Carlotta Franck Blau ist die Farbe der Liebe

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Inhaltsangabe zu „Blau ist die Farbe der Liebe“ von Carlotta Franck

Nach dem Tod ihres Mannes ist Sanne am Boden zerstört: Wie soll sie ohne ihren geliebten David weiterleben können? In ihrem Tagebuch setzt sie das Gespräch mit ihm fort, fühlt sich ihm immer noch nahe. Doch es wird Zeit, Abschied zu nehmen. Und so beschließt Sanne, eine Reise in ihr Lieblingsland Frankreich zu machen. Sie fährt in die Bretagne, wo sie dem Schriftsteller Mathieu begegnet, der sich gerade in einer Schreibkrise befindet. Ein Roman voller Gefühl vor der grandiosen Kulisse der wilden bretonischen Landschaft. »Wie oft können wir lieben? Wann hört Vermissen auf? Carlotta Franck findet zutiefst berührende Antworten auf die hellen und dunklen Fragen des Lebens. Ein zartes Buch – französisch, jung und weise zugleich.« Nina George, Autorin des Bestsellers »Das Lavendelzimmer«

Die Geschichte hat mich sehr gefesselt - nur leider interpretiert Sanne zu sehr in ein Ereignis- klischeehaft! Zuerst fragen dann handeln!

— Julia_20
Julia_20

Sinnlicher Roman, der alle Bedürfnisse eines Liebesromanes abdeckt! Nicht mein Genre, dennoch hat er mich verzaubert! Sehr empfehlenswert!!!

— Librera
Librera

Emotionaler Liebesroman

— Sarafinchen
Sarafinchen

Einen verstorbenen Partner, den man liebt, vergisst man nicht, nur weil man wieder zu leben beginnt. Tiefe Gefühle, bewegend geschrieben.

— Gela_HK
Gela_HK

Ein Buch mit einem eher durchschnittlichen Plot, aber wunderschön erzählt und daher lohnt sich die Lektüre trotzdem.

— Buchfan276
Buchfan276

Hier reicht ein einziges Wort: wunderschön!

— Wildpony
Wildpony

Eine wunderschöne Liebesgeschicht!

— Clara99
Clara99

Eine Liebesgeschichte, eine Geschichte über Trauer, Verlust, Liebe und dem Versuch weiterzu leben. Gefühlvoll und intensiv.

— Buchraettin
Buchraettin

Viel Gefühl, aber leider etwas langatmig!

— Curin
Curin

Eine Liebesgeschichte mit leisen Tönen, schön für einen entspannten Sommertag!

— Thala
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  • Stimmungsvolle, berührende Geschichte über das Leben und die Liebe

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    27. September 2015 um 22:29

