Carmine Abate Der Hügel des Windes

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Inhaltsangabe zu „Der Hügel des Windes“ von Carmine Abate

Seit Urgroßvater Alberto die fruchtbare Erde des Rossarco umgegraben hat, ist der Hügel an der kalabrischen Küste Schatz und Schicksal der Familie Arcuri. Der Rossarco hält sie zusammen, von Generation zu Generation, gegen Krieg, Armut, Faschisten und Mafia. Er birgt ihre Wurzeln – und ihre Geheimnisse: angefangen bei Nonna Sofia und den beiden Toten im Kirschhain. Carmine Abates preisgekröntes Meisterwerk erzählt die Geschichte einer italienischen Familie und eines bewegten Jahrhunderts – dicht, weise und federleicht.

Der Hügel des Windes

— Helen13

Ein wunderbares Buch, die Geschichte einer Bauernfamilie in Süditalien über mehrere Generationen. Schöne Sprache, spannende Handlung.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • "Wir haben alles, und wir haben nichts." oder: "Folge einfach der Wahrheit des Lebens."

    Der Hügel des Windes

    HeikeG

    02. August 2015 um 14:08

    Philoktetes, ein vortrefflicher Bogenschütze und einer der Argonauten, wird auf dem Zug gegen Troja von einer Schlange in den Fuß gebissen. Die Wunde eitert heftig und verbreitet einen so unerträglichen Gestank, dass er auf den Rat von Odysseus auf der Insel Lemnos ausgesetzt wird. Hier verlebt er unter großen Qualen und Schmerzen neun Jahre in völliger Isolation. Doch ohne seinen Bogen und die Pfeile des Herakles, in dessen Besitz er ist, kann Troja nicht erobert werden. So holt man ihn im zehnten Jahr wieder zurück, heilt seine Wunde und die Vorsehung des Orakels trifft ein: Paris wird durch ihn tödlich getroffen und Philoktetes genießt fortan hohes Ansehen. So erzählt es die griechische Mythologie. Doch: "Das Unrecht kann man bekämpfen, die Einsamkeit aber ist eine heimtückische Krankheit, die nicht leicht heilt." Um Einsamkeit, Freiheit, um Familie und deren seelenstärkende Zusammengehörigkeit, aber auch um die mythische Vergangenheit eben jener griechischen Sagengestalt geht es in Carmine Abates neuem Roman, der tief im italienischen Süden angesiedelt ist. Dort in der Stiefelspitze liegt eine hügelige, wilde und noch immer kaum berührte Landschaft mit versteckten Buchten, einzigartigen Stränden und kristallklarem Wasser. Doch in dieser Region des Mezzogiorno ist nicht alles golden was glänzt. Denn Kalabrien ist äußerst kontrastreich und keine leichte Kost. Schönes und Hässliches liegen oft dicht nebeneinander. Bausünden an den Küsten, wirtschaftlich schlecht entwickelt und mafiöse Strukturen sind die andere Seite der Medaille. Aber so vielgestaltig wie das Land, ist seine jahrtausendealte Geschichte. Und diese verknüpft der in eben dieser Region geborene Carmine Abate in seinem 2012 mit dem "Premio Campello" ausgezeichneten Roman auf wundervolle Art und Weise. Angesiedelt hat er seine Familiensaga auf dem Rossarco, einem Hügel im Hinterland von Marina, der vielleicht gar eine der Städte unter sich begraben hält, die eben jener Philoktetes nach dem Trojanischen Krieg gründete, um von seiner Einsamkeit zu genesen. Denn "immer wählte er Orte von betörendem Duft, er, der zehn Jahre lang den fauligen Todesodem geatmet hatte.", weiß Michelangelo Arcuri seiner Schwester Ninabella zu berichten. Erzählt wird aus der Sicht Arturo Cesares - genannt Rino - dem Sohn Michelangelos, der sicher viele Züge Carmine Abates trägt, die Geschichte der Familie Arcuri und ihres umkämpften Landbesitzes über vier Generationen, ausgehend vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Immer die geheimnisvolle Aura einer realen Erhebung in der Nähe seines Heimatdorfes Carfizzi vor Augen, entspannt der Autor in wunderbaren Bildern und Sequenzen eine weitreichende Geschichte des schweren Überlebenskampfes der ländlichen Bevölkerung im Besonderen und der Geschichte Italiens im Ganzen. Abate zeichnet in wunderschönen Sätzen und Beschreibungen ein "mediterranes Gemälde, in einem Rahmen aus blendendem Licht", dessen Düfte und Gerüche der Leser fast authentisch spürt, wo aber auch blutige Fingerabdrücke auf der Oberfläche zu finden sind. Er versteht es großartig, Geschichte, Tradition und Landschaft in einen kohärenten Zusammenhang sowie den inneren und äußeren Reichtum dieser Gegend in Szene zu setzen und daraus eine in sich geschlossene literarische Einheit zu bilden. Fazit: "Der Hügel des Windes" erweist sich als äußerst genussvolle "Mischung aus Ginster und blühendem Holunder, aus Oregano und Süßholz, aus Zistrose, Minze und wilder Malve, die die Meeresbrise in Kreisen über den Hügel blies wie eine unsichtbare Aureole", vortrefflich von Esther Hansen ins Deutsche übertragen, die den Ton des italienischen Autors kongenial übernimmt. "Orte haben eine Anziehungskraft wie Menschen, sie verführen dich mit ihrem leuchtenden Blick, der Sprache des Windes, ihrem ungeahnten Duft." Carmine Abate hat diese Essenzen in wunderschöne Sprache verwandelt, welche italienische Vergangenheit und Gegenwart gekonnt verbindet. Ein Buch, das berührt und überrascht, dessen prall gefüllte Seele man atmen und dessen Geruch zwischen den Zeilen erspüren kann.

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  • Ein Hügel und seine Geschichte

    Der Hügel des Windes

    Herbstrose

    Karg und steinig ist er, der Rossarco, ein Hügel in Italiens tiefstem Süden, und es weht ein stetiger Wind. Doch im Frühling, wenn der Süßklee blüht, ist er wunderschön. Blutrot leuchtet er dann ins Land und verströmt seinen Duft bis hinunter ans nahe Meer. Er ist die Heimat der kalabrischen Bauernfamilie Arcuri – ihr einziger und stolzer Besitz. Vom Urgroßvater Alberto einst Stück für Stück erworben und urbar gemacht, muss ihn die Familie seit Generationen verteidigen. Früher waren es die Großgrundbesitzer, dann die Mafia, später einige Archäologen und neuerdings sind es skrupellose Geschäftemacher, die den Arcuris ihren Besitz streitig machen wollen. Als ob das Leben nicht schwer genug wäre, kommen im ersten und zweiten Weltkrieg zusätzliche Schicksalsschläge auf die Familie zu. Doch sie halten eisern zusammen und verteidigen ihren Hügel, bis dieser in einer stürmischen Gewitternacht sein lange gehütetes Geheimnis preisgibt … Für seinen Roman „Der Hügel des Windes“ (Originaltitel „La collina del vento“) wurde der in Kalabrien geborene Autor Carmine Abate mit dem Premio Campiello 2012 ausgezeichnet. Erzählt wird die Geschichte einer Familie über vier Generationen, ein ganzes Jahrhundert Zeitgeschichte. Ganz nebenbei erfährt man erstaunlich viel über die Geschichte Italiens, besonders des Südens, während der beiden Weltkriege. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Fiktion und Fakten, denn die agierenden Archäologen Paolo Orsi und Umberto Zanotti-Bianco sind historische Figuren, die auf der Suche nach der antiken Stadt Krimisa waren. Abate lässt den jüngsten Spross der Familie, Arturo Cesare Arcuri, die Geschichte seiner Familie erzählen und wechselt dabei gekonnt zwischen den einzelnen Generationen. Man fühlt sich mit den Protagonisten eng verbunden, teilt ihre täglichen Sorgen und Nöte, leidet mit ihnen bei jedem Unglück und freut sich über jeden kleinen Sieg, den sie dem Schicksal abgetrotzt haben. Die Sprache ist wunderschön poetisch und nachhaltig berührend, herrliche Naturbeschreibungen wechseln sich ab mit lebendig beschriebenen alltäglichen Begebenheiten. Man meint den Duft des blühenden Süßklees zu riechen, den Wind auf dem Hügel zu spüren und sein Rauschen in den Bäumen zu hören.    Fazit: Ein wunderbares Buch, in dem der Leser vier Generationen der Familie Arcuri kennen lernt und viel über das Leben im Süden Italiens im 20. Jahrhundert erfährt. Eine ruhige, poetische Geschichte – ohne besondere Spannung, dennoch nie langweilig oder langatmig.

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  • Buchverlosung zu "Der Hügel des Windes" von Carmine Abate

    Der Hügel des Windes

    Kendra

    18. September 2014 um 16:53

    Hallo :-)

    Auf meinem Blog verlose ich das o.g. Exemplar, plus noch ein anderes Buch.
    Also schaut mal vorbei :-) Würde mich freuen

    Viel Glück!!

