Carol Shields Das Tagebuch der Daisy Goodwill

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Inhaltsangabe zu „Das Tagebuch der Daisy Goodwill“ von Carol Shields

"...Ein reines Lesevergnügen. Carol Shields' warme, sinnliche Prosa bringt uns nahe, wie die Dinge des Alltags sich anfühlen, aussehen, duften... Sie ist eine Erzählerin, die ihre Figuren ungewöhnlich lebensnah werden läßt." (New York Newsday.) Carol Shields erhielt für "Das Tagebuch der Daisy Goodwill" den Pulitzerpreis 1995. Fiktive Tagebucheintragungen, Liebesbriefe, Rezepte, Zeitungsausschnitte, Erzählungen von Freundinnen und Verwandten ergeben miteinander verknüpft das lebendige Porträt einer Frau im 20. Jahrhundert. (Quelle:'Fester Einband/01.10.1996')

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  • Das Leben einer ganz gewöhnlichen Frau und gerade deswegen so berührend

    Das Tagebuch der Daisy Goodwill
    Mrs_Nanny_Ogg

    Mrs_Nanny_Ogg

    27. July 2013 um 11:19

    Carol Shields schildert in ihrem Roman, der teilweise in Ich-Form, teilweise in Briefen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, das Leben einer eigentlich gewöhnlichen Frau von der Geburt bis zu ihrem Tod. Gerade weil es sich nicht um eine Berühmtheit oder eine heldenhafte Person handelt, ist der Roman für die Leser und Leserinnen so berührend. Daisy Goodwill wird in einem kleinen kanadischen Dorf in einer Sturzgeburt zur Welt gebracht, bei der die Mutter stirbt. Der Vater, ein einfacher Steinbrucharbeiter und bis über beide Ohren in seine junge Frau verliebt, übergibt die Tochter der Nachbarin Clarentine Flett in Pflege. Doch die verlässt nach drei Monaten ihren Mann, um zu Barker, einem ihrer drei erwachsenen Söhne in die Stadt zu ziehen. Dort zieht sie Daisy mit Hilfe ihres Sohnes auf, der Botaniker an der Universität ist. Sie selbst macht einen kleinen Blumenhandel auf, um ein wenig Geld zu erwirtschaften. Auf tragische Weise stirbt Clarentine bei einem Unfall, als Daisy gerade 11 Jahre alt ist. Der Vater, gerade auf dem Weg zu einer neuen, vielversprechenden Arbeitsstelle in die Vereinigten Staaten ist, nimmt die Tochter wieder auf. Ab nun kann Daisy in besseren Verhältnissen aufwachsen, denn ihr Vater ist Teilhaber eines florierenden Steinbruches geworden. Nach einem kurzen Abriss von College und Jugend tauchen wir gleich in die erste Eheschließung von Daisy ein mit einem jungen, leider dem Alkohol zu sehr zugeneigtem Mann, der auch sogleich während der Hochzeitsreise in Europa betrunken aus dem Fenster stürzt und verstirbt. Wieder daheim wird Daisy diese erste Ehe in ihrem Leben verdrängen und nicht weiter erwähnen. Erst ein paar Jahre später beschließt sie den 23 Jahre älteren Barker Flett zu heiraten. Die Ehe ist, vielleicht wegen des großen Altersunterschieds, nicht gerade von großen Glücksgefühlen durchtränkt. Aber es sind drei Kinder (Alice, Joan und Warren) aus ihr hervorgegangen. Wir begleiten sie bei ihren Bemühungen eine gute Hausfrau und Mutter zu sein, mit dem Tod ihres Mannes eine eigene Karriere als Kolumnistin bei einer Regionalzeitung aufzubauen und nach und nach zu altern und mit dem körperlichen Verfall zurechtzukommen. Man erkennt sich in vielen Abschnitten dieses episodenhaft geschrieben Romans wieder, wenn nicht sich selbst, dann vielleicht die eigene Mutter oder Großmutter. Carol Shields hat für ihren Roman verdientermaßen den Pulitzer-Preis erhalten.

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