Der dunkle Wächter

von Carlos Ruiz Zafón 
3,9 Sterne bei356 Bewertungen
Der dunkle Wächter
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (247):
leyaxs avatar

Tolle Atmosphäre und eine spannende, wenn auch recht klassische Geschichte. Bis jetzt mein Lieblingsbuch von Zafón.

Kritisch (22):
-nicole-s avatar

Eine gute Schauergeschichte, die aber leider einige Schwächen hat. Mir hat etwas gefehlt. Schade!

Alle 356 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der dunkle Wächter"

Carlos Ruiz Zafóns großer Schauerroman.

Cravenmoore – so heißt das geheimnisumwobene Anwesen, auf dem der Spielzeugfabrikant Lazarus Jann mit zahllosen seiner Konstruktionen lebt: mechanischen Menschen, die ihm Diener und Gesellschaft sind und ihn vor den dunklen Schatten seiner Vergangenheit bewahren sollen. Familie Sauvelle, die Lazarus aus seiner Einsamkeit reißt, weckt auch sein mörderisches Geheimnis aus jahrelangem Schlaf. Ein brutaler Mord reißt die Familie aus ihrem neuen Glück. Der Sommer an der blauen Bucht, der so strahlend begann, könnte ihr letzter werden.

Nach dem Tod ihres Mannes zieht Simone Sauvelle mit ihrer Tochter Irene und ihrem Sohn Dorian in ein kleines Dorf an der Küste der Normandie. Ihr neuer Job auf dem Anwesen Cravenmoore verspricht nach Jahren der Entbehrung endlich einen glänzenden Neuanfang. Schnell verbindet die Sauvelles eine enge Freundschaft mit dem liebenswerten Spielzeugfabrikanten, doch die prunkvollen Mauern von Cravenmoore werden vor allem Irene und ihrem neuen Freund Ismael immer unheimlicher.

Warum dürfen sie bestimmte Zimmer nicht betreten und warum ist die schwerkranke Frau des Fabrikanten nie zu sehen? Was hat es mit den geheimnisvollen Septemberlichtern auf sich, die vom Leuchtturm drohen? Als ein brutaler Mord geschieht, versuchen Irene und Ismael das Geheimnis von Cravenmoore aufzudecken und wecken damit die dunklen Schatten der Vergangenheit.

Der spanische Bestsellerautor Carlos Ruiz Zafón, der mit 'Der Schatten des Windes' Millionen von Lesern auf der ganzen Welt begeisterte, ist ein Meister des Unheimlichen, ein Meister des Schauerromans. Mit ›Der dunkle Wächter‹ weiht uns Zafón in ein dunkles Geheimnis ein, das Spannung und Gänsehaut garantiert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596521173
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:27.10.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.10.2009 bei Argon Verlag erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,9 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne83
  • 4 Sterne164
  • 3 Sterne87
  • 2 Sterne20
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    annepeis avatar
    annepeivor einem Jahr
    "Die Einsamkeit schuf seltsame Labyrinthe."

    "Die Einsamkeit schuf seltsame Labyrinthe."

    In diesem Mystery-Thriller versuchen 2 Jugendliche im Frankreich der 30er Jahre das Geheimnis des unheimlichen Schlosses eines Spielzeugfabrikanten zu lüften. Wie gewohnt schafft Zafón mit seiner bildgewaltigen Sprache eine gruselige Atmosphäre.

    Bewertung: 4 von 5 Schlösser

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Nelebookss avatar
    Nelebooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr interessant und schön beschriebene Schauplätze!
    Irene und Ismael

