Carmen Korn

 4,1 Sterne bei 532 Bewertungen
Autorin von Töchter einer neuen Zeit, Zeiten des Aufbruchs und weiteren Büchern.
Autorenbild von Carmen Korn (© Carmen Korn)

Lebenslauf von Carmen Korn

Geschichtensammlerin und der Kreis des Lebens: Die deutsche Schriftstellerin Carmen Korn wurde 1952 in Düsseldorf geboren. Sie ist die Tochter des Komponisten und Liedtexters Heinz Korn. Zusammen mit ihren zwei Brüdern wuchs Carmen Korn in Köln auf. Korn studierte Journalismus an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg und arbeitete für sieben Jahre als Redakteurin beim Stern, als freie Journalisten für Die Zeit und Brigitte. Carmen Korn ist mit dem Journalisten Peter Christian Hubschmid verheiratet und hat mit ihm zwei Kinder. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben und veröffentlicht ihre Romane unter ihrem Geburtsnamen Carmen Korn. Ihr Debütroman »Thea und Nat« wurde 1991 verfilmt. Für ihre "Jahrhundert-Trilogie" ist die Autorin von Kritikern hochgelobt worden. Mit der Veröffentlichung von "Zeitenwende" im September 2018 endet die erfolgreiche Reihe und verspricht, wie die Vorgänger, die deutschen Bestsellerlisten zu stürmen. Zusammen mit ihrer Familie lebt Carmen Korn in Hamburg.

Alle Bücher von Carmen Korn

Cover des Buches Töchter einer neuen Zeit (ISBN: 9783499272134)

Töchter einer neuen Zeit

 (197)
Erschienen am 23.06.2017
Cover des Buches Zeiten des Aufbruchs (ISBN: 9783499272141)

Zeiten des Aufbruchs

 (107)
Erschienen am 26.06.2018
Cover des Buches Zeitenwende (ISBN: 9783499290640)

Zeitenwende

 (76)
Erschienen am 15.11.2019
Cover des Buches Und die Welt war jung (ISBN: 9783463407043)

Und die Welt war jung

 (59)
Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Vorstadtprinzessin (ISBN: 9783570161197)

Vorstadtprinzessin

 (23)
Erschienen am 19.09.2011
Cover des Buches Dunkle Idylle (ISBN: 9783423715645)

Dunkle Idylle

 (6)
Erschienen am 01.11.2013
Cover des Buches Herzensjunge (ISBN: 9783570306505)

Herzensjunge

 (2)
Erschienen am 01.12.2009

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Carmen Korn

Cover des Buches Töchter einer neuen Zeit (ISBN: 9783499272134)FREIFUEHLIGs avatar

Rezension zu "Töchter einer neuen Zeit" von Carmen Korn

Urlaubslektüre für Hamburger: Mit einer Marzipandecke aus freundlichem Gleichmut durch die Jahrzehnte
FREIFUEHLIGvor 2 Monaten

Kann man lesen, muss man aber nicht. Der erste Band einer Trilogie, die sich um die Irrungen und Wirrungen eines Familien- und Freundeskreises in Hamburg dreht. Was für diesen Band gilt, gilt für die gesamte Trilogie: Akzeptable Urlaubslektüre, speziell für Leute, die selbst irgendwann in ihrem Leben in Hamburg gelebt haben und daher die Plätze der Handlung kennen. Besser noch für Leute, die – wie ich - während der 70er und 80er in Hamburg gelebt haben, denn die von Carmen Korn beschriebene Lebens-Atmosphäre dieser Zeit deckt sich ziemlich genau mit dem tatsächlichen Lebensgefühl damals. Ein schöner nostalgischer Wiedererkennungseffekt!  


Was sich allerdings gar nicht mit der Realität deckt – nicht mit der der 70er und 80er Jahre, aber auch mit keiner anderen Realität -, ist, dass gegensätzlichste Lebensentwürfe und größte menschliche Enttäuschungen bis hin zu ausgewachsenem Betrug und Kriminalität von dem im Mittelpunkt der Geschichte stehenden eingeschworenen Familien- und Freundeskreis stets mit tolerantem Gleichmut und geradezu freundlich nickend hingenommen werden. Abgesehen von einer einzigen Situation, in der eine Denunziation auch immerhin den Tod der Mutter einer Protagonistin zur Folge hatte, leiden die Freundschaften – wenn überhaupt – allenfalls temporär unter derartigen Konflikten. Betrug unter Liebenden: Kein Problem! Keine Szenen, keine Zerwürfnisse – ein ernstes Gespräch (oder vielleicht zwei) und alles ist wieder gut. Auch wenn die Lebensentwürfe der Kinder geradezu diametral im Gegensatz zu denen der Eltern stehen: Kein Problem! Man liebt die kriminelle Tochter im Terroristenmilieu weiterhin mit ausgesuchter Innigkeit. Generationenkonflikt? Ja, die Großmutter hat eine nörglerische Natur, die man mehr oder weniger klaglos hinnimmt, aber Generationenkonflikt? Was ist das überhaupt? Enkel kommen hervorragend mit ihren Großeltern aus, genau wie die Eltern mit den Kindern und umgekehrt. Alles bene! Man scheint auch immer Lust auf dieses Miteinander zu haben, was in mir zusätzlich eine gewisse Ungläubigkeit auslöst. Aber wahrscheinlich steht mir mein antisoziales Wesen hier in Wege ... und es ist ja auch ein Roman - nicht Realität. 


Aber es zieht sich durch: Der Plot leidet beileibe nicht an einem Mangel von ernsten – sogar lebens- und existenzbedrohlichen – Problemlagen. Allem wird mit besagter unaufgeregter, freundlicher Gleichmütigkeit begegnet: Die langjährige Lebensgefährtin hat ein Alkoholproblem? Auch kein Thema – man lebt halt damit. Sie nimmt sich schließlich das Leben? Nun ja, nicht schön, aber man kommt ohne erkennbare Blessuren darüber hinweg. Keine Vorwürfe, keine Selbstzweifel, keine Verzweiflung. Erbstreitigkeiten? Nein, doch nicht hier! Alles löst sich wie von selbst. Die gesamte Trilogie kommt ohne gewaltige Gefühlsausbrüche aus. Dementsprechend werden die Leben der Protagonisten durch solche auch nicht aus der Bahn geworfen. 


Gleiches gilt für die Positiv-Seite der Gefühlsbilanz: Liebe, wohin man schaut: Jeder Topf findet seinen Deckel. Jede Liebe ist weitgehend klar und frei von jeglichem Hadern. Und dort wo gehadert wird, steht glücklicherweise ein ausgesprochen leidensfähiges Individuum auf der anderen Seite, das einfach duldsam abwartet, bis es sich beim geliebten Partner ausgehadert hat. Keine Frustration, keine Drohungen, kein Ausbruch aus der Beziehung. Absolute Sicherheit, dass, was immer auch passiert, man durch diesen wunderbaren Familien- und Freundeskreis aufgefangen wird. Ein schönes Bild! Kann ich gut verstehen – wünscht sich jeder. Mit der Realität aber nur schwer in Einklang zu bringen. Muss es allerdings auch nicht, denn - wie schon gesagt - schließlich handelt es sich bei der Trilogie ja um einen „Roman“ und nicht um ein „Sachbuch“.  Eine Schicht von unverbrüchlich heiler Welt, die sich - wie die Marzipandecke einer Torte - über die gesamte Handlung legt. Und die die gesamte Handlung – genau so, wie durch die zuckrige Marzipandecke schließlich die gesamte Torte einfach nur noch süß und daher fade schmeckt – am Ende etwas seicht erscheinen lässt. Aber eben schön – seicht! Daher genau das Richtige für einen entspannten Urlaub. Besonders, wenn es sich um einen Urlaub mit der Familie handelt, denn die Trilogie hinterlässt einen Hauch des irrigen Gefühls, dass alle Differenzen in der Familie doch eigentlich unbedeutend sind. Das kann ja bei einem Familienurlaub ganz hilfreich sein!

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Cover des Buches Und die Welt war jung (ISBN: 9783463407043)Lo_Rojas avatar

Rezension zu "Und die Welt war jung" von Carmen Korn

Einfach Carmen Korn - einfach wunderbar!
Lo_Rojavor 2 Monaten

Die Autorin Carmen Korn, die bereits mit ihrer Trilogie "Töchter einer neuen Zeit" große Erfolge feierte, hat endlich wieder einen neuen historischen Roman herausgebracht. Dieser Feelgood-Roman erfüllt alle Wünsche eines begeisterten historischen Roman-Fans. Zunächst wird die Handlung in drei Stränge aufgeteilt, die jedoch nicht streng voneinander getrennt, sondern miteinander verbunden sind. Diese Stränge sind nach Familien und Orten gegliedert. 

Gerda und Heinrich in Köln haben mit den Nachwehen des Weltkrieges zu kämpfen und versuchen, ihrer Kunst-Galerie zu neuem Glanz zu verhelfen. Dabei wird deutlich, dass "der heilige Heinrich" das nicht alleine schaffen kann. Er braucht seine geschäftstüchtige Frau Gerda. So wird der Handlung auch ein Hauch Feminismus und Self-Empowerment eingehaucht. Die beiden entwickeln sich als modernes und offenes Paar, das nicht nur Heinrichs Cousinen Unterschlupf gewährt, sondern auch die schwangere Carla aufnimmt, die ein uneheliches Kind erwartet. Sie lassen sich von keinen gesellschaftlichen Zwängen beirren und blicken mutig in die Zukunft. 

