Der Mitternachtspalast

von Carlos Ruiz Zafón 
3,8 Sterne bei192 Bewertungen
Der Mitternachtspalast
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leyaxs avatar

Keine schlechte Geschichte, aber trotzdem nichts herausragendes. Ähnelt seinen anderen Büchern sehr.

stebecs avatar

Soviel anders als ich erwartet habe.

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Inhaltsangabe zu "Der Mitternachtspalast"

»Es gibt zwei Dinge im Leben, die du dir nicht aussuchen kannst. Das eine sind deine Feinde. Das andere ist deine Familie. Manchmal ist der Unterschied zwischen beiden schwer zu erkennen.«
Carlos Ruiz Zafón, ›Mitternachtspalast‹

In der verblassten Kolonialschönheit Kalkutta begegnet Ben in den 30er Jahren der geheimnisvollen Sheere, von der er sich magisch angezogen fühlt. Beide sind ohne Eltern aufgewachsen; er im Internat, sie bei ihrer Großmutter. Nun können sie nicht mehr ohne einander sein. Doch als hätte eine dunkle Macht nur auf ihr Zusammentreffen gewartet, geraten die beiden bald in einen mörderischen Strudel und müssen erkennen, dass sie weit mehr verbindet als große Gefühle …

Mit dem dunkel schillernden Kalkutta hat Carlos Ruiz Zafón ein Traumgespinst von einer Stadt geschaffen, das seinem unvergleichlichen Barcelona in nichts nachsteht – Ben und Sheeres große, tragische Geschichte wird man lange nicht vergessen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596031382
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:25.09.2014

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    Filzblumes avatar
    Filzblumevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schaurig -zugleich wunderschöne Geschichte.
    Finsterer Sommer in Kalkutta

    Klappentext: In der verblassten Kolonialschönheit Kalkutta begegnet Ben in den 30er Jahren der geheimnisvollen Sheere, von der er sich magisch angezogen fühlt. Beide sind ohne Eltern aufgewachsen; er im Internat, sie bei ihrer Großmutter. Nun können sie nicht mehr ohne einander sein. Doch als hätte eine dunkle Macht nur auf ihr Zusammentreffen gewartet, geraten die beiden bald in einen mörderischen Strudel und müssen erkennen, dass sie weit mehr verbindet als große Gefühle … Mit dem dunkel schillernden Kalkutta hat Carlos Ruiz Zafón ein Traumgespinst von einer Stadt geschaffen, das seinem unvergleichlichen Barcelona in nichts nachsteht – Ben und Sheeres große, tragische Geschichte wird man lange nicht vergessen. Ein wunderbar erzählter Roman über Freundschaft, Familienbande und Liebe. Zufón meisterhafte Erzählweise läßt dem Leser kaum Zeit zum Atmen, denn die Schatten der Vergangenheit stellen die Freundschaft der Waisenkinder des St. Patrick’s Waisenhaus, in Kalkutta, auf eine harte Probe. Ein unheimliches, gespenstisches Wesen macht Jagd auf eines der Waisenkinder, die mit dem Alter von 16 Jahren die Institution verlassen. Gewartet hat es 16 Jahre, seit der Geburt eines der Schützlinge von Thomas Carter, Leiter des Waisenhauses, der in einer Nacht ein Bündel Kind vor dem Waisenhaus fand mit einem Brief des Bittstellers. Noch ahnen die Freunde nicht, in welche lebensbedrohende Situation sie geraten, weil sie Freunde und Familie zugleich sind und dem Geheimbund angehören - der Chowbar Society, der sich schwor, den anderen stets Treue zu halten, bis in den Tod. "Die Ironie des Schicksals hat es gewollt, dass nun ich, der ich am wenigsten dafür geeignet bin, die Aufgabe übernehme, das Geheimnis zu enthüllen, das uns vor so vielen Jahren vereinte und uns gleichzeitig in dem alten Bahnhof Jheeter’s Gate für immer trennte" Erzählt wird aus der Perspektive eines der Jungen des Geheimbundes, Jahre später. Er fast die Ereignisse und Erlebnisse zusammen. Dabei wird Puzzle um Puzzle die Vergangenheit ans Licht befördert und mit der Gegenwart meisterhaft verknüpft. Als ich das Buch anfing zu lesen, ahnte ich noch nicht, das ich einen Roman des Genre Fantasy in den Händen hielt. Mir hat der Schreibstil und die teils rührende, teils schaurig schöne Geschichte sehr gut gefallen.

