Carlos Ruiz Zafón Der Fürst des Parnass

(123)

Lovelybooks Bewertung

  • 125 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 3 Leser
  • 17 Rezensionen
(16)
(53)
(46)
(4)
(4)

Inhaltsangabe zu „Der Fürst des Parnass“ von Carlos Ruiz Zafón

Zum Welttag des Buches hat Carlos Ruiz Zafón einen kleinen Schatz hervorgezaubert: In ›Der Fürst des Parnass‹ erzählt er, wie alles begann, wie im prachtvollen Barcelona des 16. Jahrhunderts ein passionierter Buchdrucker namens Sempere auf einen glücklosen jungen Dichter trifft – er heißt Cervantes und wird eines Tages den ›Don Quijote‹ schaffen –, wie ein geheimnisvoller Verleger mit Engel am Revers die Bühne betritt und sich ein unscheinbarer Gottesacker zum sagenumwobenen Friedhof der Vergessenen Bücher wandelt. Eine Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Wahnsinn und unsterblicher Liebe, eine Hommage an eine verwunschene Stadt am Meer und an die universelle Magie der Bücher.

Wie immer ein toller Schreibstil! Das Setting der kurzen Geschichte gefällt mir, aber es ist eben "nur" eine nette Vorgeschichte.

— leyax

Carlos Ruiz Zafón zaubert mit Worten. Eine wunderschöne Erzählung, welche die Geschichte um den Friedhof der vergessen Bücher ergänzt.

— Splitterherz

Ich bin ständig mit den Personen durcheinander gekommen. Ich konnte bis zum Schluss nichts mit der Erzählung anfangen.

— fliflaless

Zafons Worte sind Diamanten für die Seele

— Popi

Diese Erzählung sollte von Fans gelesen werden, die anderen Bücher des Themas vorher gelesen haben.

— Birkel78

ein typischer Safon mit einer Erzählkraft, die fesselt

— Valabe

Definitiv etwas für Liebhaber. Jedoch weniger etwas für die, die den Friedhof der vergessenen Bücher noch nicht kennen.

— LadyIceTea

der letzte Teil der "vergessenen Bücher"-Reihe :( Aber wie alle Bücher dieser Reihe einfach spitze, allerdings so dünn

— missundaztood22

Vielleicht ein guter Einstieg für Zafon-Neulinge. Aber für Fans ein kleiner Rückschlag.

— MamaSandra

Eine Geschichte ganz nach Zafon, allerdings sehr reduziert. Lesenswert ist's trotzdem.

— kirara

Stöbern in Romane

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

[4/5] Skurril und rätselhaft geht es weiter, stets unvorhersehbar und überraschend dazu. Nur dieses Ende...!!!

Marysol14

Sonntags in Trondheim

WE are Family :-)

Ivonne_Gerhard

Wenn Prinzen fallen

Wer „Wolf of Wall-Street“ mochte, wird dieses Buch auch mögen.

CocuriRuby

Schloss aus Glas (Filmausgabe)

Eine ungezähmte Kindheit, wild und wahr.

SABO

Der Weihnachtswald

Wunderschöne Geschichte mit Überraschender Handlug und kurzer Länge in der Mitte.

Kati1272

Lied der Weite

Lebendig und voller Menschlichkeit erzählt Haruf ohne anklagend zu werden.

sommerlese

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zafons Worte sind Diamanten für die Seele