Dies kann man von Kurts Frau Elisabeth in Hamburg leider nicht behaupten. Sie verkörpert das Ängstliche und das Pessimistische, das nach dem zweiten Weltkrieg in den Köpfen der Menschen geblieben ist. Sie möchte für ihre Familie und besonders ihre Tochter Nina und deren Sohn Jan ein Happy End. Deren Ehemann Jockel gilt als verschollen. Hier wird der Leser zerrissen. Einerseits hofft man, dass Jockel tot ist und nicht wieder nach Hamburg zurückkehrt, sodass Nina mit Vinton einen Neuanfang starten kann. Andererseits wünscht man sich ein Stück Glück, das dem grausamen Krieg trotzt. Diese Dichotomie wird am Ende nicht nur für den Leser zur Probe, sondern auch für Nina. Dadurch kommen Spannung und Dynamik in die Handlung. 

In San Remo bei Margarethe ist auch nicht alles Sonnenschein. Ihre Geschichte zeigt, dass überall getratscht wird und Untreue überall passiert. Besonders ihre Schwiegermutter, die als Hausdrache charakterisiert wird, sorgt für Witz. Margarethe lernt, sich von deren Vorstellungen frei zu machen und ihren Mann zu einem unabhängigen und selbstständigen Leben zu ermuntern. Auch ihr Sohn wird als Macher dargestellt, der für die wahre Liebe kämpft. Besonders die Geschichte um Pips regt zum Nachdenken an und macht Hoffnung auf eine Fortsetzung. Carmen Korn schafft es, historische Fakten mit Leben zu füllen und Geschichte für Jedermann unabhängig der Generation oder des Alters erfahrbar zu machen. Anders als jedes Geschichtsbuch verdeutlicht sie wie keine andere die Spannungsfelder des Lebens im 20. Jahrhundert. So schafft sie ein kulturelles Erbe und eine Erinnerungskultur, die manchmal schmerzhaft, aber doch wunderschön ist. Auch die intertextuellen Referenzen auf ihre bereits erwähnte Trilogie passen besonders schön in die Handlung. Ein Buch zum lieben!

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Cover des Buches Und die Welt war jung (ISBN: 9783463407043)friederickesblogs avatar

Rezension zu "Und die Welt war jung" von Carmen Korn

Auftakt in die neue Zeit der 50er-Jahre
friederickesblogvor 3 Monaten

Das Cover:

Das Cover zeigt Menschen der 50er-Jahre in Schwarz-Weiß, mit einem farbigen Rahmen. Auf den ersten Blick ein bildlicher Hinweis auf Carmen Korn, was den Wiedererkennungswert sehr hochhält. Der Klappentext sorgt dann dafür, dass die Neugierde geweckt wird. Eine Buchpräsentation, die mir sehr gefällt. 

 

Die Geschichte:

Die Erzählung beginnt am 01. Januar 1950. Heinrich-Aldenhovens-Haus in Köln gewährt mehreren Familienmitgliedern Unterschlupf, die auch noch miternährt werden müssen. Aber Heinrich hat das Problem, dass seine Kunstgalerie nicht gerade sehr viel Einnahmen generiert, damit sie alle gut leben können. 

Ihre Freunde in Hamburg dagegen, haben es etwas leichter, denn Kurt arbeitet als Werbeleiter bei der Sparkasse. Aber Schwiegersohn Joachim ist noch nicht aus dem Krieg zurück. Lebt er noch? 

Margarethe, geborene Aldenhoven lebt inzwischen in San Remo, doch das sorgenfreie Leben wird sehr durch ihre Schwiegermutter belastet. Alle stellen sich nach der Silvesternacht die Frage, was die Zukunft so mit sich bringt.

Meine Meinung:

Mit diesem Buch habe ich mich phasenweise etwas schwergetan, weil die Geschichte manchmal nur sehr langsam voranschreitet, obwohl die Nachkriegsjahre eigentlich enorm viel abverlangt haben. Die Protagonisten bewegen sich meines Erachtens des Öfteren in ihren kleinen Alltäglichkeiten und Banalitäten und drehen sich damit auch schon mal im Kreis, was die Geschichte in der Spannung und im Fortschreiten ausbremst. Das ist aber meine sehr persönliche Meinung. Spannend ist und bleibt das Eintauchen in die gut recherchierte Zeitgeschichte, sowie das Teilhaben am Leben in den Nachkriegsjahren. 

Carmen Korn schreibt in einer sehr gut verständlichen und flüssigen Sprache, sodass ich gerne dabeigeblieben bin. Sehr gut finde ich auch die zahlreichen Perspektivwechsel zwischen den Familien und den Schauplätzen, die wie immer bei Carmen Korn sehr gut beschrieben sind, sodass der Spannungsbogen hochgehalten wird.

Mein Fazit: Ein gelungener Auftakt, der mich insgesamt prächtig unterhalten hat und Lust auf die Fortsetzung macht. Meine Leseempfehlung sprechen ich gerne aus. 

Heidelinde von friederickes bücherblog

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Zusätzliche Informationen

Carmen Korn wurde am 27. November 1952 in Düsseldorf (Deutschland) geboren.

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