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine gute Gruselgeschichte mit kleinen Schwächen.
    Der Mitternachtspalast - Ein gutes Buch mit kleinen Schwächen

    Band 2 der Nebel-Trilogie

    Kalkutta im Jahr 1932: Der Junge Ben ist im Waisenhaus St. Patricks aufgewachsen und hat zusammen mit den anderen Kinder den geheimen Club Chowbar Society gegründet. Der Club und ihre geheimen mitternächtlichen Treffen haben die sieben Mitglieder zu Freunden gemacht. Doch nun, im Alter von 16 Jahren müssen Ben und die anderen das Waisenhaus verlassen. Beim Abschiedsfest lernt er die geheimnisvolle Sheere kennen. Zwischen ihm und dem 16-jährigen Mädchen, das bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist, entsteht sofort ein enges, magisches Band. Doch schon bald darauf müssen sie erfahren, dass sie in großer Gefahr schweben: Eine dunkle Macht ist hinter ihnen her. Auf der Suche nach der Wahrheit tauchen sie ein in die Straßen und dunklen Gassen Kalkuttas, immer auf der Flucht vor ihrem Verfolger...

    "Aryamis Haus war jahrelang verschlossen gewesen, und noch immer hing der Geist tausender in den Mauern gefangener Erinnerungen in diesem von Büchern und Bildern bewohnten Gebäude." - Seite 76, eBook

    Der zweite Schauerroman der Nebel-Trilogie beginnt sehr spannend. Besonders gefallen haben mir hier zum einen die Geschichte und der Hintergrund der Chowbar Society, eine Geheimgesellschaft, die die Kinder des Waisenhauses gegründet haben und zum anderen, was es mit dem Mitternachtspalast auf sich hat. Auch die verschiedenen Schauplätze in Kalkutta sind sehr detailreich und, passend zur Geschichte, düster beschrieben. Leider gibt es auch ein paar Schwächen. Die unheimliche Atmosphäre, die Zafón im ersten Roman "Der Fürst des Nebels" heraufbeschworen hat, geht immer mal wieder verloren.

    Mein Fazit: Dieses Buch hat einen sehr packenden Anfang und verspricht eine gute Story. Leider nimmt die Spannung im Laufe der Handlungen etwas ab, der rote Faden der Geschichte geht etwas verloren. Zwar hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen, genauso wie die Idee der Story, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen.
    "Der Mitternachtspalast" ist kein schlechtes Buch, es fehlt nur das gewisse Etwas. Schade! Auch wenn ich hier nur drei Sterne vergebe, bin ich sehr gespannt auf den dritten Roman der Reihe und hoffe auf eine spannende Geschichte.

    Noch ein kleiner Hinweis: Auch wenn es eine Trilogie ist, können die drei Romane unabhängig voneinander gelesen werden. Jedes Buch hat eine eigene, abgeschlossene Geschichte.

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    Ally91s avatar
    Ally91vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein weiterer angenehmer Schauerroman von Zafón, der dieses Mal in Indien der 30er Jahre spielt.
    Barcelona kann er besser...


    Ich möchte jetzt nicht genau den Inhalt wiedergeben oder euch beschreiben, worum es in dem Buch geht. Das verrät der Klappentext schon ganz gut ;) Dies soll meine Bewertung zu dem Buch werden, auch eine vergleichende zu seinen anderen Büchern.Ich habe bereits drei Bücher von Zafón gelesen und das eine war besser als das andere. "Der Mitternachtspalast" ist somit mein vierter Roman von Zafón, spielt jedoch dieses Mal nicht in Barcelona, sondern in Kalkutta (Indien). Es liest sich flüssig, die Charaktere sind wunderbar beschrieben und die Geschichte wurde wieder leicht gruselig vom Autor angehaucht, was seine Romane einfach unverwechselbar macht.
    Jedoch hat mir dieses Mal die Detailtreue gefehlt. Nicht was die Protagonisten und Nebendarsteller anbelangt...es ging mir vielmehr um den Ort, in dem seine Geschichte spielt.
    Während er in seinen "Barcelona-Romanen" ganze Straßenzüge, kleine Cafés oder Herrenhäuser "zum Leben erwecken" konnte, hatte ich Probleme, mir ein genaues Bild über die Orte vom "Der Mitternachtspalast" zu machen. Darum fiel es mir zum Teil schwer, beim Lesen richtig einzutauchen.

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    MamaSandras avatar
    MamaSandravor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zafon entführt in die geheimnisvolle Kulisse Kalkuttas. Ein bisschen mehr Fantasy als in Barcelona.
    Spannende, fantasievolle Basaratmosphäre

    Ich habe zuerst die Bücher der Reihe "Friedhof der vergessenen Bücher" gelesen und mich dann an die Nebel-Trilogie gewagt, weil ich ein Fan von Zafon geworden bin. Nur leider lassen sich diese Geschichte aus der Vorzeit nicht mit den neueren Werken vergleichen.
    Das was die Reihe "Friedhof der vergessenen Bücher" an Realität übermitteln, fällt bei dieser Nebel-Trilogie völlig unter den Tisch.

    Ich konnte leider nicht nachvollziehen, warum Zafon ausgerechnet Kalkutta als Handlungsort gewählt hat. Da wäre doch jede andere Metropole auch möglich gewesen, oder?! Die Geschichte an sich ist traurig und erschaudernd zugleich. Man will auf jeden Fall weiter lesen. Man muss zwischendrin auch viel mit denken. So kam ich aber schon etwa ab Mitte des Buches darauf, dass es sich beim Vater der Kinder und beim Bösewicht um ein und die selbe Person handelt.
    Ich lese eigentlich keinen Fantasy-Kram, aber Zafon schon. Leider verträgt sich das nicht miteinander. Es war teilweise schon sehr langatmig geschrieben, ich wollte oftmals Seiten überspringen, habe es aber als Kindle-Edition, sodass man doch eher mal quer liest und nicht 5-6 Seiten auf einmal überblättert.
    Das Ende zog sich ewig in die Länge und wurde irgendwie immer grausamer.
    Für Jugendliche finde ich die Beschreibungen oftmals viel zu grausam. Für Erwachsene fehlt der nötige Tiefgang und auch die Realitätsnähe.

    Ich weiß leider nicht, ob ich das Buch empfehlen kann oder nicht. Spannend ist es auf jeden Fall, aber man kommt nicht richtig in Kalkutta an, wenn ihr wisst was ich meine.
    Für Zafon-Fans von "Schatten des Windes" kann ich davon abraten. Es ist etwas gänzlich anderes!
    Für Fans von Fantasy und Grusel ist es schon empfehlenswert.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 3 Jahren
    Eine Gruselgeschichte - Kampf auf Leben und Tod

    Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
    Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. April 2015)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-13: 978-3596520626
    Originaltitel: El palacio de la medianoche
    Preis: 12,00 €

    Eine Gruselgeschichte – Kampf auf Leben und Tod

    Inhalt:
    Kalkutta, 1932. Ben ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Nun ist er sechzehn Jahre alt und damit erwachsen. Er wird das Waisenhaus verlassen. Doch in den letzten Tagen begegnet er der ebenfalls sechzehnjährigen Sheere und fühlt sich sonderbar zu ihr hingezogen. Die beiden verbindet ein Geheimnis, das über ihr weiteres Leben oder ihren Tod bestimmen wird.

    Meine Meinung:
    „Der Mitternachtspalast“ ist der mittlere Band der Nebel-Trilogie, deren einzelne Bände aber inhaltlich nicht zusammenhängen, also jeweils als Einzelband gelesen werden können. Anders als der 1. Band „Der Fürst des Nebels“ wirkt es aber viel erwachsener. Als Zielgruppe würde ich ältere Jugendliche, so ab 15 oder 16 Jahren etwa, nennen. Für Jüngere ist die Geschichte einfach zu gruselig und grausam. Es werden Menschen gefoltert und brutal ermordet, zwar in einem nicht realen Umfeld, aber die Beschreibungen sind doch ziemlich horrormäßig. So entsteht natürlich auch eine gewaltige Spannung.

    Gut gefallen hat mir neben dem gewohnt tollen Schreibstil und der feinen Sprache Zafóns, dass schon recht früh der Buchtitel erklärt wird. Ben und seine Freunde aus dem Waisenhaus haben einen Geheimclub gegründet, die Chowbar Society, die einander auf Leben und Tod verschworen sind. Ihr Hauptquartier ist eine alte Baracke beim Waisenhaus, wo sie sich immer um Mitternacht treffen. Deshalb nennen sie es liebevoll den Mitternachtspalast. Und da die Freundschaft der Waisen und die Chowbar Society im weiteren Verlauf eine große Rolle spielen im Kampf gegen das Böse, passt der Titel recht gut.

    Neben der gruseligen Geschichte gelingt es dem Autor auch sehr gut, die Atmosphäre der indischen Großstadt Kalkutta zu beschreiben. Die Gegensätze zwischen Arm und Reich werden sichtbar, die bunten Basare mit ihren exotischen Düften werden vor den Augen des Lesers lebendig.

