Carmen Rohrbach

 4 Sterne bei 72 Bewertungen
Autorin von Jakobsweg, Im Reich der Königin von Saba und weiteren Büchern.
Autorenbild von Carmen Rohrbach (©carmen rohrbach)

Lebenslauf von Carmen Rohrbach

Carmen Rohrbach, in Bischofswerda geboren, studierte Biologie in Greifswald und Leipzig. Nach ihrem Fluchtversuch und zwei Jahren Haft in DDR-Gefängnissen wurde sie nach Westdeutschland ausgewiesen. Sie promovierte am Max-Planck-Institut in Seewiesen bei München und erforschte das Leben der Meerechsen auf einer unbewohnten Galapagos-Insel. Über ihre abenteuerlichen Reisen nach Südamerika, Afrika, Asien und Arabien berichtet sie in ihren Büchern. In der ganzen Welt bin ich zu Hause, und Bayern ist mein Basislager. Viele Länder habe ich zu Fuß durchquert, manchmal waren meine Begleiter Kamele, Esel oder Pferde. Immer bin ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Über die abenteuerlichen Erlebnisse berichte ich in meinen Büchern, bei Lesungen und Media-Shows.

Alle Bücher von Carmen Rohrbach

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Buchformat:
Cover des Buches Jakobsweg9783492956314

Jakobsweg

 (9)
Erschienen am 20.08.2012
Cover des Buches Auf der Insel der Gletscher und Geysire9783890293851

Auf der Insel der Gletscher und Geysire

 (5)
Erschienen am 05.09.2011
Cover des Buches Im Reich der Königin von Saba9783890297040

Im Reich der Königin von Saba

 (7)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Der weite Himmel über den Anden9783894050481

Der weite Himmel über den Anden

 (6)
Erschienen am 01.01.1996
Cover des Buches Namibia9783894052942

Namibia

 (5)
Erschienen am 01.02.2007
Cover des Buches Solange ich atme9783890297477

Solange ich atme

 (4)
Erschienen am 06.03.2009
Cover des Buches Am grünen Fluss9783894052928

Am grünen Fluss

 (4)
Erschienen am 01.01.2007
Cover des Buches Im Reich von Isis und Osiris9783492404358

Im Reich von Isis und Osiris

 (4)
Erschienen am 01.02.2012

Neue Rezensionen zu Carmen Rohrbach

Neu

Rezension zu "Mein Blockhaus in Kanada" von Carmen Rohrbach

Die Erfüllung eines Traums
peedeevor 2 Monaten

Mehrere Monate fernab der Zivilisation und den Annehmlichkeiten, die diese bietet? Das ist kein Traum von mir, aber von Carmen Rohrbach. Sie hat 2017/18 mehrere Monate in Kanada in einem einfachen Blockhaus ohne Elektrizität oder fliessendem Wasser verbracht, und zwar im Winter! In der Nacht wird es draussen bis minus 48 Grad!

Erster Eindruck: Ein schönes Foto auf dem Schutzumschlag (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin); im Innern hat es eine Kanada-Karte sowie viele Farbfotos – gefällt mir!

Carmen Rohrbach reiste mit ihrem Lebenspartner während eines Sommers nach Kanada, um dort die zuständigen Personen, mit denen sie schon monatelang korrespondierte, zu treffen. Diese haben dann darüber entschieden, unter welchen Bedingungen sie in dem Blockhaus überwintern darf. „Ihr“ Blockhaus, das übrigens der Abenteurer Nicolas Vanier erbaut hat, liegt am Thukada Lake. Dieser Name ist fiktiv, denn Nicolas Vanier wollte die unberührte Natur vor Nachahmern schützen. Carmen Rohrbach hat sodann diese Bezeichnung übernommen. Ihr Winterabenteuer begann, doch es lief nicht so, wie sie es sich erhofft und wie es eigentlich geplant war. Es gab Spannungen zwischen ihr und John, der sie zum Blockhaus führen sollte. Die Gründe, warum John ihre Übersiedlung vom Zwischenlager zum Blockhaus so hinauszögerte, hat sie bis zum Schluss nicht erfahren. Somit hat sich der effektive Start ihres Abenteuers deutlich nach hinten verschoben.
Mich interessieren Erfahrungsberichte immer sehr, vor allem, wenn es um Dinge geht, die weit ausserhalb meiner Komfortzone liegen. Für mich wäre ein solches „Einsamkeitsabenteuer“ undenkbar – ich würde es nicht aushalten, so lange ohne gewisse Annehmlichkeiten und ohne Kontakte zu anderen Menschen zu sein. Bei der Vorbereitung sähe ich zudem viel zu viele Probleme: Was würde ich den ganzen Tag machen? Was wäre, wenn ich krank würde? Und was, wenn…?

Für mich war es das erste Buch der Autorin, daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich habe erst durch dieses Buch erfahren, dass Carmen Rohrbach schon zahlreiche „exotische“ Reiseziele besucht hat und eine der bekanntesten Reiseautoren Deutschlands ist. Somit ist also der Lesenachschub gesichert, sobald ich wieder lesetechnisch Lust auf ein Abenteuer habe. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir haben insbesondere die Beschreibungen von Flora und Fauna gefallen. Da spielt viel Fachwissen der studierten Biologin mit hinein. Ich habe ihre Leidenschaft zur Natur und den Tieren sehr gut gespürt. Sie schreibt z.B. ausführlich über das unterschiedliche Aussehen von Schnee oder verschiedene Vogelarten. Auch ihre Dankbarkeit, die Weite und die Wildnis zu erleben, ist sehr gut greifbar. Mich hätten folgende Informationen interessiert: Wie konnte sie ihren Fotoapparat jeweils wieder aufladen? Und wie werden solche Exkursionen finanziert? Von mir gibt es 4 Sterne.

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Rezension zu "Mein Blockhaus in Kanada" von Carmen Rohrbach

Das Buch weckt Fernweh und Abenteuerlust durch die lebendige Erzählweise
Buchraettinvor 9 Monaten

Zusammen mit der Autorin dieses Buches konnte ich schon einige Abenteuer erleben. Entlang der Donau oder auf Island war ich mittels ihrer Bücher. In diesem neuen Buch erzählt sie anfangs von einer Wanderung durch Kanada hin zu einem Blockhaus in dem sie im Winter einige Monate allein verbringen möchte.
Interessant in diesem Buch ist auch die Verbindung zu anderen Sachbüchern. Das Blockhaus wurde von Nicolas Vanier gebaut. Auch er schreibt Sachbücher von seinen Abenteuern beim Schlittenhunderennen und auch von diesem Blockhaus „Das Schneekind“- wenn man diese Bücher auch besitzt, ist für mich als Leser toll, dann auch diese Verbindung zu sehen.
Der Traum, den sie schon als Kind hegte, in der Wildnis Kanadas zu überwintern, den will sich die Autorin nun erfüllen. Es gehen einige Verhandlungen vorweg. Eine Wanderung im Sommer geführt von einem Guide und begleitet von ihrem Lebensgefährten.
Hier hat mir die Einteilung des Buches gut gefallen, die man auch anhand des Inhaltsverzeichnisses nachvollziehen kann. Der erste Teil ist die Wandertour im Sommer. Da zweite Teil „Der weite Weg zum Thukada Lake“ (den Namen hat Vanier dem See gegeben und er stellt eine Art Pseudonym dar, zum Schutz der unberührten Natur (vergl. S.12).
Der dritte Teil des Buches ist die eigentliche Überwinterung in Kanadas Wildnis.
Sehr gut gefallen hat mir noch der Anhang des Buches. Wer Bücher liebt, ebenso wie das Lesen von Reiseberichten und Abenteuer, der wird hier dank der Autorin seinen Stapel ungelesener Bücher oder seine Wunschliste erhöhen können. Sie gibt hier Buchtipps mit Titel, Autor, Erscheinungsdatum und einer kurzen Inhaltsangabe zu Büchern, die sie gelesen hat.
Ebenso findet sich hier eine kurze Darstellung von Kanada, British Columbia und den Rocky Mountains. Allgemeine Infos, Geologie und Geographie, Geschichte, Ureinwohner.
Im Einband des Buches ist eine Übersichtskarte über Kanada abgedruckt und auch ein Lesebändchen farblich passend abgestimmt, macht für mich das Buch perfekt.
Der Stil des Buches ist eine Mischung aus Reiseberichtsbeschreibungen, Beobachtungen der Natur und auch Erinnerungen an ihr Leben. Es wirkt authentisch. Es liest sich fesselnd, es weckt den Abenteuergeist und es nimmt mich als Leser mit auf die Reise, wenn auch von zu Hause und mittels eines Buches.
Sie beschreibt die Natur, die Begegnungen mit Tieren sehr lebendig. Während der Wanderung stoßen sie auf Spuren von Goldsuchern und sie verwebt dann Informationen zu den Goldsuchern, verknüpft historische Details und Personen mit heutigen Personen und informiert damit den Leser auch wunderbar.
Mir haben besonders die Tierbeobachtungen gefallen und der Fotoanteil im Buch. Ich kann mir hier einige der Tiere anschauen, die wunderbare Natur und das Lesen des Buches wird so perfekt abgerundet.
Aber auch ihre persönlichen Lebenseinstellungen, ihre Erlebnisse, ihr beruflicher Hintergrund und immer wieder ihre Reisen sind sehr gut verwoben in das Buch und bilden ein rundes Bild beim Lesen.

Als Leser bin ich hautnah dabei. Spüre die Kälte. Sehe die Rauhfußhühner und erlebe das Abenteuer fast spürbar mit.
Das Buch weckt Fernweh und Abenteuerlust durch die Lebendigkeit und die spürbare Passion für die Natur.
Absolute Leseempfehlung.

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Rezension zu "Jakobsweg" von Carmen Rohrbach

Abenteuer auf dem Jakobsweg
Arbutusvor einem Jahr

Diese Rezension bezieht sich auf die Ausgabe "Wandern auf dem Himmelspfad" des Verlages Frederking & Thaler, die die beiden bereits veröffentlichte Bände "Jakobsweg - Wandern auf dem Himmelspfad" und "Muscheln am Weg" in einer Neuausgabe umfasst. Nur anders herum. Denn erst ist die Autorin den Camino francès nach Santiago di Compostela gegangen (den berühmten spanischen Jakobsweg), und dann, Jahre später, die französische Pilgerstraße Via Podiensis (von Le Puy bis nach St.-Jean-Pied-de-Port), hat aber die Reihenfolge in diesem Buch der Chronologie des Weges angepasst.

Das Vorwort fand ich nicht besonders erleuchtend. Ein Buch, das mit Allgemeinplätzen über Vorherbestimmungen und Fügungen beginnt, muss sich im Folgenden schon sehr anstrengen, um mich noch für sich zu gewinnen. Was ihm aber im Laufe der Lektüre tatsächlich gelingt. Denn Carmen Rohrbach kann schreiben. Und zwar richtig gut!

1. Muscheln am Weg

Die Reise auf der Via Podiensis, der angeblich Schönsten der alten französischen Pilgerstraßen, tritt die Autorin, die in Spanien bereits Camino-Erfahrung gesammelt hat, diesmal mit einem Esel namens Chocolat an. Ein mutiges Unterfangen, denn sie hat ihr Lasttier nur gemietet und bis dato überhaupt keine Erfahrung im Eselführen. Aber durch ihre offene, tierliebe Art schafft sie es schon bald, mit ihrem Eselchen zu einer guten Zweckgemeinschaft zu verschmelzen.

Nachdem mich die ersten Seiten noch nicht so mitgenommen haben, muss ich zum ersten Mal aufhorchen, als sie die Architektur der Kathedrale in Le Puy beschreibt, und ich stelle fest, dass Carmen Rohrbach durchaus eine begnadete Erzählerin ist. Sie schreibt stilsicher (meistens) und flüssig. Die Landschaftsbeschreibungen sind bildreich, sprachlich phantasievoll und stimmig; die Erzählung ist abwechslungsreich und dicht. Auch die Kapitelüberschriften hat sie geschickt gewählt. Und abgesehen von der völlig abgefahrenen und höchst ausführlich geschilderten Jakobuslegende finde ich auch die Heiligenlegenden und Hintergrundinformationen, die sie einflicht, sehr informativ.

Nur die Dialoge, wie soll ich es sagen ... sind reichlich, und manchmal kommen sie mir - obwohl, oder vielleicht gerade weil sprachlich so korrekt - ein wenig künstlich vor. Haben die Freunde auf dem Weg wirklich genauso gesprochen? Oft klingt es eher nach einer Art Quintessenz des Gesprächs. Dann aber wäre eine Schilderung ohne wörtliche Rede echter gewesen. Man erfährt allerdings durch diesen Gesprächs-Erzählstil durchaus Interessantes, zum Beispiel spannende Hintergrundinformationen über die Katharer. In diesem Zusammenhang gerät die Autorin allerdings in die Falle, die sie selbst kurz zuvor beschrieben hat, dass nämlich viele Vorstellungen, die wir heute über die Katharer haben, von ihren Feinden formuliert wurden und deshalb mit kritischer Vorsicht zu betrachten sind. Denn kurz darauf gibt sie leider selber unreflektiert die übelsten Pauschalisierungen wieder, die diese religiöse  Bewegung möglicherweise ungerechtfertigt in Verruf gebracht haben. Das ist für mich ein Schwachpunkt. Allerdings ist dies hier ein Reisebericht, oder, noch besser, ein Abenteuerbuch, das sich nicht mit wissenschaftlicher Korrektheit schmücken muss.

Ausgesprochen schön ist, wie Carmen Rohrbach die vielen Facetten des Regens schildert. Sympathisch wird sie mir, wenn sie auf die Verbalattacke einer militanten Tierfreundin ("Das ist Tierquälerei! Schlepp doch dein Gepäck selber!"), die nicht bereit ist, sich Gegenargumente anzuhören ("Ach vergiss es! Ich habe gesagt, was ich denke, mehr will ich darüber nicht reden"), mit einer weisen Parabel reagiert. Und es gibt auch Stellen, die mich richtig berührt haben, wie zum Beispiel, als sie ihren geliebten Reisebegleiter wieder auf seine heimische Wiese entlässt. Und andere, die mich zum Nachdenken gebracht haben, wie die Begegnung mit dem Rückwärtspilger, der auch den Heimweg von Santiago aus zu Fuß angetreten hatte.

Kurz und gut: ein spannender, leicht zu lesender ungewöhnlicher Erlebnisbericht mit vielen kurzweilig eingeflochtenen Details über Architektur, Naturkunde (die Autorin ist studierte Biologin) und historische Hintergründe.

Sodann folgt der zweite Teil (der eigentlich der Erste ist):

2. Jakobsweg - Wandern auf dem Himmelspfad


Eine Frau fragt mich, warum ich denn unbedingt nach Santiago gehen wolle. Das hatte ich mich selbst schon den ganzen Tag lang gefragt, als ich meine geschundenen Beine zum Weitergehen zwang und mir meine Schritte wie Wassertropfen erschienen, die in einer Wüste verdampften.

Dieser zweite Teil, der eigentlich ihre erste Wanderung auf dem Camino Francés beschreibt, gefällt mir noch besser als der erste, ist dicht und wunderschön geschrieben.

... Aber so eine krasse Einleitung habe ich noch in keinem Pilgerbuch gelesen: der plötzliche spontane Entschluss während einer Schreibblockade, den Rucksack zu packen und Hals-über-Kopf loszufahren, und dann läuft sie von St.-Jean-Pied-de-Port aus einfach irgendwo in die französische Pampa, um eine offene Dorfkirche zum Übernachten zu finden, weil sie kein französisches Geld für eine Unterkunft dabei hat. Wir sind mit dieser Autorin definitiv an eine Abenteurerin geraten. - "Als Kind fing ich jedes Jahr eine Ringelnatter, nahm sie mit nach Hause und schlang sie mir, zum Entsetzen meiner Eltern, während der Schularbeiten um den Hals." - In Portomarín sind in der Morgenfrühe noch die Herbergstüren verschlossen. Kurzentschlossen seilt die Frühaufsteherin ihren Rucksack ab und springt aus dem Fenster ...

Wenn sie allerdings die Einsamkeit sucht, hat sie sich mit dem Camino Francés den falschen Weg ausgesucht. So dachte ich jedenfalls. Wurde aber bald eines Besseren belehrt: Carmen Rohrbach pilgerte hier bereits Anfang der Neunziger. Offensichtlich war damals noch erheblich nicht so viel los auf dem Camino wie heute. Staunend liest man, dass die Autorin bei der Überquerung des Pyrenäenpasses hinter St-Jean-Pied-de-Port keine Menschenseele trifft. Den Weg nach Roncesvalles habe ich mir lange nicht so abenteuerlich vorgestellt. Sicherlich ist er das heute auch nicht mehr. Aber jedenfalls beschreibt sie ihn sehr stimmungsvoll.

Ich habe mir nicht vorstellen können, dass eine Atheistin so schön über den Jakobsweg schreiben kann. Kann sie aber. Das Kapitel zum Beispiel, in dem sie ihre Übernachtung in einer alten Schlossruine beschreibt, ist ganz außergewöhnlich. Hier erfahren wir auch Spannendes über die Kindheit der Autorin. Sehr überzeugend ist es auch, wenn sie während ihrer Sinnsuche auf dem Weg ihre Flucht aus der ehemaligen DDR in die Erzählung einflicht. Sie berichtet zwischendurch so lebendig und abwechslungsreich über verschiedene historische Figuren wie El Cid, Legenden wie das Hühnerwunder, kommentiert die Geschichten aus ihrem persönlichen Blickwinkel, der nicht immer meiner ist, aber sehr echt rüberkommt. Wie sie ihre Gefühle und ihre Wahrnehmung beim Durchqueren der einsamen und kargen kastilischen Hochebenen beschreibt, ist einfach atemberaubend.

So, genug gelobhudelt. Jetzt kommen die kritischen Punkte.
Die Dialoge mit Atze. Mann, die liegen ihr ja überhaupt nicht. Kommen irgendwie gestelzt daher.
Das León-Kapitel war mir entschieden zu langatmig. (Immerhin hat sich Atze am Ende in Carmen verliebt. Was ihr überhaupt nicht recht ist.)
Die Beschreibungen der Vögel am Wegesrand sind ausnahmslos schön zu lesen, trotzdem verzettelt sich die studierte Biologin hier manchmal geringfügig in ihrer ornithologischen Leidenschaft. Ich weiß wohl, dass es schwer ist, etwas wegzukürzen, was man liebt!
Obwohl Carmen Rohrbach eine wunderbare Schreiberin ist, finde ich hin und wieder kleine Stilschnitzer.
Und mit dem Atheismus ist das natürlich so eine lustige Sache. Immer wieder betont sie, nicht an Gott zu glauben, ist aber überzeugt, die Touristenströme im Kloster von Silo würden den Kreuzgang entweihen.

Das Ende dann aber ist - einfach wunderschön. Überhaupt, Kapitelabschlüsse kann sie. An weitere Publikationen dieser Autorin kann man sich definitiv heranwagen, wenn man eine gewisse Toleranz gegenüber manch kruden philosophischen Wendungen an den Tag legt (viele dieser Betrachtungen sind aber lesenswert und erschließen interessante neue Blickwinkel).
Jedenfalls habe ich großen Spaß gehabt bei der Lektüre.

Wieder der Kontrast - gedrängt die Stadt, menschenleer das Land. Grau besteint sind die Hochflächen, karge Felder dazwischen eingestreut. Ein Schäfer führt seine Herde dem Horizont entgegen.

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