    Die Verlosung findet auf meinem Blog statt!!!

    http://traumfantasiewelten.blogspot.de/2014/09/gewinnspiel.html



  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Die Geschichte der kalabresischen Bauernfamilie Arcuri

    Der Hügel des Windes

    WinfriedStanzick

    26. November 2013 um 12:54

      Tief in den Süden Italiens nach Kalabrien an die Orte seiner Kindheit und Jugend entführt der italienische Schriftsteller Carmine Abate, der heute als Lehrer im Trentin arbeitet, seine Leser. In eine stellenweise archaische Welt und eine über einhundert Jahre und vier Generationen sich hinstreckende Familiengeschichte.   Es ist die Geschichte der kalabresischen Bauernfamilie Arcuri, die den Leser von der ersten Seite eines nie langweilig werdenden Romans gefangen nimmt, aber auch Abates wundervolle Beschreibungen einer zauberhaften und regelrecht atmenden Landschaft, deren Gerüche man aus dem Seiten duften und riechen kann. An einer Stelle dieses wunderbaren Buches heißt es:   "Orte haben eine Anziehungskraft wie Menschen, sie verführen dich mit ihrem leuchtenden Blick, der Sprache des Windes, ihrem ungeahnten Duft."   Diese Orte hat Abate spürbar und lebendig werden lassen in einer faszinierenden Generationenreise. Er hat für dieses Buch 2012 den bedeutenden Premio Campiello erhalten und man darf danach auf sein nächstes Buch mit Fug und Recht gespannt sein.        

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  • Die Höhen und Tiefer einer Familien-Generation

    Der Hügel des Windes

    Kendra

    25. November 2013 um 16:06

    Der Hügel des Windes von Carmine Abate ist ein ungewöhnliches Buch, es fesselt mit einer geradezu blühenden Sprache, die manchmal etwas langatmig herüberkommt, aber dennoch mit seinem Erzählstil überzeugen kann und daher den Leser fesselt. Das Cover finde ich irgendwie sehr anziehend, obwohl es nicht gerade heraussticht, hat es geradezu etwas nostalgisches an sich und passt hierbei perfekt zum Buch! Besonders gelungen finde ich den Wechsel der Erzählperspektiven , einmal befinden wir uns in der Gegenwart und lauschen den Erinnerungen von Arturos Vater Michelangelo , der seinem Sohn von den Geheimnissen und den Begebenheiten rund um den Hügel von Rossarco berichtet , auf der anderen Seite befindet sich der Leser direkt zurück in die Vergangenheit versetzt und erlebt direkt die Höhen und die Tiefen der Bauernfamilie Arcuri. Obwohl die unterschiedlichen Zeitsprünge manchmal etwas zu abrupt einhergingen, und man sich manchmal etwas irritiert fühlte, in welcher Zeit man sich als Leser gerade befindet, fand ich es dennoch ein gut überlegter Schachzug, da es so den Leser zum mitdenken animierte^^ Das Buch ist ruhig geschildert, und plätschert leicht vor sich hin. Für meinen Geschmack beschreibt es manchmal etwas zu viel die Dinge, bzw die Umgebung rund um den „magischen Boden“ des Rossarco. Natürlich ist es schön zu lesen, wie alles mit diesem Hügel verbunden ist , dennoch nicht wirklich ein Lese-Muss in meinen Augen. Das einzige was mir jedoch dieses Buch wieder einmal vor Augen geführt hat, ist die Tatsache, dass das Leben damals kein Zuckerschlecken war und man als Bauersfamilie ziemlich hart anpacken musste, und sogar schwangere Frauen noch bei der Feldarbeit mithalfen und dort sogar ihre Babys zur Welt brachten^^ Damals war es auch eine ganz besondere Ehre für Michelangelo als er studieren durfte, da dies in dieser Zeit und aus seiner Herkunft heraus mehr als selten war. In unserer Zeit kaum mehr vorstellbar, welche Schwierigkeiten damals herrschten.  Auch die Dramen des Ersten Weltkrieges bekommen wir hier im Buch zu lesen und man fühlt mit dem armen Alberto mit, der 2 von seinen Söhnen in diesem Krieg verliert. Auch der archäologische Touch der erzählt wurde, fand ich interessant. Vor allem da ich diesen Paolo Orsi sehr sympathisch fand und er auch einiges für die Familie getan hat, besonders für Michelangelo der mit seiner Hilfe weiter studieren kann. Sicherlich ist dieses Buch bezaubernd, dennoch für meinen Geschmack leider etwas zu unaufgeregt…

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  • Was finde ich auf dem roten Hügel...

