Carmen Lobato Die Stadt der schweigenden Berge

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Inhaltsangabe zu „Die Stadt der schweigenden Berge“ von Carmen Lobato

Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt.

Sehr spannende Story! Empfehlenswert

— Avalee

Eine großartige Geschichte voller Leidenschaft und Liebe auf deren Fortsetzung ich sehnlichst warte. Unbedingt lesen!

— Jana68

Es fehlte schlicht an Spannung. Abbruch nach 150 Seiten.

— EFST79

Ein untergegangenes Reich zum anfassen

— Inge78

Sehr spannend, ein toller Genremix, ein faszinierender Hintergrund und eine mir schon etwas zu atemlose Liebesgeschichte.

— Windflug

Dieses Buch ist wie ein guter Mokka, ein gezielter Schlag aufs Herz!

— LibriHolly

Berührend, faszinierend, wundervoll: für mich ein großartiges Buch !

— tulpen

Spannende Handlung und eine bildgewaltige Sprache machen dieses Buch auf jeden Fall lesenswert.

— Kirschbluetensommer

Spannende Geschichte, die die Zeit der Hethiter wieder auferstehen läßt

— Pucki60

Tolles Buch, das zeigt wie spannend Geschichte sein kann und wie wichtig Liebe für jeden Menschen ist.

— rainbowly

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    • 1702
  • Leider ein Liebesroman

    Die Stadt der schweigenden Berge

    wampy

    02. March 2016 um 15:01

    Buchmeinung zu Carmen Lobato – Die Stadt der schweigenden Berge „Die Stadt der schweigenden Berge“ erschien 2015 als Originalausgabe im Knaur Verlag. Mein Lesekommentar bezieht sich auf das ebook. Klappentext: Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt. Meine Meinung: Dieser historische Roman war für mich ein Missverständnis. Er hat aus meiner Sicht leider den Schwerpunkt Liebesroman. Die Hauptfiguren Amarna und Arman agieren derart liebestoll, dass jede Vernunfthandlung auf der Strecke blieb. Arman wird als der alles überstrahlende Astralkörperbesitzer gezeichnet, dessen Anwesenheit die junge Wissenschaftlerin zum liebestollen Weibsbild mutieren lässt. Ihr liebeskranker Jugendfreund Paul verkommt vor Eifersucht zur tragischen Figur und der Professor ist die einzige etwas komplexere Gestalt. In der eingebetteten Geschichte hat sich der hethitische Herrscher in die Frau seines Generals und besten Freundes verguckt und dort kommt es zu einer Katastrophe. Fazit: Bei diesem Buch lagen Erwartung und Inhalt meilenweit auseinander. Positiv ist der flüssige Schreibstil und einiges Erkenntnisse über die Hethiter, die ich bei der Lektüre erhalten habe. Wer einen Liebesroman erwartet wird sicherlich nicht enttäuscht. Ich hatte anderes erwartet und vergebe nur zwei Sterne (50 / 100).

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  • Entdeckung der Vergangenheit

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Avalee

    11. December 2015 um 13:05

    Der Roman handelt von der Studentin Amarna, die alles über die Kultur der Hethiter erfahren möchte und sich von dieser magisch angezogen fühlt. Vor allem aber von deren Hauptstadt Hattuša. Sie hat Albträume und spürt, dass diese mit ihrem drängenden Wunsch, selbst nach Hattuša zu reisen, zusammenhängen. Ihr Vater verbietet ihr, diesen Ort aufzusuchen, schweigt sich aber über den Grund aus. Ebenso wie über ihre Kindheit und ihre verstorbene Mutter, denn Amarna erinnert sich nicht mehr an ihre ersten acht Lebensjahre. Paul, der in Amarna verliebt ist, ermöglicht ihr schließlich gemeinsam mit ihm nach Istanbul zu reisen. Dort lernt sie den Armenier Arman kennen und lieben. Durch ihn bietet sich Amarna die Gelegenheit, sich einem Sondierungstrupp nach Hattuša anzuschließen. Nach und nach entdeckt sie dabei ihre Vergangenheit. Es ist sehr spannend, Amarnas Erinnerungslücken mit ihr zu füllen und immer mehr über ihre Kindheit und über ihre sich entwickelnde Beziehung zu Arman zu erfahren. Arman ist eine sehr interessante Person. Man lernt ihn kennen und weiß nicht, was man von ihm halten soll. Ist er so, wie er es Amarna erzählt oder lügt er, wie Merten (ein enger Freund von Amarnas Vater) es ihm unterstellt und ist durch und durch böse? Man kann nur schwer glauben, dass Arman Amarna nur benutzt. Deshalb ist es auch irritierend, dass jemand offenbar versucht, Amarna zu schaden (Teile einer Statue stürzen auf sie nieder, jemand macht ihr Pferd wild und zerstört ihre Sondierungsarbeit). Sie ist davon überzeugt, dass es nicht Arman ist, doch hat sie recht? Carmen Lobato weckt mit ihrem Roman das Interesse an die Hethiter und ihrer Hauptstadt. Sie hat die hethitische Geschichte gekonnt in ihren Roman mit eingebunden, indem sie auch Abschnittsweise von der Großkönigin der Hethiter Puduhepa und ihrem Mann Hattušili erzählt und inhaltlich mit ihrem Werk verbindet. Nachdem ich den Roman durchgelesen hatte, habe ich sofort Bilder von Hattuša im Internet aufgerufen. Es war spannend zu entdecken, wie die Stadt tatsächlich aussieht. Da ich auch ein Fan von Liebesromanen bin und mich für Archäologie ein Stück weit interessiere, hat mir die Story sehr gut gefallen. Ich kann Die Stadt der schweigenden Berge nur weiterempfehlen.

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  • Diesmal leider nicht Meins...

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Eliza08

    29. November 2015 um 11:47

    Über das Buch: Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt.  (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)   Über die Autorin: Carmen Lobato ist Romanistin und zeit ihres Lebens eine leidenschaftliche Reisende gewesen. Für ihren neuen Roman hat sie umfangreiche Recherchen vor Ort in Anatolien betrieben. Carmen Lobato ist als Dozentin tätig und lebt mit ihrer Familie in verschiedenen europäischen Städten. Die Kultur der Hethiter und das Schicksal des armenischen Volkes sind ihr ein besonderes Anliegen. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)   Meine Meinung: Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich bin etwas zwiegespalten bei diesem Roman. Auf der einen Seite finde ich ihn auch jetzt noch sehr interessant und lesenswert, auf der anderen Seite habe ich aber auch einige Kritikpunkte. Wer hier einen leichten historischen Roman erwartet den man so in einem Rutsch runter lesen kann, dem kann ich nur abraten, zu diesem Roman zu greifen. Dieser Roman erwartet recht viel von seinen Lesern, denn das Thema ist schon recht anspruchsvoll: Archäologie, Hethiter und das Gilgamesch-Epos. Als Leser muss man schon die Bereitschaft haben, sich auf diese Themen einzulassen und eine Reise in eine vergangene Zeit anzutreten. Lohnen tut es sich aber auf jeden Fall, man lernt sehr viel und taucht in eine völlig andere Kultur ein. Eine Bereicherung für den Leser der sich einlässt und Zeit nimmt. Mir ging es zumindest so, dass ich das eine oder andere Mal den Roman zur Seite legen musste, weil ich merkte das meine Konzentration nachlies und ich nicht mehr alle Zusammenhänge herstellen konnte. Man braucht Zeit und Muße um sich diesem Roman in seiner gesamten Tiefe zu widmen. Schön und so ziemlich einmalig ist wohl die Liebesgeschichte die Carmen Lobato erzählt. Armana und Arman sind schon ein Paar, dass unter die Haut geht. Wenn ich den zweiten Teil „Und sie werden nicht vergessen sein“ (erscheint im März 2016) lesen werde, dann nur weil ich wissen will, ob ihre Liebesgeschichte im Alltag bestand hat. Ich würde es mir wünschen, denn die beiden sind ein Paar, dass authentisch und echt agiert, sodass sie realen Figuren schon sehr nahe kommen. Besonders gut gefallen hat mir an dem Roman der Anfang, denn die Zeit in Berlin war für mich die Spannendste. Zum Ende hin hat der Roman nach meinem Empfinden abgebaut, viele meiner Vorkritiker haben das "Geschwafel bzw. Geplänkel“ kritisiert. Auch ich habe einige Passagen als zu langatmig und unnötig empfunden. Am Ende habe ich quasi nur auf die „Auflösung“ gewartet, weil ich auch die letzten Puzzelteile an die richtige Stelle setzen wollte. Deshalb gibt es von mir leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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  • Großartig und fesselnd

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Jana68

    06. November 2015 um 09:23

    Aufwühlend und Herzerwärmend, spannend und fesselnd, liebevoll und voller Liebe, bestens recherchiert und in brillanter Sprache - das ist mein Fazit zu Carmen Lobato's Roman "Die Stadt der schweigenden Berge". Eingebettet in die jahrtausendealte Geschichte von Hattusili und Puduhepa, einem hethitischen Königspaar, deren gescheiterte Beziehung symbolisch für den Untergang der hethitischen Kultur steht, formt die Autorin die ebenso schwierige wie hoffnungsvolle Beziehung zweier Suchender - Amarna und Arman. Bevor beide das Rätsel um ihre Verbindung aus frühen Kindertagen entwirren können und sie endgültig zueinander finden, durchleben wir mit ihnen Wogen des Glücks, kämpfen uns mit Ihnen durch Täler voller Tränen, spüren den Schmerz, zweifeln und sind zornig. Manchmal hätte auch ich die beiden einfach nur schütteln können, weil sie völlig überzogen reagieren oder sich wieder komplett in sich zurück ziehen. Amarna ist eine entschlossene junge Studentin der Altorientalistik, die sich intensiv mit dem Gilgamesch-Epos beschäftigt. Das ist zu Beginn der 1930er Jahre außergewöhnlich und irgendwie versucht jeder ihrer männlichen Begleiter sie zu beschützen, was Armana jedoch beständig aufstößt. Mit ihrem Vater - ebenfalls ein Altorientalist - überwirft sie sich, als er ihr eine Reise nach Hattusa nicht erlauben will. Amarna spürt, dass sie an diesen Ort Reisen muss, nicht nur um auf Spurensuche nach der beinah vergessenen Kultur der Hethiter zu gehen, sondern auch um Licht in das Dunkel um ihre Kindertage und das Schicksal ihrer Mutter zu bringen. So macht sie sich auf die Reise begleitet von ihrem Freund Paul und Professor Merten Schober. In Istanbul begegnen sich Arman und Amarna. Beide sind fasziniert von einander und nähern sich einander zaghaft an. Die zarte junge Liebe, die sich zu entwickeln beginnt, wird von Paul und Merten jedoch permanent gestört. Während Paul sich zu einem vor Eifersucht hilflosem Möchtegern entwickelt, der stets mehr scheinen will anstatt ganz zu sein, was er ist, entpuppt sich Merten als hasserfüllter Rächer und wird zu einer wahren Bedrohung. Arman ist ein junger Armenier und hat bereits eine extrem leidvolle Geschichte durchleben müssen, mit der er erst dann umgehen kann, als sich das letzte Rätsel um seine Vergangenheit löst. Ohne Armana hätte er das wohl nicht geschafft. Am Beispiel seines persönlichen Schicksals spricht die Autorin sanft aber schonungslos die Verbrechen am Armenischen Volk an. Leider war auch mir dieses Thema bisher beinah unbekannt und ich kann nach der Beschäftigung damit kaum fassen, dass Deutschland bis heute ein Problem damit hat, diese Verbrechen als Völkermord zu bezeichnen. Unsere beiden Haupakteure Amarna und Arman verbindet mehr, als das gemeinsame Interesse an Hattusa und die akribische archäologische Spurensuche. Sie sind für einander geschaffen und nichts vermag daran etwas zu ändern. Und wie bei Gilgamesch und Enkidu: "Die zwei waren heilsam füreinander, doch sie brachten einander zugleich in höchste Gefahr." ...und zwischendurch lesen wir immer wieder die anrührende Geschichte von der tragischen Liebe jenes Königspaares in Hattusa lange vor unserer Zeit... Am Ende überrascht die Duplizität der Ereignisse vor tausenden von Jahren und im Jahr 1912. Dies ist letztlich der Schlüssel und der Befreiungsschlag für Arman und Amarna, aber auch für ihren Vater und ihren Großvater. Carmen Lobato hat ein großartiges, ein leidenschaftliches Buch geschrieben. Es ist keine leichte Lektüre, nichts für nebenbei. Dieses Buch verlangt den ganzen Menschen. In der ihr eigenen wunderschönen Sprache zeichnet die Autorin ein Bild von Hattusa im Nebel der Zeit und von der Perle Istanbul in den 30er Jahren. Immer wieder sind mir poesievolle Sätze ins Auge gesprungen. So treten wir nicht etwa in den erwachenden Morgen, sondern in die "sterbende Nacht" und erleben den Winter, in dem "das Leben noch ein bisschen müde ist". Sie hat aber auch mein Interesse an den Hethitern und an der Geschichte des Armenischen Volkes geweckt, ich habe nach der Lektüre stundenlang im Internet darüber gelesen und ich fange an zu verstehen, warum die "Hatti" für die Autorin ein ganz besonderes Buch ist. Ich danke ihr, dass ich beim Lesen ein wenig daran teilhaben durfte. Ich habe das Buch bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen.

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  • Hattusa, Gilgamesch und Enkidu und die Liebe

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Inge78

    16. September 2015 um 11:20

    Zwei Zeitebenen, ein verlorenes Reich, die Liebe zur Archäologie und eine Geschichte über die Liebe, all dies ist "Die Stadt der schweigenden Berge" Die junge Berlinerin Amarna forscht über den Gilgamesch Epos und die untergegangene Stadt Hattusa! Bei ihren Recherchen trifft sie auf den Armenier Arman der sie zu einer gefährlichen Expedition in das Land der Hethiter begleitet Noch ahnt Amarna nicht wie sehr ihr Schicksal mit  Hattusa verknüpft ist Die zweite, recht mystische Zeitebene führt uns in das alte Hattusa Geschickt verwebt Carmen Lobato beide Erzählstränge Es fällt mir schwer eine Rezension zu schreiben da ich das Buch so in mich aufgesogen habe Ich muss zugeben, ich musste einige Wissenslücken schließen Vom Gilgamesch Epos hatte ich noch nie gehört und ich hatte keine Ahnung wie sehr das Motiv der Liebe von Gilgamesch und Enkidu nicht nur die Literatur beeinflusst hat Ebenso war mir Hattusa kein Begriff Auch der Genozid an den Armeniern Anfang des 20.Jahrhunderts war leider nie Teil meines Geschichtsunterrichts Das Thema des Buches war also für mich also absolutes Neuland  aber Carmen Lobato hat mich mit ihrer Geschichte begeistert und das untergegangen Reich neu auferstehen lassen Den Sog des Buches macht nicht zuletzt eine sich sehr langsam entwickelnde Liebesgeschichte aus, deren Ausgang bis zum dramatischen Ende völlig unklar bleibt! Der Schreibstil ist wunderschön, bildreich und poetisch und lässt mich träumen Ich konnte mithoffen und mitbangen, habe gelacht und geweint und mich unsterblich verliebt Ich bin so unendlich froh dass es tatsächlich eine Fortsetzung geben wird sodass ich mich von den lieb gewonnen Personen noch nicht verabschieden muss

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  • Das erste Drittel großartig, baut danach jedoch stark ab

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Tasmetu

    24. June 2015 um 08:52

    Auf den ersten 100 Seiten war ich mir sicher, dass dieses Buch 5 Herzen von mir bekommen würde. Es hatte alles, was ich an solch einem Roman schätze. Es war gut recherchiert, schön geschrieben, hatte einen starken Frauencharakter, der archäologische Hintergrund war anspruchvoll, die Liebesgeschichte nicht kitschig und es lag ein mysteriöses Geheimnis in der Luft. Doch spätestens nach circa 250 Seiten fing Armana an, mich zu nerven. Eigentlich fingen alle an mich zu nerven. Denn plötzlich stand viel weniger der archäologische Aspekt im Vordergrund, sondern eine plötzlich verkitschte Liebe. Armana wurde binnen kürzester Zeit von einer taffen Frau zu dem Klischee, dass sie zuvor brechen wollte. Kaum hatte sie den "schönen Armenier" für sich entdeckt wird sie zu einem naiven, verliebten, irrationalem und zickigen Dummchen, dass nur noch Sex und diesen Mann im Kopf hat. Vergessen sind die Pläne um ihre Archäologen Karriere oder ihre taffe Seite, stattdessen säuselt sie ihn mit 100000 Spitznamen aus der Geschichte voll - mal ehrlich: wenn jemand im realen Leben so reden würde (ja, auch 1930), würde ich diese Person vermutlich nur schräg ansehen können. Und sie heult. P-e-r-m-a-n-e-n-t. Und dabei behandelt sie ihren eigentlichen Verlobten auch noch ziemlich unfair, der allerdings wiederrum auch eine ziemlich unschöne Charakterentwicklung durchmacht und zum eifersüchtigen Vollidioten mutiert. Und anstatt, dass Merten oder Arman oder irgendwer einfach mal Klartext redet, die Wahrheit sagt und damit das Ganze mal entwirren und vereinfachen würde, wird das Drama immer weiter zugespitzt. Es gab einen Punkt, da hätte ich das Buch gerne abgebrochen, weil die Erlösung durch jemanden, der entweder mal die Wahrheit sagt oder mal eine Entscheidung fällt (zB hätte Armana mal mit Paul reden können), einfach nicht kam. Stattdessen war das Verhalten schlimmer als ein Streit zwischen Kleinkindern um eine Schaufel. Auch das gut recherchierte Schicksal der Armenier und das vergessene Reich der Hetither geraten bei dem ganzen Beziehungsdreieck-Drama vollkommen in den Hintergrund. Das hat es mir persönlich sehr versaut und das finde ich unendlich schade - es hatte doch so gut angefangen. Ich glaube, wenn das Buch 200 Seiten kürzer gewesen wäre, hätte es mir besser gefallen und vielleicht hätte es dann noch 4 Herzen von mir bekommen. So aber leider nicht. Trotzdem hat mich das Buch viel gelehrt - ich wusste trotz einer Vorlesung zu Vorderasiatischen Großreichen (vor einem Jahr) so gut wie nichts über die Hethiter und auch das Schicksal der Armenier war mir persönlich fast komplett unbekannt. Ich bin froh, dass ich dieses Buch gelesen und somit gravierende Wissenlücken - zumindest teilweise - schließen konnte. Mehr auf: http://wp.me/p5aiIx-ZM

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  • Leserunde zu "Die Stadt der schweigenden Berge" von Carmen Lobato

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Buecherwurm1973

    Eine Geschichte für die, die insgeheim davon träumen, als Archäologen den Geheimnissen der Vergangenheit nachzuspüren und ihr eigenes Atlantis zu entdecken. Aber auch eine Geschichte, die an eines der grausamsten Verbrechen des Zwanzigsten Jahrhunderts rührt – eines Verbrechens, das nach hundert Jahren noch immer ungesühnt und so gut wie vergessen ist. Carmen Lobato ist das Pseudonym von Charlotte Lyne/Roth, und dies ist ihr liebster Roman. Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Amarna kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt.   Interessiert? Dann bewerbt euch auf eines von 15 Freiexemplaren, welche vom KNAUR Verlag zur Verfügung gestellt werden. Beantworte folgende Frage bis am 09.März 2015: Was weisst du über die Hethiter?     *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur zeitnahen und aktiven Teilnahme an der Leserunde in allen Leseabschnitten und Diskussionsunterthemen, sowie zum Schreiben einer Rezension verpflichtet. Also wenn ihr in den nächsten Wochen irgendwelche Verpflichtungen habt, überlegt euch eine Teilnahme gut. 

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  • Die Stadt der schweigenden Berge

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Themistokeles

    12. May 2015 um 09:41

    Alte Kulturen haben mich schon immer sehr fasziniert, vor allen Dingen die Hochkultur des alten Ägypten. Wenn man sich Informationen über diese Kultur such, schrammt man eventuell auch mal an den Hethitern vorbei, die bis heute eine allgemein noch eher unbekanntere Hochkultur hatten, die ich aber ebenso faszinierend finde. Von daher war ich extrem gespannt auf dieses Buch, nachdem ich erfahren habe, dass es unter anderem um die Hethiter gehen würde. Vor allen Dingen kann ich Carmen Lobato dafür loben, wie sie ihre Charaktere ausgebaut hat, ebenso, wie die Aufteilung des Romans, die ich einfach sehr gelungen finde. Vor allen Dingen auch die kleinen Rücksprünge in die Zeit der Hethiter finde ich sehr gelungen. Zum einen auch, da dort der Stil des Buches, wie die Leute sprechen etc. sich ein wenig ändert und dadurch einfach sehr gut auch zu einer so anderen Zeit passt und man zudem, noch mehr über ihre Kultur erfahren kann, als es in den anderen Abschnitten hätte sein können, da es so einfach noch spannender ist. Dazu kommt, dass der eigentlichen Handlung ehrlich an wenig fehlt, es gibt Intrigen, Romanzen, Spannung und auch durchaus einiges an Humor. Vor allen Dingen die Verständigungsschwierigkeiten zwischen Amarna und Arman sind einfach teils urkomisch, da sie sehr gern Sprichwörter und ähnliche Redewendungen nutzt, die Arman als nicht Muttersprachler doch des Öfteren etwas verwirren, was einfach zu komisch sein kann. Ich mag es auch einfach sehr gern, dass man wirklich ziemlich bis zum Ende noch einige Punkte hat, an denen man Rätseln kann, vor allen Dingen, warum es auch Amarna immer so sehr nach Hattûssa zieht, wieso aber andere Personen in ihrem Umfeld diese Gegend unter so großen Umständen meiden wollen. Dabei offenbart so mancher Charakter im Lauf des Geschehens Wesenszüge, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte, die sie aber wirklich auch sehr vielschichtig machen. Aber allein die Charaktere finde ich schon extrem gelungen, auch wenn ich Amarna in einigen Augenblicken echt verflucht habe, weil sie gleichzeitig so extrem naiv ist und neugierig, aber oftmals gar nicht wirklich Ahnung von der Welt zu haben scheint, da ihr Vater sie so sehr abgeschirmt hat, dass sie gar nicht versteht, wie das Leben eigentlich wirklich ist. Dabei ist es dann schön, dass ihr Arman als Gegenpart in dieser Geschichte gegenüber steht, da er einfach extrem viele Erfahrungen schon im Leben und mit der Welt machen musste und so ganz anders ist. Ein etwas dunkler Typ, den man aber einfach irgendwie mögen muss, weil einen guten Kern in ihm spürt man, so empfand ich es, den gesamten Roman über, deutlich. Dabei bin ich ehrlich immer wieder überrascht, wie liebenswürdig doch die anderen Charaktere, vor allen Dingen auch Paul, mit Amarna umgehen, da sie die Gefühle andere so oft gar nicht richtig bemerkt oder auch nur im geringsten bedenkt, aber es passt einfach zu ihr und gibt allem durchaus ein wenig Würze. Als sehr interessanten Charaktere habe ich auch Amarnas Mentor Merten empfunden, der durch die Geschichte hinweg einfach extrem viele Facetten der menschlichen Natur offenbar und bei dem ich vor allem seine Motive hinter den Taten letztendlich extrem interessant fand. Allgemein ein Buch, das sehr viel Inhalt bietet und vielschichtig ist, sogar so weit, dass es mir schwer fällt, wirklich darüber zu schreiben, dabei das zu sagen, was ich will und nicht ausversehen doch aber etwas zu verraten, das einem das Leseerlebnis schmälern könnte. Ich kann das Buch auf jeden Fall nur empfehlen, da man etwas über eine unbekannte Kultur lernt und zudem auch noch einen extrem spannenden, gut geschrieben Roman vor sich hat.

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  • Liebesgeschichte mit historischem Rahmen

    Die Stadt der schweigenden Berge

    anushka

    27. April 2015 um 22:47

    Berlin/Türkei, 1931: Die junge Amarna studiert Archäologie und ist fasziniert vom Volk der Hethiter. Als Tochter eines Archäologen interessiert sie sich besonders für das untergegangene Hattusa, fühlt sie doch durch Träume und ihre Familie eine besondere Verbindung zu dieser Ausgrabungsstätte. Um zu sich selbst zu finden und herauszufinden, was ihr Vater verschweigt, muss sie unbedingt eine Expedition nach Hattusa unternehmen. Zusammen mit ihrem Freund Paul macht sie sich auf den Weg in die Türkei, doch diese Reise wird alles verändern ... Ähnlich wie meine Zusammenfassung ist auch der Klappentext dieses Buches. Dabei entsteht die Erwartung, dass es sich bei "Die Stadt der schweigenden Berge" um einen historischen Roman handelt, der sich viel um Archäologie und das alte Hethiterreich drehen wird. Tatsächlich bildet der historische Aspekt jedoch eher den Rahmen für eine Liebesgeschichte um Amarna im Jahr 1931. Einige Rückblenden (in kursiver Schrift gehalten und dadurch deutlich erkennbar) versetzen zurück in die alte Hethiterzeit vor den Untergang von Hattusa und erzählen so die Geschichte der Stadt und der Ruinen, zu denen die Expedition reist. Ein weiterer historischer Schauplatz ist die Türkei zur Zeit des ersten Weltkriegs, der zwar nicht durch Rückblenden, jedoch aber durch die Erzählungen Betroffener geschildert wird: der Mord an den Armeniern. Dadurch bekommt das Buch noch einmal einen besonderen aktuellen Bezug, da sich dieses Ereignis dieses Jahr zum hundertsten Mal jährt und noch immer diskutiert wird, ob es als Völkermord bezeichnet werden darf. Durch die Betroffenheit einer der zentralen Figuren bringt die Autorin einem dieses Verbrechen besonders nah und macht seine Schrecken sehr nachfühlbar. Zentral ist jedoch die Liebesgeschichte, die nicht ganz einfach ist, da die männliche Figur viel durchgemacht hat und Menschen gegenüber entsprechend misstrauisch und feindselig ist. Das erfordert viel Geduld und Hingabe von Amarna und kann beim Lesen durchaus hin und wieder frustrieren, da vielleicht nicht jeder so viel Geduld aufbringt wie die Protagonistin. Außerdem ist die Liebe sehr leidenschaftlich und nicht immer ist die Blindheit oder Naivität von Amarna in ihrem Alter nachvollziehbar. Das habe ich mir jedoch während des Lesens damit erklärt, dass eine junge Frau Anfang Zwanzig in den 1930er Jahren wahrscheinlich wenig Erfahrung mit Männern hatte. Mich hat ihr Verhalten sehr an meine erste große Verliebtheit erinnert. Die Autorin schafft es, die Schauplätze und Charaktere zum Leben zu erwecken und das Buch liest sich flüssig und hat keine Längen. Gelungen fand ich, dass der Schreibstil zwischen "Gegenwart" (1931) und Antike tatsächlich variierte und es damit noch authentischer machte. Durch die vielen historischen Details bekamen die Szenen der Antike genau den Hauch Mystik, der dem damaligen Glauben wahrscheinlich anhaftete. Das ganze Buch ist niemals aus der jeweiligen historischen Rolle gefallen. Mein einziger Abzug bezieht sich auf die zentrale Stellung der Liebesgeschichte, wo ich gern mehr Historik gehabt hätte. Dies kann ich der Autorin selbst jedoch nicht anlasten, sondern sehe es eher als Problem des Klappentextes, der eine etwas andere Erwartung weckt. Wenn man sich jedoch bewusst ist, dass es sich bei diesem Buch vor allem um eine Liebesgeschichte mit historischem Rahmen handelt, ist "Die Stadt der schweigenden Berge" eine schöne Geschichte für kurzweilige und leidenschaftliche Lesestunden.

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  • Eine versunkene Kultur ein verdrängter Völkermord und eine dramatische Liebe

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Corsicana

    26. April 2015 um 17:51

    In diesem Buch wird die Geschichte einer versunkenen Kultur in drei Zeitebenen beschrieben: Einmal in der seit tausenden von Jahren vergangenen Zeit der Blüte von Hattusa. Dann in der Zeit kurz vor dem 1. Weltkrieg als sich eine Gruppe Archäologen zu Grabungen nach Hattusa aufmachen. Und dann im Jahre 1931, als eine junge Studentin der Altorientalistik sich ebenfalls auf den Weg nach Hattusa macht. Und  sich damit ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss. Verwoben wird die Geschichte mit dem Völkermord an den Armeniern, was eine gewisse Aktualität mit sich bringt, da dieses Thema derzeit sehr präsent in den Medien ist und immer noch ein Streitthema in der Türkei. Obwohl ich normalerweise nicht gerne historische Romane lese (wobei ich persönlich das vergangene Jahrhundert noch nicht als im strengsten Sinne historisch betrachte....) habe ich dieses Buch mit Begeisterung gelesen. Das liegt daran, dass die Autorin es sehr geschickt versteht, die Ereignisse in verschiedenen Zeitepochen miteinander in Bezug zu setzen und zu zeigen, wie die Geschichte unser aktuelles Leben bestimmt. Und so ist es auch bei der jungen Amarna, einer Studentin aus Berlin. Jung, intelligent, eine der damals noch seltenen weiblichen Studentinen, die sich auf den Weg nach Hattusa macht. Gegen den Willen ihres Vaters und mit Unterstützung eines Kommilitonen, der in sie verliebt ist geht sie ihren Weg und begegnet immer wieder einem geheimnisvollen Armenier - mit dem sie eine sehr besondere Geschichte verbindet.... Dieses Buch ist für mich Unterhaltungsliteratur auf hohem Level: Gut recherchiert, ich lerne ganz viel über Geschichte und auch schwierige Themen wie die traurige Situation der Armenier in der Türkei werden nicht ausgespart. Und dazu gibt es eine Liebesgeschichte, die nicht kitschig ist. Ich werde daher auch gerne die anderen Bücher dieser Autorin lesen. Und freue mich schon auf die Fortsetzung.

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  • Eine Reise in das für mich unbekannte Hattusa

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Biene759

    22. April 2015 um 12:16

    Inhalt: Berlin 1931: Die junge Amarna ist fasziniert von der Kultur der Hethiter und vor allem von deren alter, versunkener Hauptstadt. Sie träumt davon, selbst einmal dorthin zu fahren, und vertieft sich in die Lektüre der Schriften jener Zeit. Doch ihr Vater, ein Altorientalist, verweigert ihr die Reise, obwohl er die Leidenschaft seiner Tochter teilt. Was ist auf jener Expedition passiert, die ihn einst in die verlorene Stadt führte? Und warum spricht er nie von der Mutter, an die Armana kaum eine Erinnerung hat? Mit Hilfe ihres Freundes Paul, der Amarna schon lange liebt, gelingt es ihr schließlich, ihren Traum zu verwirklichen – der sich jedoch bald als Alptraum entpuppt. Meinung: Vorneweg: Carmen Lobato ist ein Pseudonym von Charlotte Lyne, deswegen bitte nicht wundern, falls ich in meiner Rezension von Charlie und nicht von Carmen spreche. Dass ich die Autorin samt ihren Büchern sehr gerne mag ist ja schon lang kein Geheimnis mehr. Deswegen hab ich mich schon sehr auf das Buch gefreut. Ich hab dieses Mal wieder eine Zeit lang gebraucht, bis ich ganz in der Geschichte war, aber ich könnte mir vorstellen, dass das auch daran lag, dass ich von Hattusa und den Hethitern noch nie vorher irgendwas gehört hatte. Und ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch von der Geschichte der Armenier, die hier mit im Vordergrund steht, vorher nichts wusste. Zu dem gab es auch noch eine schöne Liebesgeschichte. Für mich hat in dem Buch alles zusammengepasst und ich hatte das Gefühl, dass alles so passiert sein könnte. Alle Charaktere waren wieder sehr lebendig beschrieben. Ich konnte mir Personen und Schauplätze sehr bildlich vorstellen, fand den einen sympathischer als den anderen (wie im echten Leben ...) und freu mich schon auf ein Wiedersehen.

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  • Ein Stück vergessene Geschichte

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Buecherwurm1973

    21. April 2015 um 16:42

    Berlin 1930: Amarna Brandstätter studiert Altorientalistik und Archäologie. Sie ist fasziniert von der Keilschrift und den Hethiter. Nachts plagen sie Alpträume, die sich in Hattusa abspielen. Sie sind so real, dass sie sich sicher ist, dass sie eine Verbindung zu Hattusa hat. Sie möchte gerne dahin reisen. Aber ihr Vater verweigert ihr die Reise ohne irgendeine Erklärung. Mit der Unterstützung von Paul reist sie nach Istanbul, wo ihre Welt auf den Kopf gestellt wird. Carmen Lobato ist ein Pseudonym von Charlotte Lyne. Ich liebe ihre Bücher. Die Figuren sind liebevoll, lebendig und lebensnah ausgearbeitet. Das Thema ist immer sehr gut recherchiert. Dann fügt sie alles zu einer wunderbaren Geschichte zusammen. Immer wenn ich ihre Bücher zuklappe, habe ich das Gefühl „ja, so könnte es gewesen sein“. Das zentrale Thema in diesem Buch ist der Völkermord der Armenier. Die Autorin vermittelt dem Leser auf feinfühlige Art dieses Stück vergessene Geschichte. In verschiedener Art und Weise versuchen die Figuren die Erlebnisse dieses Ereignisses zu verarbeiten. Dies hat mich sehr berührt. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Stellenweise glaubt man sich in einem Liebesroman wiederzufinden. Ich habe die Umschreibungen der Liebe sehr gemocht. Sie waren keinesfalls kitschig. Ich freue mich auf den zweiten Teil. Leider muss man sich noch etwas gedulden. Dieser wird frühestens im Herbst 2015 erscheinen. Fazit: Ein Roman für das Herz und für die Lücke in der Geschichte.

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  • Eine tiefe, gefühlvolle Geschichte. Perfekt!

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Lesegenuss

    19. April 2015 um 17:05

    Zitat: "Drei Äpfel fielen vom Himmel: der erste für den, der erzählt, der zweite für den, der zugehört, der dritte für den, der verstanden hat. So schließen die meisten armenischen Märchen." (Ossip Mandelstam, "Die Reise nach Armenien") **************** Im Jahr 1931 in Berlin beginnt die Geschichte. Armana Brandstätter studiert Archäologie und arbeitet an ihrer Magisterarbeit über die Kultur der Hethiter. Vor allem interessiert sie sich für die vergangene Hauptstadt Hattusa. Je intensiver sie sich mit dieser Kultur auseinandersetzt, um so mehr spürt sie, dass sie nach Anatolien fahren muss, um vor Ort den Ausgrabungsort zu besuchen. Man muss bedenken, zu der damaligen Zeit gab es immer noch Vorurteile, wenn Frauen studierten. Erinnerungen an ihre Mutter hatte Armana so gut wie keine und über das Thema war mit dem Vater nicht zu reden. Armana widersetzt sich dem Willen des Vaters und fährt mit ihrem Freund Paul in die Türkei. Was sie dort erwartet und wie Vergangenes in ihr Leben greift, lässt sich in diesem bemerkenswerten Roman lesen. Es handelt sich um eine historische Geschichte, die ich so nicht erwartet hatte. Erinnerungen aus dem Unterricht über das ehemalige Weltreich der Hethiter waren so gut wie keine vorhanden, muss ich zu meiner Schande gestehen. In der Handlung geht es nicht nur um Armana und Paul, der Leser erfährt noch mehr. Sei es über den Völkermord an den Armeniern und der Königsfamilie aus dem Reich der Hethiter. Der Autorin gelingt es hervorragend, die Atmosphäre der jeweiligen Zeit einzufangen und zu vermitteln. Dabei hat man stets das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Die historischen Gegebenheiten sind gut recherchiert und durch die verschiedenen Blickwinkel spannend geschrieben. Der rote Faden zieht sich von Anfang bis Ende durch. Die Protagonisten sind alle wunderbar beschrieben, so dass man sich in die jeweilige Charaktere gut hineinversetzen kann. Kurzfassung: einfühlsam, authentisch, sehr intensiv und klar. Die Geschichte erzeugt beim Leser Emotionen und Gefühle, und mit jeder Seite die man liest, erhöht sich die Spannung, wie es denn weitergeht. Wer sich auf die Lesereise mit dem Roman "Die Stadt der schweigenden Berge" begibt, muss davon ausgehen, dass dies keine Lektüre für mal eben zwischendurch ist. Wieder ein Buch, welches ich kaum aus der Hand legen konnte - und das meine ich so! Der Schreibstil von Carmen Lobato liest sich hervorragend. Sie erzählt die Geschichte voller Emotionen, jederzeit fesselnd. Sie verwendet genau die richtigen Worte und darauf kommt es an. Das Cover ist wunderschön. Hier harmonisieren die warmen Rottöne, die Schrift mit den wenigen Gegenständen. "Die Stadt der schweigenden Berge" ist kein leichter Lesestoff, aber es lohnt sich allemal! Themen wie Mut und Hoffnung, Schicksal aber auch Erkenntnis für später, doch hauptsächlich sind es die Charaktere, die Handlung, ein Geheimnis, und und und … Es war wieder einmal nicht ganz einfach, über so ein exzellentes Werk eine Rezension zu schreiben. Wenn ihr mehr über den Inhalt erfahren wollt, finden sich diese schon anderweitig. Ich verzichte deshalb darauf. Für mich ist "Die Stadt der schweigenden Bücher" ein weiteres Lesehighlight in diesem Jahr. Wie soll das bloß weitergehen, wenn noch so viele Monate vor mir liegen? "smile"

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  • Eine zauberhafte Reise in eine andere Zeit

    Die Stadt der schweigenden Berge

    Kirschbluetensommer

    In den 1930er Jahren studiert Amarna, Tochter eines Archäologen, Archäologie in Berlin. Sie möchte ihre Doktorarbeit über den Gilgamesch-Epos schreiben. Im Rahmen ihrer Arbeit stößt sie dabei immer wieder auf die geheimnisvolle Stadt Hattusa, die eng mit ihrer Vergangenheit verknüpft zu sein scheint. Die Stadt lässt sie nicht los und so begibt sie sich gegen den Willen ihres Vaters und ihres Mentors auf eine Reise ins ferne Anatolien und damit auch auf eine Reise in ihre Vergangenheit, die weit in ihre Vergangenheit führen wird. Dieses neue Buch von Carmen Lobato hat mich in seinen Bann gezogen. Es ist spannend, aufrüttelnd und berührend zugleich. Die 30er Jahre und die Antike erwachen darin neu zum Leben und werden für den Leser des 21. Jahrhunderts greifbar. Dabei schreckt die Autorin auch nicht vor den unbequemen und grausamen Themen der damaligen Zeiten zurück. Eindrücklich schildert sie die Schrecken und Folgen des armenischen Genozids ihren Lesern - ein Völkermord, der im Geschichtsunterricht nur selten erwähnt wird und der bei vielen in Vergessenheit geraten sein dürfte wird dadurch wieder ins Gedächtnis gerufen. Aber nicht nur die Vergangenheit erwacht in diesem Buch zu neuem Leben, sondern auch zahlreiche orientalische Städte. Besonders gefallen haben mir die detailreichen Schilderungen von Istanbul und Ankara. Das Buch erweckte in mir die Lust darauf, selber mal in die Türkei zu fahren und die Städte selber zu erleben. Ich hatte beim Lesen die Gerüche in der Nase und hörte den Lärm auf den Straßen in meinem Kopf. Lesen ist in diesem Fall wirklich eine Reise im Kopf. Ein weitereres literarisches Highlight war für mich auch die Schilderung der Stadt Hattusa. Ich sah sie förmlich vor mir und ich war erstaunt darüber wie gut sie mit den Bildern auf Google übereinstimmten. Die Sprache des Buches ist kraftvoll, detailreich und poetisch. Ich konnte beim Lesen Zettel und Stift nicht aus der Hand legen - so viele Sätze gab es, die ich mir herausschreiben wollte. Hier nur zwei Beispiele: "Der Kuss war ihre Auster, in der nichts Platz fand als Innigkeit, Verlangen und Zärtlichkeit. Die Gewissheit zu zweit zu sein. Seine Lippen waren glatt und fest , er küsste wundervoll, und das Gefühl, sich immer närrischer in ihn zu verlieben, war ein Rausch. Aber das andere, das Gefühl, an der Wurzel mit ihm verschlungen zu sein, war nicht weniger stark." (S. 266) "Wenn Menschen in Not sind, beklagen wir uns oft bitter darüber, dass niemand ihnen hilft. Wenn sie aber Hilfe nicht annehmen wollen, was nützt dann die ganze Klagerei?" (S. 240) Besonders schön, dramatisch, aber auch sehr gefühlvoll hat die Autorin eine zauberhafte Liebesgeschichte in dieses Buch eingeflochten. Die Schilderung dieser außergewöhnlichen Liebesbeziehung stellt den Hauptteil des Buches dar. Sie ist aber so wunderschön erzählt, sodass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte. Und auch jetzt nach Beenden dieses Buches freue ich mich auf den Fortsetzungsband, den die Autorin ihren Lesern versprochen hat. Zwar ist die Geschichte in sich abgeschlossen, dennoch wirkt sie nicht auserzählt und bietet somit noch genug Stoff für einen weiteren Band, den ich keinesfalls verpassen möchte. Ein Charakter, der mich in diesem Buch besonders begeistert und fasziniert hat, war Arman. Die Autorin beschreibt ihn als einen Mann mit einem wunderschönen Gesicht, der bedingungslos lieben kann, mit seiner Liebenswürdigkeit überzeugt und dennoch durch seine dunkle Vergangenheit ein mysteriöses und dunkles Wesen hat. Vielleicht fand ich gerade dieses dunkle und geheimnisvolle in seinem Wesen so faszinierend. Mit ihm hat die Autorin definitiv keinen klischeeartigen Hauptcharakter geschaffen, sondern einen sehr vielseitigen und facettenreichen, der seinen Lesern bis zum Schluss Rätsel aufgibt. Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. In Gedanken bin ich an ferne Orte und in andere Zeitalter gereist und habe Abenteuer erlebt, faszinierende Charaktere getroffen und miterlebt wie sich zwei unterschiedliche Charaktere ineinander verlieben. "Die Stadt der schweigenden Berge" gehört damit definitiv zu einem meiner Lesehighlights in diesem Jahr. Daher bekommt das Buch ganz klar fünf Sterne von mir. Ich kann es nur allen Liebhabern von historischen Romanen und Liebesgeschichten weiterempfehlen!

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    • 3

    Bella5

    18. April 2015 um 12:04
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