Carol Leonnig

 4,3 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Carol Leonnig

Carol Leonnig, Jahrgang 1966, ist seit 2000 Reporterin bei der Washington Post. Im Jahr 2014 erhielt sie den Pulitzer-Preis für ihre Enthüllung des NSA-Skandals. 2015 erhielt sie den Preis erneut, diesmal für ihre Recherchen zum Secret Service. 2017 wurde sie schließlich zum dritten Mal mit dem Pulitzer-Preis geehrt, als Teil eines Teams, das über den Einfluss Russlands auf die Präsidentschaftswahl 2016 berichtet hat. 2020 erschien von ihr, gemeinsam mit Philip Rucker, Trump gegen die Demokratie - "A Very Stable Genius".

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Secret Service (ISBN: 9783455014471)

Secret Service

Erscheint am 03.11.2022 als Taschenbuch bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von Carol Leonnig

Cover des Buches Secret Service (ISBN: 9783455013078)

Secret Service

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Erschienen am 01.11.2021
Cover des Buches Secret Service (ISBN: 9783455014471)

Secret Service

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Erscheint am 03.11.2022

Neue Rezensionen zu Carol Leonnig

Cover des Buches Secret Service (ISBN: 9783455013078)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Secret Service" von Carol Leonnig

Hat der Secret Service sein in ihn gesetztes Vertrauen verspielt?
Bellis-Perennisvor 9 Monaten

Kann der Secret Service seinen Aufgaben, den Präsidenten der USA und die Demokratie zu beschützen, noch nachkommen?  Dieser zentralen Frage geht Carol Leonnig in ihrem Buch nach.

In 5 Teilen, die in weitere Kapitel untergliedert sind, erzählt Pulitzer-Preisträgerin und Investigativjournalistin Carol Leonnig über Aufstieg und Fall (?) des Secret Service. 

  • Die Tragödie, aus der ein neuer Secret Service erwuchs: Kennedy bis Nixon (1963 bis 1974)
  • Feuerprobe: Ford-Clinton (1974-1999)
  • Terror und Politik: Die Bush-Jahre (2000-2007)
  • Es läuft aus dem Ruder: Die Obama-Jahre (2008-2015)
  • Rückwärts und abwärts: Die Trump-Jahre (2016-2021) 

Die Autorin hat penibel recherchiert und dabei eine beispiellose Serie von Pleiten, Pech und Pannen zutage gefördert. Sie hat zahlreiche ehemalige Agenten des Secret Services interviewt. Agenten, die nach Erreichen ihres Alterslimits regulär in Pension gegangen sind, solche, die gefeuert wurde oder solche, die wegen der Missstände den Dienst quittiert haben. 

Herausgekommen ist ein Bericht über jenen Dienst, der den Wahlspruch „Worthy of Trust and Confidence“ (Wir sind das Vertrauen wert) auf die Fahnen heftet, aber mehr denn je dieses Vertrauen verspielt hat.  

Interne Machtkämpfe, Geld- und Personalmangel, Unfähigkeit sowie Präsidenten, die den Dienst nicht ernst nehmen, haben aus einer Eliteeinheit ein trauriges Kapitel der amerikanischen Geschichte gemacht. 

Braucht es wieder einen Mord an einem Präsidenten der USA, dass der Secret Service wie ein Phönix aus der Asche aufsteigt oder braucht man den Dienst nicht mehr? 

Fazit: 

Ein Bericht, der mich erschaudern lässt, wenn ich mir die Konsequenzen ausmale. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

 

Kommentare: 3
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Cover des Buches Secret Service (ISBN: 9783455013078)vormis avatar

Rezension zu "Secret Service" von Carol Leonnig

Klasse - anspruchsvoll, aber spannend wie ein Krimi
vormivor 9 Monaten

Kann der Secret Service den US-Präsidenten noch schützen?