    Der Hügel des Windes

    Lumina156

    28. October 2013 um 20:29

    Du begleitest Generationen der Familie Arcuri und die Geschichte ihres Hügels - ihres Besitztums. Wer war der Mörder der zwei Burschen, die der kleine Arturo Arcuri auf der roten Wiese des Hügels liegen sieht? Würde es dem Ärchäologen Paolo Orsi gelingen, die genaue Lage von Krimisa, der mythischen antiken Stadt, zu entdecken? Und warum wollte der alte Michelangelo Arcuri sein Dorf verlassen und alleine auf dem Rossarco leben? Diese Fragen werden im Verlauf des Buches beantwortet - wenngleich mir nicht wirklich ganz klar ist, in welche Richtung die Geschichte gehen sollte. Einzelne Passagen fand ich fesselnd, blumig schön geschrieben. Aber insgesamt muss ich leider sagen: Das Buch selber hat mich nicht wirklich überzeugt. Ich fand den Schreibstil stellenweise sehr kompliziert, lange verschachtelte Sätze und undurchsichtige Handlungsstränge. Der "Sprung zwischen den Zeiten / Generationen" hat mich manchmal irritiert. Und auch am Ende bin ich nun nicht wirklich überzeugt von der ganzen Geschichte. Einzelne Passagen fand ich wirklich gut geschrieben - manche Wortbilder haben mich überzeugt. Aber insgesamt habe ich dem Buch nur 3 Sterne "verliehen". Wirklich gut fand ich eigentlich nur die letzten Seiten, auf denen der Autor schildert, wie der Roman entstand. Was Ursprung / Idee der Geschichte war. Wie er sich mit den erfundenen Protagonisten auseinandergesetzt hat. Und wie schwierig es war, die wirklich gelebt habenden Personen zu beschreiben / gestalten. Das hat mich mehr berührt und war interessanter geschrieben als manche Seite dieses Buches. Es tut mir leid, dass ich ein solch kritisches Bild hier schreibe - aber ich möchte nichts "heucheln". Wenn es nicht Teil der Leserunde gewesen wäre - hätte ich es vermutlich nicht zu Ende gelesen ,-(.

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  • Leserunde zu "Der Hügel des Windes" von Carmine Abate

    Der Hügel des Windes

    DieBuchkolumnistin

    Der Hügel des Windes Weithin leuchten die roten Matten des Rossarco, wenn im Frühling der Süßklee blüht und der Wind seinen Duft bis hinunter zum Meer trägt. Ein Paradies auf Erden, Schicksalsort der Bauernfamilie Arcuri, den sie mutig und stur verteidigen: Albertos Sohn Arturo gegen den Großgrundbesitzer Don Lico, der ihn später als faschistischer Podestà in die Verbannung schickt. Seine Frau Lina, die, allein mit zwei Kindern, das Land weiter bewirtschaftet und getreu dem Familienschwur keine Handbreit davon preisgibt. Ihr Sohn Michelangelo, schließlich, wird es mit der Mafia zu tun bekommen, bis er sich gezwungen sieht, sein Kind bei den Turiner Großeltern in Sicherheit zu bringen. Doch auch dieser jüngste Spross der Familie folgt immer wieder dem Ruf des Rossarco, bis er in einer stürmischen Gewitternacht, allein mit seinem Vater in der alten Steinhütte, das Geheimnis lüftet, das der Hügel seit Generationen bewacht ... Leseprobe Über den Autor Carmine Abate wird gesagt: „Abate schreibt nicht, er bezaubert die Leser mit seinem Gesang.“ Daran wollen wir Euch teilhaben lassen und suchen gemeinsam mit dem Aufbau Verlag 25 Testleser für diesen wunderbaren Roman, der Euch in eine andere Zeit und in ein anderes Land entführt und für viele Seiten und Stunden völlig gefangen nimmt. Bewerbt Euch bis einschliesslich 18. August 2013 für eine Ausgabe von "Der Hügel des Windes" (offizieller Erscheinungstermin 19. August)! Über den Autor: Carmine Abate, geb. 1954 in Carfizzi, Kalabrien, emigrierte in seiner Jugend nach Deutschland und lebt heute als Lehrer im Trentin. Seit 1984 schreibt er Erzählungen, Gedichte und Romane. Vielfach ausgezeichnet, von der Kritik hoch gelobt und beim Publikum beliebt, gilt er als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Italiens. Für La collina del vento, das sich in kürzester Zeit über 100 000 mal verkaufte, erhielt er 2012 den bedeutenden Premio Campiello für seinen aktuellen Roman "Der Hügel des Windes".

