Carmen Stephan Mal Aria

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Inhaltsangabe zu „Mal Aria“ von Carmen Stephan

'Dieses Buch nimmt es mit dem ganzen Leben auf. Ein Wagnis für die Autorin, ein Glück für die Leser. Sie erfahren etwas Unvergessliches.' Roger Willemsen

Am Abend lief Carmen noch um die Wette am Strand – in der Nacht weckt sie ein kalter Schmerz. Kein Arzt in Brasilien weiß ihr zu helfen. Nur einer weiß alles: der Moskito, der Carmen gestochen hat. Immer tiefer verbindet er sich mit seinem Opfer, immer tiefer zieht er den Leser in diese Geschichte, die zugleich eine Parabel über die Unkontrollierbarkeit des Lebens ist.

Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2012

Ein berührendes Buch über eine Frau, die sich im Urlaub mit Malaria infiziert. Aus der Sicht der Mücke, die sie infoziert hat :D

— Vitas

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  • Mal Aria

    Mal Aria

    Vespasia

    23. November 2017 um 00:59

    Die Urlauberin Carmen wird unterwegs von einem Moskito gestochen, der sie mit der lebensgefährlichen Krankheit Malaria infiziert. Besagter Moskito folgt ihr und erzählt ihre Geschichte. Der Leser erfährt von der Unfähigkeit der Ärzte, der Machtlosigkeit gegenüber einer gefährlichen Krankheit und von Insekten, die eigentlich auch nur überleben wollen. Im Laufe der Geschichte konnte ich mich - obwohl ich kein großer Insektenfreund bin - mit dem Moskito identifizieren, aber auch mit Carmen, deren Urlaub fatal endet. Dieses Buch regt zum Nachdenken an, über den Tod, über Natur und über die Menschen. Es berührt und beeindruckt, ganz nebenbei erfährt man auch einiges über die Krankheit selbst. Ein wunderbares Buch, dass es definitiv wert ist, gelesen zu werden!

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  • Ein Moskito erzählt

    Mal Aria

    Saphir610

    02. February 2016 um 23:31

    Ein Urlaub im Amazonasgebiet, Carmen wird krank und der Arzt sieht das naheliegende nicht, schickt sie mit einer falschen Diagnose und Medikamenten fort. Zu spät wird erkannt was sie hat. Doch der Moskito, der sie seit dem Urlaub begleitet, weiß was in ihm ist, was er an Carmen weiter gegeben hat, die Geißel. Der Moskito erzählt was er sieht, wahr nimmt und sinniert über das Leben. Fast schon lyrisch, soll der Leser über die Unkontrollierbarkeit des Lebens nachzudenken. Ein toller Ansatz, die Sicht eines Moskitos auf das Leben, auf die Menschen. Sprachmächtig wird der Erzähler auf dem Klappentext genannt. Ich weiß nicht, warum der erste Arzt Carmen einfach vom Ansehen eine Diagnose gab, die nicht zu traf, gerade in der Gegend des Amazonas, wo meines Erachtens die Malaria nicht gerade selten vor kommt. Ich fand keinen richtigen Zugang zur Erzählung des Moskitos, es war von der Art her etwas zu viel gewollt, vielleicht hätten es etwas einfachere Worten besser darstellen können, dass wir das Leben halt nicht im Griff haben.

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  • Lehrreich, herzzerreißend und wunderbar geschrieben

