Carmilla DeWinter

 4.7 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Albenbrut - Ein bindender Eid, Jinntöchter und weiteren Büchern.
Carmilla DeWinter

Lebenslauf von Carmilla DeWinter

Carmilla DeWinter schreibt Fantasy, dabei aber lieber Drama als Action und hat eine Schwäche für Figuren, die zum queeren Buchstabensalat gehören - also Figuren, die schwul, lesbisch, bi, trans*, asexuell, etc. sind. Außerdem von ihr zu finden sind gedruckte Meinungen und Essays zum Feminismus und dem bereits erwähnten Buchstabensalat sowie jede Menge Blogposts.

Neue Bücher

Die A-Karte

Neu erschienen am 22.10.2018 als E-Book bei .

Alle Bücher von Carmilla DeWinter

Sortieren:
Buchformat:
Albenbrut - Ein bindender Eid

Albenbrut - Ein bindender Eid

 (4)
Erschienen am 14.04.2014
Albenbrut 2 - Gebrannte Kinder

Albenbrut 2 - Gebrannte Kinder

 (2)
Erschienen am 20.06.2014
Jinntöchter

Jinntöchter

 (2)
Erschienen am 02.02.2018
Albenzauber

Albenzauber

 (1)
Erschienen am 10.04.2017
Albenerbe - Das Blut von Königen

Albenerbe - Das Blut von Königen

 (0)
Erschienen am 16.07.2016
Albenerbe

Albenerbe

 (0)
Erschienen am 20.07.2016
Die A-Karte

Die A-Karte

 (0)
Erschienen am 22.10.2018
Albenherz

Albenherz

 (0)
Erschienen am 22.06.2018

Neue Rezensionen zu Carmilla DeWinter

Neu
AprilHexes avatar

Rezension zu "Jinntöchter" von Carmilla DeWinter

Intelligente Fantasy
AprilHexevor 6 Monaten

Sehr flüssig und spannend geschriebener Fantasy-Roman, der mich in den meisten Momenten gefesselt hat. Die Geschichte ist in sich stimmig und die Charaktere liebevoll und witzig ausgestaltet. Toll fand ich auch, dass eigentlich kein Charakter einfach nur gut oder böse ist, sondern immer beides in sich trägt. 
Manchmal wirkt die Story zwar etwas gar stereotyp, und mich störten die ständigen Anspielungen auf Homosexualität teilweise etwas, da ich sie als unnötig oder nicht wirklich wichtig empfand, aber das ist wohl Geschmackssache. 
Ansonsten sehr empfehlenswert, da es wirklich einmal "was ganz anderes" ist im Bereich Fantasy. 

Kommentieren0
0
Teilen
Monkbergs avatar

Rezension zu "Jinntöchter" von Carmilla DeWinter

Nord gegen Süd, Sieger gegen Besiegten und Patriarchat gegen Matriarchat
Monkbergvor 10 Monaten

Dieses Buch ist Unterhaltung im besten Sinn, nämlich intelligente Unterhaltung. Doch sei der Leser gewarnt: Ein Märchen erzählt die Autorin wirklich nicht. Eher reibt sie uns Prise für Prise Wahrheiten unter die Nase und das sehr geschickt. Aber jetzt – genau wie die Erzählerin, die der Handlung quasi wie in einem Zwischenspiel immer wieder einen schönen Takt gibt, uns hineinschickt und wieder herausreißt, die Spannung mal steigert, mal geschickt bremst – also mitten hinein:

Wir befinden uns mit dieser Geschichte in unruhigen Zeiten. Ein Volk von Eroberern hat sich in Jinntöchter vor etwa einer Generation im Land der Besiegten breitgemacht und der Bevölkerung die eigenen Wertvorstellungen aufgedrückt. Es ist noch nicht lange genug her, dass die Besiegten ihre alten Götter vergessen und sich die neuen wirklich zu eigengemacht hätten. Die Sitten der Sieger werden befolgt, aber verinnerlicht sind sie noch nicht. Der Normalbürger will keinen Ärger und die Heldin, Maya, eigentlich nur das, was jeder Mann, jede Frau will – ein Heim, eine Zukunft. Genau damit tut sie sich aber schwer, denn sowohl in den Wertvorstellungen der Eroberer wie der Besiegten gilt sie als illegitim und damit bleibt ihr als einzige Möglichkeit sich zu verkaufen.

Versteht sich, das macht Jinntöchter sehr klar, dass genau die Gesellschaft, die Maya ausgestoßen hat, ihre Dienste nur zu gern in Anspruch nimmt. Scheinheiligkeit ist so alt wie die Welt und genauso lange fordert Unterdrückung, gleich welcher Art, Widerstand heraus. Die Erzählerin der Handlung rollt vor den Augen der Leser einen reich gemusterten Teppich von Wünschen und Motiven aus. Er gibt Verschwörer, die darauf hoffen, die alte Ordnung wiederherzustellen und die Eroberer aus dem Land zu jagen, samt ihrer Priesterschaft. Die Eroberer wiederum gieren nach neuen Schätzen, die sie jenseits der Grenze der Besiegten in einem noch weiter entfernten Land zu finden hoffen. Während das Volk, das dort lebt, noch einmal andere Wertvorstellungen hat, die mit denen Mayas, ihrer Landsleute und denen der Eroberer in keiner Weise kompatibel sind.

Manchmal, das tut aber dem Lesevergnügen nur minimal Abbruch, wird die Handlung ein wenig zu sehr zur Parabel, zu deutlich zum Spiegel, den uns die Figur der Erzählerin vorhält. Denn es geht es in Jinntöchter um Vorurteile. Jeder von uns besitzt sie. Es geht um Hetero‑ gegen Homosexualität, Patriarchat gegen Matriarchat, Macht gegen Ohnmacht und um Gehorsam gegen Rebellion. Viele der handelnden Personen müssen erleben, dass die Werte, an denen sie sich ihr ganzes Leben festgehalten haben, im Grund nichts wert sind. Einige entdecken neue Werte, andere gehen unter. Nicht alles in diesem Roman endet im happy End, doch die gesamte Handlung ist in sich absolut stimmig und dass Maya tatsächlich ihren Platz findet, sogar einen, mit dem die Leser nicht gerechnet haben: Wunderbar!

Da es sich dabei um Fantasy handelt, gibt es quasi zusätzlich mächtige Geistwesen, Jinun. Besser bekannt als Dschinns. Sie spielen eine wichtige, aber keine absolute Rolle, genauso wenig wie Magie eine unverzichtbare Rolle im Rahmen der Handlung spielt. Die Autorin benutzt sie, um manche Dinge plausibler zu machen, als sie es ohne Magie wären. In diesem Sinn ist die Magie diese k‑einen Märchens genau wie die Erzählerin mit ihrer Rahmenhandlung ein Kunstgriff.

Carmilla deWinter benutzt auch sprachlich einen Kunstgriff, auf den man sich einlassen muss: Um darzustellen, dass die Jinun, Geister der Wüste, als solche (eigentlich) kein Geschlecht haben, mal Sie mal Er sein können, sind sie bei der Autorin sier. Man kann es beim Lesen als Stolpersteine empfinden, man kann Carmilla DeWinter für die Konsequenz bewundern, mit der sie das durchzieht. Ich wünsche Jinntöchter auf jeden Fall viele begeisterte LeserInnen.

Kommentare: 1
1
Teilen
J_Walthers avatar

Rezension zu "Albenzauber" von Carmilla DeWinter

Bezaubernd
J_Walthervor 2 Jahren

Albenzauber ist der vierte Roman der Autorin, aber der erste, den ich gelesen habe. Fantasy ist nicht mein bevorzugtes Genre. Doch hier hat das schöne Cover ebenso wie die Beschreibung mein Interesse geweckt.

Inhalt:
Nives, Kinderfrau am Hofe des Albenkönigs, flieht mit dem Prinzen Cir vor einem Umsturz in die Welt der Menschen. Als Nives Jahre später versehentlich einen jungen Mann mit dem Albenzauber um den Verstand bringt, suchen sie und Cir in ihrer alten Heimat nach einem Heilmittel. Dort aber bereitet die Thronräuberin Noctuola einen Krieg mit den Menschen vor. Cir fürchtet um sein Erbe und erbittet einen Spruch von einer Seherin: Um Noctuola zu besiegen und dauerhaft nach Hause zurückzukehren, müssen Nives und er einen Menschen finden, weder Mann noch Frau, der gegen den Albenzauber gefeit ist.


In die Welt der Alben kann man sich beim Lesen leicht hineinfinden. Nives und Cir leben zuerst bei den Menschen, deren Welt etwas an die Alpen/Südtirol erinnert. Die Alben sind nicht besonders gut gelitten, Außenseiter in einer kargen Welt.
Meine Lieblingsfigur ist Nives, eine vermeintlich einfache Frau, die mit Stärke und ruhiger Kraft ihren Weg geht.
Die Überraschung stellt aber die Liebesgeschichte dar, die man vielleicht gar nicht so nennen darf. Eine Beziehung zwischen der asexuellen und "genderfluid" Ritterin Heilika und der 70jährigen Albin Nives. Ein Liebe, die in mehrerer Hinsicht in dieser Welt nicht sein darf. Bezaubernd!

Auch Cir und Fiametta können Sympathie gewinnen. Alle Figuren sind lebendig gezeichnet und nicht überzeichnet. Ergänzt wird die Geschichte von wohldosierter Action, die jedoch nie die ruhigeren Abschnitte erschlägt.
Der Stil des Buches ist ausgereift, angenehm zu lesen, klar und ohne Blumigkeit. Das Buch konnte mir das Thema Asexualität näherbringen und man kann es zurecht als queer im besten Sinne bezeichnen.

Mir hat es sehr gut gefallen und ich werde mir auch die anderen Geschichten aus der Albenwelt zu Gemüte führen. Ein Überblick findet sich auf dem Blog der Autorin: https://carmilladewinter.com/das-albenbrut-universum/

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
SveaLundbergs avatar
Carmilla DeWinter und Svea Lundberg lesen aus ihren phantastischen und zeitgenössischen Romanen und Kurzgeschichten.

SONNTAG, 15. JANUAR 2017

Weissenburg e.v. STUTTAGRT


Mehr über Carmilla:
Carmilla DeWinter ist Teilzeitapothekerin und Teilzeitautorin. Aus ihrer Feder entspringen überwiegend Texte, die dem Genre der Phantastik zuzuordnen sind und queere Figuren in all ihren Facetten zeigen. Nebenbei arbeitet sie für das „Bundesamt für magische Wesen“, einen Zusammenschluss deutschsprachiger Fantasy-Autor*innen und veröffentlicht Essays zu feministischen und queeren Themen.

Das Albenbrut-Universum:
Albenbrut 1 – Ein bindender Eid (dead soft verlag, April 2014)
Albenbrut 2 – Gebrannte Kinder (dead soft verlag, Juni 2014)
Albenerbe 1 – Das Blut von Königen (dead soft verlag, Juli 2016)

Weitere Veröffentlichungen:
Arbeitsbericht des Bundesamtes für magische Wesen: Migration, Heimat und Herkunft (April 2016)

Mehr über Svea:
Neben ihrem Teilzeitjob im Einzelhandel schreibt Julia Fränkle unter ihrem realen Namen im Bereich der Phantastik und unter dem Pseudonym Svea Lundberg im Bereich Contemporary. Ihre Romane vereinen Crime, Drama und Romance, oft mit queeren Figuren und immer mit einer Portion Gefühl. Außerdem rezensiert die Autorin für boys-and-books und Zauberwelten-Online.

Contemporary von Svea Lundberg:
„Kristallschnee“ (dead soft verlag, Januar 2016)
„Kristallträume“ (dead soft verlag, März 2016)
„Kristallscherben“ (dead soft verlag, Dezember 2016)
„Inbetween – Zwischen Bühne und Bordell“ (dead soft verlag, August 2016)

Fantasy von Julia Fränkle:
„Die Köpfe der Hydra“ In: „Heimchen am Schwert – Femtasy mit starken Frauen“ (verlag ohneohren, Juni 2016)
„Elfendiener – Der Krieger und die Mätresse“ (tensual publishing, Juli 2016)
„Nacht der Blutsteine“ (September 2016)


Mehr Infos unter:
https://carmilladewinter.com/
http://svealundberg.net/
http://www.zentrum-weissenburg.de/
http://www.deadsoft.de/
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Carmilla DeWinter im Netz:

Community-Statistik

in 14 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

Worüber schreibt Carmilla DeWinter?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks