Der Atem der Welt

von Carol Birch 
3,8 Sterne bei43 Bewertungen
Der Atem der Welt
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (28):
bigpandas avatar

Am Anfang habe ich mich etwas durchgebissen und fand es langweilig, aber dann wird es unheimlich spannend.

Kritisch (4):
beccys avatar

Nach 160 Seiten abgebrochen... das Buch konnte nicht fesseln und ich fand es echt anstrengend :/ nichts für zart besaitete

Alle 43 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Atem der Welt"

Nie hätte der junge Jaffy Brown geglaubt, der Armut und Enge im Hafenviertel des viktorianischen London zu entkommen. Doch dann begegnet er ausgerechnet dort einem entlaufenen Tiger, einem herrlichen Geschöpf auf geschmeidigen Pfoten, und sein Leben nimmt eine neue Richtung. Bald nimmt er Abschied von seiner geliebten Ishbel und heuert mit seinem besten Freund Tim auf einem Walfänger an, mit Kurs auf den Indischen Ozean und unbekannte Abenteuer. Noch ahnt Jaffy nicht, dass eine Reise vor ihm liegt, nach der nichts mehr so sein kann wie vorher.
Carol Birch erzählt mit herausragender Erfindungsgabe und einer leuchtenden sprachlichen Kraft – im Kopf das wogende Meer. Die Geschichte von Jaffy Brown führt zu den Grenzen des Vorstellbaren, und sie zeigt, dass Liebe und Freundschaft alles überdauern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458359692
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:393 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:11.11.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.09.2012 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    StSchWHVs avatar
    StSchWHVvor 3 Jahren
    Carol Birch - Der Atem der Welt

    Das Cover hatte mich überzeugt. Der Klappentext war auch gut aber sobald der einmal durch ist , driftet das Buch ab und wird seeeehr langatmig. Leider nicht so mein Ding.

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    eulenmamas avatar
    eulenmamavor 4 Jahren
    die abenteuer des jaffy brown

    inhalt:armenviertel in london im 19.jahrhundert , durch die verhängnisvolle begegnung mit einem tiger, erhält das leben von jaffy eine entscheidendende wendung. bei jamrach,dem besitzer des tieres bekommt er arbeit, jamrach handelt mit exotischen tieren,jeglicher art, dort lernt er auch tim kennen. es ensteht eine art hassliebe zwischen den beiden jungs. jamrach kriegt von einem reichen kunden einen auftrag,ein tier zu finden,das ähnlichkeiten mit einem drachen haben soll...
    tim und jaffy gehen auf einen walfänger auf große fahrt.

    fazit: gut geschriebenes abenteuer, über freundschaft,reisen, seefahrt.
    das leben auf dem schiff,die arbeiten,die hackordnung, alles zwischenmenschliche an bord war absolut auhtentisch  dargestellt, das wurde mir ab und zu,echt zu heftig, bei manchen sachen braucht der leser einen starken magen. alles bis ins letzte detail beschrieben.
    da hat carol birch gut recheriert, man konnte alles nachvollziehen,grausige wirklichkeit. ich schätze das normal, in dem fall wäre weniger mehr gewesen.
    nichts desto trotz, waren auch schöne landschaftsbeschreibungen, begegnungen mit eingeborenen und auch lustige sachen dabei, das erwachsenwerden und der zusammenhalt der jungs,wird gut erzählt.
    habe mich keine sekunde gelangweilt.

     das buch kann ich nervenstarken lesern die lust auf ein pures abenteuererlebnis haben nur empfehlen

    Kommentare: 1
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    Estel90s avatar
    Estel90vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wenn ein Buch wie eine Axt sein muss, ist dieses hier eine Kreissäge gewesen. Wunderschön aber am Ende zu schmerzhaft für mich.
    Kein Buch für jedermann aber ein gutes Buch

    Inhalt:

    Auf fast 400 Seiten begleitet man Jaffy, einem Londoner Jungen, der eine denkwürdige Begegnung mit einem Tiger hatte – und sie überlebte. Aus der Begegnung resultieren weitere, er findet eine Arbeit bei einem Herrn Jamrach, arbeitet mit wilden Tieren und lernt seinen besten Freund Tim kennen. Gemeinsam heuern sie auf einem Walfänger an, der ein neues wildes Tier für einen Kunden Jamrachs fangen soll. Was folgt ist eine Reise über die Meere – mit Höhen und Tiefen ähnlich denen der Wellen, auf denen Jaffy und Tim erwachsen werden.