    Der Fürst des Parnass

    Popi

    18. July 2017 um 18:15

    CARLOS RUIZ ZAFON Der Fürst des Parnass Klappentext: In ›Der Fürst des Parnass‹ erzählt er, wie alles begann, wie im prachtvollen Barcelona des 16. Jahrhunderts ein passionierter Buchdrucker namens Sempere auf einen glücklosen jungen Dichter trifft – er heißt Cervantes und wird eines Tages den ›Don Quijote‹ schaffen –, wie ein geheimnisvoller Verleger mit Engel am Revers die Bühne betritt und sich ein unscheinbarer Gottesacker zum sagenumwobenen Friedhof der Vergessenen Bücher wandelt. Eine Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Wahnsinn und unsterblicher Liebe, eine Hommage an eine verwunschene Stadt am Meer und an die universelle Magie der Bücher. Autor: Barcelona hat ihn geprägt, zum Schreiben animiert und inspiriert. Das in 30 Sprachen übersetzte Werk des Spaniers Carlos Ruiz Zafón, insbesondere seine Bestseller ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und ›Der Gefangene des Himmels‹, sind von seiner Geburtsstadt nicht zu trennen. Zafón ist ein glänzender Erzähler. Seine Bücher, aufwendig und genau recherchiert, erreichen ihren Reiz durch den Wechsel von Spannung und Fantasie, durch die Neugier auf die Figuren, ihr Leben, Lieben und Scheitern. Es sind grandiose Gestalten - Helden und Schurken, Glücksritter und Pechvögel. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen ›Der Fürst des Nebels‹, ›Mitternachtspalast‹ und ›Der dunkle Wächter‹. Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und teilt seine Zeit heute zwischen Barcelona und Los Angeles. Meine Meinung: Ein kurzweiliges kleines Büchlein, aber der Klang der Worte, der sich wie Poesie ins Herz und in die Seele schleicht ist derselbe wie in Zafon´s anderen Bücher, die ich so sehr liebe. Eine kleine Erzählung über einen großen Schriftsteller. Jedoch kann auch eine noch so kleine Erzählung einen großen Eindruck hinterlassen. Ganz Carlos Ruiz Zafon.

    Mehr
    • 3
  • Eine Liebhaber-Erzählung

    Der Fürst des Parnass

    LadyIceTea

    28. March 2017 um 00:14

     Zum Welttag des Buches hat Carlos Ruiz Zafón einen kleinen Schatz hervorgezaubert: In ›Der Fürst des Parnass‹ erzählt er, wie alles begann, wie im prachtvollen Barcelona des 16. Jahrhunderts ein passionierter Buchdrucker namens Sempere auf einen glücklosen jungen Dichter trifft – er heißt Cervantes und wird eines Tages den ›Don Quijote‹ schaffen –, wie ein geheimnisvoller Verleger mit Engel am Revers die Bühne betritt und sich ein unscheinbarer Gottesacker zum sagenumwobenen Friedhof der Vergessenen Bücher wandelt. Eine Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Wahnsinn und unsterblicher Liebe, eine Hommage an eine verwunschene Stadt am Meer und an die universelle Magie der Bücher.„Der Fürst des Parnass“ wurde, wie oben erwähnt, zum Welttag des Buches geschrieben. Als Dankeschön für die Leser Zafóns. Und wirklich genau für diese ist dieser Band gedacht.All diejenigen, die schon Geschichten um die Bibliothek der vergessenen Bücher gelesen haben, werden ihre Freude an dieser kleinen Erzählung haben. Sie bringt ein paar Zusatzinformationen und webt keinen anderen, als Miguel de Cervantes und zum ersten Mal den Patron Corelli mit in das Geflecht Barcelonas, welches dank Zafón so wunderbar mystisch und phantastisch geworden ist.Dieses Büchlein ist wirklich nur ein kleiner Happen, den man als Beigabe zu einer guten Reihe sehen sollte. Liebhabern dieser Reihe wird diese Erzählung auf jeden Fall Freude bereiten.

    Mehr
  • kurze Vorgeschichte zu Zafon's Barcelona

    Der Fürst des Parnass

    kirara

    04. March 2016 um 12:20

    Inhalt: Es handelt sich dabei um eine klitzekleine Vorgeschichte zu Zafon's Barcelona-Quadrologie. Hier fehlt neben Semperes Vorfahre natürlich einer ganz sicher nicht - Andreas Corelli. Die Geschichte erklärt wie es zur Entstehung des Friedhofs der vergessenen Bücher kommt. Eigene Meinung: Die Geschichte spielt viel früher, als Barcelona noch Außenmauern hatte und viel viel kleiner war. Die Geschichte an sich ähnelt stark seinem Buch "Das Spiel des Engels", nur eben in einer mittelalterlichen Athmosphäre. Die Ereignisse geschehen sehr schnell aufeinander und es bleibt deutlich wenig Zeit um die Charaktere richtig kennen zu lernen. Außer natürlich Andreas Corelli, der einem mehr denn je einen Schauder über den Rücken jagt. Eine Geschichte ganz im Stil von Zafon. Leider viel zu kurz. Es hätte genug Story für einen Roman gehabt, wird aber zusammengerafft zu einer kurzen Novelle. Da hatte der Meister wohl keinen Bock zu einem Roman. Aber macht nichts, wir wollen ja eigentlich eher wissen wie es mit Daniel Sempere & Co. weitergeht. :) Schreibstil: Wie immer - meisterhaft! Fazit: Man muss die kurze Geschichte nicht unbedingt lesen (auch nicht für die Barcelona-Buchreihe). Wer aber noch etwas mehr Insiderwissen zum Friedhof der Bücher und überhaupt zur Welt der Semperes haben will, der sollte es kurz in die Hand nehmen.