    "Gibt es Hoffnung auf eine zweite Liebe?" Dieser Frage hat sich die Autorin Carlotta Franck alias Verena Rabe angenommen und ihre Antwort ist das Buch "Blau ist die Farbe der Liebe". Handlungsorte sind zum einen Hamburg, jedoch der größte Teil spielt sich in der Bretagne ab. "Erinnerst du dich ..." mit diesen Worten beginnt der Roman. Susanne Mewes, auch Sanne genannt, schreibt ihre Gedanken in ein Tagebuch. Es ist die stumme Unterhaltung zwischen ihr und ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Mann David. Ein Baum, der von einer Krankheit befallen wurde und dem Tod nicht mehr von der Schippe springen konnte. Ihre drei Kinder sind inzwischen erwachsen und führen ein eigenes Leben. Die Zwillinge Katharina und Finn lebten in Berlin, während die Älteste Jule am Rande von Hamburg wohnte. Susanne hatte zwischen Mutterpflichten, Haushalt und Ehe als Übersetzerin gearbeitet. Doch seit dem Verlust von David ist sie kraftlos, leer. Doch ihre gute Freundin Maria, Ärztin, begleitet Sanne mit durch das Tal der Trauer. Spontan bucht diese einen Ausflug nach Paris. Immer dabei, Sannes Tagebuch. Der Ausflug nach Frankreich war schon mit Hintergedanken von Maria, denn so wollte sie Susanne wieder an die französische Sprache bringen. Das Gefühl, was sie brauchte, um dies für die Übersetzungen anzuwenden. Paris - die Stadt der Liebe - der Leichtigkeit. Und so kommt es, das Maria allein nach Hamburg zurückfliegt, während Susanne sich ein Auto mietet und losfährt. Ein Ziel vor Augen, die Bretagne. So landet sie in Roscoff und trifft dort auf den Autor Mathieu Fleury, dessen Bücher sie in den vergangenen Jahren übersetzt hatte. Vor Jahren hatten sich beide auf der Buchmesse getroffen, doch bei ihrem erneuten Treffen am Strand konnte er sich nicht gleich an sie erinnern. Auch wenn damals die Chemie zwischen ihnen gestimmt hatte. Das Finistère war eine Vorratskammer voller Geschichten (S. 53). Wahrscheinlich war es mit ein Grund, warum Mathieu sich für mehrere Monate hierher zurückgezogen hatte. In Paris konnte er nicht schreiben, war ideenlos, überhaupt kam er mit seinem aktuellen Manuskript nicht vorwärts. Hatte er eine Schreibblockade? Charaktere: Susanne - Sanne - wird sehr authentisch beschrieben. Ihre Gefühle, einerseits sehr emotional, aber auch wissend, dass Leben muss weiter gehen, lässt sie sich auf eine neue Liebe ein. Mathieu, Mitte Vierzig, ein Franzose, obwohl aus dem Elsaß, hier hat man ein klares Bild vom Mann vor Augen. Doch tief in ihm steckt eine Geschichte, die sein Leben geprägt hat. Maria, die Ärztin, auch wenn sie nur eine Nebencharaktere ist, gerade sie ist eine Person, die bis zum Ende des Buches im Kopf bleibt. David - Sannes verstorbener Mann. Man lernt ihn durch die Tagebucheintragungen näher kennen, durch die Erinnerungen. Jule, Kathy und Finn, die drei Geschwister. Sie stehen zwar jetzt mehr denn je im Mittelpunkt von Susannes Leben, allerdings sind sie mir nur durch ein bestimmtes Ereignis im Kopf geblieben. Was es ist, nun ich würde spoilern, wenn es hier geschrieben steht. Sein Leben lang um den Verlust eines geliebten Menschen zu trauern, das hatte David nicht von seiner Frau erwartet. Dazu braucht es auch, dass man das Gefühl ohne den anderen nicht leben zu können, abstreift. Manche Schritte dauern, und oft geht es zwei, drei Schritte zurück, um wieder einen Fuß vorwärts setzen zu können. "Blau ist die Farbe der Liebe" ist ein Buch der leisen Töne mit sympathischen Protagonisten, einer gut erzählten Geschichte. Vergangenes heißt nicht vergessen, es wird immer in den Herzen bleiben. Zitat (S. 291): Ich breche jetzt auf in mein neues Leben, David. Ich muss dich zurücklassen. Die Liebe, die ich für dich empfunden habe, wird immer dir gehören, aber jetzt liebe ich auf eine andere Art. Und ich freue mich darüber. Deine Sanne"

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  • Weiterleben und -lieben

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Spatzi79

    Spatzi79

    Sannes geliebter Mann David ist gestorben. Sie versinkt in ihrer Trauer, kann sich nicht vorstellen, ohne ihn weiterzuleben. Doch irgendwann wird ihr klar, dass sie es dennoch versuchen muss. Sie braucht einen Ortswechsel und fährt in die Bretagne. Dort begegnet sie dem Schriftsteller Mathieu, dessen Bücher sie als seine deutsche Übersetzerin seit Jahren in- und auswendig kennt. Sanne empfinde ich als sehr authentisch dargestellt. Sie hat ihren Mann geliebt, tut es immer noch und wird es auf gewisse Weise auch immer tun. Aber sie sieht auch, dass sie noch nicht alt genug und nicht der Typ dafür ist, der jetzt den (langen) Rest des Lebens allein bleibt. Ein Ausflug erst nach Paris mit ihrer sehr coolen Freundin und dann allein weiter in die Bretagne ist daher eine gute Idee. So kommt sie aus dem Trott daheim raus und muss wieder anfangen, zu leben und zwar für sich. Mit Mathieu konnte ich weniger anfangen. Aber Sanne kennt ihn durch seine Bücher ja schon sehr gut, viel besser als wir Leser. Trotzdem hat mich erstaunt, wie schnell sie sich auf ihn einlässt. Einige Klischees in der Handlung hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber zum Glück werden die Missverständnisse meist recht schnell wieder ausgeräumt. Herrlich fand  ich die Bewohner des kleinen bretonischen Ortes - genauso kenne ich Frankreich in der Provinz auch und finde es absolut toll getroffen. Jeder kennt jeden, ist miteinander verwandt, hat Beziehungen und weiß ziemlich viel über die anderen! Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es sich so "echt" gelesen hat. Es ist kein Liebesroman, wie Mathieu ihn schreiben würde, sondern eine realistische Geschichte, die vielleicht wirklich so passieren könnte.

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  • Kann man noch einmal lieben?

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    29. September 2014 um 11:40

    Zwei Jahre sind eine lange Zeit, seit Sanne Witwe ist. Nun ist sie 48, aber der Schmerz um den Verlust ihres Mannes hat noch nicht nachgelassen. Es fällt ihr schwer, den Verlust zu akzeptieren, so dass sie ihm regelmäßig Briefe schreibt über alles, was sie bewegt. Ihr Kinder und ihre beste Freundin haben sie über die Zeit begleitet, aber letzten Endes ist sie doch allein. Als ihre Freundin vorschlägt, doch für ein paar Tage nach Frankreich zu fahren, willigt sie nur widerwillig ein. Dort trifft sie auf den Schriftsteller Mathieu, den sie zwar flüchtig kannte und dessen Bücher sie ins Deutsche übersetzt. Auch er befindet sich in einer Krise, in einer Schreibkrise und hadert mit sich selbst... "Blau ist die Farbe der Liebe" ist schon ein ungewöhnlicher Titel für ein Buch, wenn es um die Liebe geht. Im Normalfall assoziiert man rot oder eventuell noch rosa für die Liebe, aber blau? Natürlich gibt es für den speziellen Fall auch eine Erklärung dafür im Buch. Sanne ist seit 2 Jahren Witwe und fühlte sich in ihrer Ehe geliebt und geborgen. Sie erzählt von David und ihrem Zusammenleben mittels der Briefe, die sie ihm schreibt, aber nie mehr abschicken kann. Es ist für sie die Möglichkeit, mit dem schweren Verlust fertig zu werden. Nie könnte sie sich vorstellen, jemals eine zweite Liebe zu finden, obwohl sie auch nicht den Rest ihres Lebens allein bleiben möchte. Ihr David hätte nichts dagegen gehabt, wenn sie wieder einen Partner fürs Leben finden sollte. Frankreich ist für Sanne das Land, das gleichzusetzen ist mit Freiheit und Unabhängigkeit. Vor ihrer Ehe hatte sie dort eine Zeit lang gelebt und das Land lieben gelernt. Sie spricht fast akzentfrei französisch und findet sich im Land sehr gut zurecht. Als sie auf den Schriftsteller Mathieu trifft, fängt sie trotz aller Trauer um David doch wieder an, an die Liebe zu glauben. Aber es gelingt ihr nicht, loszulassen, sich fallenzulassen in die Liebe. Zu tief sitzt die Angst, wieder jemanden zu verlieren. Mathieu hat selbst mit seinen Dämonen zu kämpfen. Er versucht gerade ein Buch zu schreiben, hinter dem er selbst nicht 100%ig steht und so blockiert er sich selbst. Es ist eine Liebesgeschichte der leisen Töne, die nicht junge Menschen in den Mittelpunkt stellt, sondern schon gestandene, die bereits einiges erlebt haben. Sanne und Mathieu sind Protagonisten, die nicht nur sympathisch sind, sie wirken auch völlig echt. Ihre Emotionen lassen sich sehr gut nachvollziehen, sind nicht überspannt, sondern absolut glaubhaft. Gleich zu Beginn wurde ich in die Geschichte hineingezogen. Mit Sannes Briefen an ihren verstorbenen Mann David rührte sie mich zu Tränen. Der Schmerz, den sie empfindet, war förmlich greifbar und ließ mich mit ihr fühlen. Auch während ihrer Beziehung mit Mathieu verlässt sie nicht die Frage, ob sie ihren David betrügt und ob es nicht doch schon zu zeitig wäre, eine neue Bindung anzustreben. Vor allem, hat diese Beziehung Zukunft? Wie würden ihre Kinder diese Beziehung sehen, haben sie doch die 2 Jahre gemeinsam mit ihr getrauert? Es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte, in der es mal auf, mal ab geht, mit Missverständnissen und vor allem um Liebe. Es geht um Vergangenheitsbewältigung, dem Loslassen und dem sich wieder neufinden. Leider hat mich das Ende nicht ganz überzeugt, so dass ich dafür ein Pfötchen abziehe. Es ließ mich leider im nachhinein einiges infrage stellen.

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  • Blau ist die Farbe der Liebe

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Solengelen

    Solengelen

    28. September 2014 um 22:07

    Sanne ist 48, hat drei Kinder und ist Witwe. Sanne hat David an den Krebs verloren. Wie soll es weitergehen, wie kann sie weiterleben, wie findet sie wieder ins Leben? Sanne schreibt David Briefe, ihre Art der Trauerbewältigung.  Aber sie ist eigentlich in einem tiefen Loch, ihren Job als Übersetzerin übt sie kaum noch aus. Alle machen sich Sorgen. Ihre Freundin Maria überredet  sie zu einer Frankreichreise. Dort trifft sie Mathieu wieder. Seine Bücher hat sie früher übersetzt. Auch er befindet sich in einer Krise. Können die beiden einander Halt geben? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Kann man aus der Trauer ausbrechen? Hat eine neue Liebe Platz?  Der leichte gut lesbare Schreibstil nimmt den Leser mit in die Geschichte. Einfühlsam lässt die Autorin den Leser am Leiden, Leben, wieder erwachen, wieder entdecken, erneutem zurückziehen teilhaben. Der Weg aus der Trauer zurück ins Leben ist eindrucksvoll beschrieben. Ein Buch über Trauer und Liebe, über Leben und Sterben, über verlieren und finden.

