Das Spiel des Engels

von Carlos Ruiz Zafón 
4,1 Sterne bei1,315 Bewertungen
Das Spiel des Engels
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (993):
Tatsus avatar

Unglaublich - spannend, witzig, poetisch, phantastisch und wunderschön geschrieben - ein tolles Buch!

Kritisch (77):
Daninskys avatar

Ungemein lesbar geschrieben, aber dann steigert sich der Autor in einen komplett konfusen Plot und ein ärgerliches Ende. Schade um die Zeit...

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Inhaltsangabe zu "Das Spiel des Engels"

Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse …

Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Fantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige. In eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewiger Schönheit regiert wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596512645
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:800 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.09.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.03.2009 bei Argon erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Elena_Franzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Einer meiner Lieblingsbücher geworden. Die Spannung bleibt bis zum letzten Satz. Das offene Ende ist sehr gelungen. Ich kann das Buch nur we...
    Um einen Lieblingsbuch mehr im Regal

    Tolles Buch von der ersten Seite bis zum Schluss. 

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    Webbees avatar
    Webbeevor 9 Monaten
    Himmlisch

    Zafón ist einer der wenigen Autoren bei dem ich die Liebesgeschichten in seinen Romanen ertragen kann, denn sie wären ohne die Liebe nicht umsetzbar. Die Liebe ist bei ihm der Anfang und das Ende, die Handlung dazwischen – immer mysteriös, kompliziert und tragisch. Das Spiel des Engels ist Teil 2 der mittlerweile 4-teiligen Roman-Reihe zum „Friedhof der vergessenen Bücher“. Zunächst hatte ich den ersten Teil Der Schatten des Windes noch mal gelesen, um die Erinnerung aufzufrischen. Doch das wäre gar nicht nötig gewesen, da sich in dem Roman zwar Figuren und Orte aus dem ersten Teil wiederfinden, jedoch keine Zusammenhänge bestehen, die man für das Verständnis der Geschichte benötigen würde. Zum Inhalt: David Martin ist scheinbar am Ziel seiner Träume. Er ist professioneller Autor und schreibt unter Pseudonym eine sehr erfolgreiche Romanserie. Der Exklusivvertrag mit einem Verlag sichert ihm regelmäßige Einkünfte und erlaubt es ihm sogar, sich jenes unheimliche, abweisende Haus inmitten Barcelonas zu leisten, das andere wegen seiner düsteren Vergangenheit abschreckt aber ihn schon immer faszinierte. Doch der Drang, sich – abseits des Pseudonyms – selbst als Schriftsteller zu verwirklichen, wird immer größer. Als schließlich, kurz nachdem bei ihm eine tödliche Krankheit mit nur wenigen Monaten Lebenserwartung diagnostiziert wird, ein französischer Verleger an ihn herantritt und ihm die Chance bietet, genau dies zu tun, gerät seine Welt ins Wanken. Zunächst zögert er, seinen Exklusivvertrag zu brechen – doch dann löst sich das Problem quasi von selbst und er ist frei. Bereits mit einem mulmigen Gefühl beginnt er die Auftragsarbeit an einem Buch, welches nicht weniger bewirken soll, als die Menschen in seinem Bann zu ziehen und für eine Sache zu entflammen. Die Vorstellungen seines Auftraggebers beginnen, ihm mit der Zeit Angst einzuflößen. Immer mehr fühlt er sich von dem Mann, der ihn mit Reichtum überhäuft, überwacht und bedroht. Da er geschworen hat, Stillschweigen über die Art seines Auftrags zu bewahren, muss er seine engsten Freunde belügen. Er kann seine Ängste bezüglich des Werkes und Verlegers mit niemandem teilen. Als er in seinem eigenen Haus auf Hinweise stößt, die auf eine Verbindung des verstorbenen Vorbesitzers zu seinem neuen Auftraggeber deuten, beginnt er mit Nachforschungen. Ab diesem Zeitpunkt ist sein Weg gepflastert mit Toten. Fast jeder, den er ausfindig macht, wird ermordet. Schnell gerät er so ins Visier der Polizei und findet sich einem Spiel wieder, welches offenbar dazu erdacht wurde, ihn und alle die ihm etwas bedeuten, zu vernichten. Die besagte Liebesgeschichte, rahmt das ganze noch ein, doch es würde die Inhaltsangabe zu sehr aufblähen. Zafóns Roman ist sehr komplex und somit schwer in nur wenigen Zeilen zusammenzufassen. Die Geschichte fesselte mich schnell, da sie feinfühlig und überzeugend die tragische Lebensgeschichte mehrerer Figuren beschreibt und dabei immer am Rande des Fantastischen balanciert. Dramaturgisch ist der Roman (wie auch schon sein Vorgänger) sehr geschickt aufgebaut. Der Leser erlebt die Hauptpersonen in fortwährenden, zunächst kleineren, dann immer komplizierter und gefährlicher werdenden Konfliktsituationen, die mehr und mehr auf die unvermeidliche Katastrophe zusteuern. Wer den Autor kennt weiß, dass diese Katastrophe auch eintritt, nur irgendwie anders, als der Leser es erwartet. Fazit: Ein berührendes und atmosphärisch wunderschönes Buch, das Herz und Verstand des Lesers gleichermaßen beansprucht. Düster und mysteriös entführt es in das Barcelona Anfang des 20. Jahrhunderts mit all den Konventionen und Repressionen, die diese Zeit mit sich brachte. Der Schluss ist leider nicht ganz leicht verständlich. Entweder wollte der Autor es sich leicht oder dem Leser schwer machen. Ich selbst fand ihn erst nach ein paar Nächten „darüber schlafen“ zufriedenstellend. Trotzdem gibt es für das Buch eine klare Leseempfehlung. Diese Reihe ist übrigens insbesondere ein Leckerbissen für alle Bibliophilen unter Euch!