    Mehr
  • Viel erhofft - wenig bekommen, aber dennoch ein gern gelesener Zafon!

    Der Fürst des Parnass

    MamaSandra

    12. February 2016 um 09:28

    Gespannt wartete ich auf den Tag, an dem mir dieses Buch geliefert wurde, bin ich doch ein großer Fan Zafons, nachdem ich alle bisherigen Teile der "Friedhof-der-vergessenen-Bücher"-Reihe verschlungen habe. Bereits beim Auspacken war ich enttäuscht, da die Seiten tatsächlich leicht bedruckt mit extra großer Schrift versehen wurden und zudem noch recht wenig in der Anzahl. Aber dass es sich um ein kleines Buch handelt, war beim Kauf bekannt - nur eben nicht wie klein. Man hätte sicherlich mehr Geld zum Spenden übrig gehabt, hätte man für 3,99 € eine Kindle-Version veröffentlich und nicht den Aufwand und die Kosten einer Druckauflage auf sich genommen. Die Verschwendung des Papieres außen vor... Zum Buch selbst: Zu Beginn etwas schwulstig geschrieben, kommt man doch schnell wieder auf die richtige Bahn und taucht ein in Zafons Barcelona und hier auch nach Rom im 16./17.Jh. Man fühlt sich gefangen vom düsteren Corelli mit seiner Engelsfigur am Revers und denkt sofort an seine ebenso mysteriöse Erscheinung der letzten Werke Zafons. Auch hier lässt sich ein ambitionierter Autor auf einen Pakt mit dem Teufel ein, um Ruhm zu erlangen. In diesem Beispiel ist es ein tatsächlich bekannter Autor, welcher mit Corelli's Hilfe den Don Quijote verfasst. Lücken der Biographie Cervantes wurden hier spannend ausgeschmückt und in Zafons Welt transportiert. Es ist eine spannende Geschichte, wie man es von Zafon gewohnt ist. Nur leider viel zu kurz erzählt. Man hat das Gefühl, dass er die Hälfte vergessen hat. Selbst als Dankeschön an seine Leser, hätte Zafon / der Verlag sich etwas Besseres einfallen lassen können. Man erwartet wirklich viel von diesem Buch, wenn es auch nur 5 € kostet. Aber lieber 8 oder 10 € bezahlt und doppelt so viele Seiten, als diese Ausgabe. Die Entstehung des Friedhofes der vergessenen Bücher hat so viel Potential! Ich habe viel auf die Fantasie Zafons gegeben, um dieses Geheimnis gelüftet zu lesen. Aber diese Story enttäuschte mich. Ich sah eine umfangreichere Erklärung vor mir. (Die kann ich sicher auch nicht besser, aber vom "Vater" dieses Friedhofes, darf man mehr erwarten) Für eingefleischte Fans empfehlenswert - als MUSS würde ich es jetzt auch nicht bezeichnen. Vielleicht für Zafon-Einsteiger ganz interessant bevor man tiefer in diese Buchreihe rund um Sempere & Sohn eintaucht. Aber wer es nicht gelesen hat, hat sicher auch nicht viel verpasst. Vielleicht wird es bald für 2-3 Euro angeboten, dann sollte man es in seine Sammlung mit aufnehmen.

