Carol Bruneau Glasstimmen

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Inhaltsangabe zu „Glasstimmen“ von Carol Bruneau

Sommer 1969, gerade ist der erste Mensch auf dem Mond gelandet, in der kanadischen Küstenstadt Halifax aber will Lucy davon nichts wissen. Sie hat andere Sorgen, seit ihr Ehemann Harry einen Schlaganfall erlitten hat. Lucy muss den Mann pflegen, dem sie seit jeher in tiefer Hassliebe verbunden ist. Im Angesicht seiner Schwäche wird ihr Blick auf ihn und ihre Ehe milder – doch gleichzeitig holt die Erinnerung sie ein. Bilder von damals steigen in ihr auf, die Bilder der Halifax-Katastrophe, bei der 1917 im Hafen ein Munitionsschiff explodierte, die Stadt verwüstete und Tausende Menschenleben forderte. Das Unglück riss auch die junge Familie auseinander: Lucy und Harry verloren ihre Tochter Helena, die damals noch ein Baby war. Mit den Erinnerungen kehrt die verschüttete Hoffnung zurück, das Mädchen wiederzufinden. Und während Lucy darum kämpft, ihre Familie zusammenzuhalten, und für einen Mann sorgen muss, der sie gleichzeitig wahnsinnig macht, sucht sie in jeder erwachsenen Frau ihre Tochter . . . Glasstimmen ist die Geschichte einer eigenwilligen, starken Frau, die mit einer Schuld ringt, die doch nicht ihre Schuld ist. Ein Roman über die befreiende Kraft der Erinnerung, erzählt in einer soghaften, literarischen Sprache, die an Anne Michaels und Toni Morrison denken lässt.

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  • Rezension zu "Glasstimmen" von Carol Bruneau

    Glasstimmen
    Thaila

    Thaila

    04. March 2011 um 09:46

    Im Sommer 1969 bricht Lucys Ehemann plötzlich mit einem Schlaganfall zusammen und fällt in ein langes Koma. Lucy muss sich darauf einstellen, nach vielen Jahren Ehe allein zu sein. Der Schock weckt ein altes Trauma in ihr zum Leben. Lucy und ihr Ehemann waren Zeugen der Halifax-Explosion, bei der im Ersten Weltkrieg ein Munitionsfrachter im Hafen von Halifax mit einem anderen Schiff zusammenprahlte und explodierte. 1500 bis 2000 Menschen kamen dabei ums Leben, ganze Stadtteile wurden vollkommen verwüstet. Lucy und Harry verloren bei diesem Unglück ihre kleine Tochter. Der Verlust hat in ihrer Ehe über lange Jahre tiefe Wunden hinterlassen. Lucy kommt über den Verlust ihrer Tochter nicht hinweg und macht sich immer wieder Hoffnungen, dass sie im Chaos nur verloren gegangen ist. Harry findet einen anderen Weg mit seiner Trauer umzugehen. Er freundet sich mit den etwas heruntergekommenen Nachbarn an, trinkt und spielt und hat eine Affäre mit einer anderen Frau. Die Ehe von Lucy unf Harry war nicht glücklich und dennoch sind sie einander über die Jahre immer näher gekommen, so dass sich Lucy ein Leben ohne Harry kaum noch vorstellen kann. Die Tiefe mit der Carol Bruneau diese komplexe Beziehung beschreibt ist wirklich beeidnruckend. Da gibt es keine klaren Antworten. Und sicherlich ist dieses Buch auf eine unaufdringliche Weise auch ein Plädoyer für Durchhaltevermögen und Verständnis. Die eigenwillige Lucy, die auch im Kontakt mit der Familie ihres Sohnes, stets versucht, ihre Unabhängigkeit zu wahren, ist ein interessanter, ungewöhnlicher Charakter. Lucy ist keine emanzipierte Frau, die gesellschaftlichen Veränderungen der 60er Jahre überfordern sie, aber trotzdem wehrt sie sich gegen die Konventionen ihrer Gemeinschaft und versucht ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Glassstimmen von Carol Bruneau ist ein sehr stilles, auch stilistisch unaufdringlich-gekonntes, bezauberndes Buch!

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