Im Tal der träumenden Götter

von Carmen Lobato 
4,5 Sterne bei29 Bewertungen
Im Tal der träumenden Götter
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Positiv (27):
Moosbeeres avatar

Auch der zweite Band ist wieder absolut fesselnd und spannend. Jetzt hoffe ich, dass sich "Carmen" erbarmt und Band 3 schreibt ;)

Kritisch (1):
Goldammers avatar

nicht mein Geschmack!

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Inhaltsangabe zu "Im Tal der träumenden Götter"

Mexiko, Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und zufrieden lebt Katharina mit ihrem Mann und ihren Kindern auf ihrem Landgut. Sie lieben ihre beiden Töchter Josefa und Annavera, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch stets fühlt sich Josefa zurückgesetzt, glaubt, nicht dazuzugehören. Als sie einem zwielichtigen Großgrundbesitzer begegnet, verfällt sie ihm vom ersten Moment an. Kann Katharina ihre Tochter vor einem folgenschweren Fehler bewahren?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426509807
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:592 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    HelgaRs avatar
    HelgaRvor 5 Jahren
    Carmen Lobato - Im Tal der träumenden Götter

    Dieser zweite Teil beginnt über 20 Jahre nach dem ersten Teil und erzählt die Geschichte von einem Jahr, von 1888 bis 1889.

    Katharina und Benito Alvarez leben noch immer in Mexiko. Josefa die Tochter von Katharina feiert ihren 21. Geburtstag, fühlt sich aber immer gegenüber Anavera, der leiblichen Tochter Benitos, aufgrund ihres Aussehens zurückgesetzt und ungeliebt. Sie zieht sich von allem zurück und geht nach Mexiko-Stadt zu ihrem Stiefvater, um ein eigenständiges Leben zu beginnen.

    Benito ist nun Gouverneur und lebt hauptsächlich in Mexiko-Stadt. Er setzt sich vor allem für die Armen ein, was aber einigen nicht besonders gefällt. Vor allem Jaime, der Sohn des Großgrundbesitzers Felipe Sanchez Torrija, hat es auf die Einheimischen abgesehen, die für ihn nur Wilde sind. Leider ist er noch dazu der Nachbar von Katharina auf El Manzanal. Und ausgerechnet Josefa lernt ihn kennen und verliebt sich in ihn. Benito hat nun einen sehr schweren politischen Stand, weil Jaime über Josefa versucht, in bloßzustellen und zu beleidigen.

    Obwohl es nur ein Zeitraum von einem Jahr ist, ist die Geschichte vollgepackt mit Überraschungen und vielen Wendungen. Die Seiten, in sehr schöner Sprache geschrieben, fliegen nur so dahin, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Personen sind einem bereits vertraut und mit viel Liebe und Intensität dargestellt, man lebt, leidet und freut sich mit ihnen. Sehr gut recherchiert und wieder wunderbar mit eingeflochten die Situation in Mexiko zu dieser Zeit. Abgerundet wird das Buch noch mit einem herrlichen Cover und am Ende findet man noch ein Glossar und ein Personenverzeichnis.

    Ein würdevoller Nachfolger und von mir aus könnte es auch noch einen dritten Teil geben.

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    Nina2401s avatar
    Nina2401vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein großartiges Porträt einer Familie im Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts!
    Große Gefühle in Mexiko

    Sehr atmosphärisch erzählt Carmen Lobato nicht nur eine großartige Familiengeschichte sondern beleuchtet auch die politischen Hintergründe sehr detailliert. Damit zeichnet sie ein glaubwürdiges Bild dieser mexikanischen Familie und ihrem Land und lässt mich eintauchen in eine mir unbekannte Zeit in einem exotischen Land. Was vom Klappentext her so schön klingt, ist in Wahrheit ganz anders. Deshalb kann ich wieder einmal nicht verstehen, warum solche Bücher so kitschige Titel bekommen.

    Denn Kitsch sucht man in diesem erstklassigen Buch vergeblich. Sehr stimmungsvoll fängt Carmen Lobato das Lebensgefühl der damaligen Zeit ein. Die Tragödien, das Leid, aber auch die Lebensfreude und natürlich die Liebe schildert sie in ihrem sehr dichten und farbenprächtigen Schreibstil am Beispiel der Familie Alvarez. Die „glückliche“ Familie wird durch immer neue Ereignisse auf eine harte Probe gestellt. Die Unterschiede zwischen dem Leben auf dem Land und in der pulsierenden Stadt werden sehr deutlich dargestellt und passen sehr gut zu der Gegensätzlichkeit der beiden Schwestern Josefa und Anavera, die oft im Mittelpunkt des Geschehens stehen.

    Das Buch ist in fünf Teile gegliedert und jeder Teil beginnt mit einem sehr stimmigen Zitat. Am Ende war ich überrascht, dass nur ein Zeitraum von eineinhalb Jahren vergangen war, es kam mir viel länger vor. Denn diesen Zeitraum hat Carmen Lobato mit so vielen Ereignissen gefüllt. Es war spannend, es war traurig und manchmal musste ich den Kopf schütteln, weil ich nicht verstehen kann, wie Menschen so sich so erniedrigen und demütigen lassen können. Da war mir mitunter zu viel Leidensfähigkeit, zu wenig Selbstbewusstsein, zu viel Selbstaufgabe. Das ist mein einziger Kritikpunkt. Gleichzeitig zeigt die Autorin so viele Facetten ihrer Hauptfiguren. Wen ich eben noch faszinierend fand, den habe ich im nächsten Moment verachtet, um ihn dann etwas später wieder zu bewundern.

    Das zentrale Thema ist die Liebe, die verbotene, die leidenschaftliche, die verzweifelte, die bedingungslose Liebe. Carmen Lobato zeigt dem Leser sehr viele Facetten und ich finde es genial, dass sie nicht in Gefühlsduselei verfällt. Sie verdeutlicht eher wie viel Schmerz sich Menschen gegenseitig aus Liebe zufügen.

    Ich bin beeindruckt von ihrem opulenten Schreibstil, der ohne Füllsätze und unnötige Abschnitte auskommt. Der Erzählstil ist so dicht und die Geschichte so vielschichtig, dass ich immer mal wieder pausieren musste, um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Hinter jeder Seite lauerte eine neue Überraschung und selbst das Ende hatte ich so nicht erwartet.

    Ein großartiges Porträt einer Familie im Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts!

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    GetReadys avatar
    GetReadyvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweiliger Frauenroman mit möglichen Nebenwirkugen. Reiselust, politische und menschliche Erkenntnisse nicht ausgeschlossen.
    Törichte Liebe, in politisch brisanten Zeiten

    Ein Familienroman, ein Frauenroman, ein historischer Roman, wobei der Frauenanteil deutlich überwiegt.

    Im Mexiko des ausgehenden 19. Jahrhunderts werden politische Weichen gestellt, die bis heute Auswirkungen auf das Leben der mexikanischen Bevölkerung haben. Ein ehemalig „demokratischer“ Revolutionär, festigt seine Macht als Präsident,so daß er bald Diktator ist. Besonders die Konflikte zwischen arm und reich, indigener Bevölkerung und „weißer“ spanisch stämmiger Großgrundbesitzer und politischer Elite werden geschildert.

    Mitten in diese Zeit der Machtkämpfe und Interessenkonflikte gerät die Familie von Katharina und Benito. Benito ist Indio, ein alter Kampfgefährte des Präsidenten, und Gegner dessen politischer Pläne. Er wird vom Präsidenten quasi als Geisel in Mexico-City gehalten, so daß er sich weder um seine Familie, das Landgut noch seine Pflichten als Govenor von Querétaro kümmern kann.
    Doch die eigentliche Hauptperson des Romans ist seine älteste (nicht leibliche) Tochter Josefa, die aus ihrer Andersartigkeit Anlaß zieht, sich rachsüchtig kindisch in eine fatale Liebe zu steigern.

    Ich habe aus vielen Gründen so lange gebraucht eine Rezi für diesen Roman zu schreiben.
    Einer davon ist, daß ich nicht recht wußte, wie ich ihn bewerten soll.

    Das Buch ist meiner Ansicht nach, kein wirklicher Familienroman, sondern teilweise eine kitschige Liebesschmonzette, in einer Art geschrieben, wie ich es nicht mag.
    Mich interessierten andere Personen des Romans, die politisch aktiv waren, viel mehr, als dieses verzogene Gör.
    Weshalb das Buch von mir subjektiv eine relativ schlechte Bewertung bekäme, denn die Familienromane, die ich liebe, sind von Autoren, wie Marquez, Mann, Rushdie, Irving etc..
    Deren Familienromanen kann dieses Buch nicht das Wasser reichen, nur soll es das, glaube ich, auch gar nicht.

    Kann die Autorin etwas dafür, daß der Verlag nicht mit „Frauenroman“ labelt? Nein!

    Wenn ich das Buch also als Frauenroman bewerte, dann ist es einer der besten, den ich je gelesen habe.

    Der Roman ist absolut zielgruppen-paßgenau geschrieben, ohne deswegen auf all zu plumpe Schablonen zurückzugreifen.
    Sprachlich ist er er einfach, ohne anspruchslos zu sein, vor allem ohne die schlimmen Patzer der Massenware diesen Genres. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, verdient dieser Umstand wegen der allgemeinen Schlamperei der Verlage ein Sonderlob.

    Die Figuren sind sehr lebendig, meist auch überzeugend. Die Landschaften sind so geschildert, daß sie sofort Sehnsucht wecken.

    Carmen Lobato läßt ihr historisches Detailwissen und ihre tollen Kenntnisse über das Land wundervoll in die erzählte Geschichte einfließen. Auch hiermit geht sie weit über das hinaus, was man üblicherweise in solchen „seichten“ Unterhaltungsromanen zu lesen bekommt.
    Ein großes Kompliment, wie sie mit relativ leichter Hand komplizierte politische Details in die Erzählung integriert und damit die typischen Leser solcher Romane auch ein bisschen fordert, vielleicht sogar zu eigenene Recherchen anregt. Das finde ichgroßartig.
    Und deshalb vergebe ich, obwohl es kein Buch nach meinen Geschmack ist, die volle Sternenzahl.

    Kommentare: 2
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    allegras avatar
    allegravor 5 Jahren
    Farbenprächtiges Mexiko im 19. Jahrhundert

    Im Tal der träumenden Götter

    Inhalt

    Mit „Im Tal der träumenden Götter“ setzt Carmen Lobato die Geschichte von Benito und Katharina Alvarez Lutenburg aus „Im Tal der gefiederten Schlange“ fort. Das Buch setzt etwa 30 Jahre nach dem ersten Teil ein. Man begegnet zahlreichen Personen aus dem ersten Band, kann aber die Geschichte auch für sich lesen, da alle Figuren sorgfältig eingeführt werden.
    Katharina lebt mit ihren Kindern Vicente, Anavera und Josefa auf einer Ranch mit Kaffeeplantagen und Pferdezucht fern ab der des städtischen Hektik. Benito ist inzwischen Gouverneur von Querétaro und lebt den größten Teil des Jahres getrennt von seiner Familie in Mexiko Stadt.

    Josefa wird volljährig und ist vom Gedanken beseelt, Journalistin zu werden. Sie beschließt ihre ländliche Heimat zu verlassen und in Mexiko Stadt ihr Glück zu suchen, wo sie erst bei ihren Verwandten, den Hartmanns wohnt und später in eine eigene Wohnung zieht. Als Kind vom Lande ist sie schwer beeindruckt vom hektischen Getriebe der Großstadt. Sie lernt einen gefährlichen Mann kennen, der Benito vernichten will, verliebt sich in ihn und verliert darüber auch zeitweilig ihren gesunden Menschenverstand und die Loyalität zu ihrer Familie.


    Meine Meinung

    Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, hatte aber keinerlei Verständnisprobleme bei dieser wunderschönen, farbenprächtigen und gefühlvollen Familiensaga. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, durch die man die Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen der Hauptfiguren leicht nachvollziehen kann. Durch die wechselnden, sehr anschaulich beschriebenen Schauplätze wird die Spannung hoch gehalten.

    Das Buch handelt aber nicht nur von den Sonnenseiten des Lebens. Die Autorin stellt auch die schlechten Lebensbedingungen der Bevölkerung in den Slums von Mexikostadt sowie das harte Leben der Landarbeiter, die ausgenutzt und sogar ausgepeitscht werden, sehr eindringlich dar.

    Das politische Klima von Mexiko, das stark geprägt ist durch Korruption und Willkür, wird am Beispiel von Journalisten, die nur aufgrund ihrer unbequemen Meinung eingesperrt werden, dem Leser sehr glaubhaft näher gebracht.
    Aber natürlich darf man sich auch an schönen Landschaften erfreuen. So hat mir eine Fahrt durch den Dschungel von Yucatán zu einer Ausgrabungsstätte der Mayas ganz besonders gut gefallen.

    Auf die Irrungen und Wirrungen, die die Liebe unter den Figuren anrichtet und wohin sie führt, möchte ich nicht weiter eingehen. Aber es kommt auf jeden Fall Spannung auf und die Geschichte nimmt einige unerwartete Wendungen.

    Diesem sehr flüssig zu lesenden Buch spreche ich gerne eine Lesempfehlung aus für Liebhaber von Liebesgeschichten mit exotischer und etwas historischer Würze.

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    Biene759s avatar
    Biene759vor 5 Jahren
    Für ohne dich ist es immer irgendwann zu spät

    Klappentext

    Auf der Suche nach den Wurzeln...Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und zufrieden lebt Katharina mit ihrem Mann auf ihrem Landgut. Sie lieben ihre beiden Töchter Josefa und Annavera, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Stets fühlt sich Josefa zurückgesetzt, glaubt nicht dazuzugehören. Als sie einem zwielichtigen Großgrundbesitzer begegnet, verfällt sie ihm vom ersten Moment an. Kann Katharina ihre Tochter vor einem folgenschweren Fehler bewahren?

    Meine Meinung
    Ich kann dieses Buch nur empfehlen!Auch wenn ich mir die ersten paar Seiten und Anfangs auch mit den Namen (allerdings ist hinten im Buch ein sehr hilfreiches Namensverzeichnis), vielleicht weil sie teils Spanisch/Mexikanisch und so überhaupt nicht geläufig sind, schwer getan habe. Die Geschichte ist absolut wunderbar. Man erfährt von der Geschichte Mexikos und auch von den Verhältnissen zwischen arm und reich, was ich sehr interessant fand. Das ist schön ins Buch eingearbeitet. Die Charaktere sind alle sehr schön ausgearbeitet, da ist mit Sicherheit mindestens einer dabei den man ins Herz schließt - den einen früher als den anderen. Außerdem sind immer wieder Wendungen eingebaut mit denen man nicht rechnet - es wird also garantiert nicht langweilig.Eigentlich muss man sich von dem Buch mit seinen knapp 600 Seiten viel zu früh schon trennen. Ich wär gerne noch länger in dieser Welt geblieben.

    Vielen Dank liebe Carmen/Charlie für dieses wundervolle Buch und auch nochmal für meinen Lieblingssatz :-)
    Und vielen Dank auch für die Leserunde, es war so schön mit euch allen :-)

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    Irves avatar
    Irvevor 5 Jahren
    *+*+* Mexiko im 19. Jahrhundert *+*+*

    *+ Mexiko im 19. Jahrhundert+*

    Kurzbeschreibung:
     Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und zufrieden lebt Katharina mit ihrem Mann und ihren Kindern auf ihrem Landgut.
    Sie lieben ihre beiden Töchter Josefa und Annavera, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Stets fühlt sich Josefa zurückgesetzt, glaubt nicht dazuzugehören. Als sie einem zwielichtigen Großgrundbesitzer begegnet, verfällt sie ihm vom ersten Moment an. Kann Katharina ihre Tochter vor einem folgenschweren Fehler bewahren?

    Meine Zusammenfassung:
    Die Familie Alvarez lebt auf ihrem Gut im Mexiko des 19. Jahrhunderts. Die Menschen dort versuchen den dortigen Frieden im immer mehr im Chaos versinkenden Land aufrecht zu erhalten, was immer schwieriger wird.
    Die Schere zwischen Arm und Reich klafft erschreckend weit auseinander. Viel schlimmer als die Armut ist für diese Menschen allerdings die Behandlung durch die Weißen.
    Als Probleme aufkommen, die auch die Familie auf dem Gut betreffen, nehmen die Dinge ihren Lauf. Nichts ist mehr wie es ist, vieles ist anders als es scheint. Einige Probleme werden gelöst, andere nicht.

    Das Cover:
    Das Buch ziert eine wunderschöne Landschaftsaufnahme, die vermutlich in Mexiko entstanden ist. Wir sehen ein Tal, durch das sich ein Fluss schlängelt, flankiert von saftig grün bewachsenen Berghängen....Das „Tal der träumenden Götter“ halt.

    Meine Meinung:
    Obwohl das Buch fast 600 Seiten hat, bin ich fast hindurch geflogen und war ein bisschen traurig, als ich es zuschlagen musste.
    Ein bisschen schwer kam ich in die Geschichte, denn es werden ziemlich viele Personen an verschiedenen Orten erwähnt, die durch familiäre, freundschaftliche, gesellschaftliche oder politische Verbindungen miteinander verstrickt sind. Als ich das Buch ausgelesen hatte, entdeckte ich im Anhang ein Personenverzeichnis, was seinen Zweck besser am Anfang des Buches erfüllt hätte.
    Ansonsten liest sich die Geschichte sehr gut und am Ende des Romans merkte ich, dass ich doch neben dem Familienschicksal so einiges über das Mexiko der damaligen Zeit gelernt habe.
    Erschreckend realistisch schildert die Autorin die politischen Machtverhältnisse. Wer kein weißes Blut in sich trägt, wird sofort abgestempelt, ist nichts mehr wert und wird, falls er überhaupt Beachtung findet, nur ausgenutzt und dann fallen gelassen.
    Ich fand es ganz schrecklich, wie willkürlich manche Dinge gehandhabt wurden, getreu dem Motto: Wenn mir deine Nase nicht gefällt und du keinen überzeugenden Fürsprecher hast, hast du leider verloren. Diese Willkür erfuhren leider auch Familienmitglieder bzw. Freunde der Familie. Dadurch, dass man die betroffenen Menschen durch die vorherigen Schilderungen schon ein wenig kennen gelernt hatte, fieberte ich mit und hoffte, dass sie sich irgendwie aus den Klauen der Macht befreien können. Wie die Familie und die Freunden mit diesen Schicksalen umgeht ist sehr detailliert beschrieben und es ist sehr interessant zu erfahren wie manche Menschen in verschiedener Gesellschaft ihr Verhalten und ihre Ansichten ändern können und somit das Leben vieler anderer beeinflussen.
    Mexiko-City wird, wie so vieles andere auch, sehr lebhaft und plakativ geschildert. Bei der Beschreibung der Armenviertel rümpfte ich unbewusst die Nase, so gut konnte ich mich dort hineinversetzen. Auch die Beschreibung der mexikanischen Stadt, der Feste und der alten Kulturstätten gefielen mir sehr gut, allerdings hätte ich sehr gerne mehr solcher „kulturellen Einschübe“ gelesen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Das Tal lädt nicht nur Götter zum Träumen ein: Ein toller Roman, aus dem ich viel zu schnell aufgewacht bin.
    Eine Zeitreise ins Mexiko des 19. Jahrhunderts

    "Im Tal der träumenden Götter" ist die Fortsetzung des Romans "Im Land der gefiederten Schlange"; jedoch ist es nicht notwendig, den ersten gelesen zu haben.

    *INHALT*
    Katharina, Frau des Governeurs von Querétaro, lebt 1888 mit ihren drei Kindern auf ihrem Landgut; ihr Mann Benito hat in Mexiko-Stadt alle Hände voll damit zu tun, den Präsidenten Porfirio bei Laune zu halten.
    Als während Josefas Geburtstagsfeier ihre jüngere Schwester ihre Verlobung bekannt gibt, flüchtet sie erbost in die Hauptstadt, wo sie prompt dem gerissenen und manipulativen Großgrundbesitzer Jaime in die Arme läuft. Der "Barbar" Benito war Jaime schon immer ein Dorn im Auge und er wittert seine Chance, ihm über seine naive Tochter eins auszuwischen.
    Inmitten der politischen und gesellschaftlichen Intrigen nehmen die Dinge ihren Lauf - und auch auf dem Land spitzt sich die Lage dank Jaimes machtbesessenen Vaters zu..

    *MEINE MEINUNG*
    Dies war mein erster Roman von Charlotte Lyne, die hier unter einem Pseudonym veröffentlicht hat. Doch es wird definitiv nicht mein letzter bleiben.

    Mir gefällt der Schreibstil der Autorin; er lässt sich sehr flüssig lesen und die Seiten flogen oftmals nur so dahin - trotz seiner knapp 600 Seiten ist der Roman erstaunlich kurzweilig.
    Carmen alias Charlotte erzählt aus der Sichweise der Hauptpersonen, durch die wechselnden Perspektiven erschließen sich dadurch die Gedanken und Beweggründe der einzelnen Charaktere und verleihen diesen Tiefgang und Hintergrund. Durch diese intensive Betrachtung macht es Spaß, die Figuren dabei zu beobachten, wie sie sich entwickeln und Wandlungen durch machen.

    Die Szenerie in Mexiko wird liebevoll beschrieben, vor allem auch die Ausführungen über Chichén Itzá gefielen mir sehr gut und ließen mich vollends in die Zeit eintauchen. Überhaupt gelingt es der Autorin sehr gut, die Handlung mit dem Schauplatz zu verknüpfen, sodass sich keine seitenlangen, langwierigen Beschreibungen ergeben, die leider oftmals in historischen Romanen zu finden sind.

    Ich ziehe einen Stern ab, für Kleinigkeiten, die mir nicht ganz rund erschienen, doch das ist Meckern auf höchstem Niveau.
    Fans historischer Romane, die sich gerne in ferne Länder aufmachen, werden hier in jedem Fall auf ihre Kosten kommen, und denen kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

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    Gelindes avatar
    Gelindevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Roman, bei dem man beim Lesen der Gegenwart entflieht und sich in Mexiko im 19. Jahrhundert wiederfindet.
    Im Tal der träumenden Götter

    Im Tal der träumenden Götter von Carmen Lobato.

    Gleich vorne weg: ein wunderbarer historischer Roman, der von mir volle Punktzahl (mit Sternchen) erhält und den ich kaum aus den Händen legen wollte. Die Spannung und sein besonderer Charme reichten von den ersten bis zu den letzten Seiten.
    (Ich freue mich schon darauf den 1.Band zu lesen, den ich mir schon gekauft habe : Im Land der gefiederten Schlange)

    Der Roman spielt Ende des 19 Jahrhunderts in Mexiko.
    Es werden sowohl die wunderschönen Landschaften beschrieben wie auch das unwahrscheinliche Elend in den Slums von Mexiko-City wie Veracruz.

    Inhalt:
    Josefa lebt mit ihrer Familie (ihrer deutschstämmigen Mutter, ihrem Indio-Stiefvater-der Gouverneur ist und zu dem fast die ganze Gesellschaft aufschaut- sowie ihren beiden Halbgeschwistern), auf einem wunderschönen Landgut.
    Sie fühlt sich immer schon als Außenseiterin in ihrer Familie, was von ihrem Aussehen, da sie einfach blond und hellhäutig ist, Elfengleich, und von der Tatsache bestimmt ist, dass sie einen anderen Vater hat, um den trotzt allem Wissen ein Geheimnis gemacht wird.
    Ihre Wurzeln reichen bis ins ferne Tirol, was auch noch einen Einfluss auf das Geschehen haben wird.
    An ihrem 21. Geburtstag beschließt sie in die Stadt zu ziehen.
    Dort trifft sie auf den wunderschönen, aber menschenverachtenden Jamie Sanchez Torija, Sohn eines genauso brutalen Großgrundbesitzers.
    Josefa verliebt sich in ihn und schlägt alle Warnungen in den Wind.
    Doch auch Jamie hat eine dunkle Vergangenheit.
    Dass diese Verbindung nicht gut gehen kann ahnt man schon.

    Meine Meinung:
    Ein wunderbares Buch. Der Schreibstil ist so flüssig, es liest sich fast wie von selbst, da stören mich auch die mexikanischen Namen nicht.
    Jeder Charakter ist sehr schön und individuell ausgearbeitet, ich hatte von jeder Person sofort ein eigenes Bild vor meinen Augen.
    Es ist unwahrscheinlich und toll wie glaubwürdig die Entwicklung der Charaktere ist.
    Auch die Beschreibungen der Städte :die Slums entsprechend entsetzlich und die Landschaften war wunderschön. -- Reinstes Kopfkino.
    Allem voran die Beschreibung im Dschungel, als sie auf das gerade entdeckte Chinchén Itzá stoßen. --Herrlich !!
    Auch die Menschen und ihr familiäres Umfeld werden sehr gut beschreiben, dabei kommt die Politik, so wie das soziale Umfeld auch zur Sprache, aber zum Glück nur so dezent, dass es die eigentliche Geschichte nicht überlagert.

    Wie gesagt, dies ist der 2.Band, aber man kann diesen ohne Probleme auch alleine lesen, wie man an meiner Faszination sehen kann.

    Carmen Lobato (alias Carlotte Lyne) ist eine sagenhafte und faszinierende Familiensaga gelungen.






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    CHRISSYTINAs avatar
    CHRISSYTINAvor 5 Jahren
    Rezension zu "Im Tal der träumenden Götter" von Carmen Lobato

    Zum Inhalt:

    Mexiko, Ende des 19. Jahrhunderts: Katharina und Benito leben mit ihren Kindern auf einem großen Landgut. So friedlich und idyllisch es auf ihrem Anwesen auch wirkt - sie leben in gefährlichen, turbulenten Zeiten. Denn Benito ist Indio und Gouverneur. Und für einen "Wilden" wie ihn ist es sehr schwer, seinen Posten zu halten. Denn er hat mächtige Feinde, die am liebsten alle Dunkelhäutigen tot wüssten. Allen voran ein reicher, brutaler  Großgrundbesitzer. Als sich Katharinas und Benitos älteste Tochter Josefa in dessen Sohn verliebt, scheint alles verloren. Denn der junge Mann benutzt Josefa, um Benito einen niederschmetternden Schlag zu versetzten. Gleichzeitig wird Benitos Neffe inhaftiert, weil er in einer Zeitung kritische Artikel zu in der Stadt herrschenden Missständen veröffentlicht hat. Ihm droht der sichere Tod.

    Werden Katharina und Benito all diese Probleme meistern können, ohne daran zu zerbrechen?

    Meine Meinung:

    Carmen Lobato ist ja bekanntlich das Pseudonym für die grandiose Schriftstellerin Charlotte Lyne. Und Charlotte Lyne steht für Wortgewalt, Tiefe und ausgefeilte, unverwechselbare Charaktere. Auch mit diesem Buch macht sie ihrem Namen wieder alle Ehre. Es strotzt nur so vor wunderschöner Sprache und fesselnden Landschaftsbeschreibungen. Der Spannungsbogen so ist genial ausgearbeitet, sodass man es eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen kann.

    Mein Fazit:

    Wer Charlotte Lyne mag, wird Carmen Lobato lieben! ;)

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    mamamal3s avatar
    mamamal3vor 5 Jahren
    Liebe, Politik und Fernweh

    Im Roman geht es um die Geschehnisse einer Familie in Mexiko. Die Mutter Katharina, eigentlich Deutsche und ihr Mann Benito, Mexikaner, leben zeitweilig örtlich getrennt. Er ist wegen seiner beruflichen, politischen Kariere in der Hauptstadt, Mexico City, während sie sich einige Stunden Fahrt entfernt alleine um die familieneigene Kaffeepflücker-Plantage kümmert. Da wird geliebt, gehasst, entbunden, gereist und nebenbei gegen die drohende Diktatur gekämpft. Außerdem werden skurrile Charakter gezeigt, die es zu entdecken gilt. Meine Schwierigkeiten hatte ich zunächst mit den vielen spanischen oder mexikanischen Namen- vielleicht auch, weil ich den Vorgänger-Band nicht kannte. Doch als ich über das Namensverzeichnis hinten im Buch aufgeklärt wurde, fiel es mir leichter. ;-) Die Geschichte liest sich flüssig, sowie spannend und nimmt so manch andere Wendung, als zunächst gedacht,... :-)

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Buecherwurm1973s avatar

    Charlotte Lyne hat unter dem Pseudonym Carmen Lobato den Roman „Im Tal der träumenden Götter“ veröffentlicht. Diesmal geht’s nach Mexico. Eine atmosphärische und atemberaubende Familiensaga rund um Katharina, ihren Mann und ihren Kindern. Wenn dich die Kurzbeschreibung neugierig auf mehr macht, bewirb dich auf eines der 10 Freiexemplare, die der Verlag Droemer Knaur   zur Verfügung stellt.

    Kurzbeschreibung:

     Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und zufrieden lebt Katharina mit ihrem Mann und ihren Kindern auf ihrem Landgut.

    Sie lieben ihre beiden Töchter Josefa und Annavera, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Stets fühlt sich Josefa zurückgesetzt, glaubt nicht dazuzugehören. Als sie einem zwielichtigen Großgrundbesitzer begegnet, verfällt sie ihm vom ersten Moment an. Kann Katharina ihre Tochter vor einem folgenschweren Fehler bewahren?

     

    Wenn ihr mehr über Katharina und ihre Familie erfahren wollt, beantwortet bis am 21. April 2013 folgende Frage:

    Was fasziniert euch an Familiensagas?

     

    Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr Zeit und Musse für die Leserunde habt. Ihr lest das Buch möglichst zeitnah, beteiligt euch an der Leserunde und schreibt am Ende eine Rezension.

     

    GetReadys avatar
    Letzter Beitrag von  GetReadyvor 5 Jahren
    Was lange währt wird gut;-) ich habe so mit mir gehadert, aber hier ist die Rezi, mit auch für mich überraschender Bewertung http://www.lovelybooks.de/autor/Carmen-Lobato/Im-Tal-der-tr%C3%A4umenden-G%C3%B6tter-976008744-w/rezension/1043621184/ Danke für das Leseexemplar und vor allem für den wundervollen Austausch zwischen Charlie und ihren Lesern. Charlies ungefilterte Kommentare, Anmerkungen und Anregungen machten mir große Freude. Schön fand ich auch, wie ernst sie ihre Leser nahm. Ich habe ja immer noch still mitgelesen, wenn zwischendurch mal Zeit war.
    Zur Leserunde

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