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  • Leserunde zu "Blau ist die Farbe der Liebe" von Carlotta Franck

    Blau ist die Farbe der Liebe
    CarlottaFranck

    CarlottaFranck

    Liebe Leserinnen und Leser! am 1. August kommt mein neuer Roman heraus, dieses Mal unter meinem Pseudonym Carlotta Franck. Die große Liebe, Verlust, Trauer, Aufbruch und Ankommen in der bretonischen Rauheit des Finistère, Hoffnung, Freude, Herzklopfen, Schmetterlinge im Bauch: Darum und noch um vieles mehr geht es in diesem Roman. Carlotta Franck steht für große Liebesgeschichten, die an besonderen Küsten Europas spielen. Als Seglerin liebe ich es, unterwegs zu sein. Und diese Leidenschaft für das Reisen und Entdecken großartiger Landschaften fließt in meine Geschichten ein.  »Wie oft können wir lieben? Wann hört Vermissen auf? Carlotta Franck findet zutiefst berührende Antworten auf die hellen und dunklen Fragen des Lebens. Ein zartes  Buch – französisch, jung und weise zugleich.« Nina George, Autorin des Bestsellers »Das Lavendelzimmer« Also, bewerbt Euch, ich freue mich auf Euer Feedback. Herzliche Grüße  Carlotta Franck/Verena Rabe

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    • 238
  • „Blau ist die Farbe der Liebe“ von Carlotta Franck

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Sarafinchen

    Sarafinchen

    14. September 2014 um 18:15

    ´ Sanne ist 48 Jahre alt und Witwe. Sie musste Ihren Mann David in den Tod begleiten, der an seinem Krebsleiden erlegen ist. Alleine in dem großen Haus, die Zwillinge Katha und Finn und die ältere Tochter Jule sind bereits ausgezogen, kann Sanne kaum noch den Alltag bewältigen.  Alles in dem Haus erinnert Sanne an David. Bis Sannes Freundin Marie beschließt, dass Sie zusammen einen Kurztrip nach Paris machen. Sanne als Französisch-Übersetzerin, findet den Einstieg in Berufsleben nicht, und die Frankreich Reise soll ihr wieder neuen Schwung geben. Sanne beschließt in Frankreich zu bleiben und den Urlaub dort zu verlängern. In der Bretagne begegnet sie dem Schriftsteller Mathieu wieder. Sanne ist die Übersetzerin, die Mathieus Liebesromane ins Deutsche überträgt. Der einsame Mathieu, der sich mitten in einer Schreibkrise befindet, lädt Sanne zu sich ein und verliebt sich in sie. Sie verbringen ein paar sehr schöne Wochen miteinander. Doch als Sannes Kinder sich zu Besuch ankündigen, um gemeinsam den Geburtstag ihres verstorbenen Vaters und Mannes zu feiern, packt Sanne ihre Koffer und fasst den Entschluss Mathieu zu verlassen. Die Kinder treffen sich mit ihr im Hotel. Aber Mathieu hält es ohne Sanne nicht aus und fährt ihr nach um sie beim Hotel zu treffen. Er gesteht ihr ihre Liebe und sie küssen sich auf dem Parkplatz. Finn beobachtet die Szene und es kommt zum riesen Familien Streit.    Haben Sanne und Mathieu noch eine Zukunft? Kann sie David vergessen? Und werden die Kinder den neuen Mann an Sannes Seite akzeptieren? Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven von Mathieu und Sanne erzählt. Er ist sehr emotional, vor allem, wenn man bereits selbst die Erfahrung gemacht hat und jemand mit Krebserkrankung aus der Familie verloren hat.  Hier kommen die Gefühle nicht zu kurz, die Verzweiflung von Sanne, die nicht mehr weiter weiß und sich in einer schweren Krise befindet, aus der sie alleine nicht mehr herauskommt.  Hier und da hat der Roman seine Schwächen, manchen Dialog hätte man überblättern können. Mathieu kommt einem manchmal als naives und trotziges Kind vor. Trotzdem ein lesenswerter Liebesroman, der einen teilweise richtig aufwühlt und mit einem relativ offenem Schluss zum Nachdenken anregt.

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  • Liebe darf es auch mehrmals im Leben geben

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Gela_HK

    Gela_HK

    11. September 2014 um 22:28

    Zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes David kann Sanne seinen Tod noch immer nicht akzeptieren. Durch Tagebucheinträge hält sie Zwiesprache mit ihm, lebt zurückgezogen und ohne Lebensinhalt vor sich hin. Dank ihrer besten Freundin Marie unternimmt Sanne eine Reise nach Frankreich, um ihre Sprachkenntnisse aufzufrischen und wieder Mut für ihre Tätigkeit als Übersetzerin zu sammeln. Ausgerechnet hier begegnet sie dem Schriftsteller Mathieu wieder, lernt das Leben und die Liebe neu kennen. Sanne zaudert mit sich und ihren Gefühlen. Darf sie wieder glücklich sein? Carlotta Franck holt den Leser mit leichtem, flüssigen Schreibstil gleich bei der ersten Seite ab. Besonders gelungen sind die emotionalen Momente von Sanne. Ihre Zerissenheit und Unsicherheit wirkt glaubhaft. Dank der Tagebucheinträge kann man ihren Gedanken folgen und ihre Entscheidungen verstehen. Das eigene Haus, die vertrauten Gegenstände, der Garten, die erwachsenen Kinder, wirken anfangs haltgebend, schützend. Doch im Laufe der Geschichte merkt man, dass Sanne erst in Frankreich wieder anfängt zu leben. Hier bedrücken sie keine Erinnerungen, muss sie nicht bei jedem Schritt darüber nachdenken, was ihr Mann getan hätte. Wie befreit fährt sie mit dem Auto durch die Bretagne ohne Ziel und Plan. Das Meer, die Sprache und das französische Lebensgefühl öffnen sich auf den Buchseiten. Die Annäherung von Mathieu und Sanne ist nicht einfach. Beide haben Schmerz und Leid kennen und verbergen gelernt. Missverständnisse, Unverständnis und falsche Erwartungen machen es ihnen nicht leicht und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen. Die Entwicklung dieser Liebesgeschichte  bringt jede Menge Gefühle in einem zum Vorschein.

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  • Eine zweite Chance?

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Buchfan276

    Buchfan276

    04. September 2014 um 18:46

    Mit gerade mal 48 Jahren hat das Leben Sanne bereits übel mitgespielt. Ihren Mann David musste sie auf dem Sterbebett begleiten. Seinen Tod hat sie noch lange nicht überwunden. Mit Briefen versucht sie, dies zu ändern. So lebt Sanne vor sich hin, gefangen in ihrem Loch und weit weg davon, einen Schritt in ein neues Leben zu wagen. Eines Tages jedoch überredet eine Freundin Sanne dazu, nach Frankreich zu reisen. Dort trifft sie auf den Schriftsteller Mathieu, der momentan unter einer Schreibhemmung leidet. Ist er eine zweite Chance für Sanne, doch ins Leben zurückzufinden? Das Buch überzeugt zunächst mit den vielen Emotionen, die den Leser in ein Wechselbad der Gefühle werfen. Besonders durch die Tagebucheinträge bekommt der Leser viel vom Inneren Sannes mit und wird mit ihrem Charakter so schnell vertraut. Alle handelnden Figuren wurden von der Autorin schön gestaltet und fallen durch viele Details und eine sorgsame Darstellung auf. Leider ist das Buch an zu vielen Stellen sehr vorhersehbar gewesen und wirkte konstruiert. An anderer Stelle gingen Zusammenhänge hingegen sogar verloren. Daher würde ich das Buch nur eingefleischten Liebesromanfans empfehlen, die sich an einem durchsichtigen Plot nicht stören. Ich gehöre aber leider nicht zu diesen Lesern und kann daher nur drei Sterne geben.

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  • Emotionaler Roman

    Blau ist die Farbe der Liebe
    nodi

    nodi

    28. August 2014 um 16:11

    Sanne ist Ende 40, Witwe und hat drei erwachsene Kinder. Vor knapp zwei Jahren hat sie ihren Mann an Krebs verloren und schreibt ihm noch heute Briefe. Ihre Freundin Maria möchte ihr helfen und  überredet sie zu einem Kurzurlaub in Frankreich. Ausgerechnet dort trifft sie Mathieu wieder, dessen Bücher sie früher ins Deutsche übersetzt hat und der sie damals schon beeindruckt hat. Der Roman ist vor allem am Anfang sehr gefühlvoll geschrieben. Hier erfährt man die Umstände von Davids Tod und die Trauer von Sanne um ihren verstorbenen Mann. Es wirkt alles sehr authentisch und man kann sich richtig in ihre Gefühle hineinversetzen. Die Protagonisten haben mir gut gefallen, vor allem Sanne kommt sympathisch rüber, nur manchmal konnte ich einige ihrer Reaktionen auf bestimmte Situationen nicht wirklich nachvollziehen. Sannes Kinder, alle sehr unterschiedliche Charaktere, sind mir richtig ans Herz gewachsen. Auch ihr Verhalten auf Mathieu konnte ich verstehen, es ist bestimmt nicht leicht plötzlich einen neuen Mann an der Seite der Mutter zu sehen. Die Autorin hat hier einen Roman geschaffen, der viele Emotionen freisetzt. Trauer, Ängste aber auch, dass mit dem Verlust eines geliebten Menschen nicht plötzlich alles zu Ende sein muss und man wieder glücklich werden kann.

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  • Blau ist die Farbe der Liebe

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Clara99

    Clara99

    25. August 2014 um 09:09

    Sanne hat vor kurzem ihren Mann an Krebs verloren.Maria,ihre Freundin,beschließt mit ihr für ein Wochenende nach Paris zu fahren um mal all ihre Sorgen hinter sich zu lasssen.Weil Sanne es genossen hat ihre Sorgen für einen kurzen Moment zu vergessen,beschließt sie noch ein paar weitere Wochen in Frankreich zu bleiben.In einer kleiner Stadt am Meer trifft sie zufällig den Autor Mathieu Fleury,seine Bücher übersätzt sie schon lange.Die Beiden verlieben sich ineinander und haben eine schöne Zeit zusammen. Doch Sanne hat Angst ihren drei Kindern von Mathieu zu erzählen,weil sie fürchtet,dass ihre Kinder noch nicht einen neuen Mann an ihrer Seite akzeptieren. Das Buch war voller Gefühle und einfach schön zu lesen.

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  • Emotional und sehr realitätsnah

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Schnuffelili

    Schnuffelili

    22. August 2014 um 22:38

    Sanne Mewes, 48 Jahre alt, 3 Kinder und seit eineinhalb Jahren Witwe. Wie geht man mit solch einem Verlust um? Sanne hat sich entschieden, Kontakt mit ihrem verstorbenen Mann David zu halten, indem sie Briefe in ein kleines Notizbuch schreibt. Jedoch lebt sie ihr Leben eher so vor sich hin. Sie arbeitet kaum noch als Übersetzerin und auch ihre Kinder Katha, Finn und Jule, sowie ihre Freundin Maria machen sich Sorgen um sie. Da kommt der Vorschlag für einen  Kurzurlaub mit Maria in Paris gerade richtig. Auch wenn Sanne anfangs nicht begeistert ist, bleibt sie am Ende sogar noch länger in Frankreich, mietet sich ein Auto und fährt erst einmal planlos drauf los. Dabei trifft sie Mathieu Fleury, dessen Bücher sie aus dem Französischen übersetzt hat. Eine Liebe entbrennt, von der keiner der beiden mehr geträumt hat. Doch es ist kompliziert. Mathieu ist eifersüchtig auf den verstorbenen David, Sanne fragt sich, ob es richtig ist und ihren Kindern muss sie es auch noch beichten. Wie werden sie reagieren? Wird Sanne ihr zweites Glück behalten dürfen? Die erste Überraschung des Buches, es gibt keinen Ich-Erzähler – wie ich es, ehrlich gesagt, erwartet hatte. Es wird stattdessen abwechselnd aus der Sicht von Sanne und Mathieu – ganz kurz auch aus Finns Sichtweise – erzählt. Daher bekommt der Leser einen sehr subjektiven Einblick auf die Ereignisse, aber auch eine tiefe Einsicht in die Gefühlswelt der beiden Hauptfiguren Sanne und Mathieu. Dies ist an ein paar wenigen Stellen leider zu unübersichtlich geworden, aber im Großen und Ganzen gut umgesetzt. Das Übertragen von Emotionen – vor allem bei Davids Sterbeszene – ist sehr gut gelungen, hat aber auch während der Geschichte ein paar Tiefs. So sind seitenweise Dialoge nicht nur unübersichtlich, sondern manchmal hatte ich das Gefühl, dass das Gesagte der Charaktere nicht immer auf einander abgestimmt war bzw. ein bisschen zusammenhanglos schien. Auch das Finn von seinem Vater als „David“ spricht, fand ich nicht ganz nachvollziehbar, sowie manche Reaktionen von z.B. Mathieu, die ich unreif und nicht nachvollziehbar fand. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich zum Schluss noch anbringen. Ich hatte erwartet, dass die Farbe Blau doch ein bisschen häufiger auftaucht und sich vielleicht wie ein Band durch die Geschichte zieht. Trotzdem ist es ein gelungenes Buch. Nicht zuletzt, weil solch ein Schicksal jeden ereilen könnte und man daher sehr mitfühlen kann. Sannes Entwicklung von der Witwe, die nicht so recht weiß, was sie mit sich anfangen soll, zur (wieder) selbstbewussten, entscheidungswilligen und lebensfrohen Frau ist schön mit anzusehen und wird nicht im Laufe der Handlung erzwungen. Das Ende der Geschichte ist sehr gelungen. Sanne kann mit dem Kapitel David abschließen und ist dabei ziemlich offen. Danach gibt es sogar mehr oder weniger ein offenes Ende, sodass sich der Leser selber die Story „weiterspinnen“ könnte.

