Carmen Beilfuß Ein Himmel voller Fragen: Systemische Interviews, die glücklich machen (Systemische Therapie)

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Inhaltsangabe zu „Ein Himmel voller Fragen: Systemische Interviews, die glücklich machen (Systemische Therapie)“ von Carmen Beilfuß

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    Ein Himmel voller Fragen: Systemische Interviews, die glücklich machen (Systemische Therapie)
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. February 2016 um 14:05

    Aus der Praxis für die Praxis Ein Begleiter, „einen, der „systemischer“ nicht versteht als Methode, Fragen stellen zu können – sondern einen mit unbändiger Neugier für alles, was sich bewegt, entwickelt und alles, was sich nicht bewegen lässt und sich in den Weg stellt“. Mithin das Bild eines Beraters, der freifließend dem Leben und, vor allem, seinen Klienten mit je ihrer Geschichte und Geschichten gegenüber steht, der nicht aufhört, zu fragen und damit die Antworten sich im Gegenüber entwickeln und entfalten lässt. Das ist, was Carmen Bleifuß ihren Darstellungen aus der eigenen Praxis vorweg stellt und das ist, womit sie dem Tenor des Buches Grund und Richtung gibt. Grund und Richtung für Möglichkeiten des Fragens, „gute Entwürfe für Interviews“, natürlich auf dem Boden des Wissens, dass es fertige Interviews nicht gibt und geben kann bei all der individuellen Unterschiedlichkeit der Klienten und Gesprächspartner. In 20 verschiedenen Interviews setzt Bleifuß, klug ausgewählt, nun im Folgenden typische Gesprächsstrukturen in den Mittelpunkt ihrer Darlegungen. Eine Rahmung als Struktur, eine Art „Komposition“ wird damit vor die Augen des Lesers gestellt, die einen weiten Raum und eine große Breite von Fragemöglichkeiten eröffnen. Lebendig und flüssig geschildert, an den wichtigen Punkten sorgfältig reflektiert, ergibt sich hier für den Leser weniger ein starres Handwerkszeug, sondern deutlich eher eine Atmosphäre, ein Nachspüren einer Haltung als Berater und Therapeut, die den Fluß der Exploration befördern. „Ein Schatz voller Fragen“, der zudem im Lauf der Aneignung und Übung dem im Bereich Tätigen Sicherheit und eine gewisse Routine vermittelt, auf der dann auch andere, neue Wege eröffnet werden können, die eigene Intuition geschärft und mit geschult wird. „Das Leben und seine Orte als Reise“, so das Grundbild, welches Bleifuß auch den therapeutischen Prozessen zu Grunde legt und in deren Verlauf sie grundlegende (und !typische“ Themen wie Erotik und Sexualität, Krankheit, Gesundheit, Abschied und Neubeginn, der große Bereich der Partnerschaften (unterteilt in vielfache „Etappen“ der Liebe, Beginn einer Liebe, Entscheidungen, Gemeinschaft, Freiräume etc.), der Bereich der grundlegenden Haltungen zu Beziehungen oder auch die Wichtigkeit der Familie. Durchgehend sind es praktische Gesprächssituationen, in denen „Frage-Reisen“ von Bleifuß einen übersichtlich strukturierten Platz einnehmen und jeweils Arbeitsblätter und Fragebögen den Leser zur eigenen Reflexion nicht nur anhalten, sondern strukturiert führen. So ergibt sich am Ende der Lektüre eine fast überbordende Fülle an Fragen zu den einzelnen Grundbereichen des Lebens, die einerseits als „Handwerkszeug“ angeeignet und individuell ausgeprägt werden können, die andererseits Richtungen andeuten, in welche sich Entfaltungen entwickeln können. Gut zu lesen, ruhig und übersichtlich dargestellt, bietet das Buch vielfache Impulse und Anregungen, die eine offene Entfaltung (auch des Beraters9 im therapeutischen Gespräch breit befördern.

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