Carmen Mayer Rauhnächte

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Inhaltsangabe zu „Rauhnächte“ von Carmen Mayer

Während eines Silvesterurlaubs im Spessart gerät der Würzburger Kommissar Walter Braunagel in seinen zweiten Fall: Eine Einsiedlerin wird tot hinter ihrem Ziegenstall aufgefunden. Alles deutet auf einen Unfall hin - wenn da nicht dieser Strick um ihren Hals wäre. Braunagel geht Hinweisen auf die Mythen der Rauhnächte nach, und scheucht bei seinen Ermittlungen Gespenster aus Vergangenheit und Gegenwart auf, die allesamt ein Mordmotiv haben könnten.

guter Fall mit Verbindung in die Vergangenheit

— Booky-72
Booky-72

Wieder ein großes appetitanregendes Lesevergnügen mit Kommissar Braunagel ♥

— Wildpony
Wildpony

Mord im Spessart-Urlaub, zweiter Fall für Braunagel, mystisch, persönlich, tiefgehend

— Leserin71
Leserin71

Ein Krimi mit vielen Facetten!

— mabuerele
mabuerele

Ein vielschichtiger unblutiger Krimi

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Gemächliche Spannung

— Langeweile
Langeweile

Spannender Krimi mit tollem Erzählstil und geschichtlichen Einblicken

— sommerlese
sommerlese

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  • Rauhnächte

    Rauhnächte
    Booky-72

    Booky-72

    01. November 2016 um 10:39

    Kommissar Braunagel macht Urlaub im Spessart, private und berufliche Probleme machen ihm zu schaffen. An Silvester geschieht ein Mord, nun ja die Dorfbewohner wissen das besser. Die alte Hilda hat sich in dieser Nacht mit ihren Ziegen unterhalten und auch die Wäscheleine nicht abgenommen. Das geht in dieser abergläubischen Gegend gar nicht. Also selbst schuld, die „Wilde Jagd“ hat sie umgebracht. Die Rauhnächte sind eine ganz gefährliche Zeit und wer sich nicht dran hält, den ereilt schlimmes Schicksal. Der Kommissar glaubt natürlich nicht dran und für ihn tauchen jede Menge Verdächtige auf. Im Prolog liest man auch einiges über Hilda´s Vergangenheit und der Zusammenhang zwischen damals und dem Mord müsste eigentlich klar sein. Walter Braunagel ist ein sehr sympathischer Zeitgenosse, der ein richtig gutes Durchsetzungsvermögen hat. 4 Sterne für den guten Mix aus Vergangenheit, Gegenwart und mystischer Geschichte.

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  • Leserunde zu "Rauhnächte" von Carmen Mayer

    Rauhnächte
    Carmen_Mayer

    Carmen_Mayer

    Hallo liebe Bücherfreunde, wenn ihr Krimis mögt, die eher hintergründig angesiedelt sind als blutrünstig, dann wären doch die Rauhnächte was für euch:Während seines Silvesterurlaubs im Spessart gerät der Würzburger Kommissar Walter Braunagel in seinen zweiten Fall:Eine Einsiedlerin wird tot hinter ihrem Ziegenstall aufgefunden. Alles deutet auf einen Unfall hin - wenn da nicht dieser Strick um ihren Hals wäre. Braunagel geht Hinweisen auf die Mythen der Rauhnächte nach, und scheucht bei seinen Ermittlungen Gespenster aus Vergangenheit und Gegenwart auf, die allesamt ein Mordmotiv haben könnten.Wer mitmachen möchte, kann sich gerne melden, und zwar mit der Antwort auf die Frage:Was sind denn Perchten?Ich freue mich auf eine interessante Runde! die Carmen

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  • Rauhnächte - wieder ein appetitanregendes Lesevergnügen mit Kommissar Braunagel

    Rauhnächte
    Wildpony

    Wildpony

    18. October 2016 um 10:37

    Rauhnächte  -   Carmen Mayer Kurzbeschreibung Amazon: Während eines Silvesterurlaubs im Spessart gerät der Würzburger Kommissar Walter Braunagel in seinen zweiten Fall:Eine Einsiedlerin wird tot hinter ihrem Ziegenstall aufgefunden. Alles deutet auf einen Unfall hin - wenn da nicht dieser Strick um ihren Hals wäre. Braunagel geht Hinweisen auf die Mythen der Rauhnächte nach, und scheucht bei seinen Ermittlungen Gespenster aus Vergangenheit und Gegenwart auf, die allesamt ein Mordmotiv haben könnten. Mein Leseeindruck: Nachdem ich schon zwei spannende Krimis mit Kommissar Walter Braunagel lesen durfte ( Eiswein und Kreuzzeichen) freute ich mich sehr nun auch den 2. Braunagel-Krimi lesen zu dürfen. Dieses Mal ist Braunagel im Urlaub im Spessart und versucht dem Jahreswechel allein zu Hause zu entfliehen. Er macht dabei nicht nur ausgiebige Wanderungen bei denen es immer so leckere Dinge zu essen gibt, bei denen dem Leser das Wasser im Mund zusammen läuft, sondern erlebt fast "hautnah" einen Mordfall, den seine Kollegen aus Würzburg bearbeiten müssen. Aber Braunagel wäre nicht Braunagel wenn er sich nicht schon im Urlaub in den Fall einmischen und für sich ermittelteln würde. Denn nach seiner Rückkehr stürzt er sich aktiv in die Aufklärung dieses Falls, bei dem die berühmten "Rauhnächte" und ein Aberglauben in der Bevölkerung eine Rolle spielen. Oder ist es nur die Gier der Verwandten gewesen durch eine Erbschaft an ein gewünschtes Gelände zu kommen? Ja, da müsst ihr selbst herausfinden und das Buch unbedingt lesen! Und schließlich ereilen Braunagel ja auch noch zarte Gefühle.... Fazit: Ein wieder sehr gelungener Regionalkrimi der mich als begeisterte Krimileserin und Würzburg und Umgebung-Kennerin immer wieder aufs Neue begeistert. Für mich sind die Protagonisten Braunagel und Schwarz super sympathische und authentische Figuren und ich verfolge immer wieder gern die Ermittlungen und lasse mich in schöne Krimistunden gleiten. Ganz klar wieder 5 Sterne für Braunagel und Carmen Mayer. Von dieser Autorin habe ich bereits 4 Bücher jetzt schon gelesen - u.a. die Rose von Angelàme, das mich als historisches Buch auch schon total begeistert hat. Jetzt freue ich mich nur noch auf Braunagel 4: Hurentöchter.  

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  • spannender Regiokrimi mit viel Lokalkolorit

    Rauhnächte
    irismaria

    irismaria

    17. October 2016 um 10:32

    „Rauhnächte“ ist ein Regionalkrimi von Carmen Mayer und der zweite Fall für den Würzburger Kommissar Braunnagel. Der macht zwischen den Jahren alleine Urlaub im Spessart und versucht, die Trennung von seiner Freundin Alina zu verarbeiten. Doch als ein merkwürdiger Todesfall das Dorf erschüttert, packt ihn die Ermittlungsleidenschaft. Die Tote ist die alte Hilda, die mit ihren Ziegen unter einfachsten Verhältnissen am Dorfrand lebte. Ist ihr Tod ein Unfall, ist es Mord oder gar auf die "Wilde Jagd" oder die Perchten zurückzuführen, weil Hilda in den Rauhnächten zwischen Weihnachten und Neujahr alte Bräuche missachtet hat? Es stellen sich mögliche Motive ein, die in Hildas Vergangenheit liegen, aber auch an ihrem Grundstück, auf das eine Firma scharf ist. Braunagel befragt die Dorfbewohner, aber die schweigen.Carmen Mayer hat eine gute Mischung zwischen den Ermittlungen und dem Drumherum, also dem Privatleben Braunagels und dem Leben im Dorf gefunden. Die 170 Seiten lesen sich zügig und der Krimi ist zu schnell vorbei. Ich freue mich auf den nächsten Fall.

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    • 2
  • Mordet die "Wilde Jagd"?

    Rauhnächte
    samea

    samea

    15. October 2016 um 19:00

    Kommissar Walter Braunagelmacht Urlaub im Spessart, denn er möchte Abstand zu seinen privaten und beruflichen Problemen haben. Doch ausgerechnet hier stößt er auf eine tote Einsiedlerin. Der Dorfbevölkerung ist schnell klar, dass Hilda von der wilden Jagd getötet wurde, denn sie sprach mit Tieren und hat nun im Tod eine Wäscheleine um den Hals.Bei dem Buch handelt es sich um einen sehr ruhigen Krimi, der schon fast in Richtung Gegenwartsliteratur geht. Die einzelnen Protagonisten sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich gut lesen. Doch hätte ich mir einen spannenderen, mitreißenderen Verlauf der Geschichte gewünscht. Die Story war einfach zu ruhig, der Spannungsbogen zu flach. Auch hatte ich erwartet, dass deutlich mehr auf die Mythologie und das Brauchtum der Prechten und der wilden Jagd eingegangen wird. Dieser Aspekt kam mir viel zu kurz.Dennoch, ein durchaus lesenswertes Buch für zwischendurch.