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    TheCoons avatar
    TheCoonvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervolles Werk!
    Friedhof der vergessenen Bücher, Teil 2

    David Martin ist ein begabter aber leider recht erfolgloser Schriftsteller. Zudem ist er todkrank und sein Mentor stielt ihm die Liebe seines Lebens. Doch dann trifft er Andreas Corelli, einen Verleger, der ihm ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann. Worauf er sich damit eingelassen hat enthüllt sich erst nach und nach.

    Obwohl dies der zweite Band über den Friedhof der vergessenen Bücher ist spielt er zeitlich vor dem ersten Band. Daniel Sempere, der im ersten Band die Hauptrolle spielt ist noch nicht einmal geboren, wir sehen allerdings seinem Vater beim Aufwachsen zu. Ich fand es sehr schön, dass die Buchhandlung der Semperes hier wieder eine feste Rolle spielt, die etwas sehr Herzliches ausstrahlt.

    Wie für den Autor üblich sind die Geschichte und die Charaktere unglaublich vielschichtig. Die Handlung entwickelt sich auf den über 700 Seiten so sehr, dass man sie unmöglich in wenigen Sätzen und ohne zu spoilern auch nur annähernd wiedergeben kann. Die Charaktere werden von oben bis unten ausgeleuchtet und auch die Umgebung wird so detailliert beschrieben, so dass man fast das Gefühl hat inmitten von Barcelonas Straßen zu stehen.

    Die Geschichte ist unglaublich spannend und mystisch. Man wird als Leser immer wieder überrascht und kann nicht einschätzen was als nächstes kommt. Bei so mancher Seite, war mir die Geschichte ein einziges Rätsel aber deswegen nicht weniger aufregend.

    Der Schreibstil des Autors ist fast schon poetisch und voller Details. Die Geschichte entwickelt sich unvorhersehbar und spannend ohne Dramaturgie. Gerd Wamelings Stimme passt hervorragend zu Geschichte und Schreibstil und ist eine tolle Unterhaltung.

    Es war mir wieder ein absolutes Vergnügen eines der Bücher dieses Autors zu lesen!