    Mehr
  • Eine wunderschöne Vorstellung, wie möglicherweise alles begann

    Der Fürst des Parnass

    Code-between-lines

    17. May 2015 um 18:26

    Zum Inhalt: In seinem 80 Seiten langen Werk „Der Fürst des Parnass“ spielt Carlos Ruiz Zafón mit Elementen aus der Biographie Miguel de Cervantes, dem Nationaldichter Spaniens und Autor des Don Quijote. In Zafóns Erzählung trägt der Büchermacher Antoni di Sempere seinen alten Freund Cervantes zu Grabe und gedenkt dabei der Geschichte, die dieser ihm vor 47 Jahren anvertraute. Eingebaut in die Geschichte sind viele Details, die den Lesern des Barcelona-Zyklus über den Friedhof der vergessenen Bücher schon bekannt sind. So ist es der geheimnisvolle und unheimliche Verleger Andreas Corelli, der Cervantes zu seinem größten Meisterwerk, dem Don Quijotte, motiviert und ihm gleichzeitig als Entgelt dafür das nimmt, was Cervantes im Leben am meisten geliebt hat. „Mein Angebot ist folgendes. Sie werden ein Meisterwerk schreiben, doch um das zu tun, werden Sie verlieren müssen, was Sie am meisten lieben.“ (S. 55). Und so erfahren wir, dass der legendäre Friedhof der Vergessenen Bücher auf der Grabstätte Cervantes und seiner geliebten Francesca di Parma erbaut wurde. „Dieser Ort soll ein Geheimnis sein, ein Rätsel, dessen Anfang und Ende niemand kennt. Und immer möge in ihm der Geist des besten Geschichtenerzählers leben, der je die Erde betreten hat.“ (S. 82) Diese im „Fürsten des Parnass“ miteinander verknüpften Details bilden somit eine Art Grundlage für die in der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts spielenden Romane „Der Schatten des Windes“, „Das Spiel des Engels“ sowie „Der Gefangene des Himmels“. Wo genau die sterblichen Überreste Cervantes tatsächlich ruhen, ist übrigens bis zum heutigen Tage nicht bekannt. Eigene Meinung: Zafóns Erzählung  über den großen Schriftsteller Miguel de Cervantes, den „Fürsten des Parnass“ ist ein kleines, aber feines Meisterwerk. Auf den nur 80 recht groß bedruckten Seiten, auf denen der Autor seine Erzählung niedergeschrieben hat, liefert er dem Leser eine Explosion an wunderschönen Sätzen und geheimnisvollen Bildern. Ursprünglich hatte ich eher erwartet, mehr Informationen zu den teilweise noch ungeklärten Rätseln aus den drei Romanen von Zafóns Barcelona-Zyklus zu erhalten, doch der „Fürst des Parnass“ ist mehr als „kleines Beiwerk“ zu sehen, welches dem Leser eine wunderschöne Vorstellung davon, wie der mystische Friedhof der Vergessenen Bücher wohl entstanden sein mag, anbietet. Als solches sollte die Erzählung auch verstanden werden – als Vorschlag, wo möglicherweise der Ursprung seiner mystischen Barcelona-Bücher-Welt liegen könnte. Sie eignet sich damit besonders für Fans von Zafóns übrigen Werken – oder aber als Einstiegslektüre für Leser, die mit den Geschichten rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher noch nicht vertraut sind. Als für sich allein stehende Geschichte ist sie nicht gedacht und als solche auch kein großer Kunstgriff.

    Mehr
  • Fürstlich!

