Dieser Roman ist wohl ein ganz typisches Beispiel für "Chick Lit": leichte Kost, die man innerhalb von ein, zwei Tagen durchhat und über die man sich dann auch nicht weiter den Kopf zerbricht.
Es ist mein erstes Buch von Carmen Reid, also kann ich nicht beurteilen, ob es einer ihrer besseren oder schlechteren Romane ist. Was mir sofort aufgefallen ist: In diesem Buch geht alles unglaublich schnell. Man hat sehr wenig Zeit, die Protagonistinnen - drei ungleiche Schwestern, die sich eine Wohnung in New York teilen - kennenzulernen, wird einfach in die Story "hineingerissen" und kann sich so auch kaum mit den Frauen identifizieren.
Der Plan der jüngsten Schwester, Em, ist ziemlich verrückt und kaum durchdacht: Sie möchte wertvolle Juwelen stehlen, um die lästigen Geldprobleme endlich los zu sein. Allerdings machen ihre Oberflächlichkeit und ihr naives Wesen sie dem Leser nicht unbedingt sympathischer.
Wie Em dann tatsächlich an die Juwelen rankommt, ist ziemlich unrealistisch, aber bei einem solchen Buch muss ja auch nicht immer alles ganz realistisch sein.
Ich fand es aber schade, nicht mehr über die Schwestern zu erfahren, die Charakterisierung hätte wirklich ein wenig genauer ausfallen können. Das Ende war mir persönlich auch zu kitschig.
Alles in allem: Ein nettes, flottes Lesevergnügen für zwischendurch, aber kein Meisterwerk und nicht besonders raffiniert.
Carmen Reid

Lebenslauf
Alle Bücher von Carmen Reid
Gucci, Glamour, große Liebe
Fast perfekt und noch zu haben
Schuhbidu
Styling deluxe
Die Chaos-Hochzeit
Wie war's für dich?
Drei in einem Bett
Schuhbidu: Roman
Neue Rezensionen zu Carmen Reid
Der Titel sagt schon alles. Man darf hier wirklich keine hohe Literatur erwarten. "Gucci, Glamour, große Liebe" ist ein einfacher, locker geschriebener, netter Frauenroman.
Annie fand ich am Anfang nicht wirklich sympathisch. Ich habe sie für oberflächlich und egoistisch gehalten, aber irgendwann habe ich gemerkt: Hinter Annies Oberflächlichkeit steckt doch ein bisschen mehr. Nicht das Annie sich komplett verändert. Nein, sie bleibt bis zum Ende so, aber so ganz unsympathisch war sie mir dann doch nicht mehr. Ihre Kinder, den Musiklehrer der Kinder undAnnies besten, schwulen Freund Connor fand ich hingegen super.
Auch wenn man mit einer leichten, romantischen Komödie rechnet, bekommt die Geschichte gegen Ende noch einen kleinen traurigen, nachdenklichen Touch. Damit hätte ich nicht gerechnet, fand ich aber wirklich mal gut. Dadurch hebt sich "Gucci, Glamour, große Liebe" ein bisschen von den anderen Frauenromanen ab.
Meiner Meinung nach, waren ein paar Seiten ein bisschen überflüssig. Gerade wenn es nur darum ging, so viele Nobelmarken wie möglich aufzuzählen.
"Gucci, Glamour, große Liebe" ist eine nette Geschichte, aber man darf nun mal auch nicht so viel erwarten. Wer gerne mal einen Frauenroman liest, dem würde ich u.a. auch dieses Buch empfehlen, aber ich würde sagen, dass es auch bessere gibt.
Sehr nett und leicht zu lesen, wieder sehr schön typisch Carmen Reid! :)
Aber wichtig ist: Ihre Bücher definitiv in der richtigen Reihenfolge lesen!
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