrscheinlich die vorherigen Bücher kennen.

— Zeitschnecke
Zeitschnecke

Wieder mal einfach genial! Stimmungsvoll, spannend, mitreißend!

— Feni
Feni

Grandios..!! Mehr gibt es nicht zu sagen...

— orchidee25
orchidee25

Ein sehr gutes Buch, facettenreich, spannend einfach spitze

— Arietta
Arietta

Eindrucksvoller, spannender Krimi. Leider kam ich immer wieder mit den Namen durcheinander - besser vorher nochmal die anderen Bände lesen.

— laser_bier
laser_bier

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    Das Labyrinth der Lichter
    chillipeppa

    chillipeppa

    22. June 2017 um 12:22


  • Lange Schatten

    Das Labyrinth der Lichter
    SATZZEICHEN

    SATZZEICHEN

    14. June 2017 um 22:05

    ** Gastrezension von daslesendesatzzeichens Göttergatten ** Den meisten Deutschen sind die schrecklichen Jahre der Nazizeit sehr bewusst (Ausnahmen machen leider aktuell wieder Schlagzeilen). Vielleicht ist der starke Eindruck jener eigenen Vergangenheit der Grund, warum die Deutschen über diese Zeit in ihrem Lieblingsurlaubsland kaum Kenntnis haben. Zwischen 1936 und 1939 wütete in Spanien ein Bürgerkrieg zwischen Republikanern und Nationalisten. Die Nationalisten – oder Faschisten – unter General Franco gingen aus diesem Krieg als Sieger hervor. Erst nach Francos Tod 1975 fand Spanien den Weg zu der heutigen Demokratie. Die Zeit des Bürgerkriegs aber vor allem auch die langen Jahre der totalitären Herrschaft Francos bilden den Rahmen einer Tetralogie von Carlos Ruiz Zafón. Nach „Der Schatten des Windes“ (2003), „Das Spiel des Engels“ (2008) und „Der Gefangene des Himmels“ (2012) ist als letzter Band jetzt „Das Labyrinth der Lichter“ erschienen. Obwohl viele der Protagonisten der ersten drei Bände in „Das Labyrinth der Lichter“ wieder eine Rolle spielen, kann das Buch auch gelesen werden, wenn man die anderen Bände nicht kennt. Vielleicht ist das sogar ein Vorteil, doch dazu später. Mauricio Valls gehört zu den Gewinnern der nationalen Bewegung und ist durch die Gunst Francos zum nationalen Bildungsminister aufgestiegen. Er gilt als wichtige Persönlichkeit der politischen Kulturszene und nur unter der Hand wird auf seine Vergangenheit verwiesen. Von 1939 bis 1944 war er Direktor des berüchtigten Gefängnisses Montjuic in Barcelona, wo Folter und Morde an der Tagesordnung waren. Die Geschichte beginnt 1959 in Madrid, als die Vergangenheit Mauricio Valls einholt. Am Abend eines großen Balls in seiner Villa erhält er von einem Unbekannten einen Drohbrief: „Deine Zeit ist um. Du hast eine letzte Chance. Beim Eingang zum Labyrinth.“ Schon vorher war er solchen Schreiben ausgesetzt und hatte sich aus Angst vor einem Anschlag weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Ohne mit jemanden darüber zu sprechen, bricht er am frühen Morgen des nächsten Tages mit seinem engsten Leibwächter auf: „Die Stunde ist gekommen, Vicente. Ich kann mich nicht länger verstecken. Jetzt oder nie. Kann ich auf dich zählen?“ Ab da verliert sich die Spur von Valls. Ohne das Verschwinden des Ministers der Öffentlichkeit mitzuteilen, beginnt die Polizei mit der Suche. Der Polizei waren die Drohbriefe an Valls bereits vor seinem Verschwinden bekannt. Sie vermutet einen Zusammenhang mit Valls Vergangenheit und damit auch mit der dunklen Zeit des Bürgerkriegs. Die Polizei schaltet Leandro Montalvo ein. Montalvo leitet eine Einheit der Sicherheitspolizei, die sich im Graubereich des Legalen bewegt. An dieser Stelle kommt die eigentliche Hauptperson des Buchs ins Spiel. Alicia Gris, 29, arbeitet für Montalva seit sie 17 Jahre alt ist. Zusammen mit einem Hauptmann der Polizei, der ihr zugeordnet wird, beginnt Alicia mit der Suche. Im Arbeitszimmer von Valls finden sie in einem Versteck das Buch „Das Labyrinth der Lichter VII – Ariadna und der Scharlachprinz“ des fiktiven Autors Victor Mataix. Am Abend erhält Alicia die Mitteilung, dass man Valls Wagen in Barcelona gefunden hat. Von ihm und seinem Leibwächter keine Spur. Am nächsten Morgen nimmt Alicia den ersten Zug nach Barcelona … Doch auch Alicia wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. In Barcelona wuchs sie auf, dort verlor sie ihre Eltern, dort wurde sie im Bombenhagel als 12-Jährige schwer verletzt. Und dort wurde sie von Montalva als kriminelle Jugendliche für seine Dienste angeworben. Wie die drei ersten Bände spielt „Das Labyrinth der Lichter“ hauptsächlich im Barcelona der Francozeit. Wieder werden der Friedhof der verlorenen Bücher und die Buchhandlung der Familie Sempere zu zentralen Orten der Handlung. Auf der Suche nach Valls wird Alicia schließlich klar, dass es hier um mehr geht. Es geht um ein schreckliches Verbrechen aus der Zeit kurz nach Ende des Bürgerkriegs. Verübt von mittlerweile mächtigen Persönlichkeiten Spaniens. Wie mächtig diese Menschen sind, erlebt Alicia, als sie von dem Fall abgezogen wird. Für Alicia ist es aber nicht mehr nur ein Fall. Es geht ihr um die Wahrheit, und sie ermittelt auf eigene Faust weiter. Sie ist fest entschlossen, das Verschwinden von Valls aufzuklären. Mit der Erfahrung der ersten drei Bände kann Zafón es nicht verhindern, dass sich bei mir beim Lesen immer häufiger ein Wiederholungseffekt einstellt. Er liebt Bücher und weist ihnen in seinen Erzählungen wesentliche Rollen zu. Die Bücher, in diesem Band  „Ariadna“, genauso wie die Schicksale der fiktiven Schriftsteller, sind letztlich Mittel, die vielen losen Fäden der Geschichte zu verbinden und die Rätsel zu entschlüsseln. So grau Zafón Barcelona und das Leben dort schildert, so konsequent teilt er die Figuren seiner Geschichte in gut und böse auf. Es gib die Reinen, wie Daniel Sempere, der als Sohn und Vater für seine Familie da sein möchte und versucht, die Wahrheit über den Tod seiner Mutter Isabella zu erfahren. Es gibt aber auch die Bösen, wie den „Schlächter“ Hendaya, einen Polizist, der, vom Hass getrieben die Wahrheit unterdrücken will. Alle Figuren der Geschichte lassen sich auf diese Weise einteilen, es gibt „die unten“ und „die oben“, es gibt „die vom Schicksal Betrogenen“ und „die Opportunisten“. Diese Charakteristika seiner Erzählungen fesseln beim ersten Kontakt mit Zafón. Mit ihrer Wiederholung auch im vierten Teil haben sie für mich jedoch ihren Reiz eingebüßt. Nichtsdestotrotz ist Zafón ein brillanter Erzähler. Auf über 900 Seiten zieht er mich wieder hinein in sein geheimnisvolles Barcelona. Es ist beeindruckend, wie er im vierten Band die zahlreichen Figuren und Handlungen aller Bände miteinander in Verbindung setzt und alles schließlich auflöst. Letztlich ist die Geschichte um den Friedhof der verlorenen Bücher mit dem vierten Band nun aber auch auserzählt.