Das erste Buch über den Secret Service überhaupt - Pulitzer-Preisträgerin Carol Leonnig erzählt die Geschichte des Geheimdienstes, der vor allem dafür bekannt ist, den Präsidenten der USA zu schützen. Ihre Recherchen lassen die Erfolge und Skandale des Secret Service in völlig neuem Licht erscheinen. Sie erzählt von stolzen Agenten, die sich in den Kugelhagel werfen, der auf Präsident Reagan niedergeht, aber auch vom großen Versagen bei dem Mord an John F. Kennedy. Davon, wie das Selbstverständnis, die Demokratie und den Präsidenten zu schützen, im Laufe der Zeit immer weiter erodiert, wie internes Fehlverhalten und Budgetkürzungen bewirken, dass der Secret Service seiner Aufgabe zunehmend nicht mehr gerecht wird. Unter Obama und Trump eskaliert die Situation hinter den Kulissen schließlich. Leonnigs Fazit: Heute ist der Dienst praktisch nicht mehr in der Lage, Joe Biden zu schützen, einen Präsidenten, der so schwerwiegende Drohungen erhält wie kaum ein Präsident vor ihm. Mithilfe von Top-Secret-Informationen gelingt es Leonnig, tief in die Arbeitsweise und das Selbstverständnis des Secret Service einzusteigen, der Geheimdienst, der wie kein zweiter in die dramatischen Momente der US-Geschichte verwickelt war. 

  • Die New York Times nannte das Buch „eine erschütternde Aneinanderreihung haarsträubender, bislang nicht bekannter Vorfälle“ und einen „Weckruf“.
  • Die Washington Post nannte es „unglaublich gründlich recherchiert, schonungslos“.
  • “Ein alarmierender Blick auf jene, die den Präsidenten eigentlich schützen sollten. Das muss Konsequenzen haben.“ - The Guradian
  • „Echter, aufrichtiger Investigativjournalismus wie er sein sollte. Unglaublich gut.“ - The Wall Street Journal     

Inhaltsangabe auf amazon


Ein tolles Buch.

Beeindruckende Recherchearbeit, voll mit unbekannten Information. Natürlich auch mit bekannten Infos, die man aber wieder vergessen hat.

Trotz der vielen Namen, Daten und Behörden-Abkürzungen wirkt es zu keiner Zeit unübersichtlich oder zu vollgepropft. Sehr guter Schreibstil, sehr eingängig und nicht unnötig voll mit Fremdwörtern.

Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann. Ganz besonders aber natürlich USA-Fans und allen am Thema Interessierten

Kommentare: 1
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Cover des Buches Secret Service (ISBN: 9783455013078)Wolfslands avatar

Rezension zu "Secret Service" von Carol Leonnig

Interessante Einblicke in einen US Geheimdienst
Wolfslandvor einem Jahr

Das Buch ist ein Streifzug durch die Geschichte des US-Geheimdienstes. Es wird kurz von den Ursprüngen im 19JH erzählt, konzentriert sich dann aber auf die fünf Abschnitte Kennedy bis Nixon, Ford bis Clinton, Bush, Obama und schließlich Trump. Man erfährt dabei nicht nur einzelne „Stories“ über die Präsidenten und die Auswirkungen auf den Geheimdienst (z.B. als Kennedy unbedingt im Meer baden wollte), sondern wird auch in den größeren Rahmen der Entwicklung eingebunden. Alles in allem ein sehr interessantes Buch.

Was ich persönlich schade finde, ist das es doch sehr „amerikanisch“ ist. Der Prolog ist eine Lobhudelei für tolle Journalisten und Patriotismus. Auch etwas mehr Stringenz in der chronologischen Abfolge hätte mir das Leben erleichtert. Der deutsche Leser hat mitunter nicht dasselbe Vorwissen, wie ein amerikanischer Leser.

Ein Lob gebührt den fünf Übersetzer die das Buch sauber zu übersetzen. 

4/5 Sterne von mir und eine Leseempfehlung für Geschichtsinteressierte an diesem Thema.

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