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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Meisterhaft verknüpft Zafón Motive aus "Das Bildnis des Dorian Grey" und Goethes "Faust" zu einer eigenen großen Geschichte.
    Das Spiel des gefallenen Engels

    Klappentext (Lovelybooks):

    Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse … Mit unwiderstehlicher erzählerischer Kraft lockt uns Carlos Ruiz Zafón wieder auf den Friedhof der Vergessenen Bücher: mitten hinein in einen Kosmos voller Spannung und Fantastik, Freundschaft und Liebe, Schrecken und Intrige. In eine Welt, die vom diabolischen Wunsch nach ewiger Schönheit regiert wird.

    Meine Meinung:

    Schon nach dem Lesen der ersten Zeilen hat mich der „Zauber“, der in den Werken von  Carlos Ruiz Zafón innewohnt, sofort wieder für sich einnehmen können. 

    Der Autor versteht den kunstvollen Umgang mit Sprache und konnte mich 800 Seiten lang fesseln ohne dass es zu spürbaren Längen kam. Egal, ob die Darstellung von Innen- oder Aussenwelt - es ist ein Genuss, ganz in dieses Buch zu versinken.

    Seinen Charakteren verleiht er auch im zweiten Band seiner „Friedhof der vergessenen Bücher Buchreihe“ wieder eine Tiefe, die es dem Leser leicht macht, eine ebenso tiefe emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen. Figuren, die man bereits aus dem ersten Band kennt, bekommen eine Rolle zuteil, die einen ganz besonderen Bogen zu dem Vorgänger spannt. 

    Die beinhaltenden „Fantasyelemente“ waren keine „Liebe auf den 1. Blick“ für mich aber der Austausch in einer Leserunde hat mit dafür gesorgt, dass ich mich beim zweiten Blick dann unsterblich in die Geschichte verliebt habe. 

    Fazit:

    Ein weiteres Meisterwerk aus der Feder Zafóns, das auch durch seinen großen Spielraum zur Interpretation eine ebensolche Faszination auslöst

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    Insider2199s avatar
    Insider2199vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht! (*****)
    Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht!

    Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht!

    Der 1964 in Barcelona geborene Autor war zunächst als Werbetexter tätig, dann 10 Jahre lang Drehbuchautor und Journalist in Los Angeles. Der erste Band dieser Reihe „Der Schatten des Windes“, der in 30 Sprachen übersetzt wurde, ist zwar nicht sein Debüt, verhalf ihm aber 2001 zu internationalem Durchbruch. Der vorliegende Roman ist der 2. Band in der Reihe „Der Friedhof der vergessenen Bücher“.

    Zum Inhalt: Barcelona, 1930, in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: der junge David Martín, als ernsthafter Schriftsteller verkannt, fristet sein Dasein als Groschenheftschreiber unter Pseudonym. Hinzu kommt, dass sein bester Freund ihm die Liebe seines Lebens wegschnappt und er noch erfahren muss, dass er unter einer tödlichen Krankheit leidet. Doch ein Anhänger glaubt beständig an sein Talent: der mysteriöse Verleger Andreas Corelli, der ihm ein ungewöhnliches Projekt vorschlägt. David kann nicht widerstehen und ahnt noch nicht, auf was er sich da eingelassen hat ...

    Meine Meinung: Vielleicht sollte ich gleich vorab erwähnen, dass ich ein großer Fan des Genre „Magischer Realismus“ bin und sowohl Autoren wie Murakami und Mitchell als auch südamerikanische Autoren wie Márquez und Allende zu meinen Lieblingsautoren gehören. Somit gefiel mir, dass der Autor das Mystisch-Magische aus dem ersten Teil hier noch weitaus verstärkter zur Geltung bringt – ich kann davon nie genug bekommen.

    Inhaltlich ist dieser Band 15 Jahre vor dem Auftakt der Serie angesiedelt, somit erfahren wir hier etwas über das Leben der Eltern von Daniel Sempere, dem Helden aus „Der Schatten des Windes“, vor allem seiner früh verstorbenen Mutter Isabella, die eine Zeitlang mit dem Helden dieses Teils zusammenlebt.