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  • Das Labyrinth der Lichter (Carlos Ruiz Zafón)

    Das Labyrinth der Lichter
    LieLu

    LieLu

    10. June 2017 um 14:01

    Das Labyrinth der Lichter (Carlos Ruiz Zafón) Erschienen: 16. März 2017 Seitenzahl: 944 Verlag: Fischer Verlag Taschenbuch: 25,00 € ISBN: 978-3100022837 Der Autor Barcelona hat ihn geprägt, zum Schreiben animiert und inspiriert. Das in 30 Sprachen übersetzte Werk des Spaniers Carlos Ruiz Zafón, insbesondere seine Bestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹, sind von seiner Geburtsstadt nicht zu trennen. Zafón ist ein glänzender Erzähler. Seine Bücher, aufwendig und genau recherchiert, erreichen ihren Reiz durch den Wechsel von Spannung und Fantasie, durch die Neugier auf die Figuren, ihr Leben, Lieben und Scheitern. Es sind grandiose Gestalten - Helden und Schurken, Glücksritter und Pechvögel. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen ›Der Fürst des Nebels‹, ›Mitternachtspalast‹ und ›Der dunkle Wächter‹. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles. @Amazon Das Labyrinth der Lichter Alicia Gris, kommt im Auftrag der politischen Polizei von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Sie soll das Verschwinden von Mauricio Valls, dem Minister der Stadt, aufklären. Dies jedoch unter größter Geheimhaltung. Die Geschichte spielt zur Zeit des Regimes von Franco. Der Hintergrund des Ministers Mauricio Valls ist dunkel, denn er war Direktor des Gefängnisses von Monjuic. Diese Vergangenheit scheint ihn nun einzuholen, denn in seinem Besitz fand sich das geheimnisvolle Buch „Das Labyrinth der Lichter“. Dieses Buch hat auch Einfluss auf Alicia, die sich dadurch an ihre eigene Geschichte zu erinnern scheint. Es führt sie in die Buchhandlung „Sempere & Söhne“, die sich im Herzen der spanischen Stadt Barcelona befindet. Doch die Antworten, die die junge Frau dort finet, bringen sie in allerhöchste Gefahr. Fazit Ein interessantes Buch, welches mich vor allem durch sein wunderschönes Cover und natürlich seinen wunderbaren Autor, Carlos Rui Zafón, angesprochen hat. Der Einstieg war etwas verwirrend, jedoch konnte es mich immer mehr, vor allem durch seine spannenden, wie eigenwilligen Figuren, gefangen nehmen. Ich liebe den typischen „Zafón-Stil“, welcher mich schon in „Schatten des Windes“ und „Spiel des Engels“ überzeugen konnte. So auch in diesem „Vierten Band“, denn die Einzelbände können auch einzeln gelesen werden und bauen nur im weiteren Sinne aufeinander auf. Der Schreib- und Erzählstil ist zunächst etwas eigenwillig, aber durchaus nachvollziehbar und spannend. Die Atmosphäre ist spannungsgeladen, emotional und melancholisch zugleich. Als ich das Buch ausgelesen hatte, war ich traurig nun den Friedhof der Bücher verlassen zu müssen. Ein wenig langatmig empfand ich es im Mittelteil, dies hielt jedoch nicht lang an, denn die Geschichte blieb trotzdem mitreißend und das bis zum Schluss. Barcelona wird in all seinen wunderschönen Facetten beschrieben und man hat das Gefühl als Leser dabei zu sein. Die vielen Handlungsstränge, die sich zu beginn auftun, verwirrten mich zunächst, wurden jedoch im Laufe des Romans zu einem großen Ganzen. Alles in allem ein überzeugender Zafón, den ich am liebsten gleich nocheinmal beginnen möchte. Auch die Fotografien fand ich sehr ansprechend und interessant. Die vielen Details und Beschreibungen komplettieren die tolle Handlung des Buches und ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

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  • Schwere Kost, leichter Start, langer Mittelteil, gutes Ende

    Das Labyrinth der Lichter
    Mitchel06

    Mitchel06

    06. June 2017 um 23:48

    Das Cover: Das Cover gefiel mir sehr gut es ist ansprechend und hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht. Außerdem ist es ein sehr gelungenes Cover welches sehr gut zum Inhalt passt. Der Schreibstil: Ich bin erstmal gut in die Geschichte hinein gekommen. Auch wenn der Schreibstil nicht der einfachste war bin ich doch anfangs sehr gut in die Geschichte gekommen. Mit den Seiten bekam ich jedoch meine Probleme und mir viel es zum Mittelteil hin wirklich schwer den Schreibstil noch zu folgen. Zum Ende hin ging mir dieses Buch wieder leichter zu lesen. Alicia war mir von Anfang an sehr sympathisch trotz dessen, dass sie etwas anderes ist gefielen mir jedoch ihre Hartnäckigkeit und ihr Durchsetzungsvermögen sehr. Besonders gefallen haben mir die Rückblicke ihrer Vergangenheit sie haben ihr Handeln verständlicher und ihren Charakter transparenter gemacht. Die Vergangenheit insbesondere die Kriegsgeschichte ging mir persönlich sehr nah und ich konnte mich immer besser in Alicia hineinversetzen. Die Geschichte ist sehr spannend und packend erzählt. Jedoch wurde es mir irgendwann im Mittelteil leider etwas zu langatmig welches man meiner Meinung nach auch viel kürzer hätte halten können: Es gab der Geschichte jedoch keinen Abbruch und so konnte ich auch bis zum Ende dieses Buch genießen. Alles im allem hat mir dieses Buch gefallen jedoch habe ich bisher noch keine Bücher von Carlos Ruiz Zafon gelesen. Hierbei hätte es mir geholfen die vorherigen Teile zu lesen um einiges besser verstehen zu könne. 

