Carmen Boullosa

 4,4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Antes/before, Sie sind Kühe, wir sind Schweine und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carmen Boullosa

Carmen Boullosa wurde in Mexiko-Stadt geboren und hat Romane, Erzählungen, Gedichte und Theaterstücke veröffentlicht. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderen dem Premio Xavier Villaurrutia, dem Anna Seghers-Preis und dem Premio Novela Café Gijón.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Carmen Boullosa

Cover des Buches Sie sind Kühe, wir sind Schweine (ISBN: 9783518395745)

Sie sind Kühe, wir sind Schweine

 (2)
Erschienen am 19.01.2000
Cover des Buches Die Wundertäterin (ISBN: 9783518119747)

Die Wundertäterin

 (1)
Erschienen am 15.01.1997
Cover des Buches ¡Es reicht! (ISBN: 9783956140594)

¡Es reicht!

 (1)
Erschienen am 07.10.2015
Cover des Buches Der fremde Tod (ISBN: 9783518120804)

Der fremde Tod

 (1)
Erschienen am 22.07.1998
Cover des Buches Antes/before (ISBN: 9789707100336)

Antes/before

 (2)
Erschienen am 01.08.2001
Cover des Buches Verfolgt (ISBN: 9783351028244)

Verfolgt

 (1)
Erschienen am 01.11.1998

Neue Rezensionen zu Carmen Boullosa

Cover des Buches ¡Es reicht! (ISBN: 9783956140594)
JulesBarroiss avatar

Rezension zu "¡Es reicht!" von Carmen Boullosa

Die wahren Eltern des mexikanischen Drogenkrieges
JulesBarroisvor 7 Jahren

¡Es reicht! Der Fall Mexiko: Warum wir eine neue globale Drogenpolitik brauchen - Carmen Boullosa | Mike Wallace (Autor) – 250 Seiten, Verlag Antje Kunstmann; Auflage: 1. (7. Oktober 2015), 19,95 €, ISBN-13: 978-3956140594

Der Begriff "Drogenkrieg in Mexiko" verleitet. Es impliziert, dass das anhaltende Blutbad, das jetzt weit über 100.000 Menschen getötet hat, eine interne mexikanischen Angelegenheit ist. Aber das lenkt die Aufmerksamkeit ab von der Rolle der USA beim Schaffen und Erhalten des Blutbades. Die Amerikaner kaufen nicht nur Medikamente aus Mexiko sondern verkaufen auch Waffen an Mexikos mörderischen Kartelle. Auch weil die USA die Verwendung und den Verkauf von Drogen in den frühen 1900er Jahren untersagten, gab es auf Mexiko einen Druck mit tödlichen Folgen.

Mexiko ist nicht ein hilfloses Opfer. Starke Kräfte innerhalb des Landes profitiert enorm von der Lieferung nach USA mit dem, was ihre Regierung verboten hat. Aber die Politik, die die Drogenkrieg hervorbrachte, hat katastrophale Folgen für beide Länder.

Die Autoren, die mexikanische Romanautorin Carmen Boullosa und der US-Historiker Mike Wallace erklären sehr überzeugend, wie Mexikos Leiden aus der Herrschaft der Partei der institutionalisierten Revolution ( PRI) erwuchsen, wie die NAFTA (nordamerikanisches Freihandelsabkommen) für das Entstehen eines großen Pools der Unterbeschäftigten junge mexikanische Landarbeiter veranwortlich ist. Die Einrichtung eines vermeintlich gleichen Handels zwischen ungleichen Partnern drängte Tausende von mexikanischen Bauern aus ihren eigenen Märkten. Am häufigsten kritisieren sie den ehemaligen mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon (2006-12) in dessem „Krieg gegen die Drogen“ Kriminelle mächtig wurden und Banker sich bereicherten. Sie zeigen, wie die Kartelle nicht aus dem Nichts kamen, sondern aus einem prohibitionistischen Rechtsrahmen der USA und einer korrupten Durchsetzungsregelung der mexikanischen Regierung entstanden sind. Seit Jahrzehnten ist das wirtschaftliche Geschick Mexikos eng mit den USA verbunden: wenn die USA einen Schnupfen bekommt, dann fängt sich Mexiko eine Grippe ein.

Boullosa und Wallace zeichnen chronologisch die Geschichte der Drogenbekämpfung in Mexiko auf, von den frühesten Verbotsmaßnahmen im Jahre 1920 zu seiner im Entstehen begriffenen Reformbewegung heute. Sie widmen etwa zwei Drittel des Buches dem Zeitraum von 2000 bis zur Gegenwart. Die besten Teil des Buches sind die vielen vergessenen Geschichten aus dem Drogenkrieg.

Boullosa und Wallace, haben eine große Menge an Material in einem relativ kurzen Buch gesammelt und so einen wertvollen Überblick darüber gegeben wie die USA und Mexiko den Krieg gegen die Drogen führten. Ihr Fokus auf die US-Politik und die neoliberalen Wirtschaftsreformen, die Mexikos Wirtschaft schwächten, sind besonders treffend.

¡Es reicht! kann manchmal eine langsame und etwas verwirrende Lektüre sein, weil es schwierig ist, den Überblick über verschiedene Abkürzungen, Organisationen und Namen, von denen vielen Figur zu behalten. Manchmal geht der Wald in den Bäumen verloren.

Aber das Buch hat auch eine hoffnungsvolle Note. Ein mögliches Ende der Krieg gegen die Drogen gibt es: In den USA wäre dies die Legalisierung. In Mexiko, eine neue Schnittstelle von Staat und Zivilgesellschaft, die die Gemeinden stärken und die Korruption eindämmen würde.

Bekannt als "Drogenkrieg in Mexiko", hat diese Feuersbrunst wirklich zwei Eltern. Wer sich als politischer Leser durch dieses nicht ganz einfache Buch arbeit, wird neue Erkenntnisse zu diesen brisanten Themen gewinnen.


Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Antje Kunstmann Verlages

http://www.kunstmann.de/titel-0-0/es_reicht-1152/

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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Zusätzliche Informationen

Carmen Boullosa wurde am 04. September 1954 in Mexiko-Stadt (Mexiko) geboren.

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