    Die Frage, die man sich zum Schluss stellen muss ist: Welches Los ist das bessere? Welche Dinge kann man anderen verzeihen? Und was muss man sich selbst verzeihen können?

    Mein Eindruck:

    Sprachlich ist dieses Buch ein wahrer Schatz. Die Beschreibungen lassen den Leser die Welt durch Jaffys Augen sehen und man hat über lange Strecken des Buches den Eindruck, man würde selbst neue Welten mit dem Schiff entdecken. Stellenweise sind die Worte, die er für seine Erlebnisse findet, jedoch auch sehr grausam und so manches Mal war ich froh, nicht beim Essen zu lesen.

    Während mich die ersten zwei Drittel der Geschichte – trotz dieser Stellen – oft fasziniert haben und ich die vielen Beschreibungen nicht als langweilig oder belastend empfunden habe, war das letzte Drittel des Buches in dieser Hinsicht anders. Jaffy erlebt Dinge, deren Beschreibung ich persönlich nicht gut aushalten konnte und die zu einer sehr realen Übelkeit meinerseits geführt haben. Sein späterer Umgang mit dem Erlebten ließ mich – und das ist wohl ein weiteres Zeichen für die Kraft, die den Beschreibungen innewohnt – ebenfalls nicht los und ich musste das Buch auf den letzten 20 Seiten beiseite legen und erst einmal eine andere Geschichte beginnen, bevor ich mich wieder an “Der Atem der Welt” wagen konnte.

    Ich bin – auch wenn das bereits bei der letzten Rezension anders wirkte – definitiv niemand, der zart besaitet auf das gedruckte Wort reagiert, aber in diesem Fall war mir das doch ein wenig zu heftig und ich finde, man hätte manch eine Beschreibung vielleicht doch weglassen können. Das hätte die eigentliche Wirkung der Geschichte nicht gemindert, aber dem Leser vielleicht den ein oder anderen Alptraum erspart. Mir zumindest.

    Fazit:

    Wer denkt, “Der Atem der Welt” wäre eine durchweg angenehm zu lesende Seemannsgeschichte, der irrt. So unberechenbar wie das Meer ist auch diese Erzählung und man muss sich an manch einer Stelle durchkämpfen. Für mich ist es dennoch ein gutes Buch, aber keines, welches ich wohl wieder lesen würde. Es geht mir hier ähnlich wie bei “Schiffbruch mit Tiger”, was auch häufig mit Carol Birchs Buch in Verbingung gebracht wird.

    Für mich sind es daher nur 3 von 3 Sternen. Dennoch, eine klare Empfehlung für all die, die “Schiffbruch mit Tiger” geliebt haben.

    Kommentare: 2
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    Estel90s avatar
    Estel90vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wenn ein Buch wie eine Axt sein muss, ist dieses hier eine Kreissäge gewesen. Wunderschön aber am Ende zu schmerzhaft für mich.
    Kein Buch für jedermann aber ein gutes Buch

    Inhalt:

    Auf fast 400 Seiten begleitet man Jaffy, einem Londoner Jungen, der eine denkwürdige Begegnung mit einem Tiger hatte – und sie überlebte. Aus der Begegnung resultieren weitere, er findet eine Arbeit bei einem Herrn Jamrach, arbeitet mit wilden Tieren und lernt seinen besten Freund Tim kennen. Gemeinsam heuern sie auf einem Walfänger an, der ein neues wildes Tier für einen Kunden Jamrachs fangen soll. Was folgt ist eine Reise über die Meere – mit Höhen und Tiefen ähnlich denen der Wellen, auf denen Jaffy und Tim erwachsen werden.

    Die Frage, die man sich zum Schluss stellen muss ist: Welches Los ist das bessere? Welche Dinge kann man anderen verzeihen? Und was muss man sich selbst verzeihen können?

    Mein Eindruck:

    Sprachlich ist dieses Buch ein wahrer Schatz. Die Beschreibungen lassen den Leser die Welt durch Jaffys Augen sehen und man hat über lange Strecken des Buches den Eindruck, man würde selbst neue Welten mit dem Schiff entdecken. Stellenweise sind die Worte, die er für seine Erlebnisse findet, jedoch auch sehr grausam und so manches Mal war ich froh, nicht beim Essen zu lesen.

    Während mich die ersten zwei Drittel der Geschichte – trotz dieser Stellen – oft fasziniert haben und ich die vielen Beschreibungen nicht als langweilig oder belastend empfunden habe, war das letzte Drittel des Buches in dieser Hinsicht anders. Jaffy erlebt Dinge, deren Beschreibung ich persönlich nicht gut aushalten konnte und die zu einer sehr realen Übelkeit meinerseits geführt haben. Sein späterer Umgang mit dem Erlebten ließ mich – und das ist wohl ein weiteres Zeichen für die Kraft, die den Beschreibungen innewohnt – ebenfalls nicht los und ich musste das Buch auf den letzten 20 Seiten beiseite legen und erst einmal eine andere Geschichte beginnen, bevor ich mich wieder an “Der Atem der Welt” wagen konnte.

    Ich bin – auch wenn das bereits bei der letzten Rezension anders wirkte – definitiv niemand, der zart besaitet auf das gedruckte Wort reagiert, aber in diesem Fall war mir das doch ein wenig zu heftig und ich finde, man hätte manch eine Beschreibung vielleicht doch weglassen können. Das hätte die eigentliche Wirkung der Geschichte nicht gemindert, aber dem Leser vielleicht den ein oder anderen Alptraum erspart. Mir zumindest.

    Fazit:

    Wer denkt, “Der Atem der Welt” wäre eine durchweg angenehm zu lesende Seemannsgeschichte, der irrt. So unberechenbar wie das Meer ist auch diese Erzählung und man muss sich an manch einer Stelle durchkämpfen. Für mich ist es dennoch ein gutes Buch, aber keines, welches ich wohl wieder lesen würde. Es geht mir hier ähnlich wie bei “Schiffbruch mit Tiger”, was auch häufig mit Carol Birchs Buch in Verbingung gebracht wird.

    Für mich sind es daher nur 3 von 3 Sternen. Dennoch, eine klare Empfehlung für all die, die “Schiffbruch mit Tiger” geliebt haben.

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    P
    Petra_84vor 5 Jahren
    Eine Reise in eine traumhafte Welt

    Der Atem der Welt zieht einen in eine wunderbare Welt. Man sehnt sich danach selbst auf Reisen zu gehen und ferne Länder, unbekannte Sprachen und Köstlichkeiten zu entdecken.

    Ein Buch zu empfehlen für alle, die selbst gerne reisen, Ob nun im Kopf oder aktiv.


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    KatharinaJs avatar
    KatharinaJvor 5 Jahren
    Schöner Anfang - Dann leider zu langatmig

    Jaffy Brown ist ein kleiner Junge im London des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit seiner Mutter lebt er in ärmlichen Verhältnissen und die beiden schlagen sich Tag für Tag durch das harte Leben bei den Docks.

    Eines Tages hat Jaffy eine außergewöhnliche und alles verändernde Begegnung mit einem Tiger. Der Tierhändler Jamrach rettet ihm das Leben und gibt ihm Arbeit, als Tierpfleger, bei sich auf dem Hof. Dort lernt er Tim kennen und schnell werden sie zu besten Freunden. Die zwei jungen Kerle heuern auf einem Schiff an und machen sich auf in das Abenteuer ihres Lebens – Sie wollen einen richtigen Drachen fangen.

    Ehrlich gesagt fing „Der Atmen der Welt“ wirklich gut an und hat mich nach der Mitte ziemlich enttäuscht. Der doch sehr langatmige Teil nach dem Schiffbruch inklusiver Ekeldetails von Sterben und Kannibalismus haben mich total abgeschreckt und diesen eigentlich recht schönen Abenteuerroman für mich total verdorben. Sehr schade – Daher gebe ich heute auch nur 3 großzügige Sterne.

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    gsts avatar
    gstvor 5 Jahren
    Abenteuerroman

    Dies ist ein Roman, in dem sehr viel geschieht, obwohl man als Leser oft das Gefühl hat, dass sich über viele Seiten nichts Neues tut. Die Autorin beschreibt in einer wundervollen Sprache das Geschehen und die Umgebung und dadurch hervorgerufene Empfindungen. Gerade dies macht für mich die Faszination dieses Romans aus.

    Als Leser riecht und fühlt man gleich am Anfang des Buches den Gestank und die Armut des Londoner Stadtteils, in dem der vaterlose Jaffy Brown seine Kindheit verbringt. Mit acht Jahren begegnet er auf offener Straße einem Tiger und will ihn streicheln, was ihm beinahe das Leben kostete. In Ich-Form erzählt Jaffy, wie sich mit dieser Begegnung sein Dasein verändert: Er beginnt bei Mr. Jamrach, der mit wilden Tieren handelt, zu arbeiten. Dort lernt er Tim kennen, der Jamrach wie einen Vater verehrt. Zwischen den beiden Jungen entsteht eine Freundschaft voller Rivalität, in der Tim oft der Sieger ist. Gemeinsam heuern die beiden auf einem Walfänger-Schiff an, um für Mr. Jamrach auf Drachenjagd zu gehen.

    Der Autorin gelingt es hervorragend, die schwierigen und zum Teil auch grausamen Momente dieser Reise zu veranschaulichen. Sie spricht dabei alle Sinne an: Ich sah das vom Walblut rot gefärbte Meer vor meinem inneren Auge, verschiedene Gerüche stiegen mir in die Nase, ich fühlte körperliche und seelische Schmerzen, selbst die Geräusche oder die Stille meinte ich zu hören. Auch die Hoffnung, dass nach dem Schiffbruch (der ungefähr in der Mitte des Buches stattfindet) wieder alles gut wird, blieb bis zuletzt.

    Sicher gibt es einige Stellen in dem Buch, bei denen ich es am liebsten auf die Seite gelegt hätte, doch die aufgebaute Spannung war so groß, dass die Augen einfach weiterlasen, während das Herz unter den Rippen trommelte. Kein Wunder, dass die englische Originalfassung es auf die Shortlist des Man Booker Prize 2011, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, schaffte. Die gelunge Übersetzung (von Christel Dormagen) dieses Abenteuerromans kann ich nur empfehlen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Abenteuer

    Carol Birch führt ihre Leser nach London in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein wenig lebte in meiner Fantasie die Welt des Charles Dickens auf. Ich lese Romane, die in dieser Zeit angesiedelt sind, an sich sehr gern und selten hat mich einer so zwiegespalten zurückgelassen wie dieser. Den Erzählstil der Autorin mochte ich. Durch die Verwendung vieler Adjektive erscheint die erzählte Geschichte sehr plastisch und man kann sich die Gegebenheiten sehr gut vorstellen. Andererseits hätte ich manches gern noch ausführlicher beschrieben gehabt, so zum Beispiel die Kindheit des Jaffy Brown in den Londoner Docklands. Es fiel mir auch etwas schwer, mich in den Roman einzulesen. So richtig einfangen konnte mich Carol Birch erst zum Zeitpunkt des Schiffbruchs. In diesem Abschnitt waren die Personen besonders gut charakterisiert, so wie im echten Leben in Notsituationen die Charaktereigenschaften besonders gut sichtbar werden, so empfand ich das auch in diesem Fall. Ungeschönt und psychologisch gekonnt wurden die Ängste und Gewissenskonflikte der Protagonisten dargestellt und manch harte Szene musste der Leser verdauen, Szenen, die nahe gingen und in denen auch Abscheu aufkommen konnte. Die Walfangkapitel erinnerten mich sehr an Moby Dick, konnten aber in ihrer Intensität nicht mit dem Klassiker mithalten. Im Nachwort wurde dann auch deutlich, auf welchen wahren Begebenheiten der Roman fundiert und die Parallelen zum Werk von Melville wurden verständlicher.

    So hin- und hergerissen, wie ich beim Lesen des Romans war, bin ich auch bei dessen Bewertung, weil ich nicht an handfesten Fakten festmachen kann, was mich gestört hat. Vielleicht waren die Erwartungen meinerseits zu hoch, vielleicht war es das falsche Buch zur falschen Zeit. In Anbetracht der wirklich schönen Beschreibungen von Menschen, Tieren, Begebenheiten und Umwelt vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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    walli007s avatar
    walli007vor 6 Jahren
    Schiffbruch ohne Tiger


    Jaffy Brown wächst Mitte des 19. Jahrhunderts in London auf. Sein Vater ist verschwunden und Jaffy muss auch manchmal verschwinden, wenn seine Mutter Besuch hat. Als Jaffy acht Jahre alt ist, hat er ein ganz besonderes Erlebnis. Er gibt einem Tiger, der aus seinem Käfig ausgebrochen ist, einen ordentlichen Nasenstüber und dieser bedankt sich, in dem er Jaffy ins Maul nimmt und ihn davon tragen will. Zum Glück wird das von Mr. Jamrach, dem Tierhändler verhindert. Dieser froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist, nimmt Jaffa unter seine Fittiche und macht ihn zum Stalljungen, der die Tiere pflegen darf. In seiner neuen Stellung lernt Jaffy die Zwillinge Tim und Ishbel kennen. Wobei Tim, der auch bei Mr. Jamrach arbeitet, fast so etwas wie sein älterer Bruder wird. Doch das große Abenteuer beginnt als die beiden Jungen inzwischen etwas älter geworden auf einem Schiff anheuern, um einen Drachen zu fangen.
    Die Schilderung von Jaffys Kindheit ist wunderbar gelungen, man kann sich gut in diese für die Kinder armer Eltern schwere Zeit hineinversetzen. Schön zu lesen wie sie trotz aller Schwierigkeiten eine schöne Kindheit haben und sich mit großer Phantasie ihre Abenteuer ausmalen. Auch der Beginn ihrer Heuer auf dem Schiff, Jaffys Seekrankheit, wie sie den verrückten Skip kennenlernen, da kann man eintauchen. Doch als das Schiff auf der Heimreise Schiffbruch erleidet wird es doch ein wenig heftig. Ich fühlte mich hier sehr an Schiffbruch mit Tiger erinnert und zusätzlich waren die Beschreibungen über das Leid teilweise unfassbar. Muss denn jede Havarie so ausgehen? Zum Glück gibt es heutzutage die moderne Technik und ich hoffe sehr, dass keine Schiffbrüchigen es mehr nötig haben Ewigkeiten auf dem Meer zu treiben. Einige Passagen in dem Roman waren mir persönlich auch etwas zu ausschweifend. Da fühlte ich mich fast bewogen quer zu lesen, weil es mit der Geschichte nicht voranging.
    Ein durchaus spannendes Buch, das meiner Meinung nach allerdings für die Leser geeignet ist, die Schiffbruch mit Tiger nicht kennen oder die dieses Buch so klasse fanden, dass sie unbedingt noch einmal von einem Schiffbruch lesen müssen. 

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    Nina2401s avatar
    Nina2401vor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Atem der Welt" von Carol Birch

    Bis an alle Grenzen

    Seine furchtlose Begegnung mit einem Tiger ist für den kleinen Jaffy der Wendepunkt in seinem Leben. Er begegnet Mr. Jamrach und er begegnet Tim und die Weichen für sein weiteres Leben sind gestellt. Jaffy erzählt seine Geschichte in der Ich-Form. Die spannende Abenteuer-Geschichte, die in drei Teile aufgeteilt ist, beginnt in den Kloaken Londons, wo Jaffy aufwächst. Seine Kindheit und auch die langsame Annäherung zwischen Jaffy und Tim, der zu seinem besten Freund avanciert, werden sehr eindrucksvoll und auch kurzweilig geschildert.

    Der Schreibstil ist mir persönlich schon hier teilweise zu opulent und überladen. Carol Birch erzählt mit vielen Worten wenig, sie beschreibt sehr ausführlich. Mancher mag es, ich mag es nicht so gerne.

    Im 2. Teil geht es dann auf See. Die Atmosphäre wird sehr gut eingefangen, der Walfang wird detailliert und spannend beschrieben, aber so wie es auf See eine Flaute gibt, gibt es sie auch in diesem Buch. Ich habe einige Seiten quer gelesen, weil es mir einfach zu langweilig war. Die Beschreibungen wiederholten sich, ich konnte eintauchen in Jaffys Gedankenwelt, aber das zog sich für mein Empfinden viel zu sehr in die Länge.

    Aber das war nur die Ruhe vor dem Sturm, denn dann wurde die Geschichte so richtig heftig. So wie die Schiffbrüchigen an ihre Grenzen kamen, war es auch für mich grenzwertig. Denn das „Unfassbare“, wie es im Klappentext genannt wird, nahm für mich zu viel Raum ein. Wollte ich das wirklich in allen Einzelheiten lesen? Nein, auch hier habe ich einige Seiten nur quer gelesen, weil es mir zu viel wurde.

    Das Ende hat mich dann wieder etwas versöhnt, es war wie ein Herunterkommen von einem ganz bösen Trip.

    Es ist mit Sicherheit ein wichtiges und auch ein gutes Buch, aber meine Nerven hat es arg strapaziert und ich war einfach nur froh, als es vorbei war.

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