    Teil 3 - kann unabhängig gelesen werden

    Inhaltsangabe: "Cravenmoore – so heißt das geheimnisumwobene Anwesen, auf dem der Spielzeugfabrikant Lazarus Jann mit zahllosen seiner Konstruktionen lebt: mechanischen Menschen, die ihm Diener und Gesellschaft sind und ihn vor den dunklen Schatten seiner Vergangenheit bewahren sollen. Familie Sauvelle, die Lazarus aus seiner Einsamkeit reißt, weckt auch sein mörderisches Geheimnis aus jahrelangem Schlaf. Ein brutaler Mord reißt die Familie aus ihrem neuen Glück. Der Sommer an der blauen Bucht, der so strahlend begann, könnte ihr letzter werden.Nach dem Tod ihres Mannes zieht Simone Sauvelle mit ihrer Tochter Irene und ihrem Sohn Dorian in ein kleines Dorf an der Küste der Normandie. Ihr neuer Job auf dem Anwesen Cravenmoore verspricht nach Jahren der Entbehrung endlich einen glänzenden Neuanfang. Schnell verbindet die Sauvelles eine enge Freundschaft mit dem liebenswerten Spielzeugfabrikanten, doch die prunkvollen Mauern von Cravenmoore werden vor allem Irene und ihrem neuen Freund Ismael immer unheimlicher.Warum dürfen sie bestimmte Zimmer nicht betreten und warum ist die schwerkranke Frau des Fabrikanten nie zu sehen? Was hat es mit den geheimnisvollen Septemberlichtern auf sich, die vom Leuchtturm drohen? Als ein brutaler Mord geschieht, versuchen Irene und Ismael das Geheimnis von Cravenmoore aufzudecken und wecken damit die dunklen Schatten der Vergangenheit."

    Allgemein: Das Cover wirkt bedrohlich (nicht so wie das Buch). Bezüglich der Wiedererkennung hätte ich Buch und Hörbuch gleich gestaltet. Der Stil ist klar, verständlich und ich hatte einen guten Fluss.

    Meinung: Den Anfang der Geschichte fand ich sehr interessant. Die Geschichte hatte mich gleich in seinem Bann, da seltsames geschah und ich wissen wollte, wie es weitergeht. Jedoch bleibt die Spannung nicht stetig auf dem gleichen Niveau, sondern ist schwankend, da einfach uninteressantere Passagen enthalten sind. Irene ist mir sympathisch und auch ihr Bruder, da er so schön neugierig ist. Ansonsten bleiben die Charaktere einem recht unbekannt, da sie spartanisch beschrieben sind. Die Beschreibungen der Schauplätze dagegen sind sehr gut und und man kann es sich gut bildlich vorstellen, was auch gut den Schauer hinüberbringt.

    Fazit: Ein schön schauriger Roman mit gut beschriebenen Schauplätzen, doch unlebendigen Charakteren. Für jeden Fan von schaurigen Fantasyromanen ist dies eine Empfehlung.

    (c) Nelebooks

    Kommentare: 1
    95
    Teilen
    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine gute Schauergeschichte, die aber leider einige Schwächen hat. Mir hat etwas gefehlt. Schade!
    Die Schatten der Vergangenheit

    Band 3 der Nebel-Trilogie

    Nach dem Tod ihres Mannes zieht Simone Sauvelle zusammen mit ihren Kindern Irene und Dorian in das kleine Küstendorf Baie Bleue in die Normandie. Nach schweren Zeiten in Paris hofft sie mit ihrem neuen Job auf einen guten Neuanfang. Sie arbeitet nun als Hauswirtschafterin auf dem geheimnisumwobenen Anwesen Cravenmoore - der Heimat des Erfinders und Spielzeugfabrikanten Lazarus Jann. Dieser lebt dort sehr zurückgezogen, nur umgeben von seinen vielen Konstruktionen - hunderte Automaten und mechanische Menschen befinden sich in dem riesigen Haus. Anfangs sieht es so aus, als retten die Sauvelles den sonderbaren Mann aus seiner Einsamkeit - doch sie ahnen nicht, das sie schon bald ein lang gehütetes, düsteres Geheimnis wecken.
    Als schließlich ein Mord geschieht, ist der Sommer, der bisher so strahlend begann, endgültig vorbei. Besonders Irene, die sich mit dem Jungen Ismael angefreundet hat, wird Cravenmoore immer unheimlicher. Was verbirgt sich wirklich hinter den dunklen Mauern? Schließlich versuchen sie, das dunkle Geheimnis aufzudecken und geraten dabei in große Gefahr...

