Carmen Korn Töchter einer neuen Zeit

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Inhaltsangabe zu „Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn

Unsere Mütter, unsere Großmütter Auftakt der Jahrhundert-Trilogie von Carmen Korn Jahrgang 1900. Einer der geburtenstärksten Jahrgänge. Und eine Generation Frauen, die gleich zwei Weltkriege durchleben musste. Eine von ihnen ist Henny Godhusen. Gerade einmal achtzehn Jahre ist sie alt, als endlich Frieden herrscht. Henny ist sich sicher, die dunklen Jahre liegen nun hinter ihr. Voller Lebensfreude stürzt sie sich in die Hebammenausbildung an der Frauenklinik Finkenau in Hamburg-Uhlenhorst. Henny liebt das Viertel an der Alster. Hier kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen, Bürger und Arbeiter, arm und reich. Doch vor allem sind es drei Frauen, die Henny auf ihrem Weg begleiten werden: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel vom Leben jenseits der bel etage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unabhängiges Leben. So verschieden die Frauen sind, so eng ist ihre Freundschaft, auch wenn die in den kommenden Jahrzehnten oft auf die Probe gestellt werden wird. In ihrer Jahrhundert-Trilogie verwebt Carmen Korn Zeitgeschichte mit vier bewegten Frauenleben. Sie erzählt den Roman einer Generation, den Roman eines Jahrhunderts.

Gäbe es mehr als 5 Sterne, dieser Roman bekäme von mir noch mehr als diese absolute Leseempfehlung

— IlonGerMon
IlonGerMon

Vier Frauen und zwei Weltkriege. Wunderbar zu lesen und nie langweilig.

— jockel12
jockel12

eine tolle zeitreise mit wirklich gelungenen charakteren ....

— Lilofee
Lilofee

eine schöne Geschichte man kann gut darin eintauchen, nachvollziehbar und einfühlsam, angenehmer Schreibstil

— CorneliaP
CorneliaP

Genialer Schmöker, durch den man viel über das Leben während der Weltkriege erfährt. Ich freue mich auf den 2. Band! :)

— goldenefliege
goldenefliege

Die ersten 200 S waren zu unspannend, zwischendurch gab es 2-3 Stellen, die mir nicht ganz realistisch erschienen und das Ende war zu geraff

— hasirasi2
hasirasi2

Historischer Roman um vier Frauen in Hamburg,

— friederickesblog
friederickesblog

4 bewegende Frauenschicksale, die gekonnt mit deutscher und insbesondere auch Hamburger Geschichte verknüpft werden.

— ConnyKathsBooks
ConnyKathsBooks

Eine wundervolle Geschichte über vier Frauen und ihr bewegtes Leben. Einer Generation eines vergangen Jahrhunderts.

— Arietta
Arietta

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  • Vier Frauen, vier Schicksale und doch hängt alles zusammen.

    Töchter einer neuen Zeit
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    17. September 2017 um 17:49

