Carmen Korn Töchter einer neuen Zeit

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Inhaltsangabe zu „Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn

Vier Frauen. Zwei Weltkriege. Hundert Jahre Deutschland. Jahrgang 1900. Eine Generation, die zwei Weltkriege durchleben wird - Henny Godhusen ist eine von ihnen. 1918 stürzt sie sich voller Lebensfreude in die Hebammenausbildung in Hamburg-Uhlenhorst. Henny liebt das Viertel an der Alster, hier kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen und sie findet Freundinnen: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser und weiß nicht viel vom Leben jenseits der Beletage. Käthe hingegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unabhängiges Leben. So verschieden die Frauen sind, so eng wird ihre Freundschaft über die Jahrzehnte ... Authentisch und einfühlsam gelesen von der Autorin. (8 CDs, Laufzeit: 10h 4)

Ein Buch voller Schicksale und Lebensgeschichten, Zeitgeschichte, Abgründe und Hoffnung.

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Eine bewegende Geschichte über die Zeit des Krieges.

— Larena
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  • Familiengeschichte aus Hamburg

    Töchter einer neuen Zeit
    anena

    anena

    29. April 2017 um 17:10

    Diese Familiengeschichte spielt hauptsächlich in Hamburg und geht über mehrere Jahrzehnte, beginnt etwa in den 20er Jahren. Interessant war es für mich, etwas über die verschiedenen Gesellschaftsschichten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert zu erfahren. Mir waren es allerdings zu viele Personen und teilweise etwas konstruierte Handlung.

  • Vier Frauenleben verstrickt in die Geschichte der 1920er Jahre

    Töchter einer neuen Zeit
    YukBook

    YukBook

    10. January 2017 um 07:38

    Im Stadtviertel Uhlenhorst, dem geografischen Mittelpunkt Hamburgs, spielt diese Geschichte von Carmen Korn – allerdings nicht in der heutigen Zeit, sondern vor knapp hundert Jahren. Das Alsterufer dort trägt den Namen ‚Schöne Aussicht’, da sie einen Blick auf den Michel, den Fernsehturm und zahlreiche Kirchtürme bietet. Und welche Aussichten hatten die Frauen in der damaligen Zeit? Davon erzählt diese Geschichte, die sich um vier Frauen, ihre Freundschaft und ihre unterschiedlichen Lebenswege dreht. Henni und Käthe zum Beispiel beginnen im Frühjahr 1919 eine Ausbildung zur Hebamme an der Frauenklinik Finkenau. Henni ist ehrgeizig, hat viele Pläne, doch als sie sich in den Arzt Lud verliebt und schwanger wird, verläuft ihr Leben anders als erwartet während Käthe sich politisch engagiert und die Kommunisten unterstützt. Einen Einblick in höhere gesellschaftliche Schichten und in schicke Villen der Gründerzeit gibt uns die Figur Ida, die in eine unglückliche Ehe mit einem reichen Bankdirektor gezwungen wird. Da sich die Haushälterin Mia um alles kümmert, hat Ida nicht viel mehr zu tun, als ihrer Liebe zum Chinesen Tian nachzutrauern. Durch die Heirat mit Lud lernt Henni seine Schwester Lina kennen – für mich die interessanteste Figur in dem Roman, da sie die Aufbruchsstimmung, die Neugier und den Mut zu einem emanzipierten Leben am stärksten verkörpert. Sie kann nicht nachvollziehen, warum ihre Schwägerin, die so viele Pläne und Ehrgeiz hatte, in jungen Jahren eine Familie gründet. Lina vertritt die Ideen der Reformpädagogik und unterrichtet an einer Versuchsschule, interessiert sich für den Expressionismus und zieht in eine Mansarde – bereit für einen Neuanfang. Was die Handlung betrifft, hätte ich mir etwas mehr Spannung und überraschende Wendungen gewünscht. Doch die Stärken des Romans liegen für mich woanders. Carmen Korn versteht es, durch detailreiche Beschreibungen Figuren, Schauplätzen und der damaligen Epoche Leben einzuhauchen. Die Sehnsüchte der Figuren und ihre wachsende Angst vor dem Aufstieg der Nationalsozialisten sind immer wieder präsent. Auch die Charakterisierung der Männer kommt nicht zu kurz: zum Beispiel Käthes Mann, ein linker Romantiker, der in die KPD eintritt, Lud, der sich etwas Kindliches bewahrt hat und bei Frauen das Gefühl auslöst, ihn behüten zu wollen, oder der Arzt Theo Unger, der kein Glück bei Frauen hat. Wer weiß, ob ich bei der Buchversion der Geschichte mit der gleichen Aufmerksamkeit gefolgt wäre wie diesem Hörbuch. Die Autorin liest selbst und beweist ein großes Talent dafür. Mal kühl-sachlich, mal empathisch zieht sie mit ihrer unverwechselbaren Stimme die Hörer in den Bann. Man kann nur hoffen, dass die porträtierten Frauen und ihre Nachfahren im nächsten Band der Trilogie auf schönere Aussichten im Leben hoffen dürfen.

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  • Freundschaft in einer schweren Zeit

    Töchter einer neuen Zeit
    dermoerderistimmerdergaertner

    dermoerderistimmerdergaertner

    06. January 2017 um 16:49

    "Töchter einer neuen Zeit" ist der erste Teil einer Jahrhundert-Trilogie.Hamburg 1919. Im Nachkriegsdeutschland freunden sich vier junge Frauen an. Henny und die rebellische Käthe, die zusammen eine Hebammenausbildung beginnen. Ida, eine Tochter aus gutem Hause, die auf Wunsch ihres Vaters und aus finanziellen Gründen einen ungeliebten Mann heiratet und Lina, die mit ihrem Bruder zusammenlebt und Lehrerin werden möchte.Über ihre Freundschaft und ihre Schicksale erzählt Carmen Korn in diesem ersten Teil.Leider habe ich den Fehler gemacht, dieses Buch als Hörbuch zu hören, statt zu lesen. Als Buch hätte es mir sicher besser gefallen. Obwohl die Autorin selber liest, war mir die Stimme zu emotionslos und durch die vielen Charaktere und Kapitel, die ohne Übergang wechseln, verlor ich manchmal den Überblick.Zu Beginn der Geschichte ist gerade der erste Weltkrieg vorbei und vier junge Frauen (Henny, Käthe, Ida und Lina), die alle um die Jahrhundertwende geboren wurden, haben Träume und schmieden Zukunftspläne. Im Laufe der Jahre lernen sich alle kennen und freunden sich dauerhaft an.Der Autorin gelingt es, die Lebensverhältnisse, Probleme und Schicksale aller Charaktere glaubhaft zu schildern.Da die Geschichte aber über einen Zeitraum von fast 30 Jahren erzählt wird, tauchen sehr viele Personen und somit auch Namen auf. Partner, Freunde, Kollegen, Nachbarn, Bedienstete, Eltern und andere. Für mich waren das eindeutig zu viele und so konnte ich mit den meisten Charakteren nicht so richtig warmwerden und mitfiebern.Fazit: Trotz allem ein gutes Buch über eine Generation, die gleich zwei Weltkriege miterleben musste. Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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  • Eines Tages..

    Töchter einer neuen Zeit
    Larena

    Larena

    08. December 2016 um 11:18

    In die Töchter einer neuen Zeit begleiten wir vier Frauen und deren Familien von der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, bis in die Zeit danach. Gelesen von der Autorin Carmen Korn persönlich, erleben wir die Höhen und Tiefen von Henny, Käthe, Ida, Lina und deren Familien. Was wird aus den Hoffnungen und Träumen unserer Jugend? Wie Doris Day in ihrem Lied Que sera sera fragt: Will i be pretty? Will i be rich? Niemand kann sicher sagen wie unser Leben verlaufen wird. Nur eines ist klar: Das Schicksal hat mehr Geduld und andere Wege als wir. Das muss auch die zu Beginn junge Henry lernen, die am Anfang der Geschichte, zusammen mit ihrer Freundin Käthe, kurz vor der Ausbildung zur Hebamme steht. Zusammen mit den Beiden anderen Hauptprotagonisten Ida und Lina müssen sie lernen, dass das Leben so wie sie es vor Augen hatten nichts weiter als gut klingende Theorie bleiben wird. Sie müssen sich in ihr Schicksal einfügen, funktionieren, verzichten, umdenken. Dabei machen sie, jede für sich, eine große Charakterentwickelung durch. Ich persönlich habe beobachtet, dass sich diese Frauen anders entwickelt haben, als sie es zum Beispiel in der heutigen Zeit getan hätten. Ich kann das selbstverständlich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich denke das hat viel mit Pflichtbewusstsein, Verbundenheit zur Familie und Ehebewusstsein zu tun. Es war eine Zeit, in der Frauen sich Gedanken machen mussten, ob ihre Vermieter es erlauben würden, dass sie Männerbesuch mitbrachten was, wenn sie nicht verheiratet waren, meistens nicht der Fall war. Aufgeklärter als vor 1919, aber trotzdem noch auf eine gewisse Weise behütet. Die Geschichte lebt von den Zeitsprüngen, die es dem Hörer ermöglichen die Protagonisten von ihrer Jugend bis ins Erwachsenenalter zu begleiten. Die damalige Zeit ist sehr schön und lebensnah beschrieben und die Zeitsprünge sind so formuliert, dass sie den Zuhörer nicht verwirren. Auch die vielen Charaktere sind so aufgebaut, dass man sich in der Geschichte gut zurechtfindet und mit deren individuellen Persönlichkeiten vertraut wird. Für mich war die Geschichte sehr bewegend, denn sie beschreibt die Prägung eines Jahrhunderts aus vielen verschiedenen Blickwinkeln, was ihr, wie durch ein Kaleidoskop, bei jedem Protagonisten eine andere Farbe verleiht. Töchter einer neuen Zeit erzählt uns keine Geschichte. Sie erzählt mit der Geschichte.

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