    "Es war Mitternacht. Das Zimmer war in bläuliche Dunkelheit getaucht, und das Wetterleuchten draußen über dem Meer warf gespenstische Schatten rings um sie herum. An der Wand tickte mechanisch eine von Lazarus' sprechenden Uhren, während die Augen in dem Grinsegesicht unablässig von einer Seite zur anderen huschten." - Seite 42, eBook

    Der dunkle Wächter ist ein früherer Roman von Carlos Ruiz Zafón und ist Teil der Nebel-Trilogie, zu der die Titel Der Fürst des Nebels und Der Mitternachtspalast gehören. Auch wenn es eine Trilogie ist, können die drei Romane ganz unabhängig voneinander gelesen werden. Jedes Buch hat eine eigene, abgeschlossene Geschichte.

    Der Klappentext und auch der Anfang der Geschichte versprechen eine spannende Story - was jedoch nur teilweise erfüllt wird. Was mir sehr gefallen hat, sind die ausführlichen und leicht poetischen Beschreibungen der Schauplätze: Die geheimnisvolle Insel mit dem alten Leuchtturm beispielsweise, und natürlich Cravenmoore - das palastartige Anwesen, umgeben von einem dichten Wald und seinen vielen Räumen, die einige Geheimnisse verbergen. Damit hat Zafón die perfekte Kulisse für einen unheimlichen Roman geschaffen. Da ist es sehr schade, das sie Handlung etwas schwach ist. Leider bleiben auch die verschiedenen Charaktere zu sehr im Hintergrund, sie sind farblos. Einzig den Spielzeugfabrikanten Lazarus Jann lernt man genauer kennen.

    "Sie sah ihm hinterher und seufzte tief. Die Einsamkeit erschuf seltsame Labyrinthe." - Seite 60, eBook

    Mein Fazit: Eine gute Schauergeschichte - leider mit einigen Schwächen. Während die Schauplätze wunderbar beschrieben werden, bleiben die Figuren sehr blass. Man lernt sie nicht richtig kennen, was wirklich sehr schade ist. Die Geschichte selbst verliert zwischendurch immer wieder an Spannung, sie wirkt etwas wirr. Trotz der gelungenen unheimlichen Atmosphäre konnte mich dieser Roman leider nicht ganz überzeugen und vergebe daher leider nur 2,5 Sterne.
    Kurz gesagt: Kein schlechter Roman, doch mit den grandiosen Bänden der Reihe Der Friedhof der vergessenen Bücher kann er leider nicht mithalten. Diese Bücher des Autors kann ich dagegen wärmstens empfehlen!

    Kommentieren0
    42
    Teilen
    Equidas avatar
    Equidavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Düster,geheimnisvoll und furchterregend. Ein Buch ,das mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat und noch lange in mir nachhallen wird.
    Der Mann ohne Schatten

    Nach dem Tod ihres Mannes muß Simone Sauvelle ganz alleine in Paris für ihre beiden Kinder Irene und Dorian sorgen.Die Schuldenlast ihres Mannes ist mehr als erdrückend und so tritt sie voller Freude eine Stellung als Hauswirtschafterin eines Spielzeugfabrikanten im kleinen französischen Küstenort Baie Bleu an.
    Hier findet Dorian zum ersten Mal Freunde und Irene begegnet ihrer ersten großen Liebe Ismael.
    Lazarus Jann der Spielzeugfabrikant lebt in einem sehr feudalen Anwesen.Hier pflegt er seine Frau Alexandra,die  an einer chronischen Krankheit leidet.Mysteriös ist,daß niemals ein Bediensteter von Cravenmoore (so heißt der Landsitz) Alexandra zu Gesicht bekommt.
    Cravenmoore wird von unzähligen Automaten ,alles Schöpfungen von Lazarus,bevölkert.Sie wirken teils phantastisch und faszinierend,teils jedoch furchterregend und angsteinflößend.
    Als das Küchenmädchen Hannah( Ismaels Kusine) während eines Sturmes ein verbotenes Zimmer betritt um ein Fenster zu schließen,weckt sie ungewollt den dunklen Schatten von Lazarus  Vergangenheit.
    Wenige Tage danach findet man Hannah bestialisch ermordet im Wald.
    Irene, Ismael und Dorian wollen herausfinden wer der Mörder Hannah`s ist,nicht wissend,welch grausames Inferno bereits durch Hannah zum Leben erweckt wurde....

    Dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.Trotz der sehr poetischen Sprache Zafon`s gelingt es ihm nach und nach eine Spannung aufzubauen,die mir so manchen Gruselschauer den Rücken hinuntergejagt hat.
    Wie hypnotisiert musste ich Zeile um Zeile weiterlesen,fast unfähig ,das Buch aus der Hand zu legen.
    Beim Lesen musste ich spontan an das Märchen Der Schatten von Hans-Christian Andersen denken.Dieses Märchen hat mich schon als Kind fasziniert.
    Was mir auch sehr gut gefallen hat,ist,daß Zafon diese mysteriös phantastischen Elemente jenseits jeder Realität in seine Geschichte verwoben hat.Für mich ist das geschriebene Magie. Einfach phantastisch.

    Ein absolut empfehlenswertes Buch,für alle,die das rationale Denken einmal Außen vor lassen und in ein phantastisches grauenvolles Labyrinth eintauchen möchten.




    Kommentieren0
    23
    Teilen
    Fornikas avatar
    Fornikavor 2 Jahren
    Cravenmoore

    Ein kleines Dörfchen in der Normandie wird nach dem plötzlichen Tod des Vaters der Zufluchtsort für die Familie Sauvelle. Hier findet die Mutter eine Anstellung bei Lazarus Jann, der eine imposante Spielzeugfabrik sein Eigen nennt. Die Tochter Irene findet in Ismael ihre erste Liebe. Und der Sohn? Der entdeckt, dass es in dem Anwesen Cravenmoore nicht mit rechten Dingen zugeht…

     Die Geschichte startet zunächst sehr verhalten, der Autor gibt dem Leser viel Zeit sich mit Handlungsorten und Charakteren auseinanderzusetzen. Die Familie Sauvelle, aber auch Fabrikant Lazarus werden plastisch beschrieben, man begleitet sie gerne durch die Handlung. Die dichte Atmosphäre hat mir unglaublich gut gefallen. Zafon fängt die heißen Sommertage sehr gut ein, führt einem das Leben in dem französischen Dörfchen lebhaft vor Augen, zeichnet ein äußerst lebendiges, farbenfrohes Bild. Auch die düsteren Komponenten kommen sehr stark raus, mehr als einen leichten Gruseleffekt sollte man aber nicht erwarten. Der dunkle Wächter ist also auch für Leser mit einer nicht ganz so harten Schale gut geeignet. Kleine Ungereimtheiten in der Handlung fallen erfreulicherweise kaum ins Gewicht, man kann sich ganz in der malerisch-gruseligen Geschichte verlieren. Mir hat der dunkle Wächter wieder einmal gezeigt, dass es sich immer lohnt einen Zafon aus dem Regal zu holen.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    xxLITTERAxxs avatar
    xxLITTERAxxvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Mischung aus Sommer- und Schauerroman. Tolle Schauplätze und Ideen!
    Der Dunkle Wächter

    Unterhaltsame Mischung aus Sommer- und Schauerroman.
    Tolle Schauplätze und Ideen!
    Gehört zur Nebel-Trilogie, deren Bände man aber wie Einzelbände liest, da immer neue Figuren auftauchen und die Geschichten abgeschlossen sind.

    https://www.youtube.com/watch?v=3jSPfCSP9rc

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    kleine_welles avatar
    kleine_wellevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Konnte es kaum aus der Hand legen.
    Ein tolles Buch

    Irenes Vater, Armand, stirbt 1936. Er hinterlässt der Familie Schulden und so sind sie auf die Hilfe von einem alten Freund angewiesen. Dieser besorgt Simone eine Stelle als Hauswirtschafterin in Cravenmoore in der Normandie. Lazarus Jann, ihr neuer Boss, war Spielzeughersteller und er pflegt seine schwer kranke Frau zu Hause.
    Dort lernt Irene Ismael kennen. Einen Fischer mit dem sie die Gegend erkundet.

