Carlos Ruiz Zafón Marina. Marina, spanische Ausgabe

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Inhaltsangabe zu „Marina. Marina, spanische Ausgabe“ von Carlos Ruiz Zafón

"Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine." So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern.§Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend.§In Marina beschwört Carlos Ruiz Zafón erstmals sein unnachahmliches Barcelona herauf, eine Stadt voller Magie und Leidenschaft, und erzählt in unvergleichlicher Weise die dramatische Geschichte eines jungen Mannes, der um sein Glück und seine große Liebe kämpft. (Quelle:'Flexibler Einband/26.01.2009')

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  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    Tintenelfe

    Tintenelfe

    21. December 2011 um 15:35

    Óscar Drai, ein fünfzehnjähriger Internatsschüler im Barcelona des Jahres 1979, lernt bei einem seiner Streifzüge durch die verwinkelten Gassen der Altstadt das geheimnisvolle Mädchen Marina kennen. Sie lebt mit ihrem Vater allein in einer altersschwachen Villa und Óscar fühlt sich von ihr stark angezogen und sucht sie immer wieder auf. Eines Abends führt Marina Óscar auf einen versteckten, kleinen Friedhof, wo sie eine mysteriöse Frau in Schwarz beobachten und ihr anschließend nachspüren und an einen unheimlichen, geisterhaften Ort gelangen. Marina und Óscar ahnen nicht, dass sie an einem großen Geheimnis rühren und sich in Lebensgefahr begeben... Carlos Ruiz Zafón führt den Leser in ein geheimnisvolles Barcelona voller dunkler Orte und vergessener Geschichten. Wie er selbst im Vorwort sagt, ist dies eines seiner Lieblingswerke und er hat in diesem Buch zu seinem unnachahmlichen Schreibstil gefunden, der „Im Schatten des Windes“ zu einem internationalen Bestseller machte. Sprachlich gewandt und reich an gelungenen Metapherm erzählt er eine spannende, aber auch sehr berührende Geschichte mit unerwarteten Wendungen, die mich sofort in ihren Bann geschlagen hat. Die vorsichtige Entwicklung der zarten Bande zwischen Óscar und Marina hat mich sehr berührt, ebenso wie die Geschichten der Menschen, deren Geheimnisse Óscar und Marina Stück für Stück erfahren. Das Buch „Marina“ hat mir wieder einmal bestätigt, dass Carlos Ruiz Zafón ein wundervoller, sprachgewaltiger Erzählkünstler ist.

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  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    VanillaKissMe

    VanillaKissMe

    23. August 2011 um 01:10

    Ich bin davon ausgegangen, dass mich hauptsächlich eine Geschichte über eine Jugendliebe erwartet. Aber das, was dann doch alles beim Lesen auf mich zukam, habe ich wirklich nicht kommen sehen. Ich habe zudem große Schwierigkeiten, dieses Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen, denn zu einem Jugendbuch gehört es meiner Ansicht nach nicht wirklich. Die Geschichte beginnt mit dem ungewöhnlichem Kennenlernen, zwischen dem jungen Óscar und der schönen Marina, in den 70er Jahren. Óscar, der auf eine Internatsschule in Barcelona geht, sucht und findet in der nächsten Zeit, Gesellschaft im Beisammensein mit Marina und ihrem Vater German. Die zwei scheinen jedoch von Geschichten und Abenteuern sehr angetan zu sein und so kommt es, dass sie eines Tages, einer mysteriösen vermummten Frau auf einen Friedhof folgen. Beide ahnen zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass manche Geheimnisse vielleicht besser unentdeckt geblieben wären. Carlos Ruiz Zafón leitet den Leser, schon von Beginn an, auf eine falsche Fährte. Zwar flammt bereits in der Einleitung, eine große Spannung und Erwartung hinsichtlich der folgenden Geschichte auf, jedoch entwickelt sich diese in ungeahnte Richtungen. Mir gefiel die Geschichte und der Schreibstil, von Anfang bis Ende, sehr gut. Die einzelnen Beschreibungen und die liebevoll gezeichneten Charaktere, ließen mich direkt in die Geschichte eintauchen. Weiterhin kam hinzu, dass die gesamte Erzählung an keiner Stelle langweilig wurde und ich total von ihrem weiteren Verlauf gefesselt war. Besonders schön fand ich die vielen kleineren Geschichten von aufgeführten Personen, die in der Geschichte selber erzählt wurden und im nachhinein wie Puzzleteile, ein Ganzes ergaben. Ich kann dieses Buch nur jedem weiterempfehlen, der offen und neugierig, auf etwas total Neues ist und großen Wert auf eine hervorgehobene Sprache legt. Würde ich ein Büchlein führen, in das ich „schöne und berührende Sätze“ hineinschriebe, so wären da einige Seiten aufgrund dieses Buches gefüllt! Fazit: Vielleicht weil es mein erster Roman des Autors war oder weil die Geschichte so anders war, gefiel mir die Geschichte um Marina und Óscar so wahnsinnig gut. Jedenfalls bin ich sehr froh, dass ich es lesen durfte!

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  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    KatesLeselounge

    KatesLeselounge

    04. May 2011 um 21:07

    "Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine." In "Marina" erzählt uns Oscar Drai seine Geschichte. Keine normale Geschichte, nein, eine ganz besondere - seine und Marinas Geschichte. Wie sie sich kennen lernen und gemeinsam auf eine Reise gehen, in die Vergangenheit, um die Wahrheit zu erfahren - eine Wahrheit die vielleicht besser nie ans Licht kommen sollte. Da ich wusste, dass dieses Buch schon vor "Der Schatten des Windes" geschrieben wurde, bin ich mit einer komplett anderen Einstellung an dieses Buch gegangen und wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil. Herr Zafon hat es geschafft mich wieder mal zu verzaubern, sodass ich wieder komplett in der Geschichte versunken bin und mit Oscar und Marina auf Entdeckungsreise gegangen bin, durch Barcelona spaziert bin. Mit Marina und Oscar mitgelitten habe und auch das ein oder andere Tränchen verkneifen musste. Ich habe "Marina" unheimlich gerne gelesen, auch wenn es nur ein kurzes Lesevergnügen war. Der Erzählstil von Carlos Ruiz Zafon ist unverwechselbar und es ist immer wieder ein Genuss ein Werk von ihm zu lesen, weil es einfach Spaß macht. Die Geschichten in der Geschichte, die erst nach und nach aufgelöst werden, sind nur ein weiteres Highlight des wunderbaren Buches. Wer eine spannende, ein wenig melancholische, aber auch unvergleichbare Geschichte lesen möchte, dem kann ich "Marina" aus vollstem Herzen empfehlen. Ein Zafon, bleibt ein Zafon!

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  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    Erdbeere_Mag_Lesen

    Erdbeere_Mag_Lesen

    30. April 2011 um 12:00

    Erste Gedanken: Vor ein Paar Jahren habe Der Schatten des Windes gelesen, welches meine komplette literarische Welt auf den Kopf gestellt hat. Ich habe ebenfalls Das Spiel des Engels gelesen, was aber nie ganz an seinen Vorgänger heran kam. Aber eines wusste ich danach: Zafón schreibt wie ein Gott. Demnach war es unausweichlich, sich sein neues Werk zuzulegen. Meine Meinung: "Im Mai 1980 verschwand ich eine Woche lang vom Erdboden. Sieben Tage und sieben Nächte wusste kein Mensch, wo ich mich befand." (S. 9 / S.Fischer Verlag GmbH/ 1. Auflage 2011/ Frankfurt am Main) Welche Gründe Óscars Verschwinden hat und inwiefern Marina darin verwickelt ist, erzählt Carlos Ruiz Zafón in typischer Zafón Manier in seinem neuen Buch Marina. In ihm beschreibt der Autor die Geschichte des jungen Óscar Drai, dessen Weg sich eines Tages mit dem von Marina und ihrem Vater kreuzt und so seine Jugend für immer verändern soll. Zusammen mit ihr ergründen sie das Geheimnis der schwarzen Dame und Michail Kolwenik und müssen sich den Fragen stellen, wer die schwarze Dame überhaupt sei und wer Michail Kolwenik wirklich war. So geraten die beiden in ein Abenteuer voller Skurrilitäten, Freundschaft, Liebe und einer Menge Geheimnisse. Doch auch Marina scheint etwas zu verbergen zu haben. In Marina entführt uns Zafón wieder ins frühe Barcelona, sein Barcelona. In eine Stadt, die er gekonnt mit dem Mantel der Geheimnisse, Absonderlichkeiten und Düsterkeit zu umhüllen weiß. Zudem begegnet man vielen der Schauplätze wieder, die man bereits metaphorisch in Der Schatten des Windes entlanggelaufen ist, wie zum Beispiel die Ramblas. Wie es sich für Zafón gehört, trifft man auch eine Menge merkwürdiger Figuren an, die zwar seltsam und liebenswürdig gleichermaßen sind, aber auch so voller Leben und Charakter. Das ist zu guter Letzt Zafón zu verdanken, dessen wunderbarer Erzählstil aus jedem seiner Bücher und Figuren ein wahres Erlebnis macht. Er schafft es wie kein anderer, ein einmaliges Barcelona samt seiner Einwohner in den Köpfen der Leser lebendig zu machen. Also keine Frage, der Mann kann schreiben! Das ist auch der Grund, warum man Marina nicht aus den Händen legen kann, denn sein Schreib - und Erzählstil ist so komplex und spannend, dass es einen regelrecht in den Bann zieht. Wie man es von Zafón gewohnt ist, ist seine Geschichte komplex erzählt und beinhaltet mehrere Geschichten, die miteinander meisterhaft verflochten wurden. Nach und nach enthüllt Óscar zusammen mit dem Leser die Geheimnisse. Dies geschieht zumeist langsam, macht das Buch aber umso spannender. Auch die Charaktere wurden liebevoll herausgearbeitet. Der junge Óscar war, keine Zweifel, ein Charakter, den man sofort ins Herz schließen musste. Er erinnert aber sehr oft an den Daniel aus Der Schatten des Windes. Auch er läuft blauäugig dem Leben und Marina hinterher. Manchmal wollte ich ihn für seine Unreife und Naivität schlagen, manchmal aber einfach nur knuddeln. Interessant, vielseitig und einnehmend ist er aber allemal. Marina war dagegen ein schwieriger Charakter. Genau wie Óscar wusste man als Leser nie, wie man über Marina zu denken hat. Sie war eine sehr undurchsichtige Figur und hatte Höhen und Tiefen. Man ahnte aber, dass sie ein Geheimnis verbarg. Aber neben diesen Hauptfiguren, hatte Zafón eine menge merkwürdiger und finstere Nebencharaktere zu bieten. Sie passen sich wunderbar der manchmal sehr skurrilen und schauderhaften Handlung an. Ob der künstlerische, in seiner Welt lebenden Germán, den gemeinen Sentís oder den geheimnisvollen Kolwenik. Jeder hatte seine Rolle zu spielen und sie spielten sie perfekt. Leider war mir die Geschichte zu vorhersehbar. Ich wusste schon recht früh, worauf die Geschichte hinsteuerte. Es war zwar ein wenig schade, tat der Unterhaltung aber keinen Abbruch. Aber ich denke, seine Bücher dienen nicht nur zur Unterhaltung, nein, am Ende fühlt man sich, als habe man etwas für sein Leben dazu gelernt. Mein Urteil: Trotz etwas vorhersehbarer Story, kam ich wieder in den Genuss eines sprachlich meisterhaften Buches von Zafón. Es wurden mir eine Reihe von verschiedenen Emotionen geboten, genau das, was ich bei solch einem Buch erwarte.

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  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    silverincu

    silverincu

    25. April 2011 um 22:12

    Richtige Rezi kommt noch, aber dieses Buch ist definitiv LESENSWERT!!!

  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    Vyanne

    Vyanne

    Dies ist der Roman, der Ruiz Zafóns Bestseller "Der Schatten des Windes", vorausging. Es werden, wie es für den Autor typisch ist, zwei Geschichten erzählt, eine im Jetzt und eine in der Vergangenheit. Die Rahmenhandlung bildet die Freundschaft des heimatlosen Internatschülers Óscar mit der geheimnisvollen Marina und ihrem überhöflichen und noblen alten Vater. Óscar und Marina machen sich daran, das Mysterium um Mijail Kolvenik aufzuklären, einem Arzt, dem der Wunsch, die Ungerechtigkeiten von Mutter Natur auszugleichen, derart zu Kopf gestiegen ist, dass er zu einem Monster wurde. Im Barcelona der 80er Jahre gehen sie auf die Suche nach den Spuren seiner Vergangenheit und werden in einen Strudel unheimlicher und gefährlicher Ereignisse gezogen. Eigentlich handelt es sich bei "Marina" um ein Jugendbuch, aber die Geschichte fügt sich in den Schreibstil Ruiz Zafóns wunderbar ein und ist kein bisschen kindlich. Sexuelle Szenen kommen zwar nicht vor, aber es gibt brutale und sehr unheimliche Momente und durch alles zieht sich wieder eine intensive Emotionalität und Nostalgie. Allerdings kommt mir die Geschichte weniger realistisch vor als ich es von Ruiz Zafón kenne. Das Buch wird diejenigen, die schon Gefallen am "Schatten des Windes" und "Spiel des Engels" gefunden haben, auch in seinen Bann ziehen. Schade nur, dass es bislang nicht in einer deutschen Übersetzung erhältlich ist.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. April 2011 um 14:03
  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    Nordic

    Nordic

    17. April 2011 um 20:53

    Zwischen Liebe und Fantasy Inhalt: "Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine." So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern. Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend. In Marina beschwört Carlos Ruiz Zafón erstmals sein unnachahmliches Barcelona herauf, eine Stadt voller Magie und Leidenschaft, und erzählt in unvergleichlicher Weise die dramatische Geschichte eines jungen Mannes, der um sein Glück und seine große Liebe kämpft." Meine Meinung: Ein wunderbares Buch. Ich habe es in einem Zug durchgelesen. Fasziniert hat mich dieser wunderschöne Schreibstil des Autors. Er schafft es, mit wenigen Worten eine reale und bildhafte Stimmung zu zaubern. Man sieht die Orte, Handlungen und Personen mit den Augen der Protagonisten. Die Geschichte hat vielseitige Handlungsstränge. Auf der einen Seite hat meine eine zarte Liebesgeschichte und auf der anderen harte Fantasy bzw, fast schon Thriller. Nicht immer eine leichte Kost. Aber gerade diese Mischung macht das Buch in meinen Augen sehr interessant. Ich habe mit Marina und Oscar mitgefiebert und gehofft. Interessant waren auch die Rückblenden auf die Lebensgeschichte und Abgründe der Psyche von Michael und Ewa. Zitat des Autors " Marina ist möglicherweise der am schwersten zu definierende und einzuordnende meiner Romane ", womit er m. E. Recht hat. Bei diesem Buch habe ich das Gefühl, es handelt sich um einen Übergang vom Jugendroman zur Erwachsenenliteratur. ( Häutungsphase bei einem Schmetterling ). Der Cover des Buches ist für mein Empfinden sehr gut gelungen. Fazit: Ein wunderschönes, leicht zu lesendes Buch in einer poetischen Sprache. Ich kann es nur weiterempfehlen und freue mich, dass ich es vorablesen durfte. Vielen Dank !

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  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    Asaviel

    Asaviel

    16. April 2011 um 10:28

    Inhalt: Oscar lebt in einem Internat in Barcelona und mehr durch Zufall lernt er Marina kennen, die ihn auch gleich zu Beginn ihrer Freundschaft auf die Spur des großen Rätsels setzt. Eine schwarz verschleierte Frau legt einmal im Monat Blumen an einem namenslosen Grab nieder. Nach und nach verstricken die beiden sich immer mehr in das düstere Geheimnis und werden dann selbst Zielscheibe, sodass sie um ihr Leben fürchten müssen. Cover: Das Bild zeigt dem Betrachter ein altes Steingebäude mit einem kleinen Türmchen und einem Garten mit Mauer. Einerseits passt dieses schwarz/weiß Bild hervorragend in die Atmosphäre des Buches. Andererseits ist hier kein Gebäude abgebildet, das wirklich auch im Roman selbst eine Rolle spielt beziehungsweise den Häusern im Gebäude ähnelt. Meine Meinung: Ich kannte bis dato noch kein Werk von Zafón und bin gleich auf den ersten Seiten seiner wunderschönen Sprache und den Bildern mit denen er spielt verfallen. Der Autor wechselt zwischen messerscharfer genauer Sprache und neuen, nie gelesenen Bildern mit denen er die Oscars Welt vor dem inneren Auge des Lesers aufbaut. Etwas erstaunt war ich über den Verlauf der Handlung. Nach dem Lesen des Klappentextes erwartete ich eine zwar spannende Geschichte um eine Freundschaft zweier Jugendlicher, doch der Roman selbst offenbart ein Barcelona voller Grusel, teilweise sogar Horror. Scheinbar lebendig gewordene Puppen verfolgen Óscar und Marina, Menschen mit denen sie über ihre Vermutungen gesprochen haben, sterben noch in derselben Nacht. So spinnt sich ein Rätsel, das die beiden nach und nach lösen. Etwas schade ist, dass diese Lösung für mich recht früh vorhersehbar war. Aufmerksame Leser können bald die einzelnen Hinweise zusammenführen und kennen die Lösung. Damit war die recht lange Auflösung der Geschichte, die uns dann von der Dame in Schwarz präsentiert wird, für mich ziemlich langatmig. Das Vorhersehbare haftet leider auch dem Geheimnis um Marina an. Hier ist das Ende jedoch weiterhin spannend. Mit einer beinahe grenzenlosen Melancholie wird es erzählt und ich musste mehrmals ergriffen schlucken. Zwei Punkte kamen mir, während dem Lesen etwas merkwürdig vor: Auch von Óscars Vergangenheit, von seiner Geschichte, erfährt der Leser nichts, abgesehen von einem lapidaren: „Meine Eltern reisen viel.“ Obwohl es natürlich nicht maßgeblich ist für die Handlung, hätte ich es doch nett gefunden, da ja auch Marinas Rätsel gelüftet wird, auch mehr von ihm zu erfahren. Unglaubwürdig finde ich, dass es Óscar jedes Mal, jeden Tag ob mittags oder abends, gelingt aus dem Internat zu entwischen. Das sorgt zwar dafür, dass die Handlung nicht ins Stocken kommt, aber die Erklärung für diesen ständigen Erfolg bleibt aus. Fazit: Trotz der Vorhersehbarkeit konnte mich Carlos Ruiz Zafón ins Barcelona Ende der 70er Jahre entführen. Óscar als Ich-Erzähler überzeugt mit seiner oft naiven Art und die subtile Spannung, die der Autor von Anfang an erzeugt, kann den Leser in Atem halten. Und die Sprache dürfte eigentlich nicht am Schluss stehen, denn sie übt in diesem Werk die größte Macht aus. So möchte ich 4 von 5 Sternen vergeben.

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  • Rezension zu "Marina" von Carlos Ruiz Zafón

