Carmen Laforet

 4.4 Sterne bei 44 Bewertungen
Autorin von Nada, Die Insel und die Dämonen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carmen Laforet

Carmen Laforet wurde 1921 in Barcelona geboren, und wuchs ab ihrem zweiten Lebensjahr in Las Palmas, Cran Canaria auf. Mit 18 Jahren kehrte sie nach Barcelona zurück, um dort zu studieren. Bereits 1944 erhielt sie für ihr Werk "Nada" den Premio Nadal. 2 Jahre später zog sie nach Madrid, wo sie Manuel Cerezales heiratete.

Alle Bücher von Carmen Laforet

Cover des Buches Nada9783518466339

Nada

 (31)
Erschienen am 24.10.2015
Cover des Buches Die Insel und die Dämonen9783548607689

Die Insel und die Dämonen

 (5)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Nada9788423340620

Nada

 (4)
Erschienen am 01.08.2008
Cover des Buches Nada9780099494195

Nada

 (3)
Erschienen am 07.02.2008
Cover des Buches LA Mujer Nueva9788423335589

LA Mujer Nueva

 (0)
Erschienen am 01.09.2003

Neue Rezensionen zu Carmen Laforet

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Rezension zu "Die Insel und die Dämonen" von Carmen Laforet

Eine Insel voller Schönheit und ihren Menschen
Filzblumevor einem Monat

List Verlag Taschenbuch 

2007

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Gran Canaria, 1939. Die siebzehnjährige Marta wächst bei ihrem Bruder Jose und dessen Frau Pino etwas außerhalb von Las Palmas auf. Ihr Vater ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, ihre Mutter lebt seitdem geistig verwirrt ebenfalls bei ihnen. Jose hat sich sehr zum Verdruss seiner Frau die Pflege seiner Mutter zur höchsten Aufgabe gemacht. Doch Pino hegt größere Ambitionen, als fern der Stadt mit einer Kranken und einem jungen Mädchen eingeschlossen zu sein. Sie neidet Marta ihre täglichen Schulfahrten in die Stadt, ihre Freundinnen und ihre Ungebundenheit. Die unterschwelligen Spannungen eskalieren, als Marta sich verliebt.


Die Erzählerin des Romans trägt autobiografische Züge, sie erzählt die Geschichte der Marta in Drei Teilen. Marta wächst auf Gran Canaria auf, etwas abseits von Las Palmas bewohnt sie ein Haus mit ihrem Bruder Jose, seiner Frau Pino ihrer pflegebedürftigen Mutter Terésia. Ihre Mutter spricht nicht mehr seit dem Unfalltod ihres Mannes.

Martas Alltag ist geprägt vom Inselleben, Schule und ihren Tagebucheinträgen. Bis eines Tages die Verwandten aus Madrid kommen.

Auf dem Festland herrscht der Bürgerkrieg und deshalb kommen Verwandte auf die Insel, sozusagen als Flüchtlinge, um den Wirren des Krieges zu umgehen.

Sie kommen  ins Haus, das eigentlich Martas Eltern gehört, um hier zu wohnen. Schon bei der Ankunft am Hafen erkennt der Leser, was da auf ihn zukommen Kann. 

Diese Verwandtschaft und das Leben mit ihnen hat hohes Konfliktpotenzial. Die Dämonen im inneren der Menschen, mit denen Marta zu tun hat, ob es Paplo, der Maler ist, Pino ihre Schwägerin oder Jose, der gerne über alle bestimmt und zornig werden kann. 

Diese zwischenmenschliche Beziehungen und die Beschreibung der Schönheit der Insel machen dieses Buch atmosphärisch und lassen den Leserinnen und Leser nicht ungerührt zurück.

Die Protagonisten sind vielschichtig und einige können richtig nerven, weil sie so authentisch sind, wie ich sie manchmal schütteln hätte können. Die übermäßige Religiosität und die daraus entstehende Moral (besonders die der Frauen) verunsichern Marta und sie begibt sich auf unliebsame Pfade. 

Für mich ist es das zweite Buch der Autorin. 

Ins Deutsche übersetzt sind bisher nur die Zwei NADA und dieses Buch, doch Laforet hat viel mehr geschrieben. In Spanien kennt sie jeder, es ist ein Platz nach ihr benannt. 

Erst auf den letzten Seiten erfährt man, wie das Leben von Marthas Bruder Jose war, So Schloß sich der Kreis.
Kapiltel 20 Seite 324
Die Tage sind ein seltsames Maß unseres Lebens. Manche rasen ungebremst und achtlos vorbei, wir nehmen sie kauf wahr. Und andere sind langsam, ihre Stunden ziehen Sich endlos hin. Dennoch werden sie im Grab alle gleich schnell und gewiß gezählt sein. „



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Rezension zu "Nada" von Carmen Laforet

Ein Koffer voller Träume
Elfeliyavor einem Jahr

Andrea kommt aus der Provinz nach Barcelona. Dort hofft sie auf Abenteuer und Freiheit. Doch schnell zerplatzen ihre Träume, als sie im Haus der Großmutter ankommt und gemeinsam mit der Großfamilie (Onkel, Tanten, Schwägerin, Hausmädchen, Kleinkind) auf engstem Raum lebt.

Das Buch beschreibt ein Jahr aus dem Leben von Andrea und für mich war die Geschichte nicht eindrucksvoll oder einprägsam. Andrea entwickelt sich in dieser Zeit kaum, geht zwar ihren Weg, will jedoch nirgends anecken. Es gab kaum wirklich interessante Erlebnisse in diesem Jahr und wäre nicht die wunderbare Wortwahl der Autorin gewesen, hätte ich das Buch nicht beendet. Die Autorin findet jedoch einfach den passenden Ton und so lässt sich das Buch gut lesen.

Aus diesem Grund dann doch noch 3 Sterne.

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Rezension zu "Nada" von Carmen Laforet

Anders als angenommen, mit wunderbaren Sätzen
vanessablnvor einem Jahr

Das Buch war für mich eine Leseüberraschung, die ich in dieser Hinsicht nicht erwartet hätte. Aufgrund des Covers und der Beschreibung hat man eine ganz andere Erwartung... Die Protagonistin Andrea genießt ihr junges Leben wirklich nicht in allen Zügen oder findet die Liebe. Auch muss sie ihre Freiheit nicht plötzlich verteidigen. Denn sie kommt in Barcelona in einer schrecklichen Wohnung und bei einer recht seltsamen Familie an. Armut, Schmutz, Streit und gegenseitiges Kontrollieren sind hier ganz alltäglich und die eher schüchterne Andrea tut eigentlich nicht wirklich viel. Dafür sind ihre Innenwelt und ihre Beschreibung des Umfeldes umso anschaulicher.

Eigentlich scheint alles stillzustehen in dieser Welt, über die politischen Verhältnisse Spaniens in den 40ern und wie es genau zu dieser Gegenwart der Familie gekommen ist, wird kaum etwas erzählt. Andrea ist die stille Beobachterin, die zwar im Kleinen aufbegehrt, aber doch kaum wahrgenommen wird. Über die Außenwelt der Universität erfährt der Leser ebenso wenig. Immerhin entwickelt sich eine komplizierte Freundschaft zu einer Mitstudentin. Ihre Freunde stellen die "andere Welt" dar, die der Andreas gegenübersteht.

Die Geschichte ist mit "Nada"(=Nichts) eigentlich gut betitelt. Denn eine richtige Handlung gibt es in den drei Teilen des Buches nicht. Während des ersten Kapitels war ich versucht, das Buch abzubrechen, weil es mir langweilig erschien. Danach ging es fortwährend aufwärts und ich begann diesen spanischen Roman zu schätzen. Man darf sich von den schrecklichen, darin herrschenden Verhältnissen nicht abschrecken lassen. Andrea findet für die sie umgebenden Schrecklichkeiten und ihre depressiven Anwandlungen wunderbare und hellsichtige Beschreibungen, die hier der wahre Lesegenuss sind. Man kann aus Nichts literarisch sehr viel machen, ist wohl das überraschende Fazit dieses Romans (noch dazu von einer damals sehr jungen Autorin), der sich deshalb doch sehr lohnt... 


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