Carol Grayson Schlangenaugen

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Inhaltsangabe zu „Schlangenaugen“ von Carol Grayson

In Louisiana führt das Schicksal die beiden Ausgestoßenen André LeClerq, einen notorischen Spieler, und Joseph St. Cloud, einen blinden Passagier, auf einem Mississippidampfer zusammen. Es herrscht Bürgerkrieg zwischen den Nord- und den Südstaaten. Die beiden müssen auf ihrer gemeinsamen Reise so einige Abenteuer bestehen und werden schnell Freunde. Als sie sich endlich eingestehen, dass sie mehr als Freundschaft verbindet, ist der Krieg fast zu Ende. Doch mittlerweile teilen sie mehr als ein Geheimnis miteinander. Werden sie zwischen Rassenhass und Leidenschaft einen gemeinsamen Weg für sich finden?

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    Schlangenaugen

    Waldschrat

    26. March 2014 um 18:06

    Der Titel “Schlangenaugen” könnte bei einem Western Roman nahelegen, dass es sich um Schlangen in der Prärie handeln könnte, welche die Abenteuer der Helden begleiten. Tatsächlich geht es aber um den Einserpasch beim Würfelspiel, denn André LeClerq wurde beim Falschspiel erwischt und muss seine Heimat verlassen. Er gerät zwischen die Fronten des amerikanischen Bürgerkrieges und ausgerechnet in die Arme des ebenso entwurzelten Halbklaven Joseph St. Cloud. Letzterer ist das Resultat der Vergewaltigung einer blutjungen Sklavin durch einen Plantagenbesitzer. Ihr seht schon nach wenigen Zeilen, dass in dem kurzen Roman viele Probleme aufgegriffen wurden, mittendrin die zwei jungen Männer, die erkennen müssen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Aber Achtung: es handelt sich nicht um einen Erotikroman und es gibt keine expliziten erotischen Szenen. Was dem Roman keineswegs geschadet hat. Allerdings ist die Bezeichnung “Gay Wsetern Romance” etwas irreführend, weil es sich nicht wirklich um einen Western handelt. Vielmehr um eine Südstaaten-Novelle. Es gibt zwar einige Szenen mit Pferden und sie kehren in eine Lokalität ein, die man vielleicht Saloon nennen könnte, aber es gibt Dampfer, Sklaven und Plantagen. Keine Eisenbahnen und Indianer. Erwartet also bitte keine Western-Klischees. Ansonsten war der Roman ganz nett für Zwischendurch. Die Beziehung der Herren wurde einfühlsam beschrieben und das Abenteuer war auch ganz okay. Dabei muss ich es aber belassen. Für die angelegte Tiefe war der Roman zu kurz, eigentlich ist es wirklich nur eine Novelle und auf so wenigen Seiten kann man sehr schlecht die ganzen geplanten Probleme tiefgreifend verarbeiten, so dass sie ans Herz gehen könnten. Außerdem hat mir persönlich der Schluss nicht ganz gefallen, er war überraschend und für den einen oder anderen bestimmt ganz witzig, aber ich fand das Casino nicht wirklich treffend. Ich hätte es schöner gefunden, wenn man sich an die harte Arbeit gewöhnt und selbst die Felder bestellt hätte. Mit ehrlicher harter Arbeit und allem drum und dran. Das wäre eher nach meinem Geschmack gewesen. Aber überzeugt euch selbst davon!  ;-)

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