    Der Fürst des Parnass

    Binea_Literatwo

    Man kann sich als Zafón-Fan bezeichnen, obwohl man erst ein einziges Buch (bezogen auf seine Tetralogie) von ihm gelesen hat. Man kann sich auch als Zafón-Fan bezeichnen, wenn man dieses eine Buch, welches den Titel „Der Schatten des Windes“ trägt, noch nicht rezensiert hat. Ohja – das kann man! Dieses eine Mal, dieses eine große Leseerlebnis hat mich zum Zafón-Fan gemacht und ich kann nur in den höchsten Tönen schwärmen. Jeder bibliophil veranlagte Mensch wird die literarische Tiefe finden, die er braucht wie die Luft zum Atmen. Meine beste Freundin hat mich auf die Zafón-Lesespur gebracht und ebendiese Freundin schenkte mir vor kurzer Zeit die Sonderausgabe „Der Fürst des Parnass“ (Fischer Verlag). Mit diesem Werk möchte der Autor als Dank an alle deutschen Leser und Buchhändler auf sein Honorar verzichten und der Verlag lässt dieses aufgerundet dem Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zugutekommen. Wir vereinbarten natürlich, dieses kleine, nicht ganz 100 Seiten umfassende und recht groß bedruckte Büchlein gemeinsam zu lesen. Am 1. Mai war es soweit und wir reisten lesend in die „Zafón-Stadt“ Barcelona. Seine Tetralogie dreht sich um den „Friedhof der Vergessenen Bücher“ und spielt in der katalanischen Großstadt. Gemeinsam mit Büchermacher Sempere sehen wir in der Ferne das Trauergefolge näher kommen. Corelli taucht neben uns gemeinsam mit einem kalten Lufthauch auf und seine Worte lassen uns einen mystischen Schauer über den Rücken laufen. Durch die Gedanken des Büchermachers finden wir uns im Barcelona 1560 wieder und erfahren, wie es zur Begegnung zwischen Sempere und dem heute mehr als berühmten Miguel de Cervantes Saavedra kam. Doch damit nicht genug, denn in der Gedankengeschichte von Sempere beginnt die Geschichte Cervantes lebendig zu werden. Und damit nicht genug, denn Zafón wäre nicht Zafón, wenn er dazu nicht noch weitere Überraschungen bereithalten würde. Auch in der Kürze liegt Zafóns Würze. Der Meister überzeugt auch mit seiner Erzählung, in der er sich an der Biographie von Cervantes bedient. Diese enthält soviel freies Potenzial, dass er genügend Spielraum hat, um seine eigenen Gedanken und einen Pakt des Autors Cervantes mit seinem Protagonisten Corelli, welcher aus seinen anderen Werken bekannt ist, darin zu integrieren. Cervantes – Nationaldichter Spaniens und „Don Quijote“ Autor,  kann sich mit einem Platz in einem Zafón Werk geehrt fühlen. Gerade in diesem kleinen Band wird ihm eine große Ehre zuteil, in diesem Band, der weitere Geheimnisse um den Friedhof der Vergessenen Bücher preisgibt. Cervantes schrieb nicht nur „Die Reise zum Parnass“, sondern ist nun auch „Der Fürst des Parnass“. Mit dieser Vorgeschichte zur Tetralogie erobert er die Fan-Herzen ein weiteres Mal, wenn auch nicht so grandios, wie er von seinen Lesern gekannt wird. Allerdings finde ich selbst, dass die vielen negativen Meinungen, die in der Buchwelt über diese Erzählung kursieren, nicht gerechtfertigt sind. Zafón reicht hier bewusst und sogar in der kurzen Nachbemerkung nochmals erklärt einen kleinen Finger des Vorgeschmacks und dieser kann nun einmal keine volle Hand sein. Ein Vorgeschmack ist dazu da, um die Leselust zu erwecken, und dies hat Zafón, denn er lebt sich dennoch mit seinen Sätzen aus, die typischer für den Autor nicht sein könnten. Die Sätze perlen auf der Leserzunge und viele Zitate laden zum Verweilen und Weiterdenken ein. Die Charaktere könnten für diesen schmalen Band nicht ausgeschmückter sein. Logisch möchte man als Leser mehr, viel mehr. Aber genau dieses Mehr erfüllt Zafón in seiner Tetralogie. Ich für mich finde es gut, diese Sondererzählung nach seinem Werk „Der Schatten des Windes“ gelesen zu haben. Etwas besser wäre es vielleicht noch gewesen, vorher „Das Spiel des Engels“ zu lesen, denn dann ist der Name Corelli geläufig und die Erzählung gewinnt dadurch an weiterer Tiefe. Und doch kann dieses Werk ebenso gut genutzt werden, um einen leichten Eindruck des Schreibstils des Autors zu bekommen. Eines allerdings ist hundertprozentig klar – im Regal sollte dieser Band ganz vorne stehen, da hier die Grundsteine des Friedhofes zu finden sind. Carlos Ruis Zafóns Werke sind fürstlich durch und durch – dies möchte ich nach einem Roman und einer Erzählung so festsetzen, da ich mir nichts anderes vorstellen kann. Meisterhaft ist, wenn in einem kleinen Band Elemente miteinander vereint werden, die eigentlich Raum für einen dicken Wälzer benötigen! Wer einen Einstieg mit einem Einzelband möchte, ist auf jeden Fall mit „Marina“ sehr gut beraten!

    Mehr
    • 3
  • Erzählung über den Friedhof der Vergessenen Bücher

    Der Fürst des Parnass

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2014 um 20:28

    „Die Liebe ist der einzige Stein, der immer über denselben Menschen stolpert.“ Carlos Ruiz Zafón ist bekannt für seine Barcelona-Romane, u.a. für „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“. Dieses Jahr veröffentlichte er seine Erzählung „Der Fürst des Parnass“, mit der er sich bei seinen deutschen Lesern und Buchhändlern bedanken möchte. Auf das Honorar verzichtet er und spendet es, aufgerundet vom Verlag, dem Sozialwerk des Deutschen Buchhandels. In „Der Fürst des Parnass“ erzählt der Autor die Vorgeschichte der Barcelona-Romane. Der junge Dichter Cervantes trifft auf einen geheimnisvollen Verleger, welcher ihm ein verlockendes Angebot unterbreitet: „Mein Angebot ist folgendes. Sie werden ein Meisterwerk schreiben, doch um das zu tun, werden sie verlieren müssen, was Sie am meisten lieben.“ Cervantes nimmt an und verkauft damit seine Seele und seine Gefühle. Die Liebe seines Lebens scheint er unwiederbringlich verloren zu haben. Die Erzählung ist wie eine Legende um den Friedhof der Vergessenen Bücher, mit einem Hauch Fantasie und Mystik. Die 85 Seiten sind in Großschrift und damit schnell gelesen. Gewährt wird einem nur ein kleiner Einblick in diese mystische Welt. „Der Fürst des Parnass“ ist als Ergänzung zu den vorhandenen Romanen gedacht und deshalb vor allem denen zu empfehlen, die die Barcelona-Romane bereits kennen. Auch wenn es eine schöne Erzählung für zwischendurch ist – ein Muss ist es nicht, weder für Fans noch für Leser, die Zafóns Werke noch nicht kennen. Es wäre aber eine gute Gelegenheit mit dem Kauf dieses Buches den Deutschen Buchmarkt zu unterstützen. © Bücherstadt Kurier