    Begeisterung pur – das hat dieser Roman in mir ausgelöst und so ist es nicht verwunderlich, dass ich die gut 540 Seiten in nur knapp anderthalb Tagen gelesen habe. Aufhören war nicht möglich, ich wollte einfach wissen wie es weitergeht mit Henny, Käthe, Ida und Lina. Vier Frauen, die zunächst nichts eint außer dass sie alle nicht weit von einander „auf der Uhlenhorst“, wie es in Hamburg heißt, leben. Und alle eint auch ein Hunger nach Liebe und Leben, nachdem sie gerade einen bösen Weltkrieg überstanden haben. Der Roman beginnt im März 1919, Henny und Käthe beginnen gerade ihre Hebammenausbildung an der Frauenklinik Finkenau, Lina ist Grundschullehrerin und hat sich der Reformpädagogik verschrieben, Ida schließlich ist Tochter aus gutem Hause, ohne Beruf und Ausbildung, aber stets besorgt, dass sie ihr sehr angenehmes Leben aufgeben muss. Der Roman endet im Dezember 1948 und damit nach einem zweiten verheerenden Krieg, den keine der Frauen so noch einmal erleben wollte. Aber – sie wurden nicht gefragt. Sie konnten nur in ihrer politischen Einstellung gegen die Nationalsozialisten und Hitler aufbegehren oder auch nicht, das Aufbegehren aber wurde von Jahr zu Jahr gefährlicher. Wem konnte man noch trauen, den Freunden, den Kollegen, der Familie? Als Leser erlebt man diese Jahre beinahe hautnah mit, so sehr kann man sich mit diesen Hauptfiguren identifizieren, wobei sicherlich jeder Leser die Schwerpunkte anders setzt. Sicherlich auch in Abhängigkeit zur eigenen Entwicklung in der Kindheit und Jugend und dem Umfeld, in dem man groß und zum Erwachsenen wurde. Aber eine ganze Reihe der anderen Figuren im Umfeld der vier Frauen verdienen ebenso unseren Respekt, haben sie doch in entscheidenden Situationen Mut und Menschlichkeit bewiesen. Es gibt aber auch jene, vor denen man sich in Acht nehmen musste und die unterschiedlichen politischen Positionen prallten selbst innerhalb der Familien aufeinander.Die einzelnen Episoden sind teilweise sehr kurz gehalten, woran man sich anfangs ein wenig gewöhnen musste, aber im Verlauf der Geschichte fand ich diesen Schreibstil sehr passend für dieses Buch. Die zum Teil zeitgleichen Entwicklungen und Ereignisse, die Wechselwirkungen der Ereignisse auf die verschiedenen Personen und die immer enger und bedrückender werdenden Einschränkungen im Alltag werden dadurch in einer Form für den Leser greifbar, wie ich es bisher nur selten in Büchern gefunden habe, die diese Zeitspanne beschreiben. Gäbe es mehr als 5 Sterne, dieser Roman bekäme von mir noch mehr als diese absolute Leseempfehlung. Das Buch ist der erste Band der „Jahrhundert-Trilogie“, der zweite Band ist kürzlich erschienen. „Zeiten des Aufbruchs“ beginnt 1949 und reicht bis in die sechziger Jahre. „Wirtschaftswunder, Rock 'n' Roll, Cocktailpartys“ – ich freu’ mich drauf.

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  • Töchter einer neuen Zeit

    Töchter einer neuen Zeit
    Klusi

    Klusi

    18. May 2017 um 23:12

    Klappentext:VIER FRAUEN ZWEI WELTKRIEGEHUNDERT JAHRE DEUTSCHLANDEiner neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben. Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: die rebellische Käthe, Ida, Tochter aus wohlhabendem Hause, und die junge Lehrerin Lina. So verschieden die Frauen sind, so eng ist ihre Freundschaft, auch wenn diese in den kommenden Jahrzehnten oft auf die Probe gestellt werden wird.Carmen Korn verwebt deutsche Geschichte mit vier bewegten Frauenleben. Sie erzählt die Geschichte einer Generation, die Geschichte eines Jahrhunderts.Mein Eindruck:Das Konzept dieses Buches ist gut, und so habe ich mich voller Erwartungen auf den Roman gestürzt. Es ist ja der erste Band einer Trilogie, und vermutlich wird die ganze Trilogie dann die angegebenen “100 Jahre Deutschland“ umfassen. Dieser erste Band beginnt 1919 und endet 1948. Man lernt die vier im Klappentext erwähnten Frauen nacheinander kennen und begleitet sie durch diese drei Jahrzehnte.Es sind bewegte Jahre, und die Autorin beschreibt die Gegebenheiten mit viel Zeitkolorit, Sachkenntnis und äußerst detailliert. Man lernt das alte Hamburg kennen und erhält Einblick in das Alltagsleben der Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und Gesinnung. Auch der Krieg ist ein großes Thema, denn der erste Weltkrieg ist gerade vorbei, als wir die jungen Frauen kennenlernen, und Deutschland steuert bereits auf die nächste Katastrophe zu.Der Schreibstil ist leicht lesbar, und die Lebenswege der Protagonistinnen sind sehr ausführlich gezeichnet. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich keiner der Frauen wirklich nahe gekommen bin. Ich hatte keinen Draht zu den Charakteren, so gut sie auch dargestellt sind, für mich blieben sie durchgehend unpersönlich und auf Distanz.Vielleicht hat mich der Roman auf dem falschen Fuß erwischt, aber für mein Empfinden hat sich die Handlung unendlich in die Länge gezogen. Nun bin ich froh, das Buch zu Ende gelesen zu haben, denn interessante historische und soziale Details liefert der Roman zuhauf. Aber ich habe beschlossen, es erst einmal dabei zu belassen und die Folgebände nicht zu lesen. Vielleicht besorge ich mir irgendwann das Hörbuch und gebe damit dem Roman eine zweite Chance.