    Insgesamt hat mir „Der Mitternachtspalast“ gut gefallen. Das gewisse Etwas in der Gruselgeschichte, das den 5. Stern ausmacht, fehlte mir zwar. Trotzdem spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus. Man wird auf jeden Fall gut unterhalten.

    Die Reihe:
    1. Der Fürst des Nebels
    2. Der Mitternachtspalast
    3. Der dunkle Wächter

    ★★★★☆

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Spannend und unheimlich gut - eben ein echter Zafón!

    Ben wächst in einem Waisenhaus in Kalkutta auf. Zusammen mit seinen Freunden gründet er den geheimen Chowbar Society Club. Als sie sechzehn Jahre alt werden ist der Zeitpunkt gekommen, das Waisenhaus zu verlassen. Am Tag der Abschiedsfeier taucht eine alte Frau mit einem jungen Mädchen auf, Ben nimmt sie mit zu seinen Freunden. Als sich herausstellt, was Ben und Sheere miteinander verbindet, nimmt das Unheil seinen Lauf. Der Chowbar Society Club versucht dem schaurigen Geheimnis auf die Spur zu kommen...

    Auch der "Mitternachtspalast" ist wieder ein schön schauriges Lesevergnügen. Mysteriös von der ersten Seite an. Das Besondere an diesem Buch ist jedoch, dass neben den Elementen des Schauerromans auch Krimieeinflüsse eingewoben sind. Da bedeutet für den Leser ein absolut spannendes Lesevergnügen bis zum Schluss. Klasse!

    Der Schreibstil von Carlos Ruiz Zafón ist sowieso einzigartig! Durch seine klare, flüssige und gleichzeitig mitreißende Sprache ist man als Leser sofort in der Geschichte dabei. Die perfekt ausgearbeiteten Charaktere tragen ebenso zu einem einzigartigen Leseerlebnis bei.

    Insgesamt hat mich dieser Roman wirklich überzeugt, er steht dem Vorgängerroman "Der Fürst des Nebels" wirklich in nichts nach.

    Fazit: spannend, unheimlich - ein besonderes Lesevergnügen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Typische Gruselgeschichte à la Carlos Ruiz Zafón mit einem Bösewicht, der es in sich hat, und starken Charakteren. Sehr zu empfehlen!!!
    Typische Gruselgeschichte à la Zafón

    Kalkutta 1932: Ben und seine Freunde sind im Waisenhaus aufgewachsen, wo sie eines Tages die geheime Chowbar Society gegründet haben, doch nun ist die Zeit gekommen ihre eigenen Wege zu gehen, denn sie sind gerade sechzehn Jahre alt geworden. Bei der Abschiedsfeier taucht plötzlich eine ältere Dame mit einem jungen Mädchen namens Sheere auf, das Ben sofort fasziniert. Spontan nehmen Ben und seine Freunde sie in den Geheimclub auf. Doch Sheere kann nicht lange bleiben, denn ihre Großmutter will mit ihr weiter durch die Welt ziehen, wie schon ihr ganzes Leben lang. Sie kann nicht ahnen, welche Katastrophe sie mit ihrer Entscheidung, dieses Mal nicht mit ihr zu gehen, heraufbeschwört. Denn eine dunkle Macht scheint nur so auf das Zusammentreffen von Ben und Sheere gewartet zu haben, so dass sie bald in einen mörderischen Strudel geraten, der sie tief in die Unterwelt Kalkuttas zieht. Die beiden wissen jedoch nicht, mit welchem mächtigen Schatten aus der Vergangenheit sie und ihre Freude es wirklich zu tun haben ...