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    • 380
  • Eine Reise nach Kalabrien

    Der Hügel des Windes

    nicigirl85

    22. October 2013 um 11:47

    Der Autor Carmine Abate entführt den Leser in die über 100 jährige Geschichte (4 Generationen) der kalabrischen Bauernfamilie Arcuri und das so verzaubernd, dass man die Gerüche und die Landschaft dort mit allen Sinnen spüren kann. Im Mittelpunkt des ganzen Geschehens steht, wie der Titel schon vermuten lässt, ein Hügel mit dem Namen Rossarco, denn das ist die Heimat der Familie, ihr Land, welches sie urbar gemacht haben und was ihnen alles bedeutet. Dieser besondere Berg birgt Geheimnisse, die es als Leser zu entdecken gilt. Ich habe noch nie einen Roman gelesen, in dem die Landschaft eine wichtigere Rolle spielt als die handelnden Protagonisten, aber ich finde diese Herangehensweise des Autors äußerst interessant, es ist einfach mal etwas anderes. Die Geschichte wird belebt durch den Wechsel der Zeiten, denn mal befinden wir uns in der Gegenwart, mal in der näheren und mal in der fernen Vergangenheit. Die Sprache, die Abate anwendet, ist etwas ganz besonderes, wenn auch manchmal etwas langatmig, den man fühlt sich als Leser beinahe eingelullt und vergisst alles um sich herum und sieht nur noch die italienische Landschaft vor Augen. Gern habe ich von der Familie Arcuri gelesen, sie in guten wie in schlechten Zeiten begleitet und ihr Schicksal geteilt. Auch wenn die Protagonisten eher im Hintergrund bleiben, wachsen sie einem beim Lesen ans Herz und man fühlt voll und ganz mit ihnen. Fazit: Gekonnt schildert der Autor auf gerade einmal etwas über 300 Seiten eine 100jährige Familiengeschichte, die fasziniert und fesselt. Sollte man gelesen haben und ich empfehle das Buch gern weiter!

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  • eine schöne Landschaft ist nicht genug

    Der Hügel des Windes

    Leseratz_8

    12. October 2013 um 10:38

    Carmine Abate erzählt in seinem preisgekrönten Roman die Geschichte der Familie Arcuri. Urgroßvater Alberto kauft Felder auf dem Rossarco, dem Hügel, der das Schicksal der Familie über Jahre und Jahrzehnte bestimmen wird. Seine Kinder sind gebunden an dieses Land, durch Liebe und durch einen Schwur und so können und wollen sie es nicht verlassen. Über die Generationen sind sie Anfeindungen ausgesetzt, durch Großgrundbesitzer, Faschisten, die Mafia. Doch immer wieder verteidigen sie ihren Hügel bis am Ende in einer sintflutartigen Gewitternacht alle Geheimnisse gelüftet werden. Das Buch beschreibt auf eine ruhige Art das Leben der Familie, die Beziehungen zueinander, den Verlust aber auch den Neubeginn, die Liebe und die Trauer. Vor allem erzählt es jedoch vom Hügel, im Frühjahr bedeckt mit einem Teppich aus Süßklee, die Gemüseernte im Sommer, das Schlagen der Olivenbäume im Herbst und alle Gerüche und Farben die dieses Werden und Vergehen der Natur begleiten. Es ist eine sehr poetische Beschreibung und zu Beginn war ich auch sehr gefesselt. Leider verliert der Erzähler seine menschlichen Protagonisten darüber aus den Augen. Sie sind da, aber für meinen Geschmack entwickeln sie sich nicht weiter. Jede Generation bewahrt den Hügel und lebt ein Leben, dass vom Hügel und der damit verbundenen Arbeit bestimmt wird. Selbst als Frauen aus anderen Regionen Italiens in die Familie kommen, müssen diese hinter dem Hügel zurückstehen. Die Liebe der Frauen wird auf harte Proben gestellt. Leider erfährt man darüber wenig bis gar nichts. Und so hatte ich etwa ab der Hälfte des Buches das Empfinden, dass habe ich alles schon einmal gelesen. Die Geschichte wird von der dritten Generation an die Vierte erzählt, manchmal bemerkt man erst nach mehreren Sätzen, dass man sich wieder in der Gegenwart befindet. Eine bessere Kennzeichnung der Kapitel, z.B.  durch aussagefähige Überschriften hätte mir gut gefallen.  Fazit: Ein ruhiges Buch mit poetischer Landschaftsbeschreibung, eine leise plätschernde Familiengeschichte ohne wirkliche Dramatik und Entwicklung. Die Auflösung der Geheimnisse war vorhersehbar und hat mir daher nicht den Kick verpasst, den ich eigentlich gebraucht hätte, um mich am Ende mit dem Buch zu versöhnen. 

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  • Der Hügel des Windes

    Der Hügel des Windes

    lesemaus

    30. September 2013 um 09:44

    Aus dem Klapptext: "Weithin leuchten die roten Matten des Rossarco, wenn im Frühling der Süßklee blüht und der Wind seinen Duft bis hinunter zum Meer trägt. Ein Paradies auf Erden," Vier Generationen bewirtschaften und verteidigen den Berg, Rossarco. Ein Berg, der durch die Bearbeitung der Väter und Söhne fruchtbar gemacht wurde, wird ein Anreiz für den Großgrundbesitzer  Don Lico. Aber Arturo währt sich gegen ihn und wird deswegen für fünf Jahre auf eine Insel verbannt. Seine Frau und seine Mutter kämpfen daher jetzt alleine gegen Don Lico und schaffen es auch. Ein Archäologe kommt zu ihnen auf den Berg und möchte Ausgrabungen auf dem Berg durchführen. Denn er hofft die geheimnisumwobene Stadt vom Bogenschützen Philoktetes. So verläuft die Geschichte der Familie Arcuri von Generation zu Generation glimpflich ab, was das Behalten des Berges betrifft und auch die Liebe findet ihren Weg. Das Buch ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben, die mich an Rafik Schami erinnert. Verwirrend war der Wechsel zwischen den einzelnen Generationen, da erst nach knapp einer Seite ersichtlich wurde, in welcher Generation man gerade ist. In dem Buch ist kein Spannungsbogen zu finden, es geht um eine Familiengeneration, die mehrere Zeitalter überlebte und zusammenblieb. Eine Familie, die gute und schlechte Zeiten hatte. Man spürt am Ende, mit der letzten Generation, den Wandel. Der Wandel der jungen Leute, weg zu gehen in die Städte. Mehr aus dem Leben zu machen, als nur Bauer zu sein. Trotz der Entfernung bleiben sie eine Familie und helfen sich in der Not. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, besonders, da die Sprache sehr bildhaft und von so einer Einfachheit ist, dass die Seiten an einem nur so vorbeiflogen.

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  • Poesievolle Familiengeschichte