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  • Töchter einer neuen Zeit

    Töchter einer neuen Zeit
    Ninasan86

    Ninasan86

    12. May 2017 um 11:45

    Zum Inhalt:VIER FRAUEN. ZWEI WELTKRIEGE. HUNDERT JAHRE DEUTSCHLAND.Jahrgang 1900. Eine Generation, die zwei Weltkriege durchleben wird - Henny Godhusen ist eine von ihnen. 1918 stürzt sie sich voller Lebensfreude in die Hebammenausbildung in Hamburg-Uhlenhorst. Henny liebt das Viertel an der Alster, hier kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen und sie findet Freundinnen: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser und weiß nicht viel vom Leben jenseits der Beletage. Käthe hingegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unabhängiges Leben. So verschieden die Frauen sind, so eng wird ihre Freundschaft über die Jahrzehnte ...Authentisch und einfühlsam gelesen von der Autorin.Über die Autorin: Carmen Korn, Jahrgang 1952, ist die Tochter des Komponisten Heinz Korn. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin für den Stern. Carmen Korn lebt seit vierzig Jahren auf der Uhlenhorst. Sie ist in dem Viertel tief verwurzelt und beschäftigt sich schon seit langem mit dessen Geschichte. Carmen Korn ist verheiratet und hat zwei erwachsene KinderMein Fazit und meine Rezension: In der Geschichte treffen wir auf vier Frauen und deren jeweiligen Lebensgeschichten in der Zeit vom März 1919 bis zum Dezember 1948.Zunächst treffen wir auf die 19jährige Henny, die gemeinsam mit ihrer Freundin Käthe eine Hebammenlehre beginnt und in der Hamburger Frauenklinik Finkenau landet. Dabei erleben Henny und Käthe nicht nur das alltägliche Wunder der Geburt und die Pflege der Patientin und des Neugeborenen, sondern müssen auch inmitten der schwierigen Zeit von zwei Weltkriegen erfahren, dass Liebe, Freundschaft und Familie auch große Werte sind. Und vor allen Dingen Käthe strebt vielleicht doch ein anderes, ein politisches Ziel an - für eine Frau in der damaligen Zeit kein leichtes Unterfangen.Als nächstes lernt man die 17jährige Ida kennen. Reich und verwöhnt, das beschreibt sie am besten. Wenn sie etwas möchte, dann erhält sie es auch. Doch nicht immer läuft im Leben alles so, wie man es sich wünscht und Freiheit ist bekanntlich nicht käuflich.Zu guter Letzt läuft uns auch noch die 20jährige Lehrerin Lina über den Weg, die vom Aufbruch in eine neue Zeit gezeichnet ist und sich nicht mit dem Alten abgeben kann und will. Sie unterrichtet in einer Versuchsschule und lehrt dort nach den Ideen der Reformpädagogik.Die vier Geschichten sind nicht immer einfach zu verarbeiten, insbesondere dann nicht, wenn man sich auch den historischen Hintergrund genauer anschaut und sieht, wie dieser die Protagonistinnen beeinflusst. Natürlich handelt es sich hierbei um junge Mädchen, die im Grunde genommen alle dasselbe wollen: Liebe, eine Familie, aber auch ihre Freiheit selbst zu entscheiden. Doch wie soll man so etwas zwischen zwei Weltkriegen erreichen? Der Charakter, der mir am meisten imponiert und somit am besten gefallen hat, war die junge Lehrerin Lina. Sie lässt sich nicht in enge Fesseln zwängen und probiert etwas Neues aus. Sie interessiert sich für Kulturen, ist weltoffen und möchte ihren Horizont erweitern. Und genauso wie sie kann ich auch ihre Skepsis gegenüber ihrere Schwägerin Henny teilen, die bereits in jungen Jahren eine Familie gründet und so von ihren Träumen abkommt. Bei Lina merkt man als Leser/Zuhörer am meisten den Umbruch und ihren Wandel hin zu ehrgeizigen Zielen. Von Ida hätte ich - ich gebe es ehrlich zu - manchmal mehr erwartet. Gerade sie, die reich und einflussreich war, lässt sich mit einem ebenso reichen Mann verheiraten und verliert dadurch ihre Freiheit. Im Haushalt hat sie dank der Haushälterin nichts zu tun und beginnt eine Affäre, die wohl immer nur eine solche bleiben wird. Gerade ihr hätte ich mehr Zielstrebigkeit und auch Mut zugetraut. Doch dann habe ich mich gefragt, wie es wohl mir ergangen wäre? Wie hätte ich reagiert und hätte ich überhaupt reagieren können oder wäre ich - aufgrund der Zeit - doch eher zurückgewichen und hätte nur funktioniert oder nur das getan, was mir gesagt wurde? Ich habe, während ich den Geschichten gelauscht habe, viel darüber nachgedacht und bin bis jetzt noch zu keinem Ergebnis gekommen. So viele Emotionen und Probleme - auch alltägliche, die wir heute noch haben - sind auf mich eingestürzt, dass ich manches Mal einfach nur meinen Hut vor den Damen gezogen hätte. Ein besonderes Augenmerk der Autorin liegt aber nicht nur auf den Figuren und deren emotionalen Befinden bzw. Bedürfnisse, sondern eben auch auf der damaligen Zeit. Die Schauplätze werden anschaulich wiedergegeben. Ich selbst war erst vor einigen Tagen in Hamburg gewesen und mir ist, als sei ich dort auch schon in anderen Zeiten gewandelt. Carmen Korn möchte nicht nur ihre Geschichte erzählen, sondern den Hörer/Leser auch in die damalige Zeit entführen und ihn dort selbst erleben lassen. Und obwohl eine Hörzeit von über 10 Stunden (bei 8 CDs) nicht gerade wenig ist und man schon darauf sehr viel Information verpackt hat, hat mich das Ende doch abrupt getroffen und hinterlässt mich natürlich mit dem Gedanken an Band 2. Ich muss ihn unbedingt lesen/hören! 

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  • Und das Leben geht weiter...