    Das Cover erinnert an eine Burg und das Bild wird den Beschreibungen von Cravenmoore nicht ganz gerecht. Aber trotzdem gefällt es mir gut.
    Der Schreibstil von Carlos Ruiz Zafon ist wirklich sehr schön beschreibend und trotz dass er etwas gehobener ist kann man ihn leicht verstehen und der Geschichte gut folgen. Diese zieht einen wie magisch in den Bann und man fragt sich während des Lesens, was ist dieses Buch nun? Eine Geistergeschichte? Die Geschichte der ersten Liebe? Oder doch ein Krimi? Von allem scheint was dabei zu sein.
    Einziges kleines Manko vielleicht, das der Wechsel der Personen manchmal etwas schnell und ruppig passiert. Aber auch das ist zu verschmerzen.
    Ich möchte nicht verraten, was das Buch jetzt ist, nur so viel, dass mich die Geschichte an eine gruselige Version von Charlie und die Schokoladenfabrik erinnert.

    Mein Fazit: Ein tolles Buch!

    Kommentieren0
    20
    Teilen
    Ambermoons avatar
    Ambermoonvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein märchenhafter Schauerroman im klassischen Stil,jedoch m. einigen logischen Schnitzern u. konnte mich auch irgendwie so gar nicht packen.
    Doppelgänger

    Carlos Ruiz Zafóns großer Schauerroman
    Cravenmoore – so heißt das geheimnisumwobene Anwesen, auf dem der Spielzeugfabrikant Lazarus Jann mit zahllosen seiner Konstruktionen lebt: mechanischen Menschen, die ihm Diener und Gesellschaft sind und ihn vor den dunklen Schatten seiner Vergangenheit bewahren sollen. Familie Sauvelle, die Lazarus aus seiner Einsamkeit reißt, weckt auch sein mörderisches Geheimnis aus jahrelangem Schlaf. Ein brutaler Mord reißt die Familie aus ihrem neuen Glück. Der Sommer an der blauen Bucht, der so strahlend begann, könnte ihr letzter werden.
    ..(Klappentext)

                                                --------------------------------------

    Nach dem Tod ihres Mannes ist es um die Familie Sauvelle nicht gut bestellt, hat er ihnen doch Unmengen an Schulden hinterlassen.
    Da kommt das Angebot des Spielzeugfabrikanten Lazarus Jann ganz recht. Simone Sauvelle und ihre beiden Kinder, die 15-jährige Irene und ihr jüngerer Bruder Dorian, ziehen in ein malerisches Dörfchen an der Küste der Normandie. Simone wird auf dem riesenhaften Anwesen Cravenmoore als Haushaltshilfe eingestellt.
    So freundlich und sympathisch der Hausherr ist, so unheimlich ist auch sein Anwesen mit all seinen mechanischen und teils lebensgroßen Spielzeugen. Ebenso geheimnisvoll ist die Bedingung die dieser an die Familie stellt - niemals die Spielzeugwerkstatt und den Westflügel betreten, in dem seine schwerkranke Frau seit 20 Jahren lebt und niemand zu Gesicht bekommen soll.
    Die Familie lebt sich schnell ein - Simone geht gewissenhaft ihrer Arbeit bei Lazarus nach, Dorian widmet sich seinem neuen Hobby Kartographie und Irene freundet sich mit der jungen Köchin Hannah an und erlebt ihre erste Liebe mit deren Cousin Ismael.
    Als jedoch Hannah unter mysteriösen Umständen im Wald um Cravenmoore zu Tode kommt, ist es vorbei mit der Idylle. Ismael und Irene machen sich auf die Suche nach der Ursache für Hannah's Tod und diese führt sie in die dunkle Vergangenheit von Cravenmoore und seinen düsteren Geheimnissen.

    Dieses Schauermärchen ist geprägt von einer poetischen Sprache und erinnert daher an so manchen klassischen Schauerroman.
    Ohne blutige Gewaltszenen, dafür mit kleinen Schauerelementen und ruhig gehaltener Spannung, begleitet man die Protagonisten durch die Geschichte. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und die Geschichte gut durchdacht und schlüssig.

    Man merkt jedoch, daß dies ein sehr frühes Werk des Autors ist, in dem sein Schreibstil noch nicht ganz ausgereift ist.
    Dazu kommen noch diverse logische Schnitzer seitens des Autors - da ist es z.B. im Hochsommer um 20:00 tiefste Nacht, dann wirft der Mond glitzerndes und silbriges Licht auf das Meer und im nächsten Moment wirft auf einmal die untergehende Sonne einen blutroten Streifen auf dieses Meer - diese Beispiele könnten noch endlos weitergeführt werden.
    Des Weiteren weist die Geschichte des Öfteren langatmige Stellen auf, aus denen der Autor einiges mehr hätte herausholen können und daher plätschert es manchmal nur so dahin.

    Dies ist ein sehr früher Roman des Autor Carlos Ruiz Zafón und eigentlich der 3. Teil seiner "Nebel-Trilogie".
    Weshalb der Verlag entschied zuerst diesen Teil zu veröffentlichen und nicht mit dem ersten Teil zu beginnen erschließt sich mir nicht und steht wohl in den Sternen des Verlaghimmels.

    Fazit:
    Der Klappentext kann leider nicht das halten was er verspricht - nämlich einen spannenden Schauerroman.
    Die Geschichte plätschert manchmal nur so vor sich hin und konnte mich so gar nicht packen. Des Öfteren ertappte ich mich dabei, daß meine Gedanken abschweiften und ich, wie die Spielzeuge von Lazarus, nur mechanisch vor mich hin las.
    Hinzu kommt der noch unausgereifte Schreibstil des Autors und diverse logische Schnitzer, welche mein Lesevergnügen trübten.
    Jedoch erkennt man hier schon das Potenzial des Autors. Vor allem in der poetischen Sprache im klassischen Stil. Dies konnte mich, als Fan klassischer Gothicnovellen, begeistern. Auch die Geschichte selbst beinhaltet Potenzial, wenn auch nicht genutzt, und Schauerelemente.
    Für Leser, die noch nicht von anderen Werken des Autors verwöhnt wurden, Liebhaber poetischer und klassiischer Schauerromane sind und sich nicht von logischen Ungereimtheiten beeindrucken lassen, kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.
    Für alle anderen wird es wohl eher enttäuschend.

    Kommentare: 5
    148
    Teilen
    Kerstin_KeJasBlogs avatar
    Kerstin_KeJasBlogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein herrliches Schauermärchen, so wunderschön in den Beschreibungen und gleichzeitig so furchteinflößend - toll!
    Schattenseiten

    "Durch Cravenmoore zu streifen war, als wandelte man durch einen atemberaubenden und zugleich beängstigenden Traum." (S. 172)

    Genau so empfand ich auch die Geschichte in diesem Buch.

    'Der dunkle Wächter' vom spanischen Autor  Carlos Ruiz Zafón, erschienen bei  Fischer Taschenbuch ist mein erstes Buch von diesem Autor überhaupt.

    Anfänglich war ich mir nicht sicher ob mich dieses Genre anspricht und mir die Geschichte gefällt, aber ich muss sagen - es hat mich beeindruckt.

    Ein Kaleidoskop voller Farben und Beschreibungen, hier ist die Übersetzung absolut gelungen und hat den Ton des Autors fast schon sanft und erhaben wiedergegeben.

    Gravenmoore, dieses alte Anwesen erscheint einem fast vor Augen und gerne wäre ich durch diese Gänge gewandelt um mit einem Schauern all die Emotionen einzufangen die dieses Buch wiedergibt.

    Aber erst einmal kurz zur Story:
    1937, Simone Sauvelle und ihre Kinder Irene und Dorian erleben nach einer Zeit des Entbehrens und der Trauer endlich einen Lichtblick.
    Der Spielzeugfabrikant Lazarus Jann gibt ihnen eine Obdach, berufliche Anstellung und Aussicht auf einen bessere Zukunft.
    In ihrem Haus am Kap, weit weg von Paris, scheint sich ihr Leben endlich ins Positive zu wandeln.
    Irene erlebt ihre erste Liebe, Dorian hat Zeit für sein Hobby und auch Simone kann endlich die Schatten der Vergangenheit ablegen.
    Doch irgendetwas stört diese Zuversicht, etwas in oder um Gravenmoore bedroht ihre Idylle.
    Wer oder was ist Lazarus? Wieviel Wahrheit steckt hinter seinen Erzählungen? Was hat es mit seiner kranken Frau auf sich und welche Gefahr geht von Leuchttum aus?
    Ein mächtiger Schatten legt sich über alle. Eine reale Bedrohung?