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  • Hat mich überzeugt

    Blau ist die Farbe der Liebe
    dieFlo

    dieFlo

    Wenn du die Liebes deines Lebens gehen lassen musst, bricht die Welt zusammen. Die Uhren bleiben stehen. So geht es Sanne, ihr Mann stirbt an Krebs, sie bleibt zurück. 3 erwachsene Kinder und eine Freundin an ihrer Seite und doch ist das Leben so ohne David nicht mehr lebenswert. 2 Jahre Trauer, 2 Jahre Briefe an ihn, 2 Jahre das Gefühl, dass er neben ihr steht und dann Maria, ihre Freundin, die festlegt: 2 Jahre sind lang genug, du bist erst 48, du musst wieder arbeiten und leben. Die Autorin nimmt ihren Leser mit auf eine Reis ein das Gefühlschaos, in Schmerz und dem Erkennen, dass auch in einer guten Ehe Schattenseiten sein konnten. Sanne wird sich wieder finden, in Frankreich, dem Land dessen Sprache sie fließend spricht. Der Leser ist dabei, als Sanne Mathieu trifft, einen Autor für den sie ins Deutsche übersetzt und der sie auf eine Achterbahn der Gefühle bringen wird. Kann man oder besser darf man 2 mal lieben? Ist es Verrat an dem Verstorbenen? Dürfen die Gefühle und Gedanken an die Kinder Gefühle hindern? Tausend Fragen - die sich dem Leser stellen, Fragen die Carlotta Franck nicht beantwortet, aber sie schickt deine Gedanken auf Reisen. Sie lässt dich die Briefe an den Verstorbenen lesen und Gänsehaut der Emotionen bilden. Es gibt gute Ehen in denen die Partner total verschieden sind und gute Ehen, wo man gleich tickt. Am Ende wird Sanne ihren Weg finden, sie wird dem Leser eines mitgeben, dass es doch wichtiger ist, die Jahre mit Leben zu füllen, dass man glücklich sein kann, ohne dass es Verrat an dem Anderen ist. Der letzte Brief, ein Abschluss mit vielleicht ein wenig Selbstschutz. Ich habe jede Zeile, jede Seite genossen, ich bin mit Sanne am Meer gewesen, ich habe ihre Tränen gefühlt - das muss ein guter Roman mitbringen. Ein leichter, flüssiger Schreibstil lassen den Leser schnell an das Ende der Geschichte kommen. Fazit: Echt lesenswert

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    • 7
    Buchraettin

    Buchraettin

    19. August 2014 um 11:05
  • Eine zweite wahre Liebe? Wenn die Protagonisten dazu fähig sind...

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Faidit

    Faidit

    Der Schreibstil passt für eine entspannende, luftig leichte Sommerlektüre und das Buch liest sich darum auch mal schnell so zwischendurch, wobei Gefühle nicht auf der Strecke bleiben. Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich Pipi in den Augen bei den traurigen Erinnerungen der sympathischen Protagonistin Sanne an ihre zu früh verstorbene große Liebe. Viele glückliche Jahre hatte sie schließlich mit ihrem Ehemann gelebt und neben ihrem Beruf die gemeinsamen Kinder aufgezogen. Allerdings wirkt mir die Ehe gegenüber dem Ende des Buches sehr glorifiziert. Doch allmählich setzt sich das Bild zusammen, da Rückblenden in Form von Tagebucheinträgen zwischen dem Geschehen die bruchstückhafte und ernüchternde Erinnerung aufzeigen. Die Trauerphase von Sanne ist recht realistisch wiedergegeben, wie ich es auch aus meinem Freundeskreis kenne. Gut, dass es in ihrem Fall einen Familienverband durch ihre erwachsenen Kinder und eine beste Freundin gibt, die sie nicht ins Bodenlose fallen lassen.   Das Cover passt darum von der Thematik sehr gut und ist ein gelungenes Sinnbild für den Inhalt des Buches. Mit seinen zarten Blautönen hat es etwas Frisches - könnte also etwas Neues ankündigen. Die Blüten haben mich an "Vergiss-mein-nicht" erinnert, obwohl es eine blaue Hortensie ist. Tatsächlich steht die Hortensie laut Blumensprache für die Frage: "Hast Du mich wirklich schon vergessen?", und die Hortensie ist auch ein Zeichen der Bewunderung für die Schönheit einer Frau. Die Kapitel zu Beginn des Buches transportieren zwischendurch immer wieder sehr viel Gefühl: Die Erinnerung an die Sterbeszene von Sannes Mann und ihre Bewusstwerdung, dass es wahre Liebe gewesen sein muss, die sie unwiederbringlich verloren hat und die sich nicht so einfach vergessen lässt, selbst wenn sie sich in einen One-Night-Stand stürzt. Dann tritt der potentielle Neue auf den Plan. Ein Franzose, der ihr nicht unbekannt ist. Die Hinführung des Lesers zu seiner Person gefällt mir auch sehr gut. Mit der Beschreibung konnte ich mir in meiner Fantasie die Romanfiguren und Handlungsorte vorstellen. Doch das Aufeinandertreffen der beiden hätte man spannender gestalten und ausführlicher ausarbeiten können. Sie kommen sich sehr nahe – nach meiner Meinung zu schnell nach all der zuvor beschriebenen depressiven Trauer. Ob sich die Distanz zwischen ihnen wirklich überwinden lässt und noch tiefe – vielleicht noch wahre Liebe reifen kann? Hmm... Ich wegen der Sterne-Vergabe habe ich lange mit mir gehadert. Am Anfang des Buches dachte ich: Wow! 5 Sterne! Bei Beginn der 2. Hälfte fiel meine Bewertungsscala auf 3 Sterne runter und gegen Ende kämpfte ich mit einer Entscheidung zwischen 3-4 Sternen. Denn zwischendurch wird die Sprache monoton, zumal die Protagonisten in manchen Szenen auch sehr unreif und darum für mich unlogisch agieren. Konnte ich mich Anfang des Buches noch in sie einfühlen, so sind sie nun meiner Meinung nach zu keiner tiefer gehenden Liebe fähig. Auch das Verhalten der Kinder widerspricht ihrer Beschreibung zu Beginn des Buches. Am Ende des Romans hätte ich auch gerne wieder Pipi in den Augen gehabt... nämlich Freudentränchen. Am Anfang des Romans ging das mit dem Transportieren der Emotionen über die Worte doch auch. Schade…