    Marina. Marina, spanische Ausgabe
    VanaVanille

    VanaVanille

    12. April 2011 um 13:16

    Wer "Der Schatten des Windes" mochte, wird wahrscheinlich auch seinen Gefallen an "Marina" finden. Zwar baut das Buch nicht auf den altbekannten Figuren des Bestseller Romans auf, wie es bei "Das Spiel des Engels" der Fall war, doch dafür behält Zafón seine Umgebung des düsteren, aber dennoch so schönen Barcelonas bei, welches für eine grausige und magische Atmosphäre sorgt. Das liegt größtenteils auch daran, dass der Autor es weiß seine beschriebene Umgebung mit wunderschönen Vergleichen in Szene zu setzen und dem Leser somit eine Stadt näher zu bringen, in der er vielleicht selbst noch nie war, die er aber durch die Beschreibungen ganz einfach lieben lernt. Auch Zafóns Schreibstil ähnelte denen in seinen vorhergegangenen Romanen und fesselte mich schon zu Beginn der ersten Seite. Trotz vieler Details zu Orten und Personen lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und verspricht einen spannenden Verlauf. Keine Pausen werden gelassen und die Erzählung so zügig fort geführt, dass man hinter jeder Seite ein neues Rätsel oder Geheimnis entdeckt, welches zu lösen gilt. Langatmige oder gar öde Stellen konnte ich jedenfalls in keinem einzigen Kapitel entdecken und damit hatte mich der Roman, was die Sprache anbelangt, bereits nach wenigen Passagen voll und ganz für sich gewonnen. Selbst seine Charaktere erinnerten mich stark an die Protagonisten und Nebenfiguren der letzten beiden Bücher. Mit ihrem oftmals sarkastischen Witz und den außergewöhnlichen Persönlichkeiten hatte jede Person etwas Besonderes an sich und machte sie ausschlaggebend für den Rest der Geschichte. Ich bin immer wieder restlos begeistert, wenn der Autor mit kleinen Nebensächlichkeiten und Angewohnheiten über die Figuren berichtet, die einem dadurch viel näher kommen, als wenn man sie schlicht als klug, nett oder bösartig bezeichnet. In Zafóns Werken sprechen die Charaktere, selbst wenn sie keine allzu große Rolle spielen, durch ihre Taten und ihre Vergangenheit, nicht durch die Einschätzung anderer Figuren. Jede von ihnen scheint eine Seele zu haben und ich vermute, dass genau diese Tatsache die Werke des spanischen Autors so lesenswert macht. Sehr speziell an "Marina" war übrigens, dass der Protagonist Óscar zwar durch den Roman führt, man über ihn als Menschen allerdings sehr wenig erfährt. Wichtig ist in diesem Roman nur, was er für ein Abenteuer erlebt und welche Menschen er dabei kennenlernt. Statt also die volle Konzentration auf den Erzähler des Buches zu lenken, scheint Óscar eher zurückhaltend gegenüber den anderen zu sein, nicht immer logisch handelnd und mehr dafür gedacht, die Geschichte der anderen wieder zu geben, und eher weniger seine eigene. Das ist ein ziemlich großer Unterschied im Vergleich zu Zafóns anderen beiden Romanen, macht das Buch allerdings nicht schlechter, sondern bestätigte damit nur den Titel "Marina". Wie bereits erwähnt, konnte mich besonders die Spannung, die sich im Verlauf des Buchs immer weiter verstärkte, voll in ihren Bann ziehen. Es gab viele Situationen des Nervenkitzels, ja, sogar des Horrors, die speziell schwächere Gemüter sicherlich schockiert hätten. Für einen Leser mit schwachen Nerven eignet sich "Marina" damit eher weniger, denn Blut, Mord und skurrile Gestalten sind ständige Gefährten und können einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Sehr schön war dabei auch der große Teil an Fantasie und Magie, der immer wieder auftauchte und dem Buch etwas zusätzlich Mysteriöses verlieh. So konnte es mich in jeglicher Hinsicht zufrieden stellen. Doch auch ein Meister seines Fachs ist nicht perfekt und so muss ich leider gestehen, dass ich hier und da ein paar Schwachstellen im Roman zu bemängeln habe. Zuerst einmal war das Buch für meinen Geschmack etwas zu dünn. Zwar war die Geschichte in sich geschlossen und auch gut zu verstehen, aber wer Zafón gern liest, der weiß, wie schnell man sich in seiner Welt verfängt und wie traurig man am Ende die letzte Seite um blättert. Wer also einen schönen Wälzer wie "Der Schatten des Windes" erhofft, der wird ziemlich enttäuscht sein, wenn er "Marina" in den Händen hält. Auch seine Geheimnisse fand ich in diesem Buch durchschaubarer als sonst. Natürlich gab es auch Dinge, die mich vollkommen überraschten, aber leider existierten zu viele Stellen bei denen ich schon wusste, was es mit ihnen auf sich hatte. Zuletzt wäre noch ein Punkt zu benennen, der mich nicht wirklich gestört hat, andere aber vielleicht traurig stimmen könnte, denn das Buch heißt zwar "Marina" und auch der Klappentext lässt viel erwarten, aber am Schluss war ihr Geheimnis doch eher ernüchternd. Auch die Liebesgeschichte, die sich möglicherweise einige erhoffen, wird nicht so ausgelebt, wie man vermutet. Trotzdem ist die Geschichte zwischen Óscar und Marina eine sehr gefühlvolle und hat auf jeden Fall ihren Reiz. Mein Urteil: "Marina" ist ein weiterer, wunderbarer Roman des Bestseller-Autors Carlos Ruiz Zafón. Wie auch in seinen anderen Werken besticht er mit außergewöhnlichen Charakteren, unglaublichen Geheimnissen und einem düsteren Barcelona, welches den Leser eine magische Welt voller Rätsel eröffnet. Trotz kleiner Schwachpunkte kann ich es nur jedem empfehlen, der nicht allzu schwache Nerven hat und es liebt gemeinsam mit einem Protagonisten die düstersten Fälle zu lösen. Diese Rezension findet ihr auch auf unserem Blog: http://collectionofbookmarks.blogspot.com

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