    Wie auch beim Vorgänger besticht dieser Roman durch seine Figuren, seine Sprache, die einen unheimlichen Sog entwickelt und dem gut durchdachten mystisch-magisch angehauchten Plot, der viel gruselige Atmosphäre und Spannung verströmt. Einziger kleiner Kritikpunkt für mich: der „Friedhof der vergessenen Bücher“ kam in diesem Band ein wenig zu kurz. Ich war sogar geschockt darüber, was David mit dem Buch macht, das er dort abholt.

    Am Ende bleibt viel Raum für eigene Gedanken und Interpretationen und wer meine nicht lesen will, sollte jetzt gleich zum nächsten Absatz wechseln: [SPOILER-ALARM: für mich war Corelli kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern ein Engel aus dem Jenseits – daher auch der Titel des Buches und die Engelsbrosche, die er mit sich trägt – , der David heilt und ihn selbst zum Engel macht (ihm somit auch Unsterblichkeit verleiht), sodass dieser in der Zeit zurückgehen kann und eine zweite Chance auf Liebe und Glück erhält (ein Indikator dafür ist auch der eigene Grabstein, den David sieht, denn nun ist er selbst ein Engel und kein Mensch mehr)].

    Fazit: Ein Nachfolger, der dem Auftakt der Serie in Nichts nachsteht! Man kann die beiden Bände gar nicht wirklich miteinander vergleichen, genauso wenig wie Äpfel mit Birnen (beides sind Früchte, die aber unterschiedlich schmecken): dieser Band geht auf jeden Fall mehr ins Mystisch-Magische und wer das nicht mag, dem wird Teil 1 besser gefallen. Aber Leser, die wie ich das Genre „Magischer Realismus“ lieben, werden diesen Band ebenso zu schätzen wissen. Für mich ganz klar 5 Sterne, unbedingte Leseempfehlung und Jahres-Highlight.


    Hier geht es zum Band 3 ...

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    jenvo82s avatar
    jenvo82vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mit diesem Buch hat sich der Autor nun endgültig einen Platz unter meinen Lieblingsautoren gesichert! Ein absolutes Lesehighlight!
    Der dunkle Schatten des Señor Corelli

    „Mein Vater hat immer gesagt, das Leben gibt niemanden eine zweite Chance. Es gewährt sie nur denen, denen es nie eine erste gegeben hat. Eigentlich sind es Chancen aus zweiter Hand, die jemand nicht wahrzunehmen verstand, aber sie sind besser als gar nichts.“

    Inhalt

    David Martín ist ein begnadeter, wenn auch vollkommen unterbezahlter Autor, der nach jedem Strohhalm greift, um endlich die Geschichte auf den Markt zu bringen, die ihm wirklich entspricht. Doch immer sind es die Geldgeber, die am längeren Hebel sitzen und er fungiert als ihr Sklave mit der Schreibfeder. Nur das Angebot eines interessanten, doch unbekannten Verlegers, namens Andreas Corelli reizt ihn noch, doch er wird es nicht mehr annehmen können, da ein Gehirntumor sein baldiges Lebensende einläuten wird. Als er sich Corelli anvertraut scheint plötzlich alles wieder machbar zu sein und am Morgen nach seinem Besuch spürt er weder Schmerz noch Nebel in seinen Gedanken. Voller Euphorie setzt er sich an die Schreibmaschine und beginnt mit seiner Auftragsarbeit, einem Roman über die Religion. Doch seine Freude währt nur kurz, denn schon bald muss er feststellen, dass Corelli viel mehr bekommen hat, als Martín ihm versprach. Und fortan säumen dunkle Geheimnisse, schwarze Schatten und viele Opfer den Weg des Schriftstellers. Martín befürchtet, seine Seele verkauft zu haben und will sie nun um jedem Preis zurück!

    Meinung

    Nach dem Genuss dieser Lektüre möchte sie auch entdecken: die ganze Welt des Carlos Ruiz Zafón und insbesondere die Fortsetzung seiner Reihe vom „Friedhof der vergessenen Bücher“, die mit zwei weiteren Werken schon auf mich wartet. Der Autor selbst hat mich bereits mit seinen Jugendbüchern, denen es an Mystik nicht mangelt überzeugt und erreicht diesen Status auch bei seinen Romanen. Besonders die opulente Ausgestaltung des Schauplatzes, die intensive Personenbeschreibung und die vielen kleinen Schauerdetails sind es, die einen enormen Lesesog hervorrufen und selbst ein Buch mit über 700 Seiten, zum absoluten Vergnügen machen.

    Dieser Roman überzeugt mit einer sehr latent und verborgenen Spannung, mit so vielen dunklen Geheimnissen und spielt gekonnt mit den Überlegungen des Lesers. Gerade die Mischung aus Thriller und Fantasy-Roman gewürzt mit einer Prise Bedeutsamkeit konnte mich überzeugen. Und so wirkt dieses Buch auf mich absolut mitreißend, weil es zwar einerseits eine Geschichte erzählt, die es natürlich nicht geben kann aber andererseits so glaubwürdig agiert, dass mir der Umstand der Realitätsferne nichts mehr ausmacht. Der Hauptprotagonist agiert wie erwartet, wahrscheinlich so, wie man stellenweise selbst gehandelt hätte und gerade dieser Fakt macht ihn zum Verbündeten gegen das Böse. Nur erkennt man selbst nicht, welche Dimension die Bösartigkeit annehmen wird und wie stark sich das auf das Geschehen auswirkt. Besonders hervorheben möchte ich auch die Tatsache, dass es sich zwar um den zweiten Band einer Reihe handelt, die Geschichte aber zufriedenstellend aufgelöst und auch mit älteren Vorkenntnissen lesbar ist.

    Fazit

    Ich vergebe volle Punktzahl und damit 5 Lesesterne für dieses opulente Werk der schriftstellerischen Vorstellungskraft. Jedes Kapitel, jeder Satz und jede Entwicklung sind nicht nur spannend und in sich schlüssig, sondern auch wahnsinnig interessant und voller Mystik. Und das sage ich, obwohl ich eigentlich kein Fan von Schauergeschichten und Fantasy-Romanen bin. Doch Carlos Ruiz Zafón erzeugt einen sprachlich dichten Text, vor einer historisch inspirierten Kulisse und mit greifbar menschlichen Protagonisten, so dass ich hier wirklich nur ins Schwärmen geraten kann. Für mich ist dieses Buch, ebenso wie „Der Schatten des Windes“ ein absolutes Lesehighlight und ich war ausgesprochen gern mental in der „Stadt der Verdammten“ - in Barcelona.

     

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    wortkaefigvor einem Jahr
    Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels

    Also gut, springen wir doch gleich in die Mitte des Geschehens. Lange hatte ich nicht mehr das Gefühl, meine Literaturlehrerin aus dem Gymnasium solle mir doch bitte ein Buch erklären. Jetzt aber. Ich versuche meist spoilerfrei über diesen Roman zu schreiben, ob es mir gelingt kann ich nicht garantieren. Also eine unterschwellige Spoilerwarnung vorab.

    Der Schatten des Windes ist eines meiner Lieblingsromane. Spiel des Engels ist auch ein Teil der Saga um den Friedhof der vergessenen Bücher. Auf meinem Regal gesessen hat es seit ca. Januar diesen Jahres und da ich momentan meinen ungelesenen Bestand abarbeite, kommt alles früher oder später an die Reihe.


    Über die Story: Junger Schriftsteller David Martín ist auf dem Weg zum literarischen Erfolg. Oder er arbeitet sich nur buchstäblich zu Tode. Ein mysteriöser Fremder bietet ihm die Chance seines Lebens, doch der Preis dafür könnte seine Seele sein. Im Hintergrund dient unserem Protagonisten die uns allen wohl bekannte Buchhandlung Sempere und Söhne als zweites Zuhause. Liebe, Abenteuer und eine Prise Wahnsinn.


    Was mir gefiel:

    Zafón hat diese Art zu schreiben. Zu erzählen. Und hier lebt er sich darin aus uns den Akt des Erschaffens zu demonstrieren. Es erinnert mich alles an mein Lieblingszitat von Ernest Hemingway: „There is nothing to writing. You just ist at a typewriter and bleed.“

    Das Tempo der Erzählung variiert zwar etwas, ist aber trotzdem spannend und angenehm.

    Die Geschichte selbst. Chaotisch, rasant. Es ist nicht Schatten des Windes, aber es hält mich in Atem.

    Wieder sympathische Protagonisten. Nicht ganz detailliert aufgebaut, dennoch liebenswürdig.


    Was mir nicht gefiel:


    JETZT SPOILER ALERT

    Aber so richtig. Was sollte das denn bitte? Dieses Ende? Ich weiss, ich habe meine Fehler. Vielleicht ist mein abstraktes Denken in meinen realitätsnahen Jahren in der Medizin zusammengeschrumpft und ich muss wiedermal einen Kurs belegen. Denn ich bin mir sicher (na ja ich hoffe es zumindest), dass nur ich es nicht verstanden habe. Diese ganze Dorian Gray-esce Szene am Ende mit dem Teufel. Und ist es echt nur an mir vorbeigegangen, was er von dem ganzen Humbug halluziniert hat und was nicht? Und wenn es so gedacht war und ich selbst entscheiden soll, dann sorry Señor Zafón, aber das ist doch einfach Faulheit von Ihrer Seite. Denn wenn ich es richtig verstanden habe (was ich nicht hoffe), sind die ganzen soliden Grundmauern ihrer Geschichte in einem kolossalen surrealistischen Scheiterhaufen zusammengefallen. Milde gesagt, ich habe mehr erwartet. Eine kohärente Konklusion. Und wenn es magischer Realismus sein soll, so scheiss drauf, dann eben mit dem Teufel. Aber wenigstens rational.

    Entschuldigung, die Gefühle sind etwas mit mir durchgegangen.

    SPOILER ZUENDE


    Für wen und für wann: Lest es doch bitte alle. Einfach jeder und wenn ihr Lust habt, erklärt es mir. Unglaublich dankbar wäre ich natürlich für die Interpretation meiner Literaturlehrerin vom Gymnasium. Aber ich glaube sie spricht kein Deutsch…

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    LadyIceTeas avatar
    LadyIceTeavor 2 Jahren
    Ein schauriges Märchen

    Barcelona in den turbulenten Jahren vor dem Bürgerkrieg: Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät – und in welchen Strudel furchterregender Ereignisse.

    Eigentlich schreibe ich bei Rezensionen einen eigenen kleinen Klappentext. Doch bei Zafón ist es mir nahezu unmöglich, die Ereignisse in meine Worte zu fassen.
    Ich habe zuvor „Der Schatten des Windes“ gelesen und nun „Das Spiel des Engels“ und bin wieder sehr zwiegespalten.
    Carlos Ruiz Zafón hat einen außergewöhnlichen, fantastischen und sehr komplexen Schreibstil. Seine Geschichten erinnern mich an alte, knorrige Bäume, mit einem weit verzweigten Wurzelwerk. Denn genauso verlaufen seine Erzählungen.
    Es gibt einen Hauptstrang und von dem weichen auf verworrene Art und Weise immer weitere Nebenhandlungen und Informationen ab, die immer mehr Figuren und Gedankengänge hervorbringen.
    Zu diesen ganzen Abzweigungen bringt Zafón immer wieder sehr philosophische und schwere Gedanken mit ins Spiel.
    Leider ist es für mich wieder so gewesen, dass der erste Teil des Buchs sich sehr hinzog. Die Geschichte war durch diese ganzen vielen Nebenhandlungen und die vielen komplexen und philosophischen Gespräche, sehr langatmig. Faszinierend zwar, aber doch sehr langatmig.
    Erst gegen Ende, wenn sich die Geschichte dem Showdown nähert, verweben sich alle Stränge und Fäden zu einem Weg, so dass die Erzählung Fahrt aufnehmen kann und mal wirklich was passiert.
    Dieses Buch wirkte zwischendurch wieder wie ein Märchen oder eine Fabel. Schon im „Schatten des Windes“ war ich mir oft nicht sicher, was nun Wirklichkeit ist, was ein Hirngespinst der Figuren und was einfach Fantasie des Autors. Dieses Gefühl wurde im „Spiel des Engels“ nur noch verstärkt.
    Dieses Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.
    Wem „Der Schatten des Windes“ gefallen hat, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kleine Enttäuschung nach dem wundervollen "Der Schatten des Windes"
    Kleine Enttäuschung nach dem wundervollen "Der Schatten des Windes"

    Dieser Band ist deutlich düsterer als der erste. Es geht um Bücher, klar, aber auch um Religion oder besser gesagt um den Glauben oder Nicht-Glauben, um Fanatismus und um verdammte Seelen.
    Diese Themen sind mit so fremd, dass ich große Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzukommen.

    Außerdem konnte ich mich mit der Hauptfigur, David Martín, überhaupt nicht anfreunden. Er ist total blasiert und sehr zynisch, zu viel für meinen Geschmack. Die Familie Sempere dagegen, ist genauso lieb wie im ersten Band, obwohl wir hier mit der vorigen Generation zu tun haben.

    Ansonsten ist der Schreibstil von Carlos Ruiz Zafón sehr schön und angenehm, was mir hier einen dritten Stern Wert war.

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    lisaaafrs avatar
    lisaaafrvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich ist es das beste Buch von der Reihe. Schöner Schreibstil und gut dargestellt.
    Sehr schönes Buch

    Im Jahr 2011 bin ich durch eine Arbeitskollegin von meiner Mama an dieses Buch geraten. Sie hat es mir wärmstens empfohlen. Ich hab es mir dann gekauft und ich habe es nicht bereut.
    Der Schreibstil ist mal etwas anders, was ich auch gut finde. Da es die ganze Geschichte erst interessant macht. Auch die Geschichte an sich ist wirklich gelungen. Ich habe sie genossen und die Spannung war da. Ich war auch enttäuscht, als das Buch dann zu Ende war. 
    Die Charaktere sind so gut beschrieben und auch dargestellt worden, das "Das Spiel des Engels" süchtig gemacht hat.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insider2199s avatar

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Das Spiel des Engels" von Carlos Ruiz Zafón zu lesen. 

    Wir beginnen am  01.08.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man zwei Lose dafür. 

    Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


    Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    


    Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. 

    Viel Spaß uns allen :)
    Insider2199s avatar
    Letzter Beitrag von  Insider2199vor einem Jahr
    Zur Leserunde
    nicole_von_os avatar
    Hallo Ihr Lieben,

    da ich schon selber eine Menge Wanderücher gelesen habe möchte ich nun auch eines zur Verfügung stellen


    Es gelten die üblichen Wanderbuch Regeln, die Ihr vermutlich alle kennt:

    - Jeder geht mit dem Buch um als wäre das Eigene
    - Jeder sagt bitte Bescheid, wenn es angekommen bzw weitergeschickt wurde
    - Jeder hat 2 Wochen Zeit, das Buch zu lesen, bevor er es weiter schickt
    - Geht das Buch verloren, Teilen sich Versender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar.
    - Ihr kümmert euch selbst um die Weitergabe der Adressen

    Ich stelle es für maximal 10 Leser zur Verfügung, wer Interesse hat, einfach als Beitrag einschreiben und ich trage euch dann ein.

    Ich wünsche euch schoneinmal viel Spaß mit dem Buch.

    1, Punxie- gelesen
    2 Bellchen - gelesen und verschickt
    3 Pennelo - erhalten und verschickt
    -
    5 SharonBaker - erhalten und verschickt
    steffchen3010
    7 Nicki81
    8 JackJackson erhalten
    9 The iron butterfly

    10 Steinflut <- hier ist es
    11 pullerente
    zurück zu mir!!
    Zum Thema
    Ich habe gerade mit Carlos Ruiz Zafo´ns "Das Spiel des Engels" begonnen, habe aber jetzt festgestellt, dass es scheinbar eine Fortsetzung von "Das Spiel des Windes" ist. Ist es sinnvoll auf die Amazonlieferung zu warten und mit Das Spiel des WIndes zu beginnen? Danke schonmal!!
    Zum Thema

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