    Die Gruselgeschichte "Der Mitternachtspalast", der zweite Teil der Nebel-Trilogie, bekommt von mir fünf Sterne. Auch in diesem frühen Meisterwerk von Carlos Ruiz Zafón ist sein begnadetes schriftstellerisches Talent zu erkennen, wobei besonders die komplexen und vielschichtigen Zusammenhänge hervorstechen, die von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur garantieren. "Es gibt zwei Dinge im Leben, die du dir nicht aussuchen kannst. Das eine sind deine Feinde. Das andere ist deine Familie. Manchmal ist der Unterschied zwischen beiden schwer zu erkennen." Mit dieser Aussage beschreibt Carlos Ruiz Zafón das Dilemma, in dem sich Ben, Sheere und ihre Freunde von der Chowbar Society befinden, perfekt. Doch gerade dieser Konflikt macht dieses Buch so spannend, denn man weiß nicht, wer der Bösewicht Jawahal, der in keiner Weise menschlich ist, denn Pistolenkugeln fliegen schlichtweg durch ihn hindurch und er kann sich innerhalb von wenigen Augenblicken in Luft auflösen, ist, geschweige denn wie man ihn vernichten kann. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Chowbar Society begibt man sich also auf eine gruselige Geisterjagd, um einen alten Flucht zu brechen, die deren Zukunft kolossal verändert. Zwischendurch habe ich mich allerdings gefragt, was mit manchen Personen passiert ist, weil sie nicht mehr erwähnt wurden und ich habe schon das Schlimmste  befürchtet, aber glücklicherweise hat Carlos Ruiz Zafón diese Handlungsstränge wieder geschickt aufgegriffen. Der Gruselfaktor dieser mächtigen Parabel auf Liebe und Tod, Wahrheit und Lüge nimmt konstant zu und wie bereits bei dem Vorgänger schafft Carlos Ruiz Zafón es immer wieder, den Lesern Schauer über den Rücken zu jagen.

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    Kaiaiais avatar
    Kaiaiaivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zafón trifft "Die drei ???". Spannender, düsterer Roman für zwischendurch.
    Eher ein Jugendbuch, aber mit dem typischen Zafón-Charme

    Im "Mitternachtspalast" geht es um eine Gruppe Jugendlicher in Kalkutta, die in düstere, gefährliche Geheimnisse aus der Vergangenheit gezogen werden...

    Die Handlung erinnert sehr an klassische Jugendbuch-Krimis wie z.B. "Die drei ???". Trotzdem hat der Roman den typisch düsteren Charme eines Zafóns und ist auch ziemlich spannend. Das macht ihn für mich absolut lesenswert!

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    haberland86s avatar
    haberland86vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender und gleichzeitig ergreifender Roman.
    Ein spannender und gleichzeitig ergreifender Roman

    Die Geschichte der beiden Zwillinge Ben und Sheere, die im Kalkutta der 1910er Jahre bereits als Babys fast ums Leben gekommen wären und auf dramatische Weise voneinander getrennt werden, zog mich direkt in ihren Bann.
    Als Jugendliche lernen sie sich endlich kennen und gehen der Lebensgeschichte ihres Vaters nach. Sie ahnen nicht, auf welch gefährliches Spiel sie sich dabei einlassen und müssen bald um ihr Leben fürchten.

    Ein spannender und gleichzeitig ergreifender Roman.

    Carlos Ruiz Zafón ist ein meisterhafter Erzähler. Seine Sprache ist sehr bildreich und voll von ungewöhnlichen(und sehr treffenden)Vergleichen.
    Gleichzeitig schafft er es, die Handlung voranzutreiben, sodass mir der Roman nie langweilig wurde.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Lässt ab der Mitte leider stark nach. Schade.
    Mittelmäßig und weder besonders gruselig noch spannend

    Eigentlich hätte das Buch der Knaller sein müssen: ein mysteriöser Mitternachtspalast, in dem sich eine Gruppe von Waisenkindern trifft; ein Zwillingspärchen, das von der Großmutter getrennt wird und hinter dem ein Mörder her ist, der Sachen in Flammen aufgehen lassen kann; ein brennender Geisterzug mit gruseligen Kinderschreien, der nachts in Kalkutta spukt...

    Irgendwie war dann aber die weitere Story doch etwas vorhersehbar und nicht sehr spannend für mich. Auch die Beschreibungen der eigentlich ziemlich gruseligen Ereignisse war so unpoetisch und oberflächlich dass sie einfach nicht bei mir gewirkt haben (und ich bin normalerweise sehr schnell zum Gruseln zu bringen).

    Was ich auch etwas störend empfand, waren die im eher objektiven, nacherzählenden Erzählstil eingepassten schwülstigen Begriffe, wie z. B. "in Morpheus' Armen",  "das geistige Getränk", "der blaue Nebel [...] wie der Brodem eines unsichtbaren Drachens" etc.). Keine Ahnung, ob das nun an der Übersetzung liegt oder auch im Originaltext so unpassend und übertrieben ist.

    Insgesamt war das Buch eher mittelmäßig und wenn ich es mit anderen Zafón-Büchern vergleiche, sogar eher eines der Schlechtesten (neben "Marina"). 

    Wirklich sehr schade, da der Stoff eigentlich genug für Spannung und Rätsel  herhalten würde, wenn man es nur richtig in einen entsprechenden Erzählstil und in einer weniger vorhersehbare Gliederung gesetzt hätte.

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