Carmen Korn Zeiten des Aufbruchs

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Inhaltsangabe zu „Zeiten des Aufbruchs“ von Carmen Korn

Wirtschaftswunder, Rock ‘n‘ Roll, Cocktailpartys – der zweite Teil der Jahrhundert-Trilogie

Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, das Naziregime zerschlagen. Hamburg liegt wie so viele andere Städte in Trümmern. Auch Henny und ihre Familie gehören zu den Ausgebombten, doch sie finden Obdach bei Hennys Mutter. Und endlich scheint es aufwärts zu gehen. Die Fünfziger Jahre beginnen und mit ihnen das deutsche Wirtschaftswunder, die Jahre des Schlagers und des Rock ‘n‘ Roll. Hennys Tochter Marike erwartet ihr erstes Kind. Und Henny könnte nicht stolzer auf ihre Tochter sein. Nachdem sie selbst damals, im Frühling 1919, den ersten Schritt wagte und die Hebammenausbildung begann, ist Marike den nächsten Schritt gegangen und hat Medizin studiert. Marikes Mann Thies bekommt eine Stelle beim neu gegründeten Nordwestdeutschen Rundfunk. Lina, die während der Nazizeit ihre Stellung als Lehrerin verlor, wagt den Neuanfang und gründet eine Buchhandlung. Und Ida hat endlich den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Aufbruch überall. Nur wohin die Schreckenszeit Käthe verschlagen hat, wissen die Freundinnen nicht. Immer drängender wird die Frage: Ist Käthe überhaupt noch am Leben?

Im zweiten Teil ihrer Jahrhundert-Trilogie begleiten wir Hebamme Henny, ihre Freundinnen, Kinder und Enkelkinder durch die Jahre des Wiederaufbaus bis in die Umbruchszeit der 1960er Jahre mit Studentenunruhen und Vietnamkrieg. Der dritte und abschließende Band der Trilogie wird voraussichtlich im Winter 2017/2018 erscheinen und die Zeit des Deutschen Herbst und der Wiedervereinigung umfassen.

. Es war einfach die reine Freude in diese Zeit einzutauchen und die Geschichten rund um die vier Freundinnen und ihre Familien zu genießen.

— friederickesblog

Auch für diesen Band eine Leseempfehlung aus vollem Herzen und mit Überzeugung fünf Sterne. Mehr geht ja leider nicht.

— IlonGerMon

Geschichte wie sie sein sollte, wunderbar erzählt. Ich freu mich auf Teil 3

— monikaburmeister

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    Zeiten des Aufbruchs

    tigerbea

    14. January 2018 um 20:43

    Der Krieg ist vorbei. Die Freundinnen Lina, Henny, Käthe und Ida freuen sich auf ein neues Leben in friedlichen Zeiten.  So fest ihre Freundschaft auch ist, so unterschiedlich gehen sie dabei vor. Henny genießt ihr stilles Glück mit Theo und ihren erwachsenen Kindern Klaus und Marike. Käthe tut sich schwer mit Rudis Wunsch, die kleine Ruth zu adoptieren. Lina sorgt sich um ihre Beziehung mit Louise. Nur Ida langweilt sich in ihrer Ehe mit Tian. Auf alle kommen turbulente Zeiten zu, die sie am Besten zusammen meistern können.Die Geschichte um die vier Freundinnen ist auf jeden Fall lesenswert. Ich glaube aber, daß sie nicht typisch ist für die Menschen dieser Zeit. Während unsere Hauptpersonen im Buch sich am meisten darüber Sorgen machen welchen Wein sie trinken sollen, haben die Menschen im richtigen Leben wohl ganz andere Probleme. Überhaupt wird im Buch jede Menge Alkohol getrunken. Da wundert es mich, daß nur Louise aus der Spur gerät. Der Leser darf nicht viel Wein trinken, denn man muß hellwach sein. Die Absätze sind oft so kurz, daß man sich eben noch bei Theo uns Henny im Wohnzimmer wähnt und dabei dreht sich die Handlung schon um Klaus und Alex. Irgendwie hat mir der erste Teil besser gefallen. Da war mehr Leben und Dramatik in der Handlung.

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  • Die Zeit des Wirtschaftswunders

    Zeiten des Aufbruchs

    friederickesblog

    04. November 2017 um 10:39

    Klappentext:   1949: Die vier Freundinnen Henny, Käthe, Ida und Lina stammen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen. Dabei sind sie im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst nicht weit voneinander entfernt aufgewachsen. Seit Jahrzehnten schon teilen sie Glück und Unglück miteinander, die kleinen Freuden genauso wie die dunkelsten Momente. Hinter ihnen liegen zwei Weltkriege. Hamburg ist zerstört. Doch mit den Fünfzigern beginnt das deutsche Wirtschaftswunder. Endlich geht es aufwärts: Hennys Tochter Marike wird Ärztin, Sohn Klaus bekommt eine Stelle beim Rundfunk. Ganz neue Klänge sind es, die da aus den Radios der jungen Republik schallen. Lina gründet eine Buchhandlung, und auch Ida findet endlich ihre Berufung. Aufbruch überall. Nur wohin der Krieg Käthe verschlagen hat, wissen die Freundinnen noch immer nicht.   Im zweiten Teil ihrer Jahrhundert-Trilogie erzählt Carmen Korn mitreißend von der deutschen Nachkriegszeit, den pastellfarbenen Fünfzigern und der Aufbruchsstimmung der Sechzigerjahre. Vier Frauen. Hundert Jahre Deutschland.   Die Autorin:   Carmen Korn wurde 1952 in Düsseldorf als Tochter des Komponisten Heinz Korn geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin u.a. für den «Stern». Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.   Cover:   Vier junge Frauen in der Nachkriegszeit entspannt und ausgelassen an der Alster in Hamburg. Das Schwarzweiß-Foto unterstreicht die Zeit, in der die Geschichte einzuordnen ist. Im Design angelehnt an den ersten Band entsteht ein gelungener optischer Hinweis auf die Jahrhundert-Trilogie.   Die Geschichte (Achtung: Spoiler!)   Vier junge Frauen sind miteinander befreundet und erleben Höhen und Tiefen sowie zwei Weltkriege. Ihre Herkunft und ihre Lebenswege sind völlig verschieden und beinhalten alles, was in dieser Zeit möglich war. Soweit die Überleitung aus dem ersten Band. In diesem Buch geht nun die jeweilige Lebensgeschichte der Frauen nach dem Krieg weiter. Die Familienverhältnisse haben sich an einigen Stellen selbstverständlich verändert. Der berufliche Aufstieg schreitet voran und die Wirtschaft nimmt immer mehr Fahrt auf. Während es bei den einen rund läuft, haben andere mit gesellschaftlichen Verkrustungen zu kämpfen und Käthe muss besonders hart an einem neuen Leben arbeiten.   Meine Meinung:   Ich bin etwas zurückhaltend in das Buch eingestiegen, weil ich mit dem ersten Band durch die vielen Protagonisten und die unterschiedlichen Ansprachen mit Vor- oder Zuname etwas angestrengt war.   Aber nun war es ein Genuss. Ich kannte die meisten Personen und hatte mich auch an die zum Teil schnellen Perspektivwechsel, sowie die gelegentlich großen Zeitsprünge aus dem ersten Band gewöhnt. Dadurch konnte ich mich ganz auf die Geschehnisse konzentrieren.   Alle Figuren haben sich exzellent weiterentwickelt und die neu hinzugekommenen perfekt eingefügt. Die Schauplätze in Hamburg waren auch in diesem Buch wunderbar beschrieben. Die eingearbeitete Zeitgeschichte lässt auch dieses Mal auf eine perfekte Recherche schließen und gestattet mehr als nur einen Blick, in die interessanten Jahrzehnte nach dem Krieg, mit allen Problemen und Freuden dieser Zeit. Ein wenig habe ich mich gewundert, dass alle Beteiligten nach dem Krieg ein bessergestelltes Leben führen konnten.   Der Schreibstil war wie im ersten Buch natürlich auch flüssig und sehr verständlich. Die Szenen lebhaft und durch die stetigen Wechsel sehr kurzweilig. Es war einfach die reine Freude in diese Zeit einzutauchen und die Geschichten rund um die vier Freundinnen und ihre Familien zu genießen.   Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus und wünsche viel Vergnügen.     Friedericke von „friederickes Bücherblog“

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  • Mitleben und mitleiden, aber vor allem Mit-Erinnern

    Zeiten des Aufbruchs

    IlonGerMon

    21. September 2017 um 13:54

    Meine Begeisterung hält nicht nur an, sie ist sogar noch größer geworden. Auch den zweiten Band von Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie habe ich in einem Rutsch gelesen und war bis zur letzten Seite fasziniert. Von März 1949 bis November 1969 nehmen wir erneut am Leben von Henny, Käthe, Ida und Lina teil. Aber auch ihre Kinder und Enkel, Freunde, Nachbarn und viele weitere Wegbegleiter finden wir wieder, die wir zum Teil aus dem ersten Band kennen, andere lernen wir neu kennen. Nicht alle  Männer sind aus dem Krieg heimgekehrt, von manchen weiß man, dass sie gefallen sind, andere sind einfach verschollen oder noch in der Gefangenschaft, die für einige erst nach 1950 endete. So ging es Käthes Mann Rudi und auch Käthe selbst sucht lange keinen Kontakt zu den anderen Freundinnen, besonders zu Henny. Sie meidet den Kontakt sogar und der Leser des ersten Bandes hat auch eine Ahnung, warum dies so ist. Auch wenn das Buch in der Großstadt Hamburg spielt, so erinnert sich auch das Dorfkind in mir an viele Ereignisse ab Mitte bis Ende der Fünfziger, die in diesem Buch nicht nur eine Rolle spielen, sondern für einzelne Personen auch von großer Bedeutung sein können. Anfang der Siebziger wurde Hamburg nicht nur meineWahlheimat, sondern in beinahe einem ganzen Jahrzehnt zu einen Ort, den ich sehr gemocht habe und auch heute noch mag. Schon allein aus diesem Grund bin ich sehr gespannt auf den dritten Band dieser Trilogie. Das Leben der drei Freundinnen und den Menschen in ihrem Umfeld ist sicherlich in erster Linie von persönlichen Entscheidungen und manchmal auch Schicksalsschlägen geprägt, aber auch allgemeine politische, gesellschaftliche  und kulturelle Ereignisse bleiben manchesmal nicht ohne Folgen für die Protagonisten. Wer erinnert nicht die Nacht der ersten Mondlandung, als eine ganze Nation vor den Fernsehgeräten saß, so man denn ein solches bereits besaß. Gängige und auch weniger bekannte Lieder, Schlager einer ganzen Generation, werden in Ansätzen zitiert und man ertappt sich beim Lesen dabei, die Zeilen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Ohren wahrzunehmen und summt an manchen Stellen ganz unwillkürlich mit. Die Gründung des NWDR und später die Aufteilung in zwei heute noch existierende Sendeanstalten, die Wiederbewaffnung, die Sturmflut von 1962, die Anti-Baby-Pille, die Abschaffung des § 175, die Kubakrise und der Bau der Berliner Mauer, all das hat nicht nur das Leben unserer Romanfiguren begleitet und zum Teil auch verändert. Auch jeder Leser wird seine eigenen persönlichen Erinnerungen damit verbinden. In Berlin agiert Rudi Dutschke, die Studentenunruhen beginnen und Ruth, Tochter von Käthe und Rudi, hat Verbindung in diese Kreise. Hier könnte sich andeuten, was zumindest Anfang des dritten Bandes eine Rolle spielen wird.  Viel passiert ist in Hamburg viel am Anfang der Siebziger. Auch für diesen Band eine Leseempfehlung aus vollem Herzen und mit Überzeugung vergebe ich fünf Sterne. Mehr geht ja leider nicht. PS. Für jeweils ein ausführliches Glossar am Ende beider Bände verdient Carmen Korn Lob und Anerkennung.

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