Carmen Rohrbach Solange ich atme

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Inhaltsangabe zu „Solange ich atme“ von Carmen Rohrbach

»Wenn du etwas wirklich willst, erreichst du es auch«, mit dieser Überzeugung sticht Carmen Rohrbach im Alter von 27 Jahren im Schutz der Dunkelheit in die Ostsee. Ihr Ziel: die Flucht aus der DDR. Als sie und ihr Freund von Suchscheinwerfern der DDR-Grenz­patrouille erfasst werden, zerstören sie ihr Boot und setzen ihre Flucht schwimmend fort. Zwei Tage und Nächte halten sie sich über Wasser, in ständiger Angst, zu ertrinken oder entdeckt und verhaftet zu werden. Der Fluchtversuch misslingt, doch weder das Schei­tern noch die Gefängnisse der DDR können Carmen Rohrbachs Freiheitswillen brechen: Nach zwei Jahren Haft wird sie ausgewiesen und macht bald darauf als Dokumentarfilmerin und erfolgreiche Reiseautorin die ganze Welt zu ihrer Heimat.

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  • Solange ich atme von Carmen Rohrbach

    Solange ich atme
    BlueLeo

    BlueLeo

    08. January 2015 um 07:51

    Seit ihrer Kindheit träumt Carmen Rohrbach davon, die unterschiedlichsten Teile der Welt zu bereisen und in der freien Natur zu forschen. Daher entscheidet sie sich nach ihrem Schulabschluss für ein Biologiestudium in Greifswald. Durch den Bau der Mauer und die Aufspaltung in DDR und BRD wird ihr jedoch jegliche Möglichkeit auf Forschungaufenthalte im Ausland genommen. Resigniert arbeitet sie nach ihrem Studium an einer Universität. Sie gliedert sich in die Gesellschaft ein und nimmt politische Pflichtveranstaltungen wahr. Als sie den Tauchlehrer Jürgen trifft, ist es mit der Resignation vorbei und zusammen Planen sie ihre Flucht über die Ostsee nach Dänemark. Zunächst schwimmend und später im Schlauchbot paddelnd wollen sie es schaffen. Nach 2 Tagen und 2 Nächten im Wasser werden sie geschnappt und für Carmen Rohrbach beginnt ein Kampf um die Ausweisung in die BRD. In ihrem Buch „Solange ich atme“ beschreibt Carmen Rohrbach ihren Fluchtversuch über die Ostsee. Zumeist schweifen ihre Gedanken jedoch ab in die Vergangenheit. Sehr lebendig beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend bis zum Studienabschluss. So lernt man die Autorin nach und nach besser kennen und versteht ihren Wunsch nach Aufenthalten im Ausland. Nach der Verhaftung verbleibt die Autorin mit ihren Gedanken zumeist in der Gegenwart und berichtet von den Haftbedingungen und ihren eigenen inneren Kämpfen. Ich selbst habe nur wenig Neues über die Bedingungen und Abläufe nach der Haft erfahren, was aber auch an meinem eigenen Interesse an dieser Zeit liegt. Trotz allem ist es ein äußerst interessanter Zeitzeugenbericht, der recht schonungslos über die Haftbedingungen in der DDR berichtet. Trotz der Schilderungen über die eigene Kindheit muss ich sagen, dass mir die Protagonistin fremd geblieben ist. Besonders ihr Verhalten in der Kindheit und Jugend verwirrten mich. Dabei geht es weniger um die starke Liebe zur Natur, als vielmehr um den Umgang und das Verhalten gegenüber Mitmenschen. Trotz allem habe ich die Entwicklung und Veränderung der Autorin mit Interesse verfolgt. Besonders für ihr Steh- und Durchhaltevermögen während der Haft, habe ich sie bewundert. Auch wenn der Leser von Beginn an weiß, dass die Flucht scheitern wird, blieb mir persönlich ein hohes Maß an Neugier und Interesse beim Lesen erhalten. Ein interessantes und wirklich persönliches gehaltenes Buch.

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  • Rezension zu "Solange ich atme" von Carmen Rohrbach

    Solange ich atme
    Tweetywoman76

    Tweetywoman76

    01. July 2009 um 16:49

    In ihrem autobiografischen Buch, dessen vollständiger Titel "Solange ich atme - Meine dramatische Flucht über die Ostsee ans >>Ende der Welt<< " lautet, beschreibt Carmen Rohrbach im Detail ihren Fluchtversuch mit ihrem damaligen Freund Jürgen. 2 Tage und 2 Nächte schwimmen sie in der See. Diese Zeit nutzt Carmen Rohrbach, um auf ihr bisheriges Leben zurück zu blicken. Sie ist Mitte 20, als sie den Schritt wagt, die DDR auf illegalem Weg zu verlassen. Mit ihrem Diplom in Biologie hoffte sie, durch die Welt reisen und Expeditionen unternehmen zu können, in welcher sie ferne Länder erforschen und das Leben verschiedenster Tierarten studieren wollte. Dies blieb ihr durch das System DDR verwehrt - warum, erfährt man als Leser im Buch. Obwohl man als Leser von vornherein weiß, dass diese Flucht scheitern wird, leidet man mit Carmen Rohrbach mit. Ihre Art, das Erlebte in Worte zu fassen, hat mich beim Lesen mitgerissen. Im zweiten Teil des Buches beschreibt sie ihre Erlebnisse in Gefängnissen der DDR bis zu dem Punkt, wo sie durch die Bundesrepublik freigekauft wird. Nach ihrer Promotion am Max-Planck-Institut erhielt sie den Forschungsauftrag, das Leben der Meerechsen auf den Galapagosinseln zu dokumentieren - ihr Traum wurde wahr! Über ihre verschiedensten Reisen verfasste sie mehrere Bücher und Dokumenarfilme.

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