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  • Grandioses Finale

    Das Labyrinth der Lichter
    Martinchen

    Martinchen

    28. May 2017 um 16:45

    "Carlos Ruiz Zafón, Autor des Weltbestsellers ›Der Schatten des Windes‹, ist zurück! Mit seinen Romanen rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher schuf der spanische Bestsellerautor eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten. Die Verheißung, die mit ›Der Schatten des Windes‹ begann, findet mit seinem neuen großen Roman ›Das Labyrinth der Lichter‹ ihre Vollendung. Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt. Meisterlich verknüpft Carlos Ruiz Zafón die Erzählfäden seiner Weltbestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ zu einem spannenden Finale." Den vierten und letzten Band der Reihe des "Friedhofs der verlorenen Bücher" von Carlos Ruiz Zafón wollte ich nun unbedingt auch lesen. Um es vorweg zu nehmen: ich bin begeistert. Zunächst zum Cover: ein kleiner Junge in Matrosenkleidung drückt sich das Näschen am Schaufenster einer Buchhandlung platt. Dieses Motiv ist klar erkennbar, darüber hinaus verschwindet das Bild in einer Art Nebel. Ein Cover, das perfekt zum Inhalt passt. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und lebt heute dort und in Los Angeles. Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Übersetzer Peter Schwaar, der in Barcelona lebt und dem es in hervorragender Weise gelungen ist, die besondere Sprache zu erfassen. In diesem Band begegnen uns die aus den drei vorhergehenden Romanen bekannten Charaktere in und um die Buchhandlung Sempere & Söhne, insbesondere natürlich auch Fermîn, der mit seiner Sicht der Dinge und der Welt immer wieder überraschende Bemerkungen hervorbringt. Die Hauptrolle spielt allerdings Alicia Gris, deren Biographie trotz vieler Hinweise etwas rätselhaft bleibt, ebenso wie die Rolle, die sie für ihren Auftraggeber spielt. Carlos Ruiz Zafón schreibt einen sehr poetischen, bildhaften Stil, der sich wunderbar lesen lässt. Der Leser taucht ein in die Geschichte und lässt sich mitreißen. Der Roman hat über 900 Seiten und ich habe mich nicht eine einzige Sekunde gelangweilt. Der Autor selbst stellt es seinen Lesern frei, mit welchem der vier Bände er beginnen möchte. Sicher kann man jeden für sich lesen, da sie in sich abgeschlossen sind. Ich empfehle jedoch, diesen Band zuletzt zu lesen. Hier kommen die Fäden zusammen, hier löst sich das Rätsel. Fazit: ein großartiger Autor, ein großartiger Roman, den zu lesen ich absolut empfehle        

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  • Alicia die Powerfrau

    Das Labyrinth der Lichter
    Zeitschnecke

    Zeitschnecke

    24. May 2017 um 21:46

    Carlos Ruis Zafón erzählt die Geschichte einer „Geheimagentin“ Alicia und ihrem letzten Auftrag, dem Verschwinden von Minister Valls auf den Grund zu gehen.Alicia hatte schon immer einen Hang zu einem extra vaganten Ermittlungsstil. Im Laufe der Ermittlungen entdeckt sie mit ihrem Partner Hauptmann Vargas immer mehr Verbrechen die in Barcelona in den Nachkriegsjahren passiert sind. Je tiefer sie gräbt und wühlt je mehr Köpfe müssen rollen und umso mehr gefährlicher werden die Ermittlungsarbeiten um Minister Valls. Zafón verbindet in diesem Roman so viele Schreibstile, so dass für jeden etwas dabei zu seinen scheint. Von blutrünstig bis zur reinen Ermittlungsstrategie.Für mich war dieses Buch leider ein Flop. Es zog sich wie Kaugummi in die Länge. Ich bin enttäuscht von diesem Buch was so hoch gelobt wird. 

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  • Eine packende und fesselnde Geschichte

    Das Labyrinth der Lichter
    Arietta

    Arietta

    19. May 2017 um 20:11

    Inhaltsangabe: Packend, rasant und voller Magie - der neue Zafón!Carlos Ruiz Zafón, Autor des Weltbestsellers ›Der Schatten des Windes‹, ist zurück! Mit seinen Romanen rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher schuf der spanische Bestsellerautor eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten. Die Verheißung, die mit ›Der Schatten des Windes‹ begann, findet mit seinem neuen großen Roman ›Das Labyrinth der Lichter‹ ihre Vollendung. Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt. Meisterlich verknüpft Carlos Ruiz Zafón die Erzählfäden seiner Weltbestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹ zu einem spannenden Finale. Meine Meinung zum Autor: Mit großem Genuss und Muse habe ich den 4. Band der Reihe um den Friedhof der vergessenen Bücher gelesen. Carlos Ruiz Zafón ist ein großer Autor und begnadeter Erzähler, der es meisterlich versteht einem in den Bann seiner Geschichte zuziehen. Es stimmt einfach alles sein Sprach und Erzählstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die losen Fäden werden am Ende der Geschichte wundervoll miteinander verknüpft. Auch das Historische ist gut recherchiert, der Krieg in Spanien und das Franco Regime kam sehr spannend herüber und man erfuhr so einiges neues , was mir bis heute nicht bewusst war. Der Spannungsbogen war hoch auch wenn man vielleicht manches hätte strafen können, aber das tat der Geschichte keinen Abbruch. Er ließ uns tief in die Seelen und Charaktere seiner einzelnen Protagonisten blicken. Seine Figuren waren aus Fleisch und Blut und kamen sehr real und glaubhaft rüber. Es war schön in Spaniens Geschichte und Vergangenheit abzutauchen. Ein facettenreicher Roman voller Magie, vor der Großen Kulisse Spaniens. Meine Zusammenfassung zum Inhalt: Alicia Gris seine Hauptfigur hat er sehr lebendig beschrieben, ihre Eigenwilligkeit, ihr Durchsetzungsvermögen, eine gerissene mit allen Wassern gewaschene Frau und sehr speziell. Ich mochte sie, wenn man mal ihre Dramatische Vorgeschichte und Kindheit gelesen hat, gewinnt man sie Lieb und versteht sie. Das Kapitel mit dem Krieg in Spanien ging mir unter die Haut, was Alicia und die anderen mitgemacht haben. Alicia wird von Madrid nach Barcelona geschickt, sie arbeitet für die Politische Polizei und ist der Liebling ihres Chefs, gerade weil sie so gradlinig und störrisch ist. Er hat sie aufgebaut, sie verdankt ihm einiges, sie führt mancher ihrer Kollegen an der Nase rum. Die Suche nach dem auf Mysteriöse verschwundenen Ministers Mauricio Valls und dem geheimnisvollen Buch „ Das Labyrinth der Lichter“, ein Exemplar das es nur einmal gibt und in seinem Besitz war. Alles geschieht unter strenger Geheimhaltung. Die Spur führt uns zu Daniel und der Buchhandlung Sempre und Söhne, um sich hier auf die Spur des Buches zu machen. Es wird alles sehr Gefährlich und Spannend , man hielt manches mal die Luft an, als es Lebensgefährlich für alle beteiligen wird und hofft und betet das sie da wieder heil heraus kommen.. Spannend, packend, Aufregend, mit viel Nervenkitzel bis zum Schluß.