    Der Hügel des Windes

    AyuRavenwing

    27. September 2013 um 18:54

    Der Rossarco, ein Hügel im Hinterland von Marina, ist der Schauplatz der Familiensaga die sich über 100 Jahre erstreckt, und unter dem sich vielleicht sogar eine historische Städte begraben befindet. Eine Stadt, die vom vortrefflichen Bogenschützen Philoktetes, einem der Argonauten und Kämpfer im trojanischen Krieg, gegründet wurde. "Immer wählte er Orte von betörendem Duft, der zehn Jahre lang den fauligen Todesodem geatmet hatte." Und dass der Rossarco einen besonderen, betörenden Duft hat, in dem sind sich alle Mitglieder der Familie Arcuri einig. Die Geschichte wird aus der Sicht von Arturo Cesares, von allen Rino genannt, erzählt. Es ist eine Geschichte über vier Generationen, die Geschichte einer Familie und ihres umkämpften Landbesitzes. In wunderbaren Bildern und Sequenzen erzählt der Autor eine weitreichende Geschichte, über einen harten und schweren Überlebenskampf der Landbevölkerung und der Geschichte Italiens. Dabei immer die geimnissvolle Erhebung des Hügels Rossarco vor Augen in der Nähe seines Heimatdorfes Carifizzi. Mit poetischen Worten versteht er es ein regelrechtes Gemälde der mediterranen Landschaft vor dem inneren Auge des Leser zu zeichnen. Man wird in die Geschichte um die Familie Arcuri und ihre Geheimnisse hineingezogen und möchte mit jeder Seite mehr wissen, was passiert, was es mit den Geheimnissen des Hügels auf sich hat. Jeder einzelne Handlungsstrang wird dabei auch wieder aufgelöst und trifft sich am Ende. Man liest auch sehr viel über Familie, Tradition, Geschichte des Landes und dem Kampf der Bauern um Überleben, sowie deren Zusammenhalt. Auch wenn die Geschichte über mehrere Zeitebenen und Jahrhunderte geht, so kommt man kein einziges Mal durcheinander in der Erzählung, sondern verfolgt diese vom Anfang bis in die Gegenwart. Die einzelnen Personen der Familie und Besucher des Hügels sind realistisch und anschaulich, so dass man im Geiste beinahe jeden von ihnen vor sich sieht. Mit ihren Eigenheiten und Ansichten. Der Dofklatsch, die Missgunst und der Neid einiger Dorfbewohner sind auch vorhanden. Das Cover ist in einem wunderbaren Vintage-Stil gehalten und passt sehr gut zum Inhalt des Buches. wenn man den Schutzumschlag entfernt, dann kommt ein orangener Einband zum Vorschein, auf dem Buchrücken sind der Titel und der Autorenname gut lesbar aufgedruckt. Das Papier fühlt sich elegant und hochwertig an, und selbst nach einmaligem durchlesen sieht es noch wie neu aus. Ein wunderbar poetischer und lebendiger Schreibstil zieht einen regelrecht hinein in die Geschehnisse und die Familiengeschichte. Man merkt überhaupt nicht, wie schnell die Zeit verfliegt beim Lesen und sieht immer wieder vor dem inneren Auge den Rossarco in seinem roten Süßkleegewand vor sich. Man kann förmlich seinen besonderen "Duft" zwischen den Seiten riechen. Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen, man erfährt so vieles aus mehreren Jahrhunderten, die immer wieder von Krieg, Neid und Mißgunst gebeutelt werden. Wie konsequent Menschen ihren Weg gehen und ihren Werten, sowie Ansichten treu bleiben, sich nicht unterkriegen lassen und erinnert auch daran, wie schnelllebig unsere eigene Zeit mittlerweile geworden ist. Es erinnert an wichtige Werte, und an die Familie. Es ist ein besonderes Buch, dass sich wirklich zu lesen lohnt.

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  • Familien- und Landesgeschichte

    Der Hügel des Windes

    Spatzi79

    24. September 2013 um 14:10

    Das Buch erzählt die Geschichte der Familie Arcuri, Bauern an der kalabrischen Küste, und ihrer Heimat, dem wegen des rotblühenden Süßklees Rossarco genannten Hügel. Weit spannt sich der Bogen von Alberto und seiner Frau Sofia über ihre Söhne, von denen nur Arturo überlebt, dessen Sohn Michelangelo bis hin zur heutigen Generation in Form des Erzählers Rino, dem Sohn von Michelangelo. Sie alle lebten auf dem Rossarco und verteidigten ihre Familie und ihr Land gegen Kriege, Faschismus, gierige Großgrundbesitzer und andere Bedrohungen. Immer wieder spielt die Vergangenheit des Landes in die Gegenwart hinein. Der Archäologe Paolo Orsi sucht jahrzehntelang nach der untergegangenen Stadt Krimisi und vermutet deren Überreste im Erdboden des Rossarco. Doch das Land birgt noch weitere Geheimnisse, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Kurz vor Ende seines Lebens will Michelangelo nun seinen weit weg lebenden Sohn Rino in diese Geheimnisse einweihen und erzählt ihm die Geschichte der Familie, immer unter Berücksichtigung ihrer ganz besonderen Beziehung zu diesem Stück Land, dem Rossarco, dem Hügel des Windes. Zu Beginn habe ich mich mit den familiären Beziehungen und den Wechseln in der Erzählebene etwas schwergetan. Im Laufe der Handlung wurde die Familie Arcuri dann aber immer vertrauter und es war nicht mehr schwierig zu erkennen, um welche Generation es gerade geht und aus wessen Sicht erzählt wird. Die Geschichte entwickelte trotz der eher ruhigen und bedächtigen Erzählweise auf mich einen regelrechten Sog. Das karge Leben der armen Bauern Italiens wird sehr anschaulich geschildert. Quasi nebenbei erfahren wir von der Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert sowie in längst vergangenen Zeiten in Form einer Familiengeschichte über vier Generationen und einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren!

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  • Wunderbar erzählte Familiensaga

    Der Hügel des Windes

    Madame Swann

    23. September 2013 um 09:59

    Im Mittelpunkt des Romans steht der Rossarco, ein an der Küste Kalabriens liegender Hügel, der nicht nur den Buchtitel vorgibt, sondern auch zum eigentlichen Protagonisten des Romans avanciert. Er ist Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte, Heimat und Landbesitz der Bauernfamilie Arcuri, die durch harte Arbeit sein einst unfruchtbares Land urbar gemacht hat, und deren Schicksal über vier Generationen erzählt wird. Der Rossarco scheint so einige Familiengeheimnisse zu bergen, und obwohl den Arcuris hier nicht nur Gutes widerfahren ist, verteidigen sie ihren Hügel eisern gegen sämtliche Bedrohungen von außen, denn immer wieder tauchen Leute auf, die ihnen ihren Besitz wegnehmen wollen: Mal sollen dort Ausgrabungen vorgenommen, dann wieder soll ein Windpark errichtet oder eine Ferienanlage gebaut werden. So hat jede Generation gegen andere Eindringlinge zu kämpfen. Mehr den Hügel und weniger die Figuren in den Mittelpunkt der Erzählung zu stellen, fand ich einen interessanten Schachzug des Autors. Zwar empfindet man als Leser dadurch zu den Figuren teilweise, vor allem zu Beginn des Romans, ein wenig Distanz, doch im Laufe der Geschichte lernt man sie doch immer besser kennen und mögen, und es gibt auch immer wieder Szenen, in denen man als Leser ganz dicht an die Figuren herangelassen wird – mich jedenfalls hat ihr Schicksal oft sehr berührt. Abates Sprache ist schön und elegant, an manchen Stellen beinahe poetisch, an anderen schrappt sie ganz knapp am Kitsch vorbei (meines Empfindens nach kippt sie aber nie wirklich in diese Richtung um), was möglicherweise aber auch der Übersetzung zu Schulden kommt – doch leider reichen meine minimalen Italienisch-Kenntnisse längst nicht aus, um ein Buch in dieser schönen und klangvollen Sprache zu lesen. Auf jeden Fall haben mich Abates Sprache und Stil durch die Geschichte getragen, vor allem die sinnlichen Beschreibungen der Landschaft Kalabriens, insbesondere des Rossarcos – ich fühlte mich oft regelrecht dorthin versetzt, den intensiven Duft des purpurnen Süßklees in der Nase. Insgesamt habe ich diese Familiensaga wirklich gerne gelesen. Sie ist interessant, rund und stimmig, und einfach wunderbar erzählt. Zwar handelt es sich um keinen besonders actionreichen Roman, trotzdem hat mich die Geschichte mit zunehmender Anzahl gelesener Seiten immer mehr in ihren Bann gezogen, leise zwar, aber beharrlich. Allerdings konnte sie mich auch nicht immer vollends begeistern, weshalb ich mich letztendlich für gute vier von fünf Sternen entschieden habe.

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  • Familiengeschichte

    Der Hügel des Windes

    buecherwurm1310

    21. September 2013 um 14:09

    Der Rossarco, ein Hügel in der Nähe von Spillace in Katalanien, bedeutet der Familie Arcuri alles. Alberto erwarb ihn vor vielen Jahren und bearbeitete das Land, so dass es fruchtbar wurde. Hier leben und arbeiten sie, hier ist ihre Heimat. Deshalb verteidigen sie dieses Stück Land mit allen ihren Mitteln. Sie verkaufen nicht an den habgierigen Großgrundbesitzer, der das Land unbedingt haben will und kämpfen für ihren Hügel gegen Faschisten und Mafia. Weil sie dieses Land besitzen, sind die Arcuris im Dorf privilegiert und werden deshalb beneidet und angefeindet. Dass es Geheimnisse gibt um diesen Hügel gibt, weiß die Familie; aber es wird nicht darüber geredet. Bei archäologischen Grabungen werden Tote gefunden. Aber auch bei den Ermittlungen zu diesen Todesfall schweigt die Familie. Der berühmten Archäologen Paolo Orsi, der auf dem Hügel die Stadt Krimisi sucht, hat eine besondere Beziehung zu der Familie und unterstützt sie. Michelangelo erfährt die Geschichte und die Geheimnisse der Familie auch erst im Erwachsenenalter, als er seinen Urlaub mit seinem eigenwilligen Vater verbringt. So wird die Geschichte von Generation zu Generation weiter gegeben. Die Geschichte wird von einem Sohn Michelangelos erzählt. Der Roman wechselt häufig in den Zeiten. Der Schreibstil ist recht ausschmückend, ja malerisch. Dadurch kann man sich gut in die Gegend hineindenken. Andererseits macht das die Geschichte oft auch langatmig. Ein Buch, dass angenehm zu lesen ist, das mich aber nicht berührt.

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