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    • 2
    Postbote

    Postbote

    15. August 2014 um 21:42
  • Reif, einfühlsam und erwachsen

    Blau ist die Farbe der Liebe
    fleurdevie

    fleurdevie

    14. August 2014 um 19:06

    Zum Inhalt möchte ich nichts mehr schreiben - es finden sich ausreichend Zusammenfassungen. Was mich besonders beeindruckt hat, sind folgende Aspekte: 1. Die Autorin beschreibt die Phasen der Krebserkrankung von David klar und gefühlvoll ohne dabei in unnötige sentimentale oder dramatisierende Ausführungen abzudriften. 2. Die Protagonistin wandelt sich im Laufe des Buches immer mehr zu einer selbstbestimmten Frau, die (wieder) lernt, sich selbst, ihr Leben, ihre Bedürfnisse zu respektieren und zu lieben - nicht ohne kleinere Schleifen in offenbar alte Verhaltensmuster. Die Schilderungen dieser Entwicklungsphasen, quasi nebenbei, verbinden sich mit der Rahmenhandlung der Liebesgeschichte und den verbalen Landschaftszeichnungen zu einer gelungenen Gesamtkomposition. Fazit: Mich traf der Roman unvorbereitet mitten ins Herz und ich werde mich nach weiteren Werken der mir bisher unbekannten Autorin umschauen.  Danke für dieses Buch, Carlotta Franck. :-)

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  • Viel Gefühl

    Blau ist die Farbe der Liebe
    Curin

    Curin

    13. August 2014 um 18:06

    Als Sanne´s Mann David nach einer langen Krankheit stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Maria reist sie nach Frankreich und trifft dort auf den Schriftsteller Mathieu, dessen Bücher sie schon oftmals ins deutsche übersetzt hat. Eine Liebesbeziehung beginnt, doch Sanne hängt immer noch an David... . Dies ist ein gefühlsgeladener Roman über den Verlust eines geliebten Menschen. Sanne, die Protagonistin schreibt immer wieder Tagebucheinträge an ihren verstorbenen Ehemann, woraus man als Leser schließen kann, dass sie den Tod noch kaum verarbeitet hat. In ihrer Beziehung zu Mathieu wirkt sie aber teilweise etwas merkwürdig, besonders weil sich ihr Gefühlszustand ständig ändert. Mathieu ist ein typischer Autor, der auf mich sehr glaubhaft wirkte. Mir hat gefallen, dass das Geschehen nicht immer nur aus Sannes Perspektive, sondern auch aus der anderer Beteiligter geschildert wurde. Das Handlung an sich beginnt recht bewegend mit Sannes Trauerzeit, aber wird spätestens in der Bretagne ein wenig langatmig. Frau Franck schreibt flüssig, mit viel Gefühl, aber leider wirken die Sätze nicht immer natürlich, sondern eher abgehakt. Den Themen Verlust und neue Liebe hat sie sich sensibel angenähert und ihre Idee zum Buch ganz gut umgesetzt. Insgesamt habe ich von ,,Blau ist die Farbe der Liebe" jedoch mehr erwartet, deshalb gibt es nur 3 Sterne.

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