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  • Mystisches Barcelona

    Das Labyrinth der Lichter
    steffchen3010

    steffchen3010

    08. May 2017 um 16:36

    „Die Welt ist nicht der unmoralische Ort, den du bisher gekannt hast, Alicia. Die Welt ist schlicht ein Spiegel von uns, die wir sie bilden, und sie ist nicht mehr und nicht weniger als das, was wir alle gemeinsam mit ihr anstellen.“ Zitat, Seite 275 Es ist das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls, das Alicia Gris zurück nach Barcelona führt, das sie für immer hinter sich lassen wollte. Doch ein Auftrag der politischen Polizei zwingt sie dazu, hinter das Geheimnis eines geheimnisvollen Buches aus der Serie „Das Labyrinth der Lichter“ zu kommen, das sich in Valls Besitz befand und im Zusammenhang mit seinem Verschwinden stehen könnte. In den Straßen von Barcelona prasseln die Erinnerungen vergangener Tage auf sie ein wie ein brennender Feuerhagel und rauben ihr nahezu die Luft zum Atmen. Trotz seelischer und körperlicher Schmerzen schleppt sie sich durch das mystische Geflecht der Stadt und nimmt die Spur des Ministers auf, die sie direkt in die Buchhandlung Sempere & Söhne spült. Doch in der Buchhandlung empfängt Alicia nicht nur die magische Atmosphäre, die ihr seit jeher innewohnt, sondern auch eine Wahrheit ungeheuerlichen Ausmaßes, die Alles über sie zum Einstürzen bringen könnte. „Als sie eintrat, wurde sie vom Glöckchen an der Tür empfangen, dem von Tausenden Seiten ausgehenden Duft von Büchern, die auf ihre Chance warteten, und einer nebligen Helligkeit, die die Szenerie mit einem Traumgewebe überzog. Alles war so, wie sie es in Erinnerung hatte, von der Vielzahl der hellen Holzregale bis zum letzten im Licht des Schaufensters gefangenen Stäubchen. Alles außer ihr. Sie betrat diesen Raum, als kehrte sie in eine wiedergefundene Erinnerung zurück.“ Zitat, Seite 361 Sechs Jahre nach seinem Roman „Der Gefangene des Himmels“ beglückt uns Carlos Ruiz Zafón mit dem vierten und letzten Roman der Barcelona-Reihe um das literarische Universum des Friedhofs der Vergessenen Bücher und präsentiert sich besser den je. Es ist seine lebendige und von Metaphern getränkte Schreibweise, die mich seit jeher in ihren Bann zieht. Kaum ein anderer Autor vermag es die düstere und mystische Seite Barcelonas mit seinem Netz aus Kriminalität, Intrigen und Gewalt so authentisch heraufzubeschwören wie er. Er erweckt die Gässchen, Straßen und Hinterhöfe Barcelonas nicht nur zum Leben, sondern verleiht der katalonischen Hauptstadt auch eine gewisse Anmut, wenn auch mit zwielichtiger Note. Und so katapultieren mich Zafóns Zeilen in „Das Labyrinth der Lichter“ ohne langes Vorgeplänkel unmittelbar ins Geschehen. Ich bin zurück, im vom Nebelschwaden durchwaberten und düsteren Barcelona. „Ich zog los, erinnere mich aber, dass die Kleider, die Schuhe und selbst die Haut schwer an mir zogen. Ein Schritt war anstrengender als der andere. Als ich auf die Ramblas gelangte, sah ich, dass die Stadt in einem Augenblick der Unendlichkeit verharrte. Die Menschen waren stehengeblieben, eingefroren wie die Gestalten auf einer alten Fotografie. Der Flügelschlag einer auffliegenden Taube war nur gerade eine verschwommene Skizze. Pollenfäserchen hingen unbeweglich wie pulverisierendes Licht in der Luft. Das Wasser des Canaletas-Brunnens glitzerte im Leeren gleich einem Kollier aus gläsernen Tränen.“ Zitat, Seite 9 Obwohl ich gleich zu Beginn alte Bekannte aus Vorgängerromanen treffe, begegne ich in „Das Labyrinth der Lichter“ einer neuen Protagonistin, Alicia Gris, an deren Seite ich von Zafón durch die Geschichte geführt werde. Die in Barcelona geborene und durch die Folgen eines erbarmungslosen Krieges hartgesottene Alicia wird von Madrid zurück nach Barcelona gespült, wo sie sich nicht nur den Gespenstern ihrer Vergangenheit, sondern auch den schockierenden Wahrheiten stellen muss, die ihre Suche nach dem verschwundenen Minister zu Tage fördert. Es ist ein heikles und weitreichend verflechtetes Unterfangen, in das die junge aber vom Leben abgehärtete Hauptfigur sich durch die Suche nach Mauricio Valls manövriert, weshalb sich der Leser schnell mit allerhand blutigen, brutalen und schwer verdaulichen Szenen konfrontiert sieht. Während man Zafóns Barcelona-Bücher durch ihre in sich geschlossenen Geschichten allesamt auch eigenständig lesen kann, empfiehlt sich in meinen Augen dennoch die vorangegangene Lektüre von „Der Schatten des Windes“, „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefange des Himmels“. Nur so setzt sich eine puzzleteilartige Verkettung in Gang, die die Figuren und Handlungsstränge des aktuellen Romans mit den der alten verbindet und dem Ganzen eine zusätzliche Dimension schenkt. Nachdem mich „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefangene des Himmels“ aufgrund von zu vielen aufgenommen und zwischendurch fallengelassenen Handlungssträngen etwas enttäuscht zurückgelassen haben, schließt sich nun der Kreis um den Zyklus von Romanen, die sich im literarischen Universum des Friedhofs der Vergessenen Bücher überkreuzen. Ähnlich wie „Der Schatten des Windes“ übte „Das Labyrinth der Lichter“ eine sogartige Wirkung auf mich aus, die mich unmittelbar auf den ersten Seiten erfasste und mich erst wieder losließ, als ich die über 900 Seiten bewältigt hatte. „Das Labyrinth der Lichter“ ist daher sicherlich nicht die geeigneteste Lektüre für unterwegs, sicherlich aber eine der ausdauernsten und rasantesten aus Zafóns Repertoire. Carlos Ruiz Zafón at his best! „Die meisten von uns Sterblichen lernen ihr wirkliches Schicksal nie kennen; wir werden ganz einfach von ihm überrollt. Wenn wir dann den Kopf heben und sehen, wie es sich auf der Landstraße entfernt, ist es schon zu spät, und den Rest des Weges müssen wir im Straßengraben dessen zurücklegen, was die Träumer die Reife nennen. Die Hoffnung ist nichts weiter als der Glaube, dass dieser Moment noch nicht gekommen ist, dass es uns gelingt, unser wirkliches Schicksal zu sehen, wenn es heranrückt, und dass wir an Bord springen können, ehe sich die Chance, wir selbst zu werden, auf ewig verflüchtigt und uns dazu verdammt, leer zu leben und uns nach dem zu sehnen, was hätte sein müssen und nie war.“ Zitat, Seite 360/361