    Töchter einer neuen Zeit
    maria1

    maria1

    18. April 2017 um 19:16

    Henny beginnt nach dem ersten Weltkrieg eine Ausbildung zur Hebamme. In diesem Buch begleiten wir sie und ihre Familie, ihre Freundinnen Käthe und Ida, ihre Schwägerin Lina, weitere Freunde und Kollegen bis ins Jahr 1948. Carmen Korn beschreibt, wie sich das Klima in Deutschland langsam verändert und wie sich die Machtergreifung und der 2. Weltkrieg auf die Protagonisten auswirken.Das Buch liest sich gut und flüssig und es ist fast durchweg spannend.Dennoch war ich beim Lesen manchmal ein wenig zwiegespalten. Einerseits fand ich die Schilderungen oft zu oberflächlich, vieles wurde nur angerissen. Aber vielleicht - und da bin ich mir noch nicht sicher - macht gerade das den Charme des Buches aus. Vielleicht ist es nur so möglich, in der Handlung zu bleiben und über einen so langen Zeitraum zu zeigen, welchen Einfluss die Politik auf die Zeitgenossen hat. Die Beschreibung, dass Carmen Korn deutsche Geschichte mit vier Frauenleben verwebt, trifft es gut. Und das gelingt ihr gut.Auffallend ist, dass das Innenleben von Nazis nicht geschildert wird, aber das muss ja nicht verkehrt sein. Ich denke, mir fehlt bei diesem Buch die Tiefe, mir fehlen neue Erkenntnisse, und ich habe auch zwischen drei und vier Punkten geschwankt. Da Ich aber gut unterhalten worden bin, wurden es dann vier Punkte.

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  • Beeindruckend

    Töchter einer neuen Zeit
    tigerbea

    tigerbea

    17. April 2017 um 13:07

    Der Krieg ist endlich vorbei, als Henny im Jahr 1919 ihre Ausbildung zur Hebamme beginnt. Auch ihre gute Freundin Käthe will in der Hamburger Frauenklinik Finkenau sich zur Hebamme ausbilden lassen. Beide Frauen träumen von einer besseren Zukunft und vor allem vom Frieden. Sie treffen auf Ida, einer Tochter aus reichem Hause und auf die Lehrerin Lina, die ein unabhängiges Leben führen will. Alle vier Frauen sind ganz unterschiedlich und trotzdem halten sie in den kommen Jahren fest zusammen, obwohl die Zeiten immer schwieriger werden. Ihre Freundschaft wird einige harte Proben überstehen müssen. Dieses Buch ist beeindruckend! Der Schreibstil ist einmalig. Es ist der Autorin gelungen, die Geschichte heiter wirken zu lassen, obwohl ja manche Kapitel eher bedrückend sind. Trotzdem wird das Thema niemals düster erzählt. Es schimmert immer wieder die unglaubliche Zuversicht durch, die die Hauptpersonen fast nie verlieren. Das ganze Buch vermittelt die Botschaft: es geht immer irgendwie weiter! Da die Geschichte von Henny ja auch weitergeht, möchte man unbedingt den zweiten Teil dieser Trilogie lesen, Die Neugier muß unbedingt befriedigt werden.

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  • Leserunde zu "Das Mädchen im Strom" von Sabine Bode

    Das Mädchen im Strom
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Wie bewahrt man die Selbstachtung, obwohl man so lange der Willkür anderer ausgeliefert war? "Das Mädchen im Strom" von Sabine Bode ist ein wahres Kleinod. Mitreißend und ergreifend beschreibt die Autorin das Schicksal von Gudrun Samuel, einer jungen Jüdin, die zur Zeiten der Naziherrschaft vor die alles entscheidende Frage gestellt wird: Bleiben oder gehen? Kann ihre Liebe zu dem katholischen Jungen Martin trotz all der Verleumdungen und Gefahren bestehen bleiben? Oder gibt es nur einen Ausweg – Die Flucht aus Deutschland? Begleitet Gudrun Samuel durch diese bewegende Zeit und lest  "Das Mädchen im Strom" , das auf einer wahren Geschichte beruht.     Über das Buch:     Sie ist das hübscheste, frechste und mutigste Mädchen an den Stränden des Rheins – und sie ist Jüdin. Die Geschichte der Gudrun Samuel ist die Geschichte einer ganzen Generation junger Frauen, die die Naziherrschaft und der Krieg zur Flucht gezwungen haben. Ein beeindruckendes und mitreißendes Zeugnis einer Epoche. Als Mädchen ist sie im Rhein hinter den Kohleschleppern hergeschwommen. Sie hatte den jungen Männern in Mainz die Köpfe verdreht. Doch als die Nazis an die Macht kommen und die junge Jüdin Gudrun Samuel sich entscheidet, mit gefälschten Papieren Deutschland zu verlassen, wird sie gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Ihr gelingt die Flucht, aber sie ist nun nicht mehr das Mainzer Mädchen Gudrun, sondern die Flüchtende Judy: in der transsibirischen Eisenbahn und im Judenghetto von Shanghai. Sie überlebt den Krieg, doch die Odyssee geht weiter. >> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!    Über die Autorin:         wird nachgereicht Gemeinsam mit Klett-Cotta  vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von  "Das Mädchen im Strom" . Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 05.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und löse folgende Aufgabe:      Was würdest du am meisten an deiner Heimat vermissen, wenn du fliehen müsstest? Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen.         Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  

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  • Vier Frauenleben in Hamburg und 100 Jahre Deutschland

    Töchter einer neuen Zeit
    friederickesblog

    friederickesblog

    08. February 2017 um 12:44

    Klappentext:Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben. Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: die rebellische Käthe, Ida, Tochter aus wohlhabendem Hause, und die junge Lehrerin Lina. So verschieden die Frauen sind, so eng ist ihre Freundschaft, auch wenn diese in den kommenden Jahrzehnten oft auf die Probe gestellt werden wird. Die Autorin: Carmen Korn, Jahrgang 1952, ist die Tochter des Komponisten Heinz Korn. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin für den «Stern». Carmen Korn lebt seit vierzig Jahren auf der Uhlenhorst. Sie ist in dem Viertel tief verwurzelt und beschäftigt sich schon seit langem mit dessen Geschichte. Carmen Korn ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.   Cover:   Vier junge Frauen in den zwanziger Jahren entspannt und ausgelassen an der Alster in Hamburg. Das schwarz weiß Foto unterstreicht die Zeit in der die Geschichte anzuordnen ist. Zusammen mit dem Klappentext und meine Liebe zum Zwanzigsten Jahrhundert hat mich das Buch neugierig gemacht Die Geschichte (Spoiler!):   Vier junge Frauen sind miteinander befreundet und erleben Höhen und Tiefen, sowie zwei Weltkriege. Ihre Herkunft und ihre Lebenswege sind total unterschiedlich und beinhalten alles was in dieser Zeit möglich war. Dazu gehörte die Inflation, Hitlers Machtübernahme, die Judenverfolgung, Krieg und Bomben. Eine Zeit die den Menschen alles abverlangte. Und trotzdem ging es Liebe, um die Hochzeit, es kamen Kinder, sie lebten Affären und in dieser Zeit auch verbotene Beziehungen. Die Autorin nimmt uns mit in die Leben von Henny und Käthe die als Hebammen in der Frauenklinik arbeiten. Wir sind dabei, wenn Lina als Lehrerin arbeitet und Ida ihre Ehe hinter sich lassen möchte. Meine Meinung:   Das Buch ist in flüssigem und verständlichem Schreibstil geschrieben. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Das gilt auch für die vielen Nebenfiguren. Die Schauplätze in Hamburg sind ausführlich und im Detail geschildert, sodass ich auch als Nicht Hamburgerin prima durch die Stadt flanieren konnte. Die Geschichte selbst ist wunderbar in den geschichtlichen Kontext eingebunden, was eine sehr gute Recherche der Autorin beinhaltet.  Die häufigen Perspektivwechsel lassen das Buch kurzweilig erscheinen und laden dazu ein neugierig zu bleiben und weiterlesen zu wollen.   Was ich allerdings etwas anstrengend fand, waren die wechselnden Ansprachen der Figuren. Die Autorin hat mal den Vornamen und dann mal wieder nur den Zunamen benutzt, sodass inclusive der vielen Nebenfiguren sehr viele Namen unterschiedliche herumschwirrten, die ich immer mal wieder zuordnen musste. Nicht ganz so gut gefiel mir auch, dass ich zum Beispiel gerade eingetaucht war in das Leben einer der Frauen, da war es schon wieder abrupt zu Ende und ich stand im Wohnzimmer der Nächsten, dann aber auch noch gleich ein oder zwei Jahre später. Der kürzeste Einblick den ich hatte, war an einer Stelle nur wenige Zeilen. Das verhinderte natürlich stellenweise auch den Tiefgang und gelegentlich auch die tiefgründige Emotion.   Aber, es ist ein sehr schönes und ein spannendes Buch, das mich gefesselt und mich über Jahrzehnte in die Geschichte der Zeit mitgenommen hat. Man darf auf den zweiten Teil gespannt sein. Deshalb bekommt es von mir eine Leseempfehlung.   Friedericke von „friederickes Bücherblog“

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  • Vier Hamburger Frauenschicksale

    Töchter einer neuen Zeit
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    11. January 2017 um 12:24

    "Was waren sie doch für eine betrogene Generation, die zwei Weltkriege erleben musste. Die es nach dem ersten hatte besser machen wollen und dennoch daran gescheitert war, den zweiten der Kriege zu verhindern." (S. 461) Hamburg, 1919: Nach dem Ende des 1. Weltkrieges hoffen alle auf friedlichere und bessere Zeiten. So auch die 19jährige Henny und ihre Freundin Käthe, die zusammen eine Hebammenlehre antreten, die verwöhnte und reiche 17jährige Ida, welche endlich frei sein will und die 20jährige Lehrerin Lina. Vier so unterschiedliche junge Frauen, deren Freundschaft im Laufe der kommenden Jahre und Jahrzehnte immer enger wird und die gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen des Lebens gehen. "Töchter einer neuen Zeit" ist der Auftakt der Jahrhundert-Trilogie von Carmen Korn, welcher den Zeitraum März 1919 bis Dezember 1948 umfasst. Im Mittelpunkt stehen gleich vier junge Hamburger Frauen, die eine tiefe Freundschaft verbindet. Henny, Käthe, Ida und Lina - eine Generation, die sich nach Frieden sehnt, endlich leben und sich selbst verwirklichen will, doch schon bald vom nächsten Krieg eingeholt wird. Vier Frauenschicksale, die hier gekonnt mit deutscher und insbesondere auch Hamburger Geschichte verknüpft werden. Hyperinflation, die erste Radiosendung, medizinische Fortschritte, Hitlers Machtergreifung, Judenverfolgung, Krieg und Bombardierung - eine bewegende geschichtliche Epoche, in der Henny, Käthe, Ida, Lina, ihre Familien und Freunde leben. Doch privat geht es ebenfalls rund: Liebe, Heirat, Kinder, heimliche Affären und verbotene Beziehungen, aber auch Tod und schmerzlicher Verlust. Wir begleiten Henny z.B. bei ihrer Hebammentätigkeit in der Hamburger Frauenklinik Finkenau und erleben ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter, verfolgen Käthes politisches Engagement, Linas Arbeit als Reformpädagogin oder Idas Versuche, aus ihrer unglücklichen Ehe auszubrechen. Dazu kommen zahlreiche Nebenfiguren wie die Eltern, Ehemänner, Freunde oder Kollegen der vier Protagonistinnen, deren jeweilige Geschichten hier ebenfalls mit einfließen. Es war daher manchmal schwierig, immer alle Namen richtig einzuordnen. Ein flüssiger Schreibstil, kurze Abschnitte und Episoden sowie zahlreiche Perspektivwechsel sorgten für eine kurzweilige Lektüre und die reichlich 500 Seiten flogen teilweise nur so dahin. Dennoch hätte ich bei manchen Szenen und in einigen Jahren gern noch etwas länger verweilt. Vieles wird nur kurz gestreift und die Zeitsprünge waren oft auch recht groß. Daher konnte mich die Geschichte nur selten so richtig berühren. Gut gefallen dagegen hat mir der Hamburger Schauplatz, denn Hamburg ist eine meiner absoluten und schon oft besuchten Lieblingsstädte und so fühlte ich mich beim Lesen gleich heimisch. Im hinteren Teil des Buches findet sich zudem noch ein Stadtplan von Hamburg aus dem Jahr 1919 sowie ein hilfreiches Glossar, welches einige historische und Hamburg-spezifische Dinge erklärt. Obwohl mir bewusst war, dass es eine Trilogie ist, kam das Ende dann doch recht abrupt. Zumindest gibt es einen großen Cliffhanger, der schon die Neugier auf Band 2 weckt und viel Hoffnung in sich birgt. Insgesamt kann ich daher "Töchter einer neuen Zeit" empfehlen. Ein gelungener Auftakt mit kleineren Schwächen, der mich gut unterhalten hat. 4 Sterne von mir.

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  • ein intensives Buch , dass wirklich unter die Haut geht

    Töchter einer neuen Zeit
    Kendra

    Kendra

    13. November 2016 um 18:42

    Töchter einen neuen Zeit von Carmen Korn ist der Auftaktband der Jahrhundert Trilogie. Bereits dieser erste Teil konnte mich völlig überzeugen, mit der Intensität der verschiedenen Gefühle, die dessen Protagonisten in dieser schwierigen Zeit durchleben. Denn diese 4 unterschiedlichen Frauen, verbindet nicht nur im Laufe der Geschichte eine tiefe und innige Freundschaft ,sondern auch die vereinzelten Schicksalsschläge die jeder von ihnen durchmachen muss, Zitat Seite 215: „Es galt ein Schicksal anzunehmen, wie es das Leben bereithielt. In Friedenszeiten und im Krieg, und der tötete en gros und trieb mit den Schicksalen Schindluder“ Doch zu Beginn der Geschichte lernen wir erst zu Friedenszeiten die jungen Mädchen kennen, die jeder ganz eigene Träume hat, die sich im Laufe der Jahre verändern, so wie jeder von ihnen selbst, denn aus den jungen hoffnungsvollen Frauen werden Erwachsene, die bald schon erkennen müssen, dass das Leben nicht immer so verläuft, wie man es gerne hätte. Doch nicht nur Henny, Käthe , Ida und Lina bekommen wir näher vorgestellt, denn auch andere vereinzelte Charaktere im Umfeld von ihnen werden sehr schön detailliert beschrieben und bekommen ihren ganz eigenen Auftritt in dem Buch. Und so wird es zu einem herrlich komplexen Werk, der uns einen Einblick in das Leben der Vergangenheit gibt , mit allen ihren Höhen und vor allem Tiefen der Zeitgeschichte....mitunter Hitler und dem 2. Weltkrieg.... Zitat Seite 461: „Was waren sie doch für eine betrogene Generation, die zwei Weltkriege erleben musste. Die es nach de ersten hatte besser machen wollen und dennoch daran gescheitert war, den zweiten der Kriege zu verhindern“ Ein Buch dass das den Leser jedoch nicht nur Leid und Kummer aufzeigt, sondern auch viel Freundschaft, Vertrauen und Hilfsbereitschaft, die manchmal von ganz unverhoffter Hand kommen kann. Das Buch schafft es jedem Protagonisten eine eigene Identität einzuhauchen, sie werden zum Leben erweckt und der Leser fühlt sich mit ihnen verbunden und bangt mit ihnen die ganze Zeit mit. Auch wenn es einige Abschiede im Buch zu verschmerzen gibt, so gibt es dennoch für einige von ihnen Hoffnung auf ein hoffentlich nun kommendes, glückliches Leben, dass nun auf sie zu warten scheint....? Ich hoffe ich irre mich da nicht, doch das werde ich erst im nächsten Band erfahren, wie das Leben der Frauen und ihrer Freunde und Familie weitergehen wird..... Ich jedenfalls möchte sie zu gerne auf ihren weiteren Weg begleiten, mit all den tiefen und unterschiedlichsten Emotionen die da kommen werden!^^ Und hoffe das ich ein wenig von meiner Ergriffenheit zu diesem tollen Buch in dieser Rezension herüberbringen konnte!

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