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    • 2
  • Rezension zu "Rauhnächte"

    Rauhnächte
    Zsadista

    Zsadista

    14. October 2016 um 17:38

    Kommissar Braunagel gönnt sich über Silvester eine Auszeit. Er ist im Spessart in Urlaub und will seine Ex vergessen. Da wird eine alte Frau tot aufgefunden. Offiziell war es ein Unfall. Doch Braunagel glaubt nicht an einen Unfall. Zu seltsam wurde die alte Frau aufgefunden. Und dann sind auch noch gleich die ungeliebten Verwandten von Hilde da, die das Grundstück inspizieren. Doch Braunagels Chefin will, dass er sich endlich um andere Fälle kümmert, da sie auch der Meinung ist, das war nur ein Unfall. Braunagel setzt sich jedoch durch und ermittelt auf eigene Faust weiter. Er wühlt sich durch den Dreck und befördert unglaubliches zu Tage. „Rauhnächte“ ist ein Krimi aus der Feder der Autorin Carmen Mayer. Der Schreibstil ist flott und spannend. Die Kapitel sind recht kurz und lassen sich gut lesen. Zeitweise hüpft die Geschichte weit in die Vergangenheit und man erfährt längst vergessene Begebenheiten. Dies machte die Geschichte rund und verständlich. Braunagels Chefin fand ich recht sympathisch. Manch einer wird sie wegen ihrer Art nicht leiden können. Ich fand sie voll in Ordnung. Im Gegenzug fand ich Braunagel gegenüber seiner Chefin recht unpassend. Wer seine Chefin so angeht, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie dann stur wird. Das war aber auch die einzige Ecke, die ich an Braunagel nicht leiden konnte. Der Krimi an sich hat mir gut gefallen. Lediglich die Sache aus der DDR hat für mich nicht wirklich in die Geschichte gepasst. Mir wäre es lieber gewesen, wenn alles in dem kleinen Örtchen gespielt hätte. Das hätte die Story für mich runder gemacht. Es gab auch private Einblicke in das Leben von Kommissar Braunagel. Wenn es zu viel wird, stört mich das an Krimis gewaltig. Hier war es allerdings nur eingeworfen und am Rande behandelt. So hat es mich gar nicht gestört und passte ganz schön in die Geschichte hinein. Ein guter Krimi um ihn gemütlich auf dem Sofa mit einer Tasse Kaffee zu genießen.  

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  • Mord im Spessart-Urlaub

    Rauhnächte
    Leserin71

    Leserin71

    10. October 2016 um 13:01

    Der Würzburger Kommissar Walter Braunagel will eigentlich nur Abstand von seinen privaten und beruflichen Problemen haben. Dass er aber ausgerechnet im Spessart über eine Leiche stolpert, hätte er nicht gedacht. Die Dorfbevölkerung ist sich schnell einig: Die Wilde Jagd habe die alte Hilda umgebracht, weil sie sich an Silvester mit ihren Ziegen unterhalten und die Wäscheleine nicht abgenommen habe. Braunagel ist davon nicht überzeugt und es dauert bis er die Mauern des Schweigens zum Einstürzen bringt.Meine Meinung:Das Buch beginnt mit dem Prolog im Jahre 1958. Hilda flieht, weil sie ihren Schwager nicht heiraten will. 2009 wird sie ermordet aufgefunden. Für mich ist damit ein Zusammenhang hergestellt, der sich im Laufe des Buches auch zu erhärten scheint. In der gemächlicheren, ersten Hälfte scheint auch alles darauf hin zu deuten. Doch dann gewinnt das Buch zusehends an Fahrt. Weitere Personen tauchen auf, es gibt mehr Motive.Dass es in vielen Gegenden für die Rauhnächte mystische Sagen gibt und diese hier in das Buch eingebunden sind, finde ich sehr schön.Walter Braunagel habe ich schon in "Eiswein" kennen- und schätzen gelernt. Er hat sich endlich getraut, mit Simone mehr zu unternehmen. Für den nächsten Band freue ich mich, ihn glücklicher zu sehen - hoffentlich. Die Einbindung der deutschen Geschichte hat mich positiv überrascht, damit hätte ich nicht gerechnet.Von mir gibt es deshalb 4 Sterne!

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    • 2
  • Die "Wilde Jagd" im Spessart ...

    Rauhnächte
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    Kommissar Braunnagel ist während der Weihnachtsfeiertage und dem Neuen Jahr im Spessart auf Urlaub. Alina. seine langjährige Freundin hat ihn verlassen. Er versucht zur Ruhe zu kommen, die jedoch durch einen Todesfall jäh gestört wird: eine alte Eigenbrötlerin wird mit Genickbruch und einem Strick um den Hals tot aufgefunden. Für die abergläubischen Dorfbewohner ist sofort klar: die Perchten sind für den Tod von Hilda verantwortlich. Zwischen Weihnachten und Neujahr treiben die doch hier ihr Unwesen. Braunnagel schnüffelt quasi „privat“ herum, da seine Chefin KHK Zeller Hildas Tod für einen bedauerlichen Unfall hält. Die Dorfbewohner hüllen sich in beredtes Schweigen. Nur Hannes, der ein Krämerladen betreibt, lässt hier und da eine Wortspende fallen. Letzten Endes muss auch Zeller zugeben, dass Hilda eines gewaltsamen Todes gestorben ist, und Braunnagel darf offiziell ermitteln. Ist es wirklich die habgierige Familie von Hilda, die hinter deren Tod stecken? Oder liegt das Mordmotiv vielmehr Hildas geheimnisvolle Vergangenheit? Spannung/Schreibstil: Carmen Mayer versteht es die Leser an der Nase herumzuführen. Gleich mehrere Mordmotive stecken in der Biographie von Hilda. So geht hier um einen veritablen Umweltskandal, Fluchthilfegeschichten aus der DDR und Erbverzichtserklärungen, die eine anderes als die gewünschte Rolle spielen. Kaum meint man, endlich den Mörder erkannt zu haben, sieht man sich in einer Sackgasse. Der Schreibstil ist schön flüssig. Wer unblutige Krimis liebt, wir hier nicht enttäuscht. Eines muss ich allerdings anmerken: lt. Duden heißt es „Raunächte“ von „rau“ wie haarig, Anspielung auf die Dämonen in den 12 Nächten zwischen Weihnachten und Neujahr. Fazit: Ein spannend aufgebauter Regionalkrimi, der ohne viel Blutvergießen auskommt.

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    • 9
    Carmen_Mayer

    Carmen_Mayer

    10. October 2016 um 08:57
    mabuerele schreibt Das Buch habe ich eben rezensiert und sogar einen Stern mehr gegeben. "rau" ist seit der Rechtschreibreform 1996 die korrekte Schreibweise für das alte "rauh". Was ich von der neuen Schreibweise ...

    Das mit dem H in Rauhnächte haben wir lange besprochen und uns für die 'alte' Version im Titel entschieden, weil Raunächte so leer daherkommt ;) Vielen Dank für die Rezi! Gibt es die auch noch ...

  • Tod in den Rauhnächten

    Rauhnächte
    mabuerele

    mabuerele

    „...Es muss nicht immer viel sein...Hauptsache reichlich...“ Wir schreiben das Jahr 1958. Hilda Wiegand soll nach dem Tod der Schwester nach dem Willen des Pfarrers ihren Schwager Georg Bechtold heiraten und sich um die vier kleinen Kinder kümmern. Doch sie kennt den Charakter ihres Schwagers genau und verschwindet über Nacht aus dem Ort. Dann wechselt das Geschehen ins Jahr 2009. Kommissar Walter Braunagel macht über Silvester Urlaub in Homburg. Bei einer Wanderung am 2. Januar kommen ihm in Hartmannszell Polizeiautos entgegen. Eine alte Frau wurde tot aufgefunden. Es ist Hilda Wiegand. Die Autorin hat einen abwechslungsreichen und vielschichtigen Krimi geschrieben. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Da ist Hannes, der in Hartmannszell einen Hofladen betreibt. Er ist ein Eigenbrötler, und es braucht Zeit, bis er sich dem Kommissar öffnet. Walter Braunnagel nimmt seinen Beruf ernst. Wenn er der Meinung ist, dass ein Fall nicht zu Ende gedacht wurde, setzt er sich auch gegen die Weisung seine Vorgesetzte Annemarie Zeller durch. In seinem Privatleben gibt es gerade die Chance für einen Neuanfang. Annemarie Zeller ist der Meinung, das es sich bei dem Todesfall um einen Unfall handelt. Alles andere, was beim Auffinden der Toten auffiel, ist für sie ein schlechter Scherz. Doch Braunagel lässt der Fall nicht los. Die Dorfbewohner hüllen sich in Schweigen oder sprechen über die Mythen der Rauhnacht. Nur Hannes gibt ihm die eine oder andere Information. Der Sprachstil des Buches lässt sich gut lesen. Als besonderes Stilmittel nutzt die Autorin die Möglichkeit, die Geschichte in verschiedenen Zeitebenen zu erzählen. Dadurch wird die Vergangenheit von Hilda lebendig. Es ergeben sich neue Motive und Verdächtige. Obiges Zitat, dass Kommissar Robert Schwarz angesichts des ihm im Hotel servierten Frühstücks äußert, zeugt von dessen trockenen Humor. Zwischen ihm und Braunagel herrscht eine angenehme Arbeitsatmosphäre, die auch Gespräche über private Themen mit einschließt. Das Cover mit dem alten Haus passt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf gekonnte Weise wurden die besonderen Mythen der Rauhnächte im Spessart in eine fesselnde Handlung eingebettet. Nicht nur die Schatten der Vergangenheit, auch Geldgier und Überheblichkeit geben der Geschichte ihr besonderes Gepräge.

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    • 7
  • Rauhnächte

    Rauhnächte
    Pixibuch

    Pixibuch

    06. October 2016 um 20:27

    Ein fantastisch guter Heimatkrimi, der im Spessart in einem kleinen Dorf spielt. Kommissar Braunagel verbringt die Tage zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr im Spessart. Seine Lebensgefährtin hat sich von ihm getrennt. Deshalb war er der Meinung, etwas Tapetenwechsel täte ihm gut. Doch seine Urlaubsruhe wird je gestört. Eine alte Frau, die alleine in der Einöde lebte, wird tot aufgefunden, Genickbruch. Sie hatte aber einen Strick um den Hals. Die abergläubischen Dorfbewohner aber meinten, dass es die Perchten waren, die die Frau in den Rauhnächten umgebracht haben. Der Braunagel will sich umhören, stößt aber bei der Dorfbevölkerung nur auf Schweigen, Die alte Frau sei ein Sonderling gewesen, war viel in der Natur und hat sich durch Kräuter und deren Verarbeitung etwas dazuverdient. Hannes, der einen kleinen Kramerladen betreibt, hat ihre Erzeugnisse verkauft. Er ist der einzige gewesen, der mit der alten Hilda Kontakt hatte. Die reichen Berchtolds heißt es, wollten ihr das Grundstück abkaufen. Der alte Berchtold war einst mit ihrer Schwester verheiratet. Nach deren Tod wollte er die Hilda für die Kinder heiraten, die ergriff aber die Flucht und kam erst wieder nach über 20 Jahren wiede zurück. Der Postbote erzählt auch, dass die Hilda in letzter Zeit ein paar Briefe erhalten hätte. Leider kommt auch die Kripo Würzburg mit dem Fall nicht weiter, die Chefin will die Sache als Unfall abschließen. Aber Braunagel gibt nicht auf. Langsam erfährt er Stück für Stück mehr von den Leuten. Hier geht es auch um Umweltskandal, alte DDR Geschichten, Erbverzichtserklärungen. Ein sehr interessant geschriebenes Buch. Die Autorin versteht es gekonnt, den Leser an der Nase herumzuführen. Meint man, den Mörder zu kennen, wird uns wieder eine andere Person ins Bild geschoben, die dann wieder verdächtigt wird und am Schluß ist es jemand ganz anderes. Wer Spannung will aber nicht viel Blut, der ist mit diesem Krmi gut bedient. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, dann kann man nicht mehr damit aufhören.

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    • 3
  • Die Mythen der Rauhnächte

    Rauhnächte
    Langeweile

    Langeweile

    06. October 2016 um 13:27

    Kommissar Braunagel macht Urlaub im Spessart , als es am Silvestertag zu einem Todesfall kommt.Hilda Weigand, eine schrullige alte Dame , die alleine in ihrem heruntergekommenen Elternhaus lebt, wird tot aufgefunden. Der Kommissar ist neugierig und unterstützt seine Kollegen bei den Ermittlungen. Nachdem alles auf einen Unfall hindeutet, will seine Vorgesetzte den Fall abschließen. Kommissar Braunagel läßt die Sache jedoch nicht los und er ermittelt auf eigene Faust weiter. Bei den Dörflern, allen voran der Wirt Hannes, stößt er auf eine Mauer des Schweigens. Nach und nach tauchen immer neue Gründe auf , die alte Dame aus dem Weg zu räumen. Es geht um einen Umweltskandal , Grundstücksspekulationen und anderes. Außerdem haben aus Hildas Vergangenheit mehrere Leute eine Rechnung mit ihr offen. Auch im privaten Bereich des Kommissars gibt es einige Probleme, er muss sich zwischen zwei Frauen entscheiden. Auch wenn es sich um einen eher etwas gemächlichen Krimi handelt , hat mir das Buch gut gefallen. Neben dem Kriminalfall gab es viel über Land und Leute und die besonderen Eigenheiten des Landlebens zu erfahren. Auch das private und berufliche Umfeld von Kommissar Braunagel wurde behandelt. Da das in einem guten Verhältnis zueinander stand , kann ich das Buch empfehlen.

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    • 2
  • Braunagel erlebt die Geister der Rauhnächte

    Rauhnächte
    sommerlese

    sommerlese

    23. September 2016 um 10:47

    Der Krimi "*Rauhnächte*" von "*Carmen Mayer*" aus dem Jahr 2015 ist der zweite Teil der Würzburg-Reihe aus ihrer Feder. Die Reihe erscheint im "*Edition Oberkassel Verlag*". Der Würzburger Kommissar Walter Braunagel macht zu Silvester Urlaub in Homburg. Dort geschieht ein merkwürdiger Unfall, der ihn nicht wieder los lässt und er glaubt auch nicht dem allgemeinen Aberglaube der Dorfbewohner, dass dieser Tod mit den Rauhnächten zusammen hängen könnte. Er geht der Sache mit Hilfe seines Kollegen Schwarz auf beharrliche Weise nach und scheucht dabei alte und neue Gespenster auf. Dieser Krimi beschäftigt sich mit den Mythen von Rauhnächten und zeigt wie sehr die Menschen auch heute noch zum Magischen tendieren. Es scheint der Aberglaube selbst in unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft noch immer vorhanden zu sein. Schnell wird der eigenbrötlerisch lebenden Hilda etwas Unheimliches nachgesagt und ihr Tod als Unfall abgestempelt. Doch was war der Grund für ihren Tod? Nur gut, dass Walter Braunagel gerade im Spessart Urlaub macht und so gar kein Verständnis für Gespenster zeigt. Er untersucht so beharrlich, weil er nicht an einen Unfall glaubt. Bald schon hat er genügend mögliche Täter aus Gegenwart und Vergangenheit zusammen und die Ermittlungen führen in einen Strudel von Ereignissen, die 1958 ihren Anfang haben. Es geht um falsch verstandene Nächstenliebe, Fluchtversuche aus der DDR in den Westen, Zwangsumsiedelungen für gefasste "Republikflüchtlinge" und die Einflussnahme von großen Unternehmen. Diese verschiedenen Thematiken verpackt die Autorin in einen flüssig formuierten Kontext und bringt die Probleme fast spielerisch auf den Punkt. Sie lässt Braunagel Stück für Stück dem Leben der Ziegenbäurin Hilda nachspüren und so ihr Schicksal mit dem von anderen Figuren verknüpfen. Dabei hat Braunagel eigentlich gar keine Befugnis, hier zu ermitteln. Doch sein Urlaub könnte nicht besser ausgefüllt sein, als mit den Köstlichkeiten der Gegend verwöhnt zu werden und in der ruhigen Gegend die Landschaft zu geniessen. Dabei kann er natürlich nicht aus seiner Haut als Polizist und bringt Licht ins Dunkel der Vergangenheit und klärt den Fall letztendlich auf. Auch wenn es einige Wendungen gibt und man mehrere Täter im Blick hat, überrascht das Ende nicht wirklich. Es ist eigentlich nur die logische Konsequenz, die aber mit neuen Erkenntnissen nachvollziehbar erklärt wird. Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht, aber die Urlaubsatmosphäre und das Privatleben von Braunagel haben mich wunderbar unterhalten. Diese Reihe werde ich im Auge behalten. Die ländliche Atmosphäre und die vielschichtige, gut erzählte Handlung haben mich gut unterhalten.

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