    Schauermärchen, wie es auf der Rückseite steht, habe ich als Kind und später Jugendliche gemocht, aber ob mich es nun als Erwachsene fesselte waren meine anfängliche Bedenken.
    Umsonst, denn die Geschichte um die kleine Familie Sauvelle, den Fischerjungen Ismael und besonders Lazarus hat mich sofort gefangen genommen.

    Der Autor hat mich entführt in diese Welt voller geheimnisvoller Geschichten die von Lazarus erzählt wurden.
    Als die junge Hannah, seine Bedienstete, dann in Unwissenheit etwas entfachte, dass Gefahr mit sich brachte und den Schatten über Gravenmoore legte, war es dann endgültig um mich geschehen.
    Die Geschichte wollte und musster weitergelesen werden. Viel zu mysteriös und spannend war alles und ich wollte diesem Geheimnis unbedingt auf die Spur kommen.

    Die Charaktere sind wunderschön gezeichnet, besonders Simone als liebende Mutter und Irene die junge 15jährige Tochter die auf der Schwelle zum Erwachsenenleben steht.Ismael, der junge Fischer wirkt so unnahbar und ist doch so herzlich in seiner Liebe.

    Aber mich hat am meisten Lazarus fasziniert, ein Mann den ich so gar nicht einordnen konnte - gut oder böse?
    Sein Reich, Gravenmoore, seine kranke Frau, all diese geheimnsivollen Geschichten, der Wald und all diese Spielzeuge in seinem Haus hatte etwas magisch anziehendes.

    Der Schatten über Gravenmoore im Jahr 1937 war nicht der Anfang und nicht das Ende. Irene hatte es selbst erkannt, die Schatten liegen auf den Seelen der Menschen, dunkel und böse und nur wenige haben den Mut sich dagegen zu stellen und ihn zu vertreiben.
    Fast schon eine Parabel.

    Ein Schreibstil der süchtig macht und mich so bestimmt zu weiteren Büchern von Zafón ziehen wird.
    Gerne vergeben ich 5 von 5 Sternen auch weil ich selten so viele Farben in einem Buch 'gelesen' habe.
    c)K.B. 05/2016

    Kommentare: 1
    30
    Teilen
    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 2 Jahren
    Carlos Ruiz Zafon - Der dunkle Wächter

    Simone Sauvelle zieht mit ihren beiden Teenagerkindern nach Bleue Baie in der Normandie, wo sie auf dem Anwesen Cravenmoore bei dem Spielzeugfabrikanten Lazarus Kann eine neue Stelle antritt. Das alte Gebäude und der umliegende Park bieten vielfältige Geheimnisse, doch bald schon leb sich die Familie ein und findet Freunde. Auch der Hausherr macht einen sympathischen, vertrauenserweckenden Eindruck. Doch dunkle Schatten verfolgen das Treiben und waren auf den passenden Augenblick, um Rache zu nehmen.

    Zafon schafft es immer wieder atmosphärisch dichte und nahezu unheimliche Romane zu schreiben. Auch in diesem kreiert er eine Welt, die einem beim Lesen erschaudern lässt, so real scheint sich alles vor einem aufzubauen. Die Handlung ist relativ dünn und weitgehend vorhersehbar, die ganz großen Überraschungen bleiben aus. Dafür entlohnt aber einmal mehr die Sprache des Autors und sein Gespür für das Setting einer Handlung, das er wie kaum ein zweiter moderner Autor entwerfen kann. 

    Kommentieren0
    3
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Karin1970s avatar
    Hallo ihr Lieben, ich habe richtig günstig von Carlos Ruiz Zafón "Der dunkle Wächter" erstanden. Eben weil ich schon einiges vom Autoren aber auch über das Buch hörte. Nun stolper ich gerade darüber das dieses Buch zu einer Trilogie gehört. Stimmt das und kann man die Teile voneinander gelöst lesen, oder muss man die richtige Reihenfolge einhalten? Was mich immer wieder stört, dass man das nicht auf oder im Buch kennzeichnen kann, dass es sich um einen Mehrteiler handelt. Liebe Grüße
    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks