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Carmen_Mayer

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Wer möchte gern einem historischen Roman mit kriminellem Vordergrund auf die Schliche kommen? Oder einem Kriminalroman mit historischem Hintergrund? Die Rose von Angelâme ist dazu bestens geeignet.
Zwei Menschen sterben. Unfall? Mord? Ein Versicherungsspezialist wird stutzig, als er die Akten zur Versicherung eines Gemäldes in die Hand bekommt. Unversehens taucht er in die Geschichte der Dame im roten Kleid auf dem Bild ein. Zusammen mit einer Freundin der beiden Toten gerät er mitten in das tödliche Geheimnis der Rose von Angelâme, das sich seit Jahrhunderten durch die Geschichte zieht.
Der Verlag edition oberkassel verlost 10 Exemplare des Buches unter allen, die einen Kommentar zum Buchtitel abgeben.
Ich freue mich auf eine Leserunde mit euch und drücke allen Mitmachern die Daumen!

Autor: Carmen Mayer
Buch: Die Rose von Angelâme

romantic devil

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich würde gerne mitlesen. Ich mag historische Kriminalromane.

Carmen_Mayer

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen
@romantic devil

Okay, dann schreib deine Meinung zum Titel des Buches, und schon bist du im Lostopf ;)

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Carmen_Mayer

vor 4 Jahren

Schluss - Fazit
@LieLu

Neue Erkenntnisse ringsrum. DAS nenne ich Urlaub! :D Für alles andere könntest du dich auch auf den Balkon legen ;)

Gela_HK

vor 4 Jahren

Zweiter Teil - 14. Jahrhundert
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Leider musste ich ein wenig aussetzen mit dem Lesen, weil der Historische Teil doch volle Aufmerksamkeit verlangt und so locker Nebenbeilesen nicht geht.
Albert verläßt seine Frau mit der Gewissheit, sie der Folter und dem Tod zu überlassen. Sein Glaube an die Sache muss unendlich groß sein. Die Verzweiflung darüber wurde toll geschildert. Ich bin gespannt wie es mit dem Kinder weitergeht.
Das Schicksal der Templer ist ja hinreichend bekannt und wurde hier noch einmal deutlich hervorgehoben. Zum Glück konnten einige in Schottland aufgenommen werden.
Pierre wächst über sich hinaus, als er dem Richter gegenübertritt. Sehr mutig. Endlich wird im klar, was seine Aufgabe ist

Carmen_Mayer

vor 4 Jahren

Zweiter Teil - 14. Jahrhundert
@Gela_HK

Ich freue mich, dass du den Einstieg wieder gefunden und dir so viele Gedanken gemacht hast.
Pierre ist eine 'Figur', an der ich ziemlich viel gearbeitet habe. Ich wollte ihn von dem Jungen, den man übers Ohr gehauen und klein gehalten hat, der sich in den Diensten des Königs zunächst verunsichern lässt und mit der Enttäuschung fertigwerden muss, bei den Templern nicht aufgenommen zu werden, zu einem Menschen entwickeln, der im entscheidenenden Augenblick seinen Mann steht. Dazu musste er einiges durchstehen, an dem er wachsen oder zerbrechen würde. Er hat seinen Weg mit viel Energie verfolgt und seine Aufgabe letztendlich gefunden, wie du sehr richtig siehst. Wer Augen hat ... :D

LieLu

vor 4 Jahren

Schluss - Fazit
@Carmen_Mayer

So sehe ich das auch, das muss beim Urlaub schon dabei sein :D

Carmen_Mayer

vor 4 Jahren

Schluss - Fazit

Gela_HK

vor 4 Jahren

Schluss - Fazit
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Vielen Dank für dieses interessante Abenteuer. Die Rose hat mich mit in die Vergangenheit genommen.
Hier meine Rezi:
http://www.lovelybooks.de/autor/Carmen-Mayer/Die-Rose-von-Angel%C3%A2me-618771085-w/rezension/1063061350/

und amazon

Alexander_Bally

vor 3 Jahren

Schluss - Fazit
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Zunächst muss ich mich für meine Saumseligkeit entschuldigen.

Es gibt keine Entschuldigung. Nur ein halbes Dutzend oder mehr Erklärungen, die ich aber uns allen ersparen will.

Nun also aus einer gewissen Rückschau die weitere Beurteilung der Rose von Angelâme. Was blieb also im Gedächtnis und prägte sich ein?

Nach ein paar verzeihlichen Längen im Einstieg konnte der erste Teil der Rahmenhandlung in der Gegenwart voll überzeugen. Es wurden Geheimnisse entdeckt, aber nicht gelöst, die Figuren waren lebendig und in ihrer Funktion gut charakterisiert: Der böse Daniel war schön fies, die Guten, Simon und Christina, waren gradlinig und sympathisch, aber nicht überzeichnet. Sie alle wirkten lebendig und aus sich selbst heraus stets gut motiviert. Das Rätsel dreht sich um ein sonderbares Bild und um die seltsamen Tode der Eltern der kleinen Marie-Rose, dem Adoptivkind von Christine. Gerade als das Rästels ich breit entfalten will, bricht die Geschichte bricht ab - im genau richtigen Moment ab. Der Leser ist schon an die Geschichte und das Räsel gefesselt und lässt sich erst nur widerwillig ins 14. Jahrhundert katapultieren.

Der Einstieg in den neuen Abschnitt gelingt aber erstaunlich reibungslos. Sobald man den Jetlag der Zeitreise verdaut und die neuen Charaktere kennengelernt hat, macht es richtig Spaß. Carmen Mayer zieht den Leser hinein in einen tollen Strudel aus Intrige und Geheimnis. Es tanzt ein schöner Reigen von Helden und Schurken und bald breitet sich vor dem Leser ein großer Prospekt weitreichender Pläne und Kabalen aus. Dieser Teil ist in meinen Augen der beste Teil des Buches. Der Tanz der vielen - einander oft auch widerstrebenden - Charaktere in ihren vielfältigen Beziehungen ist komplex, immer neu spannend und lässt einen das Buch nur ungern aus der Hand legen. Besonders die weibliche Hauptfigur, Rose, die unverschuldet in tödliche Gefahr gerät, lässt den Leser mitfiebern und auf eine glückliche Wendung, eine überraschende Rettung hoffen. Carmen Mayer und ihre Geschichte geht aber einen anderen Weg. Sicher nicht aus Unvermögen oder Mangel an Einfällen. Dies bewies sie auf vielen Seiten zuvor. Rose in Sicherheit zu bringen, wäre ihr ein Leichtes gewesen. Sie wollte diesen Teil der Geschichte offensichtlich genau so bittersüß enden lassen, wie sie ihn erzählt hat.

Und schon ist man mit einem Riesentritt ins 19. Jahrhundert gekickt worden und lernt eine neue, sympathische Hauptfigur kennen: Marie. Dieser Abschnitt wirkt ein wenig blass im Vergleich zum Mittelalter, das man gerade hinter sich gelassen hat. Der Eindruck entsteht auch deshalb, weil sich der Roman nun hauptsächlich um zwei Themen dreht: das große Geheimnis, das den Leser durch die Zeiten geleitet – und das spannungsvolle Verhältnis, das Maris zu einem jungen Maler aufbaut, der die steifen Konventionen des Gesellschaftslebens etwas lockerer nimmt als sie. Während die beiden das Geheimnis immer er weiter enthüllen, entspinnt sich hier nun eine spröde Beziehung mit offenem Ende. Das Buch nimmt hier beinahe Züge eines unterhaltsamen Liebesromans an, fein gezeichnet in den Figuren und ihren Reaktionen aufeinander, wird aber nie kitschig und endet - zu früh. Wieder verweigert Carmen Mayer dem Leser bewusst und voller Absicht das in der Luft liegende Happyend und sie hat recht! Es ist ein geschickter Trick, sich so früh auszublenden. So nimmt der Leser viel Schwung und Spannung in den letzten Teil, der den ersten Teil - die Gegenwart – fortführt.

Wieder sehen wir Simon, Marie-Rose und Christine, wie sie der großen Enthüllung des Geheimnisses auf den letzten vierzig Seiten nähern. Man fiebert einer großen Konfrontation mit der Gegenseite entgegen und erneut geht Carmen Mayer einen anderen Weg. Einen, den ich sicher nicht gegangen wäre. Sie vermeidet den großen Showdown. Der große Gegenspieler wurde plötzlich gewendet wie ein Handschuh und ist einer der Pfeiler, auf der sich das plötzlich sehr harmonische Ende aufbaut.

Dieses Ende finde ich weniger befriedigend, auch wenn ich gerne einräume, dass es in sich nicht unlogisch ist und auch funktioniert. Nun endlich enthüllt sich dem Leser das ganze Rätsel, das urchristliche Überlieferung, Kreuzzüge, Templer und Geheimgesellschaften bis in die Gegenwart hineinreichen lässt. Dieses Geheimnis hat sich in den Konturen und vielen Details allerdings dem Leser schon lange abgezeichnet hat. Der Leser, der ja in allen beschriebenen Jahrhunderten den Fall verfolgt hat, weiß mehr als die Protagonisten. Die sind zurecht höchst überrascht, als sie nach der Enthüllung das ganze Bild betrachten können. Der Leser ist weit weniger überrascht. Er darf nur mehr die letzten Puzzlesteine der Geschichte freuen – mehr ein Vernähen der letzten Handlungsfäden als erlösender Schluss.

Vor dem Hintergrund der tollen Geschichte, die in allen Abschnitten mit verschiedenen Mitteln immer wieder zu begeistern wusste, ist dieses Ende in meinen Augen leider nicht so gelungen wie der Rest. Es fehlt mir die große Auflösung, die Katharsis. In einem spannungsgeladenen und dramatischen Ende will es Carmen Mayer nicht gipfeln lassen und die Vollendung des Rätsels entwickelte für meinen Geschmack zu wenig Wucht. So war es ein allzu freundlich-harmonisches Ende, auch wenn es als open End noch Raum für ein Fortdenken der Geschichte bietet.

Fazit:
Wenn von 528 etwa 490 voll überzeugen können, hat man als Autorin eigentlich nicht viel falsch gemacht. Wenn aber das Ende des Buches dem Leser nicht das Gefühl der Erlösung beschert, muss man nachdenklich werden.

Ich bin natürlich nur ein Leser und ein kritischer dazu. Es ist nicht mein Buch. Bei meinen eigenen Werken kann ich die Auflösung gestalten, wie ich es mag. So steht es mir nicht zu, meiner lieben und sehr geschätzten Kollegin einen Vorwurf zu machen. Sicher gibt es auch viele Leser und viele Geschmäcker. Meine Geschmack muss nicht für alle stehen. Natürlich gibt es viele Leser, die das Buch genau so mögen, wie es ist und gerade diese harmonischere Lösung toll finden.

Ich selbst hätte mir für dieses insgesamt tolle Buch eine bessere Auflösung mit mehr Überraschung oder mehr Dramatik gewünscht, was aber ein open end nicht ausschließt.

In jedem Fall war es eine spannende und sehr spannende Lektüre, ein echter Pageturner.

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