    Mehr
  • Der Fürst des Parnass

    Der Fürst des Parnass

    FabAusten

    Der Fürst des Parnass erzählt den Gründungsmythos des Friedhofs der Vergessenen Bücher. Jeder passionierte Leser von Zafóns wunderbaren Werken kennt diesen Ort aus der berühmten Reihe, die ihren Anfang mit Der Schatten des Windes nahm. Nun lernt er welche Rolle der große Dichter Cervantes bei der Entstehung spielte. Die Kurzgeschichte umfasst 83 Seiten und wurde zum Welttag des Buches in limitierter Auflage erstmals in Deutschland veröffentlicht. Es sind 83 Seiten, die breite Ränder und wenig Geschichte enthalten. Es muss angemerkt werden, dass die geringe Seitenzahl den Preis weniger rechtfertigt als der gute Zweck, der damit unterstützt wird. Nichtsdestotrotz wird sich jeder Freund des Autors für diese neue Veröffentlichung interessieren. Trotz des sehr geringen Umfangs finden sich die Ingredienzien, die Zafóns Werke auszeichnen. Eine reiche Sprache, mysteriöse Begebenheiten sowie sehnsuchtsvolle Melancholie und Tragik, die durch malerische Schauplätze ergänzt wird. Es wird jedoch alles nur angedeutet und kann sich selbstredend nicht wie in den Romanen entfalten. Der Fürst des Parnass ist eine Fingerübung, eine Ergänzung, ein Geschenk für die Fans des großartigen Carlos Ruiz Zafón. Es sollte nichts davon erwartet werden was schon aufgrund des begrenzten Umfangs unmöglich ist. Die Kurzgeschichte beweist, dass der Autor Raum benötigt, um seine Figuren und ihr Schicksal zum Leben zu erwecken. Die reich gefüllten Seiten seiner Romane vermitteln eine Kunstfertigkeit und Tiefgründigkeit, die Der Fürst des Parnass zwar andeutet aber nicht umsetzt. Um die Welt des alten Barcelona und seiner Bewohner rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher kennenzulernen, sei Einsteigern immer Der Schatten des Windes empfohlen.

    Mehr
    • 6
  • Weiterhin im Windschatten

    Der Fürst des Parnass

    thelexxx

    24. June 2014 um 21:21

    Die Bücher und Geschichten Carlos Ruiz Zafóns waren schon immer als eine Art Liebeserklärung an die Literatur selbst zu verstehen, und daraus machte der spanische Bestsellerautor auch nie einen Hehl. Stets bediente er Zitate und Anspielungen auf die Großen der Zunft und webte vermeintlich klassische literarische Motive wie Liebe, Tod und Rache in die wohlig warme Flickendecke aus Mythen und Legenden um seine Heimatstadt Barcelona, das er in seinen Büchern gerne zu einer romantisch düsteren Festung, voll von Geheimnissen und Abenteuern, erhebt. Während die früheren Gehversuche Ruiz Zafóns im Fantasy- und Jugendbuchsegment der Literaturlandschaft noch eher unbemerkt blieben (und zwar nicht ganz zu unrecht), avancierten seine Romane um den mysteriösen "Friedhof der vergessenen Bücher" in Barcelona, angefangen mit dem wirklich großartigen "Der Schatten des Windes", dann zu internationalen Megasellern, die sowohl von ehemaligen deutschen Außenministern als auch von Heranwachsenden verschlungen wurden. Mit "Der Fürst des Parnass" ist seit ein paar Wochen nun ein weiteres Puzzleteil aus Ruiz Zafóns Kosmos um den "Friedhof der vergessenen Bücher" auch auf Deutsch zu haben. Diesmal in Form einer kleinen, knapp neunzigseitigen Erzählung, die anlässlich des Welttages des Buches und zugunsten karitativer Zwecke im Fischer-Verlag erschienen ist. Bisher hatte ich stets den Standpunkt vertreten, dass man, anstatt sich den Nachfolgebüchern "Das Spiel des Engels" (2008), "Der Gefangene des Himmels" (2012) oder dem eigentlich älteren, in Deutschland jedoch erst später veröffentlichten, "Marina" (2011) zu widmen, lieber viermal hintereinander "Der Schatten des Windes" (2003) lesen sollte - von den anderen Büchern Ruiz Zafóns ganz zu schweigen.  Leider muss ich diesem Prinzip treu bleiben, denn was sich schon bei den letzten Romanen angedeutet hat, tritt auch in der kurzen Erzählung, "Der Fürst des Parnass", zutage. Diese neunzig Seiten dokumentieren gar das ganze Dilemma. Sicher, Ruiz Zafón war nie ein schnöder Realist oder nüchterner Schreiber, und gerade diese Eigenschaft mochten wir ja so an ihm, aber das hier trieft nur so vor schnulzigem Pathos - und zwar so sehr, dass man sich fast wundert, wie sich die Seiten des Buches überhaupt voneinander lösen können. Denis Scheck hatte wahrlich recht damit, als er, bezogen auf den letzten Roman Ruiz Zafóns, von "literarischer Zuckerwatte" sprach. Und wie "Der Gefangene des Himmels" eine reine Homage und Ehrerbiertung an Alexandre Dumas' "Der Graf von Monte Christo" war, ist "Der Fürst des Parnass" nun Ruiz Zafóns Liebeserklärung an den spanischen Nationaldichter Miguel de Cervantes, den Schöpfer des legendären "Don Quijote". Ohne Ruiz Zafón nun Überheblichkeit oder Selbstherrlichkeit unterstellen zu wollen, muss zumindest die Frage danach erlaubt sein, wer hier wessen Werk erheben soll, denn die um das Jahr 1600 angesiedelte Erzählung macht den altehrwürdigen Cervantes - einfach mal blindlinks - zu einem Teil von Ruiz Zafóns Geschichte um den "Friedhof der vergessenen Bücher", dessen Ursprünge nun hier auf die Zeit des spanischen Nationalheiligtums zurückgehen. All dies geschiet darüber hinaus nicht einmal besonders geschickt. So trifft Cervantes schlicht auf Urahnen der Charaktäre aus "Der Schatten des Windes". Auch zu lesen auf: buchpiraten.blogspot.com

    Mehr
  • Für Einsteiger nix, für Insider evtl. besser

    Der Fürst des Parnass

    MissStrawberry

    Bisher hatte ich noch nichts von Carlos Ruiz Zafón gelesen und ob ich das nach dieser kleinen Erzählung ändern werde, weiß ich nicht. Ein Friedhof der vergessenen Bücher? Wäre vielleicht ganz interessant, aber in diesem Büchlein wird so viel orakelt und angedeutet, dass man wenig damit anfangen kann. Vielleicht muss man die anderen Bücher vorher gelesen haben, um das alles zu verstehen, aber mir war die Sprache einfach zu düster, zu sehr auf alt getrimmt, zu schwülstig und schwer, so wirklich Lust auf mehr macht das leider nicht. Die Story ist im Grunde die des unglücklichen Cervantes, der so gern ein toller Schriftsteller wäre, sich aber schwer tut und die ihm gebotene Hilfe oft und gern als Knüppel zwischen den Beinen empfindet. Noch dazu ist er in die schöne Francesca verliebt, die jedoch mit einem alten, reichen Mann vermählt wurde und bei diesem gefangengehalten wird. Also sammelt Cervantes all seinen Mut zusammen, befreit Francesca und flieht mit ihr nach Barcelona, wo er endlich erfolgreich sein möchte und mit ihr glücklich ... Es gibt eine Geschichte in der Geschichte und darin wieder eine Geschichte. Es gibt Elemente, die um reale Personen kleine Mysterien weben. Es gibt Liebe, es gibt Hass, es gibt Glück, es gibt Leid. Das alles auf weniger als 90 Seiten. Nett zu lesen, aber auch nicht schlimm, wenn man es nicht kennt ....