    Mal Aria

    Gospelsinger

    07. January 2014 um 22:04

    Anopheles-Mücken sind unsympathische Viecher. Schließlich übertragen sie die gefürchtete Malaria, an der weltweit immer noch viel zu viele Menschen sterben, besonders auf dem afrikanischen Kontinent und besonders Kinder. 1,2 Millionen Opfer fordert die Krankheit jährlich. Dieses Buch ist aus der Sicht einer Anopheles-Mücke geschrieben, und siehe da – sie ist sympathisch. Das liegt in erster Linie daran, dass sie ein schlechtes Gewissen hat. Nämlich gegenüber Carmen, der jungen Frau, die sie gestochen hat. Wer konnte denn ahnen, dass die Ärzte in Brasilien, wo Carmen sich gerade aufhält, so sehr auf das gerade grassierende Dengue-Fieber fixiert sind, dass sie nicht auf die Diagnose Malaria kommen? Niemand denkt außerhalb des gewohnten Rahmens. „Menschen, die nicht denken, sind überflüssig; sie sind gefährlich.“ Carmen geht es zusehends schlechter, und die Anopheles-Mücke bleibt bei ihr, in der Hoffnung, dass jemand sie bemerkt und endlich auf die für Carmen rettende Idee kommt. Denn die Zeit rennt. Gerettet wird nur, wer schnell behandelt wird; ohne Behandlung führt Malaria in ein, zwei Wochen zum Tod. Die Mücke nutzt die Zeit, um über die Geschichte der Malaria zu reflektieren. „Malaria veränderte eure Politik, eure Geschichte; und auch das Leben derjenigen, die nicht daran erkrankten. Euer Leben.“ Die Krankheit entschied über den Ausgang von Schlachten, brach Kreuzzüge ab, und forderte mehr Opfer als Pest, Cholera und Pockenepidemien zusammen. Die Mücke erinnert sich an den Wettlauf der Wissenschaftler, wer als erstes den Übertragungsweg findet, und an die Anpassung der Krankheit an die durch die Menschen verursachten geänderten Rahmenbedingungen. „Am Ende waren die Reichen von Malaria befreit. Aber die Anderen, die Ärmsten: Für sie habt ihr es schlimmer gemacht.“ Die Mücke beschreibt afrikanische Strategien im Umgang mit der Krankheit und die Herkunft des Wortes „Spleen“ (dass dieser Begriff mit Malaria im Zusammenhang steht, wusste ich vorher noch nicht), denkt über das Verhältnis zwischen Arzt und Patient nach, definiert Freundschaft und philosophiert über das Leben und den Tod. „Der Tod abstrakt funktioniert. Der Tod konkret funktioniert nicht.“ Die Mücke wundert sich über die Menschen, die den Gedanken an den Tod verdrängen. „Warum begreift ihr das Leben nicht von seinem Ende her. Warum lebt ihr nicht vom Ende her.“ Das Bewusstsein, nie mehr den geliebten Menschen zu berühren, nie mehr den Lieblingsort zu sehen, dieses nie mehr ist das Schlimmste am Tod. Und niemand ist darauf vorbereitet. Selten habe ich die Beschreibung des Sterbens so eindringlich und herzzerreißend gelesen wie in diesem Roman. Mich hat dieses Buch tief berührt, besonders, weil vor nicht einmal drei Monaten meine Freundin gestorben ist. Zwar an einer anderen Krankheit, aber mit dem gleichen unaufhaltsamen Verfall. Es ist erstaunlich, wie viel Weisheit ein so schmales Buch enthalten kann, zumal es sich auch noch um den ersten Roman einer jungen Autorin handelt. Ebenso erstaunlich ist die anspruchsvolle Sprache. Einen so wunderbaren Schreibstil findet man heutzutage leider nur noch selten. Dies ist eines der Bücher, die ich immer mal wieder zur Hand nehmen werde.

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  • Die große Leserpreis 2013 - Buchverlosung!

    doceten

    Buchverlosung: Gewinnt eure beliebtesten Bücher 2013 In den letzten Wochen konntet ihr auf LovelyBooks eure beliebtesten Bücher für den Leserpreis nominieren und in der Finalrunde für die 35 Favoriten in 15 verschiedenen Kategorien abstimmen. Die Resonanz beim diesjährigen Leserpreis war einfach überwältigend. Hunderte Blogbeiträge, viele Tausende Beiträge bei Facebook und Twitter und über 37.000 abgegebene Stimmen machen den Leserpreis 2013 zu einem der größten Publikumspreise im deutschsprachigen Raum. Als kleines Dankeschön an alle leidenschaftlichen Leser da draußen möchten wir zum Abschluss zehn feine Buchpakete mit vielen nominierten Büchern verlosen. So kannst du mitmachen Du nimmst automatisch am Gewinnspiel teil, wenn du unter diesem Beitrag folgende Frage beantwortest: Welches Buch ist dein absolutes Lieblingsbuch 2013? Damit wir bei der Verlosung deine Vorlieben berücksichtigen können, gib bitte auch gleich drei verschiedene Buchpakete an, über die du dich am meisten freuen würdest. Wir haben folgende Pakete für euch zusammengestellt: Romane Fantasy Krimi und Thriller Kinderbuch Jugendbuch Erotik Hörbuch Humor Liebesromane Historische Romane EDIT: Vor lauter Leserpreisfieber habe ich den Teilnahmeschluss vergessen. Alle Mitglieder, die hier bis zum Donnerstag, 5.12., kommentrieren, nehmen automatisch an der Verlosung teil. :-)

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    • 1441
  • Ihr Blut in mir

    Mal Aria

    Juana

    24. June 2013 um 13:57

    Carmen Stephan, die in München und in Rio de Janeiro lebt, erzählt in ihrem ersten Roman „Mal Aria“ von eben dieser Krankheit – und zwar aus der Sicht eines Moskitos. Entsprechend originell ist der Blick auf diese lange unbekannte Krankheit und auf naive Europäer, die in den brasilianischen Urwald reisen, ohne etwas über die Natur dort zu wissen. Die todbringende Mücke kann dem Blut der hellhäutigen Carmen nicht widerstehen. „Es ist leicht, viel anzurichten. Im Guten wie im Bösen. Ein kurzer Stich genügt. Pleased to meet you. Schaut mich an. Schachbrettflügel, die Taster lang gewachsen wie der Stechrüssel, die Beine dünn und lang, Abdomen schnüppchenlos, ein Wesen, nicht schwerer als ein Tropfen Wasser.“ Ein extrem fesselnder, weiser und sprachlich wunderschöner Roman über die Wechselwirkung von Mensch und Natur.

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  • Rezension zu "Mal Aria" von Carmen Stephan

    Mal Aria

    catbooks

    12. March 2013 um 18:45

    Ein Buch aus der Sicht eines Moskitos? Klingt im ersten Augenblick ziemlich merkwürdig und auch gleichzeitig erschreckend. Doch dass dieses Buch nicht den Alltag eines Insekts zeigt, wird schnell klar. Dieses Erlebnis ist weitaus tiefgründiger, schon ziemlich gruselig und erschütternd. Carmen, die eigentlich nur noch schnell mit ihrem Freund eine Woche Urlaub machen möchte und dann von einem Moskito gestochen wird. Ihr Leben verändert sich schlagartig, eine grausame Fahrt bergab beginnt und nimmt den Leser mit in eine Situation, bei der einem Angst und Bange wird. Sie bekommt alle Symptome, die ein klares Anzeichen für Malaria sind, doch leider auch für zahlreiche andere Krankheiten, die zum dem Zeitpunkt der Erkrankung die Runde machen, wie z.B. das Dengue-Fieber. Die Behandlung bei den verschiedensten Ärzten zieht sich über einen langen Zeitraum, doch ohne Erfolg und Aussicht auf Linderung. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit mit dem einziges Ziel: leben und nicht sterben! Es ist ist fürchterlich zu sehen, dass die Ärzte sich 1. nicht genügend Zeit zu nehmen um sich mit der Krankheit von Carmen zu beschäftigen und 2. das sie so extrem betriebsblind geworden sind, dass ihnen ihre drastischen Fehler gar nicht mehr auffallen. Als ob es ihnen gar nichts ausmacht, dass Carmen vor Erschöpfung das Bewusstsein verloren hat und wenn nicht schnell jemand die richtige Krankheit diagnostiziert, auch leider sterben wird. Als ich ich diese Situationen gelesen habe, ist mir ganz schlecht geworden, denn diese Umstände gibt es nicht nur in Brasilien, sondern überall auf der Welt. Es ist schockierend, denn wenn du nicht genügend Geld hast, wird dir nicht geholfen… Der kleine Moskito hat auch in diesem Buch einen wichtigen Auftritt, schließlich ist er auch derjenige, der Carmen diese Schmerzen angetan hat! Doch obwohl ich ihn eigentlich “hassen” sollte, so kann er trotzdem nichts gegen seine Natur machen. Er ist mir im Laufe des Buches immer sympathischer geworden. Das klingt jetzt zwar komisch, denn eigentlich finde ich Insekten doch ziemlich beängstigend. Es hat mich einfach sehr mitgenommen, dass er für Carmen solch starke Gefühle entwickelt hat und auch mit ihr gelitten hat, dass die Ärzte unfähig sind und ihre Krankheit nicht erkennen. Und er hat keine Möglichkeit gesehen sich gegenüber den Menschen zu äußern und zu zeigen, dass er der Auslöser ist und die einzig wahre Schlussfolgerung ist: es ist Malaria! Ob es ein Zufall ist, dass sowohl die Protagonistin als auch die Autorin Carmen heißen, mag ich zu bezweifeln, leider geht aus dem Buch nicht hervor, ob es sich in diesem Fall um eine wahre Begebenheit handelt. Ich kann es mir allerdings schon gut vorstellen, da die Beschreibungen des Krankheitsbilds Malaria und der gesamten Situation sehr realitätsnah wirken und ich teilweise das Gefühl hatte selbst im Fieberwahn da zu liegen und die Geschichte recht verschwommen mitzuerleben. Das Cover ist großartig! Sehr einfach gehalten und mit der einzelnen Rose in der Mitte doch so genial! Warum das Wort Malaria auseinander geschrieben wird, wird erst im Laufe des Buches klar. Das dieser Aspekt allerdings noch einmal mit dem Titel aufgegriffen wird, finde ich super! Fazit: Mir das hat das Lesen des Buches viel Spaß gemacht, obwohl es eine sehr bedrückende und traurige Stimmung zum Ausdruck bringt. Carmen Stephan hat eine Geschichte geschaffen, die mich stark zum Nachdenken angeregt hat und das ich auch noch weit danach ein schummriges Gefühl in der Magengegend habe, weil ich es so grausam fand, dass die Protagonistin Carmen den Ärzten so ausgeliefert ist. “Mal Aria” ist ein Buch, bei dem das Verhältnis zwischen klaren Fakten über die Krankheit, den Problemen in der Bevölkerung und der fiktiven Geschichte vollkommen stimmt. Ich kann euch dieses Buch ans Herz legen und wünsche euch viel Freude beim Lesen!

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  • Rezension zu "Mal Aria" von Carmen Stephan

    Mal Aria

    sabatayn76

    31. January 2013 um 11:04

    'Ist das nicht phantastisch, ihr Menschen seid nur eine unnütze Hülle für Wesen, die es nicht mal zu Fühlern geschafft haben, die nicht mehr als ein Klumpen ohne Geist und Seele sind.' Inhalt: Carmen wird in Brasilien von einem Moskito gestochen und plötzlich schwer krank. Keiner erkennt, was die Ursache für ihre Krankheit ist, keiner denkt an Malaria. Nur die Anopheles-Mücke, die Carmen gestochen hat, weiß Bescheid, bleibt in ihrer Nähe, fühlt sich nach dem Bluttrinken mit Carmen verbunden, versucht, den anderen Hinweise zu geben und Carmen so zu retten. Dabei erzählt der Moskito die Geschichte des Wechselfiebers, philosophiert über Leben und Tod, kommentiert die Zerstörung der Erde durch den Menschen. Mein Eindruck: 'Mal Aria' ist eines dieser Bücher, die man nach dem Auslesen sofort erneut lesen möchte. Carmen Stephan ist meiner Meinung nach ein Geniestreich gelungen: 'Mal Aria' ist bisweilen amüsant, immer tiefgründig, informiert über die Geschichte der Malaria, bewegt, macht betroffen und nachdenklich. Dabei ist 'Mal Aria' sprachlich anspruchsvoll, aber so packend erzählt, dass sich das Buch im Nu liest. Auf beinahe jeder Seite möchte man sich Sätze markieren, weil sie so treffend sind und sehr pointiert formuliert wurden. Auch die ungewöhnliche Perspektive, dass die Anopheles-Mücke die Geschichte erzählt, hat mir sehr gut gefallen und war extrem überzeugend. Der Verlauf der Krankheit wurde sehr realistisch und sehr authentisch beschrieben. Mein Resümee: Ein wirklich großartiges Buch. Ich freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.

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