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  • Schon jetzt mein Jahreshighlight

    Das Labyrinth der Lichter
    Das_Leseleben

    Das_Leseleben

    28. April 2017 um 11:21

    Er ist endlich da, der vierte Teil und damit mein langersehnter Abschluss der Reihe um den Friedhof der vergessenen Bücher. Um dies genügend zu ehren und zu feiern war ich auf der Lesung am 06. April im Prater in Berlin. Es war einfach nur unfassbar grandios, das Universum um den bekannten Buchfriedhof live zu erleben. Die Lesung hatte sehr viel von einem Schreibworkschop. Carlos Ruiz Zafón sagt ein Buch zuschreiben ist wie ein Musikstück für ein Orchester zu komponieren, jedes Instrument muss am richtigen Platz sein und sehr gut gespielt werden um, im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten eine Geschichte zu erzählen. Der Zuhörer kann oft nicht die einzelnen Komponenten unterscheiden, vielmehr kommen die Gefühle durch die Gesamtheit aller zustande. Wer sich jetzt fragt warum der Autor die Metapher mit der Musik gewählt hat, der muss wissen, das Zafón zu seinen Romanen bzw.Figuren auch mal das ein oder andere Musikstück komponiert. Eine passende Seite verlinke ich weiter unten.
Der vierte und letzte Teil hat bei weitem die meisten Seiten. Um genau zu sein 944 Seiten und ist im März 2017 im S.-Fischer-Verlag erschienen.Inhalt:
Spanien in den Tagen des Franco-Regimes: Ein streng geheimer Auftrag für Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Geburtsstadt Barcelona. Sie soll das Verschwinden von Minister Valls aufklären. Dieser war zu vor Direktor im Montjuïc Gefängnis. In seinem Besitz befindet sich das geheimnisvolle Buch ‚Das Labyrinth der Lichter‘, das irgendwie mit Alicias Vergangenheit verknüpft ist und sie in die Buchhandlung Sempere und Söhne führt. Dort trifft sie Daniel und Familie, aber auch Fermin de Torres, ein Mann der eng mit ihrem eigenen Leben verknüpft ist. Umso tiefer Alicia im Dreck wühlt, umso gefährlicher wird es für sie und alle die ihr etwas bedeuten. Die Jagd nach der Wahrheit beginnt …Meine Meinung:
Auch wenn der Autor sagt man könnte mit jedem Roman in das Universum des Friedhofs der vergessenen Bücher eintauchen, da jede Geschichte grob in sich abgeschlossen ist, möchte ich zur Vorsicht eine Spoilerwahrnung für die anderen drei Romane aussprechen.Zafón ist und bleibt mein unangefochtener Herzensautor. Ich mag und kann seine Werke immer und immer wieder lesen, so ist es auch mit dem ‚Labyrinth der Lichter‘. Ich muss zugeben, ich habe in Vorbereitung zu dieser Rezension, das erste mal den Klappentext gelesen und bin überrascht wieviel bereits verraten wird. Ich rate euch lasst einfach so in das Buch fallen, ihr werdet es nicht bereuen. 
Die düstere, spannende, dichte und emotionale Atmosphäre hat mich wieder sofort in das Barcelona des Franco-Regimes abtauchen lassen. Ich habe besonders langsam gelesenen um die Zeit mit diesem Roman besonders zu genießen. Mit Alicia Gris haben wir die einzige weibliche Protagonisten in diesem Zyklus. Alicia selber ist sehr speziell, voller Eigenheiten, trotzdem habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Von allen Figuren die jemals in allen vier Büchern eine Rolle gespielt haben, ist sie die Person, welche am schwersten für mich zu durchschauen war. Aber auch viele andere Figuren trifft der Leser wieder und von so manchen erfahren wir ein Stück mehr von seiner Geschichte. Dies hat für mich den Effekt, das ich die Romane um den Autoren David Martìn (‚Das Spiel des Engels‘ und ‚Der Gefangene des Himmels‘) noch mehrmals lesen werde, natürlich werde ich auch ‚Der Schatten des Windes‘ wiederholt lesen. Auf jedes dieser Bücher werde ich wohl nun eine etwas andere Sicht haben und mir etwas zeigen, was vorher anders interpretiert habe. Denn die ein oder andere Nebenfigur, aus den vorherigen Büchern, hat nun ihre eigene Geschichte. Es ist in etwa so als würde der Leser sich in einem 4 D Universum befinden, in dem sich alles irgendwie gegenseitig bedingt. Auch wenn sich dies bei mir sehr kompliziert und unlogisch anhört, ist es das Gefühl, welches ich nach dem Beenden habe. 
Carlos Ruiz Zafòn schafft es aber durch seinen poetisch, runden Schreibstil, mit den vielen möglichen Zitaten, ohne komplizierte Theorie dieses Gefühl zu vermitteln.
Ich muss zugeben, das ich erstaunt bin wie brutal der Roman zeitweise ist, dabei ist er jedoch nie übertrieben. 
Ich persönlich kann die Weigerung Zafóns verstehen seine Bücher nicht verfilmen zu lassen, den sind ein einziger Film, trotzdem fehlt es der Handlung nicht an Tiefe.‚Das Labyrinth der Lichter‘ zählt ebenso wie alle anderen Romane von Carlos Ruiz Zafón zu meinen liebsten Büchern, es ist jetzt schon mein Jahreshighlight. Ich werde die Geschichte vom Friedhof der vergessenen Bücher für immer in meinem Herzen tragen und sicherlich werde ich noch sehr oft die verschlungenen Gänge Bücherlabyrintes erforschen.

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  • Geniales Finale

    Das Labyrinth der Lichter
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    28. April 2017 um 11:16

    Man könnte es eine Quadrologie nennen: im aktuellen Roman von Carlos Ruiz Zafon werden seine drei Vorgänger: "Der Schatten des Windes", "Das Spiel des Engels" und "Der Gefangene des Himmels" immer wieder aufgegriffen und zu einem Finale gebracht, welches mich positiv überrascht hat.   Zafon verknüpft die vier Bücher gekonnt miteinander und schaffte es mit seinem ganz eigenen Erzählstil hoher Qualität, mich wieder einmal komplett zu fesseln.   Wir befinden uns im Spanien des Franco-Regimes im Winter des Jahres 1959. Die politischen Polizei erteilt der eigenwilligen Alicia Gris einen Auftrag, der sie von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona führt. Geheimauftrag: Sie soll das überraschende Verschwinden  Minister Mauricio Valls aufklären. Seine Vergangenheit, er war seinerzeit Direktor des Gefängnisses von Montjuïc, tritt hervor. Er ist in Gefahr.  Es geht um  ein geheimnisvolles Buch aus der Reihe "Das Labyrinth der Lichter" und Alicia wird auf diese Weise an ihre eigene Vergangenheit  erinnert und die Buchhandlung Sempere & Söhne, im Zentrum der Stadt.  Sie ist verzaubert von dieser Buchhandlung und denkt an ihr Kindheit. Mehr möchte ich nicht verraten.   Dieses Buch ist ein wahrer Höhepunkt für die drei vorangegangenen Geschichten. Meisterhaft versteht es Zafon, seine Leser zu fesseln, sie zu überzeugen und in seinen Bann zu ziehen. Die Idee hätte man nicht besser umsetzen können.   Leseprobe: ========   Dann werde ich es mit den Lebenden versuchen. Was tust du in Barcelona? Wenn ich mich richtig erinnere, hast du versprochen, nie wieder herzukommen." " Ein Versprechen, das nicht gebrochen wird, verdient es nicht, so genannt zu werden." "Und das, was du da hast? Ich dachte immer, du bist ein Buchstabenmensch." Er deutet auf die Liste mit Zahlen in Vargas' Hand. ...   Von Anfang an baut Zafon Spannung zum Zerreißen auf. Er hat mich wieder zu 100 Prozent überzeugt, mehr noch, er hat mich überrascht, weil er die Spannung der ersten drei Bänden mitgenommen und noch weiter ausgebaut hat. Die Charaktere werden bildhaft und detailliert wie die Szenen dargestellt und die Handlung ist extrem dicht. Es passiert ständig etwas, man ist hin- und hergerissen, kann das Buch kaum aus der Hand legen.   Das Buch ist übrigens mit einem edlen Lesebändchen versehen.   Hat man dieses Buch gelesen, versteht man die drei anderen Bücher erst zu 100 Prozent, ich empfehle unbedingt, der Reihe nach zu lesen, wobei meine Bekannte meint, man könne es auch separat lesen, so sind die Meinungsunterschiede.   Beide sind wir jedenfalls zu 100 Prozent vom Buch überzeugt und empfehlen es wärmstens.

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  • Der fulminante Abschluss der Reihe um den "Friedhof der vergessenen Bücher"

    Das Labyrinth der Lichter
    Isalay

    Isalay

    26. April 2017 um 21:33

    In diesem vierten und letzten Band der Barcelona-Reihe von Carlos Ruiz Zafón spielt eine neue Person die Hauptrolle, Alicia, eine starke Frau mit interessanter Persönlichkeit. In einer spannenden, teilweise sehr düsteren und brutalen Kriminalgeschichte löst sie nach und nach alle Rätsel, die sich bereits in den vorangegangen Bänden entwickelt haben und schließlich fügt sich alles zu einem großen Ganzen. Man begegnet den Geschichten von allen bekannten Charakteren wieder, in der und um die Buchhhandliung von Sempere und Söhne: Daniel und Bea, David Martin, Julian Carax und nicht zuletzt Fermîn, dessen poetische, immerschlaue und freche Bemerkungen fast schon etwas überhand nehmen. Am Anfang war ich etwas verwirrt angesichts der ganzen Namen aus den anderen Büchern, an die ich mich nicht mehr genau erinnern konnte. Das Lesen einer Inhaltsangabe der anderen Bände hat aber geholfen. Ich finde es sehr schön, dass dieses Buch letztendlich eine runden und schönen Abschluss der ganzen Geschichte bildet. Begeistert hat mich auch in diesem Buch wieder der wundervolle Schreibstil Zafóns der so poetisch und bildhaft ist, dass es ein Genuss ist ihn zu lesen. Auch wenn die Geschichte brutaler ist, als die andern Bände und ich normalerweise nicht gerne so blutige Genres lese.

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  • Ein sprachliches Meisterwerk, das Aufmerksamkeit erfordert

    Das Labyrinth der Lichter
    Stylefluesterin

    Stylefluesterin

    25. April 2017 um 19:59

    Inhalt: Spanien in den bleiernen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.  Meine Meinung: Für mich war es der erste Band aus der Feder von Carlos Ruiz Zafón. Am Anfang musste ich mich ganz schön in die Erzählstränge und die verschiedenen Personen und ihrer Charaktere einarbeiten. Keine leichte Kost zum Lesen mal schnell in der U-Bahn.  Doch die wunderbare Sprachvielfalt von Carlos Ruiz Zafón begeistert einen endlos. Die spielerische Leichtigkeit mit der er Fiktion, Thriller und reale Ereignisse auf der Franco-Zeit in Spanien vermischt, macht den Band so lesenswert. Seinen gelungenen Wordkombinationen erfordern die volle Aufmerksamkeit des Lesers - man kann den Band kaum aus der Hand legen  Die spannende Geschichte leidet allerdings etwas an einem zuviel an Details und Nebenschauplätzen, sodass man leicht den Überblick verliert. Wenn auch dieser Band ohne seine Vorgänger zu lesen sei, würde ich es nicht noch einmal machen.Manchmal könnte man auch durchaus etwas kürzen, um den Inhalt kompakter zu machen. Deshalb gibt es von mir nur vier Sterne.   

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  • Das Buch des Monats März im FISCHER Leseclub: "Das Labyrinth der Lichter" von Carlos Ruiz Zafón

    Das Labyrinth der Lichter
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Rasant, packend und voller Magie: Das Buch des Monats im März Wer Bücher wahrlich liebt, der kommt an Carlos Ruiz Zafón nicht vorbei! Mit seinem Romanzyklus rund um den "Friedhof der Vergessenen Bücher" hat er uns längst in seinen Bann geschlagen. In "Das Labyrinth der Lichter" findet eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten nun ihre Vollendung! Zafón führt uns erneut tief ins Herz Barcelonas und lässt eine verzauberte Welt voll Licht, Schatten und Literatur auferstehen, in der sich die Protagonisten verlieren und dabei zu sich selbst finden.  Lasst euch mitreißen von dieser Hommage an die Literatur und macht mit beim Buch des Monats im März! Mehr zum Buch Carlos Ruiz Zafón, Autor des Weltbestsellers ›Der Schatten des Windes‹, ist zurück! Mit seinen Romanen rund um den ›Friedhof der Vergessenen Bücher‹ schuf der spanische Bestsellerautor eine der faszinierendsten Erzählwelten aller Zeiten. Die Verheißung, die mit ›Der Schatten des Windes‹ begann, findet mit seinem neuen großen Roman ›Das Labyrinth der Lichter‹ ihre Vollendung.Spanien in den dunklen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.  >> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe! Wir vergeben gemeinsam mit S. FISCHER 50 Exemplare von  "Das Labyrinth der Lichter"  unter allen, die sich bis einschließlich 08. März 2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* für das Buch des Monats bewerben und uns verraten, warum sie gerne mitmachen möchten.   In den folgenden Wochen stellen wir euch verschiedene Aufgaben, bei denen ihr Buchlose erhalten könnt. Für jede Aufgabe gibt es ein eigenes Unterthema, in welchem erklärt wird, was ihr machen müsst, um ein Buchlos zu erhalten. Wenn ihr genügend Buchlose gesammelt habt, könnt ihr am Ende der Monatsaktion ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen gewinnen.   Alle Infos zum System der Buchlose findet ihr hier.   Bitte beachtet, dass es in dieser Challenge zudem Spezialaufgaben geben wird, die jeweils nur an einem einzigen Tag erfüllt werden können. Regelmäßiges Vorbeischauen in der Challenge lohnt sich also!   Wer 10 Buchlose sammelt, erhält als Sofortgewinn ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen, das aus sechs Vorschlägen ausgewählt werden kann.   Zusätzlich verlosen wir unter allen, die mindestens 11 Buchlose gesammelt haben, einen Gutschein von mydays.de für einen aufregenden Städtetrip nach Barcelona. Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Aktion zum Buch des Monats teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.   Die Frist für die Bearbeitung der Hauptaufgaben für das Buch des Monats Februar endet am Mittwoch, den 12. April 2017 – d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich dieses Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Buchlos-Wertung mit einfließen. Mitglieder des FISCHER Leseclubs erhalten das Abzeichen für das jeweilige "Buch des Monats", wenn sie mindestens 5 Beiträge und eine Rezension geschrieben haben.   Ihr möchtet beim FISCHER Leseclub mitmachen? Alle Informationen dazu findet ihr hier.   Ihr müsst aber kein Mitglied im FISCHER Leseclub sein, um an der "Buch des Monats"-Aktion teilzunehmen.    Die Buchlose gelten immer nur für den jeweiligen Monat und können nicht in den nächsten Monat übertragen werden.    *  Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme, am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Erfüllen aller Hauptaufgaben der "Buch des Monats"-Aktion bis spätestens 12. April 2017 . Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Testleseexemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas verschicken!   Ein allgemeiner Hinweis: Bitte markiert eure Beiträge nur dann als Spoiler, wenn es sich wirklich um Spoiler handelt und beispielsweise nicht eure Beiträge für die einzelnen Aufgaben!

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    • 2375
  • Zafón, Meister atmosphärischer Darstellung

    Das Labyrinth der Lichter
    Claddy

    Claddy

    23. April 2017 um 16:52

    Mit „Das Labyrinth der Lichter“ stellt der spanische Autor Carlos Ruíz Zafón den vierten Band um den Friedhof der vergessenen Bücher vor.  Sicherlich lässt der sich, wie behauptet wird, unabhängig von den anderen lesen, versagt bleibt in diesem Fall allerdings die Freude der Wiederbegegnung mit bekannten Figuren, ebenso fällt die Orientierung sicher etwas schwerer.   Als im Dezember 1959 der Minister Mauricio Valls spurlos verschwindet, erhält die junge, charismatische Alicia Gris den polizeilichen Auftrag zu ermitteln. Mit ungewöhnlichen Methoden, messerscharfem Verstand und der Hilfe des ihr zur Seite gestellten Polizeihauptmanns Vargas begibt sie sich auf Spurensuche und gräbt verdeckte Zusammenhänge aus. Schnell wird ersichtlich, dass die Schatten von Spaniens Kriegsjahren längst nicht überwunden sind.  Zafón lässt den Leser zu Beginn des Buches in Episoden fallen, die, jede für sich, spannend, schön und verstörend sind. Wir begegnen besonderen Menschen in besonderen Situationen zu unterschiedlichen Zeiten und suchen vergeblich nach Zusammenhängen. Die schälen sich im Folgenden erst nach und nach aus dem Geschehen heraus, sei es durch Erzählungen, Erinnerungen, Briefe oder Dokumente. Gefordert ist, sich darauf einzulassen. Das ist nicht immer einfach, denn die Anzahl der Personen, die durchbrochene Chronologie und der hohe Anspruch mitunter auf das Komplizierteste verschachtelter Sätze lassen es nicht zu, zügig und leicht durch die Seiten zu gleiten.  Dennoch ist es ein Genuss, den Entwicklungen zu folgen. Nicht nur wegen des Schreibstils, der solchermaßen exquisit ist, dass sich manchmal der Verdacht einschleicht, er könnte zur Hauptmotivation, wenn nicht zum Selbstzweck geraten. Minutiös und scheinbar abschweifend entwickelt der Autor eine Geschichte, die präziser, stimmiger und mächtiger nicht geschrieben werden kann. Wie nach und nach Informationen auftauchen und das Bild zunächst immer rätselhafter und verschwommener werden lassen, bevor die ersten Konturen sichtbar werden und sich schließlich das Gesamtbild enthüllt, zeugt von unübertrefflicher Könnerschaft.  Zwei große Liebschaften scheinen Zafons Motor zur Entstehung seiner Werke zu sein: Die eine ist die Literatur. Die andere Barcelona. Ersterem zollt er neben dem eigenen Schreiben Tribut, indem er auch hier ein Buch zum Hauptgegenstand erhebt. Dem Zweiten, indem er dem Leser seine Stadt ähnlich akribisch, stimmungsvoll, poetisch und gleichzeitig düster vor Augen führt wie die Personen, die er ihr anvertraut.  Deren Leben und Wirken ordnen sich ihren Eigenschaften und den geltenden Bedingungen unter. Viele kommunizieren in Dialogen, die so geistreich wie witzig sind. Nicht die kleinste Unstimmigkeit vergrämt, jedes Verhalten hat seine Ursache, jedes Geheimnis seine Bestimmung. So wird man tief in den Kosmos hinein gesogen und findet sich als Leser mit Freunden oder auch Feinden wieder inmitten so vertraut wie fantastisch erscheinender Orte. Unbedingte Leseempfehlung an Freunde der Literatur! 

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    • 3
  • Solider Roman, hab aber mehr erwartet!

    Das Labyrinth der Lichter
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    20. April 2017 um 21:13

    Meine Meinung Lange habe ich auf das neue Buch des spanischen Erfolgsautors Carlos Ruiz Zafón gewartet. Nachdem mich bereits sein Weltbestseller »Der Schatten des Windes« fasziniert und sprachlos zugleich gemacht hat, konnte ich »Das Labyrinth der Lichter« nicht ungelesen lassen; noch dazu, weil das Buch im selben Universum um Daniel Sempere spielt. Ich war sehr gespannt, als ich den fast 1000-Seiten-Roman von S. Fischer freundlicherweise zu Rezensionszwecken erhalten habe. Auffällig sind die dünnen Seiten und die kleine Schrift, keineswegs negativ aber die kurzen Kapitel und die gut gelungene Unterteilung des Buches.    Als ich das Buch begonnen habe war ich zuerst hin und weg, weil ich mit dem Charakter Daniel Sempere mehr als vertraut bin und ich diesen Charakter als genial gestaltet empfinde. Am Anfang wird die Geschichte von de Torres erzählt, mit einer spannenden Untermalung im alten Barcelona. Ich war zurückversetzt in Semperes Kindheit, als wir ihn begleitet haben, durch den Friedhof der vergessenen Bücher, und auch seinen treuen Freund, Fermín Romeo de Torres. Der Prolog und die ersten Kapitel waren äußerst spannend. Mir persönlich fiel das Lesen etwas schwer, denn ich hatte den Eindruck, dass sich Zafóns Schreibstil im Vergleich zu »Der Schatten des Windes« etwas gewandelt hatte. Er hat obszöne Beschreibungen mit einfließen lassen, er hat kein Blatt vor den Mund genommen und mich etwas negativ getroffen, da ich diesen markanten Schreibstil von ihm keinesfalls gewohnt war. Auch auffällig waren die sehr lang gezogenen Beschreibungen, die das Lesevergnügen etwas in den Keller gezogen haben. Zafón hat in »Der Schatten des Windes« eine grandiose, literarische Leistung hingelegt – sein Schreibstil war packend, sprachlich ein Meisterwerk … diesen Schreibstil fand ich in »Das Labyrinth der Lichter« leider nicht wieder. Ich war also nach wenigen Seiten etwas abgetan von den kompliziert artikulierten Beschreibungen des Zafón, etwas, was man auch auf drei Sätze hätte abtun können, wurde auf zwei Seiten beschrieben. Spätestens mit der Einführung der Alicia hat sich mein Stimmungsbarometer ins Negative gewandelt, da das Lesen durch die schwierigen Sätze, der verwobenen Handlung sowie der kleinen Schrift und den doch 900 [!] Seiten nicht gerade ein Vergnügen war.   Interessant aber war »Das Labyrinth der Lichter« auf jeden Fall! Zafón hat erneut eine sehr interessante Geschichte verfasst, die mir gefallen hat. Die Verknüpfung mit de Torres, mit Sempere, Alicia, dem entführten Valls und den vielen weiteren Charakteren, denen wir noch begegnen. Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Dicke und die langgezogenen belanglosen Beschreibungen, die Zafón auf jeden Fall auch weniger hätte verpacken können (das Buch hätte auch auf 700 Seiten geschrieben werden können) nicht sehr gefallen haben. Das Buch war schwierig zu lesen, dennoch aber interessant und natürlich auch spannend! Die Charaktere waren authentisch und gut, es war viel Humor dabei, viele grandiose Szenen, aber auch leider langweilige Kapitel und meines Erachtens auch Absätze oder gar Seiten, die man nicht gebraucht hätte. Mir kam es so vor, als wollte Zafón sich beweisen, mit seinem hochgestochenen Schreibstil und seinen vielen Seiten. Ob ihm das geglückt ist? Bei mir leider nicht wirklich!Fazit Ein interessantes, solides Werk über Gott, einem Jungen und die Bibel, über die Suche Ein ausgesprochen gewaltiger und imposanter Roman, der aber leider durch die Vielzahl an belanglosen Wahrnehmungen und Beschreibungen unnötig in die Länge gezogen wurde. Zafóns Schreibstil hat sich meiner Meinung nach etwas ins Negative gewandelt, trotz alledem aber war die Geschichte spannend und interessant, und das Buch ist denjenigen zu empfehlen, die erstens Lust haben, ganze 900 Seiten zu lesen, und zweitens auch die ausgesprochen anstrengende Sprache ohne Probleme verstehen!

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