    Mehr
    • 4
  • Hintergründe

    Der Fürst des Parnass

    Duffy

    09. May 2014 um 18:23

    Záfon berichtet in dieser kleinen Geschichte von den Anfängen seines berühmten Friedhofs der vergessenen Bücher, von der Begegnung mit Buchdrucker Semper und einem jungen Dichter namens Cervantes, der den berühmten Don Quijote schuf, von einem Verleger namens Corelli der den Preis der Literatur kennt. Eine schöne Hintergrundgeschichte zu Záfons berühmtem Werk, mit der bekannten Handschrift des "rattenfangenden" Geschichtenerzählers, diesmal aus dem Barcelona um 1600. Als Ergänzung zu den Romanen um den Friedhof der vergessenen Bücher ist der kleine Band unverzichtbar. Nicht unerwähnt bleiben soll die feine Geste des Autoren, sein Honorar aus diesem Buch dem Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zu spenden.

    Mehr
  • wie alles begann

    Der Fürst des Parnass

    Keksisbaby

    24. April 2014 um 13:35

    Schon seit „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ trieb mich die Neugier, wie es zu dem Friedhof der vergessenen Bücher kam. Und im „Fürst des Parnass“ klärt Carlos Ruiz Zafon seine Leser auf und erzählt in einer bezaubernden Novella, wie das Liebesleid des jungen Cervantes zur Schaffung eines der Werke der Weltliteratur führte und der kauzige Ritter von der traurigen Gestalt die Bühne betritt. Dabei hat natürlich ein gewisser Verleger mit einem Engel am Reverse seine Finger im Spiel. Eine tolle kleine Einführung, schnell gelesen, aber nicht schnell vergessen. Zafons Zauber wirkt auch auf den wenigen Seiten und ohne, dass man sich versieht ist man gefangen und wünscht sich letzten Endes, die Geschichte würde fortdauern.

    Mehr
  • Der große Cervantes

    Der Fürst des Parnass

    Bibliomania

    23. April 2014 um 21:03

    Eine nette kleine, Zeit vertreibende Erzählung über Cervantes, der zunächst als Schriftsteller und Dichter verkannt wurde, um dann doch mit seinem herausragenden "Don Quijote" Ruhm zu erlangen. Ich möchte gar nicht viel über dieses Geschenk Zafóns zum Welttag des Buches sagen, da jeder es schnell als kleine Abendlektüre lesen kann und wunderbar unterhalten sein wird. Eine Erzählung die alles enthält: Liebe, Verzweiflung, Ehrgeiz und Scheiter - in schöner Sprache erzählt Zafón von Miguel de Cervantes.

    Mehr
  • Eine schöne Kurzgeschichte für Zafón-Fans

    Der Fürst des Parnass

    Kaiaiai

    19. April 2014 um 01:11

    Ich bin ein großer Fan der Zafón-Bücher. Vor allem die Geschichte um David Martín (Das Spiel des Engels) hat mich total gepackt. Mit "Der Fürst des Parnass" hat Zafón einen leider sehr kurzen Prequel zu dieser Reihe geschaffen, der vor Anspielungen nur so überquillt. Daher kann ich das Buch sehr für Freunde der Zafón-Bücher empfehlen. Außerdem kann man es bestimmt auch gut als Einleitung zur Reihe über den Friedhof der vergessenen Bücher lesen, falls man vor hat, diese chronologisch zu lesen. Die Kürze der Erzählung führt aber leider dazu, dass sich nicht sehr viel Spannung aufbaut, deshalb der eine Stern Abzug. Der Schreibstil, der hier manchmal kritisiert wird, hat mich überhaupt nicht gestört. Ich fand ihn im Gegenteil sogar sehr ansprechend und zum Setting der Erzählung passend.

    Mehr
  • Zafón schreibt so schön....Die Auftakterzählung zum Friedhof der verlorenen Bücher.

    Der Fürst des Parnass

    Nil

    15. April 2014 um 20:46

    Hier einmal ein dünner Band, da nur eine Erzählung von Carlos Ruiz Zafón. Es soll die Geschichte des Cervantes sein. Komischerweise wird dies im Klappentext gar nicht erwähnt. Natürlich ist es auch der Auftakt zu seinem Friedhof der verlorenen Bücher der hier seinen Anfang nimmt. Alle die noch keines seiner Werke gelesen haben: Hier beginnen! Das ist der Anfang! Schmal mit nicht mal 100 Seiten und großer Schrift, aber trotzdem lesenswert, wenn man Fan von anderen Romanen Zafóns ist.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks